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The Missing Axiom

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The Missing Axiom

Beitrag von RaimundKempe » 6. Apr 2020, 00:23

Als der Neue in diesem Forum möchte ich mich vorstellen und tue dies, indem ich mich oute als Newtonier und als Autor von "Urknall ohne Einstein - Die Absolutionstheorie". Meine Einführung lässt sich zusammenfassen in der Behauptung:

Unser Universum rotiert und hat einen Drehimpuls (Spin)

Nun ist diese Behauptung aber eher ein Axiom, weil weder die Aussage selbst noch ihr Gegenteil beweisbar sind. Einstein wollte kein dynamisches Universum, wie er einst Le Maître, dem Vater des Urknalls, gegenüber ausdrückte, vielleicht ahnend, welche Konsequenzen das haben würde. Legt man dieses Axiom jedoch den Überlegungen zum Universum zugrunde, ergeben sich folgende abgeleitete Aussagen daraus:

1. Der universale Spin muss eine Konstante sein.
2. Spin braucht Masse; deshalb muss die universale Masse ebenfalls eine Konstante sein.
3. Die Masse muss ausgedehnt sein; daher kann die Singularität keinen Spin haben.
4. Die universale Masse rotiert um eine Drehachse; so kann keine Singularität entstehen.
5. Eine rein radiale Expansion des Universums gibt es nicht.
6. Ein universales Polarkoordinaten-System kann definiert werden.
7. "Konstant" bedeutet "ewig", d.h. in allen Universen, unserem, vorherigen und nachfolgenden.
8. Einsteins Äquivalenzprinzip und das Singularitätsmodell können keine Gültigkeit haben.

Man sieht, dass dieses neue Axiom allein die gängigen Theorien zum Urknall unmöglich macht und insbesondere die Theorie, dass Masse aus Energie entstehen kann und umgekehrt.

Raimund

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Re: The Missing Axiom

Beitrag von Herr5Senf » 6. Apr 2020, 01:18

Ein Axiom ist unmittelbar einsehbar, Ihre Behauptungen sind es nicht.
Spinnen ist keine Konstante, sondern beliebig.

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Re: The Missing Axiom

Beitrag von Skeltek » 6. Apr 2020, 04:37

Hallo Raumund Kempe und Willkommen im Forum,

ich freue mich, daß du den Weg zu uns gefunden hast. Zu deinem ersten Beitrag möchte ich kurz folgendes erwidern:
RaumundKempe hat geschrieben: Legt man dieses Axiom jedoch den Überlegungen zum Universum zugrunde, ergeben sich folgende abgeleitete Aussagen daraus
Wenn man das zum Grunde legt, dann kann man zwar deine Aufzähung machen, allerdings hat das ganze einen Haken:
RaimundKempe hat geschrieben: Unser Universum rotiert und hat einen Drehimpuls (Spin)
Die Definitionen von Universum und Drehimpuls sind nicht kompatibel. Das Universum ist ein offenes unendliches System. Die Definitionen von Drehimpuls bezieht sich immer auf die Relativbewegung von etwas zu seiner Umgebung. Die Nichtbeweisbarkeit auf Grund der Nichtexistenz der einbettenden Umgebung ist ein recht trivialer Umstand, der denke ich jedem sofort ersichtlich ist. Das ändert aber leider nichts an der Tatsache, daß die Anwendung des Begriffes Drehimpuls mit seiner Definition in diesem Kontext keinen Sinn ergibt.
Bezieht man das Drehen jedoch auf ein höherdimensionales Gebilde, so ergibt die nachfolgende Anwendung der Implikationsschritte keinerelei Sinn, da sich z.B. die Begrifflichkeit von Masse nur im Kontext der klassischen 4-dimensionalen Raumzeit wiederfindet.

Viele Grüße, Skel
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Re: The Missing Axiom

Beitrag von seeker » 6. Apr 2020, 13:39

Hi!
RaimundKempe hat geschrieben:
6. Apr 2020, 00:23
Unser Universum rotiert und hat einen Drehimpuls (Spin)
Das ist eine Annahme. Zunächst kann man alles annehmen was man möchte.

Die Fragen dabei sind immer:
1) Was folgt daraus?
2) Hilft uns die Annahme (derzeit) in unserem Verständnis weiter? Lassen sich damit bessere/genauere, überprüfbare Modelle des Universums generieren?

Die Sache ist die, dass ein rotierendes Universum mit der derzeitigen Ausformulierung der ART in unseren kosm. Modellen nicht verträglich ist, d.h. dafür wären Modifikationen der ART bzw. unseres kosmologischen Modells notwendig.
Als Indiz dafür kann allerdings das hier gelten (Drehsinn der Galaxienrotation):
https://www.wissenschaft.de/astronomie- ... universum/

...wobei das allerdings noch unsicher ist und es auch viele andere Erklärungen gibt. Ein einziges Indiz allein reicht eh nicht und das Indiz selbst kann sich auch noch als falsch (im Sinne eines Messfehlers) oder als Zufall erweisen.
RaimundKempe hat geschrieben:
6. Apr 2020, 00:23
1. Der universale Spin muss eine Konstante sein.
2. Spin braucht Masse; deshalb muss die universale Masse ebenfalls eine Konstante sein.
3. Die Masse muss ausgedehnt sein; daher kann die Singularität keinen Spin haben.
4. Die universale Masse rotiert um eine Drehachse; so kann keine Singularität entstehen.
5. Eine rein radiale Expansion des Universums gibt es nicht.
6. Ein universales Polarkoordinaten-System kann definiert werden.
7. "Konstant" bedeutet "ewig", d.h. in allen Universen, unserem, vorherigen und nachfolgenden.
8. Einsteins Äquivalenzprinzip und das Singularitätsmodell können keine Gültigkeit haben.
Das hier ist leider alles viel zu weit aus dem Fenster gelehnt, das folgt alles nicht zwingend aus der ersten (ungesicherten) Annahme eines rotierenden Universums (z.T. ist es sogar klar falsch).
In der Wissenschaft muss man vorsichtig sein, man muss sich vor allzu vorschnellen Schlussfolgerungen hüten. Und man muss alle Annahmen, die man trifft, in einem mathematischen Modell verarbeiten und dieses dann an der Natur testen: Modelle müssen sich an der Natur (in der Beobachtung) bewähren! Und neue Modelle müssen Vorteile gegenüber alten Modellen bieten, die sich empirisch belegen lassen.
Bleibt noch der Verweis auf Ockhams Razor (Sparsamkeitsprinzip): Nicht-rotierende Universen sind in den Grundannahmen einfacher/sparsamer als rotierende.
D.h.: Ein rotierendes Universum darf man vernünftigerweise erst dann annehmen, wenn es nicht mehr anders geht, wenn man die Beobachtungen also anders nicht mehr in Einklang mit der Theorie bringen kann. Vorher ist das nicht sinnvoll.
Grüße
seeker


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Re: The Missing Axiom

Beitrag von tomS » 8. Apr 2020, 08:59

Es gibt Lösungen der ART, die rotierenden Universen entsprechen und in denen die ART inkl. Äquivalenzprinzip volle Gültigkeit hat. Insofern folgen nicht alle o.g. Aussagen aus der Annahme der Rotation.

Darüberhinaus widersprechen jedoch einige der o.g. Aussagen den Beobachtungen, insofern ist das physikalisch irrelevant.
Gruß
Tom

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Re: The Missing Axiom

Beitrag von RaimundKempe » 9. Apr 2020, 23:38

Die Reaktionen auf meinen Erstbeitrag zeigen mir, dass ich wohl mit der Tür ins Haus gefallen bin. Möchte deshalb die Diskussion wieder auf Null stellen, indem wir uns ausschließlich auf die Beantwortung der einfachsten aller Fragen beschränken:

Ist eine Rotation des Universums überhaupt feststellbar?

Einstein gibt dazu mit seiner Beschreibung der ART eine prinzipielle Antwort, und die lautet Nein.
Somit ist weder das eine noch das andere beweisbar bzw. feststellbar.
Beides sind also Prämissen, die einander ebenbürtig sind, keine von beiden hat Vorrang.

Mehr ist nicht zu sagen. Die Aussagen daraus kann jeder selbst ableiten. Meine habe ich genannt.

An seeker und tomS: Warum nicht Ross und Reiter nennen? Was ist denn jeweils falsch?

Raimund

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Re: The Missing Axiom

Beitrag von ralfkannenberg » 10. Apr 2020, 01:33

RaimundKempe hat geschrieben:
9. Apr 2020, 23:38
Die Reaktionen auf meinen Erstbeitrag zeigen mir, dass ich wohl mit der Tür ins Haus gefallen bin.
Sehr geehrter Herr Kempe,

nein, die Reaktionen auf Ihre "These" waren bislang freundlich und höflich. Da ich da mehr direkt bin, habe ich mich deswegen bislang zurückgehalten.

RaimundKempe hat geschrieben:
9. Apr 2020, 23:38
Möchte deshalb die Diskussion wieder auf Null stellen, indem wir uns ausschließlich auf die Beantwortung der einfachsten aller Fragen beschränken:

Ist eine Rotation des Universums überhaupt feststellbar?

Einstein gibt dazu mit seiner Beschreibung der ART eine prinzipielle Antwort, und die lautet Nein.
Somit ist weder das eine noch das andere beweisbar bzw. feststellbar.
Beides sind also Prämissen, die einander ebenbürtig sind, keine von beiden hat Vorrang.
Das ist solange gültig, bis Widersprüche auftauchen.

RaimundKempe hat geschrieben:
9. Apr 2020, 23:38
Mehr ist nicht zu sagen. Die Aussagen daraus kann jeder selbst ableiten. Meine habe ich genannt.
Wie gesagt: Die Aussagen sind solange gleichwertig bis Widersprüche auftauchen.

RaimundKempe hat geschrieben:
9. Apr 2020, 23:38
An seeker und tomS: Warum nicht Ross und Reiter nennen? Was ist denn jeweils falsch?
TomS hat geschrieben, dass es Lösungen der ART gibt, die rotierenden Universen entsprechen und in denen die ART inkl. Äquivalenzprinzip volle Gültigkeit hat.

Sie hingegen folgern aus der Rotation des Universums, dass Einstein's Äquivalenzprinzip nicht gültig sein kann.

Diese beiden Aussagen widersprechen einander.

In einer solchen Situation gibt es nun verschiedene Vorgehensweisen:

1. Sie verwerfen Ihre Theorie.
Aufgrund meiner Interneterfahrung gehe ich davon aus, dass Sie dazu nicht bereit sind.

2. Sie zeigen, dass bei der Herleitung der von TomS genannten Lösungen ein Fehler passiert ist.
Zwar kenne ich Ihren fachlichen Background nicht, aber ich wäre dennoch überrascht, wenn Sie einen solchen Fehler in der Herleitung - sollte es ihn tatsächlich geben - finden können.

3. Sie verwenden geringfügig abweichende Definitionen der Begriffe
So etwas kommt öfter vor als man zunächst denkt und es kann sich lohnen, daran zu arbeiten. - Allerdings ist das Ergebnis dann typischerweise so, dass Sie Ihre Theorie dahingehend umzuschreiben haben, dass sie wieder konsistent zur Lehrmeinung wird.

4. Die derzeitige Vorstellung des Universums ist nicht widerspruchsfrei
Tatsächlich gibt es Gesetze, die für das Gesamt-Universum nicht gültig sind, beispielsweise der Energieerhaltungssatz. Das kommt aber primär daher, dass man dder Energie des Universums keinen eindeutigen Wert zuweisen kann (siehe z.B. hier).

Zudem gibt es seit einigen Jahren durchaus Zweifel daran, ob das Universum tatsächlich homogen und isotrop ist; sei eine aktuelle Arbeit (3 Tage alt) zu diesem Thema genannt:
Probing cosmic isotropy with a new X-ray galaxy cluster sample through the LX−T scaling relation(K. Migkas, G. Schellenberger et al.)


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg

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Re: The Missing Axiom

Beitrag von Herr5Senf » 10. Apr 2020, 15:04

einfache Frage :wn:

wo ist der Mittelpunkt oder die Achse und wierum soll es sich drehen?

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Re: The Missing Axiom

Beitrag von Skeltek » 10. Apr 2020, 21:23

Hi Senf,
einen Mittelpunkt oder Achse muss es nicht geben. Das ist so wie mit der Expansion des Universums, welche auch keinen konkreten Mittelpunkt hat.

Aber zum Thema nochmal: Eine Rotation festzustellen ist vielleicht die falsche Frage.
Man geht normalerweise nicht von einer Definition aus und prüft, ob diese existent ist. In der Regel schaut man was existent ist und versucht dann eine Definition davon zu finden, welche damit vereinbar ist.
Ein Punkt alleine kann keine Rotation des Volumens in welchem er sich befindet feststellen... da die Nachbarpunkte, die Umgebung als auch er selbst mitrotieren. Das Einzige was man feststellen könnte wäre eine Art Zentripetalkraft, aber die muss ja auch erst durch etwas verursacht werden - die Drehung alleine verursacht keine Zentripetalkraft. (Das Ganze überhaupt als eine Drehung aufzufassen erscheint mir widersinnig, da (wenn überhaupt) nur der Effekt davon feststellbar bzw innerhalb des Universums existent ist).
Man hat höchstens einen Effekt, ein einspannendes 'Drumherum' gibt es in diesem Kontext nicht. Es ist logisch gar nicht möglich von Innerhalb eines Kontextes auf das Drumherum dieses Kontextes zu schließen.
Als Bewohner des Legosteines sind wir nicht dazu fähig zu erkennen worin er eingebettet ist bzw was das übergeordnete Konstrukt genau macht, wenn unsere Existenz an den Grenzen des Steinchens endet und alles drumherum für uns gar nicht existiert.
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Re: The Missing Axiom

Beitrag von ralfkannenberg » 11. Apr 2020, 01:19

ralfkannenberg hat geschrieben:
10. Apr 2020, 01:33
3. Sie verwenden geringfügig abweichende Definitionen der Begriffe
So etwas kommt öfter vor als man zunächst denkt und es kann sich lohnen, daran zu arbeiten. - Allerdings ist das Ergebnis dann typischerweise so, dass Sie Ihre Theorie dahingehend umzuschreiben haben, dass sie wieder konsistent zur Lehrmeinung wird.
Hallo zusammen,

hier möchte ich mich meinen beiden Vorrednern anschliessen - ich denke, die Theorie von Herrn Kempe steht und fällt mit der darin verwendeten Definition der Rotation. Diese ist nämlich nicht "natürlich" und schon gar nicht trivial.

Oftmals ist es ja so, dass - salopp formuliert - maximale Entitäten ein Problem mit der Widerspruchsfreiheit aufweisen können. Das gilt in der Logik für "Mengen aller Mengen" und in der Physik für ein "Universum", und ich denke, hier sollte Herr Kempe ergebnisoffen ansetzen.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: The Missing Axiom

Beitrag von tomS » 14. Apr 2020, 11:36

RaimundKempe hat geschrieben:
9. Apr 2020, 23:38
An seeker und tomS: Warum nicht Ross und Reiter nennen?
Habe ich getan: es ist falsch - s.o. - dass ein rotierendes Universum dem Äquivalenzprinzip oder der ART widersprechen müsse. Es existieren mathematisch exakte Lösungen zur ART, in denen erstens ein rotierendes Universum vorliegt und in denen zweitens das Äquivalenzprinzip gilt.

Ich wüsste nicht, was an dieser Aussage noch unklar sein sollte.
RaimundKempe hat geschrieben:
9. Apr 2020, 23:38
Ist eine Rotation des Universums überhaupt feststellbar?

Einstein gibt dazu mit seiner Beschreibung der ART eine prinzipielle Antwort, und die lautet Nein.
Hier würde mich die mathematische Definition von “Rotation” interessieren sowie die Aussage von Einstein mit Quellenangabe, diese Rotation sei nicht feststellbar.
Gruß
Tom

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Re: The Missing Axiom

Beitrag von seeker » 17. Apr 2020, 14:08

RaimundKempe hat geschrieben:
9. Apr 2020, 23:38
Ist eine Rotation des Universums überhaupt feststellbar?
Unter Umständen... Es gibt derzeit laut einigen Beobachtungen eine seltsame Asymmetrie bei der Drehrichtung der Galaxien.
Es wird diskutiert, ob das ein Hinweis für ein rotierendes Universum sein könnte.
RaimundKempe hat geschrieben:
9. Apr 2020, 23:38
Somit ist weder das eine noch das andere beweisbar bzw. feststellbar.
Beides sind also Prämissen, die einander ebenbürtig sind, keine von beiden hat Vorrang.
Falls zwei sich widersprechende Prämissen grundsätzlich nicht empirisch prüfbar sind (das ist hier nicht klar), die möglichen/bekannten Theorien aber an dem Punkt erzwingen, überhaupt eine Wahl zu treffen, also eine der Prämissen zu wählen, dann greift Ockhams Razor: Das Sparsamkeitsprinzip in den (Existenz-)Annahmen.
Nun ist es aber so, dass die Annahme einer Nicht-Rotation keine Existenzannahme ist (negativ), die Annahme einer Rotation aber eine Existenzannahme (positiv). Daher sind beide Prämissen also nicht ebenbürtig, hier ist zunächst die Annahme der Nicht-Rotation zu bevorzugen, da sparsamer, so lange wir durch Beobachtung nicht dazu gezwungen werden etwas anderes, zusätzliches (z.B. die Rotation) anzunehmen.
Grüße
seeker


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Re: The Missing Axiom

Beitrag von RaimundKempe » 25. Apr 2020, 23:23

Zuerst ein ehrliches Dankeschön an alle für die bereitwillige und kritische Diskussion.
Mir ist in der Zwischenzeit klar geworden, dass es noch bedeutend einfacher geht und dass das "Missing Axiom" eher ein Fakt ist.
Dies begründet sich mit der Rotation der Galaxien.
Bildet man die Vektorsumme der Einzeldrehimpulse aller Galaxien dieses Universums, erhält man den Gesamtdrehimpuls. (Drehimpulserhaltungssatz).
Die "Rotation" kommt also "verteilt" daher, und ist nicht (direkt) vergleichbar mit der einer rotierenden Scheibe.

Die Fragen von Herr5Senf müssen sich durch die Analyse der gemachten Beobachtungen auf der Basis der vorgestellten Prämisse beantworten. Der Mittelpunkt muss natürlich mit der Singularität zusammenfallen.

Raimund

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Re: The Missing Axiom

Beitrag von ralfkannenberg » 26. Apr 2020, 01:01

RaimundKempe hat geschrieben:
25. Apr 2020, 23:23
Der Mittelpunkt muss natürlich mit der Singularität zusammenfallen.
Sehr geehrter Herr Kempe,

wo ist denn diese Singularität ? Sie ist doch in jedem Raumpunkt. Und das Universum kann meinem Verständnis nach ja nicht um jeden Raumpunkt rotieren.

Es sei denn, Sie arbeiten hier mit 4 Dimensionen, sprich der Zeit als zusätzliche Dimesnion. Dann natürlich haben Sie den zeitlichen Nullpunkt in ihrer Kordinaten-Menge, jedoch liegt diese Singularität in der Vergangenheit. Dann hätten SIe genau genommen nicht eine Roation des Universums, sondern eine Rotation der Raumzeit des Universums.


Und noch eine Frage an Sie an dieser Stelle:

rotiert das Universum Ihrer Meinung nach um einen Punkt, um eine Gerade oder um einen höher-dimensionalen Raum ?


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Re: The Missing Axiom

Beitrag von seeker » 26. Apr 2020, 11:07

ralfkannenberg hat geschrieben:
26. Apr 2020, 01:01
wo ist denn diese Singularität ? Sie ist doch in jedem Raumpunkt. Und das Universum kann meinem Verständnis nach ja nicht um jeden Raumpunkt rotieren.
Im Grunde geht es darum, ob im sehr frühen Gesamtuniversum bzw. im Anfang des Universums ein von Null verschiedener Gesamtdrehimpuls vorhanden war oder nicht. Die Einbettung unseres Universums in einen Hyperraum ist dazu imho zwar möglich, aber nicht zwingend notwendig (insbesondere theoretisch-mathematisch nicht), auch weil ein solcher Gesamtdrehimpuls auch von innen gesehen (im Prinzip) feststellbar sein müsste, gleich ob es ein Außen gibt oder nicht.
Ein "Außen" ist eine unbeobachtbare Zusatzannahme, bei der Expansion ist es dasselbe: mögliche, aber nicht notwendige Annahme.

Was man aber m.E. ausschließen kann, ist das hier:

Gödel-Universum
https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6del-Universum
...aber an ein stationäres Universum glaubt heute eh kaum einer mehr.
RaimundKempe hat geschrieben:
25. Apr 2020, 23:23
Bildet man die Vektorsumme der Einzeldrehimpulse aller Galaxien dieses Universums, erhält man den Gesamtdrehimpuls.
Ich würde sagen, im Wesentlichen ja, wenigtens heutzutage. Im strahlungsdominierten Universum war es noch anders.
Diese Sache mit den Galaxienrotationen ist allerdings noch nicht sicher, man arbeitet noch daran. Und selbst wenn das tatsächlich der Fall sein sollte, könnte es sich immer noch nur um den von uns beobachtbaren Teil des Universums handeln. Insbesondere unter Beachtung dessen, dass das Gesamtuniversum wahrscheinlich mindestens sehr viel größer als das beobachtbare Universum ist, lässt sich allein damit leider nicht beweisen, dass das Universum insgesamt einen nichtverschwindenden Drehimpuls trägt, es könnte sich auch nur um lokale Drehimpuls-Inhomogenitäten handeln, die sich insgesamt dann wieder zu exakt Null ausgleichen.
Grüße
seeker


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Re: The Missing Axiom

Beitrag von Skeltek » 26. Apr 2020, 19:45

Sollte sich das Universum als Ganzes drehen, hätte das keinerlei Drehmoment-Wirkung auf den Inhalt. Wenn sich alles mitdreht, würden die Objekte im Universum nichts davon merken. Winkel und Koordinatenverhältnisse des Inhaltes untereinander würden gleich bleiben.
Das Universum würde höchstesn als Ganzes einen intrinsisch negativen Druck erfahren.

ich hatte solche Gedanken mit dem 'Aufsummieren' der über das gesammte Universum verteilten Drehimpulses gehabt. Leider hat es sich beim genaueren Nachdenken herausgestellt, daß es keinerlei spürbare Wirkung im Sinne von Drehbewegungen auf den Inhalt hätte
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Re: The Missing Axiom

Beitrag von tomS » 26. Apr 2020, 20:58

Skeltek hat geschrieben:
26. Apr 2020, 19:45
Wenn sich alles mitdreht, würden die Objekte im Universum nichts davon merken.
Hier eine Lösung der ART, die ein rotierendes Universum beschreibt; dies führt tatsächlich zu beobachtbaren Effekten.

https://en.m.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6del_metric
Gruß
Tom

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Re: The Missing Axiom

Beitrag von Skeltek » 26. Apr 2020, 22:11

Ja, könnte man annehmen.
Ich zittiere mal die relevante Passage:
However, recall that while the first frame given above (the e → j {\displaystyle {\vec {e}}_{j}} {\vec {e}}_{j}) appears static in our chart, the Fermi–Walker derivatives show that, in fact, it is spinning with respect to gyroscopes.
Das funktioniert aber nur, wenn sich der Referenzrahmen nicht mitbewegt. Ein Gyroskop basiert auf dem Prinzip, daß antiparallele Impulsflüsse in ihren Orhtogonalflächen-Koordinaten konstant halten. Ich sehe hier jedoch bei Mitbewegen des Referenzsystems des Gyroskops keine Möglichkeit denselben Effekt zu erzielen, wie wenn sich die Referenzsysteme von Beobachter und Gyroskop in ihrem Spin unterscheiden. Mir scheint eher, daß dies auf einem scheinbar widerspruchsfreien Denkfehler beruht.
Daß es in einem wissenschaftlichen Paper steht bedeutet zunächst nur, daß es in sich konsistent zu sein scheint. Für die Wirksamkeit des Gyroskop-Mechanismus, sehe ich geometrisch hier keine Anhaltspunkte?
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Re: The Missing Axiom

Beitrag von Herr5Senf » 27. Apr 2020, 00:52

Die Gödel-Lösung ist nicht "real", weil sie die Hubble-Expansion "ausklammert" ;look

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Re: The Missing Axiom

Beitrag von tomS » 27. Apr 2020, 08:37

Herr5Senf hat geschrieben:
27. Apr 2020, 00:52
Die Gödel-Lösung ist nicht "real", weil sie die Hubble-Expansion "ausklammert" ;look
Das ist zwar richtig, es ging jedoch darum:
RaimundKempe hat geschrieben:
6. Apr 2020, 00:23
...
5. Eine rein radiale Expansion des Universums gibt es nicht.
...
8. Einsteins Äquivalenzprinzip und das Singularitätsmodell können keine Gültigkeit haben.
tomS hat geschrieben:
8. Apr 2020, 08:59
Es gibt Lösungen der ART, die rotierenden Universen entsprechen und in denen die ART inkl. Äquivalenzprinzip volle Gültigkeit hat. Insofern folgen nicht alle o.g. Aussagen aus der Annahme der Rotation.

Darüberhinaus widersprechen jedoch einige der o.g. Aussagen den Beobachtungen, insofern ist das physikalisch irrelevant.
Gruß
Tom

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Re: The Missing Axiom

Beitrag von RaimundKempe » 30. Apr 2020, 22:04

Mir scheint, als ob der Drehimpulserhaltungssatz entweder nicht wirklich verstanden oder seine Gültigkeit nicht akzeptiert wird.

Zur Klarstellung:
Der Drehimpuls eines Systems (Universum) bleibt ohne Einwirkung äußerer Drehmomente konstant.
Da es solche nicht gibt, kann die Rotation der Galaxien nicht aus Nicht-Rotation entstanden sein oder in Nicht-Rotation übergeführt werden.
Der universale Drehimpuls als Vektorsumme aus allen galaktischen Drehimpulsen kann also nicht null sein oder werden oder gewesen sein.
Der Drehimpuls ist eine der wichtigsten Konstanten dieses Universums.

Seine Konstanz jedoch bietet eine Fülle von Möglichkeiten zur Berechnung der Entwicklung des Universums und gibt vor allem Aufschluss über seine "Entstehung".
Ein Beispiel von vielen ist der Hubble-Effekt, der so auf einfachste Weise erklärt werden kann, und all das ohne Bedarf an "Dunkler Materie" etc...! (--> "Sparsamkeitsprinzip")

Raimund Kempe
"Urknall ohne Einstein"

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Re: The Missing Axiom

Beitrag von Skeltek » 30. Apr 2020, 23:24

Beim klassischen Drehimpuls handelt es sich um Inhomogenitäten der Impulsflussdichte, welche ein antiparalleles versetzt diametrales Fließen des Impulses verursacht.
Der Drehimpulserhaltungssatz ist lediglich ein sekundärer Effekt, welcher sich lokal aus dem Impulserhaltungssatz ergibt.
Wie sollte man bitteschön ein Gradientenfeld an Impulsfluss definieren, welches global dann überall Drehimpuls phänomenologisch verursachen kann?
Man kann nicht einfach die uns lokal bekannten Formeln nehmen und global anwenden.
Alles was existiert muss eine Vergangenheit haben. Es gibt kein Objekt im Universum, wenn die Prämissen aus denen es hätte entstehen können nicht existieren. Dinge können erst entstehen, wenn auch de Dinge prinzipiell möglich sind, aus denen diese entstehen.
Man wird auch nie ein SL finden, in dessen Mitte normaler flacher Raum eingebettet ist. Sowas kann nicht existieren, weil es keinen Mechanismus gibt, der die Entstehung einer solchen nordnung verurschen kann. Klar kann man einen solchenZustand bzw Anordnung sicherlich mathematisch und widerspruchsfrei formulieren, aber es nützt nichts, wenn es im Universum keine Möglichkeit gibt, diesen Zustand auf irgendeine Weise zu präparieren.

So ist es wohl auch mit einer globalen Aufsummierung von Drehimpuls. Drehimpuls entsteht erst als emergentes Sekundärphänomen des normalen Impulsflusses. Wie sollte man Impulsfluss denn global anordnen, damit daraus ein globaler Drehimpuls emergiert?
Gödel für Dummies:
  • Unentscheidbarkeit - Dieser Satz ist wahr.
  • Unvollständig - Aussage A: Es existiert nur ein Element A.
  • Widersprüchlich - Dieser Satz ist falsch.

RaimundKempe
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Re: The Missing Axiom

Beitrag von RaimundKempe » 14. Mai 2020, 19:46

Um den Drehimpulserhaltungssatz zu verstehen, genügt ein Physik-Handbuch. Ihn zu akzeptieren, erfordert offensichtlich etwas mehr...
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum zu glauben, dass sich die Vektorsumme aller Einzeldrehimpulse der Galaxien aufhebt, also letztlich null ist.
Dies ist physikalisch unmöglich.
In diesem Sinne ist auch der link von toms zur Rotation der Galaxien zu bewerten: sie suchen nach dem Richtigen, sehen aber den Drehimpulserhaltungssatz (noch) nicht, und versuchen stattdessen das Mosaik der Beobachtungen zu vervollständigen.

Das Hereinbringen des Impulserhaltungssatzes ist ein zweischneidiges Schwert. Er würde nämlich auf zwei Arten gelten:
War der Netto-Impuls des Universums am Anfang null, was trivial ist, dann muss im weiteren Verlauf die Vektorsumme aller Teilimpulse auch null sein bzw. null bleiben, weil sich alle Impulse in jeder beliebigen Richtung ausgleichen, wie bei einer konzentrischen (z.B. thermischen) Expansion. Andernfalls müsste sich der universale Schwerpunkt bewegen.
War der Netto-Impuls des Universums am Anfang jedoch nicht null, was weder trivial ist noch ausgeschlossen werden kann, so wird's ein wenig eng für die Singularität und das angebliche Nichtvorhandensein von Raum und Zeit. Denn dann braucht es die bereits abgeschaffte "absolute Zeit" und den "absoluten Raum" von Newton, um diesen "universalen Impuls" beschreiben zu können.

Der Drehimpuls hingegen kann nie null sein!
Den Drehimpulserhaltungssatz auf einen "Sekundäreffekt transversaler Bewegung" zu reduzieren, ist demnach zwar grundsätzlich falsch, liefert allerdings das wichtigste Kriterium für das Zustandekommen von regionaler Rotation: Gradienten im Vektorfeld des Impulsstroms.
Diese sind bei rotierender Expansion automatisch gegeben, und zwar radial in der Äquatorebene und senkrecht dazu in beiden lateralen Richtungen. Dies führt zur Wirbelbildung bei der Expansion der Materie, was als "dynamische Vorprägung" der späteren Galaxien gedeutet werden kann.
Die senkrecht zur Äquatorebene gebildeten Wirbel sind Kreiselmomenten unterworfen, die die Wirbelebenen parallel zur Äquatorebene stellen wollen, wobei die Stellrichtung ober- und unterhalb der Äquatorebene entgegengesetzt ist. (Drehimpulserhaltungssatz)

Raimund Kempe
#Absolutionstheorie

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