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Leben auf dem Mars

Entstehung und Entwicklung von Leben, Wahrscheinlichkeit für extraterrestrisches Leben
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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von gravi » 28. Sep 2015, 19:41

Dass es Wasser auf dem Mars gibt ist ja bekannt. Und dass im Marssommer die Temperaturen an der Oberfläche auch gerne mal Pluswerte annehmen ist ebenfalls bekannt.
Da könnte durchaus auch hin und wieder Wasser fließen. Mit einem Aber: Sollte Oberflächenwasser nicht längst verdunstet/sublimiert sein und ins All verschwunden?

Ja, hinfliegen und nachsehen ist die beste Lösung...

Gruß
gravi
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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von Frank » 28. Sep 2015, 20:14

Siggi hat geschrieben:
. In Ägypten war es meines Wissens nach nicht anders, da schaute nur die Spitze hervor und der Rest war unter dem Wüstensand vergraben bevor wir diese Dinge wieder ausgegraben haben.


lg

Siggi
What? :shock:
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von Frank » 28. Sep 2015, 20:25

Mit freundlichen Grüßen

Frank

Siggi

Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von Siggi » 28. Sep 2015, 20:48

Frank hat geschrieben:
Siggi hat geschrieben:
. In Ägypten war es meines Wissens nach nicht anders, da schaute nur die Spitze hervor und der Rest war unter dem Wüstensand vergraben bevor wir diese Dinge wieder ausgegraben haben.


lg

Siggi
What? :shock:
@Frank, nicht "shock",

es war im übertragendem Sinne gemeint. Vlt. sehen wir nur die Spitze eines "Eisberges", welchen wir nicht einordnen können.
Es gibt viele Erklärungsmöglichkeiten und keine scheint definitiv gesichert zu sein, ausser, dass es dort doch vlt. Wasser geben "könnte" oder gegeben haben "könnte".
Was uns die NASA an Informationen gibt und welche sie zurüchhält, darüber kann man leider auch nur spekulieren. Einige kleine Sonden sei es Spirit und co. liefern m.E. nicht eindeutige Beweise. Offensichtlich liegt es immer im Auge des Betrachters. Ich kann allerdings nicht ausschliessen, dass es dort Mikroorganismen gibt und vlt. auch Erreger die uns gefährlich werden könnten.
Ich möchte mal ein einfaches Bsp. beschreiben: Eine fremde Zivilisation sendet eine Forschungssonde zur Erde und sie landet in der Wüste sei es nun die Sahara oder sonstwo. Was würde sie finden? Garnichts. Ausser, dass sich etwas bewegt und etwas da ist was man nicht erklären kann, nämlich der Sand und Staub. Um wieder auf den Mars zurückzukommen nennt man dieses bei uns auf der Erde dann eben halt Wetter und eine durch Wetter bedingte Erosion der Formationen.
Das wäre vlt. mal ein Ansatzpunkt, ob es eine natürliche Form der Erosion ist welche wir hier tagtäglich selber auf der Erde erleben.

lg

Siggi

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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von Frank » 29. Sep 2015, 06:16

Frank hat geschrieben:
Siggi hat geschrieben:
. In Ägypten war es meines Wissens nach nicht anders, da schaute nur die Spitze hervor und der Rest war unter dem Wüstensand vergraben bevor wir diese Dinge wieder ausgegraben haben.


lg

Siggi
What? :shock:
Ich weis jetzt nicht was unter , WAR UNTER DEM WÜSTENSAND BEGRABEN, BEVOR WIR(!) ES WIEDER AUSGEGRABEN HABEN, im übertragenen Sinn gemeint sein soll.....
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von seeker » 29. Sep 2015, 10:56

Leute, der Punkt ist, dass man jetzt mit recht hoher Sicherheit davon ausgehen kann, dass da flüssiges Wasser hervorquillt.
Das ist deshalb und dann möglich (bei dem niedrigen Atmosphärendruck), wenn der Salzgehalt sehr hoch ist.
Also die Leute von der Nasa sind doch auch nicht blöd und haben sich sicher alle anderen Szenarien zur Erklärung der Beobachtungen ganz genau angeschaut.

Wenn da nach Milliarden Jahren noch flüssiges Wasser rauskommt, dann haben wir dort geologische Prozesse, die das ermöglichen.
Wer weiß, was da dann unter der Marsoberfläche sonst noch so los ist, wenn es dort Wasser gibt?
Tief genug wirds ja dann auch immer wärmer und wir wissen von der Erde dass es bei uns kilometertief im Gestein noch Mikroben gibt.

Also so langsam bin ich zu einer 1:1 Wette bereit:
Ich wette um eine gute Flasche Rotwein, dass es auch heute noch irgendwo auf oder im Mars mikrobiologisches Leben gibt.
Und ich wette um eine zweite Flasche, dass dieses Leben genetisch mit dem unseren verwandt ist, weil sich die beiden Planten Erde und Mars in den letzten paar Milliarden Jahren mehrfach gegenseitig mit Leben infiziert haben, per Materialaustausch, verursacht durch Einschläge.

Wer hält dagegen? :wink:

Grüße
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Siggi

Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von Siggi » 29. Sep 2015, 11:55

:P :P , ich ziehe mit und erhöhe auf 2 : 1

lg

Siggi : :wink: :wink: :wink:

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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von seeker » 29. Sep 2015, 12:52

@Siggi: :P

Hier noch ein wenig zum Nachlesen, von was ich spreche (bevor voreilige Gegenwetten kommen :wink: ):

Tiefe Biosphäre
https://de.wikipedia.org/wiki/Tiefe_Biosph%C3%A4re

Endolithe
https://de.wikipedia.org/wiki/Endolithe

Das geheime Leben der Erdkrustenmikroben
http://www.wissenschaft.de/home/-/journ ... 054/58585/

Tiefe Biosphäre: Die Wesen aus der Unterwelt
http://www.spektrum.de/news/die-wesen-a ... lt/1200897

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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von gravi » 29. Sep 2015, 19:35

Ich halte auch dagegen.
Atmosphäre ungeeignet, Temperatur ist eher brrrr, kaum "Futter" für Organismen (zumindest bisher keine höheren organischen Moleküle nachgewiesen), kosmische Strahlung, UV kommt ungehindert durch...

Bin mal gespannt, wie viel Rotwein sich noch ansammelt :wink:

Gruß
gravi
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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von Marcel » 30. Sep 2015, 08:07

Also, so wie ich das mitbekommen habe, muss es nicht unbedingt Wasser gewesen sein.
Allerdings konnte nachgewiesen werden, dass die genannten Bilder von einem sehr Salzhaltigen Fluid stammen. Da Salz in einem Gas ja eher weniger Sinn macht, liegt die Vermutung einer Flüssigkeit nahe.
Jene Flüssigkeit ist aber nicht unbedingt Wasser, gerade wenn wir an die jetzige Temperatur des Mases denken (Weiß jemand ob und wie viel sich dieser abgekühlt hat?)
Davon ausgehend, dass nur im Sommer + grade herrschen.
Warum es dennoch Wasser sein kann, liegt an der Salzhaltigkeit, was ja bekanntlich den Siedepunkt runter setzt.
Was wir mit dieser Erkenntnis gewonnen haben ist nicht etwa, ob es Leben auf dem Mars gibt/gegeben hat/jemals geben wird, sondern nur das falls uns mal das Salz ausgeht wir die Möglichkeit haben mehr zu beschaffen :D Nein mal Spaß bei Seite: Die Flüssigkeit muss extrem Salzhaltig gewesen sein (ich hab da was von einer Konzentration von bis zu 40% im Kopf ist das richtig?), kann in einem derartigen Gemisch Leben entstehen? Man bedenke Salz bedeutet gelößt, dass Freie Ionen durch das Wasser schwirren. Oder hab ich da jetzt einen Denkfehler?
Mit freundlichen Grüßen
Marcel

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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von Frank » 30. Sep 2015, 09:59

Ich weis auch nicht was die Leute ständig mit ihrem Salzgehalt haben? Auf dem Mars herrscht ein "Luftdruck", wie auf der Erde in 35 Km Höhe (0,00636 Bar )
Der Sidepunkt des Wassers ist bei uns auf der bei 100 C auf Meeresniveau.(Sind ja auch alles ca. Werte)
So erniedrigt sich der Siedepunkt des Wassers um etwa 1 Grad, wenn man einen Höhenzuwachs von 300 m hat. Auf einem 3000er kocht Wasser also schon bei rund 90 °C
In 30 Km Höhe dann bei 9 C und in 35 km Höhe bei - 6 C. (Also besser gesagt es verdampft.)
Diese Temps werden auf dem Mars in Äquatorebene schon mal erreicht. Was hier an der Oberfläche dann fliessen soll, ist mir ein Rätsel.
Ja , vielleicht unter ganz günstigen Bedingungen wenn die Temperatur genau stimmt, der Salzgehalt auch, aber bestimmt nicht in größerem Ausmass.

Sobald das Wasser auf dem Mars nur den Kopf aus dem Boden streckt wars das im Grunde. Inwieweit da das Salz noch eine Rolle spielt, erschliesst sich mir mit meinem béscheidenen Wissen nicht.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von positronium » 30. Sep 2015, 10:13

Es gibt doch keinen Zweifel an den Ergebnissen - es sind nicht Mutmassungen nur auf Grundlage von Photos, die Strukturen zeigen, wie sie beim Fliessen von Flüssigkeiten entstehen, sondern man hat mit einem Spektrometer die Signatur von Salzhydraten gefunden.

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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von Frank » 30. Sep 2015, 10:24

positronium hat geschrieben:Es gibt doch keinen Zweifel an den Ergebnissen - es sind nicht Mutmassungen nur auf Grundlage von Photos, die Strukturen zeigen, wie sie beim Fliessen von Flüssigkeiten entstehen, sondern man hat mit einem Spektrometer die Signatur von Salzhydraten gefunden.
Weis man denn auch wie alt die Salzhydrate sind?
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von positronium » 30. Sep 2015, 10:54

Frank hat geschrieben:Weis man denn auch wie alt die Salzhydrate sind?
Weiss ich nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass man das weiss bzw. wissen kann. Nachdem diese Prozesse bis heute andauern, dürften diese aber regenerativ und die Salzhydrate eher jung sein. So erscheint mir die Annahme der Wasseraufnahme aus der Atmosphäre durchaus sinnvoll.

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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von seeker » 30. Sep 2015, 14:02

gravi hat geschrieben:Ich halte auch dagegen.
...
Bin mal gespannt, wie viel Rotwein sich noch ansammelt :wink:
Das gilt! Ich trinke gerne Spätburgunder, trocken... :wink:
Ich hoffe wir finden es irgendwann heraus und verlieren könnt ihr ja gar nicht wirklich dabei, denn falls man dort tatsächlich einmal Leben finden würde, dann wäre doch die Freude darüber auch bei euch sicher mehr wert als der Verlust einer Flasche Wein... :lol:
gravi hat geschrieben: Atmosphäre ungeeignet, Temperatur ist eher brrrr, kaum "Futter" für Organismen (zumindest bisher keine höheren organischen Moleküle nachgewiesen), kosmische Strahlung, UV kommt ungehindert durch...
Tja, weißt du, das alles wäre für irgendwelche einzellige Archaeen, die 5 km unter der Marsoberfläche leben und sich z.B. von Wasserstoff und Schwefel ernähren ja alles recht irrelevant...

Lies doch mal, das ist unglaublich, was solche Lebewesen so drauf haben:
Die Mikroben benötigen tausende Jahre, um dieses schwer verdauliche organische Material umzusetzen [6]. Sie sind dabei auch sehr genügsam: Ihr Stoffwechsel ist bis zu 10 000-mal langsamer als bei ihren oberirdischen Verwandten. Dafür erreichen sie ein biblisches Alter: Manche Zellen könnten Millionen von Jahren alt sein, spekuliert Katrina Edwards. Die Wesen der Unterwelt müssen mit ihren knappen Ressourcen haushalten. Eine hohe Vermehrungsrate wäre dabei kontraproduktiv, daher teilen sie sich nur alle 100 bis 1000 Jahre [7].
...
Diese so genannte Chemosynthese macht die Lebensgemeinschaften in der Tiefe unabhängig vom Sonnenlicht. "Je tiefer wir bohren, umso mehr wird Wasserstoff die einzige verbleibende Nahrungsquelle sein", meint auch Steven D'Hondt von der University of Rhode Island. Er vermutet, dass natürliche Radioaktivität eine Rolle spielen könnte: Die Radiolyse zerlegt Wasser in seine Komponenten Sauerstoff und Wasserstoff. "Wir finden überall dort Leben, wo es anzapfbare Energiequellen gibt", ist sein Kollege Bo Barker Jørgensen überzeugt.
http://www.spektrum.de/news/die-wesen-a ... lt/1200897, mit Hervorhebungen, gefunden am 30.09.2015
Die winzigen Minenbewohner nutzen geschickt das wenige aus, was ihre Heimat ihnen bietet, berichtet das Magazin "bild der wissenschaft" in seiner Juni-Ausgabe: Sie ernähren sich von Wasserstoff, der durch die natürliche radioaktive Strahlung aus Wasser entsteht, und nutzen zum Atmen Sulfate, die sich aus dem Sauerstoff des Wassers und Schwefelsalzen im Gestein bilden. Natürlich hat diese genügsame Lebensweise auch ihren Preis, denn die Mikroben schaffen es nur alle vierzig bis dreihundert Jahre, sich einmal zu teilen.

Trotz dieser Einschränkungen sind die Minenmikroben mit ihrer Vorliebe für unterirdische Lebensräume nicht alleine. Immer klarer kristallisiert sich heraus, dass die obersten Kilometer der Erdkruste von Leben geradezu wimmeln, und mittlerweile glauben viele Forscher sogar, dass die Mehrheit aller bakterienartigen Mikroorganismen im Inneren der Erde, einer "tiefen Biosphäre", lebt. Zwischen zehn und dreißig Prozent der gesamten Biomasse macht nach Schätzungen allein der von ihnen gespeicherte Kohlenstoff aus.
http://www.wissenschaft.de/home/-/journ ... 054/58585/, mit Hervorhebungen, gefunden am 30.09.2015

Weiterhin:
Flüssiges Wasser

Unter der Kryosphäre des Mars werden große Mengen flüssigen Wassers vermutet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mars_%28P ... rvorkommen

Mars besitzt tausende von Gletschern
Unter dem Staub gespeichertes Wassereis reicht aus, um den Mars einen Meter hoch zu bedecken
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-18 ... 04-09.html
!!!

Außerdem hat auch der Mars einen heißen, flüssigen Kern. Seine Kruste ist ca. 50-125 km dick.
D.h.: Man muss nur tief genug unter die Oberfläche gehen, dann wird es auch dort warm genug für flüssiges Wasser und Leben.
Und auch in Gletschereis ist Leben möglich, wie wir von der Erde wissen und (s.o.) es gibt zahlreiche Gletscher auf dem Mars.

D.h.:
Falls der Mars in seiner Frühzeit irgendwann einmal Leben beherbergt hat (die Chancen dazu stehen gar nicht so schlecht, vielleicht eine Zeitlang sogar besser als auf der damaligen Erde, es gab auf Mars Ozeane, eine dichte Atmosphäre, ein Magnetfeld, usw.), dann wurden schon damals auch seine tieferen Gesteinsschichten besiedelt. Falls das geschehen ist, dann stehen die Chancen m. E. gar nicht schlecht, dass es sich dort bis heute festgesetzt hat, wenn man bedenkt, WIE robust manche Lebewesen sind.

Frank hat geschrieben:Ich weis auch nicht was die Leute ständig mit ihrem Salzgehalt haben? Auf dem Mars herrscht ein "Luftdruck", wie auf der Erde in 35 Km Höhe (0,00636 Bar )
Der Sidepunkt des Wassers ist bei uns auf der bei 100 C auf Meeresniveau.(Sind ja auch alles ca. Werte)
So erniedrigt sich der Siedepunkt des Wassers um etwa 1 Grad, wenn man einen Höhenzuwachs von 300 m hat. Auf einem 3000er kocht Wasser also schon bei rund 90 °C
In 30 Km Höhe dann bei 9 C und in 35 km Höhe bei - 6 C. (Also besser gesagt es verdampft.)
Diese Temps werden auf dem Mars in Äquatorebene schon mal erreicht. Was hier an der Oberfläche dann fliessen soll, ist mir ein Rätsel.
Ja , vielleicht unter ganz günstigen Bedingungen wenn die Temperatur genau stimmt, der Salzgehalt auch, aber bestimmt nicht in größerem Ausmass.

Sobald das Wasser auf dem Mars nur den Kopf aus dem Boden streckt wars das im Grunde. Inwieweit da das Salz noch eine Rolle spielt, erschliesst sich mir mit meinem béscheidenen Wissen nicht.
Da spielt Temperatur, Dampfdruck, Sättigungsdampfdruck und Schmelzpunktserniedrigung mit hinein...
Ich kann das bei Bedarf auch genauer erklären aber zunächst salopp:

Wenn Salze im Wasser gelöst sind, dann kann es zur Schmelzpunktserniedrigung kommen ("Frostschutzmittel"), insbesondere bei hygroskopischen Salzen (man hat auf Mars u. a. Perchlorate im Visier).
So kann eine wässrige Salzlösung z.B. auch noch bei ca. -70°C flüssig sein, aber nehmen wir beispielhaft -40° an.
Bei -40° C hat reines Wasser(eis) einen Dampfdruck von 0,129 mbar (durch gelöstes hygroskopisches Salz kann dieser Wert bei einer solchen Salzlösung noch geringer ausfallen).
http://www.wissenschaft-technik-ethik.d ... druck.html
Die Marsatmosphäre hat einen Druck von ca. 6 mbar.
D.h.: Sieden täte da schonmal gar nichts, da 6 mbar > 0,129 mbar.
Verdunsten täte allerdings schon etwas, nur wegen dem geringen Dampfdruck doch recht langsam, d.h. die Zeit würde locker reichen damit ein Salzwasserrinnsaal von der Quelle aus ein paar hundert Meter weit kommt, bevor alles Wasser verdunstet oder versickert ist. Und genau so schaut das auch aus auf den Marsbildern und man hat nun Salzablagerungen in den Rinnen gefunden... daher ist dieses Szenario mit dem flüssigen Salzwasser plausibel.

Wo das Wasser herkommt ist eine weitere interessante Frage dabei...
positronium hat geschrieben:So erscheint mir die Annahme der Wasseraufnahme aus der Atmosphäre durchaus sinnvoll.
Ich zweifle etwas daran, ob das ausreicht, um die Beobachtungen zu erklären.

Grüße
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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von gravi » 30. Sep 2015, 19:53

Bei allen Argumenten pro und contra: Vermutlich wird erst eine bemannte Forschungsmission Klarheit bringen können. Zudem müssen diese künftigen "Marsonauten" dann auch genügend mobil sein, um schnell solche Orte mit "Fließbildern" zu erreichen. Bis zum Rotwein also: Abwarten und Tee trinken :wink:

Gruß
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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von seeker » 9. Okt 2015, 16:42

Update, ein weiterer Puzzlestein:

NASA's Curiosity Rover Team Confirms Ancient Lakes on Mars
http://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?feature=4734

Und noch als Nachtrag:

NASA Confirms Evidence That Liquid Water Flows on Today's Mars
http://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?feature=4722

Grüße
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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von gravi » 9. Okt 2015, 17:36

Ja, ich weiß nicht. Die Anwesenheit vor Perchloraten dürfte eher ungeeignet für evtl. Leben sein. Das "Stöffsche" wirkt eher desinfizierend...

Aber Danke für die Links!

Gruß
gravi
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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von seeker » 9. Okt 2015, 18:02

Ja, die Perchlorate machen mir auch ein wenig Sorge, starkes Oxidationsmittel, kann man auch schöne Bömbchen mit bauen... :)
Aber wer weiß, manche Organismen halten unglaubliches aus und die Perchlorate müssen ja auch nicht schon immer und überall die Suppe versalzen haben...

Gruß
seeker
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seeker


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Siggi

Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von Siggi » 10. Okt 2015, 10:14

Moin moin zusammen,
ich habe vor einigen Tagen mal einen Beitrag von Harald Lesch auf YT ausgegraben. Zunächst war es etwas ernüchternd, aber beim 2. Mal anschauen klingt es ziemlich plausibel.
Ich stelle mal den Link rein, geht gute 8 Minuten lang, wer Interesse hat, nehmt Euch die Zeit.
https://www.youtube.com/watch?v=5_B4jyhijC0

Es geht hierbei nicht ob es nun Leben auf dem Mars gibt, wovon ich ausgehe, sondern ob der Mars in seiner Entwicklung schon immer "kalt" gewesen ist?
Ausserdem, wenn ich in den sog. Chemiebaukasten schaue, dann ist der Mars doch deshalb rot, weil vlt. h2o, ganz egal wie warm oder kalt es ist, mit dem Wasser, ob nun gefroren oder nicht, mit dem Eisen eine Verbindung eingegangen ist. Dabei bleibt H übrig, welches sich durch Sonnenwinde verflüchtigten könnte.
Weiss auch nicht so genau, habt ihr eine Idee :wn:

lg

Siggi

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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von Frank » 10. Okt 2015, 15:33

:wn:
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von gravi » 10. Okt 2015, 19:22

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Siggi

Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von Siggi » 11. Okt 2015, 01:53

gravi hat geschrieben:Seht mal hier:

http://www.planet-wissen.de/natur/welta ... ge400.html

Gruß
gravi
Tja, der Link birgt leider mal wieder mehr Fragen als Antworten insich, z. B. woher ist denn nun das "O" also der Sauerstoff gekommen damit sich Rost bilden kann? Vermutlich aus der CO2-Atmosphäre. Dann müsste es auf dem Mars C also Kohle geben(etwas, was bei mir immer fehlt :wink: ). Denkbar wäre auch CO1 also Kohlenmonoxid als flüchtiges Gas(trifft auf meine Geldbörse leider auch zu :wink: ).

Jetzt mal ohne Ironie: offensichtlich hat der Mars mal wieder viele Geheimnisse welche man nicht erklären kann(meine Geldbörse leider auch nicht :wink: ).
Nun gut, die NASA steht mit diesem Problem wohl auch nicht alleine da(die brauchen nämlich auch Kohle also Geld :wink: ) und Erfolgsmeldungen sind immer gut für das Geschäft.

Seit meiner Jugendzeit beschäftige ich mit dem Mars und was alles sein könnte oder nicht und offensichtlich scheint dieser damals wie auch jetzt unsere Fantasie zu beflügeln wobei ich auch nochmal sagen muss, dass es m. A. nach keine wirklich guten und fundierten Erkenntnisse gibt. Es basiert alles nur auf Mutmassungen.

lg

Siggi

PS.: Mars macht mobil................. :P :wink:

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Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von Frank » 12. Okt 2015, 18:57

"Wir haben immer gedacht, der Mars sei simpel", sagt John Grotzinger vom California Institute of Technology. Aber nun werde die Komplexität des Roten Planeten immer deutlicher. Es sei Zeit, alle unsere Annahmen nochmal auf den Prüfstand zu stellen: "Irgendwas fehlt noch." Klar sei jedenfalls, dass der Mars unserer Erde vor einigen Milliarden Jahren mehr ähnelte, als er es heute tut. Wie das möglich war und was danach mit dem Planeten passierte, das müsse man nun herausfinden, sagt Michael Meyer von der NASA........... :o

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 43065.html
Mit freundlichen Grüßen

Frank

Siggi

Re: Leben auf dem Mars

Beitrag von Siggi » 13. Okt 2015, 06:01

Danke für den Link Frank,

lese mal bitte meinen obigen Link durch, also nicht lesen sondern anschauen. Was Harald Lesch dort beschreibt ist doch ein Szenario in welchem der Mars seinerzeit nie in der habitabelen Zone war, da die Leuchtkraft der Sonne damals viel geringer war als heute. Ja und heute liegt der Mars am Rande derselbigen obwohl die Sonne um ca. 30% an Leuchtkraft zugenommen hat(wenn ich es jetzt richtig in Erinnerung habe).
Die Bilder vom Mars sind zwar sehr schön aber es erinnert mich auch einwenig an Geröll-Landschaften auf dem Mond. Diese werden wohl kaum mit Wasser in Verbindung gebracht werden.

Gut, ich möchte nochmal beim Thema Wasser bleiben: In unserem Sonnensystem gibt es doch Wasser in Hülle und Fülle, sei es nun auf einigen Monden des Jupiters oder des Saturns in Form von Eis. Durch die geringere Schwerkraft des Mars oder des Mondes könnten sich diese durch den Sonnenwind verflüchtigt haben. Wenn Kometen Wasser auf die Erde gebracht haben, dann dürfte es rein logisch betrachtet kein Einzelfall sein. Mann könnte sagen, dass der Mars mit Wasser infiziert worden ist und vlt. sogar der oder unserer Mond. Nur sie konnten es nicht halten aus welchen Gründen auch immer.

lg

Siggi

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