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Künftige Entwicklung der Menschheit

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Frank » 26. Jan 2015, 19:09

Ralph hat geschrieben:Die jetzige Lage auf unserem Planeten sieht tatsächlich nicht vielversprechend aus. Atomkriege (oder auch spaltbares Material in den Händen von Terroristen), Umweltkatastrophen und dergleichen haben das Potential, die Menschheit zu vernichten. Die Natur wird sich erholen, aber eventuell ohne den Menschen...
Atomwaffen waren in Zeiten des kalten Krieges in Händen sogenannter Staaten,aber die Gefahr war noch größer als heute.

Ralph hat geschrieben:Leider stehen heute kurzsichtiges Denken, momentanes Wirtschaftswachstum, Profit und der eigene Geldbeutel immer noch im Vordergrund. Mit Klimaerwärmung, Umweltverschmutzung und Atommüll kann sich ja die nächste Generation auseinandersetzen!
Was erwartest du eigentlich von unserer Spezies? Wir können (noch ) nur in Rudeln bis max.150 Personen denken. Der Mensch ist Dorfbewohner und soll global denken?Atommüll ist nichts neues,den haben uns schon unsere Elterngeneration überlassen und wir müssen auch mit klarkommen.


Ralph hat geschrieben:Trotzdem wage ich die Aussage, wenn die Menschheit zu Vernunft kommt und die nächsten 100 Jahre überlebt, kann sie auch die nächsten 1000 Jahre überstehen und sich weiterentwickeln.
Die Menschheit kann nicht zu Vernunft kommen, wie sie allgemein dargestellt wird. Dazu sind wir noch tausend Generationen davon entfernt.
Die einzige Chance die ich sehe,ist die Verknüpfung von Körper und Maschinen. Maschinen und Computer sind dazu alleine in der Lage. Aber nicht weil sie so toll sind, sondern weil sie keine Gier kennen.
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Skeltek » 26. Jan 2015, 20:38

Ralph hat geschrieben: Die Natur wird sich erholen, aber eventuell ohne den Menschen...
Das letzte mal hörte ich einen ähnlichen Satz kurz vor der Sauerstoff-Katastrophe...
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Stephen » 27. Jan 2015, 23:47

Skeltek hat geschrieben:Ralph hat geschrieben:
Die Natur wird sich erholen, aber eventuell ohne den Menschen...
Das letzte mal hörte ich einen ähnlichen Satz kurz vor der Sauerstoff-Katastrophe...
Sorry, ich wusste nicht, dass du schon 2,4 Milliarden Jahre unter uns weilst :D
Aber am Ende stimmt es: die Natur erholt sich immer wieder, wir brauchen sie, sie uns nicht (ok, wieder 5€ ins Phrasenschwein, ist sowieso nichts mehr wert der Euro).
Für mich bleibt "Schadensbegrenzung" das allerletzte Hilfsmittel....
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Fuzzlix » 28. Jan 2015, 11:21

Jeder Prozess ist verlustbehaftet. Nehmen wir als Beispiel den running gag der Pysiker der da lautet:
"Nehmen wir an die Kuh sei sphärisch symmetrisch."
also in der einen hand haben wir eine Kuh und in der anderen Hand das einfachste shärisch symmetrische - ein schwarzes Loch (zur Not tut es vielleicht auch ein Quark :) )
Vergleichen wir einmal die beiden:
- Was rein geht, kommt so nicht wieder heraus. (jedwede Materie bei dem einen - Heu und Stroh bei dem anderen)
- dann passiert was "innendrin" was wir nicht sehen und es kommt wieder etwas heraus, was minderwertiger ist, als das was hineingesteckt wurde. (Hawking-Strahlung bei dem einen - Dünger für die Weide bei dem anderen)

Wir Menschen gleichen unsere Verluste aus Nahrung und Heizung zB. Dafür verbrauchen wir natürliche Resourcen. Wenn wir die Ressourcen schneller verbrauchen als diese sich regenerieren können, gehen und die Ressourcen irgendwann aus - eine nach der anderen. Dabei dürfte der Ausfall einzelner Rressourcen zu regional unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgen - bei den einen zuerst vielleicht das Trinkwasser, bei den anderen vielleicht Brennstoffe oder Ackerflächen. Die Verwerfungen und Spannungen die das hervorrufen wird, möchte ich mir gar nicht vorstellen.
Wir reden so oft davon, dass wir es schaffen, dank unserer hoch entwickelten Technologie die ganze Menschheit heute und auch in der nächsten Zeit zu ernähren. Dabei wird möglicherweise übersehen, wie sich die Ressourcen entwickeln/regenerieren, aus denen wir schöpfen. Die Menschheit wird nur dann langfristig überleben können, wenn sie es den genutzten Ressourcen erlaubt sich vollumfänglich zu regenerieren. Wollen wir den Lebensstandard für alle Menschen erhalten oder sogar noch verbessern - das heisst den Ressourcenverbrauch pro Mensch erhöhen - so sehe ich als einzige Möglichkeit eine konsequente und über mehrere Generationen andauernde Reduzierung der Bevölkerung - in allen Ländern auf allen Erdteilen. Dazu währe allerdings ein globaler Konsens nötig. Lösungwege wären unterschiedlich je nach Region, Kultur und Geographie von den entsprechenden Personengruppen selbst zu wählen. Die in China praktizierte Ein-Kind-Ehe wäre möglicherweise auch in unseren industrialisierten Ländern praktikabel und akzeptierbar. Dabei würde jedes Individuum ein Opfer für die Gesellschaft und unsere Nachkommen bringen, welches gesellschaftlich anerkannt werden muss. Habe ich nur ein Kind gezeugt und stirbt dieses früh und ist es mir nicht möglich ein Weiteres in die Welt zu setzen, oder habe ich mich freiwillig zur Kinderlosigkeit entschlossen, so stehe ich im Alter allein da. Hier muss die Gesellschaft Verantwortung (und damit jeder einzelne) für all die Alten zeigen. Möglicherweise müssen lokal neue Formen des Zusammenlebens und der Fürsorge entwickelt werden. Keiner darf durch das Rost fallen! Dabei müsste wir "höherentwickelten" Länder auch Verantwortung für Entwicklungsländer übernehmen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Es wären Kreativität und Ideen gefragt.

Die Frage ist doch: Möchtest Du, dass irgendwann dein Kind zu dir kommt und Dich fragt:
"Sag mal, wieso hast Du es dazu kommen lassen? Du hättest es doch wissen müssen."

In diesem Sinne

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Stephen » 28. Jan 2015, 11:45

Fuzzlix hat geschrieben:Die Frage ist doch: Möchtest Du, dass irgendwann dein Kind zu dir kommt und Dich fragt: "Sag mal, wieso hast Du es dazu kommen lassen? Du hättest es doch wissen müssen."
Meine jüngste Tochter (ok, kein Kind mehr, inzwischen 25) hat mir eine ähnliche Frage tatsächlich schon einmal gestellt.
Was soll man darauf antworten? Dass nur Idioten, Machtbesessene, Korrupte, Verbrecher und Unfähige die Welt regieren?
Das klingt nach: "ich kann nichts dafür, mein Kind..."
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Skeltek » 29. Jan 2015, 14:58

Stephen hat geschrieben:
Skeltek hat geschrieben: Das letzte mal hörte ich einen ähnlichen Satz kurz vor der Sauerstoff-Katastrophe...
Sorry, ich wusste nicht, dass du schon 2,4 Milliarden Jahre unter uns weilst :D
Ich frage mich wieviele Leute ich zum googeln gebracht habe ;-)
Fuzzlix hat geschrieben: Die in China praktizierte Ein-Kind-Ehe wäre möglicherweise auch in unseren industrialisierten Ländern praktikabel und akzeptierbar. Dabei würde jedes Individuum ein Opfer für die Gesellschaft und unsere Nachkommen bringen, welches gesellschaftlich anerkannt werden muss.
Unser Wohlstand und Aufschwung basierte zum größten Teil auch auf der Bevölkerungsexplosion, bzw Bevölkerungspyramide und Raubbau.
Die kommen ja schon nicht damit zurecht, dass inzwischen oben auf dem altersgraphen ein kleiner Knubbel ist, ...stelle dir einfach mal vor was wäre, wenn die "Pyramide" umgedreht wäre, wie es China gerade anstrebt.
China hat erkannt dass es nicht anders geht und dass die einzige Ressourcenschonende Lösung darin besteht, dass nunmal 99% der Bevölkerung nicht an Luxus wie Autofahren und ähnlichem teilnehmen kann.
Aber wie man sieht lässt sich Bevölkerung nicht Wort- und Klag-los unterdrücken und ihre persönliche Entfaltungsfreiheit einschränken.

Möglicherweise ist ja die einzige Möglichkeit diesen Planeten zu retten Unterdrückung und zwanghaftes Verbot von Konsumrausch und grenzenloser Handlungsfreiheit des einzelnen.
Die USA macht es auf die eine Art, China auf die andere. Aber letztlich zählt nur, was an Verschwenderischem Verhalten am ende limitiert wurde.
Selbst wenn die Verschwörungstheoretiker Recht haben kann man "von unten" kaum erkennen, ob die Regierungen gute oder schlechte Ziele haben.
Effektiv müsste eine "gute Regierung" die Menschen genauso unterdrücken wie eine "schlechte Regierung". Ob die Machthabenden es gut meinen oder schlecht kann man höchstens daran erkennen, ob sie die bei der unteren Bevölkerungsschicht "eingesparten Ressourcen" selbst verschwenden oder einem sinnvollen Zweck zukommen lassen.
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Fuzzlix » 29. Jan 2015, 16:26

Darf ich das bisher hier und woanders geschriebene einmal ganz provokativ zusammenfassen:

1) Ich kann eh nichts tun
2) Die anderen machen alles falsch

Dann sollten wir aufhören dieses Thema zu diskutieren denn es käme eh nichts gescheites raus ausser Gejammer und Gewinsel. Dann kommt eben alles wie es kommt - Basta.
Nur soll dann sich hinterher keiner über andere beschwehren nur weil die sich genau so verhalten haben wie man selbst.

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Stephen » 29. Jan 2015, 16:51

Fuzzlix hat geschrieben:Dann sollten wir aufhören dieses Thema zu diskutieren denn es käme eh nichts gescheites raus ausser Gejammer und Gewinsel. Dann kommt eben alles wie es kommt - Basta.
Was schlägst du vor? Sollen wir alle zu Terroristen werden?
Von Demonstrationen halte ich inzwischen nicht mehr viel. An eine AK-47 (Kalaschnikow) zu kommen ist inzwischen fast unkompliziert, damit erregt man wesentlich mehr Aufsehen. Es gibt sogar Länder, in denen man als Privatperson ganz legal einen Panzer kaufen kann. Aber sowohl das eine als auch das andere bringt uns nicht weiter, wobei ich letzteres (schon alleine die Androhung von Gewalt) völlig verabscheue...

Gruß
Steffen
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Skeltek » 30. Jan 2015, 02:34

@Fuzzilix:
1. Jammern macht zunächst andere auf die Ursache aufmerksam.
2. Erst wenn genug Leute jammern, sind sowohl Regierung, Wirtschaft als auch andere entweder genötigt etwas zu unternehmen,
oder die Unterstützer, Befürworter und Politiker welche die erforderlichen Maßnahmen für nötig erachten haben endlich Legitimation und Rückhalt in der Bevölkerung eine Veränderung auch durchzusetzen.

Einen Politiker hinter dessen Meinung nicht mindestens 40-60% der Bevölkerung stehen wird keiner ernst nehmen.
Das Thema bietet genug Konfliktpotential sodaß es öffentlich diskutiert werden sollte. Es zum Tabuthema oder als sinnlos zu deklarieren, weil es sonst ausdiskutiert werden müsste hilft langfristig nicht...

Es bringt nichts tatenlos zuzusehen, nur weil man nicht über 50% der Bevölkerung dazu bringen kann demokratisch für eine Veränderung zu befürworten. Man muss auch an der Meinungsbildung teilhaben und unterstreichen, dass es sehr wohl Befürworter eines global schonenden Ressourcenmanagements gibt.
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Siggi

Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Siggi » 30. Jan 2015, 04:11

Hallo alle,
bei diesem Thema gehen mir nicht nur die Schnürsenkel meiner Nike-Sneekers hoch(ich trage sie gerne, weil sie bequem und leicht zu tragen sind). Man sollte bedenken, dass es ggf. zu einer künstlich erzeugten Ölkrise kommen könnte, obwohl der Bedarf durch neu entdeckte Vorkommen reichlich gedeckt sein dürfte, ausserdem und da muss ich Stephen recht geben spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle.
Es geht um Rohstoffe, wenn wir seltene Erden, wie es genannt wird, wird kein Handy oder Pc mehr funktionieren wie bisher wenn wir sie nicht aus China bekommen, aber zu welchem Preis? Wir können zum Mond fliegen und dort Bergbau betreiben, aber das wird teuer, ausserdem sei noch gesagt, dass das Grosskapital sprich Banken den Fortschritt behindert. Die Staaten machen immer mehr Schulden und wer wird das finanzieren können? Es ist so, dass es Zins und Zinses gibt und keiner macht sich Sorgen darum. Warum auch. Uns geht es noch so einigermassen gut, Rohstoffe sind vorhanden die wir Ausbeuten, es gibt genug billige Arbeitskräfte und wo liegt das Problem?
Es geht um eine grundsätzliche Frage, ob wir den Banken die Macht und nicht unseren gewählten Politikern überlassen. Ich befürchte, dass wir irgendwann in einer Diktatur enden, falls es nicht schon so ist unter dem Deckmantel der Demokratie.
Das System ist nicht richtig. Wir werden uns selber sagen wir mal in die Steinzeit zurückwerfen.

Ausserdem sind wir durch Katalismen, welche die Erde durchläuft und deren Muster wir nicht erkennen oder begriffen haben uns selber ausrotten könnte, sei es nun durch Supervulkane oder Irrläufer in unserem Sonnensystem. Ich befürchte nichts Gutes und vlt. wird der hochgehobene Fortschritt und die entwicklung der Menscheit nur der Bruchteil einer Sekunde sein bevor nichts mehr geht, weder Uhren oder sonstwas und jeder nur um sein eigenes Überleben kämpfen muss.

lg

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Fuzzlix » 30. Jan 2015, 09:16

Skeltek hat geschrieben:1. Jammern macht zunächst andere auf die Ursache aufmerksam.
Du meinst sicherlich das "Benennen von Problemen" oder? Probleme benennen ist nicht schlecht. "Jammern" wird daraus, wenn ich ein "Da können wir eh nichts machen." hintendran hänge.
Wenn ich also ein Problem erkannt habe und es lieber sähe wenn dieses Problem gelöst würde, dann ist es doch ziemlich dämlich, allen anderen mit dem Jammer-Nachsatz zu demotivieren.
Stephen hat geschrieben:Was schlägst du vor? Sollen wir alle zu Terroristen werden?
An dieser Frage habe ich seit gestern Abend geknaubelt. Da fallen mir mindestens 10 verschieden Antworten ein die alle damit enden, dass ich jedwede weitere Diskussion mit dir beende.
Entweder DU ziehst diese Lösung in betracht, dann sollte man dich dem Verfassungsschutz melden oder du traust MIR zu dass ich das Potential zum Terroristen habe. (Alternativ kannst du annehmen dass ich nicht das Potential habe aber warum stellst du mir die Frage dann?)
Also habe ich erst einmal über die Frage geschlafen. Gehen wir es doch einfach einmal mit wissenschaftlichen Methoden an. Es muss erlaubt sein ALLE Möglichkeiten gedanklich durchzuspielen um sie zu bewerten. Ein einfaches "Mord is umnoralisch" oder "Du sollst nicht töten" sind - jedenfalls seit meiner Theorie - ziemlich singuläre Behauptungen. Wir brauchen uns nur tagesaktuell in der Welt umzusehen um zu sehen wie viele Menschen einen alternativen Standpunkt vertreten.
Nehmen wir also an, Mord und Totschlag sei eine Option. (Welches Etikett ich darauf klebe ist relativ egal. (Nenne es Terrorismus oder Kampf gegen den Terrorismus oder ..., usw.) Du hast Dir nun eine Kalaschnikov beschafft, ok. Und wie nun weiter? Wenn Du dir eine Kalaschnikov beschafft hast, dann haben das sicherlich auch andere Personen. Du kannst also davon ausgehen dass es eine kleine Anzahl von Personen da draussen gibt die die Schusswaffe auch dafür einsetzen werden andere Personen zu töten nur um an deren Eigentum zu kommen. Wie willst Du dich nun verhalten wenn dir auf der Strasse eine Person oder eine Personengruppe entgegenkommt von der du annehmen musst dass sie mit Schusswaffen ausgestattet ist? Hast Du überhaupt deine "Kaschi" mit? Wenn ja, dann könnten das bei anderen Begehrlichkeiten wecken, sich deine Kalaschnikov anzueignen - mit negativen Folgen für deinen Gesundheit.
Das Szenario kann man nun noch endlos ausbauen. Ich kenne kein Szenario wo sich der Einsatz von massenhaft angewandter tödlicher Gewalt mittel und langfristig ausgezahlt hätte. (ausser vielleicht im Nachninein betrachtet für die, die überlebt haben. Die Toten fragt ja keiner. Fragt sich nur wie viele überleben - kurz-, mittel- und langfristig - bei der Menge und dem Potential moderner Waffen)
Also selbst wenn ich den Tot anderer Menschen billigend in kauf nehmen würde, so müsste ich doch zur Kenntnis nehmen, dass ein kriegerischer Konflikt mehr Ressourcen bindet bzw. zerstört als freisetzt. Ich frage mich immernoch, welcher Zielstellung diese Vorgehensweise erfolg verspricht. Wenn Du also ernsthaft bei dem hier zur Diskussion stehenden Ziel - die Lebensqualität des Einzelnen und das Überleben unserer Kultur(en) - in Erwägung ziehst Gewalt in größerem Umfange einzusetzen, so müsste ich ernsthaft über deine Intelligenz / deine Aufrichtigkeit / deine Motivation Gewalt als Mittel der Wahl zu thematisieren nachdenken.

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Stephen » 30. Jan 2015, 10:56

@Fuzzlix
Du hast mich leider komplett missverstanden.
Ich habe weder eine Kalaschnikow, verabscheue Gewalt und meine Frage ("sollen wir alle zu Terroristen werden?") war rein ironisch gemeint...
Solltest du weiterhin den Eindruck haben, dass ich dich persönlich angegriffen hätte, so war das in keiner Weise meine Absicht.

Beispiel: wenn mir jemand sagt: "Baut die Mauer wieder auf, aber mindestens 3 Meter höher...", kann ich als "Ossi" darüber herzhaft lachen. Dieser Humor ist aber nicht jedermanns Geschmack. Genauso, wie die "frechen Zeichner" in Paris, die ermordet worden sind, haben viele Menschen eine geteilte Meinung von böser Ironie und schwarzem Humor.

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Fuzzlix » 30. Jan 2015, 17:42

Stephen hat geschrieben:Du hast mich leider komplett missverstanden.
Den Eindruck habe ich nicht.
Stephen hat geschrieben:Ich habe weder eine Kalaschnikow, verabscheue Gewalt und meine Frage ("sollen wir alle zu Terroristen werden?") war rein ironisch gemeint...
Solltest du weiterhin den Eindruck haben, dass ich dich persönlich angegriffen hätte, so war das in keiner Weise meine Absicht.
Ich fühle mich nicht persönlich angegriffen. Ich fühle mich nur wie ein Vollidiot behandelt. Ich werde mich in Zukunft hier zurückhalten.

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Siggi » 30. Jan 2015, 17:54

@Fuzz,
sorry, wenn ich Dir Widerspreche, ich habe so etwas Ähnliches in meinem Beitrag zum thema auch geschrieben.
Wäre schade, wenn Du Dich durch eine Lapalie aus der Ruhe bringen lässt.

Wäre wirklich schön, wenn du weiterhin im Forum bleibst und schreibst, obwohl sich unsere Themen nicht immer decken bzw. Deckungsgleich sind und wir andere Interessen und Gedankengänge haben, trotzdem solltest Du Deine entscheidung überdenken.

lg

Siggi :wink:

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Stephen » 31. Jan 2015, 13:49

Der Sinn eines Forums hat sich prinzipiell geändert; eigentlich könnte man sich alle Informationen aus dem Internet (speziell der Wikipedia) ziehen.
Wozu also Foren? Um zu diskutieren. Da kann es passieren, dass die Meinungen extrem auseinander driften....
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von gravi » 31. Jan 2015, 19:17

Wenn wir uns schon auf der Ebene dieses Forums in die Haare kriegen, wie soll erst global gesehen die künftige Entwicklung der Menschheit ausgehen? Mord und Totschlag? Ich sage NEIN!
Also: Seit lieb, nehmt euch an den Händen und vertragt euch wieder.

Schließlich sind wir hier die Vorbilder der Menschheit! :well:

Gruß
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von seeker » 4. Feb 2015, 10:43

Wenn man sich die biologische Evolution anschaut, dann stellt man fest, dass diese durch einen Wechsel von "guten Zeiten" und "schlechten Zeiten" angetrieben wird:
Dauern die guten Zeiten zu lange (konstante Umweltbedingungen, keine Katastrophen, ...) kommt die Evolution irgendwann praktisch zum Stillstand: Es ist irgendwann schon alles soweit optimiert und es finden dann keine weiteren nennenswerten Anpassungen statt.
Erst wenn eine Katastrophe/starke Veränderung der Umweltbedingungen kommt, wird wieder Platz für Neues geschaffen und es entsteht auch erst dann ein evolutionärer Druck zur Veränderung. Die Evolution macht daher i.d.R. nach solchen "schlechten Zeiten" einen gehörigen Sprung nach vorne.
D.h.: Für evolutionäre Entwicklungen sind zerstörerische/destabilisierende Kräfte genauso notwendig wie aufbauende/stabilisierende!

Ist es vielleicht bei der gesellschaftlich-kulturellen Entwicklung der Menschheit genauso?

Ich denke, das ist die Gretchenfrage.
Und wenn man sie mit "ja" beantwortet und den größeren Zusammenhang betrachtet, schafft man es vielleicht prognostizierten kommenden "schlechten" Zeiten etwas versöhnlicher gegenüberzustehen. Denn aus diesem Blickwinkel heraus gibt es nichts "schlechtes". Es hat vielleicht alles seine Notwendigkeit.

Grüße
seeker
Grüße
seeker


Kritisches Denken bedeutet nicht, sich einseitig nur aus kritischen Quellen zu versorgen und die dortigen Darstellungen unkritisch zu übernehmen. Viele überschätzen ihre eigene Medienkompetenz massiv. Dies wird von Verführern ausgenutzt.

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von gravi » 4. Feb 2015, 19:23

Wer kann das schon korrekt beantworten?
Du hast recht, die Katastrophen im Laufe der Erdgeschichte haben die Evolution angetrieben. Doch es ist auch fraglich, ob das "notwendig" war. Die Entwicklung von ersten Einzellern zu komplexeren Formen bedurfte sicher keiner Katastrophe, das war auch nicht der Fall, als die ersten Wesen aus dem Wasser an Land krochen und es eroberten. Sicher gibt es noch unzählige Beispiele.

Ich meine, wir können nur ganz schlecht Voraussagen treffen, wie sich die Zukunft entwickeln wird. Viel zu viele Faktoren spielen dabei eine Rolle, ich nenne nur technische Entwicklung, Überbevölkerung, körperliche und (geistige?) Degeneration, Nahrungsmittel/Wasserversorgung, Klimaerwärmung, Raubbau an natürlichen Ressourcen...
Das alles und noch mehr müsste man einbeziehen, aber dazu muss man wohl Zukunftsforscher sein - ich jedenfalls könnte es nicht.

Noch zur körperlichen/geistigen Degeneration: Körperlich sind wir gegenüber den Menschen, die vor 100 Jahren oder noch früher lebten, schon heute völlig unterlegen (wobei es natürlich noch Ausnahmen gibt). Als Beispiel nenne ich nur mal die Eroberung der Pole, das waren knochenharte Typen! Tja, und geistig? Man sehe sich nur mal gründlich um, da eröffnen sich Abgründe... :mrgreen:

Gruß
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Frank » 5. Feb 2015, 14:58

Nunja, die Evolution gibt am meisten Gas, wenn Sie in die Enge getrieben wird(Katastrophen).
Die gängigsten Theorien sind mir allerdings auch ein Dorn im Auge.
Das mit dem Impact kann ich so nicht ganz nachvollziehen, denn warum sollen alle, aber auch wirklich alle Saurier austerben und z.B., die auch nicht gerade kleinen Krokodile überleben?
Das mit der Einschlagsgeschichte ist mir zu abruppt. Da denke ich schon eher an Krnakheiten,Epidemien.
Das verschwinden der Saurier ist für mich eines der größten Rätsel der Weltgeschichte. Das sieht so aus, als wären alle auf einen Schlag ausradiert worde.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von seeker » 5. Feb 2015, 15:55

Nunja, das Aussterben der Dinos wäre ein anderes Thema.

Jedenfalls:
Klimaereignisse haben in der Vergangenheit mindestens fünf große Artenkrisen ausgelöst. Sämtliche sind durch tiefe Einschnitte und unmittelbar anschließend erneuten Aufschwung charakterisiert – eine Achterbahn der Evolution. Der Mensch sorgt nun für ein sechstes Massensterben.
Evolution bedeutet zwar Niedergang und Aussterben, ist aber eng verknüpft mit Entstehung und Entfaltung.
http://www.welt.de/wissenschaft/article ... ebens.html
Vor 250 Millionen Jahren, am Ende des Perms, verschwanden in kurzer Zeit allein mindestens 80 Prozent der Tierarten im Meer. Zu diesem Faunenschnitt, dem Ende des Erdaltertums, trug wahrscheinlich eine Reihe von geologischen und klimatischen Umbrüchen bei. Die Tierwelt erholte sich davon nur langsam – erhielt aber offenbar auch neue Evolutionsimpulse.
... Doch dieses Massensterben verblaßt gegenüber dem Desaster am Ende des Perms: Der größten aller solchen Katastrophen fielen vor rund 250 Millionen Jahren ungefähr neun Zehntel der Tierarten im Meer zum Opfer. Sie verschwanden binnen wenigen Jahrmillionen, desgleichen mehr als zwei Drittel der landbewohnenden Reptilien- und Amphibienfamilien. Selbst die Insekten, sonst wahre Überlebenskünstler, büßten 30 Prozent der Ordnungen ein. (In der biologischen Systematik ist die nächsthöhere Einheit nach der Art – oder Spezies – die Gattung; Gattungen wiederum faßt man zu Familien zusammen und diese zu Ordnungen. Generell läßt sich die Zugehörigkeit eines Fossils zur höheren Kategorie leichter erkennen, weswegen in solchen Studien die Angaben oft verschiedene Ebenen betreffen. Generell besagt ein Schätzwert für die höhere Kategorie, daß um so mehr Spezies in tieferen ausgestorben sind.)

Aus solchen Katastrophen erwachsen aber auch neue Chancen. Bevor mit dem Perm das Erdaltertum – das Paläozoikum – sein Ende fand, hatten in den Schelfmeeren über Abermillionen Jahre hinweg festsitzende und am Grunde liegende Tiere dominiert, die Nahrungspartikel aus dem Wasser filterten oder sich vorbeikommende Beute schnappten. Danach konnten sich bislang unbedeutende Gruppen entfalten, etwa aktivere, räuberische Vorfahren der modernen Fische, Kopffüßer, Schnecken und Krebse.

Einige vollkommen neue Entwicklungslinien tauchten auf. Die ökologischen Umwälzungen und Neuerungen waren so markant, daß die Wissenschaft dafür nicht nur eine neue erdzeitliche Periode kreierte – die Trias – , sondern gar eine neue Ära: das Erdmittelalter oder Mesozoikum (gewissermaßen das Zeitalter der Dinosaurier, nach deren Untergang die Blütezeit der Säuger und damit die Erdneuzeit, das Känozoikum, begann; Bild 2 oben). Was wir heute an einer Gezeitenküste zu Gesicht bekommen spiegelt großenteils noch diesen Faunenschnitt.
http://www.spektrum.de/alias/dachzeile/ ... hte/823253

... und ich bin mir sicher, dass auch eine gesellschaftlich-kulturelle Evolution stattfindet, auch (zumindest teilweise) nach den Prinzipien von Mutation und Selektion: "Mutation"/Selektion von gesellschaftlichen Ordnungsstrukturen, Ideen, Werten, usw. - nennt es dort von mir aus "Meme", wie Richard Dawkins das tut - schließlich leben wir heute nicht mehr in kleinen Familiengruppen in Höhlen, geben Grunzlaute von uns und haben Felle umhängen. Das ist unbestreitbar.
Falls wir gerade auf eine "Engstelle" unserer Menschheitsgeschichte hinsteuern, wird alles davon abhängen, wie schlimm es kommen wird und wie viel wir hinüberretten können werden. Falls es nicht ganz dicke kommt und wir genügend retten können, wird nach der Engstelle unausweichlich wieder ein Aufschwung kommen.

gravi hat geschrieben:Die Entwicklung von ersten Einzellern zu komplexeren Formen bedurfte sicher keiner Katastrophe, das war auch nicht der Fall, als die ersten Wesen aus dem Wasser an Land krochen und es eroberten.
Bist du sicher?
Sicher gibt es neben Katastrophen noch andere Einflussfaktoren. Allein schon, wenn die eine Art einen neuen "Trick" lernt, kann das eine andere Art unter gehörigen Selektionsdruck bringen, kann das für eine andere Art eine Katastrophe sein. Selektionsdruck beschleunigt die Evolution.

Ohne die vorhergehende Sauerstoffkatastrophe gäbe es all die vielzelligen Landlebewesen heute jedenfalls nicht. Dass es dafür dann heute anaerobe vergleichbar komplexe Lebensformen gäbe, halte ich für unwahrscheinlich. Insofern war die Sauerstoffkatastrophe "notwendig".
gravi hat geschrieben:Noch zur körperlichen/geistigen Degeneration: Körperlich sind wir gegenüber den Menschen, die vor 100 Jahren oder noch früher lebten, schon heute völlig unterlegen (wobei es natürlich noch Ausnahmen gibt). Als Beispiel nenne ich nur mal die Eroberung der Pole, das waren knochenharte Typen! Tja, und geistig? Man sehe sich nur mal gründlich um, da eröffnen sich Abgründe..
Ach komm! Sorry, das ist doch subjektiv gefärbter Unsinn.

Hört sich so an wie das:

"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
Sokrates, ca. 400 vChr

"Ich habe keine Hoffnung mehr für die Zukunft unseres Volkes, wenn sie von der leichtfertigen Jugend von heute abhängig sein sollte. Denn diese Jugend ist ohne Zweifel unerträglich, rücksichtslos und altklug. Als ich noch jung war, lehrte man uns gutes Benehmen und Respekt vor den Eltern."
Hesiod, ca. 700 vChr.

Objektiv betrachtet ist das durchschnittliche Bildungsniveau heute zumindest in Deutschland ganz sicher deutlich besser als noch vor 50 Jahren.
Die jungen Leute lernen natürlich heute z.T. andere Dinge - aber das ist ja normale Anpassung an die Gegebenheiten.
Es ist auch heute nicht alles prima, aber es ist besser als es oft beurteilt wird. Oder siehst du tatsächlich eine Degeneration im Vergleich zu dir selbst, wenn du deine Kinder betrachtest?

(Sorry, dass ich hier deutliche Worte verwende. Das ist nicht böse oder respektlos gemeint, aber ich kann nicht verhindern bei dieser Geschichte in Wallung zu kommen.)

Und ja, manche Leute vor 100 Jahren waren ganz harte Knochen und wir hier in diesem Land sind dazu im Vergleich heute recht verweichlicht.
Aber was meinst du, wie schnell die Leute wieder härter werden können, wenn es irgendwann nötig wird? Und "harte Knochen" gibt es auch heute noch.
Darin sehe ich weniger ein Problem.

Unser Problem zurzeit liegt m. E. im Moment eher darin, dass wir keine rechten Visionen mehr haben.
Es herrscht alles andere als Aufbruchstimmung. Eher herrscht eine ängstlich-verzagte Stimmung der Furcht und Resignation, das zu verlieren, was man schon hat.
Vielleicht ändert sich das wieder eines Tages - hoffentlich!


"Früher ging es uns gut. Heute geht es uns besser. Aber ich glaube, es wäre besser, wenn es uns wieder gut ginge!"

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von gravi » 5. Feb 2015, 19:14

Ich will das jetzt hier nicht in eine uferlose Diskussion ausarten lassen. Aber das muss ich doch noch los werden:
Ja, nach meiner Ansicht (und meinen persönlichen Erfahrungen) unterliegt der Bildungsstand der Menschen einem Wandel. Ich habe "nur" einen Realschulabschluss, wenn ich mich aber mit manchem Abiturienten unterhalte, dann ist das manchmal oberflächliche Wissen für mich unbegreiflich. Wie viele Studenten sind nicht in der Lage, sich sicher in der eigenen Muttersprache zu bewegen...? Man lese nur mal im Internet... Am Rande habe ich letztens gehört, dass Rechtschreibung nur noch in Grundzügen bzw. reduziert in den Schulen (in Hessen?) vermittelt werden soll, aber das braucht man ja auch nicht, es gibt ja entsprechende Comuterprogramme.

Ein Beispiel noch: meine Tochter (abgeschlossenes Studium) sollte ich mal fragen, wie man zu Fuß eine Quadratwurzel zieht. Die würde mich wohl ansehen wie ne Kuh das Stalltor. Wozu gibt's denn Rechner? Ich kann es jedenfalls noch. Und weiß auch noch, wie viele Mägen diese Stalltür- Kuh hat. Gibt es heute noch Schüler, die Gedichte auswendig lernen müssen? Wir mussten das andauernd, selbst vor der Glocke wurde nicht Halt gemacht.

Selbstverständlich gibt es auch heute sehr gebildete Menschen. Ich meine aber, die breite Masse ist auf dem Verliererkurs.

Und körperlich verweichlichen wir auch. Heute gehen sie alle zum arbeiten ins Büro. Wenn ich aber daran denke, was das damals für ein Knochenjob war, als ich in meinem früheren Leben als Pirat zur See fuhr...morgens um 5 Glasen gleich in die Wanten, und das ohne Frühstück!
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:wink:

Gruß
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von seeker » 6. Feb 2015, 13:35

Ok. Ich mein, ich sehe ähnliche Dinge auch und ich habe ja auch schon in der Richtung gewettert. Ich bin da auch kein Unschuldslamm...
Aber dann fass ich mich auch immer mal wieder an die eigene Nase und frage mich: "Sag mal, ist das eigentlich wirklich so? Ist deine Einschätzung objektiv und gerecht?"

Fakt ist, dass wir in einer Zeit extrem schnellen Wandels leben.
Fakt ist auch, dass es heute oftmals wichtiger ist andere Dinge zu wissen und zu können als noch vor ein paar Jahrzehnten.
Fakt ist auch, dass die Menge an Wissen, die man einem jungen Menschen in einer begrenzten Zeit eintrichteren kann, eben begrenzt ist.
D.h.: Wenn heute neue Dinge gelernt werden müssen, die früher nicht wichtig waren oder die es schlicht und einfach noch gar nicht gab (z.B. Fremdsprachen, PCs, Internet, Powerpoint-Präsentationen erstellen und halten können, ...), dann muss dafür etwas anderes wegfallen oder zumindest weniger tief gelehrt werden.
Außerdem haben wir heute viel mehr Immigranten, wodurch zusätzliche Schwierigkeiten, besonders in der 1. Generation entstehen: Wenn jemand die Sprache nicht richtig beherrscht und auch kulturelle Schwierigkeiten bestehen, wie soll man ihm dann etwas Gescheites beibringen?
(Das ist tatsächlich ein Problem und da ist die Politik bzw. die Gesellschaft gefragt. Allerdings "versaut" dir dann gerade dieser Anteil deinen Pisa-Schnitt. Also aufpassen mit der Bewertung solcher Studien. Man muss sich da -wie immer- die Details anschauen.)

Ob da also wirklich etwas in der Richtung schlechter geworden ist, die du ansprichst, ist eine ganz andere Frage.
Ich mein, in früheren Zeiten haben sich die Älteren vielleicht darüber aufgeregt, dass ihre Jugend gar nicht mehr richtig die Jagd mit Pfeil und Bogen lernt und wo das noch hinführen soll und wie die langfristig überleben wollen?
Verstehst du?

Meine Eltern haben nur Hauptschule und die hieß glaube ich damals Volksschule und ging nur bis zur 8. Klasse (bei meinem Vater schon aus finanziellen Gründen damals, obwohl die Lehrer ihn gerne ins Gymnasium gesteckt hätten und Mädchen mussten eh nichts lernen außer Hausfrau und Mutter sein und vielleicht auf dem Acker mithelfen. Meine Mutter durfte von ihrem Vater aus keinen Beruf lernen!) und können z.B. kein Englisch. Das war damals normal.

Heute machen etwa 50% der Leute Abitur.
Es kann sein, dass das Abitur in früheren Zeiten schwieriger war, wo das nur 10% eines Jahrgangs gemacht haben - aber man kann doch nicht ernsthaft bestreiten, dass die Bildung eines durchschnittlichen Menschen heute viel besser ist als noch vor 50 oder 100 Jahren?
Heute, wo die Kinder schon im Kindergarten mit Lesen und Schreiben und mit Fremdsprachen, usw. angegangen werden, wo der Leistungsdruck gerade in Kopfsachen viel größer geworden ist? Wo nach der Schule nicht Freizeit oder Mithelfen beim Vater ist, sondern Nachhilfe und Schularbeiten und Vorbereitungen auf Projekte und Vorträge und wo der Musikunterricht wartet, usw., usw.? Heute, wo die jungen Leute schon oftmals eine von A bis Z durchgeplante Woche zu bewältigen haben?

Grüße
seeker
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Stephen » 6. Feb 2015, 13:48

seeker hat geschrieben:Heute machen etwa 50% der Leute Abitur.
Und wieder beißt sich die Katze in den Schwanz - wir haben hier in den letzten Tagen oftmals von zunehmender "Verblödung" geredet.
Wenn vor hundert Jahren nur jeder zehnte Mensch "gebildet" war und heute jeder zweite, dann haut da was nicht hin...

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass das Abitur in der DDR relativ leicht zu erlangen war, ich habe es eigentlich "en passant" gemacht. Ich hatte damals - also vor etwa 30 Jahren - nicht den Ansatz von Interesse für die Naturwissenschaften (dafür andere :D ) und nur auf den Unterrichtsschluss gewartet.
Wie das heute ist, kann ich nicht beurteilen, da meine Töchter schon alle aus der Schule sind. Die hatten teilweise richtige Probleme - aber alles überstanden....

Gruß
Steffen
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von gravi » 6. Feb 2015, 19:02

Wie gesagt, ich will das Thema hier nicht unendlich in die Länge ziehen, oben habe ich ja auch geschrieben, dass der Bildungsstand einem Wandel unterliegt. Du hast recht, seeker, dass die Menschen heute ander Dinge im Kopf haben (müssen) als vor 50 Jahren. Dennoch ist das heutige Wissen der (jungen) Menschen viel oberflächlicher geworden, von Allgemeinbildung will ich besser mal gar nicht sprechen. Klar, heute können sie alle perfekt oder virtuos auf dem Rechner spielen oder dem Smartphone wischen. Den freien Fall eines Ballwurfs zu berechnen muss heute niemand mehr lernen, das machen ja Programme viel schneller. Nur blöd, wenn mal der Strom ausfällt...

Ach, was soll's, jeder muss selber sehen, wie er mit seinem Wissen, Können und seinen Interssen durch's Leben kommt. Mein Motto ist jedenfalls: ich werd' alt wie ne Kuh und lerne immer noch dazu...(jetzt gerade HTML 5, die Technik alter Röhrenradios und noch'n paar andere Dinge).

Übrigens gab es damals, als ich aus den Wanten kletterte, wenigstens 'nen anständigen Rum als Frühstück- Ersatz. Das waren noch Zeiten... :mrgreen:

Netten Gruß
gravi
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Marcel » 6. Feb 2015, 20:57

Naja dazu sag ich mal nichts :D ICh bin ja ein absoluter antialkoholiker :D
Aber ich denke was du hier aufzeigen willst ist der sogenannte Wertewandel, und den gab es auch in "eurer/deiner" Generation ;)
Mit freundlichen Grüßen
Marcel

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