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Alles über die irdische Kernfusion

Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftstheorie bzw. -philosophie, Technik
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Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 26. Aug 2021, 16:29

Bislang gab das Fusionsexperiment nur 3 Prozent der Energie zurück, die man hineinsteckt. Nun ist der Wert schlagartig auf 70 Prozent gestiegen. Ein Meilenstein, sagen Experten
https://www.spektrum.de/news/fusionsfor ... ch/1912684

Natürlich ist man immer noch nicht soweit, wie man gerne wäre, aber ich finde hier wird in der letzten Zweit doch viel erreicht.
Allerdings wäre die Laserfusion selbst dann noch nicht einsatzreif, wenn sie den Break-even erreichen oder gar überschreiten würde. Die freigesetzte Energie fällt zunächst in Gestalt schneller Neutronen an. Um sie in eine nutzbare Form umzuwandeln, müssten laut »Science« zehn dieser Kapseln pro Sekunde beschossen werden – technisch eine gewaltige Herausforderung. Der kommerzielle Erfolg der Laserfusion ist darum ebenso ungewiss wie der alternativer Verfahren, wie man sie etwa am europäischen Kernfusionsforschungszentrum ITER in Frankreich erprobt
Was ist denn diese"nutzbare" Form der Neutronen.
Das habe ich jetzt nicht verstanden...... ;j
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Laserfusion feiert Beinahedurchbruch

Beitrag von seeker » 26. Aug 2021, 18:45

Eine nutzbare Energieform ist hier am Ende immer noch Hitze, um Wasser zu kochen und damit eine Dampfturbine anzutreiben.
Das ergibt dann Strom und evtl. noch etwas Fernwärme, wenn man es geschickt anstellt.
Dieser letzte Schritt ist hier immer derselbe, gleich ob Kohlekraftwerk, Gaskraftwerk, Atomkraftwerk oder dann Fusionskraftwerk, gleich welcher Art.

Ergo: Man müsste hier die schnellen Neutronen so verwenden, dass sie irgendetwas erhitzen, um dann Wasser kochen zu können.
Das geht u.a. recht gut, indem man sie durch Wasser leitet. Dafür braucht es aber viel Wasser, rund herum, eine genügend dicke Wasserschicht (sonst wird sie durchschossen). Um viel Wasser heiß genug zu bekommen, braucht es viele Neutronen, also viel Fusion.

Ich denke daher kommt diese Aussage:
"Um sie in eine nutzbare Form umzuwandeln, müssten laut »Science« zehn dieser Kapseln pro Sekunde beschossen werden – technisch eine gewaltige Herausforderung."

Das hat vermutlich bautechnische Gründe.

Bissl Hintergrund:
https://de.wikipedia.org/wiki/Moderator_(Physik)
Grüße
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Re: Laserfusion feiert Beinahedurchbruch

Beitrag von Skeltek » 27. Aug 2021, 11:30

Ich schaffe deutlich über 90% bei mir Zuhause.
Wenn ich einen Flummi aus 1m Höhe fallen lasse, krieg ich ca 95% der Höhe wieder zurück.
Das ist ein signifikanter Fortschritt gegenüber den Versuchen mit Bleibarren(2%), Apfelmus(0%) und Katzen(30%).
Man kann von einem regelrechten Durchbruch sprechen, nachdem von den vielversprechenden Katzen abgelassen und eine völlig neue Methodik mit Flummis angegangen wurde.
Wenn ich es schaffe auf 110% zu kommen, hüpft der Flummi 1,1m hoch, wenn ich ihn aus 1m Höhe fallen lasse -> dann ließe sich Energie daraus gewinnen.
Mein nächstes Experiment wäre, den Flummi im Vorfeld mit einer hauchdünnen Schicht Sprengstoff zu benetzen und den Boden elektrisch aufzuladen. Die Experimente sind vielversprechend, ich bräuchte allerdings noch 7 Millionen € für die Abwicklung der Formalien wie Genehmigungen/Bestechungen/Profit... eine Zusicherung, daß es irgendwann mal profitabel wird, werde ich allerdings zunächst nicht geben :)
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Re: Laserfusion feiert Beinahedurchbruch

Beitrag von seeker » 28. Aug 2021, 10:09

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Re: Laserfusion feiert Beinahedurchbruch

Beitrag von Frank » 30. Aug 2021, 09:51

Ich glaube an die Kernfusion und das sie in den nächsten 50 Jahren die Energiegewinnung revolutionieren wird.
Wenn ich es noch erleben sollte, werde ich eine neue Firma gründen, die Bohrhämmer , Schaufeln und Lastenräder vertreibt.
Meine Zielgruppe werden alle Ökos sein, um die Betonsockel, der Windräder, aus den Natur verschwinden zu lassen. ;a
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Laserfusion feiert Beinahedurchbruch

Beitrag von Frank » 31. Aug 2021, 19:56

Im Rennen um die Kernfusion wähnen sich private Firmen in der Pole-Position
In der Fusionsforschung weht ein frischer Wind. Startups wollen endlich das Versprechen einlösen, durch die Verschmelzung von Atomkernen Energie zu gewinnen. Doch auch Iter & Co. schlafen nicht.
https://www.nzz.ch/wissenschaft/kernfus ... ld.1639809
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Laserfusion feiert Beinahedurchbruch

Beitrag von Hansen » 6. Sep 2021, 18:52

Frank hat geschrieben:
30. Aug 2021, 09:51
Ich glaube an die Kernfusion und das sie in den nächsten 50 Jahren die Energiegewinnung revolutionieren wird.
Wenn ich es noch erleben sollte, werde ich eine neue Firma gründen, die Bohrhämmer , Schaufeln und Lastenräder vertreibt.
Meine Zielgruppe werden alle Ökos sein, um die Betonsockel, der Windräder, aus den Natur verschwinden zu lassen. ;a
Das Problem wird eher sein das die Gesellschaft als solches nicht mehr existiert.
Wenn die USA Teile ihres Landes der Dürre übergeben ist es vorbei mit Weltmacht.

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 9. Sep 2021, 18:21

Rechtschreibung naja,aber Hauptsache gendern ...🙈
Trotzdem klingt die Meldung viel versprechend .

https://futurezone.at/science/fusionsre ... /401730294
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von seeker » 11. Sep 2021, 09:30

Solche Entwicklungen sind interessant. Ich habe dazu irgendwo eine Meinung von einem Experten vom Iter oder so gelesen. Er meinte auch: Interessant, aber allzu weit wären die noch nicht und für einen Hype bzw. allzu vorschnellen Optimismus besteht kein Anlass. Er hat dann etwas über die Details geredet... vielleich finde ich den Artikel noch, muss schauen.

Allgemein gibt es bei der Fusion aus meiner Sicht zwei entscheidende Fragen (so man es überhaupt hinbekommt):

1. Wann werden solche Reaktoren in Masse herstellbar sein, sodass sie einen beträchlichen Anteil an der Welt-Energieversorgung übernehmen könnten?

2. Was wird bei dieser Art der Stromerzeugung die Kilowattstunde dann unterm Strich kosten? Bei einer ehrlichen Rechnung unter Einbeziehung aller Kosten und ohne verzerrende Subventionen und ohne sonstige Vergünstigungen? Wird das konkurrenzfähig sein?

Nach meinem Wissen ist die Antwort auf 1.:
Falls es gut geht noch etwa ein paar Jahrzehnte bis zu den ersten Reaktoren mit genügend hohem und positivem Energieoutput und bis zur Massenfertigung noch > 50 Jahre.
Und zu 2.: Das steht noch in den Sternen, ob das konkurrenzfähig sein wird.

Dennoch bin ich sehr dafür die Fusion weiter voranzutreiben, nur gehyped bin ich nicht mehr wirklich.
Die Fusion könnte evtl. im 22. Jahrhundert eine relevante, größere Rolle bei der Energiegewinnung spielen, im 21. Jahrhundert eher nicht mehr.
Grüße
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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 16. Sep 2021, 18:23

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von seeker » 17. Sep 2021, 05:18

Spannende Sache, wie gesagt. Das sollte man weiter vorantreiben und beobachten.
Hier noch eine kurze Darstellung, was so alles in der Mache ist:
https://www.scinexx.de/dossierartikel/die-rivalen/

Bis wann glaubst du, dass wir damit 80% der weltweiten Primärenergiebedarfs abdecken können (das decken momentan Kohle, Öl und Gas ab)?
Grüße
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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 19. Sep 2021, 20:19

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 10. Okt 2021, 19:55

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von seeker » 11. Okt 2021, 17:41

Ich wär jedenfalls vorsichtig bei allzu hochtrabenden Versprechen... das klingt ja sonst manchmal wie die Ankündigung dieser holländischen Firma (Mars One) vor nicht allzu langer Zeit, bis 2023 Menschen auf dem Mars bringen zu wollen...
https://de.wikipedia.org/wiki/Mars_One

Hier auch einmal kritische Stimmen zur Fusion, damit wir beide Seiten zu sehen bekommen:

Energieerzeugung durch Kernfusion

https://www.spd-bezirk-braunschweig.de/ ... ussion.pdf

Das Absurdistan der Kernfusionsforschung verschlingt weitere Milliarden

https://www.pv-magazine.de/2021/02/23/d ... illiarden/

Wie auch immer... die Wahrheit liegt vielleicht in der Mitte... technische Fortschritte und Innovationen werden evtl. noch manches lösen können, aber so schnell und so einfach wird das wohl nicht gehen, bis zu einer wettbewerbsfähigen, zuverlässigen und realtiv problemlosen Fusionsenergie, das kann man m.E. zumindest mitnehmen.
Grüße
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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 13. Okt 2021, 09:53

seeker hat geschrieben:
11. Okt 2021, 17:41

https://www.pv-magazine.de/2021/02/23/d ... illiarden/

Wie auch immer... die Wahrheit liegt vielleicht in der Mitte... technische Fortschritte und Innovationen werden evtl. noch manches lösen können, aber so schnell und so einfach wird das wohl nicht gehen, bis zu einer wettbewerbsfähigen, zuverlässigen und realtiv problemlosen Fusionsenergie, das kann man m.E. zumindest mitnehmen.
Die Wahrheit liegt im Grunde immer irgendwo in der Mitte (Auch beim Klima :wink: )

Des weiteren dürfte es aber klar sein, dass eine Quelle wie PV Magazine , die genau wissen was ihnen blüht, wenn die Kernfusion in absehbarer Zeit wirtschaftlich ans Netz gehen sollte, also eine reine Interessenseite, keinen guten Fetzen an der Kernfusion lässt.
Darum ist es natürlich unverschämt, das die 20 Milliarden Förderung , seitens der EU, der Fusionsforschung (viel zu wenig) inzwischen zugeflossen sind.
Schließlich hätte man das viel besser ja der Solarenergie zukommen lassen können..... :wink:
Zum Glück wird diese Forschung aber in anderen Ländern doch sehr gut (oft auch mit privaten Fördermitteln ) voran getrieben.
PV.png
PV.png (44.55 KiB) 921 mal betrachtet
Ich für meinen Teil sehe in der Kernfusion die einzige Möglichkeit, die Menschheit zukunfts- fähig in das 22. Jahrhundert zu schicken. Denn erneuerbare Energien sind ohne eine Revolution in der Speichertechnik(die noch weiter weg ist, als die Kernfusion) nicht für die Grundlast geeignet und Rohstoffe werden egal wie man spart endlich sein. Zumal dann der Raubbau an der Natur und deren Zerstörung weiter ungebremst voran schreiten werden.
Auch die Antarktis wird so früher oder später dran glauben müssen.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von seeker » 13. Okt 2021, 14:17

Frank hat geschrieben:
13. Okt 2021, 09:53
Des weiteren dürfte es aber klar sein, dass eine Quelle wie PV Magazine , die genau wissen was ihnen blüht, wenn die Kernfusion in absehbarer Zeit wirtschaftlich ans Netz gehen sollte, also eine reine Interessenseite, keinen guten Fetzen an der Kernfusion lässt.
Nach den Quellen, wo gehyped wurde, war es zum Ausgleich wichtig auch kritische Stimmen zu hören, das ist legitim und dient der Ausgewogenheit.
Und das PDF von der SPD ist eigentlich eh interessanter, weils stichpunktartig die wichtigsten kritischen Punkte bei der Fusion offenlegt.
Diese Problempunkte darf man zumindest nicht ignorieren, man sollte eher überlegen, ob es gute und realistische Lösungen dafür gibt.
Wo soll z.B. das Tritium herkommen? Und was wird das kosten? Und wo sollen Fusionskraftwerke stehen, wo man doch damit hervorragend kernwaffenfähiges Plutonium brüten kann? Auch im nahen Osten, in Teilen Asiens, in Afrika? Ich glaube, das wäre vielen nicht so recht.
etc. (siehe PDF)
Frank hat geschrieben:
13. Okt 2021, 09:53
Ich für meinen Teil sehe in der Kernfusion die einzige Möglichkeit, die Menschheit zukunfts- fähig in das 22. Jahrhundert zu schicken.
Die Frage ist doch:
Sollte man sich heute darauf verlassen, dass das mit der Fusion rechtzeitig klappt (oder überhaupt klappt)?
Sollen wir die Zukunft der Menschheit auf diese eine Karte verwetten?
Sicher nicht. Wenns da ist, ist es da, dann sieht man weiter, vorher nicht.
Die Fusion wird jedenfalls unser Klimaproblem nicht lösen, jedenfalls nicht rechtzeitig.

Aber wir haben ja schon einen kostenlosen, zuverlässig arbeitenden Fusionsofen, den man anzapfen kann, nennt sich "Sonne".
Wie wäre es eigentlich mit Weltraum-Solarkraftwerken in der weiteren Zukunft? Auch ein interessantes Thema.
Frank hat geschrieben:
13. Okt 2021, 09:53
Denn erneuerbare Energien sind ohne eine Revolution in der Speichertechnik(die noch weiter weg ist, als die Kernfusion) nicht für die Grundlast geeignet
Das wir andauernd behauptet, stimmt aber nicht. Das ist schon lösbar - und zwar sicher und mit heutiger Technik schon.
Und überhaupt wird da immer über die Grundlast geredet, wichtiger ist aber die Regelleistung bedienen zu können, besonders bei zukünftigen Stromnetzen. Das überhaupt ist die größte Herausforderung bei Stromnetzen. Und das können z.B. Windkraftwerke sehr gut, Gaskraftwerke auch, aber Kohle, Atom, Fusion sehr schlecht.
Außerdem: Wie grundlastfähig wird denn ein Fusionskraftwerk sein? Wissen wir das heute? Mal abgesehen davon, dass es wahrscheinlich 70% der Zeit überhaupt keinen Strom liefern wird, weil es in der Zeit gewartet werden muss (wegen der hohen Neutronenbelastung der Reaktorwände). Da braucht es dann genauso Speichertechnik und/oder eben intelligente, länderübergreifende Netze.
Frank hat geschrieben:
13. Okt 2021, 09:53
und Rohstoffe werden egal wie man spart endlich sein. Zumal dann der Raubbau an der Natur und deren Zerstörung weiter ungebremst voran schreiten werden.
Auch die Antarktis wird so früher oder später dran glauben müssen.
Das sind m.E. weitergehende Probleme, um die man sich auch und eh kümmern muss, Kernfusion hin oder her.
Kürzlich habe ich es irgendwo gehört, wo es schön gesagt wurde: "Wir sollten schauen, dass wir die Welt demnächst wieder sanieren."
Für so etwas gibt es nicht DIE EINE Lösung.
Grüße
seeker


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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Herr5Senf » 19. Okt 2021, 17:57

Solange das mit der viel zu komplizierten Kernfusion in praktischen Reaktoren nichts wird, nehmen wir praktisch das
https://www.wissenschaft-x.com/ex-space ... ar-reactor fast eigenheimtauglich :sun:
Atomkraft wird in Form von relativ leichten, kostengünstigen Mikroreaktoren portabel. Ein Team ehemaliger SpaceX-Ingenieure entwickelt
die "weltweit erste tragbare, emissionsfreie Stromquelle", die Strom in abgelegene Gebiete bringen kann und auch dies ermöglicht
schnelle Installation neuer Einheiten in besiedelten Gebieten, ...

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 14. Nov 2021, 19:47

Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 14. Nov 2021, 19:59

seeker hat geschrieben:
13. Okt 2021, 14:17

Das wir andauernd behauptet, stimmt aber nicht. Das ist schon lösbar - und zwar sicher und mit heutiger Technik schon.
Und überhaupt wird da immer über die Grundlast geredet, wichtiger ist aber die Regelleistung bedienen zu können, besonders bei zukünftigen Stromnetzen. Das überhaupt ist die größte Herausforderung bei Stromnetzen. Und das können z.B. Windkraftwerke sehr gut, Gaskraftwerke auch, aber Kohle, Atom, Fusion sehr schlecht.
Außerdem: Wie grundlastfähig wird denn ein Fusionskraftwerk sein? Wissen wir das heute? Mal abgesehen davon, dass es wahrscheinlich 70% der Zeit überhaupt keinen Strom liefern wird, weil es in der Zeit gewartet werden muss (wegen der hohen Neutronenbelastung der Reaktorwände). Da braucht es dann genauso Speichertechnik und/oder eben intelligente, länderübergreifende Netze.
Da gibt es ganz andre Ansichten und die halte ich für wesentlich glaubwürdiger.:wink:

https://energieausfall.de/
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von seeker » 15. Nov 2021, 11:15

Frank hat geschrieben:
14. Nov 2021, 19:59
Da gibt es ganz andre Ansichten und die halte ich für wesentlich glaubwürdiger.:wink:

https://energieausfall.de/
Was ich halt ziemlich krass finde, dass man solche Quellen auch nur ansatzwweise für glaubwürdiger halten kann und auf so etwas hereinfallen kann.
Was EIKE und Konsorten sind, sollte eigentlich jedem klar werden können, nämlich eine Propagandamaschine, finanziert von den bekannten Verdächtigen, zum eigenen kurzfristigen Vorteil.
Wie kann man nur glauben, dass man besser bedient wird, wenn man sich von den "offiziellen Quellen" zu "alternativen Quellen" hinwendet, dass es da weniger Verarsche gibt? Das krasse Gegenteil ist der Fall, das sollte doch klar und einleuchtend sein?

Aber das ist wohl hoffnungslos...

Übrigens: Um die Grundlast brauchst du dir, selbst wenn es in Deutschland ein Problem geben sollte, was nicht der Fall ist, weil die beteiligten deutschen Konzerne und Akteure nicht völlig verblödet sind und wissen was zu tun ist, keine Sorgen machen, weil wir ein europäisches Netz haben... mit z.B. sehr vielen AKWs in Frankreich.
Grüße
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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 15. Nov 2021, 13:32

seeker hat geschrieben:
15. Nov 2021, 11:15

Was ich halt ziemlich krass finde, dass man solche Quellen auch nur ansatzwweise für glaubwürdiger halten kann und auf so etwas hereinfallen kann.
Sagt einer der ständig Quellen von PV Anbietern, Batterieherstellern und sonstigen Nutznießern von E- Autos rein stellt. ;j
seeker hat geschrieben:
15. Nov 2021, 11:15
Was EIKE und Konsorten sind, sollte eigentlich jedem klar werden können, nämlich eine Propagandamaschine, finanziert von den bekannten Verdächtigen, zum eigenen kurzfristigen Vorteil.
Wie kann man nur glauben, dass man besser bedient wird, wenn man sich von den "offiziellen Quellen" zu "alternativen Quellen" hinwendet, dass es da weniger Verarsche gibt? Das krasse Gegenteil ist der Fall, das sollte doch klar und einleuchtend sein?

deine Quelle:
PV.png
PV.png (44.55 KiB) 474 mal betrachtet
Meine Quelle zeige ich in noch einer Antwort, weil zwei Bilder hier ja nicht gehen

seeker hat geschrieben:
15. Nov 2021, 11:15
Aber das ist wohl hoffnungslos...
Ja, dass glaube ich langsam auch. Denn wie du vorgehst, hat man bei einem anderen Thema gesehen. Deine Äußerungen zum Thema Nikotin, bei denen ich mich bewusst ausgeklinkt habe, sprechen Bände...... :wink:
seeker hat geschrieben:
15. Nov 2021, 11:15
Übrigens: Um die Grundlast brauchst du dir, selbst wenn es in Deutschland ein Problem geben sollte, was nicht der Fall ist, weil die beteiligten deutschen Konzerne und Akteure nicht völlig verblödet sind und wissen was zu tun ist, keine Sorgen machen, weil wir ein europäisches Netz haben... mit z.B. sehr vielen AKWs in Frankreich.
Erstens hat es in Deutschland schon Probleme gegeben und die Naivität, die "Anderen" werden uns schon bei einem Engpass ewig aus der Patsche helfen, teile ich nicht.
Hier an dieser Stelle ist für mich aber Schluss und ich werde mich im Thread der Kernfusion widmen. Nur diese, sollte sie jemals funktionieren, wird die Menschheit aus dem Flaschenhals Energieerzeugung befreien. :wink:
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 15. Nov 2021, 13:34

Meine Quelle:
Bildschirmfoto vom 2021-11-15 13-34-02.png
Bildschirmfoto vom 2021-11-15 13-34-02.png (28.8 KiB) 474 mal betrachtet
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von seeker » 15. Nov 2021, 17:51

Glaubst du ernsthaft, dass wir in 1,5 Jahren bundesweite Stromausfälle zu beklagen haben werden? Wirklich?
Ich glaube so etwas halt nicht, so leichtgläubig bin ich nicht. Das Ding ist Propaganda und will den Leuten Angst machen.

Wenn du einmal in "weiterführende Links" bei https://energieausfall.de/ schauen möchtest, dann findest du an erster Stelle den Herrn Rüdiger Stobbe.
"Rüdiger Stobbe war nach den Studium (Sozialwissenschaften/Germanistik, Abschluss 1. Staatsexamen) 30 Jahre in der Versicherungswirtschaft tätig. Er betreibt seit Februar 2016 den werbe- und kostenfreien Politikblog http://www.mediagnose.de."
https://www.achgut.com/autor/stobbe_r
Und dann landest du auch direkt hier: https://eike-klima-energie.eu/tag/ruediger-stobbe/
Da weiß ich doch, wo ich bin?

Lobbyisten, Propagandamaschinen... da geht es nicht um die Wahrheit, sondern um die Beeinflussung der Leute, um die Akquise von Anhänger- und Gefolgschaft.
Erwartest du ernsthaft aus solchen Quellen ausgewogene, unvoreingenommene, ehrliche Informationen zu erhalten?

Und es wird wieder das Märchen von der Grundlast erzählt und dass das ohne Atom und Kohle nicht ginge, grafisch und textlich schön aufbereitet, das macht es nicht wahrer, ich kenne es.
Glaubst du wirklich, dass die deutsche Energiewirtschaft und Politik sich all dessen nicht bewusst ist und da ungebremst hineinsteuert und keine Lösungen dafür hat?

Und was kostet denn der Atomstrom, incl. externer Kosten, incl. Endlagerung? Welchen Anteil an der heutigen weltweiten Energieversorgung hat er und warum hat er nicht mehr? Warum? Das mit dem Atomstrom muss man noch abwarten, was daraus wird und ob sich das wirklich rechnet mit der kommenden Generation. Und in Deutschland ist das Thema ja halt ziemlich verbrannt, da wird politisch nichts mehr gehen in nächster Zeit, ist halt so, realistisch gesehen. Du kannst dich aber trösten, dass es EU-weit auf absehbare Zeit noch genügend Atomstrom geben wird.

Sollte man sich nicht vielmehr einmal genauer damit auseinandersetzen, wie der Plan laut Energiewende ausschaut, um auch ohne Kohle und AKWs Netzsicherheit zu gewährleisten? (Und haben wir als Brücke nicht auch noch Gaskraftwerke?) Wie wäre es denn einmal damit? Also wirklich unvoreingenommen anschauen, nicht gleich Lücken und Angriffspunkte suchen, wo man das verunglimpfen oder angreifen kann. Bereit dazu oder nicht? Ja, ich weiß... wohl eher nicht...
Frank hat geschrieben:
15. Nov 2021, 13:32
Nur diese, sollte sie jemals funktionieren, wird die Menschheit aus dem Flaschenhals Energieerzeugung befreien.
Die Kernfusion ist halt eben noch nicht so weit. Und vor allen Dingen was sie kosten wird (bitte auch incl. aller externer Kosten), ist noch mehr als unklar, falls sie überhaupt absehbar da sein wird. Also abwarten. Und ob sie grundlastfähig sein wird ist auch unklar. Wobei die Problemaik mit der Grundlast ja eben aufgeblasen wird, die Regelleistung hinzubekommen ist das kompliziertere Problem.
Frank hat geschrieben:
15. Nov 2021, 13:32
Sagt einer der ständig Quellen von PV Anbietern, Batterieherstellern und sonstigen Nutznießern von E- Autos rein stellt.
Das ist unwahr, das "ständig". Wenn, dann trifft es auf dich zu, was ich nicht einmal behaupten möchte, belehre mich eines besseren...
Und zu meinem Link, den ich früher gesetzt habe, hatte ich mich schon geäußert, warum ich den aus Ausgewogenheitsgründen für notwedig hielt.
Frank hat geschrieben:
15. Nov 2021, 13:32
Denn wie du vorgehst, hat man bei einem anderen Thema gesehen. Deine Äußerungen zum Thema Nikotin, bei denen ich mich bewusst ausgeklinkt habe, sprechen Bände.
Ablenkungsmanöver. Argumentum ad hominem, gegen mich gerichtet. Hast du nichs besseres? Können wir uns nicht anders austauschen?
Frank hat geschrieben:
15. Nov 2021, 13:32
Erstens hat es in Deutschland schon Probleme gegeben und die Naivität, die "Anderen" werden uns schon bei einem Engpass ewig aus der Patsche helfen, teile ich nicht.
Die Netzsicherheit ist gerade in Deutschland im internationalen Vergleich sehr gut. Und "aus der Patsche helfen"? Das hat damit nichts zu tun, mit Naivität schon gar nicht. Hallo, wir leben in der EU, europäisches Stromnetz... europäische Pläne und Einigungen, Strombörse, Energiehandel, ...

Zur Lektüre:

Europäisches Verbundsystem
https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3% ... bundsystem

Dieser Abschnitt ist vielleicht besonders interessant:
https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3% ... ftskonzept
Grüße
seeker


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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 16. Nov 2021, 10:42

seeker hat geschrieben:
15. Nov 2021, 17:51
Glaubst du ernsthaft, dass wir in 1,5 Jahren bundesweite Stromausfälle zu beklagen haben werden? Wirklich?
Ich glaube so etwas halt nicht, so leichtgläubig bin ich nicht. Das Ding ist Propaganda und will den Leuten Angst machen.
Glaubst du ernsthaft, dass in 12 Jahren die Welt untergeht? (Klima) So leichtgläubig bin ich auch nicht und auch hier dient die Panikmache als Instrument.
Ich möchte mich auf Aussagen konzentrieren.
seeker hat geschrieben:
15. Nov 2021, 17:51
Wenn du einmal in "weiterführende Links" bei https://energieausfall.de/ schauen möchtest, dann findest du an erster Stelle den Herrn Rüdiger Stobbe.
"Rüdiger Stobbe war nach den Studium (Sozialwissenschaften/Germanistik, Abschluss 1. Staatsexamen) 30 Jahre in der Versicherungswirtschaft tätig. Er betreibt seit Februar 2016 den werbe- und kostenfreien Politikblog http://www.mediagnose.de."
https://www.achgut.com/autor/stobbe_r
Und dann landest du auch direkt hier: https://eike-klima-energie.eu/tag/ruediger-stobbe/
Da weiß ich doch, wo ich bin?
:roll:
Deswegen habe ich in meinem Beitrag weiter unten geschrieben das du selbst Quellen einstellst, bei denen man bei der Nachtverfolgung von Personen oder Links, auch auf Lobbyseiten landest, die alle an irgendwas verdienen, was gerade zum Thema passt. Ich bezog mich auf unsere schlimme Diskussion vor ein paar Jahren zum Klima.

seeker hat geschrieben:
15. Nov 2021, 17:51
Lobbyisten, Propagandamaschinen... da geht es nicht um die Wahrheit, sondern um die Beeinflussung der Leute, um die Akquise von Anhänger- und Gefolgschaft.
Erwartest du ernsthaft aus solchen Quellen ausgewogene, unvoreingenommene, ehrliche Informationen zu erhalten?

Weil der Spiegel sich und seine Leser von einem Relotius an der Nase herum führen lässt, oder einem Spacken wie Sascha Lobo eine Plattform bietet, ist die Quelle gleich grundsätzlich schlecht? (was dich ja auch nicht davon abhält, oft aus dem Spiegel zu zitieren)
Erwartest du ernsthaft aus solchen Quellen ausgewogene Berichtserstattungen zu lesen? (Um die Frage mal zurück zu geben)
Ich schon, denn ich lese wenigstens Beiträge noch durch und lasse mich nicht von der Öffentlichkeit beeinflussen(natürlich immer nur so weit wie mir möglich), die eine Person schnell mal zur Persona non grata erklärt.
Die Achse ist eine Plattform auf der es sehr gute Beiträge gibt. Natürlich gibt es auch hier, wie überall sonst auch, Beiträge bei denen mir die Haare zu Berge stehen, allerdings gehe ich doch nicht schon von vorne herein nicht dort hin, "weil ich dann weiß wo ich bin".

seeker hat geschrieben:
15. Nov 2021, 17:51
Und es wird wieder das Märchen von der Grundlast erzählt und dass das ohne Atom und Kohle nicht ginge, grafisch und textlich schön aufbereitet, das macht es nicht wahrer, ich kenne es.
Da sollte man vielleicht mal einen extra Thread aufmachen, weil das Thema ist schon umstritten.
seeker hat geschrieben:
15. Nov 2021, 17:51
Glaubst du wirklich, dass die deutsche Energiewirtschaft und Politik sich all dessen nicht bewusst ist und da ungebremst hineinsteuert und keine Lösungen dafür hat?
Die deutsche Energiewirtschaft und deren Bewusstsein, dass kann ich nicht einschätzen, aber die Fakten schon. Die wissen nämlich ganz genau, dass Verträge, die die Politik mit abgeschlossen hat, dass Papier nicht wert sind, auf dem sie geschrieben wurden. Laufzeitverträge die einseitig aufgekündigt wurden(wegen eines Vorfalls, der 13.000 Km entfernt war und die Energiewirtschaft am Ende noch ihre Ausfälle gerichtlich erstreiten muss, was am Ende der Steuerzahler wieder teuer bezahlen muss. Und das kommt noch zu den Kosten wie Endlagerung dazu, falls du wieder darauf herumreiten willst.

Die Politik, weitsichtig, sich bewusst sein und ungebremst hinein steuern?
Wo war denn dieses Bewusstsein, als man Hals über Kopf den vorzeitigen Ausstieg aus der Kernenergie(und nicht Atomenergie) beschlossen hat?

Und ja, wo war denn dieses Bewusstsein, als man 2 Mio Menschen aus einem völlig anderen Kulturkreis ins Land genommen hat und sich nun heute wundert, dass das alles nicht so funktioniert? Wo war denn da die Weitsicht und das Bewusstsein? (Verstehe,, dass hat man ja nicht ahnen können.... :roll:

Heute hat längst die Moral das Zepter von der Rationalität übernommen.
Ich habe die NZZ,Achse abonniert und auch Tichy. Die kommen zur Welt dazu und ich bereue es keine Sekunde.
seeker hat geschrieben:
15. Nov 2021, 17:51
Und in Deutschland ist das Thema ja halt ziemlich verbrannt, da wird politisch nichts mehr gehen in nächster Zeit, ist halt so, realistisch gesehen.
Das Thema ist verbrannt, weil es von geistigen Brandstiftern,m die selbst keine Ahnung davon haben, zu dem gemacht wurde.
Ist wie mit Gentechnik. Das Nogo der Latte Macchiato Gesellschaft in den Speckgürteln deutscher Großstädte.
85 % der Deutschen wissen nicht was ein Gen ist, aber sind mal grundsätzlich dagegen.
Darum haben wir ja auch das Problem mit der Impfbereitschaft zur Zeit, weil so viele Menschen den Schwachsinn glauben, dass wäre ein "Genimpfstoff" und er würde das Erbgut verändern.
Das kommt davon, wenn man den Menschen Jahrzehntelang einen Quadratunsinn erzählt und Fortbewegung mit Esels-karren romantisiert.
seeker hat geschrieben:
15. Nov 2021, 17:51
Sollte man sich nicht vielmehr einmal genauer damit auseinandersetzen, wie der Plan laut Energiewende ausschaut, um auch ohne Kohle und AKWs Netzsicherheit zu gewährleisten? (Und haben wir als Brücke nicht auch noch Gaskraftwerke?) Wie wäre es denn einmal damit? Also wirklich unvoreingenommen anschauen, nicht gleich Lücken und Angriffspunkte suchen, wo man das verunglimpfen oder angreifen kann. Bereit dazu oder nicht? Ja, ich weiß... wohl eher nicht...
Das kann man sich gerne anschauen, aber ich sehe als einzige Brückentechnologie eben nur die Kernkraft(nicht Atom)
Dazu kommt, dass wir eben nicht alleine sind auf dieser Welt und gerade 180 neue Kohlekraftwerke in Betrieb genommen werden. Auch hier gebe es Filtertechniken und Verfahren, die Abgase um bis zu 85 % zu reduzieren. Da könnte man sogar bestehende noch umrüsten.
Allerdings ist das auch mit viel Geld verbunden.Das ist mir aber alle mal lieber, als Milliarden in Technologien zu stecken, die bestenfalls auch nur Zubrot sind und bis jetzt Fässer ohne Boden ,die nur mit Subventionen am Leben gehalten werden können.
Also möchte ich gar keine Energiewende ohne sie(Kernkraft). Subventionierte Technologien, die sich wirtschaftlich nicht rechnen und sich irgendwann nicht selbst tragen, sind Milliardengräber. Und die haben wir momentan schon mit unseren völlig veralteten Kernkraftwerken und deren Endlagerproblem.
Darum hilft es auch nicht sich neue zu schaffen.
PV im Hausgebrauch rechnen sich nicht (war gerade bei mir dran und das ist bei mir in die Tonne geflogen). Die Einspeisevergütungen werden hier bald bei Null sein und die Ersparnisse bei Eigenverbrauch erleben nicht mal eine Armortisierung in ihrer Lebensphase.

Windkraftanlagen , dass stellt sich jetzt immer mehr raus, weil Erfahrungen vorhanden sind, müssen schneller mit Ersatzteilen und Wartungsintervallen versorgt werden, als zunächst geplant, da Abnutzung, Erosion und Verschleiß doch schneller sind.
Das wirft auch hier die Kosten/Nutzenrechnungen durcheinander.
Was das Kubikilometerweise zu betonieren der Natur mit Sockeln für die Windräder noch für Folgen hat, weiß heute noch gar niemand. Vor allem nicht deren Rückbau, was auch wieder Milliarden verschlingen wird. (Ist aber jetzt fiktiv)

seeker hat geschrieben:
15. Nov 2021, 17:51
Die Kernfusion ist halt eben noch nicht so weit. Und vor allen Dingen was sie kosten wird (bitte auch incl. aller externer Kosten), ist noch mehr als unklar, falls sie überhaupt absehbar da sein wird. Also abwarten. Und ob sie grundlastfähig sein wird ist auch unklar. Wobei die Problemaik mit der Grundlast ja eben aufgeblasen wird, die Regelleistung hinzubekommen ist das kompliziertere Problem.
Es geht um die 50 Herz Problematik, was ich als Sohn einer Elektriker Familie(als schwarze Schaf) von klein auf gelernt habe.

Hier aber mal eine Seite, die ich ganz gut finde, obwohl natürlich hier die erneuerbaren Energien im Vordegrund stehen, weil es wohl zum Geschäft gehört.
Es wird aber sehr gut die Problematik der 50 Herz und vor allem des europ. Strommarktes erläutert und das alles viel komplizierter ist und nicht so einfach gelöst werden kann.
Auch ich bin weit davon entfernt, den "Grünen Sündenbock" durchs Dorf zu treiben.

https://www.next-kraftwerke.de/energie- ... sundenbock

Allerdings macht die Seite halt in erster Linie den völlig veränderten Strommarkt für die inzwischen(2021) drei beinahe Blackouts verantwortlich.
Sie geben aber zu und das macht diese Seite auch so wertvoll, dass keiner im Grunde ganz genau weiß, an was es wirklich liegt, denn selbst wenn man den physikalischen Gegebenheiten genau nachgeht, ausschließt was man ausschließen kann, gibt es immer noch zu viele offene Fragen.
Darum ist es auch so wichtig, die erneuerbaren Energien behutsam zu verknüpfen und nicht radikal. Denn das ganze ist weitaus komplizierter als man denkt.

https://www.next-kraftwerke.de/energie- ... tzfrequenz


Hier noch Grundlagen.

https://www.next-kraftwerke.de/wissen/netzfrequenz
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von seeker » 19. Nov 2021, 08:30

Frank hat geschrieben:
16. Nov 2021, 10:42
Glaubst du ernsthaft, dass in 12 Jahren die Welt untergeht? (Klima) So leichtgläubig bin ich auch nicht und auch hier dient die Panikmache als Instrument.
Weder habe ich das behauptet noch irgendeinen Link hier hereingestellt, wo das behauptet wird.
Was soll das also? Das möchte ich mir jetzt nicht unterschieben lassen. Ich wünsche mir einen faireren Umgang.
Frank hat geschrieben:
16. Nov 2021, 10:42
Deswegen habe ich in meinem Beitrag weiter unten geschrieben das du selbst Quellen einstellst, bei denen man bei der Nachtverfolgung von Personen oder Links, auch auf Lobbyseiten landest, die alle an irgendwas verdienen, was gerade zum Thema passt.
Zum dritten Mal, ich möchte mir auch hier nichts unterstellen lassen, das so nicht wahr ist:
Ich habe vor dem besagten Link eher Fusions-wohlwollende Links gesetzt und Dinge geschrieben* (und du sowieso ausschließlich, ich warte auf den Tag, wo du bei einem Thema auch einmal Links zu beiden Seiten bringst) und daher beim besagten Link dazugeschrieben:
seeker hat geschrieben:Hier auch einmal kritische Stimmen zur Fusion, damit wir beide Seiten zu sehen bekommen:

Energieerzeugung durch Kernfusion
https://www.spd-bezirk-braunschweig.de/ ... ussion.pdf

Das Absurdistan der Kernfusionsforschung verschlingt weitere Milliarden
https://www.pv-magazine.de/2021/02/23/d ... illiarden/

Wie auch immer... die Wahrheit liegt vielleicht in der Mitte... technische Fortschritte und Innovationen werden evtl. noch manches lösen können, aber so schnell und so einfach wird das wohl nicht gehen, bis zu einer wettbewerbsfähigen, zuverlässigen und realtiv problemlosen Fusionsenergie, das kann man m.E. zumindest mitnehmen.
Und das reibst du mir jetzt dennoch zum wiederholten Mal unter die Nase und bemängelst es und versuchst damit dem Leser unterzuschieben, dass das dasselbe wie bei dir sei?
Das ist nicht in Ordnung.

*: Z.B. das hier:
seeker hat geschrieben:Spannende Sache, wie gesagt. Das sollte man weiter vorantreiben und beobachten.
Hier noch eine kurze Darstellung, was so alles in der Mache ist:
https://www.scinexx.de/dossierartikel/die-rivalen/
Frank hat geschrieben:
16. Nov 2021, 10:42
Weil der Spiegel sich und seine Leser von einem Relotius an der Nase herum führen lässt, oder einem Spacken wie Sascha Lobo eine Plattform bietet, ist die Quelle gleich grundsätzlich schlecht? (was dich ja auch nicht davon abhält, oft aus dem Spiegel zu zitieren)
Erwartest du ernsthaft aus solchen Quellen ausgewogene Berichtserstattungen zu lesen? (Um die Frage mal zurück zu geben)
Nein, natürlich nicht.
Es geht ja um das Ausmaß. Spiegel, Welt, usw., da weiß man ja auch, wo man jeweils ist. Man darf aber ein brennendes Holzscheit nicht mit einem Waldbrand vergleichen und behaupten beides sei dasselbe, weil ja beides Feuer sei. Die Presse hat auch ihren Bias, den es zu erkennen und einzuordnen gilt, aber dennoch ist das eben immer noch so etwas wie "Qualitätspresse", von Leuten, die ihr Handwerk gelernt haben und die gewissen Standards und Ethikrichtlinien und Selbstkontrollen und extrenen Kontrollen unterliegt. Bei gewissen anderen Portalen und bei Facebook findest du eben genau das nicht - und das muss man wissen.
Und wenn du einen Link setzt, wo in der Überschrift plakativ ne Uhr runterläuft, bis zum angeblichen Blackout, dann ist das ja eindeutig keine Seite, die informieren will, sondern eine Seite, die Stimmung machen will. Das sollte doch auch dir klar sein? Und dennoch verlinkst du das... Warum? Weil du objektiv informieren willst oder weil du Stimmung machen willst? Was ist es es wirklich, wenn du in dich gehst?
Und EIKE haben wir in der Vergangenheit schon am Beispiel einiger Veröffentlichungen zerlegt, da ist nichts übrig geblieben, das war wirklich ganz schlimm. Und wenn man eben bei einem Portal fünf Artikel/Videos liest/anschaut und alle fünf aber einmal so richtig Mist sind, dann sucht man sich doch lieber eine anderes Portal, wo es mehr Qualität gibt?
Frank hat geschrieben:
16. Nov 2021, 10:42
Ich schon, denn ich lese wenigstens Beiträge noch durch und lasse mich nicht von der Öffentlichkeit beeinflussen(natürlich immer nur so weit wie mir möglich), die eine Person schnell mal zur Persona non grata erklärt.
Immerhin liest du noch die Welt, immerhin... Wobei dieses Blatt ja auch eher rechtskonservativ-wirtschaftsliberal eingestellt ist, Springer-Presse... aber eben immer noch Qualitätspresse.
Frank hat geschrieben:
16. Nov 2021, 10:42
Ich schon, denn ich lese wenigstens Beiträge noch durch und lasse mich nicht von der Öffentlichkeit beeinflussen(natürlich immer nur so weit wie mir möglich), die eine Person schnell mal zur Persona non grata erklärt.
So schnell tue ich das auch nicht. Nur muss ich ja auch, wie jeder, filtern, weil meine Zeit begrenzt ist.
Und da schaue ich eben, dass ich Qualität finde, dass ich eher gute und informative als schlechte und desinformative Artikel finde. Und ob ein Artikel Qualität hat oder nicht, da muss man Artikel meist gar nicht zu Ende lesen, manchmal reicht auch schon die Überschrift, dann kann ich mir auch einmal eine halbe Stunde meiner Lebenszeit sparen bzw. die sinnvoller nutzen. Und bei Portalen, wo ich schon 5x in Folge Mist gelesen habe (wie z.B. bei EIKE), da schaue ich kein 6. Mal rein, ist doch klar?
Frank hat geschrieben:
16. Nov 2021, 10:42
Die Achse ist eine Plattform auf der es sehr gute Beiträge gibt.
Kann ich nicht beurteilen, dort habe ich noch nicht geschmökert. Ich will hier nur feststellen:
Die Achse des Guten, gegründet 2004, ist ein im Spektrum der politischen Rechten verorteter Blog, herausgegeben von Henryk M. Broder, Dirk Maxeiner und Fabian Nicolay.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Achse_des_Guten

Das passt also hervorragend in deine rechtskonservative, wirtschaftsliberale Filterblase, so etwas schmeckt dann, ist klar. Vielleicht solltest du zur Ergänzung auch in linken Portalen lesen, ich scheue mich jedenfalls nicht in der Welt Artikel zu lesen, wenn sie gut sind. Und manche sind gut. Und im Spiegel gibt es auch Artikel, wo mir die Haare zu Berge stehen, ist doch auch klar.
Frank hat geschrieben:
16. Nov 2021, 10:42
Und es wird wieder das Märchen von der Grundlast erzählt und dass das ohne Atom und Kohle nicht ginge, grafisch und textlich schön aufbereitet, das macht es nicht wahrer, ich kenne es.
Da sollte man vielleicht mal einen extra Thread aufmachen, weil das Thema ist schon umstritten.
Kann man tun. Und ob und was da umstritten ist, muss man dann sehen.
Umstritten ist ein Thema jedenfalls nicht schon deshalb, weil es einige laute Lobbyisten gibt, die darüber streiten wollen, da muss man vorsichtig und objektiv untersuchen, was was ist, was gewichtig ist und was Geschrei.
Frank hat geschrieben:
16. Nov 2021, 10:42
85 % der Deutschen wissen nicht was ein Gen ist, aber sind mal grundsätzlich dagegen.
Das ist ein anderes Thema. Und es ist komplex. Und ja.
Frank hat geschrieben:
16. Nov 2021, 10:42
Heute hat längst die Moral das Zepter von der Rationalität übernommen.
Den Eindruck möchten mache erregen. Und es ist auch etwas dran. Nur darf man es auch nicht aufblasen, man muss es richtig einordnen: Ein brennendes Holzscheit ist kein Waldbrand.
Frank hat geschrieben:
16. Nov 2021, 10:42
Das kann man sich gerne anschauen, aber ich sehe als einzige Brückentechnologie eben nur die Kernkraft(nicht Atom)
Ich weiß nicht was du hier meinst? Kernfusion oder Kernspaltung?
Die Fusion gibt es derzeit jedenfalls nicht und auf ungelegte Eier kann man nicht Haus und Hof verwetten.

Man muss auch zwei Dinge klar unterscheiden:

1) Decarbonisierung der Stromerzeugung.
2) Decarbonisierung der gesamten Wirtschaft bzw. Gesellschaft bzw. Energieerzeugung.

Bei 2) sprechen wir von einem Vielfachen von 1). 1) ist noch relativ leicht zu bewerkstelligen, aber 2)...? Da wird noch viel zu tun sein, das geht nicht von heute auf morgen, da ist mir auch noch nicht klar, wie das genau gehen soll in der angedachten kurzen Zeit, es soll ja auch nicht bedeuten, dass unser CO2 dann eben in China statt in Deutschland ausgestoßen wird. Das wird nur gehen, wenn man auch auf der Verbrauchsseite enorm spart und optimiert, allein über die Energieerzeugungsseite wird das nicht gehen, mit ewigem quantitativen Wachstum schon gar nicht. Das ist vielleicht auch der Dreh- und Angelpunkt und eigentliche Kern-Streitpunkt bei der Sache, weil das auch unsere bisherigen Lebensmodelle, unsere gesamte bisherige Lebensweise infrage stellt. Deshalb sind dort die Bretter auch so dick.

Als Brückentechnologie auf dem Weg zu 1) werden auch sicher Gaskraftwerke eingesetzt werden, weil die sowohl Grundlast als auch Regelleistung bereitstellen können (ein Gaskraftwerk kann man viel schneller hoch- und runterfahren als AKWs und Kohlekraftwerke).
Der Weg zu 1) wird außerdem über Netzausbau, Energiespeicher unterschiedlichster Art und intelligentere Netze beschritten werden, mindestens EU-weit, wahrscheinlich noch größer, auch bis nach Afrika runter.
Bei Gas gibt es übrigens auch Konzepte, den Kohlenstoff abzutrennen, z.B.: Gas -> C und H2, den Wasserstoff kann man dann verbrennen und so Energie erzeugen und den Kohlenstoff (Ruß, Graphit) anderweitig verwenden. (Wir haben hier bei uns sogar ein F-Projekt dazu am laufen.)
Aber es ist viel in der Mache, wenn wir über Energiewende oder Dekarbonisierung sprechen, dann sprechen wir über zehntausende von Puzzlesteinen, nicht über einen einzigen "Heilsbringer", wie z.B. neue AKWs oder Fusionskraftwerke oder Wind oder Solar oder E-Autos oder was auch immer. Das muss klar sein und das muss man immer wieder hervorheben.
Grüße
seeker


Gezielte Desinformation wird genutzt, um unsere Gesellschaft zu spalten, Hass zu verbreiten oder Geschäfte zu machen. Einseitige oder falsche Informationen kreieren verzerrte Weltbilder.

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