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Multiversum

Themen zur Kosmologie, Urknall, inflationärer Kosmologie, Expansion, Entwicklung und Zukunft des Universums
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Multiversum

Beitrag von gravi » 26. Okt 2011, 19:15

In der aktuellen Ausgabe der "Spektrum der Wissenschaft" findet man einen interessanten Artikel zum Multiversum.

Es wird ja von manchen Kosmologen angenommen, dass es (unendlich?) viele Paralleluniversen gibt, von denen jedes möglicherweise anderen Naturgesetzen gehorcht. Auch die Strintheorien gehen meines Wissens davon aus.

Der Autor meint allerdings, dass diese Hypothese auf wackeligen Beinen steht, denn ein anderer Kosmos wird für immer unbeobachtbar sein. Um aus dieser Beweisnot herauszukommen wird angedacht, die "Abdrücke" anderer "kosmischer Blasen" in der Hintergrundstrahlung zu suchen.

Was meint Ihr dazu? Einerseits muss unser Kosmos ja aus "irgendetwas" hervorgegangen sein - von Nichts kommt schließlich nichts. Wenn es also eine Art Hyperraum gibt, aus dem sich ein Kosmos entfalten kann, kann dies ein nur einmaliges Ereignis sein, oder könnte es sich unendlich oft wiederholen?

Ich befürchte, es wird hier wohl eher philosophisch als physikalisch diskutiert werden müssen, aber ich streue einfach mal diese Idee "unters Volk":

Angenommen, unser All entstand in einem Hyperraum, der nichts als Vakuum ist, aus einer Quantenfluktuation. Die hat sich also die dazu notwendige Energie vom Vakuum geborgt. Nun müsste aber, da sich unser Kosmos davon abnabelte, dieses Vakuum eine negative Energiebilanz aufweisen.
Könnte sich dann aus dieser "negativen" Energie der nächste Kosmos bilden? Aufgrund des Quantenzins müsste dann die Bilanz wieder etwas zu postiv sein, also kommt das nächste All an die Reihe... :wn:

Da kann man ganz schön ins Grübeln kommen. Das ist wohl die Schöpfungsfrage...

Netten Gruß
gravi
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Re: Multiversum

Beitrag von tomS » 26. Okt 2011, 20:39

Das ist für mich eine der zentralen Fragen, denn
- ein Big Bang als echter Anfang ist mathematisch, physikalisch und philosophisch unbefriedigend
- ein Big Bounce wirft sofort die Frage nach dem "davor" sowie wiederum dem "woher" des "davor" auf
- die ewige Inflation löst diese Probleme, führt jedoch sofort unendlich viele, prinzipiell unbeobachtbare Universen ein, was ebenfalls physikalisch und philosophisch unbefriedigend ist

Ich bin ehrlich: das ist Metaphysik - deswegen nicht weniger interessant, aber eben Metaphysik
Gruß
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Alexander

Re: Multiversum

Beitrag von Alexander » 26. Okt 2011, 21:26

tomS hat geschrieben: - die ewige Inflation löst diese Probleme, führt jedoch sofort unendlich viele, prinzipiell unbeobachtbare Universen ein, was ebenfalls physikalisch und philosophisch unbefriedigend ist
Gäbe es nicht eine theoretische Möglichkeit, nach der diese durch die ewige Inflation entstandenen Paralleluniversen nachgewiesen werden könnten, wenn es gelänge, Gravitons aus diesen nachzuweisen? Aber Gravitons kennt man glaub immer noch nicht. Aber würde das gehen? Denn die Vorstellung, so habe ich es jedenfalls nun schon mehrmals gelesen, ist bei Gravitons dann die, dass diese nicht auf ein Universum beschränkt sind und potenziell in unserem Universum, wie auch immer, nachgewiesen werden könnten.

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Re: Multiversum

Beitrag von seeker » 27. Okt 2011, 01:05

@Alexander: Weiß ich leider nicht. Wer weiß etwas dazu?
@Tom: Da gebe ich dir vollkommen Recht.
Es ist ja sogar so, dass wenn man einen "Schöpfergott" (im weitesten Sinne) ausschließen will, dass man dann sogar gezwungen ist ein Multiversum oder ein unendliches Universum in irgendeiner Form zu postulieren.
Dennoch kommen wir auch mit einem Multiversum nicht wirklich aus unserem Münchhausen-Trilemma heraus. Es wäre nur ein weiterer Schritt, der auch wieder hinterfragt werden kann: "Was ist die Ursache für das Multiversum?"

Grüße
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Re: Multiversum

Beitrag von gravi » 27. Okt 2011, 19:04

Das ist wohl ein wirkliches Dilemma. Die Frage nach der Existenz/Nichtexistenz des Multiversums ist wie die nach dem Grund oder der Ursache für unseren Kosmos.
Sind wir vielleicht ein wenig zu überheblich, dass wir überhaupt danach fragen?

Alexander hat aber eine interessante Fährte aufgenommen: Das entspricht ja in etwa Steinhardt's Ekpyrotischem Modell. Demnach entstand unser Kosmos ja durch den Zusammenprall zweier Branen, und was wir heute als Expansion der Raumzeit wahrnehmen, ist in Wirklichkeit nur die Gravitation, die noch von der anderen Bran auf uns wirkt.

By the way, es wird ja immer gesagt, dass wir unseren Kosmos nicht verlassen können. Angenommen er wäre ab morgen statisch und wir könnten mit einer (gedachten) Superrakete bis zum "Rand" fliegen - was sollte uns davon abhalten, diesen zu durchstoßen? Nur mal so als Gedankenexperiment...
Dann könnte man ja doch einen Blick nach "Draußen" werfen und andere Kosmen erblicken??

Claro, in der Realität ist das unmöglich. Der Horizont eilt ja vermutlich mit Überlicht davon und ist absolut unerreichbar.

Gruß
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Re: Multiversum

Beitrag von seeker » 27. Okt 2011, 19:49

gravi hat geschrieben: Der Horizont eilt ja vermutlich mit Überlicht davon und ist absolut unerreichbar.
... oder das Universum ist halt geschlossen, ein wenig ähnlich wie die Oberfläche einer Kugel, womit ein "Entkommen" unmöglich wird, auch im angenommenen statischen Fall.

Grüße
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Re: Multiversum

Beitrag von rick » 28. Okt 2011, 17:24

gravi hat geschrieben:By the way, es wird ja immer gesagt, dass wir unseren Kosmos nicht verlassen können. Angenommen er wäre ab morgen statisch und wir könnten mit einer (gedachten) Superrakete bis zum "Rand" fliegen - was sollte uns davon abhalten, diesen zu durchstoßen? Nur mal so als Gedankenexperiment...
Dann könnte man ja doch einen Blick nach "Draußen" werfen und andere Kosmen erblicken??
Uns würde abhalten dass wir 3-dimensionale Wesen sind in einen vielleicht höher dimensionalen Universum. Dann kannst du nicht entkommen. Das ist wie ein 2-D Lebewesen auf einen Blatt Papier, dass du mit einen Kreis oder Quadrat oder so einschließt. Ohne die 3te Dimension zu bekommen ist es für immer gefangen :). Und wenn das Universum höher dimensional ist, hat es vielleicht keinen Rand im 3 Dimensionalen, es wäre also unendlich.

Das Beispiel mit der Konstruktion von einer 3-Sphäre, indem man 2 Vollkugel nimmt und die gedanklich an den gleichen Stellen zusammen klebt, finde ich hier gut. Wann immer man eine Vollkugel verlässt, würde man sofort in der anderen landen und umgedreht. Es gibt also keinen "Rand".

Gruß Rick

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Re: Multiversum

Beitrag von gravi » 28. Okt 2011, 19:31

seeker hat geschrieben:... oder das Universum ist halt geschlossen, ein wenig ähnlich wie die Oberfläche einer Kugel, womit ein "Entkommen" unmöglich wird, auch im angenommenen statischen Fall.

Grüße
seeker
Ja, das meinte ich ja mit der Aussage, dass unser Kosmos ohne Grenzen ist.

Rick stimme ich auch zu für den Fall, dass ein "übergeordneter" Raum 5 oder mehr Dimensionen hat.
Vielleicht spinne ich jetzt mal ein wenig: Wie wäre es denn, wenn sich die Blasen diverser Kosmen berühren oder gar überschneiden? Wenn diese 4-dim sind, dann könnte man ja sogar übergangslos in einen anderen Kosmos gelangen und würde davon gar nicht merken...

Nein, jetzt höre ich lieber auf. Das Ganze ist ja mehr als Spekulation und weder nachvollziehbar geschweige denn nachprüfbar.
Immerhin ist die Rückführung auf unseren Ursprung wie die Frage nach der Henne und dem Ei. Oder man fragt, wie sind Multiversum/Hyperraum/??? entstanden. Da bleibt als Antwort wahrscheinlich nur die "Flucht" zu einem "Schöpfer"...
aber :sp: ist das ganze Thema allemal!

Gruß
gravi
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Re: Multiversum

Beitrag von Alexander » 29. Okt 2011, 14:28

gravi hat geschrieben:Immerhin ist die Rückführung auf unseren Ursprung wie die Frage nach der Henne und dem Ei. Oder man fragt, wie sind Multiversum/Hyperraum/??? entstanden. Da bleibt als Antwort wahrscheinlich nur die "Flucht" zu einem "Schöpfer"...
Könnte man diesen infiniten Regress, wie denn jetzt was für ein Raum auch immer entstanden ist, nicht ganz einfach mit nur einer einzigen Extrapolation zu einem Ende bringen, nämlich der Extrapolation der Gültigkeit der in unserem Universum aus der Natur abgeleiteten quantenmechanischen Gestzmäßigkeiten? Konkret: Legt man die Quantenmechanik zugrunde, so ist das Vakuum ein ständiges Werden und Vergehen virtueller Teilchen. Legt man weiterhin die Allgemeine Relativitätstheorie mit ihrem Postulat der Raumzeitkrümmung zugrunde, so ist nach einer Vorstellung der Quantenkosmologie das Vakuum nicht nur ein ständiges Werden und Vergehen, sondern darüber hinaus auch noch kraft der durch die virutellen Teilchen generierten Raumzeitkrümmung eine Art Schaum (Quantenschaum, obschon es offenbar auch alternative Vorstellungen gibt, die von einem Spinschaum berichten, aber das sind dann wohl auch andere zugrunde liegende Theorien; Tom kann da bestimmt näheres zu berichten). Nach besagter Vorstellung der Quantenkosmologie ist jeder dieser Blasen ein Universum im initialen Stadium, dass durch Inflation entweder zu einem sich entwickelnden Kosmos "aufgeblasen" wird oder eben nicht und somit wieder "in sich zusammen fällt".

Der springende Punkt, um wieder auf besagte Extrapolation zurückzukommen, ist nun: Um ein Vakuum, also ein Nichts zu haben, bedaf es keinerlei Entstehung eines Nichts, denn ein Nichts ist ja bereits die Absenz jeglichen Seinden. Die einzige nötige Annahme ist also die Extrapolation der Gültigkeit der quantenmechanischen Gesetzmäßigkeiten über unser Universum hinaus, in dem sie allerdings erarbeitet wurden.

Was meint ihr dazu?

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Re: Multiversum

Beitrag von belgariath » 29. Okt 2011, 19:44

Wow da habt ihr euch mal wieder ein Thema rausgesucht!

Nach meinen Vorstellungen kann man doch gar nicht in andere Universen gelangen bzw. Informationen austauschen. Denn: Falls es mehrere Universen gibt sind diese doch vollständig voneinander getrennt und unser Universum ist doch definiert durch "alles, was uns zugänglich ist bzw. was wir beobachten können".
Die Vorstellung, dass da mehrere Blasen in einem Schaum rumwabbeln, finde ich etwas irreführend, denn erstens bekommt man den Eindruck dass die einzelnen Universen Ränder haben (was nicht unbedingt sein muss) und zweitens vermittelt es den Eindruck dass die Universen in eine übergeordnete Raumzeit des Multiversums eingebettet sind und in ihr leben. Ich stelle mir das eher so vor, dass die Universen nebeneinander koexistieren (wobei das Wort "nebeneinander" jetzt schon wieder den Eindruck vermittelt, dass die Universen räumlich nebeneinander stehen; und das Wort "koexistieren" vermittelt leider auch den Eindruck, dass die Universen gleichzeitig existieren), also dass sie alle existiert haben bzw existieren (werden).
Ein Multiversum hat doch (wenn es denn überhaupt eines gibt) keine Zeit und auch keinen Raum, so dass man sagen könnte "Das Universum Nr. 3955 lebt schon seit 10[up]27[/up] Jahren, das Universum Nr. 3,24 x 10[up]783[/up]lebt erst seit 3 Minuten." oder "Hmm, Universum Nr. 41 ist mir zu langweilig, ich geh' mal rüber zu Nummer 91 und seh mal nach ob schon Galaxienentstehung stattgefunden hat." Ein Multiversum ist doch einfach die Gesamtheit aller Universen.

Nehmen wir mal an, es gibt ein Multiversum, in dem unser Universum eines von vielen Universen ist. Kann es dann wiederum sein, dass es viele Multiversen gibt, die alle Teil eines "...versums" sind? Und: Kann dieses "...versum" dann wieder eines von vielen "...versen" sein, die alle in einer noch höheren Gesamtheit zusammengefasst sind? Oder ist das Multiversum die höchste Stufe?

EDIT[TomS]: guter Witz!

---------------------
:ant
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Re: Multiversum

Beitrag von gravi » 29. Okt 2011, 19:52

Im Grunde hast Du "mein Weltbild" beschrieben:

Ich stelle mir auch vor, dass unser All aus einem Quantenvakuum - also einem NICHTS - entstanden ist, halt durch irgendeine zufällige Fluktuation.
Betrachtet man die Entwicklung des Kosmos und extrapoliert dessen Geschichte in die Zukunft, so wird es am Ende wieder vakuumgleich werden. Es gibt quasi die seinerzeit geborgte Energie für seine Geburt in später Zukunft wieder zurück, indem es sich mit diesem Quantenvakuum vereint.

Da es in diesem Vakuum keinerlei Dimensionen gibt, also weder Raum noch Zeit, können Universen beliebig entstehen. Das würde dann wieder für das Multiversum sprechen.

Was ich aber nicht ausschließen kann ist - dass ich völlig daneben liege und den größten Quatsch aller Zeiten hier dargestellt habe. Ich weiß einfach nicht, was in Realität in diesen "höheren Sphären" abläuft bzw. ablief...

Schönen Gruß
gravi
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Re: Multiversum

Beitrag von belgariath » 30. Okt 2011, 18:56

ja, das ganze Gespräch hier hat wohl eher mit Religion zu tun als mit Physik.
Ob die Menscheit jemals sichere Wissensstände zu diesen Fragen erlangt???

Braucht man überhaupt einen Grund dafür, dass unser Universum entstanden ist? Denn, diese Vorstellung von der Fluktuation eines Quantenvakuum, die unser Universum initiiert hat, deutet ja schon wieder darauf hin, dass es eine gewisse Physik im Multiversum gibt, also Spielregel, die das "Geschehen" im Multiversum bestimmen.
Könnte man es nicht einfach bei einem "Es ist entstanden." belassen ohne ein "Warum" anzugeben?

@ TomS
Hast du das mit der "Gesamtheit der Multiversen" als Witz verstanden? Ich meinte es toternst.
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Re: Multiversum

Beitrag von tomS » 30. Okt 2011, 19:03

belgariath hat geschrieben:@ TomS
Hast du das mit der "Gesamtheit der Multiversen" als Witz verstanden? Ich meinte es toternst.
Nein, die Ameise, ich hab echt an meinem Monitor rumgewischt!
Gruß
Tom

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Re: Multiversum

Beitrag von belgariath » 31. Okt 2011, 11:37

Okay. Ich dachte mir einfach, dass die bestimmt auch mal benutzt werden will.
Üblicherweise steht ja jeder Smiley für ein bestimmtes Gefühl, aber k. A. wofür die Ameise steht.
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Re: Multiversum

Beitrag von deltaxp » 31. Okt 2011, 14:43

belgariath hat geschrieben:ja, das ganze Gespräch hier hat wohl eher mit Religion zu tun als mit Physik.
Weniger mit Religion als mehr mit Spekulation, Aber da es spekulativ ist, kann man das sicher super in Religionen einbauen :P
belgariath hat geschrieben: Ob die Menscheit jemals sichere Wissensstände zu diesen Fragen erlangt???
Wenn wir uns nicht irgendwann selbst ausrotten, halte ich das für prinzipiell möglich, ob es praktisch realisierbar ist im Sinne von Beobachtung und Experimenten, die mit Sicherheit enorme Ressourcen verschlingen werden, steht auf einem anderen Blatt. Theoretiker haben ja heuer schon mathematische Modelle, die Multiversen beschreiben. Aber ob diese Modelle irgendwas mit der objektiven Realität zu tun haben, kann halt nur durch Beobachtung, Messung, Experiment herausgefunden werden.
belgariath hat geschrieben: Braucht man überhaupt einen Grund dafür, dass unser Universum entstanden ist? Denn, diese Vorstellung von der Fluktuation eines Quantenvakuum, die unser Universum initiiert hat, deutet ja schon wieder darauf hin, dass es eine gewisse Physik im Multiversum gibt, also Spielregel, die das "Geschehen" im Multiversum bestimmen.
Könnte man es nicht einfach bei einem "Es ist entstanden." belassen ohne ein "Warum" anzugeben?
Was heisst schon brauchen. Wer brauch denn wirklich nen Iphone oder so. Es ist letzlich nur dem Menschen innewohnende Neugier, die befriedigt werden will.

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Re: Multiversum

Beitrag von gravi » 31. Okt 2011, 18:36

deltaxp hat geschrieben:Was heisst schon brauchen. Wer brauch denn wirklich nen Iphone oder so. Es ist letzlich nur dem Menschen innewohnende Neugier, die befriedigt werden will.
Das sehe ich auch so. Wer von uns ist denn nicht so neugierig, dass er nicht wissen wollte, wie es denn nun genau dazu kam, dass unser Kosmos entstand und dass er genau so geworden ist wie er ist?
Aus unserem bisherigen Verständnis der Natur muss es wohl auch einen Grund dazu gegeben haben, ich meine basierend auf der Kausalität gibt es doch keine Wirkung ohne Ursache.

Vielleicht gilt in einem Quantenvakuum eine für uns nicht zugängliche Physik, nach der es zwingend "notwendig" ist, dass Kosmen am laufenden Band entstehen. Wissen wollte ich das alles schon sehr gerne, diese globalen oder besser gesagt universalen Zusammenhänge richtig verstehen.
Sicher, man kann irgendwelche mathematischen Modelle entwerfen, die ein solches Multiversum erzeugen. Wie aber die "übergeordnete" Natur in der Realität aussieht steht auf einem anderen Blatt.

Gruß
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Re: Multiversum

Beitrag von belgariath » 31. Okt 2011, 19:13

@ deltaxp und gravi
Okay, das
belgariath hat geschrieben: [...] Braucht man überhaupt einen Grund dafür, dass unser Universum entstanden ist? [...]
war doof von mir ausgedrückt. Ich habe Folgendes gemeint:
Muss es einen Grund für die Entstehung / Existenz unseres Universums geben?
gravi hat schon darauf geantwortet:
gravi hat geschrieben: [...] Aus unserem bisherigen Verständnis der Natur muss es wohl auch einen Grund dazu gegeben haben, ich meine basierend auf der Kausalität gibt es doch keine Wirkung ohne Ursache. [...]
Aber ist das Prinzip von Ursache und Wirkung wirklich auch im Multiversum gültig? Ein Multiversum wäre ja nicht viel mehr als eine Ansammlung von Universen, vielleicht herrscht dort weder irgendeine Physik noch die Gesetze der Logik sondern schlicht der Zufall, also keine Kausalität.
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Re: Multiversum

Beitrag von seeker » 1. Nov 2011, 12:17

gravi hat geschrieben:Ich stelle mir auch vor, dass unser All aus einem Quantenvakuum - also einem NICHTS - entstanden ist, halt durch irgendeine zufällige Fluktuation.
Betrachtet man die Entwicklung des Kosmos und extrapoliert dessen Geschichte in die Zukunft, so wird es am Ende wieder vakuumgleich werden. Es gibt quasi die seinerzeit geborgte Energie für seine Geburt in später Zukunft wieder zurück, indem es sich mit diesem Quantenvakuum vereint.

Da es in diesem Vakuum keinerlei Dimensionen gibt, also weder Raum noch Zeit, können Universen beliebig entstehen. Das würde dann wieder für das Multiversum sprechen.
Damit kommst du zwar einen Schritt weiter aber leider auch nicht zu einem Ende.
Ein Quantenvakuum ist ja auch kein "Nichts": Es trägt Regeln und es trägt "Potentialität", ist also eindeutig "etwas Seiendes".
Wo kommt das her? Was ist die Ursache der "Potentialität"?

Wie gesagt: Wir stecken im Münchhausen-Trilemma fest
Die Trilemma-Situation

Angenommen, Satz p soll begründet werden. Drei Wege scheinen hierfür möglich:

Infiniter Regress:
Jede Aussage, die p begründet, muss wiederum begründet werden. Dies führt in einen „unendlichen Regress“. (Beispiel: Woher kommt der Mensch? – Er stammt von Adam und Eva ab! – Wer erschuf Adam und Eva? – Gott erschuf sie! – Wer erschuf Gott? )

Zirkel:
Die Begründung verläuft im Kreis. Eine Aussage, die p begründen soll, ist identisch mit p oder kommt in der Begründungskette, die p begründen soll, bereits vor. (Beispiel nach einer Komödie Molières: Warum ist das Mädchen stumm? – Das Mädchen ist stumm, weil es sein Sprachvermögen verloren hat! – Warum hat es sein Sprachvermögen verloren? – Auf Grund des Unvermögens, die Sprache zu beherrschen!)

Dogma:
Die Begründung für p läuft nicht ins Unendliche, sondern der Regress kommt bei einem Dogma zum Stehen. Die Aussage, bei der die Begründung stoppt, ist selbstevident als Regressstopper gerechtfertigt. (Beispiel: Warum …? – Gott hat das in seinem unergründlichen Ratschluss so beschlossen!)
http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchhausen-Trilemma

Ausweg: Wir gestehen uns ein, dass wir diese Dinge prinzipiell nicht wissen können, sondern nur glauben.
Gleichzeitig kann der Mensch aber auch nicht aufhören zu fragen, auch wenn er von vorneherein weiß, dass er keine Antwort erhalten wird.

Das wiederum ist das "Kant-Dilemma" des Menschen.

Grüße
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Re: Multiversum

Beitrag von gravi » 1. Nov 2011, 18:54

Ich meine auch, wir treten hier auf der Stelle. Einen direkten Nachweis gibt es nicht, auf einen indirekten (so wie man hofft, diesen aus der Hintergrundstrahlung ablesen zu können, was ich aber nicht glaube, schließlich ist die schon 370 000 Jahre alt) kann man nicht mal hoffen und die Zeit des Urknalls geschweige denn davor ist uns nicht zugänglich.

Wir stecken wohl im gleichen Dilemma wie das auf dem Blatt Papier lebende 2-dim- Wesen. Es kann niemals den Kopf erheben, um eine wenig "Höhenluft" zu schnuppern.
Aber Spaß macht es allemal, über derartige Dinge wie die Möglichkeit eines Multiversum nachzudenken. Immerhin machen das ernsthafte Wissenschaftler wie Hawking ja auch, oder betrachtet man das Pre-Big Bang- Szenario der Stringtheorien - da können wir das erst recht :wink:

Netten Gruß
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Re: Multiversum

Beitrag von Andreas1966 » 26. Jan 2012, 11:22

Obwohl ja schon alles in diesem Beitrag geschrieben wurde was einem zu dem Thema einfallen kann, möchte ich auch gerne noch meinen Senf dazugeben. Gravi hat es oben schon erwähnt - es gibt keine Wirkung ohne Ursache! Eine weitere bzw. ähnliche Grundsätzlichkeit ist, dass keine Existenz/Zustand statisch ist. Alles ist einer Veränderung unterworfen und somit gibt es auch keinen Anfang und kein Ende. Bestes Beispiel hierfür finde ich ist der Energieerhaltungssatz. Somit ist auch bspw. eine Singularität unsinnig. Ich glaube das Universum (in welcher Form auch immer) war schon immer existent. Sicher ist diese Auffassung unbeliebt, macht sie doch einen "Schöpfer" überflüssig.

Warum ich das in diesem Kontext erwähne, ist die Notwendigkeit von Paralleluniversen um die Dynamik (dunkle Materie, dunkle Energie, dark flow) des uns bekannten Universums unter der oben erwähnten Gesetzmäßigkeit zu erklären. Diese müssten jedoch mit unserem verbunden sein (vielleicht über die SL) und somit wären sie wiederum keine echten Paralleluniversen sondern würden ja genaugenommen ein Teil unseres Kosmos sein. Vielleicht sind diese Zustände nur in einer anderen Zeitebene angesiedelt.

Grüße, Andreas
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Re: Multiversum

Beitrag von deltaxp » 26. Jan 2012, 14:14

gravi hat geschrieben:von Nichts kommt schließlich nichts.
nana gravi, lass das mal nicht die quantenfluktuationen hören, die werden werden bestimmt sauer :)

was die energiebilanz betrifft, kann es dennoch insgesamt 0 sein, da der postiven materiellen energie die negative gravitationsenergie gegenübersteht. soweit ich weiss brauchst "nur" nen instabilen vakuumzustand, so dass es zur inflation kommt und die somit die gravitation auf grossen skalen loslegen kann.

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Re: Multiversum

Beitrag von gravi » 26. Jan 2012, 19:19

Habe eigentlich nur ich ein Problem damit oder geht es anderen auch so:

Man stelle sich ein (unendlich?) großes Vakuum vor. Also N I X. Mit einem bisschen was drin an Energie (virtueller Teilchenzoo).

Nun soll mir nichts dir nichts eine kleine Fluktuation (aus welchem Grund auch immer) auftreten und mal eben so viel an (positiver?) Energie abzwacken, dass sich ein höchstenergetischer Zustand von fast unendlicher Dichte bildet, aus dem schnell mal ein ganzes (unser) Universum entsteht. Und das geht pausenlos so weiter, nennt man das Multiversum.

Gut, ich akzeptiere das so. Muss ich ja. Aber vorstellen kann ich mir das irgendwie nicht...

Gruß
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positronium
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Re: Multiversum

Beitrag von positronium » 26. Jan 2012, 19:26

gravi hat geschrieben:Habe eigentlich nur ich ein Problem damit oder geht es anderen auch so:
Da bist Du nicht allein.

Skeltek
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Re: Multiversum

Beitrag von Skeltek » 27. Jan 2012, 06:10

Ihr geht denke ich völlig falsch an die Sache heran. Wenn das Universum unendlich ausgedehnt ist, war es bereits am Anfang unendlich ausgedehnt(auch wenn es dichter war).
Vor dem Urknall(angenommen es gäbe ein "vor der Zeit") gab es kein Vakuum aus dem man Energie hätte borgen können.

Das wichtigste: Die Gesammtenergie des Universums ist nicht unendlich, sondern genau 1 groß.

Außerdem... wie soll ein Paralleluniversum spuren in der Hintergrundstrahlung hinterlassen, wenn es nicht irgendwie einen räumlichen Durchgang oder physikalischen Zugang oder kausale Verbindung zwischen den bedien geben soll?
Entweder es ist Teil der/unserer Raumzeit oder eben nicht. Man kann aus einer Fläche auch nicht auf die Form des Volumenkörpers schließen.

Man kann das Energieproblem nicht einfach auf etwas physikalisch nicht mit Existierendem verbundenes auslagern... leider werden in der Physik nur all zu häufig Probleme aus eine eingeführte Variable oder ein Konstrukt "ausgelagert" wo es dann dicht verpackt problemlos erscheint.
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Re: Multiversum

Beitrag von rick » 27. Jan 2012, 10:45

Skeltek hat geschrieben:Wenn das Universum unendlich ausgedehnt ist, war es bereits am Anfang unendlich ausgedehnt(auch wenn es dichter war).
*Edit: nach den zweiten mal drüber lesen, denke ich wirklich, dass du das gleiche meinst ;D* Nicht die Materie dehnt sich, sondern der Raum. Wenn man heute von Universums Expansion redet, dann meint man eigentlich das der Raum wächst. Was aber auch nicht heißt das der Raum größer wird, im Sinne von das die Kanten "weiter weg gehen". Ich stell mir das immer in 2-D vor, und dort als Luftballon, auf dessen Oberfläche (2-D für 2-D Objekte) die Materie in Klumpen ist. Wenn das Universum nun Expandiert, dann tut sich der Luftballon aufblasen. Die Distanz zwischen den Objekten auf der Oberfläche wächst. Für ein 2-D Objekt ist der Raum aber trotzdem unendlich, da es unendlich mal um den Ballon rundherum laufen könnt. Es kommt halt irgendwann wieder vorne an. Dieses Bild muss man nun "nur noch" in den 3-D Raum schieben ... :)

Vielleicht kann sich ja mal ein Physiker zu Wort melden und mich/uns gegebenenfalls berichtigen, falls die Vorstellung nicht den Kanon der derzeitigen Wissenschaft entspricht.

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