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Fehlende kosmische Materie aufgespürt

Themen zur Kosmologie, Urknall, inflationärer Kosmologie, Expansion, Entwicklung und Zukunft des Universums
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Frank
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Fehlende kosmische Materie aufgespürt

Beitrag von Frank » 21. Jun 2018, 21:09

Zwanzig Jahre dauerte die Suche nach einem wesentlichen Teil der sogenannten baryonischen Materie, aus der Sterne, Planeten und auch wir bestehen. Mit dem Röntgensatelliten XMM-Newton wurden Astronomen nun endlich fündig: Etwa die Hälfte der gewöhnlichen Materie verbirgt sich in Form von heißem Gas mit Temperaturen von 100 000 bis 10 Millionen Grad Celsius in filamentförmigen Strukturen zwischen den Galaxien. Ihre Beobachtungen stellt das Team jetzt im Fachblatt „Nature“ vor.
https://www.weltderphysik.de/gebiet/uni ... fgespuert/

Was sind filamentförmigen Strukturen zwischen den Galaxien?
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Fehlende kosmische Materie aufgespürt

Beitrag von ralfkannenberg » 22. Jun 2018, 10:30

Frank hat geschrieben:
21. Jun 2018, 21:09
Was sind filamentförmigen Strukturen zwischen den Galaxien?
Hallo Frank,

da brauchst Du nur einen Absatz weiter zu lessen:
Computersimulationen der kosmischen Entwicklung deuten seit Langem an, dass sich die fehlende baryonische Materie als heißes Gas außerhalb von Galaxien verbirgt – bevorzugt in sogenannten Filamenten. Diese Filamente verbinden große Ansammlungen von Galaxien.
Vielleicht hast Du auch schon von dieser "Wabenstruktur" gehört; das ist gut auf der Wikipedia beschrieben:

Filamente und Voids
Die Materieverteilung des Universums ähnelt astronomischen Beobachtungen und Simulationen zufolge auf großen Skalen einer Wabenstruktur, die durch Filamente (Materieansammlungen) und die dazwischenliegenden Voids (Hohlräume) gebildet wird. Als Filamente (von lateinisch filum „Faden“) bezeichnet man die fadenförmigen Verbindungen im Universum zwischen Galaxienhaufen und Superhaufen mit einer höheren lokalen Galaxiendichte um riesige Hohlräume (Voids) herum. Voids (englisch für Lücke, Leerraum) sind in der Astronomie und in der Astrophysik riesige Leerräume zwischen den größeren Strukturen des Universums.
Bemerkung: Original-Formattierungen nicht übernommen


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Fehlende kosmische Materie aufgespürt

Beitrag von deltaxp » 22. Jun 2018, 12:59

im wesentlichen dunkle Materie, wo sich dann de Galaxien ansammeln.

ich persönlich glaub nicht mehr so wirklich an dm. aber egal was es ist, die Wirkung ist so

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ralfkannenberg
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Re: Fehlende kosmische Materie aufgespürt

Beitrag von ralfkannenberg » 22. Jun 2018, 15:54

deltaxp hat geschrieben:
22. Jun 2018, 12:59
im wesentlichen dunkle Materie, wo sich dann de Galaxien ansammeln.
Hallo deltaxp,

das habe ich jetzt nicht verstanden: was konkret ist Deiner Meinung nach hier die Dunkle Mateire ? Die Filamente ja nicht, das ist ja baryonische Materie.

Und diese Voids wohl auch nicht, denn die sind ja weitgehend "leer".


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Fehlende kosmische Materie aufgespürt

Beitrag von Skeltek » 22. Jun 2018, 17:14

Dunkle Materie ist für mich der widersinnige Versuch, für 4-7 verschiedene Anomalien des bestehenden physikalischen Standard Mainstream-Models eine möglichst primitive einfache singuläre Lösung zu postulieren. DM ist da ja natürlich der beste Kandidat, weil man so eine einzelne Lösungsidee gleich für mehrere Anomalien auf einmal verbuchen kann - auch wenn es doch an etlichen Ecken nicht ganz passt.
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Re: Fehlende kosmische Materie aufgespürt

Beitrag von ralfkannenberg » 24. Jun 2018, 10:13

Skeltek hat geschrieben:
22. Jun 2018, 17:14
Dunkle Materie ist für mich der widersinnige Versuch, für 4-7 verschiedene Anomalien des bestehenden physikalischen Standard Mainstream-Models eine möglichst primitive einfache singuläre Lösung zu postulieren. DM ist da ja natürlich der beste Kandidat, weil man so eine einzelne Lösungsidee gleich für mehrere Anomalien auf einmal verbuchen kann - auch wenn es doch an etlichen Ecken nicht ganz passt.
Hallo Skeltek,

ich verstehe offen gestanden nicht, welches Problem Du mit der Dunklen Materie hast, so dass Du Dich zu dieser Wortwahl hinreissen lässt. Und der MOND-Ansatz führt ja auch nicht zu den gewünschten Ergebnissen, sondern konnte eher bislang nicht völlig ausgeschlossen werden.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Fehlende kosmische Materie aufgespürt

Beitrag von Skeltek » 24. Jun 2018, 20:58

Mich stört lediglich, dass das Model bevorzugt wird, weil es gleich mehrere Phänomene zu 60-95% erklärt. Es wirkt Bestrebungen entgegen andere oder neue Ansätze zu betrachten, weil hier subjektiv Ockhams Rasiermesser für die bessere Wahl gehalten wird. Letztlich wird die subjektive Einschätzung der Wahrheitswahrscheinlichkeit zu Gunsten der Theorie verstärkt, obwohl sie möglicherweise Einzelphänomene betrachtend vermutlich eher als nur zu 50% als wahrscheinlich betrachtet würde.
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Re: Fehlende kosmische Materie aufgespürt

Beitrag von ralfkannenberg » 25. Jun 2018, 10:13

Skeltek hat geschrieben:
24. Jun 2018, 20:58
Mich stört lediglich, dass das Model bevorzugt wird, weil es gleich mehrere Phänomene zu 60-95% erklärt.
Hallo Skeltek,

Du sprichst in Rätseln. Kannst Du nicht ein bisschen konkreter werden was Du meinst ?

Skeltek hat geschrieben:
24. Jun 2018, 20:58
obwohl sie möglicherweise Einzelphänomene betrachtend vermutlich eher als nur zu 50% als wahrscheinlich betrachtet würde.
Also ganz konkret, welche Einzelphänomene Du meinst. - Sprichst Du die Grand Unified Theories an, die durch ein Zusatzteilchen (leichtester SUSY-Partner) ebenfalls besser erklärbar wären ? Wobei der SUSY-Ansatz wenn man das dann im Detail weiter erarbeitet zumindest theoretisch nicht besonders "schön" ist.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Fehlende kosmische Materie aufgespürt

Beitrag von Skeltek » 25. Jun 2018, 11:39

Was ich anspreche:
Anomalie der Transversalgeschwindigkeit der Extremitäten von z.B. Spiralgalaxien(DM hat eine bestimmte Dichteverteilung von Innen nach Außen, ungleich er Materie), Filamentbildungs-Katalysten auf makroskopischen Skalen(DM verteilt sich als erstes unregelmäßig im Raum, danach will da die Materie hin), (frühe) schwarze supermassive SLs(kann ja nur über eine initialie mysteriös verteilte Gravitationswirkung erklärt werden), Gravitationslinsen mitten im Raum(diesmal ohne Materie) und viele weitere.

Es geht darum, dass eine hypotetische Materieform als Erklärung für fast alles genommen werden kann, sich die einzelnen Erklärungen aber meiner Meinung nach widersprechen, was das Verhalten der dunklen Materie anbelangt. Einmal soll DM eher bestrebt sein die initial homogene Verteilung im Raum aufzugeben(und macht so die heute beobachtete ungewöhnlich starken Dichteschwankungen der Materie erst möglich), andererseits soll sie heute weniger bestrebt sein ihre im Durchschnitt fast statische Verteilung aufzugeben(weil sie ja mit nichts kollidiert), andererseits soll es Bereiche mit extremer DM-Dichte geben(irgendwas muss ja die Gravitationslinsen erklären), wo allerdings keine Materie Lust hatte sich hin zu begeben oder dort anzusammeln).

DM wird meiner Meinung nach zu oft als instrumentum mirandum benutzt - als wundersamer Allzweck-Problemvernichter, welcher je nach gewählten Parametern alles erklären kann. Und auch wenn viele Wissenschaftler eine unterschiedliche Voraussage über das Verhalten der DM seit dem Urknall postulieren und herumschrauben müssen(auf teils völlig unterschiedliche Weise), bis ihre Modelle passen, sind sich trotzdem alle einig, dass DM unstrittig existent ist.
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