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Eine Stadt im Weltraum

Entstehung und Entwicklung von Leben, Wahrscheinlichkeit für extraterrestrisches Leben
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Eine Stadt im Weltraum

Beitrag von Frank » 22. Feb 2021, 22:50

Wer das erste Mal davon hört, glaubt an einen Scherz: Eine Stadt im Weltraum wirkt für die meisten Menschen ähnlich unvorstellbar wie ein Düsenjet für die alten Griechen. Doch die Idee hat überraschend viele Anhänger, unter anderem wirbt Amazon-Gründer Jeff Bezos dafür. Und auch Wissenschaftler machen sich Gedanken dazu, wie Siedlungen im All konstruiert sein müssten und was ihr Vorteil wäre. Alles Unfug? Oder eine realistische Zukunftsvision für die Menschheit, jetzt, wo sie erneut einen Rover auf dem Mars abgesetzt hat? Wir haben den finnischen Physiker Pekka Janhunen gefragt, der jüngst ein Konzept für eine Stadt im All ausgearbeitet hat.
https://www.spektrum.de/news/staedte-im ... en/1835341

Die Idee ist wirklich sehr spannend,aber ich teile seinen Optimismus nicht ganz, was die Umsetzung betrifft.
Ansonsten bin ich wirklich angetan von der Idee, weil im Grunde ja wirklich kein Planet außer der Erde für uns passt.
Wie er das mit dem Wasser lösen will, habe ich allerdings nirgends lesen können. :wn:
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Eine Stadt im Weltraum

Beitrag von Herr5Senf » 22. Feb 2021, 23:40

So um 2030 werden die ersten auf dem Mars landen, so gegen 2100 werden dort 1 Mio leben :beer:
https://ria.ru/20210221/mars-1598444727.html nehmt den google-Translator
Die ständige Präsenz von Menschen auf Mars bis zum Ende des Jahrzehnts wird möglich sein, und bis zum Jahr 2100 können wir auf eine
Millionen-Stadt zählen, sagte Robert Szubrin, Präsident der Mars-Gesellschaft, ...
Bevor wir Menschen dorthin schicken, brauchen wir Kraftwerke, Systeme, um Treibstoff aus Marssauerstoff und Wasser zu produzieren",
sagte Subrin, der 1998 die Mars-Gesellschaft als Plattform für Foren und Lobbys für die Erforschung und Eroberung des Mars gründete.
Joe Biden hat seine Prioritäten im Weltraum noch nicht bekannt gegeben :wn: .

PS: https://www.tu.berlin/ueber-die-tu-berl ... -dem-mars/ die machen mit Tonhäusern mit

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Re: Eine Stadt im Weltraum

Beitrag von Frank » 23. Feb 2021, 09:46

Ich möchte aber anfügen, dass es in der von mir zitierten Seiten eben gerade nicht um die Besiedelung eines Himmelskörpers geht, sondern um Städte im Weltraum. (Man holt sich nur das Material von einem der Boliden, die man umkreist.) :wink:

Das Interessante ist nämlich, dass wir Menschen ausschließlich für die Bedingungen auf der Erde geschaffen sind. Das besiedeln von Planeten aller Art(Der Stuss aus Star Trek z.B.), mit zig unterschiedlichen Schwerkraftverhältnissen, schaffen komplett neue Menschen, für die es kein Weg mehr zurück gibt. (Vorausgesetzt sie bekommen es überhaupt hin, erst mal zu überleben. )
Diese Weltraumstadt würde aber gravitative Verhältnisse schaffen, wie auf der Erde, also wären hier keine gesundheitlichen Probleme zu erwarten.
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Eine Stadt im Weltraum

Beitrag von seeker » 23. Feb 2021, 13:48

Hmm... also eine Vision ist das schon... und ich begrüße Visionen. Ich würde aber nicht erwarten, dass in der Richtung in nächster Zeit (den nächsten 100 Jahren?) groß etwas geschehen wird, also Valerian ist noch fern, kleinere Stationen ja, aber Megakonstruktionen eher nicht in absehbarer Zeit.

Für so etwas wären die Hürden einfach enorm, da müsste zuerst die Infrastruktur im interplanetaren Raum da sein, billige Weltraumfahrt, Weltraumbergbau, genügend Weltraumschleudern oder so etwas, usw.

Und dann stellt sich immer noch die Frage, ob es wirklich Sinn macht. Vielleicht dann, wenn es auf der Erde wirklich eng würde, aus welchen Gründen auch immer, ja. Sonst doch wohl zu teuer und es wäre billiger auf der Erde oder auf Himmelskörpern neuen Lebensraum zu schaffen.
Ich frage mich außerdem auch, ob man so ein System als Ökosystem dauerhaft stabil hinbekommen könnte, die Erfahrungen mit Biosphere 2 waren ja nicht die besten.

Nebenbei wird in dem Artikel ein Antriebssystem erwähnt, das mir noch nicht bekannt war:

Electric Solar Wind Sail
http://electric-sailing.fi/

Electric sail
https://en.wikipedia.org/wiki/Electric_sail

Interessant, kannte ich noch nicht... :)
Grüße
seeker


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Re: Eine Stadt im Weltraum

Beitrag von Herr5Senf » 23. Feb 2021, 14:43

Frank hat geschrieben:
23. Feb 2021, 09:46
... , dass es in der von mir zitierten Seiten eben gerade nicht um die Besiedelung eines Himmelskörpers geht, sondern um Städte im Weltraum.

aber warum braucht man das, vernünftige Geburtenkontrolle, Gummifabriken bauen wird billiger, Biospäre schonen, so daß reicht für alle.
;i Vorschlag von Dip

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Re: Eine Stadt im Weltraum

Beitrag von deltaxp » 23. Feb 2021, 15:00

ps: den kulturzyklus von ian banks kann ich nur empfehlen :)

ansonsten: zur frage warum ausbreiten im all, wenn es möglich ist, lässt sich unter anderem mit dem wörtchen redundanz begründen. wenn man ewig auf der erde bleibt geht die wahrscheinlichkeit durch eine kosmische katastrophe irgendwann auszusterben gegen 100%. Der asteroid mit den namen Erde drauf gibt es bestimmt schon da draussen. viel wahrscheinlicher ist allerdings dass wir uns selbst vom angesicht der erde tilgen ohne "fremde" hilfe,

der zweite grund reuszugehen ist dagegen eher profaner natur. die derzeit dominierende gesellschaftsform ist der kapitalismus der nur mit ständigem wachstum funktioniert. da die ressourcen auf der erde nunmal begrenzt sind, ist eine ausbreitung der menschen über die erde hinaus für das überleben des kapitalismus einfach notwendig. ob dieses überleben auch im sinne einer beserren menschlichen gesellschaft ist, sei dahingestellt. aber freiwillig aufgeben wird er sicherlich nicht ;)

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Re: Eine Stadt im Weltraum

Beitrag von seeker » 23. Feb 2021, 16:34

deltaxp hat geschrieben:
23. Feb 2021, 15:00
den kulturzyklus von ian banks kann ich nur empfehlen
Danke für den Tipp, wollte eh mal wieder einen Roman lesen, schau ich mir an. :well:

Ansonsten:
Ja, stimme da zu, die Frage ist: In welchem Zeitrahmen?
Grüße
seeker


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Re: Eine Stadt im Weltraum

Beitrag von Frank » 23. Feb 2021, 16:45

Warum sollte man das tun, mit den Weltraumstädten? Ich glaube er beschreibt es ganz gut.

Die Erde ist wunderschön, bietet erst einmal alles , was wir brauchen.
Man muss aber mal die blaue Brille absetzen und sich anschauen, was von der Erde alles nicht nutzbar ist.
Hier geht es vornehmlich um die Klimazonen, die halt mal unterschiedlich sind. Die Polarzonen, die Sub-polaren Regionen(Weiß er als Skandinavier allzu gut), Wüstengebiete, das Meer höchsten nahe an der Küste , Steppen ...etc.
Effektiv ist das nicht und zerstörerisch dazu, weil die Menschen sich immer mehr auf den Flecken verdichten und ausbreiten, die für sie nutzbar sind.
Natürlich mit den ganzen schrecklichen Folgen für Flora und Fauna.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Eine Stadt im Weltraum

Beitrag von seeker » 25. Feb 2021, 08:58

Ja, vielleicht.
Ich frage mich an der Stelle halt auch, ob es nicht billiger wäre mit technischen Mitteln größere Teile der Erde als Lebensraum erschließen zu können.
Warum nicht ein Analogon dieser Weltraumzylinder im Meer oder den Wüsten, usw.?
Wär das nicht einfacher?
Und wär nicht selbst eine Stadt auf dem Mond einfacher zu bauen?
Aber OK, wenn die Weltraum-Infrastruktur stünde... dann, wer weiß...?
Und klar, die Sache mit der künstlichen Gravitation von 1g durch Rotation wäre ein klarer Vorteil.

Die Gründe, die deltaxp angeführt hat, erscheinen mir da aber eher etwas überzeugender:
deltaxp hat geschrieben:
23. Feb 2021, 15:00
zur frage warum ausbreiten im all, wenn es möglich ist, lässt sich unter anderem mit dem wörtchen redundanz begründen. wenn man ewig auf der erde bleibt geht die wahrscheinlichkeit durch eine kosmische katastrophe irgendwann auszusterben gegen 100%. Der asteroid mit den namen Erde drauf gibt es bestimmt schon da draussen. viel wahrscheinlicher ist allerdings dass wir uns selbst vom angesicht der erde tilgen ohne "fremde" hilfe,

der zweite grund reuszugehen ist dagegen eher profaner natur. die derzeit dominierende gesellschaftsform ist der kapitalismus der nur mit ständigem wachstum funktioniert. da die ressourcen auf der erde nunmal begrenzt sind, ist eine ausbreitung der menschen über die erde hinaus für das überleben des kapitalismus einfach notwendig. ob dieses überleben auch im sinne einer beserren menschlichen gesellschaft ist, sei dahingestellt. aber freiwillig aufgeben wird er sicherlich nicht
Ein weiterer Grund könnte ähnlich dem sein, der viele Leute damals nach Amerika getrieben hat:
Freiheit vom System, in dem man gerade lebt. Die Möglichkeit etwas ganz Neues aufzubauen, eine ganz neue Gesellschaft nach eigenen Vorstellungen.
Grüße
seeker


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Re: Eine Stadt im Weltraum

Beitrag von Frank » 25. Feb 2021, 09:31

seeker hat geschrieben:
25. Feb 2021, 08:58
Ja, vielleicht.
Ich frage mich an der Stelle halt auch, ob es nicht billiger wäre mit technischen Mitteln größere Teile der Erde als Lebensraum erschließen zu können.
Warum nicht ein Analogon dieser Weltraumzylinder im Meer oder den Wüsten, usw.?
Wär das nicht einfacher?
Das wäre bestimmt billiger,aber weißt du was noch billiger ist? Sich Raum, den man für sich selbst braucht, einfach zu nehmen, andere zu verjagen, oder sogar zu töten. Hat die Menschheit schon jahrtausendelang Erfahrung :wink:
seeker hat geschrieben:
25. Feb 2021, 08:58
Und wär nicht selbst eine Stadt auf dem Mond einfacher zu bauen?
Das wäre auch einfacher, aber bei einem sechstel Erdgravitation (1,62 m/s²) müssen wir uns mal die Augen wischen und langsam eingestehen, dass das auf Dauer unmöglich ist. Der eine wird es besser weg stecken, der andere schlechter, aber am Ende sind die gesundheitlichen Folgen gar nicht absehbar. Nehmen wir aber mal an, Menschen passen sich mit der Zeit an. Ein Urlaub auf der Erde ist aber dann auch ein no go, weil der Körper mit der sechsfachen Gravitation gar nicht mehr zurecht kommt.
seeker hat geschrieben:
25. Feb 2021, 08:58
Aber OK, wenn die Weltraum-Infrastruktur stünde... dann, wer weiß...?
Da wir momentan viele Wirtschaftszweige eliminieren, vollkommen automatisieren, oder sonst wie verändern, liegt es auf der Hand, dass man neue Zweige schaffen muss, denn auch in 100 Jahren werden die Menschen noch für ihren Lebensunterhalt sorgen müssen.
seeker hat geschrieben:
25. Feb 2021, 08:58
Die Gründe, die deltaxp angeführt hat, erscheinen mir da aber eher etwas überzeugender:
Für mich nicht, weil es wieder der übliche Kapitalismusbash ist.
Ich halte es beim Kapitalismus , wie Churchill mit der Demokratie.
Frei nach ihm, " der Kapitalismus ist keine gute Wirtschaftsform, aber ich kenne keine bessere momentan."
(Das aber nur am Rande, da dieser Thread nicht politisch werden soll)
seeker hat geschrieben:
25. Feb 2021, 08:58
Ein weiterer Grund könnte ähnlich dem sein, der viele Leute damals nach Amerika getrieben hat:
Freiheit vom System, in dem man gerade lebt. Die Möglichkeit etwas ganz Neues aufzubauen, eine ganz neue Gesellschaft nach eigenen Vorstellungen.
:well:
Vieles geht bei uns ja gerade nicht, weil vieles geschichtlich gewachsen ist, Strukturen verknöchert sind und 95 % der Menschheit noch tief in Traditionen, Religionen und Bräuche verankert ist.
Ob das dann aber besser ist, müssten die Protagonisten einer Weltraumstadt aber erst einmal beweisen.
Die Kulturen auf der Erde sind nämlich in Jahrhunderten gewachsen und sind das Ergebnis aller positiven und negativen Ereignisse.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Eine Stadt im Weltraum

Beitrag von seeker » 25. Feb 2021, 11:38

Frank hat geschrieben:
25. Feb 2021, 09:31
Das wäre auch einfacher, aber bei einem sechstel Erdgravitation (1,62 m/s²) müssen wir uns mal die Augen wischen und langsam eingestehen, dass das auf Dauer unmöglich ist.
Ohne gentechnische Optimierung wahrscheinlich ja.
Wie wäre es mit rotierenden Zylindern oder Kegeln auf der Mondoberfläche oder auf Objekten wie Ceres? Damit könnte man auch 1g künstlich erzeugen.
Ok, aus mechanischen Gründen müsste man dann die einzelnen Rotoren wohl etwas kleiner bauen, weil sie ja dann irgendsoetwas wie eine Achse brauchen, die das Ding dann tragen lönnen muss. Baut man halt mehr dieser Strukturen, gehen müsste das eigentlich prinzipiell auch.
Frank hat geschrieben:
25. Feb 2021, 09:31
Da wir momentan viele Wirtschaftszweige eliminieren, vollkommen automatisieren...
Die Automatisierung könnte ein Gamechanger sein. Wir neigen ja dazu linear zu denken: In 20 Jahren geschieht das Doppelte wie in 10 Jahren und in 100 Jahren das Zehnfache. Aber ist das so? Oft hat man aber auch exponentielle Entwicklungen, distruptive Ereignisse und Entwicklungen, Beschleunigungen.
Was, wenn man eines Tages vollautomatische KI-Weltraum-Roboterschwärme hätte, vielleicht noch selbstreplizierende?
Ab dem Punkt ginge es nur noch darum genügend viel Energie und Ressourcen zu identifizieren, der Rest ginge vollautomatisch voran, aus heutiger Sicht Unvorstellbares wäre plötzlich einfach und schnell darstellbar, wie z.B. ein Dyson-Schwarm um die Sonne zur Energiegewinnung.
Und große Stationen im Weltraum oder auf anderen Himmelskörpern wären dann auch kein Problem mehr und in wenigen Jahren fertig gebaut.
Frank hat geschrieben:
25. Feb 2021, 09:31
Für mich nicht, weil es wieder der übliche Kapitalismusbash ist.
Ich weiß, du bist da unkritisch.
Dann sagen wir mal so: Aus psychologischen Gründen hat der Mensch einen gewissen Expansionsdrang, besonders dann, wenn es in seinem angestammten Habitat eng wird und die Ressourcen knapp werden, eigentlich ist das im Grunde bei allen Lebewesen in irgendeiner Form so.
Und wenn er auf der Erde nicht mehr expandieren kann, dann bleiben eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten: a) der Weltraum, b) virtuelle Welten (VR)
Frank hat geschrieben:
25. Feb 2021, 09:31
Vieles geht bei uns ja gerade nicht, weil vieles geschichtlich gewachsen ist, Strukturen verknöchert sind und 95 % der Menschheit noch tief in Traditionen, Religionen und Bräuche verankert ist.
Ob das dann aber besser ist, müssten die Protagonisten einer Weltraumstadt aber erst einmal beweisen.
Die Kulturen auf der Erde sind nämlich in Jahrhunderten gewachsen und sind das Ergebnis aller positiven und negativen Ereignisse.
Ja, genau. Am Anfang würde es aber nicht um Realitäten gehen, sondern um Hoffnungen, Glauben und Visionen. Da würden sich dann schon genügend Leut finden, die da Bock drauf hätten, da bin ich mir relativ sicher.
Grüße
seeker


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Re: Eine Stadt im Weltraum

Beitrag von Frank » 26. Feb 2021, 16:48

seeker hat geschrieben:
25. Feb 2021, 11:38

Wie wäre es mit rotierenden Zylindern oder Kegeln auf der Mondoberfläche oder auf Objekten wie Ceres? Damit könnte man auch 1g künstlich erzeugen.
Ok, aus mechanischen Gründen müsste man dann die einzelnen Rotoren wohl etwas kleiner bauen, weil sie ja dann irgendsoetwas wie eine Achse brauchen, die das Ding dann tragen lönnen muss. Baut man halt mehr dieser Strukturen, gehen müsste das eigentlich prinzipiell auch.
Man will ja gerade von stationären Einrichtungen auf Himmelskörpern weg, weil die Gefahren eines großen Impacts immer da sind.
Eine Stadt im Weltraum wäre manövrierbar und so könnte man ausweichen.
seeker hat geschrieben:
25. Feb 2021, 11:38
Die Automatisierung könnte ein Gamechanger sein. Wir neigen ja dazu linear zu denken: In 20 Jahren geschieht das Doppelte wie in 10 Jahren und in 100 Jahren das Zehnfache. Aber ist das so? Oft hat man aber auch exponentielle Entwicklungen, distruptive Ereignisse und Entwicklungen, Beschleunigungen.
Was, wenn man eines Tages vollautomatische KI-Weltraum-Roboterschwärme hätte, vielleicht noch selbstreplizierende?
Ab dem Punkt ginge es nur noch darum genügend viel Energie und Ressourcen zu identifizieren, der Rest ginge vollautomatisch voran, aus heutiger Sicht Unvorstellbares wäre plötzlich einfach und schnell darstellbar, wie z.B. ein Dyson-Schwarm um die Sonne zur Energiegewinnung.
Und große Stationen im Weltraum oder auf anderen Himmelskörpern wären dann auch kein Problem mehr und in wenigen Jahren fertig gebaut.
Da ich ein Anhänger von Darwin bin, glaube ich nur an den Weg der kleinen Schritte. An Gamechanging/exponentielle Entwicklungen, halte ich nicht für realistisch mit der Menscheit, wie ich sie in den nächsten 500 Jahren sehe.
Der Kardinalfehler, der meines Erachtens immer gemacht wird ist der, die Entwicklungen der letzten 500 Jahre , 1:1 in die Zukunft zu kopieren.
Es ist wie mit dem Putzen, eines sehr verschmutzten Hauses. Am Anfang sind da riesige Fortschritte zu machen, aber je reiner es wird , umso kleiner werden die Erfolge.

seeker hat geschrieben:
25. Feb 2021, 11:38
Dann sagen wir mal so: Aus psychologischen Gründen hat der Mensch einen gewissen Expansionsdrang, besonders dann, wenn es in seinem angestammten Habitat eng wird und die Ressourcen knapp werden, eigentlich ist das im Grunde bei allen Lebewesen in irgendeiner Form so.
Und wenn er auf der Erde nicht mehr expandieren kann, dann bleiben eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten: a) der Weltraum, b) virtuelle Welten (VR)
Das ist es ja, was ich schon immer sage. Wir können noch so nachhaltig und sparsam sein. Wir verbrauchen aber trotzdem. Dann gehen die Ressourcen anstatt in 500, eben erst in 5000 Jahren zur Neige(die Zahlen sind jetzt völlig willkürlich)
Was sind solche Zeiträume aber, wenn man möchte, dass die Menschheit durch angenommen steigende Vernunft, vielleicht sehr viel länger leben möchte.
Da es das Perpetuum mobile nicht gibt, wird eine Lösung her müssen.
Es bringt aber wenig mit der Lösungssuche anzufangen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.


seeker hat geschrieben:
25. Feb 2021, 11:38
Ja, genau. Am Anfang würde es aber nicht um Realitäten gehen, sondern um Hoffnungen, Glauben und Visionen. Da würden sich dann schon genügend Leut finden, die da Bock drauf hätten, da bin ich mir relativ sicher.
Es gibt viele Menschen auf der Erde, die mit den Systemen hier nicht zufrieden sind. Nehmen die aber ihre Probleme nicht einfach mit?
Eine Weltraumstadt wird viele neue Sichtweisen, Aufgaben und Erkenntnisse bringen, da lege ich mich fest.
Es sind aber immer noch die "Erdensprösslinge" die da wirken. Zumindest anfangs .

Hast du ja bei Star Trek gesehen. Gerade heute, wenn ich mir diverse Folgen mit dem Abstand von von 25 Jahren anschaue, dann sieht man nicht viel SiFi, sondern nur menschliche Probleme, auf ein paar außerirdische Rassen verteilt, mit vielen Themen der damaligen Zeit.
Wenn es nicht manchmal ein paar Raumschiffe gäbe und ein bisschen Wissenschaft, man würde sich wie in einer Daily Soap mit skurrilen Darstellern fühlen. :) 8)
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Eine Stadt im Weltraum

Beitrag von seeker » 27. Feb 2021, 11:02

Frank hat geschrieben:
26. Feb 2021, 16:48
Man will ja gerade von stationären Einrichtungen auf Himmelskörpern weg, weil die Gefahren eines großen Impacts immer da sind.
Eine Stadt im Weltraum wäre manövrierbar und so könnte man ausweichen.
Das wäre ein Vorteil, ja. Möglich wäre übrigens auch einen Asteroiden als Station auzubauen. Rohstoffe und Schutzmantel wären dann schon vor Ort gegeben.
Frank hat geschrieben:
26. Feb 2021, 16:48
Da ich ein Anhänger von Darwin bin, glaube ich nur an den Weg der kleinen Schritte. An Gamechanging/exponentielle Entwicklungen, halte ich nicht für realistisch mit der Menscheit, wie ich sie in den nächsten 500 Jahren sehe.
Auch in der biologischen Evolution gab es nach neuerer Erkenntnis immer beides: Phasen der langsamen kontinuierlichen Entwicklung im Wechsel mit schnellen Sprüngen. Das ist aber hier nicht so wichtig.
Wichtiger ist m.E.: Wenn wir uns nur die technischen Entwicklungen in unserer Lebenszeit anschauen, dann finden wir selbst in dieser kurzen Zeitspanne mehrere disruptive Ereignisse, die in kurzer Zeit alles veränderten: Internet und Smartphones, davor die Atomkraft, Automobile, Erdöl, ..., man findet einiges. Die Zukunft wird uns KI und Big Data bescheren, das wird auch disruptiv werden, 3D-Druck, Nanotechnologien und Robotik werden auch immer leistungsfähiger.
Frank hat geschrieben:
26. Feb 2021, 16:48
Der Kardinalfehler, der meines Erachtens immer gemacht wird ist der, die Entwicklungen der letzten 500 Jahre , 1:1 in die Zukunft zu kopieren.
Es ist wie mit dem Putzen, eines sehr verschmutzten Hauses. Am Anfang sind da riesige Fortschritte zu machen, aber je reiner es wird , umso kleiner werden die Erfolge.
Da ist wiederum auch etwas dran.
Ich denke es gibt beides: Entwicklungen, die irgendwann ausentwickelt sind und wo es dann stockt und andererseits aber auch disruptive neue Technologien, wo es dann sprunghaft vorwärts geht.
Frank hat geschrieben:
26. Feb 2021, 16:48
Das ist es ja, was ich schon immer sage. Wir können noch so nachhaltig und sparsam sein. Wir verbrauchen aber trotzdem. Dann gehen die Ressourcen anstatt in 500, eben erst in 5000 Jahren zur Neige(die Zahlen sind jetzt völlig willkürlich)
Richtig! Nur hätte man im letzteren Fall mehr Zeit sich anzupassen und all die Dinge zu tun, über die wir hier gerade reden. :wink:
Weißt du, wann Spezies in der Geschichte ausgestorben sind?
Sie sind meist dann ausgestorben, wenn sich ihre Umwelt so schnell verändert hat, dass sie keine Zeit zur Anpassung hatten.
Frank hat geschrieben:
26. Feb 2021, 16:48
Es gibt viele Menschen auf der Erde, die mit den Systemen hier nicht zufrieden sind. Nehmen die aber ihre Probleme nicht einfach mit?
Ganz genau!
Du kannst nicht vor dir selber fliehen. Wenn du also etwas verbessern willst bzw. vorankommen, dann musst du auch dich selber ändern. Keinesfalls reicht es aus nur deine Umgebung bzw. die äußeren Umstände ändern zu wollen. Wobei beides sich ja wiederum wechselseitig beeinflusst.

Deshalb bleibt uns aus meiner Sicht keine Wahl, wenn wir bestehen wollen:
Wir müssen auch schauen, dass wir uns zivilisatorisch weiterentwickeln, wir brauchen mehr Zivilisiertheit, auch immer bessere Wege, um unsere biologische Natur einzuhegen, wir müssen schauen, dass wir besser werden als wir sind (ganz im Sinne von Star Trek).
Schaffen wir das, dann werden wir gedeihen, schaffen wir es nicht, na dann...

Ich meine, es ist ja außerdem auch so:
Was an der Menschheit ist es denn überhaupt wert, dass es überleben soll?
Unsere Abgründe, Rohheit, Grausamkeit, Verderbtheit, Zerstörungswut, Egoismen, allg. das Böse sicher nicht.
Frank hat geschrieben:
26. Feb 2021, 16:48
Hast du ja bei Star Trek gesehen. Gerade heute, wenn ich mir diverse Folgen mit dem Abstand von von 25 Jahren anschaue, dann sieht man nicht viel SiFi, sondern nur menschliche Probleme, auf ein paar außerirdische Rassen verteilt, mit vielen Themen der damaligen Zeit.
Wenn es nicht manchmal ein paar Raumschiffe gäbe und ein bisschen Wissenschaft, man würde sich wie in einer Daily Soap mit skurrilen Darstellern fühlen.
Ja, das ist mir auch schon aufgefallen, zu einem guten Teil ist das zumindest so.
Grüße
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