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Asymmetrie von Materie und Antimaterie nachgewiesen

Physik der Elementarteilchen, Teilchenbeschleuniger; insbs. eine einführende Artikelserie in das Thema
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seeker
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Asymmetrie von Materie und Antimaterie nachgewiesen

Beitrag von seeker » 27. Mär 2019, 07:11

Asymmetrie von Materie und Antimaterie nachgewiesen
Daten des Teilchenbeschleunigers LHC belegen Abweichungen im Zerfallsverhalten
https://www.scinexx.de/news/technik/asy ... hgewiesen/

Das ist interessant: CP-Asymmetrie beim Charm-Quark.
Wenn ich es recht einschätze, reicht das aber immer noch nicht, um die Dominanz der normalen Materie im Universum zu erklären, aber es geht in die richtige Richtung?
Grüße
seeker


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ralfkannenberg
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Re: Asymmetrie von Materie und Antimaterie nachgewiesen

Beitrag von ralfkannenberg » 27. Mär 2019, 11:22

seeker hat geschrieben:
27. Mär 2019, 07:11
Das ist interessant: CP-Asymmetrie beim Charm-Quark.
Hallo seeker,

die Überschrift ist irreführend, es sollte heissen: "weitere Asymmetrie von Materie und Antimaterie nachgewiesen"

Ich zitiere einmal aus dem Artikel:
Dies ist der erste Fall einer CP-Asymmetrie bei einem Teilchen, das ein Charm-Quark enthält. Damit sind nun solche Abweichungen im Verhalten von Materie und Antimaterie bei drei Quark-Sorten bekannt.
In den 1960er Jahren jedoch wiesen Forscher erstmals eine Verletzung dieser Regel bei einem K-Meson nach, einem Partikel aus einem Strange- und einem Bottom-Quark.

Schauen wir mal weiter:
seeker hat geschrieben:
27. Mär 2019, 07:11
Wenn ich es recht einschätze, reicht das aber immer noch nicht, um die Dominanz der normalen Materie im Universum zu erklären, aber es geht in die richtige Richtung?
Dazu schreibt der Artikel:
Das Problem: Die Asymmetrie nur bei diesem Teilchen reicht nicht aus, um das Ungleichgewicht von Materie und Antimaterie zu erklären. Deshalb suchen Teilchenphysiker schon seit Jahrzehnten nach weiteren Fällen einer solchen CP-Asymmetrie.
Jetzt aber gibt es eine echte Entdeckung: Die Physiker der LHCb-Kollaboration am CERN haben erstmals eine CP-Asymmetrie bei einem D0-Meson nachgewiesen – einem Teilchen aus einem Charm-Quark und einem Up-Antiquark.
Damit ist eine solche Verletzung der CP-Invarianz nun erstmals bei einer dritten Quarksorte belegt. Nach den Strange- und Bottom-Quarks tritt die Asymmetrie demnach auch beim Charm-Quark auf.
Aber: ist es wirklich so spektakulär oder "nur" die Bestätigung einer alten Vermutung ?
Seit der Entdeckung des D0-Mesons vor mehr als 40 Jahren haben Teilchenphysiker vermutet, dass es auch in diesem System eine CP-Verletzung geben könnte
Und um die Euphorie wieder etwas zu bremsen:
Noch allerdings bewegt sich auch die neuentdeckte Asymmetrie knapp im Rahmen des Standardmodells.

Freundliche Grüsse, Ralf

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AlTheKingBundy
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Re: Asymmetrie von Materie und Antimaterie nachgewiesen

Beitrag von AlTheKingBundy » 27. Mär 2019, 11:58

Sehe ich genauso wie Ralf, ist nicht der physikalische Superknaller. Allerdings wurde eine Lücke geschlossen. Vermutet hatte man es ja schon lange.
Gruß Al

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.

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seeker
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Re: Asymmetrie von Materie und Antimaterie nachgewiesen

Beitrag von seeker » 27. Mär 2019, 12:58

Mag ja alles sein und von Euphorie hatte ich es nicht.
Dennoch ist das -so scheint mir- ein nennenswerter und nicht ganz unwichtiger, wenn auch vielleicht kleiner Schritt nach vorne -oder nicht?
Und es ist immer noch ein Nachweis, das ist etwas ganz anderes als eine 40 Jahre alte "könnte sein"-Vermutung.

Und immerhin steht auch noch folgendes in dem Text, das wollen wir auch nicht übergehen:
Hinweis auf neue Physik?

Die Entdeckung der CP-Verletzung beim D0-Meson könnte dabei helfen, das große Rätsel der Materie-Antimaterie-Asymmetrie zu lösen. Denn die bisher nachgewiesenen CP-Abweichungen reichen noch nicht aus, um das heutige Ungleichgewicht dieser beiden „Spiegelwelten“ zu erklären, wie die Physiker erklären. Nachdem nun erstmals eine CP-Verletzung beim Charm-Quark nachgewiesen ist, eröffnet dies ein ganz neues Suchgebiet für weitere Phänomen dieser Art.

Gleichzeitig könnten weitere Untersuchungen von aus Charms bestehenden Teilchen dabei helfen, das Standardmodell der Physik zu überprüfen – und möglicherweise endlich Indizien für eine „neue“ Physik“ zu finden, wie die CERN-Physiker erklären. Noch allerdings bewegt sich auch die neuentdeckte Asymmetrie knapp im Rahmen des Standardmodells.
https://www.scinexx.de/news/technik/asy ... hgewiesen/

Hier dann wieder "könnte", "vielleicht", "möglicherweise"...
Ist klar! Aber immerhin.
Grüße
seeker


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Re: Asymmetrie von Materie und Antimaterie nachgewiesen

Beitrag von tomS » 27. Mär 2019, 13:04

Das ist weder ein Game Changer noch eine Smoking Gun.
Gruß
Tom

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Re: Asymmetrie von Materie und Antimaterie nachgewiesen

Beitrag von Skeltek » 29. Mär 2019, 11:56

Da sehe ich die Möglichkeit der Missinterpretation des bewusst? systematisch gemachten Fehlers. Das Teiclhen-Antiteilchen-Paar wurde in einem Universum bzw einem Areal generiert, welches von Materie dominiert ist.
Möglicherweise ist für die Genese eines CP-symetrischen Paares ein Materie- und Ladungs-neutrales Universum notwendig. Alleine die negative Aufladung des Erdbällchens (Stichwort 100V pro Höhenmeter) könnte das Ergebnis bereits beeinflussen. Aber ich spekuliere hier ja nur mit Halbwissen.

Vielleicht könnte jemand hier den Vorgang der Genese der Antiteilchen in diesem Fall beschreiben? Wurden diese als Paare erschaffen oder durch Assembling von elementareren Antiteilchen? ich denke für Gelegenheitsleser im Forum wäre es ganz gut den vorgang der Genese zu erklären.
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