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Künftige Entwicklung der Menschheit

Entstehung und Entwicklung von Leben, Wahrscheinlichkeit für extraterrestrisches Leben
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Frank
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Frank » 15. Jan 2015, 11:54

Oje, jetzt macht aber mal ein bischen die Bremse rein. Soviel Schwarzseherei tut ja schon fast weh. :roll:

Erst einmal nachträglich noch ein gutes neues Jahr euch allen!

Den Untergang des Abend/Morgenland, oder was weis ich für eine Bezeichnung , ist schon so alt wie die Menschheit selbst. Sicherlich waren es früher Annahmen von Mythen und heute wissen wir vieles besser, aber die Menschheit ist besser , als ihr Ruf.

Ich stelle mir eher die Frage was in Euch vorgeht?

Einerseits wollt ihr keine Kriege mehr, auf der anderen Seite beklagt ihr die wachsende Überbevölkerung.
Oder glaubt wirklich noch irgend jemand das Märchen von allen gehts gut, wenn wir nur friedlich sind ? Nicht mal mehr die schlimmsten Krankheiten können heute noch "zählbaren"Schaden an unserer Spezies ausrichten. Ebola waren bis jetzt nach meinem Wissen ca. 10000 Opfer(es geht mir nicht um die bedauernswerten Einzelschicksale). Man braucht kein Mathematiker sein um sich auszurechnen,, was für ein Anteil das an 7 Milliarden Weltbevölkerung ist.
Die Medizin geht in einem Eiltempo voran und wenn noch der Krebs eines Tages besiegt ist, was soll uns dann denn noch vor den 10/15/20/50/100 Milliarden bewahren(vorallem den bedauernswerten Rest der Natur)?
Die Staaten, die das Potential hätten , um mal wieder in Kriegen etliche Mio. "weg zu schaffen", tun das wohlweislich nicht, weil jedem der Einsatz von Atomwaffen klar ist.
(Ich bin Kaufmann und ohne den 2.Weltkrieg, wäre unser Sozialsystem schon lange rein rechnerisch kollabiert.)
Cyborgtechnik und die damit verbundene Lebensverlängerung machen das ganze auch nur noch schlimmer.

Diese ganzen Aufzählungen sollen keine Verherrlichungen sein, sondern sollen die Augen öffen vor den Tatsachen.

DAS KLIMA.

Das Totschlagargument schlechthin mittlerweile. Bei den Klimaschwankungen, die dieser Planet schon in seiner Geschichte erfahren mussten, sind um den Faktor hundert schlimmer gewesen, was uns zur Zeit bevorsteht. (Wobei ja noch keiner genau weis , was uns im Detail überhaupt bevorsteht)
Der Yellowstone Supervulkan(einer von mehreren) ist schon lange überfällig, ein größerer Impakt auch.
Wenn einer dieser Sachen eintritt, dann ist der Kampf ums Trinkwasser Kindergeburtstag(oder Tchernobyl)

Methan, Gletscherschmelze, Unruhen,religiöser Fanatismus............... STOP

Die Menschheit hat es bis jetzt aber immer geschafft, sich iregdnwie doch wieder zusammen zu raffen. Viele Errungenschaften der Moderne, dazu gehören die Menschenrechte, die Gleichstellung von Mann und Frau..etc, sind Dinge, auf die wir stolz sein können.

Da dies aber nicht jeder so sieht und das tut der größte Teil der Weltbevölkerung nicht(siehe 95% Verblödungsbeispiel von Gravi das 1:1 stimmt), müssen wir mit dem auskommen was wir haben.
An Religionen werden wir auch nichts ändern, obwohl Selbige am größten Teil des irdischen Desasters schuld sind(Nicht einhalten der Menschenrechte, Unterdrückun der Frau, Geburtenrate....die Liste liese sich noch lange fortsetzen).
Wie der user Ralph ja auch berichtet hat, sind selbst Wissenschaftler un die hellsten Köpfe vor dieser Kranheit nicht immun und das Forum hier lässt zu Recht(!) keine Religionsthemen zu.

Wir können uns dem Thema nur anpassen. Das fängt mit Häusern an, die besser gegen zukünftige Stürme gesichert sind und hört mit Bildung auf.

Wer aber augrund der Lage auf diesem Planeten nicht sieht, wo wenn überhaupt nur unsere Zukunft liegen kann, der sollte schleunigst nachdenken.
Wir können nur ins Weltall ausweichen, weil wir nunmal nur eine Erde haben. Die Spezies Mensch werden wir aber auf absehbare Zeit nicht ändern können und darum müssen wir, wenn wir unsere Lebensform und Wissen für Mio. von Jahren konservieren wollen, uns nach Alternativen umschauen.
Den Kopf in den Sand zu stecken udn darauf warten, dass irgendwann der große Mumpitz vom Himmel herunter steigt ist was für geistig Unterbelichtete, aber nicht für Menschen die etwas bewegen wollen.

Die Frage lautet also,"gibt es genug vernünftige Menschen, die an einer Fortführung der Menschheit interessiert sind, bzw die Tragweite unseres Tuns erkennen?"

Wir müssen Ausweichmöglichkeiten erschliessen und das wird uns auch gelingen.

Denn wenn wir in einer Sache schon immer gut waren, dann in der Anpassung. :wink:
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von seeker » 15. Jan 2015, 14:03

Es ist sehr wahrscheinlich, dass keine der genannten Bedrohungen innerhalb der -sagen wir mal- nächsten 100-1000 Jahre zur Auslöschung der Menschheit oder zum völligen Untergang der Zivilisationen führen wird.

Wir in der westlichen Welt leben heute in einem Geist, der längst verlernt hat das zu schätzen was mit viel Schweiß und Blut von unseren Vorfahren erreicht wurde und der sich gleichzeitig dennoch diffus davor fürchtet eben dieses zu verlieren.
Unser Blickwinkel ist heute allzuoft viel zu sehr auf das Negative ausgerichtet, auf die Angst statt auf die Freude am Erreichten.
Diese unsere Geisteshaltung entbehrt nicht einer gewissen neurotischen Schizophrenie.

Es werden absehbar wahrscheinlich irgendwann schlechtere Zeiten kommen, ja.
Aber: Wir werden bezahlen was zu bezahlen ist, wenn wir müssen. Wir werden uns anpassen und wir werden überleben und retten, was zu retten ist und dann wieder aufbauen. Das tun wir immer und haben wir schon immer getan.

Energie kann dezentral und überall in genügender Menge aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden. Wenn man Energie hat, kann man damit z.B. sauberes Wasser gewinnen, kommt alles andere von alleine.

Nein, es stimmt nicht, dass wir zur Stromerzeugung die nächsten 100 Jahre auf Kohle, Öl, Atomkraft, usw. nicht verzichten können. Das ist Propaganda der bekannten Spieler in diesem Spiel. Tatsächlich könnte man in nur 20-40 Jahren zu 80-100% auf erneuerbare umsteigen - praktisch ohne Mehrkosten beim Strompreis und mit erheblichen Einsparungen bei langfristigen Kostenrechnungen, die auch die Folgekosten einer Technologie einrechnen, z.B. Umweltauswirkungen, etc.

Die Umstellung der derzeitigen zentralen Energieversorgung durch wenige Konzern-Großkraftwerke und aus nicht-nachwachsenden Quellen zu einer nachhaltigen dezentralen Energieversorgung (durch eine Vielzahl aus kleinen und kleinsten Energiegewinnungsanlagen, überall verteilt - auch in Zentralafrika, im Hinterland von Kambodscha, usw. - und in den Händen der kleinen Leute) aus Sonne, Wind, usw. wird die nächste Revolution sein, die vieles verändern wird.

Überbevölkerung kann mit Geburtenkontrolle begegnet werden - oder besser noch mit Wohlstand, wie man auch an unserem Beispiel sieht: wohlhabende Länder haben kein Bevölkerungsexplosionsproblem.
In Wahrheit haben wir kein Nahrungsproblem, Klimaproblem, Wasserproblem usw. sondern ein Systemproblem und ein Verteilungsproblem und ein Organisationsproblem und ein Einigkeitsproblem und ein Problem mit langfristigem Denken, besonders auf globaler Ebene.

Diese Probleme lassen sich daher alle lösen, weil sie hausgemacht sind - und wir werden sie lösen, dann wenn wir müssen, dann wenn wir mit dem Rücken an der Wand stehen. Leider nicht viel früher. So ist er halt, der Mensch... aber immerhin.

Grüße
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Stephen » 15. Jan 2015, 17:57

Die Schwarzmalerei kam eigentlich von den Wissenschaftlern, ich habe sie lediglich zitiert ;)

Trotzdem sehe auch ich gravierende Probleme. Wenn wir schon über "Totschlagargumente" diskutieren, sollten wir ein ganz wichtiges nicht vergessen: Die Atomwaffenmächte Russland, USA, Frankreich, China, UK, Pakistan, Israel, Indien und Nordkorea verfügen zusammen über mehr als 22.000 Atomsprengköpfe. Die sind um einiges "effektiver", als die beiden Bomben, die 1945 über Japan abgeworfen wurden. Mit diesem Arsenal könnten wir uns ganz bequem mehrfach selber in die Luft sprengen - und so eine Situation gab es noch nie in den letzten 200.000 Jahren der Menschheitsgeschichte.

Ich bin fast schon verwundert, dass - und das meine ich jetzt nicht zynisch wegen der letzten Anschläge in Paris - alles noch so friedlich abläuft. Um Trinkwasser zu vergiften, Computersysteme lahm zu legen oder Züge entgleisen zu lassen - dazu muss man sicherlich nicht studiert haben.. Mit anderen Worten: ich habe ein sehr schlechtes Gefühl bzgl. unserer Zukunft.

Wir sind heute an einem Punkt angekommen, wo es ohne Strom, Computer, Handys, Vernetzung usw. zu einem Chaos kommen würde....

Nicht zu vergessen: Leute wie Kim Jong, aufgeblasener Staatschef von Nordkorea, der laut Spiegel 12/2014 bereits zwei bis drei Dutzend Atomsprengköpfe besitzen soll; damit könnte er noch mehr Unheil anrichten als der größte Verbrecher des 20. Jahrhunderts, der aus Braunau am Inn...

Auf Cobaltbomben oder auch sogenannte "dirty bombs" will ich nur verweisen: http://de.wikipedia.org/wiki/Kernwaffentechnik
Falls diese Spekulationen stimmen und diese Waffen zum Einsatz kommen sollten, dann "Gute Nacht, Marie" - ein über Zehntausende von Jahren kontaminiertes Gebiet erholt sich so schnell nicht wieder...

Gruß
Steffen
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Frank » 16. Jan 2015, 11:20

Als Erstes muss man mal festhalten das Wissenschaftler auch nur Menschen sind und das erfolgreiche abschliessen eines Hochschulstudiums sagt bei weitem noch noch nicht aus, ob die betreffende Person nicht ansonsten völlig weltfremd ist.
Auch teile ich Seekers Ansicht nicht, dass alles machbar und lösbar wäre. Das sind Vorstellungen eines christlich abenländischen Weltbildes, gewürzt mit einer Prise Star Trek und Marxismus.

Wir Menschen sind Teil einer hochgradig perversen Natur , die nicht im entferntesten daran interessiert ist, irgend etwas gerecht abgehen zu lassen. Es hat sich in der Geschichte des Planeten schon immer das durchgesetzt, was am Ende erfolgreicher war. Ob das dann auch gerechter war, ein Schelm der böses dabei denkt......
Auch ist die Aussage,dass ein Asteroid,ein Supervulkan,oder sonst eine Megakatastrophe in den nächsten 100-1000 Jahren nicht eintritt, als sehr gewagt. Man denke nur an den Tsunami von von 2004 und das ist im Vergleich zu einem Supervulkanausbruch ein Nadelstich.
Das soll auch jetzt nicht ein Vergleichsstreit über die vernichtesten Waffen, den größten Supergau , oder die größte Naturkatastrophe werden .
Es soll nur zeigen das wir ständig auf einem Pulverfass leben. Ob nun der Einsatz von A-B-C Waffen wahrscheinlicher ist, als die Naturkatastrophe vermag ich nicht zu beurteilen.
Allerdings ist die Annahme, wir könnten zuerst alle Probleme auf der Erde lösen,so wie :"erst streichen wir das Haus von Innen und dann widmen wir uns Aussen", ist genauso linker Mainstream, wie dieser "gerechte" Umverteilungsquatsch.
Nicht das ich diesen hochgerechten /hochedlen Motiven abgeneigt wäre,aber mit der Realität haben sie eben gar nichts zu tun. Das 80 % der Menschheit nicht über die nötige Bildung und den daraus resultierenden Weitblick haben, die wir in unserem reichen Land geniesen durften, wird von solchen Menschen immer ausgeblendet.
Man muss sich nur die Entwicklungshilfe und deren (Jahrzehnte lange)Geschichte in Afrika anschauen. Natürlich gibt es immer etwas, was erfolgreich ist auf kleinem Raum, aber die Menschheit ist von einer Gesellschaft ala Star Trek noch weiter entfernt, als die Erde von der Sonne.Ob sie jemals dazu fähig sein wird bezweifle ich. Allerdings nicht weil ich an die Menschheit nicht glaube, sondern weil sie dazu biologisch gar nicht in der Lage ist.
Gerade darum kann unsere Zukunft nur darin liegen uns Rohstoffe im Sonnensystem zu suchen,vieleicht den Mars bewohnbar zu machen, oder eben auszuweichen wo es nur geht.
Wenn wir darauf warten wollen bis der letzte den Müll trennt und kapiert hat das er den Regenwald nicht abholzen darf, ist es für unsere Lebensgrundlage zu spät.
Solange Weltreligionen verbreiten , "seit fruchtbar und mehret euch"und ansonsten so gut wie in jeder Mythologie der Kinderreichtum als Segen angebetet wird, geht das mit der Bevölkerungsexplosion so weiter.
Da wie in meinem ersten Post erwähnt, die Medizin immer mehr Menschen retten kann, die Spezies Homo Sapiens Sapiens immer länger lebt, es keine natürlichen Feinde für uns mehr gibt, Völkerkriege und Massensterben durch Terroranschläge ersetzt wurden, ist es nur eine Frage der Zeit wann dieser Planet aus seinen Nähten platzt.

Und dazu braucht es kein Mathematikstudium..........
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von seeker » 16. Jan 2015, 13:56

Wenn es "nur" darum geht eine globalen Kollaps zu verursachen, dann gibt da da einige Bedrohungszenarien, ja.
Wenn es aber darum geht die Menschheit oder gar das Leben auf der Erde komplett und nachhaltig auszulöschen, dann sieht die Sache etwas anders aus.
Stephen hat geschrieben:Die Atomwaffenmächte Russland, USA, Frankreich, China, UK, Pakistan, Israel, Indien und Nordkorea verfügen zusammen über mehr als 22.000 Atomsprengköpfe. Die sind um einiges "effektiver", als die beiden Bomben, die 1945 über Japan abgeworfen wurden. Mit diesem Arsenal könnten wir uns ganz bequem mehrfach selber in die Luft sprengen - und so eine Situation gab es noch nie in den letzten 200.000 Jahren der Menschheitsgeschichte.
Richtig. Dennoch bin ich fast geneigt zu glauben, dass selbst ein massiver Atomkrieg nicht zur kompletten Auslöschung der Menschheit führen würde.
Es gibt immer irgendwelche abgelege Gebiete, Länder, Kontinente, Inseln, die weniger betroffen wären.
Es ist unwahrscheinlich, dass alle Waffen abgefeuert werden können und dass alle ihr Ziel finden/nicht vorher abgeschossen werden und dass keine Blindgänger dabei sind.
Allein in Thernobyl wurde eine Radioaktivität freigesetzt, die dem 200-fachen der A-Bomben auf Hiroshima und Nagasaki zusammen entspricht.
Es wurden bisher 2053 Atombombenversuche durchgeführt, davon einige hundert oberirdisch. Die Welt ist davon nicht untergegangen.
Auch in Tschernobyl, in den "Todeszonen" ist nicht etwa leere Wüste, sondern ein grünes Feld mit vielen Pflanzen und Tieren.
Klar, wenn du verstrahlt wirst, dann wird deine Lebenserwartung von vielleicht 70-90 Jahren auf vielleicht 20-40 Jahre sinken. Das reicht aber evtl. noch zur Fortpflanzung.
Die größte Gefahr wird hier wohl eher sein, dass eine Spezies steril wird, keine fortpflanzungsfähige Nachkommen mehr produzieren kann.
Dennoch: Es gibt Mittel und Wege und es gibt immer Individuen, die resistenter sind als andere -> evolutionäre Anpassung.
Von daher scheint es mir nicht ganz klar, ob ein Atomkrieg zwangsläufig zu unserer Auslöschung führen würde. Mit der Zivilisation "as we know it" wärs allerdings sicherlich vorbei.
Stephen hat geschrieben:Ich bin fast schon verwundert, dass - und das meine ich jetzt nicht zynisch wegen der letzten Anschläge in Paris - alles noch so friedlich abläuft. Um Trinkwasser zu vergiften, Computersysteme lahm zu legen oder Züge entgleisen zu lassen - dazu muss man sicherlich nicht studiert haben.. Mit anderen Worten: ich habe ein sehr schlechtes Gefühl bzgl. unserer Zukunft.
Auch hier haben wir eine bestimmte Brille aufgesetzt bekommen, mit der wir die Welt betrachten.
Wie ist es denn in absoluten Zahlen?
Wie viele Menschen sterben jährlich z.B. durch Unfälle? Wie viele sterben derzeit in Deutschland jährlich durch Terrorangriffe??
Warum ängstigen wir uns dann eigentlich so vor Terroristen statt z.B. vor Unfällen, die selbst wenn sie über 1.000 Leute jährlich umbringen würden, gegen die Zahlen bei Unfällen (z.B. im Straßenverkehr, bei OPs im Krankenhaus, usw.), Krankheiten, usw. kaum ins Gewicht fallen würden? Warum kommt in der Tagesschau nicht täglich: "Heute sind wieder 15 Menschen bei Autounfällen gestorben, das macht für die diesjährige Jahresbilanz nun schon xxx Leute. In Krankenhäusern gab es diese Woche 89 Todesfälle durch Kunstfehler. An Infektionskrankheiten wie Grippe sind heute 589 Menschen verstorben..."

D.h.: Wenn wir nur cool genug wären, könnten uns die Terroristen nichts anhaben. Deren Stategie beruht ja eben nicht darauf uns auszulöschen oder dergleichen (das können sie nicht), sondern durch "Nadelstiche" Angst und Unsicherheitsempfinden zu verbreiten und so eine Gesellschaft zu destabilisieren bzw. in ihrem Sinne zu verändern: Terrorismus ist psychologische Kriegsführung!
Frank hat geschrieben:Es hat sich in der Geschichte des Planeten schon immer das durchgesetzt, was am Ende erfolgreicher war.
Richtig. Das nennt man Evolution. Interessanterweise scheint die kulturelle Evolution aber derzeit eine freiheitliche Gesellschaft zu bevorzugen, weil diese derzeit erfolgreicher zu sein scheint. Das hängt damit zusammen, dass der Mensch bei all seiner Agression und seinem Egoismus gleichzeitig auch eine zutiefst soziale Ader hat: Menschen haben einen sehr sehr starken Trieb, der sie dazu drängt zusammenzuarbeiten und sich umeinander zu kümmern, ganz besonders in kleineren Gruppen, aber auch darüber hinaus. Spiegelneuronen und ihre Folgen...
Frank hat geschrieben:Auch ist die Aussage,dass ein Asteroid,ein Supervulkan,oder sonst eine Megakatastrophe in den nächsten 100-1000 Jahren nicht eintritt, als sehr gewagt.
Ausschließen kann man das nicht. Aber es ist nicht gewagt sich bei Betrachtung der Wahrscheinlichkeiten zu entspannen: Davor sollte man sich wirklich nicht zuallererst fürchten. Eher sollte man da beim Autofahren Angst haben - das wäre sehr viel realistischer/objektiver. Das sind wirkliche Gefahren.

Wir müssen wie gesagt aufpassen:
Wir schätzen objektiv gegebene Gefahren subjektiv in sehr vielen Fällen völlig falsch ein. Die Medien tragen durch die Auswahl ihrer Berichterstattungs-Themen dazu einen beträchtlichen Anteil bei...
Frank hat geschrieben:Gerade darum kann unsere Zukunft nur darin liegen uns Rohstoffe im Sonnensystem zu suchen,vieleicht den Mars bewohnbar zu machen, oder eben auszuweichen wo es nur geht.
Wir sollten das tun, jedoch besteht kein Grund zur Eile. Es reicht, wenn wir das Schritt für Schritt die nächsten paar 100 Jahre angehen, was ja auch schon am Laufen ist.

Man muss auch noch eines bedenken:
Egal wo wir hingehen, wir nehmen uns selbst dabei mit, incl. unserer Geisteshaltung, incl. unserer Probleme.
D.h.: Wir müssen vor allen Dingen danach trachten uns geistig/kulturell weiterzuentwickeln - das ist das A und O der ganzen Geschichte.

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Frank » 16. Jan 2015, 16:14

seeker hat geschrieben:Wenn es "nur" darum geht eine globalen Kollaps zu verursachen, dann gibt da da einige Bedrohungszenarien, ja.
Wenn es aber darum geht die Menschheit oder gar das Leben auf der Erde komplett und nachhaltig auszulöschen, dann sieht die Sache etwas anders aus.
Stephen hat geschrieben:Die Atomwaffenmächte Russland, USA, Frankreich, China, UK, Pakistan, Israel, Indien und Nordkorea verfügen zusammen über mehr als 22.000 Atomsprengköpfe. Die sind um einiges "effektiver", als die beiden Bomben, die 1945 über Japan abgeworfen wurden. Mit diesem Arsenal könnten wir uns ganz bequem mehrfach selber in die Luft sprengen - und so eine Situation gab es noch nie in den letzten 200.000 Jahren der Menschheitsgeschichte.
Richtig. Dennoch bin ich fast geneigt zu glauben, dass selbst ein massiver Atomkrieg nicht zur kompletten Auslöschung der Menschheit führen würde.
Es gibt immer irgendwelche abgelege Gebiete, Länder, Kontinente, Inseln, die weniger betroffen wären.
Es ist unwahrscheinlich, dass alle Waffen abgefeuert werden können und dass alle ihr Ziel finden/nicht vorher abgeschossen werden und dass keine Blindgänger dabei sind.
Allein in Thernobyl wurde eine Radioaktivität freigesetzt, die dem 200-fachen der A-Bomben auf Hiroshima und Nagasaki zusammen entspricht.
Es wurden bisher 2053 Atombombenversuche durchgeführt, davon einige hundert oberirdisch. Die Welt ist davon nicht untergegangen.
Auch in Tschernobyl, in den "Todeszonen" ist nicht etwa leere Wüste, sondern ein grünes Feld mit vielen Pflanzen und Tieren.
Klar, wenn du verstrahlt wirst, dann wird deine Lebenserwartung von vielleicht 70-90 Jahren auf vielleicht 20-40 Jahre sinken. Das reicht aber evtl. noch zur Fortpflanzung.
Die größte Gefahr wird hier wohl eher sein, dass eine Spezies steril wird, keine fortpflanzungsfähige Nachkommen mehr produzieren kann.
Dennoch: Es gibt Mittel und Wege und es gibt immer Individuen, die resistenter sind als andere -> evolutionäre Anpassung.
Von daher scheint es mir nicht ganz klar, ob ein Atomkrieg zwangsläufig zu unserer Auslöschung führen würde. Mit der Zivilisation "as we know it" wärs allerdings sicherlich vorbei.
Stephen hat geschrieben:Ich bin fast schon verwundert, dass - und das meine ich jetzt nicht zynisch wegen der letzten Anschläge in Paris - alles noch so friedlich abläuft. Um Trinkwasser zu vergiften, Computersysteme lahm zu legen oder Züge entgleisen zu lassen - dazu muss man sicherlich nicht studiert haben.. Mit anderen Worten: ich habe ein sehr schlechtes Gefühl bzgl. unserer Zukunft.
Auch hier haben wir eine bestimmte Brille aufgesetzt bekommen, mit der wir die Welt betrachten.
Wie ist es denn in absoluten Zahlen?
Wie viele Menschen sterben jährlich z.B. durch Unfälle? Wie viele sterben derzeit in Deutschland jährlich durch Terrorangriffe??
Warum ängstigen wir uns dann eigentlich so vor Terroristen statt z.B. vor Unfällen, die selbst wenn sie über 1.000 Leute jährlich umbringen würden, gegen die Zahlen bei Unfällen (z.B. im Straßenverkehr, bei OPs im Krankenhaus, usw.), Krankheiten, usw. kaum ins Gewicht fallen würden? Warum kommt in der Tagesschau nicht täglich: "Heute sind wieder 15 Menschen bei Autounfällen gestorben, das macht für die diesjährige Jahresbilanz nun schon xxx Leute. In Krankenhäusern gab es diese Woche 89 Todesfälle durch Kunstfehler. An Infektionskrankheiten wie Grippe sind heute 589 Menschen verstorben..."

D.h.: Wenn wir nur cool genug wären, könnten uns die Terroristen nichts anhaben. Deren Stategie beruht ja eben nicht darauf uns auszulöschen oder dergleichen (das können sie nicht), sondern durch "Nadelstiche" Angst und Unsicherheitsempfinden zu verbreiten und so eine Gesellschaft zu destabilisieren bzw. in ihrem Sinne zu verändern: Terrorismus ist psychologische Kriegsführung!
Frank hat geschrieben:Es hat sich in der Geschichte des Planeten schon immer das durchgesetzt, was am Ende erfolgreicher war.
Richtig. Das nennt man Evolution. Interessanterweise scheint die kulturelle Evolution aber derzeit eine freiheitliche Gesellschaft zu bevorzugen, weil diese derzeit erfolgreicher zu sein scheint. Das hängt damit zusammen, dass der Mensch bei all seiner Agression und seinem Egoismus gleichzeitig auch eine zutiefst soziale Ader hat: Menschen haben einen sehr sehr starken Trieb, der sie dazu drängt zusammenzuarbeiten und sich umeinander zu kümmern, ganz besonders in kleineren Gruppen, aber auch darüber hinaus. Spiegelneuronen und ihre Folgen...
Frank hat geschrieben:Auch ist die Aussage,dass ein Asteroid,ein Supervulkan,oder sonst eine Megakatastrophe in den nächsten 100-1000 Jahren nicht eintritt, als sehr gewagt.
Ausschließen kann man das nicht. Aber es ist nicht gewagt sich bei Betrachtung der Wahrscheinlichkeiten zu entspannen: Davor sollte man sich wirklich nicht zuallererst fürchten. Eher sollte man da beim Autofahren Angst haben - das wäre sehr viel realistischer/objektiver. Das sind wirkliche Gefahren.

Wir müssen wie gesagt aufpassen:
Wir schätzen objektiv gegebene Gefahren subjektiv in sehr vielen Fällen völlig falsch ein. Die Medien tragen durch die Auswahl ihrer Berichterstattungs-Themen dazu einen beträchtlichen Anteil bei...
Frank hat geschrieben:Gerade darum kann unsere Zukunft nur darin liegen uns Rohstoffe im Sonnensystem zu suchen,vieleicht den Mars bewohnbar zu machen, oder eben auszuweichen wo es nur geht.
Wir sollten das tun, jedoch besteht kein Grund zur Eile. Es reicht, wenn wir das Schritt für Schritt die nächsten paar 100 Jahre angehen, was ja auch schon am Laufen ist.

Man muss auch noch eines bedenken:
Egal wo wir hingehen, wir nehmen uns selbst dabei mit, incl. unserer Geisteshaltung, incl. unserer Probleme.
D.h.: Wir müssen vor allen Dingen danach trachten uns geistig/kulturell weiterzuentwickeln - das ist das A und O der ganzen Geschichte.

Grüße
seeker

Ich glaube das ich mich mit Schäden und Gefahren einschätzen ganz gut auskenne, da ich das Hauptberuflich mache. :wink:

Zuerst mal ist es klar das die Gefahr an Ärztepfusch, Krankheiten , oder im Strassenverkehr zu sterben wesentlich höher ist, als bei einem Terroranschlag. Allein in Deutschland sterben jährlich 15.000 Menschen an Ärztepfusch. Das muss ein Terrorist lang dafür stricken......
Das ist ja auch immer Nährboden für Kabarettisten. ´leider aber nicht zu Ende gedacht.
Krankheit, Strassenverkehr und Pfusch sind ja nicht vorsätzlich(oder in den wenigsten Fällen), aber Terrorismus ist Vorsatz. Das ist die Angst, die die Menschen haben.

Außerdem heisst das Thema des Threads, "Die Zukunft "der Menschheit. (Du beschreibst aber nur kurze,teilweise regionale Szenarien.)Da sollte man schon an globale Ausmasse denken.
Die Aussage von mir ist ja auch nur,immer mehr Menschen,leben immer länger, verbrauchen immer mehr Ressourcen und das immer schneller.(Sei froh das der größte Teil der Menschheit immer noch auf Tieren reitet und nicht Benzin will :wink: )
Und nein, wir haben keine große Zeit mehr, denn die ganzen Begehrlichkeiten mulziplizieren sich.
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von seeker » 16. Jan 2015, 17:14

Frank hat geschrieben:Ich glaube das ich mich mit Schäden und Gefahren einschätzen ganz gut auskenne, da ich das Hauptberuflich mache.
Das ist prima. Dann kennst du dich ja aus.
Frank hat geschrieben:Zuerst mal ist es klar das die Gefahr an Ärztepfusch, Krankheiten , oder im Strassenverkehr zu sterben wesentlich höher ist, als bei einem Terroranschlag. Allein in Deutschland sterben jährlich 15.000 Menschen an Ärztepfusch. Das muss ein Terrorist lang dafür stricken......
Das ist ja auch immer Nährboden für Kabarettisten. ´leider aber nicht zu Ende gedacht.
Krankheit, Strassenverkehr und Pfusch sind ja nicht vorsätzlich(oder in den wenigsten Fällen), aber Terrorismus ist Vorsatz. Das ist die Angst, die die Menschen haben.
Das ist schon klar und genau davon habe ich es. Ich frage: Warum soll ich eigentlich vor einem vorsätzlichen Ereignis mehr Angst haben als vor einem nicht-vorsätzlichen? Ist das logisch??
Tot ist tot, egal warum. Entscheidend sind die Wahrscheinlichkeiten, wenn man die Dinge objektiv betrachtet. Und eine objektive Einschätzung der Dinge ist immer besser als eine subjektiv-wirklichkeitsfremde.
Frank hat geschrieben:Die Aussage von mir ist ja auch nur,immer mehr Menschen,leben immer länger, verbrauchen immer mehr Ressourcen und das immer schneller.(Sei froh das der größte Teil der Menschheit immer noch auf Tieren reitet und nicht Benzin will :wink: )
... und das wird zu einem Kollaps führen. Und vor diesem Kollaps wirst du den Mars nicht mehr besiedeln können, keine Chance, die Zeit dafür wird nicht mehr ausreichen!
Außerdem: Was nützt uns der Mars, wenn wir uns dort genauso die Köpfe einschlagen? Deshalb sage ich, dass es das Wichtigste ist, dass wir uns geistig/zivilisatorisch/gesellschaftlich weiterentwickeln - alles andere löst sich dann wie von selbst bzw. würde erst unter dieser Voraussetzung wirklich machbar.

Aber denke doch einmal auch noch weiter: Was kommt danach, nochmal 100 Jahre (oder mehr) später (nach einem baldigen Kollaps)? Das ist entscheidend!

Grüße
seeker
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Stephen » 16. Jan 2015, 17:27

Die Zukunft der Menschheit wird auf dem Planeten Erde enden. Ich bin Fan von Star Trek und Star Wars, aber ich glaube nicht wirklich an Beamen, Warp-Antrieb oder Holo-Decks.

Terraforming: Um unseren Mond (7% der Erdoberfläche) bewohnbar zu machen, braucht man etwa 15 Billiarden Tonnen Wasser, Sauerstoff, Stickstoff und Methan und/oder Kohlendioxid. Und verdammt viel Zeit. Vermutlich länger, als es die Menschheit gibt. Da brauchen wir über den Mars eigentlich gar nicht mehr zu reden...
Weltweit gibt es ca. 2,2 Millionen Starts und Landungen von Flugzeugen pro Jahr. Man kann sich also leicht ausrechnen, dass die erforderliche Menge noch nicht einmal auf der Erde transportiert worden ist...

Terrorismus: Unterschätzt diesen Faktor nicht! Wenn die falschen Leute an die richtigen Waffen kommen oder - noch schlimmer - sie selber produzieren können, dann wird das Leben auf diesem Planeten so unsicher wie noch nie in seiner Geschichte. Sollte es die von mir oben angesprochene Cobalt-Bombe wirklich geben (selbst Experten sind sich da unsicher, obwohl die Konstruktion/Arbeitsweise im Groben bekannt ist), könnte man damit eine große Metropole komplett auslöschen und für tausende von Jahren unbewohnbar machen.

Infrastruktur: wir glauben immer, dass wir in einer modernen, sicheren Welt leben; es gibt komplexe Ampelanlagen, es gibt Internet, man kann bargeldlos bezahlen , seinen Haushalt in Deutschland von Ibiza aus steuern ... und, und, und. Auf den zweiten Blick sieht man dann aber, dass wir uns immer mehr von der Technik abhängig machen; man muss nur den Strom ausschalten und alles bricht zusammen...

Raumfahrt: darüber brauche ich euch nichts zu erzählen, bis auf einige unbemannte Expeditionen zum Mars ist sie praktisch zum Erliegen gekommen. Unsere Antriebstechniken sind nicht wesentlich besser geworden als sie vor 45 Jahren waren.

Schutz vor Meteoriten: da tut sich wegen Geldmangels auch nicht viel. Auf dem Papier sind angeblich einige Projekte vorhanden. Von der Umsetzung von Theorie in Praxis ist man aber noch weit entfernt.

Gruß
Steffen
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Frank » 19. Jan 2015, 10:36

seeker hat geschrieben:Das ist schon klar und genau davon habe ich es. Ich frage: Warum soll ich eigentlich vor einem vorsätzlichen Ereignis mehr Angst haben als vor einem nicht-vorsätzlichen? Ist das logisch??
Tot ist tot, egal warum. Entscheidend sind die Wahrscheinlichkeiten, wenn man die Dinge objektiv betrachtet. Und eine objektive Einschätzung der Dinge ist immer besser als eine subjektiv-wirklichkeitsfremde.

... und das wird zu einem Kollaps führen. Und vor diesem Kollaps wirst du den Mars nicht mehr besiedeln können, keine Chance, die Zeit dafür wird nicht mehr ausreichen!
Außerdem: Was nützt uns der Mars, wenn wir uns dort genauso die Köpfe einschlagen? Deshalb sage ich, dass es das Wichtigste ist, dass wir uns geistig/zivilisatorisch/gesellschaftlich weiterentwickeln - alles andere löst sich dann wie von selbst bzw. würde erst unter dieser Voraussetzung wirklich machbar.

Aber denke doch einmal auch noch weiter: Was kommt danach, nochmal 100 Jahre (oder mehr) später (nach einem baldigen Kollaps)? Das ist entscheidend!

Grüße
seeker
Erstmal muss man anmerken das es auf keinen Fall unlogisch ist, vor einem vorsätzlichen Tun mehr Angst zu haben, als vor einer Sache die passieren kann.
Mit der gleichen Argumentation könnte man sagen(und Raucher reden es sich auch so schön), "Leute raucht alle, ob ihr mir Rauchen Lungenkrebs bekommt, oder ohne, ist doch egal. "(warum sollte man mit Rauchen mehr Angst haben?Schlieslich sterben auch viele Menschen an Lungenkrebs ,die noch nie geraucht haben.)

Béi deinem zweiten Absatz bin ich dann doch eher für etwas mehr Entspanntheit, denn ganz so schnell wird dieser Kollaps dann doch nicht kommen. Uns hat man in den 80er Jahren schon erzählt , dass wir bis 2010 schon über 10 Milliarden Menschen zählen würden. 2015 kratzen wir gerade mal an den 7 Milliarden.
Es ist genug Zeit, wenn man endlich mal seine Ressourcen bündelt und sich nach Rohstoffen umschaut. Asteroiden sind nicht sooo weit weg und Mond/Mars wären auch erreichbar. (Zumal der Mond Erdmantelgestein ist und somit doch einige uns bekannte Erze haben sollte)
Die Gesellschaft wird sich mit diesen neuen Aufgaben auch weiter entwickeln.(siehe Mondlandung und den unglaublichen Schub in Sachen Umweltschutz und Friedensbewegung)
Dazu bedarf es aber Taten und kein Marathongelaber in Talkshows , oder Weltver(schlimm)besserungsthesen von Salonintelektuellen .
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Frank » 19. Jan 2015, 11:01

Stephen hat geschrieben:Die Zukunft der Menschheit wird auf dem Planeten Erde enden. Ich bin Fan von Star Trek und Star Wars, aber ich glaube nicht wirklich an Beamen, Warp-Antrieb oder Holo-Decks.

Terraforming: Um unseren Mond (7% der Erdoberfläche) bewohnbar zu machen, braucht man etwa 15 Billiarden Tonnen Wasser, Sauerstoff, Stickstoff und Methan und/oder Kohlendioxid. Und verdammt viel Zeit. Vermutlich länger, als es die Menschheit gibt. Da brauchen wir über den Mars eigentlich gar nicht mehr zu reden...
Weltweit gibt es ca. 2,2 Millionen Starts und Landungen von Flugzeugen pro Jahr. Man kann sich also leicht ausrechnen, dass die erforderliche Menge noch nicht einmal auf der Erde transportiert worden ist...



Gruß
Steffen
Terraforming auf dem Mond kannst du getrost vergessen, da der Mond noch wegend er geringeren Schwerkraft(1/6 der Erde) keien Atmosphäre , gescheige denn flüssiges Wasser halten könnte. Der Mars konnte höchstwahrscheinlich nur in einer vulkanisch sehr aktiven Zeit eine nennenswerte Atmosphäre vorweisen und er hat immerhin die doppelte Schwerkraft als der Mond.
Der Mond (genau wie der Mars)hat bewiesen Wasservorkommen unter der Oberfläche. Wenn überhaupt , dann muss man das nutzen was vorrätig ist.

Terraforming auf dem Mond............. wer kommt den auf sowas?
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von seeker » 19. Jan 2015, 13:47

Frank hat geschrieben:Erstmal muss man anmerken das es auf keinen Fall unlogisch ist, vor einem vorsätzlichen Tun mehr Angst zu haben, als vor einer Sache die passieren kann.
Mit der gleichen Argumentation könnte man sagen(und Raucher reden es sich auch so schön), "Leute raucht alle, ob ihr mir Rauchen Lungenkrebs bekommt, oder ohne, ist doch egal.
Das ist nicht die gleiche Argumentation.
Konkretes Beispiel, was ich meine: Warum sollte ich mehr Angst davor haben bei einem Raubüberfall zu sterben als bei einem Verkehrsunfall, wenn die Zahlen deutlich belegen, dass das Letztere mit höherer Wahrscheinlichkeit eintreten wird?
Frank hat geschrieben:Béi deinem zweiten Absatz bin ich dann doch eher für etwas mehr Entspanntheit, denn ganz so schnell wird dieser Kollaps dann doch nicht kommen. Uns hat man in den 80er Jahren schon erzählt , dass wir bis 2010 schon über 10 Milliarden Menschen zählen würden. 2015 kratzen wir gerade mal an den 7 Milliarden.
Es ist genug Zeit, wenn man endlich mal seine Ressourcen bündelt und sich nach Rohstoffen umschaut.
Ich rechne mit einem Kollaps oder zumindest mit einem -sagen wir mal- einschneidenden Umbruch noch in diesem Jahrhundert. Nach allem was ich weiß ist das sehr wahrscheinlich.
Die Frage ist da aus meiner Sicht nicht mehr ob das passiert, sondern wie schlimm es wird, wie die Welt danach wie lange aussehen wird und ob und wie schnell man danach wieder auf die Füße kommen wird.
Und ich glaube eben nicht, dass man es in diesem Jahrhundert (also davor) noch schaffen wird irgendeinen Himmelskörper ernsthaft zu besiedeln. Allenfalls bekommen wir ein paar vorbereitende, bemannte Missionen hin.
Was wir im Moment am dringendsten brauchen sind bessere Antriebe. Aber da ist man ja dran. Und sobald die Technik weit genug sein wird um gewinnbringenden Bergbau z.B. auf Asteroiden zu betreiben wird die ganze Sache wieder mehr Schub bekommen. Es will alles finanziert und gegeneinander abgewogen sein...
Frank hat geschrieben:Die Gesellschaft wird sich mit diesen neuen Aufgaben auch weiter entwickeln.(siehe Mondlandung und den unglaublichen Schub in Sachen Umweltschutz und Friedensbewegung)
Dazu bedarf es aber Taten und kein Marathongelaber in Talkshows , oder Weltver(schlimm)besserungsthesen von Salonintelektuellen .
Das sehe ich auch so. Hand in Hand geht das: Wir werden uns gesellschaftlich nur dann weiterentwickeln, wenn auch auf anderen Gebieten (z.B. Weltraumfahrt, Technologie, Wissenschaft,...) Fortschritte erzielt werden.

Den Mond terraformen zu wollen ist unsinnig. Eher ginge das vielleicht noch auf irgendwelchen Jupiter- oder Saturnmonden oder natürlich auf dem Mars.
Allerdings könnte man eines Tages eine Mondbasis bauen, ein Cape Canaveral auf dem Mond. Das hätte eben wegen der geringen Schwerkraft und der fehlenden Atmosphäre viele Vorteile für die Weltraumfahrt.

Grüße
seeker
Grüße
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Skeltek » 20. Jan 2015, 18:11

"Sich weiterentwickeln" zu wollen ist eine individuelle Entscheidung.
Man kann es dem Prozentsatz der Menschheit die das absolut nicht möchten höchstens mit Gewalt irgendeiner Form aufzwingen
(sei es nun Recht, Staatshochheit, Embargos, psychologische Kriegsführung(z.B. Medien), aktiver Entzug von Rohstoffen durch Handelsabkommen mit dort örtlichen egoistischen Organen oder sonstige territorialle Erpressung irgendeiner Form; zur Not auch Krieg),
wodurch das Problem des Egoismus aber nur auf später verschoben und nicht gelöst wird. Und unterdrückte Probleme wachsen bekannterweise in der Regel unbemerkt und unbekämpft.

Das Problem ist, dass einige wenige Individuen der Vergangenheit immer wieder wissenschaftliche Durchbrüche erzielt haben aber praktisch der Rest der Menscheit (99.9%) der Menschheit nur daran interessiert sind Profit oder Vorteil/Luxus daraus zu schlagen.
Hätte ich die Weltformel entdeckt, würde ich sie möglicherweise stillschweigend vernichten. Der Gedankengang war auch ein größerer Grund, weshalb ich mal eine Lebenskrise hatte und meine physikalische Laufbahn nicht weiterverfolgt habe. Wenn man mittelfristig denkt, ist eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere durchaus verlockend. Über das eigene Leben hinaus gedacht verliert das Arbeiten für einen großen Konzern (auch indirekt über Patentierung oder Arbeiten für eine Uni) irgendwie völlig seinen Sinn, da letztlich die falschen Menschen Kontrolle über Einsatzzweck der neuen Erkentnisse und Technologien haben.

Welcher halbwegs vernünftige Mensch wird ein mächtiges Werkzeug entwickeln, wenn er und seinesgleichen nur 1% der Menschheit ausmachen? Wären mindestens 95% der Menschen vernünftig und bereit große Entbehrungen und Verzicht auf egoistisch motivierten Vorteil an den Tag zu legen... dann wäre die Menschheit erst bereit sich solchen gefährlichen Technologien und Erforschung des Weltalls zu widmen.
Aber momentan ist die einzige Triebfeder unserer wirtschaftlichen Schaffenskraft das Herauspressen von Arbeitskraft indem "das durchschnittliche Volk" für seinen Luxus und Spaß arbeiten muss(ja, jeder braucht/will ein Auto bzw Hightech Handy).
Das Problem ist aber leider, dass Uneigennützigkeit einen Nachteil verschafft und diese Mentalität sich nicht durchsetzt. Umso kleiner der Anteil an Egoisten, desto größer die Chance, dass diese unbemerkt in wirtschaftliche Machtpositionen kommen!
Das Grundproblem ist nicht, dass es zu viele Egoisten gibt, sondern dass die Evolution immer wieder solche Individuen generiert. Egal wie klein der Anteil ist, die Gefahr einer später dadurch ausgelösten Apokalypse bleibt.

Möglicherweise ist die Kolonisierung des Mars und die direkt anschließende Vernichtung der Menschheit durch Apokalypse irgendeiner Form die einzige Möglichkeit, dass zumindest dort sich von Anfang an eine Gesellschaft entwickelt, welche durch und dort von Kooperation und Uneigennutz abhängig ist...
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Stephen » 21. Jan 2015, 09:48

Hallo zusammen,

ein weiterer Punkt, weshalb ich keine rosige Zukunft für die Menschheit sehe, ist – jaja, wieder ein Totschlagargument - die Ungerechtigkeit.

Über den Kapitalismus muss ich nicht viel sagen, da verdienen manche Leute in einer Stunde mehr als andere in einem ganzen Jahr.
Ungerechtigkeit pur.

Eine (wahre) Anekdote zum Sozialismus:
Nach Abbruch meines Studiums war ich als Schichtarbeiter in einem der größten Betriebe der DDR – VEB Mansfeld Kombinat „Wilhelm Pieck“– beschäftigt. Die Arbeitszeit wurde als „rollende Woche“ bezeichnet. 7 Tage Frühschicht, 2 Tage frei, 7 Tage Nachtschicht, 2 Tage frei, 7 Tage Mittagsschicht, 4 Tage frei.
Ich habe mich dumm und dämlich verdient, obgleich es wirklich oftmals nervte, drei von vier Wochenenden auf Arbeit zu verbringen anstatt in der Disco.
Nach meinem „Aufstieg“ zum Schichtleiter hatte ich etwa 20% Lohnverlust, später als Angestellter etwa 40%.
So funktioniert es auch nicht, es ist ungerecht, wenn Intelligenz bestraft wird.
Anmerkung: das änderte sich allerdings nach dem Anschluss an die BRD, ich hatte bestimmt das 3-fache in der Brieftasche. Darüber werden die „normalen Arbeiter“ natürlich empört gewesen sein...

Feudalismus: auch nur ein kurzer Kommentar, weil es dem Kapitalismus gleicht: wer am wenigsten arbeitet, verdient die meiste Kohle...
Auch ungerecht.

Kommunismus: es gab in den 60ger Jahren ein Experiment in einem sowjetischen Dorf, wo es Brot und Milch umsonst gab. Man konnte sich tatsächlich so viel nehmen, wie man wollte, ohne dafür zu bezahlen. Das Ende vom Lied: man hortete die Nahrungsmittel, verkaufte es in die Nachbardörfer oder verfütterte sie schließlich an das Vieh.
Klappt also auch nicht.

Wir haben noch kein System entwickelt, das allen gerecht wird – und das wird es auch nie geben!

Auch wenn es jetzt wirklich so richtig schön abgedroschen klingt: Frieden und Gerechtigkeit sind für mich die Hauptpfeiler einer höher entwickelten Rasse. Ein Wunder, dass wir überhaupt so lange überlebt haben :sp:

Gruß
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Skeltek » 21. Jan 2015, 14:29

Stephen hat geschrieben: Kommunismus: es gab in den 60ger Jahren ein Experiment in einem sowjetischen Dorf, wo es Brot und Milch umsonst gab. Man konnte sich tatsächlich so viel nehmen, wie man wollte, ohne dafür zu bezahlen. Das Ende vom Lied: man hortete die Nahrungsmittel, verkaufte es in die Nachbardörfer oder verfütterte sie schließlich an das Vieh.
Klappt also auch nicht.
Das war nicht gerade wissenschaftlich durchgeführt. Die Menschen haben das ganze auch als nicht dauerhaft durchführbar gehalten und deshalb das ganze sabotiert indem sie persönlichen Vorteil orientiert gehordet haben.
Das "was interessiert mich was ich damit anrichte" ist so schnell nicht aus den Köpfen raus zu bekommen. Im Grunde genommen bekommt man es gar nicht heraus, man kann höchstens versuchen zu verhindern dass es beim Nachwuchs rein kommt - wobei man allerdings nicht wissen kann, ob das wirklich erst anerzogen ist.

Das Experiment sollte zeigen ob die Menschen jeder für sich vernünftig sind, insofern war das Experiment ein voller Erfolg.

Krieg wird es immer geben, die ideale Form des Krieges ist wohl der ewige Kampf der Vernünftigen gegen die Unvernünftigen. Leider sind die Grüppchen nicht eingezäunt und zu gut durchmischt um es effektiv zu bekämpfen.
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Stephen » 21. Jan 2015, 15:45

Skeltek hat geschrieben:Das Experiment sollte zeigen ob die Menschen jeder für sich vernünftig sind, insofern war das Experiment ein voller Erfolg.
Ja - es hat eindeutig gezeigt, dass Menschen unvernünftig sind, wenn sie aus dem Vollem schöpfen können.

Die Sache mit den idealen (oder gerechten) Kriegen ist so eine Sache für sich: der Holocaust war ebenso ein Verbrechen wie die Eroberung Amerikas (z.B. durch Cortez), das Abschlachten der Indianer, die Kreuzfeldzüge im Namen der Kirche, das "bunte Treiben" von Dschingis Khan oder Alexander dem Großen...

Diese alle verwerflichen Taten werden sehr unterschiedlich von den Historikern behandelt oder beurteilt: Cortez gilt zum Beispiel als großer Eroberer und steht auf Denkmälern. Er war aber genauso grausam wie die Figuren, die ich eben aufgezählt habe, keinen Deut besser...

Gerechte und ungerechte Kriege gibt es für mich nicht, auch wenn Historiker da anderer Meinung sind...

Gruß
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Zuletzt geändert von Stephen am 22. Jan 2015, 15:17, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Frank » 22. Jan 2015, 15:06

Skeltek hat geschrieben:
Stephen hat geschrieben: Kommunismus: es gab in den 60ger Jahren ein Experiment in einem sowjetischen Dorf, wo es Brot und Milch umsonst gab. Man konnte sich tatsächlich so viel nehmen, wie man wollte, ohne dafür zu bezahlen. Das Ende vom Lied: man hortete die Nahrungsmittel, verkaufte es in die Nachbardörfer oder verfütterte sie schließlich an das Vieh.
Klappt also auch nicht.
Das war nicht gerade wissenschaftlich durchgeführt. Die Menschen haben das ganze auch als nicht dauerhaft durchführbar gehalten und deshalb das ganze sabotiert indem sie persönlichen Vorteil orientiert gehordet haben.
Das "was interessiert mich was ich damit anrichte" ist so schnell nicht aus den Köpfen raus zu bekommen. Im Grunde genommen bekommt man es gar nicht heraus, man kann höchstens versuchen zu verhindern dass es beim Nachwuchs rein kommt - wobei man allerdings nicht wissen kann, ob das wirklich erst anerzogen ist.

Das Experiment sollte zeigen ob die Menschen jeder für sich vernünftig sind, insofern war das Experiment ein voller Erfolg.

Krieg wird es immer geben, die ideale Form des Krieges ist wohl der ewige Kampf der Vernünftigen gegen die Unvernünftigen. Leider sind die Grüppchen nicht eingezäunt und zu gut durchmischt um es effektiv zu bekämpfen.
Du bestätigst ja im Grunde meine Annahmen.

Das mit dem freien Willen und der Erziehung , ist nach den neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaft nicht mehr klar, oder zumindest deutet vieles darauf hin das eben nicht viel übrig bleibt vom freien Willen.
Darum halte ich solche Star Trek Fanatsien für nicht durchführbar.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Siggi » 23. Jan 2015, 09:19

Hallo zusammen,

seht es doch mal real, ich weiss nicht, ob ich mich richtig ausdrücke, wir sind von allen möglichen Dingen bedroht und unsere Spezies ist doch nicht mehr oder weniger als ein Tier welches ausgerottet werden wird irgendwann in der Zukunft. Wir wollen es natürlich unhd denken über das Universum und über unseren Tod nach und was hinterher passiert.
Ich glaube nicht, dass wir zu einer unversellen Rasse mutieren werden, wir werden aussterben und unsere in Stein gemeisslten Monumente werden Auskunft über unser Schiksal und deren Existenz auskunft geben können, wobei man in Betrqacht ziehen sollte was sie uns miteilen wollten.
Wir selber werden in einer Sackgasse enden und wir werden nicht ewig existieren. Der Gedanke daran ist schon schauerlich genug.

lg

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Stephen » 24. Jan 2015, 11:56

Es ist fast schon paradox - wir können Lichtjahre weit in die Ferne sehen, kennen inzwischen wohl fast 1.000 Exo-Planeten, haben auf vielen Wissenschaftsgebieten (Informatik, Medizin, Genforschung) unglaublich rasant zugelegt. Aber wir sind noch nicht weiter als bis zum Mond (bemannt) gekommen, wir kennen ja noch nicht einmal unsere eigenen Ozeane vollständig. Richtig - Schwerlosigkeit und extreme Entfernungen auf der einen und extremer Druck auf der anderen Seite (um nur dreii Beispiele zu nennen) lassen sich nicht so einfach austricksen.

Ob so eine - in meinen Augen, also völlig subjektive Meinung - sehr ungleichmäßige Entwicklung normal ist, können wir leider nicht beantworten, da uns ein Vergleich fehlt - eben eine eventuell existierende andere Zivilisation. Vielleicht kennen die nicht mal Glas, können aber 10.000 Meter tief tauchen (Scherz ;) )

Noch eine kleine Anekdote (habe ich bestimmt schon einmal gepostet): Eine Dame aus dem horizontalen Gewerbe in St. Pauli wurde von einem Reporter gefragt, ob Berlin oder der Mond weiter weg von Hamburg wäre. Hat sie geantwortet: "Berlin ist weiter weg. Den Mond kann ich sehen, den Fernsehturm nicht!"

Tja, so kann man sich mit den Entfernungen täuschen...
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Skeltek » 24. Jan 2015, 13:45

Ihr müsst euch entscheiden. Wollt ihr Luxus oder Fortschritt?
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Stephen » 24. Jan 2015, 13:51

Skeltek hat geschrieben:Ihr müsst euch entscheiden. Wollt ihr Luxus oder Fortschritt?
Schwere Frage: "Den Unzufriedenen verdanken wir den Fortschritt, zufriedene Menschen wünschen keine Veränderung..."
Die Demokratie beruht auf drei Grundpfeilern: Der Freiheit der Gedanken, der Freiheit der Rede und der Klugheit, beides nicht zu gebrauchen.
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Siggi » 24. Jan 2015, 14:06

Nun ja,

ich kann nicht meine Finger von den Tasten lassen.
Ich will oder hätte gern Beides sprich Luxus und Stillstand um mich selber zu entwickeln zu können ohne äussere Einflüsse, aber dieses cwird wohl nichtn machbar sein oder Z.T. undenkbar.
Gut wir oder ich zumindest stehe am Rande der Erkenntnis und kann nichts weiter hinzufügen
Vlt. sollte ich mich mal selber etwas zurückschrauben, aber es wäre der falsche Weg um Erkenntnis und Entwicklung zu erfahren

Vlt. ist das Thema zu exotisch um weiter darüber nachzudenken.

lg

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Stephen » 24. Jan 2015, 14:45

Siggi hat geschrieben:Ich will oder hätte gern Beides sprich Luxus und Stillstand

Du meintest sicherlich Luxus und Fortschritt...
Siggi hat geschrieben:Vlt. ist das Thema zu exotisch um weiter darüber nachzudenken.
Exotisch - im Sinne von seltsam oder "fremdländisch" - ist diese Frage ganz sicher nicht. Aber mehr als eine Prognose abzugeben oder darüber eine subjektive eigene Meinung zu haben, das geht wohl tatsächlich nicht. Und meine ist, dass es uns Menschen in spätestens 500 Jahren nicht mehr gibt. Nicht mal das Wort "leider" würde ich hinzufügen, wir haben einfach viel zu viel verkehrt gemacht...
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Skeltek » 24. Jan 2015, 22:58

Stephen hat geschrieben:
Skeltek hat geschrieben:Ihr müsst euch entscheiden. Wollt ihr Luxus oder Fortschritt?
Schwere Frage: "Den Unzufriedenen verdanken wir den Fortschritt, zufriedene Menschen wünschen keine Veränderung..."
Ich würde eher sagen sie Unzufriedenen treiben die Wirtschaft voran, der Fortschritt fußt auf denen, die einfach nur Spaß an der Sache haben.
Konsumindustrie ist nicht zwangsläufig mit Fortschritt gleichzusetzen.
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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Ralph » 25. Jan 2015, 11:29

Die jetzige Lage auf unserem Planeten sieht tatsächlich nicht vielversprechend aus. Atomkriege (oder auch spaltbares Material in den Händen von Terroristen), Umweltkatastrophen und dergleichen haben das Potential, die Menschheit zu vernichten. Die Natur wird sich erholen, aber eventuell ohne den Menschen...

Leider stehen heute kurzsichtiges Denken, momentanes Wirtschaftswachstum, Profit und der eigene Geldbeutel immer noch im Vordergrund. Mit Klimaerwärmung, Umweltverschmutzung und Atommüll kann sich ja die nächste Generation auseinandersetzen!

Trotzdem wage ich die Aussage, wenn die Menschheit zu Vernunft kommt und die nächsten 100 Jahre überlebt, kann sie auch die nächsten 1000 Jahre überstehen und sich weiterentwickeln.

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Re: Künftige Entwicklung der Menschheit

Beitrag von Stephen » 25. Jan 2015, 12:38

Ralph hat geschrieben:Trotzdem wage ich die Aussage, wenn die Menschheit zu Vernunft kommt und die nächsten 100 Jahre überlebt, kann sie auch die nächsten 1000 Jahre überstehen und sich weiterentwickeln.
Wenn man sich die letzten 6.000 Jahre der Menschheitsgeschichte ansieht, ist diese Prognose tatsächlich sehr gewagt. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt (zahle freiwillig 5€ ins Phrasenschwein).
Wir brauchen eine Alternative in vielen Bereichen - Politik, Wirtschaft, Umweltbewusstsein, Bildung, Gesundheitswesen ...
Vieles ist leider nicht mehr rückgängig zu machen, da könnte man höchstens noch Schadensbegrenzung betreiben.
Und auf anderes können wir nicht mehr verzichten. C'est la vie...

Gruß
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