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Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Entstehung und Entwicklung von Leben, Wahrscheinlichkeit für extraterrestrisches Leben
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von Maclane » 3. Aug 2010, 19:10

Nunja, 10.000 Jahre für ne Sonde ist doch 'n Klacks!

Oder doch nicht?
Ich mein, das ist ja schon um den Faktor 1000 größer als die Lebensdauer eines Satelliten. Und so ganz verloren da zwischen den Sternen. Ich mein, die Sonde fliegt ja nicht einfach so. Die muss doch die ganze Zeit hellwach sein, ggf Kurskorrekturen vornehmen. Irgendwann muss sie auch wieder bremsen und dann auch noch den Planeten treffen, der ja auch nicht still steht sondern seinen Stern umkreist.

Dafür braucht man schon ordentliche Sensoren und ordentliche Computer. Und die sollen 10.000 Jahre lang halten. Und die ganze Zeit Strom verbrauchen. Selbst wenn man die ganze Elektronik nur alle 10 Jahre aus dem Stand-By-Modus aufweckt... versucht mal ein Auto zu starten, was 10 Jahre lang in der Garage gestanden hat, Computer das Gleiche. Ein bisschen Wartung und Pflege muss schon sein!

Und dann hat man vielleicht alles richtig gemacht und 10 Sonden losgeschickt. Und auf der Hälfte des Weges, nach 5000 Jahren, gibt's irgendwo im All mal wieder einen Ausbruch - Gammastrahlung, schnelle geladene Teilchen, oder was - und die ganze Elektronik ist im Eimer.

Also ich glaub, mit nem Ruderboot von Australien aus Hawaii anzusteuern ist einfacher. ;)

Gruß
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von tomS » 4. Aug 2010, 00:21

Letztlich sind die Details egal: wie lange die Sonden unterwegs sind, wie groß die Erfolgsquote für eine Besiedlich ist, wie lange Besiedlung sowie Replikation der Sonden nach der Besiedlung dauert etc. Man kann dies alles in eine einzige Zahl zusammenfassen und erhält aus dieser ein exponentielles Wachstum (bzw. ein exponentielles Aussterben). Am einfachsten scheint mir dabei die Vermehrungsrate der Sonden nach einer erfolgreichen Besiedlung steuerbar zu sein.

D.h. möglicherweise ist unsere Milchstraße noch nicht alt genug.
Gruß
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von Stephen » 4. Aug 2010, 14:37

Hallo zusammen,

velleicht werden wir tatsächlich irgendwann einmal wissen, wohin es sich zu fliegen lohnt - aber bis dahin werden wir einfach nicht kommen. Zum heutigen Zeitpunkt ist es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen, dass sich im Umkreis von ca. 50 Lichtjahren um unser Sonnensystem herum überhaupt bewohnbare Planeten befinden könnten. Es wäre - galube ich zumindest - schon eine Sensation, wenn sich im angesprochenen Radius überhaupt eine Art Einzeller entwickelt haben würde. Ich bin kein Pessimist, aber in einer hier von mir angezettelten Umfrage vor längerer Zeit glaubte kaum jemand, dass wir unser Sonnensystem jemals verlassen könnten - über 85% der Teilnehmer waren sich sicher, dass beim Erreichen der Jupitermonde endgültig Schluss ist...

Gruß
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von seeker » 4. Aug 2010, 17:13

Voyager ist längst hinter dem Jupiter. Ich spreche ja nicht davon selbst dorthin zu fliegen.
Ich spreche von vollautomatischen Sonden mit selbstrelizierfähigen KI-Robotern und/oder tiefgefrorenem Biomaterial/Genmaterial.
Aus dem Biomaterial könnten die Roboter am Zielort vollautomatisch (in vitro) wieder Lebewesen/Menschen wachsen lassen.

Wenn man ein Raumschiff auf 1% Licht beschleunigen kann ( = 3000 km/s, das wäre z.B. mit Ionentriebwerken in Kombination mit Kernfusion machbar), dann kann man sich ausrechnen, wie weit man damit kommt:
In 10.000 Jahren könnte man damit einen Raumdurchmesser von 200 Lichtjahren erreichen, bei 300 km/s bräuchte man eben 100.000 Jahre.

Alpha Centauri wäre mit 1% Licht in ca. 500 Jahren erreichbar. Roboter müssten ja nicht einmal den gesamten Weg auf einmal zurücklegen, sondern könnten auf lebensfeindlichen- aber rohstoffreichen Planeten von Sternen, die auf dem Weg liegen, unterwegs zwischenlanden und so neue Rohstoffe tanken.

Man muss kein Phantast sein um sich ausrechnen zu können, dass so etwas in absehbarer Zeit (vielleicht in 200-1000 Jahren?) gebaut werden kann.
Wo die nächsten bewohnbaren Planeten sind, werden wir wohl schon in den nächsten Jahrzehnten mit neuen Superteleskopen herausgefunden haben.
Es bleibt hier spannend wie viele es davon und in welcher Entfernung gibt.

Das Hauptproblem scheint in der Tat die Schwierigkeit zu sein ein Raumschiff (oder einen umgebauten kleinen Asteroiden?) über eine so lange Zeitspanne funktionsfähig zu halten und mit Energie zu versorgen. Man müsste unterwegs sicher immer wieder reparieren und instandsetzen.
Bei genügend tiefen Temperaturen und im Vakuum hält so ein Raumschiff aber auch viel länger, da die Chemie (Korrosion, Entropie) entsprechend verlangsamt wird.
Es ist sicher nicht leicht - aber in ein paar hundert Jahren? Das ist nicht weit hergeholt und liegt innerhalb der technischen und physikalischen Machbarkeit.

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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von belgariath » 4. Aug 2010, 19:21

Das mit der KI und tiefgefrorenen Genen halte ich auch für sehr sehr schwierig. Das ist ja nicht damit getan, dass die Roboter die Gene auftauen und in eine Nährlösung werfen. Die Babys müssen erzogen werden, sie brauchen Fürsorge, Liebe, soziale Kontakte. Ob dazu Roboter mit KI fähig sind??? Wurde ja schon ausgiebig in 'nem anderen Thema diskutiert. . .
Anyway. Auch wenn ich es echt obercool fände, das Universum zu besiedeln. Der Mensch sollte erstmal mit EINEM Planeten nachhaltig zurecht kommen, bevor man Unfug auf anderen Planeten treibt.
Manchmal frage ich mich sogar, ob der Mensch es überhaupt wert ist längere Zeit zu überleben, oder ob es nicht im Sinne der Allgemeinheit besser wäre, die Existenz des Menschen zu beenden. :x
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von seeker » 4. Aug 2010, 20:45

tensor hat geschrieben:Man kann doch wohl nicht mit großer Wahrscheinlichkeit erwarten, dass eine KI-Sonde, einen ganzen Planeten derart umkrempelt, dass sich dort Intelligenzen entwickeln, die wiederum KI-Sonden losschicken.
Warum denn nicht? Vielleicht nicht mit großer Wahrscheinlichkeit - aber doch mit einer nicht zu vernachlässigenden Wahrscheinlichkeit.
Stell dir mal vor, man würde nur 1000 Menschen mit entsprechendem technischen Gerät und Wissen auf einer unbewohnten "Erde II" aussetzen.
Nehmen wir dabei eine Bevölkerungsverdopplung alle 100 Jahre an. Wie würde dieser Planet nach nur gut 2000 Jahren wohl aussehen?

Alles hängt natürlich davon ab, wie intelligent eine zukünftige KI sein wird und ob man eine zuverlässige und ergiebige Energiequelle hat.
Für eine Menschen-Besiedlung müsste die KI natürlich die 1. Generation aufziehen. Das ginge mit heutigen Maschinen noch nicht - aber warten wir mal ab, was die Computer in ein paar 100 Jahren können...
Den Rest erledigt das exponentielle Wachstum: Sei es die exponentielle Vermehrung von Menschen oder die von KI-Robotern -oder beides parallel.

Vieles ist natürlich ungewiss. Man darf auch nicht erwarten, dass jede so entstandene Kolonie in diesem Sinne weitermacht oder dass jede Sonde Erfolg hätte. Dies ließe sich aber durch eine entsprechend große Anzahl losgeschickter Sonden ausgleichen.
Auch darf man nicht in dem Zeitmaßstab eines Menschenlebens denken: Wenn man in Jahrtausenden statt in Jahrzehnten denkt, dann sieht manche Sachlage völlig anders aus.

Wenn wir heute beschließen würden, dass wir auf dem Mars eine Kolonie gründen wollten und dies mit aller Kraft angingen, dann wäre das in 100-200 Jahren zu schaffen - und zwar gar nicht weit weg von unseren heutigen technischen Möglichkeiten. Es ist eine Frage des Willens, der Ressourcen und auch der Sinnhaftigkeit.

Nehmen wir an, wir würden einen Wasserplaneten finden: Wie viel leichter wäre dieser zu besiedeln als der Mars?
Klar! Die spannende Frage ist dabei: Wie viele geeignete Planeten gibt es in welcher Entfernung in der Milchstraße?

Von allen heute sichtbaren Möglichkeiten den Weltraum zu besiedeln halte ich diese Möglichkeit eindeutig für die machbarste - oder habt ihr realistischere Visionen parat? Bei aller Nüchternheit: Visionen sind wichtig!

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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von tomS » 4. Aug 2010, 21:56

Da ist noch die Option von Ray Kurzweil, dass wir unser Selbst in einen Computer verwandeln ...
Gruß
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von seeker » 5. Aug 2010, 00:51

Tensor, ich bin ja (wie du weißt) sehr deiner Meinung.
Es müsste natürlich auf jedem Planeten rechtzeitig gelingen auf ein nachhaltiges Nullwachstum einzuschwenken.

Ich will noch einmal auf die ursprüngliche Frage zurückkommen, das Fermi-Paradoxon:

"Wenn in der Milchstraße auch nur eine einzige Zivilisation existiert, die zu interstellarer Kolonisation fähig ist, dann könnte die gesamte Galaxis innerhalb weniger Millionen Jahre vollständig kolonisiert sein. Die Milchstraße ist nun weitaus älter als die notwendigen 20 bis 40 Millionen Jahre; folglich sollten außerirdische Zivilisationen überall in unserer galaktischen Nachbarschaft existieren. Bisher konnte jedoch kein Hinweis auf extraterrestrische Zivilisationen gefunden werden."

Ich halte die Besiedlung der Galaxis nach diesem Schema für technisch prinzipiell durchführbar. Daher ist das Paradoxon für mich echt.

Es fragt sich also:
Was ist die wahrscheinlichste Erklärung dafür, dass wir unter diesen Umständen keine Lebenszeichen von Außerirdischen finden?

Die wahrscheinlichste Antwort ist für mich:

Weil keine technische Zivilisation, die die erforderliche Psyche hätte, so ein Unternehmen überhaupt angehen zu wollen, bisher lange genug überlebt hat.
Kurz gesagt: Alle Eroberer-Wesen haben sich vorher, verursacht durch die gleiche Eroberer-Psyche, selbst vernichtet.

Nun, die Menschen haben zweifellos die erforderliche psychologische Einstellung, diese Eroberer-Psyche, um das Universum unter allen Umständen besiedeln zu wollen...
Das gibt zu denken - oder nicht?
Es bleibt die Hoffnung, dass der Mensch möglicherweise doch lernfähig sei...

Grüße
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von Frank » 5. Aug 2010, 17:50

Hallo ins Forum

Auch ich möchte nochmal auf Fermi zurückkommen.Allerdings nicht auf das Paraxodon,sondern auf seine zweite Aussage.
Er sagte nämlich.
1.Zum Thema besiedeln der Milchstraße."Da dies aber nicht stattgefunden hat heisst das entweder,es gibt keine Zivilisation die so weit ist,oder

2.Wir sind der Zoo und die anderen die Ranger.

Wenn man den Spezialisten in Sachen Astronomie/Physik so zuhört,bekommt man den Eindruck das alles was wir bis jetzt wissen,daß Ende der Fahnenstange bedeutet.
"da können wir niemals hinfliegen..........das geht nicht.......die Phsyik lässt das nicht zu.........usw."

Woher wollen wir verdammt noch mal wissen,wie das alles funktioniert?Vieleicht bewegen sich andere Zivilisationen auf einer ganz anderen Ebene und wir können Parabolspiegel so groß wie der Mond aufstellen und wir würden sie doch nicht bemerken.Einer Zivilisation die den interstellaren Raumflug beherrscht, wird es wohl ein leichtes sein im Verborgenen zu bleiben.(Zumindest für uns).
Mein Fazit:

Nur weil wir etwas nicht sehen können, heisst noch lange nicht,daß es auch nicht da ist.
Für den einfachen Wüstenbewohner ist es auch nicht wahrnehmbar,wenn er in seiner Menschenverlassenen Gegend einen Tee zu sich nimmt,daß unter Umständen in irgendeiner Überwachunsstation Menschen gerade per Satellit sehen können, ob er Milch im Tee hat,oder nicht.
Er weis darüber nichts,aber es trotzdem real.
Es muss also nicht lauten:"Gibt es ausserirdisches Leben,sondern sind wir in der Lage solange zu überleben,bis wir technisch soweit sind,daß wir uns mit den "Anderen"unterhalten können.

Was meint ihr dazu?

Gruß

Gonzo
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von gravi » 5. Aug 2010, 18:57

Das Ende der Fahnenstange haben wir sicherlich noch längst nicht erreicht. Auf wissenschaftlichem Sektor wird täglich Neues entdeckt und somit kann niemand sagen, wie unsere Welt in 100 oder 10 000 Jahren aussehen wird.

Ich jedenfalls kann mir nicht mehr vorstellen, was in einem Physikbuch des Jahres 12526 stehen wird...und schon gar nicht, welche Technik der Menschheit dann zur Verfügung steht.

So kann man auch nicht generell ausschließen, dass es irgendwo da draußen Zivilisationen gibt, die vielleicht schon 10 000 oder 50 000 Jahre unserer Entwicklung voraus sind. Kosmisch gesehen sind das ja nur lächerlich kleine Zeiträume.

Tatsache ist allerdings, dass aufgrund unserer heute bekannten Naturgesetze die interstellare/intergalaktische Raumfahrt aussichtslos erscheint. Das kann in Zukunft (oder halt bei anderen Zivilisationen) völlig anders aussehen - jedenfalls würde ich das nicht ausschließen!

Gruß
gravi
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von Stephen » 6. Aug 2010, 09:57

Hallo zusammen,

die Natur hat so viele Überraschungen parat, dass auch ich keine Lebensarten ausschließen möchte, von denen wir uns überhaupt keine Vorstellungen machen können. Aber - auch in anderen Galaxien wird sie (die Natur) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf die uns bekannten Elemente zurückgreifen müssen, um intelligentes Leben zu erschaffen. Dann hätte - nach unserem jetzigen Kenntnisstand - auf Kohlenstoff basierendes Leben die allerbesten Aussichten - tja, und dann müsste es uns Menschen ziemlich ähnlich sein. Jedenfalls theoretisch...

Aber vielleicht täuschen wir uns auch und es gibt auf Andromeda ein ganz anderes Periodensystem der Elemente... :mrgreen:

Wie auch immer - von Angesicht zu Angesicht bekommen wir eventuell existierende exotische Lebewesen (leider) nicht zu sehen - davon bin ich felsenfest überzeugt.

Gruß
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von Maclane » 6. Aug 2010, 10:56

Seh ich auch so Stephen.
Das Universum ist so riesig, dass man die Möglichkeit von extraterristischem Leben nur schwerlich verneinen kann. Aber die Größe des Universums ist es auch, was die Suche nach außerirdischen Intelligenzen zu einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen machen.

Gonzos Argumentation wird sehr häufig gebraucht - das klassische Laien-Argument.
Allerdings fusst dieses nur auf einem einzigen Grundprinzip: Dass nämlich das menschliche Gehirn Dinge denken kann, die nicht real sind.

Ich kann mir natürlich denken, dass es Superhelden gibt, die durch die Luft fliegen und mit ihren Augen Laserstrahlen verschießen.
Ich kann mir auch denken, dass Elvis noch lebt und dass er im Geheimen sein Comeback plant.
Und ich kann mir auch denken, dass jemand auf einer Kanonenkugel reiten oder sich an seinem eigenen Schopfe aus einem Sumpf herausziehen kann.

Aber das Denken und Träumen allein ist völlig unabhängig von der Realität.

Also Gegenargument zu Gonzo:
Nur weil ich etwas denken kann, heißt das noch lange nicht, dass es auch real oder dass es möglich ist. ;)

Man sollte seinen Platz im Universum kennen. Nicht die Naturgesetze richten sich nach uns, weil wir so schlau sind. Sondern wir haben uns nach den Naturgesetzen zu richten. Gefällt nicht jedem, ich weiß. Aber ich glaube, da schert sich die Natur nen Scheißdreck drum. ;)

Gruß
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von tomS » 6. Aug 2010, 11:31

Ich bringe wieder mal mein Argument des unendlichen Universums:

Betrachten wir einen endlcihen Bereich des Universums, der unsere Erde enthält. Die Wahrscheinlichkeit, in diesem Bereich die Erde und intelligentes Leben anzutreffen ist gleich 1. Die Wahrscheinlichkeit, in einem beliebigen, geich großen Bereich Leben anzutreffen, ist demnach größer Null. Da es in einem unendlichen Universum unendlich viele deratige Bereiche gibt, ist die Anzahl der "Doppelgänger-Erden" und der darauf lebenden "Doppelgänger" unendlich!

D.h. auch, dass es unendlcih viele Abenteur-Universen Foren und gravis, tensors usw. gibt.
Gruß
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von Stephen » 6. Aug 2010, 11:48

... womit wir bei der Aussage eines - übrigens recht anerkannten - amerikanischen Wissenschaftlers wären (wie immer, habe ich dessen Namen vergessen... :mrgreen: )
Es gibt eine Welt, in der Al Gore Präsident ist und Elvis noch lebt...
Sorry - ich habe wirklich viel Fantasie; aber um dieser Annahme auch nur einen Funken Glaubwürdigkeit abzuringen, reicht selbst die nicht aus...

Hinzu kommt, dass mit so "wenig" Masse (die des gesamten Universums wird auf lediglich 10[up]52[/up]kg bis 10[up]54[/up]kg geschätzt) Unendlichkeiten völlig unmöglich sind...

Gruß
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Zuletzt geändert von Stephen am 6. Aug 2010, 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von seeker » 6. Aug 2010, 12:02

Ich glaube, es handelt sich um Alex Vilenkin.

Hier eine Kritik zum Buch:
http://www.glanzundelend.de/Artikel/vilenkin.htm

Auszug:
Vilenkins astronomisch hohe Zahl der möglichen Geschichtsverläufe wird sich also mit Sicherheit um viele Stellen noch einmal potenzieren und dann kaum mehr als wirklich »endlich« gelten können. Wer jemals verstanden hat, dass jedes Tun, jedes kleinste Ticken, jedes bloße Sein nicht ohne Folgen bleibt und einen ungeheuren komplexen Geschichtsablauf nach sich zieht, und es nur kleinster, wirklich minimalster Abweichungen bedarf (wir schliddern nicht umsonst im Volksmund »haarscharf« an der Katastrophe vorbei), um vollkommen andere Geschichte zu erzeugen, der hat eine intuitive Ahnung davon, dass die Wiederholung von Geschichte absoluter Nonsense ist. Niemand kann das errechnen, weil er dazu andere Fragen stellen müsste als Vilenkin es tut, wenn er eine grobkörnige Quantengeschichte hinterfragt. Die wirkliche Geschichte ist nicht grobkörnig und wird nicht von Quanten allein geschrieben. Es mag sogar sein, dass nicht einmal ein Bruchteil der möglichen Quantengeschichten verwirklicht wird und dennoch die Zahl der möglichen realen Geschichtsverläufe aufgrund der unendlichen Vielzahl entscheidbarer Alternativen, die der Moment für uns bereit hält, in einem mathematischen Sinne unendlich ist. Schließlich geschieht Geschichte in der Zeit, die, solange sie geschieht, ohne Ende ist.

Und letztlich kann, so sagt es der Wissenschaftsphilosoph Karl Popper, eine Behauptung, die sich nicht widerlegen lässt, nicht wissenschaftlich sein. Vilenkins Behauptung unendlich vieler Universen, die er aus seiner Variante der kosmischen Inflation herausinterpretiert, lässt sich empirisch nicht überprüfen und ist daher streng genommen unwissenschaftlich. Als Spekulation interessant und aufsehenerregend, aber nicht wissenschaftlich.
Grüße
seeker
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von Frank » 6. Aug 2010, 12:46

Maclane hat geschrieben:Seh ich auch so Stephen.
Das Universum ist so riesig, dass man die Möglichkeit von extraterristischem Leben nur schwerlich verneinen kann. Aber die Größe des Universums ist es auch, was die Suche nach außerirdischen Intelligenzen zu einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen machen.

Gonzos Argumentation wird sehr häufig gebraucht - das klassische Laien-Argument.
Allerdings fusst dieses nur auf einem einzigen Grundprinzip: Dass nämlich das menschliche Gehirn Dinge denken kann, die nicht real sind.

Ich kann mir natürlich denken, dass es Superhelden gibt, die durch die Luft fliegen und mit ihren Augen Laserstrahlen verschießen.
Ich kann mir auch denken, dass Elvis noch lebt und dass er im Geheimen sein Comeback plant.
Und ich kann mir auch denken, dass jemand auf einer Kanonenkugel reiten oder sich an seinem eigenen Schopfe aus einem Sumpf herausziehen kann.

Aber das Denken und Träumen allein ist völlig unabhängig von der Realität.

Also Gegenargument zu Gonzo:
Nur weil ich etwas denken kann, heißt das noch lange nicht, dass es auch real oder dass es möglich ist. ;)

Man sollte seinen Platz im Universum kennen. Nicht die Naturgesetze richten sich nach uns, weil wir so schlau sind. Sondern wir haben uns nach den Naturgesetzen zu richten. Gefällt nicht jedem, ich weiß. Aber ich glaube, da schert sich die Natur nen Scheißdreck drum. ;)

Gruß
Mac

Natürlich sind meine Ansichten,die eines Laien.Sicherlich hat das was ich mir in meinem Gehirn "zusammenspinne",erstmal nichts mit der Realität zu tun.Allerdings hat diese Fähigkeit uns Menschen zudem gemacht, was wir heute sind.(und das meine ich nicht blos possitiv :wink: )
Zu den Naturgesetzen:
Die Natur wird einen Teufel tun um sich nach uns zu richten.Da wiederspricht ja auch niemand.Es gibt allerdings nicht die Natur und den Menschen,sondern alles ist Natur.(Auch wir)
Die uns bekannten Naturgesetze sind einleuchtend und erstmal unumstösslich.Da gibt es nach meinem Laienwissen aber auch noch dieses "komische"Quantenwelt.Nach den Berichten die ich bis jetzt darüber gelesen habe gibt es da irgendeine "Daseinsform"die sich zum Teil einen Dreck um gewisse unumstössliche Naturgesetze schert.Das passt dann doch alles irgendwie nicht zusammen und viele weitaus gescheitere Köpfe verzweifeln fast darann.
Überall wird einem eingehämmert das Lichtgeschwindigkeit einen Konstante ist,an der schon fast dogmenartig nicht gerüttelt werden darf.Ohne zu wissen was genau dahinter steckt lese ich dann,daß die Grenze,oder der Rand des Unsiversums im Überlichtbereich ausdehnt.Was ist denn da schon wieder anderst?Gilt da Einstein nicht mehr?
Gasriesen ala Jupiter sollten früher auch nur in den Entfernungen um einen Stern möglich sein,wie es im Sonnensytem der Fall ist.Wenn man etwas anderes behauptet hat,wurde man sofort in die Schranken verwiesen und dann wurden physikalische Argumente die ein Laie kaum verstand aufgezählt, warum das gar nicht funktionieren kann....etc.Heute weis man aber das eben solche Gasriesen um ihr Gestirn kreisen, die noch näher als unser Merkur dran sind.
Das wir und nicht falsch verstehen.Wir sind mit diesen Naturgesetzen zum Mondgeflogen und lassen Roboter auf dem Mars umherziehen.Was aber heisst das schon?Ich habe mal irgendwo gelesen das Newton gereicht hätte, um zum Mond zu fliegen.Ein funktionierendes GPS kommt aber an Einstein nicht vorbei.
Mir persönlich ist ein "spinnerter"(Komme aus Franken)Wissenschaftler allemal lieber,als diese ewigen "dasgehtnicht Sager".
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von Stephen » 6. Aug 2010, 13:01

@Gonzo:
Ich kann deine Meinung durchaus verstehen. Folgende Sendung hat auch mir vor knapp 10 Jahren meine Illusionen einmal geraubt - unbedingt ansehen... :well:
http://www.br-online.de/br-alpha/alpha- ... 541615.xml

Ich bin nicht unbedingt ein Freund von Prof. Lesch (etwas zu selbstherrlich) - aber irgendwie konnte ich seinen angeführten Fakten nichts entgegensetzen...

Gruß
Steffen
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von Frank » 6. Aug 2010, 14:22

Wenn wir schon beim Thema sind.
Es gibt eine Sache(oder eine Arbeit)bei der ich schon seit Jahren rummache und es irgendwie doch nicht verstehe.

Ist euch dieses Thema bekannt?

http://theory.gsi.de/~vanhees/faq/nimtz/node12.html

Also,
gibt es nun Überlichtgeschwindigkeit,oder nicht?
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von Maclane » 6. Aug 2010, 14:43

Ja Gonzo, ist schon richtig: man sollte das, was man glaubt zu wissen, auch immer wieder in Frage stellen. Davon lebt ja die Wissenschaft: Probleme zu lösen, die vorher unlösbar waren. ;)

Dass man das Licht nicht überholen kann, steckt halt in der Relativitätstheorie drin (sei es als Postulat oder als Ergebnis). Nur wenn man die Relativitätstheorie überprüft bezüglich all der vorhergesagten Effekte, stellt man immer wieder fest, dass das alles auch so stimmt, wie es in den Formeln drin steht. Demzufolge kann man wohl davon ausgehen, dass das mit der Lichtgeschwindigkeit auch wirklich so ist, denn sonst würden die Experimente ja andere Ergebnisse bringen. U.a. würde auch das GPS nicht so funktionieren, wie es das tut.

Verwirrend ist es allemal. Dass der Raum überlichtschnell expandieren kann, dass Teilchen überlichtschnell tunneln können... Paradoxerweise alles kein Widerspruch zur Relativitätstheorie.

Ob man nun ein Raumschiff überlichtschnell und widerspruchsfrei von einem Ort an den anderen bringen kann... sieht derzeit nicht so aus. Und selbst wenn es gelänge, einen Warp-Antrieb zu entwickeln (Sculetto ist ja schon dran :) ), ist noch lange nicht gesagt, dass es auch praktisch umsetzbar ist.

Gruß
Mac
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von gravi » 6. Aug 2010, 19:23

Stephen hat geschrieben: Aber vielleicht täuschen wir uns auch und es gibt auf Andromeda ein ganz anderes Periodensystem der Elemente... :mrgreen:
Dass ich da widersprechen muss, dürfte wohl klar sein... :wink:
das Periodensystem hat überall im Universum Gültigkeit, die prozentuale Verteilung der Elemente ist global gesehen überall gleich (lokal gibt es natürlich Anreicherungen).

Damit sind im gesamten Kosmos die Bedingungen für die Bildung von Planeten und nicht zuletzt die Entstehung von Leben gleich.

Gonzo hat geschrieben:Es gibt eine Sache(oder eine Arbeit)bei der ich schon seit Jahren rummache und es irgendwie doch nicht verstehe.

Ist euch dieses Thema bekannt?

http://theory.gsi.de/~vanhees/faq/nimtz/node12.html

Also,
gibt es nun Überlichtgeschwindigkeit,oder nicht?
Sieh mal hier:
http://abenteuer-universum.de/einstein/ftl.html#tunn

Gruß
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von belgariath » 6. Aug 2010, 19:33

gravi hat geschrieben:Dass ich da widersprechen muss, dürfte wohl klar sein...
Stephen hat, denke ich, gemeint dass halt eventuell an anderen Stellen des Universums auch andere Gesetze gelten könnten. Es weis ja niemand ob im Coma-Galaxienhaufen die physikalischen Gesetze die gleichen sind wie bei uns.
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von gravi » 6. Aug 2010, 19:39

Das denke ich aber schon.

Naturgesetze - dazu zählen auch die physikalischen - haben im gesamten Kosmos Gültigkeit.
Es kann doch z.B. nicht sein, dass die Hebelgesetze nur auf der Erde funktionieren, in einer anderen Galaxie nicht mehr.
Nein, es sind z.B. überall im Kosmos dieselben Vorgänge, die Sterne leuchten lassen. Es gibt da keine Alternativen.

Gruß
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von Stephen » 7. Aug 2010, 14:21

Hallo zusammen,

ich hatte den Satz:
Stephen hat geschrieben:Aber vielleicht täuschen wir uns auch und es gibt auf Andromeda ein ganz anderes Periodensystem der Elemente... :mrgreen:
eigentlich lediglich ironisch gemeint - deswegen der fette Grinser am Ende.

Sollte aber nur ein Fünkchen Wahrheit hinter den von tensor o.a. Spekulationen stecken (dass u.U. etwas abgeänderte Naturkonstanten in anderen Universen existieren könnten), dann wäre das natürlich möglich. Selbst wenn nur an Bruchteilen eines Promilles an den Konstanten "herum geschraubt" werden würde, hätte das sicherlich gigantische Auswirkungen auf die Natur. Beweisen bzw. widerlegen lässt sich das wohl so schnell nicht... :wink:

Gruß
Steffen
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von gravi » 8. Aug 2010, 18:01

Interessant in diesem Zusammenhang ist vielleicht auch die Vorstellung, dass es im Universum doch Bereiche aus Antimaterie geben könnte (derzeit wird ja danach gesucht im Rahmen von intensiver Forschung über kosmische Strahlung).

Theoretisch wäre es in diesem Fall denkbar, dass auch Lebewesen aus Antimaterie entstanden sein könnten.
Eins steht dann aber für mich fest: Ich wollte mich nicht mit einer Anti- Frau anfreunden...das würde dann vermutlich eine recht kurze und energiereiche Freundschaft... :licht:

Gruß
gravi
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Re: Wahrscheinlichkeit von außerirdischen Leben

Beitrag von Stephen » 9. Aug 2010, 13:39

Lebewesen aus Antimaterie - das klingt unheimlich spannend, faszinierend, schauerlich und abgefahren zugleich. Auf diese Idee ist - glaube ich zumindest - noch kein einziger science-fiction-Autor gekommen.

Wäre es aber wirklich "theoretisch" möglich, dass sich ein Organismus aus Antimaterie bilden kann??? Würde so ein Gebilde nicht sämtliche menschliche Vorstellungskraft sprengen??? Ich bin von Werners Idee jedenfalls begeistert :well:

Gruß
Steffen
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