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Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Physik der Elementarteilchen, Teilchenbeschleuniger; insbs. eine einführende Artikelserie in das Thema
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deltaxp
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Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von deltaxp » 2. Sep 2015, 09:32

Hi Tom, und alle anderen die dazu was sagen können.

Ich hänge mal wieder bei der spontanen Symmetriebrechung oder vielmehr bei der verborgenen Symmetrie im higgs-feld etwas fest.

es gibt ja immer diese anschaulichen Erklärungen wie die Fermionen ihre masse erhalten durch Interaktion mit dem higgsfeld ähnlich wie wenn man durch wasser läuft oder das berühmte heisse model, was sich durch eine reportermenge den weg zu bahnen versucht, währende der Hausmeister einfach durchgelassen wird.

aber diese vergleiche nerven mich einfach, weil danach würde das Fermion durch die Wechselwirkung mit dem higgs-vakuum ja energieverlieren und zum stillstand kommen. aber die Wechselwirkung, die ihnen masse verleiht ist reibungsfrei, die fliegen da einfach weiter solange sie nicht mit nem anderen Feld wechselwirken.

malt malt um die ww mit dem higgsfeld zu symbolisieren ja gerne den feynman-graphen in der art

____|_____|______|____ (die "x" es am oberen ende die das eintauchen ins higgs-vakuum beschreiben lass ich mal weg)

wie man das in der lagrange-dichte alles hinkriegt habe ich denke ich halbwegs begriffen. der trick mit der Yukava kopüplung ist, dass sich die masse wie ein SU(2) doublett transformiert und damit die SU(2)L-eichinvarianz erhalten bleibt, wass es nicht tun würde, wenn sich die masse wie ein singlett transformieren würde (wie in der QED, da stört das nicht, da es in der reinen QED keine Paritätsverletzung gibt)

aber letzlich muss man es dann doch auch durch feynmangraphen wie oben beschreiben können. und da frag ich mich, wie ist die impuls-Bilanz bei dieser Wechselwirkung mit den higgsfeld. Ich glaube ich weiss dass es sich bei obiger darstellung nicht um die radialen Anregungen, als das higgs-boson, sondern um
die Anregungen entlang des "SU(2)-Kreises" in der Rinne des Potentialminimums des Mexican-hat-Higgspotentials handelt und das dies keine Energie kostet muss. die radialen Anregungen gibt es auch in der Expansion der yukawa-kopplung, die machen auch ein higgs-fermion-fermion vertex, wie h->t+tbar aber die sind doch damit nicht gemeint oder doch ? als virtuelles low-energy-limit higgs ? keine Ahnung.
Die landläufige Erklärung am vertex ist dann immer, dass die Fermionen masselos sind und durch die ständige Wechselwirkung sozusagen einen zickzak kurs laufen, was einen längeren weg ergit und somit die effektive Geschwindigkeit von a nach b kleiner als c ist, was effektiv eine masse bedeutet. aber zick-zacking heisst impulsübertrag und zwar ins und vom vacuum.

aber wenn das so leicht zu erklären wär, wer garantiert mir dann, dass die impulsbilanz am anfang und ende gleich sind, also auch dass die urspruengliche Richtung zb auch erhalten bleibt. wenn ich einfach willkürlich mehrfach streue ändert sich netto dann doch typischerweise Richtung und Speed. Bei Selbstwechselwirkung ist das ja klar, aber wenn ein Higgs dass das die chiralität flippt ins vacuum verschwindet und ein anderes aus dem vacuum wieder die chiralität zurückflippt, wiso haben die gleich grosse entgegengesetzte k^2, dass es sich aufhebt ?

liegt die antwort darin, dass man wenn man das genau durchrechnen will darin, dass man alle Möglichkeiten in der Amplitude kohärent aufsummieren muss und sich am ende dann dieser Effekt ergibt ? als das obige graph nur einer von unendlich vielen Möglichkeiten ist ?

also ___(eff mass)= | ____ +___|___ + ___|__|___ + __|__|__|__ + ... |^2

das sozusagen am ende rauskomt, das wahrscheinlichste Ergebnis ist ein längerer weg von a nach b mit der Eigenschaft das anfangsimpuls gleich endimpuls ist und der längere weg des masselosen Fermions zwischen den unendlich vielen Wechselwirkung mit dem higgsfeld am ende die effektive masse ergibt ?

ich bin da etwas ratlos, insbesondere weil für die massiven vektorbosonen (bis aufsphoton) die Wechselwirkung ja gerade zur kurzreichweitigkeit führt mit dem yukawa potential aka wie die kurze eindringtiefe von photonen in den den supralaeiter wegen der der Wechselwirkung mit den skalaren cooperpaar Kondensat, was ja analog zum higgsfeld ist (meissner ochsenfeld Effekt)

und habe dazu im netz wenig gefunden. die meisten begnügen sich mit der lagrangedichte.
Ich wäre für Anregungen (haha, nicht die des higgsfeldes^^) recht dankbar

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von tomS » 5. Sep 2015, 08:27

Ich habe versucht, ein paar Quellen zu finden. Ich denke, mittels "naiven Feynmandiagrammen" wirst du den Mechanismus nicht beschreiben können.

Erste Frage: Feynmanduagramme resultieren aus der Störungstheorie in einem kleinen Parameter, üblicherweise der Kopplungskonstanten. Was soll denn die "kleine Kopplungskonstante" sein, in der du entwickelst?

Zweite Frage: Das Pfadintegral liefert eine Methode, eine Quantenfeldtheorie als "klassische Lösung + Fluktuationen" zu schreiben, wobei die Fluktuationen sukzessive in Störungstheorie ausgewertet werden. Die klassische Lösung enthält gerade keine Fluktuationen. Damit enthält sie auch keine Wechselwirkungen derselben, also keine Vertizes, und damit resultieren keine Feynmandiagramme. Was sollen deine Fluktuationen sein?
Gruß
Tom

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von deltaxp » 7. Sep 2015, 11:13

tomS hat geschrieben:Ich habe versucht, ein paar Quellen zu finden. Ich denke, mittels "naiven Feynmandiagrammen" wirst du den Mechanismus nicht beschreiben können.

Erste Frage: Feynmanduagramme resultieren aus der Störungstheorie in einem kleinen Parameter, üblicherweise der Kopplungskonstanten. Was soll denn die "kleine Kopplungskonstante" sein, in der du entwickelst?

Zweite Frage: Das Pfadintegral liefert eine Methode, eine Quantenfeldtheorie als "klassische Lösung + Fluktuationen" zu schreiben, wobei die Fluktuationen sukzessive in Störungstheorie ausgewertet werden. Die klassische Lösung enthält gerade keine Fluktuationen. Damit enthält sie auch keine Wechselwirkungen derselben, also keine Vertizes, und damit resultieren keine Feynmandiagramme. Was sollen deine Fluktuationen sein?
Wie gesagt Tom, ich bin da eben auch ratlos. ich sehe nur immer die Erklärungen. und finde keinen Feynman-Graphen dazu, obwohl man das immer so hinmalt. Bei den Vektor-Bosonen verschluckt man die die Gold-Stone-Bosonen durch die unitäre Eichung und verschafft so denen den longitudinalen Freiheitsgrad. Bei den Fermionen mit masse habe ich gefunden, dass man den den Propagator 1/(k^2-m^2) für k^2>m^2 in reihe entweckelt und so auf die obige graphik kommt und bei jedem "m-vertex" so ein kreuz macht. dort wird die chiralität geswitcht, denn das macht ein masseterm wie ich gelernt habe.
Die Kopplung ist also der masseterm, bzw Yukava-Kopplungskonstante mit Higgs-Vacuum-Erwartungswert (vev). Zur Pfadintegraldarstellung bin ich ohnehin überfragt.

in der qed kann man das so lassen, weil die elektromagnetische Wechselwirkung eben nunmal keinen unterschied zwischen links und rechtshäändig macht. aber in der schwachen wechselwirkung nunmal nicht, die koppelt nur an linkshändige Teilchen (genauer gesagt linkshändige isospindoublett und nicht ans rechstshändige singlet). also muss die schwache Ladung nunmal irgendwohin, wenn der flip von links nach rechts kommt, sie muss ins vacuum, und sie kommt aus dem vacuum, wenn der flip von rechts nach links kommt. und das geht eben, wenn man ein unendlich schwachgeladenes Vakuum hat. eben das higgsfeld mit einem von null verschiedenen vakuum-erwartungswert und dem entarten vacuum (die rinne in dem potential). also findet dort irgendeine Wechselwirkung mit dem higgsfeld statt, wo schwache Ladung (und chiralität) rein und rausgehen kann (hinweis: helizität bleibt erhalten, higgsfeld ist skalar, schleppt keinen drehimpuls weg wie die eichfeldbosonen). und deswegen malt man immer diesen graph. mit der gestrichelten Linie die ins Vakuum geht.

aber wenn man das aus-ixt, steht a ende des tages dort nur der vakuumerwartungs und die yukawa-kopplungskonstante, um den entwickelt wird und dann die Wechselwirkung mit den (radialen) higssfeld-anregungen, die ebenfalls von der yukawa-kopplungsstärke der Fermionen an das higgs-vev abhängt. aber wenn die Wechselwirkung mit diesen tatsächlichen higgsteilchen gemeit ist, dann schleppen die auch Impulse. ausser dass man eben das k^2->0 Limit mit der reinen vakuumwechselwirkung meint und nur schwache Ladung und Chiralität mit dem Vakuum getauscht wird. aber wenn das k^2-> Limit gemeint ist, wieso sollte dann der weg länger werden werden und sub-Lichtgeschwindigkeit vorgetäuscht werden. und wenn nicht das k^2->0 Limit gemeint sondern man sich rein elastische Streuung mit dem higgsfeld-vev erfolgt, dann bleibt die frage mit der richtungserhalten.

ich hab genau das gleiche Problem wie du. so oder so, kann an dieser feynmangraphendarstellung, die ja immer an genaue mathematische regeln geknüpft ist irgendwas nicht stimmen. ich finde absolut nix zur impulsbilanz bei diesen Darstellung, nada niente. diese Argumentation des zick-zagging (was impulsüberträge braucht) und dadurch effektive unterlchtgeschwindigkeit und masse. irgendwas ist da wiedermal nur sehr grob. ich werde da selber weitersuchen, aber ich fürchte um da auf befriedigende antworten zu kommen, werde ich mir abends nochmal Vorlesungen zur Quantenfeldtheorie und Standardmodell reinziehen müssen (ich hatte gehofft das vermeiden zu können)

Wenn dir oder anderen was dazu einfällt. Ich nehme da jeden Hinweis gern entgegen.

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von tomS » 7. Sep 2015, 12:11

deltaxp hat geschrieben:Wie gesagt Tom, ich bin da eben auch ratlos. ich sehe nur immer die Erklärungen. und finde keinen Feynman-Graphen dazu, obwohl man das immer so hinmalt.
was malt man so hin?
deltaxp hat geschrieben:Bei den Vektor-Bosonen verschluckt man die die Gold-Stone-Bosonen durch die unitäre Eichung und verschafft so denen den longitudinalen Freiheitsgrad. Bei den Fermionen mit masse habe ich gefunden, dass man den den Propagator 1/(k^2-m^2) für k^2>m^2 in reihe entweckelt und so auf die obige graphik kommt und bei jedem "m-vertex" so ein kreuz macht.
wenn da ein "m" steht und kein Higssfeld, dann hat man doch bereits Vakuumerwartungswert und Fluktuationen getrennt, d.h. einen effektiven Propagator für massive Fermionen

was willst du jetzt: masselose Fermionen mit Termen (Feynmandiagrammen) zur Masserzeugung? oder massive Fermionen?
deltaxp hat geschrieben:in der qed kann man das so lassen, weil die elektromagnetische Wechselwirkung eben nunmal keinen unterschied zwischen links und rechtshäändig macht. aber in der schwachen wechselwirkung nunmal nicht, die koppelt nur an linkshändige Teilchen (genauer gesagt linkshändige isospindoublett und nicht ans rechstshändige singlet). also muss die schwache Ladung nunmal irgendwohin, wenn der flip von links nach rechts kommt, sie muss ins vacuum, und sie kommt aus dem vacuum, wenn der flip von rechts nach links kommt. und das geht eben, wenn man ein unendlich schwachgeladenes Vakuum hat. eben das higgsfeld mit einem von null verschiedenen vakuum-erwartungswert und dem entarten vacuum (die rinne in dem potential). also findet dort irgendeine Wechselwirkung mit dem higgsfeld statt, wo schwache Ladung (und chiralität) rein und rausgehen kann (hinweis: helizität bleibt erhalten, higgsfeld ist skalar, schleppt keinen drehimpuls weg wie die eichfeldbosonen). und deswegen malt man immer diesen graph. mit der gestrichelten Linie die ins Vakuum geht.
habe ich so noch nicht gesehen ...

ich such' mal selbst was zusammen
Gruß
Tom

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von tomS » 7. Sep 2015, 12:22

Gruß
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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von deltaxp » 7. Sep 2015, 14:35

hier zum Beispiel

http://www.quantumdiaries.org/author/fl ... do/page/3/

weiter unten ab etwa der mitte des Blogs

letzlich ----X ein Linie die terminiert und KEIN Initial oder final state ist, also eher Propagator charachter trägt, gemalt wird das dann meist so

\_ _ _ _ X
/
also das von unten nach oben ist die Fermion Linie und das ---X symbolisiert die WW mit dem Higgs VeV

Wegen dem "so hab ich das noch nicht gesehen"

Ich bin zwar in der lage mit gewissen aufwand durch formalismen durchzusteigen, aber ich bin nicht so der formale typ :), versuch immer eine Interpretation der Gleichungen zu finden. Also die beiden paper hab ich runtergeladen, aber das dauert bis ich da durch bin. Der link, den ich oben geschickt habe scheint aber dazu mehr ins Detail zu gehen. da wird ich erstmal forsten.

und gebrochene Symmetrie heisst nunmal das es eine Verletzung einer normalerweise zur Symmetrie gehöreneden erhaltungsgrösse gibt. und das ist die schwache Ladung. aber gebrochen wird sie nicht explizit in der lagrangedichte des Standard modells, sondern durch das vacuum-minimum. energieminimum beats Symmetrie. die potential-rinne benötigt keine Energie zur Anregung im Gegensatz zur radialen Anregung was die gesuchten higgs-bosonen am lhc sind, der direkte nachweis des higgsfeldes (sind sozusagen dichteschwankungen des higgsfeldes). wenn man die gesamtsymmetrie betrachtet, Teilchen + vacuum ist die Symmetrie erhalten, nur halt bei der Betrachtung um das vacuum nicht.

aber schon mal danke für deine hilfe.

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von tomS » 7. Sep 2015, 17:18

Du meinst sicher
The Higgs is special
It turns out that the Higgs has a trick up it’s sleeve that the other particles in the Standard Model do not. In the language of Feynman diagrams, a Higgs line can terminate ...

The “x” means that the line just ends; there are no other particles coming out. Very peculiar! We know that ordinary particles don’t do this… we don’t see matter particles disappearing into nothing, nor do we see force particles disappearing without being absorbed by other particles. We can think about what happens when matter and anti-matter annihilate, but there we usually release energy in the form of force particles (usually photons). The above rule tells us that a single Higgs line—happily doing its own thing—can be suddenly be cut off. It shouldn’t be read as an initial state or final state particle. It’s just some intermediate line which happens to stop.

...

Claim: the above Feynman rule is a contribution to the Higgs mass.

...

1. The Higgs boson has a special Feynman rule where a line can terminate.
2. This means we can take any interaction and effectively remove the Higgs line by terminating it immediately after the vertex.
3. In particular, this means that we generate a vertex with just two lines.
4. This vertex with two lines should — for reasons which are presently mysterious — be identified with mass.
Wenn du dafür eine vernünftige Quelle finden könntest, kann ich evtl. weiterhelfen. Ich sehe das so zum aller ersten Mal.

EDIT: hab' jetzt nochmal gesucht; ich finde derartige Vertizes nicht (unitary gauge, R-xi gauge, speziell Feynman gauge ... nichts dergleichen)
Gruß
Tom

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von deltaxp » 7. Sep 2015, 18:16

ja genau das mein ich.

in dem Forum Beitrag steht wenigstens dass der ---X k^2=0 hat, also je nach Eichung dann wohl "low Energie Limit real higgs" oder nen Goldstone higgs. und dort steht auch wenigstens, dass das heuristisch zu betrachten ist mit dem "bumping on higgs-field vacuum"

in der Praxis lässt man die ----x ja weg und setzt den masseterm ein oder eben yukawa-kopplung mal higgs-vev durch wurzel2 glaub ich.

das ist das was ich meine mit diesen Analogien. wenn man ins Detail geht, gehen sie daneben. ich werd mal weiter forsten. aber erstmal dank dir. am besten den Blogger mal selber fragen.

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von deltaxp » 14. Sep 2015, 11:00

hi Tom,

der filip Tanedo von dem Quantum diary blog hat mir eine antwort gegeben, die für mich plausibel erscheint, auch wenn ich nicht in der lage bin, das wirklich nachzurechnen. aber es scheint halt tatasache so zu sein, dass das bumping im higgsfeld in der tat nur ein Cartoon ist, um es unbedarften gesitern wie mir näher zu bringen. in der tat muss man die ganze reihe mit dem massenterm -x en kohärent aufsummieren, um dabei eben die effektive teilchengeschwindigkeit, also gruppengeschwindigkeit ist das dann wohl rauszukriegen. und da kommt eben kleiner als licht bei raus. (es geht hier nicht um selbstenerhgie, die die masse selbst nochmal verändert).
Filip Tanedo hat geschrieben:
The picture is a bit of a cartoon, and it's always difficult to know where the cartoon is really accurate and where it's a sketch.

I believe that at each vertex, i.e. each mass insertion ---x----, energy and momentum are both conserved. Thus there really should not be a zig zag, the direction of the fermion remains straight. The zig zag is a cartoon for imagining why a particle "traveling at the speed of light" would take longer to traverse a distance when it bumps into the higgs field versus another "speed of light" particle that doesn't bump into the higgs.

You're absolutely right that the massive line is equal to a sum of lines with one, two, three, etc. interactions with the Higgs field! In fact, what happens is that this forms a geometric series that can be resummed in the usual way. The resummation gives an expression that can be read as a particle that travels classically with a velocity (momentum) that is less than the speed of light (less than its total energy).

To say it in a slightly different way, one could say that the speed of the particle is a classical property. It comes from the classical wave functions. When one quantizes the theory, there is still a notion of this classical velocity that carries over. The classical field, however, is somehow a "macroscopic" behavior of the quantum field. That is to say: the Taylor expansion associated with a Feynman diagram series is not really capable of capturing is macroscopic behavior without somehow trying to do something like the resummation above.

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von tomS » 14. Sep 2015, 12:27

Die "resummation" würde mich interessieren.

Es ist ja so: ich darf im Pfadintegral eine neue Integrationsvariable einführen, d.h. statt über i) das Higgsfeld (mod Eichrtrf.) integriere ich über ii) die Fluktuationen des Higgsfeldes (mod Eichrtrf.); d.h. ich verschiebe meine Integrationsvariable um den Vakuumerwartungswert .

(ii) ist das, was man üblicherwiese aus Büchern kennt
(i) wäre nun sowas wie dein "zig-zag", d.h. die "resummation"

Gibt's genau dazu eine Arbeit?
Gruß
Tom

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von deltaxp » 14. Sep 2015, 12:31

tomS hat geschrieben:Die "resummation" würde mich interessieren.

Es ist ja so: ich darf im Pfadintegral eine neue Integrationsvariable einführen, d.h. statt über i) das Higgsfeld (mod Eichrtrf.) integriere ich über ii) die Fluktuationen des Higgsfeldes (mod Eichrtrf.); d.h. ich verschiebe meine Integrationsvariable um den Vakuumerwartungswert .

(ii) ist das, was man üblicherwiese aus Büchern kennt
(i) wäre nun sowas wie dein "zig-zag", d.h. die "resummation"

Gibt's genau dazu eine Arbeit?
ich hab zumindest nichts darüber gefunden, das einzige, was ich noch zur reiehensummation gefunden habe ist ein anderer blog
http://scienceblogs.de/hier-wohnen-drac ... steilchen/

ich tippe, ea spassiert ist kein zick-zack im herkömmlichen sinne, sondern eine Aufteilung in wellen mit verschiedenen phasengeschwindigkeiten und die grupengeschwindigkeit ist dann v<c und so die masse. also es geht nicht um impuls-übertrag ans higgsvacuum (wäre auch komisch). ich kann den Blogger ja auch mal fragen.

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von tomS » 14. Sep 2015, 15:49

Mich würden genau diese verschiedenne Propagatoren sowie die Resummation über die "Kringel" interessieren.

Als Bildchen ist das alles ganz nett, aber ich würd's gern rechnen können
Gruß
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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von deltaxp » 14. Sep 2015, 17:00

für mich sieht das aus wie eine reihenentwicklung um m^2=0, also

1/(k^2-m^2)=1/k^2 - m^2*/k^4 + 2 m^4/k^6 - 3 m^6/k^8 ....

(verdonner mich jetzt nicht wegen koeffizienten^^)

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von tomS » 14. Sep 2015, 17:20

Ja.

Aber das muss ja irgendwie als Feynman-Diagramme aus dem Pfadintegral folgen
Gruß
Tom

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von deltaxp » 15. Sep 2015, 16:28

kann ich leider nicht weiterhelfen.

ich befürchte mehr wird man dazu nicht finden. man nehme einen Propagator mit massenterm, entwickle ihn in eine potenzreihe und betrachte die einzelnen Elemente als feynman-graphen.

wenn man die lagrangedichte nimmte da kommt als kopplungsterm mit dem higgsvacuum in der yukawa-kopplung nur ja
nur raus -lamba*v/sqr(2) psi*psi + ww-term mit higgs-anregung aka higss-boso

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von FKM » 20. Sep 2015, 23:00

deltaxp hat geschrieben: es gibt ja immer diese anschaulichen Erklärungen wie die Fermionen ihre masse erhalten durch Interaktion mit dem higgsfeld ähnlich wie wenn man durch wasser läuft oder das berühmte heisse model, was sich durch eine reportermenge den weg zu bahnen versucht, währende der Hausmeister einfach durchgelassen wird.

aber diese vergleiche nerven mich einfach, weil danach würde das Fermion durch die Wechselwirkung mit dem higgs-vakuum ja energieverlieren und zum stillstand kommen. aber die Wechselwirkung, die ihnen masse verleiht ist reibungsfrei, die fliegen da einfach weiter solange sie nicht mit nem anderen Feld wechselwirken.
Ich wäre für Anregungen (haha, nicht die des higgsfeldes^^) recht dankbar
Ich habe zwar keine Antworten oder Anregungen auf die Fragen in diesem Thread, aber über die verlinkten Seiten bin ich auf einen auch für interessierte Laien relativ verständlichen, anregenden Vortrag von Leonard Susskind über den Higgs-Mechanismus gestoßen, der eben nicht beim Party-Modell stehen bleibt, sondern dieses als irreführend entlarvt:

http://www.youtube.com/watch?v=JqNg819PiZY
http://walter.bislins.ch/blog/index.asp ... echanismus (deutsche Übersetzung mit Illustrationen von Teilen des Vortrags)

Wenn ich den Vortrag richtig verstanden habe?, dann gibt es eigentlich keine Masse, in dem Sinne, dass (Ruhe-)Masse eine Eigenschaft eines Teilchens wäre, die Masse setzt sich grundsätzlich aus Bindungs- und Bewegungsenergie zwischen Teilchen und Feldern zusammen (nach E=mc^2). Da sei das Higgs-Feld kein Sonderfall. Nur die Form des Higgs-Feldes (Mexiko-Hut) ist speziell. In seinem Vortrag führt Susskind neue Begriffe Zilch-Ladung und Ziggs-Boson ein, um die Interaktion mit dem Higgs-Feld/Kondensat einfacher erklären zu können. Was er mit "Zilch" und "Ziggs" gemeint hat, wird hier erklärt: http://www.thescienceforum.com/physics/ ... post589976

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von seeker » 21. Sep 2015, 12:59

Interessante Links FKM, danke!

Grüße
seeker
Grüße
seeker


Mache nie eine Theorie zu DEINER Theorie!
Denn tut man das, so verliert man zumindest ein Stück weit seine Unvoreingenommenheit, Objektivität.

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von deltaxp » 24. Sep 2015, 09:14

danke, den kenn ich natürlich. Aber auch der beantwortet meine frage nicht.

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Re: Yukawa Kopplung der Fermionen mit Higgs-Vakuum

Beitrag von tomS » 24. Sep 2015, 11:16

ohne Mathe geht da nichts
Gruß
Tom

«while I subscribe to the "Many Worlds" theory which posits the existence of an infinite number of Toms in an infinite number of universes, I assure you that in none of them am I dancing»

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