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Nachhaltige Elektronik

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Nachhaltige Elektronik

Beitrag von belgariath » 13. Nov 2016, 12:55

Die konventionelle Herstellung von Elektronik-Produkten basiert immer stark auf:
- Ausbeutung der natürlichen Ressourcen (oft aus Krisenregionen)
- Umweltbelastungen beim Rohstoffabbau und bei der Entsorgung
- Schlechten Arbeitsbedingungen der Arbeitskräfte in der Produktion
Viele Elektronik-Produkte werden nur kurz genutzt und beim Auftreten von Fehlfunktionen oder sobald sie etwas veraltet sind nicht mehr repariert sondern weggeworfen.

Mich würde interessieren, ob es Anstrengungen gibt, Elektronik-Produkte herzustellen, die nicht so eine fatale Umwelt-/Sozialbilanz haben. Sprich, ob es fair-trade Elektronik gibt. Oder ob es sowas überhaupt geben kann.

In letzter Zeit war das sog. Fairphone in den Schlagzeilen, da das niederländische Unternehmen Fairphone BV den Deutschen Umweltpreis bekommen hat. (http://www.tagesschau.de/ausland/fairphone-103.html) Das Fairphone ist ein Smartphone, bei dessen Herstellung auf Nachhaltigkeit und soziale Verträglichkeit geachtet wird. Insbesondere wird versucht:
- Rohstoffe möglichst aus konfliktfreien Regionen zu verwenden
- Faire Arbeitsbedingungen zu schaffen
- Schadstoffe zu vermeiden
- Ressourceneffizient zu wirtschaften
- Reparierbarkeit, Ersatzteilverfügbarkeit zu gewährleisten und dadurch Langlebigkeit zu erreichen
- durch Dual-SIM dem Verbraucher die Möglichkeit zu geben ein einziges Smartphone geschäftlich und privat zu nutzen
- Transparenz in den Herstellungsprozessen zu gewährleisten
Von Experten wird dieses Modell überwiegend positiv bewertet (http://www.duh.de/pressemitteilung.html ... ws%5D=3874), also nicht nur als greenwashing.

Kennt ihr ähnliche Produkte, die versuchen fair-trade zu sein? Bezüglich Laptops oder PCs finde ich zu dieser Thematik im Internet nur sehr wenig Infos.
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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Stephen » 13. Nov 2016, 13:20

belgariath hat geschrieben:Mich würde interessieren, ob es Anstrengungen gibt, Elektronik-Produkte herzustellen, die nicht so eine fatale Umwelt-/Sozialbilanz haben. Sprich, ob es fair-trade Elektronik gibt. Oder ob es sowas überhaupt geben kann.
Nein - gibt es nicht - ansatzweise ein paar halbherzige Versprechungen von Nokia und Samsung. Fast jedes hochwertige technische Produkt (Smartphone, Notebook etc.) benötigt Substanzen (z.B. Seltene Erden), die man in der EU nicht findet. Diese werden unter zum Teil katastrophalen Arbeitsbedingungen (überwiegend in China und Afrika) gefördert. Das ist viel billiger, als ausgediente Geräte zu recyclen.
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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Skeltek » 13. Nov 2016, 13:51

Die Leute wollen nunmal gezielt "billig" und ihnen ist auch völlig egal sich zu informieren oder sich zu merken welche Marken Qualität produzieren.
da wird halt schon gerne mal zu "Trekstor", Massentierhaltungs-Fleisch oder subventionierten Milchprodukten gegriffen.
Die meisten sind nunmal nur bereit auf Umwelt zu achten, wenn es jeder macht, sonst verschafft man sich nur selbst Nachteile zu Gunsten der Gesammtheit.
Sowas müsste man Bunesweit gesetzlich regeln, aber das ist in der Praxis nicht umsetzbar. Selbst wenn es natonal umsetzbar wäre, würde man sich international massive Nachteile verschaffen. Und wenn man es EU-weit regeln könnte, hätte man interkontinental den Nachteil und Konkurenzversagen.
Eine globale Regierung oder Regelung ist auch nicht wirklich die Lösung.
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  • Unentscheidbarkeit - Dieser Satz ist wahr.
  • Unvollständig - Aussage A: Es existiert nur ein Element A.
  • Widersprüchlich - Dieser Satz ist falsch.

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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von belgariath » 13. Nov 2016, 18:09

Dass nachhaltige Elektronik preislich nicht mit konventionellen Produkten mithalten kann, ist ja klar.
Und auch bekannt ist, dass es den meisten Leuten nur auf den Preis ankommt. Aber eben nicht allen. Es gibt auch Idealisten. Deswegen hat es mich interessiert, ob es Evaluationen wie die oben verlinkte von der DUH auch für andere Produkte gibt.
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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Stephen » 13. Nov 2016, 19:19

So besonders gut kam das Fairphone 2 auch nicht weg:
Die Teilnehmer schätzten das Fairphone 2 im Vergleich zu anderen Mobiltelefonen als überdurchschnittlich nachhaltig ein. Besonders der modulare Aufbau wurde als bahnbrechend beurteilt. Kritisch gesehen wurden die Aspekte Schadstoffgehalt und Upgrade-Fähigkeit. Auch im Bereich der Arbeitsbedingungen gibt es noch Verbesserungspotenzial.
Was "überdurchschnittlich nachhaltig" bedeuten soll, muss mir auch mal jemand erklären, wenn das Gerät nicht upgradefähig und zudem schadstoffbelastet ist...

Wenn ich in meinem Garten (den ich inzwischen nicht mehr habe wegen Umzug vom Dorf in die Großstadt) Spargel angebaut hätte, wäre ich darauf sitzengeblieben. Ich habe dafür einen Preis von etwa 17 Euro pro Kilogramm kalkuliert und der war schon hart an der Grenze. Den kriegt man locker für ein Drittel dieses Preises und von daher lohnt es sich für Kleinstunternehmer in keiner Weise.

Noch ein Beispiel: Meine ehemalige Lebensgefährtin aus Wien: Nach Abfertigung von Lauda-Air hat sie sich einen Büroladen gemietet. Zu Austrian Airlines wollte sie trotz großzügigem Angebot nicht wechseln, es gab da wohl einige Affinitäten zwischen den Saftschubserinnen der beiden Flugbetriebe. Sie lehnte also ab und eröffnete ihr eigenes Schreibgeschäft.
Es kam zu großen Problemen - der Laden 200 Meter weiter konnte Papier billiger verkaufen, als sie es für den Einkaufspreis bei anderen Händlern beziehen konnte. Das war natürlich nicht der einzige Grund, warum sie bankrott gegangen ist...

Fazit: Industrie ist nur dann wettbewerbsfähig, wenn sie in großem Umfang betrieben wird. Dann ist auch das Geld da, um ein paar Gesetze zu umgehen, die einem Unternehmer das Leben unnötig erschweren ;a
Die Demokratie beruht auf drei Grundpfeilern: Der Freiheit der Gedanken, der Freiheit der Rede und der Klugheit, beides nicht zu gebrauchen.
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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von belgariath » 16. Nov 2016, 11:38

Stephen hat geschrieben:So besonders gut kam das Fairphone 2 auch nicht weg:
Die Teilnehmer schätzten das Fairphone 2 im Vergleich zu anderen Mobiltelefonen als überdurchschnittlich nachhaltig ein. Besonders der modulare Aufbau wurde als bahnbrechend beurteilt. Kritisch gesehen wurden die Aspekte Schadstoffgehalt und Upgrade-Fähigkeit. Auch im Bereich der Arbeitsbedingungen gibt es noch Verbesserungspotenzial.
Was "überdurchschnittlich nachhaltig" bedeuten soll, muss mir auch mal jemand erklären, wenn das Gerät nicht upgradefähig und zudem schadstoffbelastet ist...
[...]
Das bedeutet, dass die Herstellung weniger auf Raubbau basiert als die des Durchschnitts aller Smartphones.
Dass ein Produkt schadstoffbelastet ist, sagt außerdem noch nichts darüber aus wie dieses Produkt im Vergleich zu anderen Produkten bezüglich Schadstoffgehalt abschneidet.
"Nicht upgradefähig" bedeutet In diesem Zusammenhang, dass man die Hardware nicht beliebig durch neuere, bessere Komponenten austauschen kann. Man kann aber die einzelnen Module durch gleiche Module (Ersatzteile) ersetzen.
Stephen hat geschrieben:[...]
Fazit: Industrie ist nur dann wettbewerbsfähig, wenn sie in großem Umfang betrieben wird. Dann ist auch das Geld da, um ein paar Gesetze zu umgehen, die einem Unternehmer das Leben unnötig erschweren ;a
So einfach ist es nicht. Sonst gäbe es ja gar keine start-ups. Industrie ist auch dann wettbewerbsfähig, wenn sie in kleinem Umfang betrieben wird aber eine Marktlücke bedient.
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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Stephen » 16. Nov 2016, 12:04

belgariath hat geschrieben:Industrie ist auch dann wettbewerbsfähig, wenn sie in kleinem Umfang betrieben wird aber eine Marktlücke bedient.
Das ist sicherlich möglich. Nur eben nicht im Bereich Smartphones/Notebooks...
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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Darkenergy » 17. Nov 2016, 00:13

OFFTOPIC:
Es wird Verteilungskämpfe ums SÜSS - WASSER !!! geben!... Dabei kann alles passieren! KRIEG! etc.
SÜSS ! ...WASSER ist derartig elementar und überlebenswichtig! Da gibt es keine Diskussionen!

CHINA kauft bereits in Afrika Ländereien auf! Und ist auch wegen der SÜSSWASSER Sicherung - jetzt schon überall - unterwegs!
Es könnte wegen Wasser zwischen INDIEN (überbevölkert!!!) und CHINA (überbevölkert!!) Konflikte unbekannter Art geben!
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
SELTENE ERDEN! Bitte anklicken! Gut erklärt!

http://www.360report.org/de/artikel/sel ... kunft.html

Bitte selbst GOOGLE: "Zukunft der seltenen Erden!" ....eingeben.
Oder hier anklicken

https://www.google.de/webhp?sourceid=ch ... en%20erden

Das Alles ... und andere schreckliche Sachen (Krankheiten etc.), werden sich auf der überbevölkerten Erde abspielen! ... Leider!
Wobei INDIEN und CHINA die zentrale Rolle in der Zukunft haben!...Für Alles?...Sogar für den "OVERKILL der Menschheit?"

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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Stephen » 17. Nov 2016, 08:29

@Darkenergy
Eine Bitte: An deinem Schreibstil solltest du unbedingt etwas feilen. Sinnfreie Verwendung von GROSSBUCHSTABEN oder völlig überflüssige Linien machen das Lesen deiner Texte auf Dauer stressig. Auch Links kann man etwas dezenter einbinden. Aber ist nur ein Vorschlag von mir und nicht böse gemeint...

Belogen und betrogen wird ja immer mehr. Vor 10 Jahren hat man den Benzinverbrauch bei Autos nur um 9% beschönigt, heute sind wir bei 42% angelangt. Das wird durch umfangreiche Manipulationen bei den "Tests" erreicht. (Quelle: ntv, heute).

Noch ein Beispiel: Das Anstecken des Mini-USB-Ladekabels ans Handy (Samsung Galaxy S7, zumindest eines, wo der Akku nicht explodiert) dauert bei mir 30 Sekunden.Vielleicht liegt es an meiner Ungeschicklichkeit, meine Tochter kriegt das in 5 Sekunden hin. Aber auch sie sagt, dass das schlechte Verarbeitung wäre.
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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Darkenergy » 18. Nov 2016, 15:30

Ich kapiere es nicht!Nichts stimmt!...
Die Abgaswerte,der Benzinverbrauch,...usw.

Und kein Mensch - weltweit - merkt etwas davon?

Billig gekauft, ist überhaupt nicht mehr gut.
(Plastik - schlecht verarbeitet! - Massenware)
Qualität hat jetzt wirklich, seinen Preis.
"Gut" ist sehr teuer.

Abgebliche "Tests" sagen nichts aus!...

So ist das eben, in 2016/17!

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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Stephen » 22. Nov 2016, 08:31

Darkenergy hat geschrieben:Und kein Mensch - weltweit - merkt etwas davon?
Natürlich merken es die Menschen. Sie haben nur keine Chance, sich dagegen zu wehren, weil die Politik so gemacht wurde, dass es eben nicht geht. Mit dieser Situation muss man sich abfinden ... oder eben im Lotto gewinnen :mrgreen:
Zu 99% (also im Falle eines Millionengewinns) wird man dann aber leider auch zu dem Typ von Menschen, die man zuvor gehasst hat...
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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von belgariath » 22. Nov 2016, 11:34

Stephen hat geschrieben:
Darkenergy hat geschrieben:Und kein Mensch - weltweit - merkt etwas davon?
Natürlich merken es die Menschen. Sie haben nur keine Chance, sich dagegen zu wehren, weil die Politik so gemacht wurde, dass es eben nicht geht. [...]
Es gibt immer Alternativen. Jeder einzelne hat die Chance sich dagegen zu wehren, indem man sein Konsum-/Alltagsverhalten entsprechend anpasst. (Am Beispiel Abgastrickserei: Jeder kann sich ein E-Auto kaufen, oder nur noch öffentliche Verkehrsmittel nutzen.)
Nur sind die meisten Leute dafür zu knausrig / zu faul oder begnügen sich damit zu sagen "Es bringt doch eh nichts. Die Politik müsste..."

Genau deswegen, um Alternativen aufzuzeigen, habe ich diesen Thread eröffnet.
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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Stephen » 24. Nov 2016, 10:34

belgariath hat geschrieben:Genau deswegen, um Alternativen aufzuzeigen, habe ich diesen Thread eröffnet.
Dann fangen wir mal an:
- bessere Transistoren etc. verbauen (die Geräte würden mindestens 5 Jahre länger halten) - das ist nicht im Sinne der Industrie...
- Garantiezeit verlängern auf 10 Jahre - die Investoren würden sich im Leben nicht darauf einlassen...
- extrem teure (aber langlebige) Produkte zu erzeugen, die sich kein normaler Mensch leisten kann...

Die Katze beißt sich immer in den Schwanz, nachhaltige Produkte sind im Kapitalismus ein Ding der Unmöglichkeit - weil unerwünscht und ständig für (wahnsinnigen) Nachschub gesorgt werden muss...

"Wenn etwas nicht mehr funktioniert, dann schmeiß es weg und kaufe dir was Neues..." - ich hasse diese Einstellung und mache trotzdem selber mit :devil:
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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von positronium » 24. Nov 2016, 11:47

Stephen hat geschrieben:"Wenn etwas nicht mehr funktioniert, dann schmeiß es weg und kaufe dir was Neues..."
Es bleibt einem oft leider gar nichts anderes übrig. Gerade bei Elektronik.

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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Stephen » 24. Nov 2016, 12:45

positronium hat geschrieben:Es bleibt einem oft leider gar nichts anderes übrig. Gerade bei Elektronik.
Ein Kumpel hat mir einen defekten Flachbild-TV (LG, 499€) repariert. Er ist natürlich ein begnadeter Techniker und kann mit einem Lötkolben umgehen. Die Reparatur hat mich 10 € (für die Ersatzteile - fast alles Kondensatoren), eine Tüte Kaffee und zwei Flaschen Bier gekostet. Es geht also ... falls man will und kann ;)
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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von seeker » 24. Nov 2016, 12:57

belgariath hat geschrieben:Es gibt immer Alternativen. Jeder einzelne hat die Chance sich dagegen zu wehren, indem man sein Konsum-/Alltagsverhalten entsprechend anpasst. (Am Beispiel Abgastrickserei: Jeder kann sich ein E-Auto kaufen, oder nur noch öffentliche Verkehrsmittel nutzen.)
Nur sind die meisten Leute dafür zu knausrig / zu faul oder begnügen sich damit zu sagen "Es bringt doch eh nichts. Die Politik müsste..."
Grundsätzlich, ja, stimme zu.

Aber gerade die E-Autos sind derzeit m.E. noch ein schlechtes Beispiel.
Dass ich mir noch keines kaufe, hat nichts mit knausrig zu tun, sondern mit ökonomischem Denken: Ich werde mir dann eines kaufen, wenn es sich für mich rechnet (wobei ich eh Wenigfahrer bin, deutlich unter 10.000 km im Jahr, ich fahr auch viel Fahrrad und mein Konsumverhalten würde ich eh allgemein als recht gemäßigt bezeichnen, ich brauch eigentlich gar nicht so viel an Gütern und ich werf auch nicht unnötig/vor der Zeit Dinge weg, was repariert werden kann, wird repariert, gib mir ein gutes Buch und schon bin ich glücklich, vieles unnützes Luxuszeugs brauch ich gar nicht).
Man darf den Konsumenten nicht vorwerfen, dass sie sich auch z.T. ökonomisch verhalten, wenn sie das tun.
Und leisten können muss man sich das auch, z.B. ein E-Auto, jetzt schon.

Es liegt auch hier mal wieder hautpsächlich an den Strukturen, nicht an den Menschen oder an der Industrie:
Was kostet ein E-Auto im Vergleich und warum?
Wie sieht es mit dem Nutzwert aus? Da ist die Frage nach Reichweite, E-Tankstellennetz, Aufladezeit, usw.
Und das ist eben alles eben noch nicht abschließend geklärt, bzw. fehlt die Infrastruktur noch.

Die Strukturen müssen von dem politischen Arm der Gesellschaft geschaffen werden. Damit das geschieht ist allerdings die gesamte Gesellschaft gefragt: sie muss mitmischen, sie darf sich nicht passiv verhalten.

Gruß
seeker
Grüße
seeker


Mache nie eine Theorie zu DEINER Theorie!
Denn tut man das, so verliert man zumindest ein Stück weit seine Unvoreingenommenheit, Objektivität.

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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von positronium » 24. Nov 2016, 12:58

Stephen hat geschrieben:
positronium hat geschrieben:Es bleibt einem oft leider gar nichts anderes übrig. Gerade bei Elektronik.
Ein Kumpel hat mir einen defekten Flachbild-TV (LG, 499€) repariert. Er ist natürlich ein begnadeter Techniker und kann mit einem Lötkolben umgehen. Die Reparatur hat mich 10 € (für die Ersatzteile - fast alles Kondensatoren), eine Tüte Kaffee und zwei Flaschen Bier gekostet. Es geht also ... falls man will und kann ;)
Dafür braucht man bestimmt einiges an Erfahrung. Ich wüsste gar nicht, wo ich zu suchen anfangen sollte, es sei denn es wären ganz, ganz einfache Defekte.
Wenn es z.B. an einem Mikrocontroller liegt, müsste man ja sogar wissen, welcher Pin welche Signale ausspucken muss.
Eigentlich müsste in jede Elektronik eine parallele Diagnosefunktion/-Elektronik eingebaut sein; kostet aber natürlich extra...

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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Stephen » 24. Nov 2016, 12:59

Ich hätte auch keinen Schimmer - aber der Typ kann es ;)
Es war für mich fast schon beschämend, wie schnell er die Fehler gefunden hat und ich wie ein kleiner Schuljunge zuschauen musste. Ok, der hat sein Studium abgeschlossen, ich nicht...
Beeindruckend war für mich die Schnelligkeit der Reparatur und das fixe Löten...
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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Dares » 25. Nov 2016, 14:31

belgariath hat geschrieben:Es gibt immer Alternativen. Jeder einzelne hat die Chance sich dagegen zu wehren, indem man sein Konsum-/Alltagsverhalten entsprechend anpasst. (Am Beispiel Abgastrickserei: Jeder kann sich ein E-Auto kaufen, oder nur noch öffentliche Verkehrsmittel nutzen.)
Nur sind die meisten Leute dafür zu knausrig / zu faul oder begnügen sich damit zu sagen "Es bringt doch eh nichts. Die Politik müsste..."

Genau deswegen, um Alternativen aufzuzeigen, habe ich diesen Thread eröffnet.
Es gibt schon Alternativen. Diese würden jedoch keinem gefallen.
Mal ein Beispiel: Früher haben die Leute nnur einen Anzug gehabt. Der musste das genze Leben lang reichen und war ziemlich teuer und man musste lange dafür sparen.

@Belgariath
Weklche Alternative würdest Du selber anbieten können?

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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Darkenergy » 25. Nov 2016, 14:47

Hmmm! :roll:

Reparaturen für 2 Flaschen Bier. :devil:
Tauschen statt kaufen.
Einen Anzug 30 Jahre tragen.

Das alles nützt unserem Rentensystem nicht. :roll:
Und schadet auch der Wirtschaft.
So gibt es kein Wirtschaftswachstum mehr.

Alternativ und Nachhaltig hat auch Nachteile! :devil:

Das dürfte aktuell (Wachstum,Waxhstum,Wachstum!) in der BRD unerwünscht sein.
Selbst Herr Schäuble dürfte damit Probleme haben.

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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Stephen » 25. Nov 2016, 15:08

Darkenergy hat geschrieben:So gibt es kein Wirtschaftswachstum mehr.
Das Gelaber vom Wirtschaftswachstum kann ich nicht mehr ertragen, weil es nur eine große Lüge ist. Es geht einzig und allein um Profit und in keinster Weise darum, die Ressourcen, die unsere Erde bietet, effizient zu nutzen. Punkt.

@Darkeneery: Du hast die 10€ und die Tüte Kaffee unterschlagen :D
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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Dares » 25. Nov 2016, 15:29

Stephen hat geschrieben:Das Gelaber vom Wirtschaftswachstum kann ich nicht mehr ertragen, weil es nur eine große Lüge ist. Es geht einzig und allein um Profit und in keinster Weise darum, die Ressourcen, die unsere Erde bietet, effizient zu nutzen. Punkt.
Das sehe ich auch so. Es geht auch nicht um Entwicklung oder Weiterentwicklung sprich Evolution. Den "Lebensstandard" welchen wir damals und jetzt für uns beanspruchen resultiert faktisch aus der Ausbeutung unterlegener Rassen und Kulturen.

@Stephen
Steht das mit Cuba noch bei Dir?

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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Dares » 25. Nov 2016, 15:44

Dares hat geschrieben:@Belgariath
Weklche Alternative würdest Du selber anbieten können?
Also die Frage steht noch. Man könnte sich vieles vorstellen aber es wird wie Du vlt. es selber bemerkt hast zuviel verbalisiert.

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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von Stephen » 25. Nov 2016, 16:01

Dares hat geschrieben:Es geht auch nicht um Entwicklung oder Weiterentwicklung sprich Evolution. Den "Lebensstandard" welchen wir damals und jetzt für uns beanspruchen resultiert faktisch aus der Ausbeutung unterlegener Rassen und Kulturen.
Sorry, da bringst du jetzt schön etwas durcheinander: die Evolution hat mit technischem Fortschritt nichts zu tun.
Deine Aussage zur Ausbeutung unterlegener Rassen und Kulturen stimmt aber....
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Re: Nachhaltige Elektronik

Beitrag von belgariath » 27. Nov 2016, 12:34

Dares hat geschrieben:[...]

@Belgariath
Weklche Alternative würdest Du selber anbieten können?
Wie meinst du die Frage?
Wofür brauchst du eine Alternative?
Der harmonische Oszillator ist die Drosophila der Physiker (Carsten Honerkamp)
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