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Nihil ex nihilo oder doch omnia ex nihilo?

Themen zur Kosmologie, Urknall, inflationärer Kosmologie, Expansion, Entwicklung und Zukunft des Universums
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Pippen
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Nihil ex nihilo oder doch omnia ex nihilo?

Beitrag von Pippen » 15. Jan 2023, 08:53

Hier mal ein interessanter Artikel eines US-Philosophen (leider nur auf Englisch), der untersucht, ob und was aus dem Nichts entstehen kann - ganz ohne Gott. Mich würden eure Eindrücke oder Einwände interessieren.

https://www.richardcarrier.info/archives/14486

Mich persönlich überzeugt seine Argumentation bis auf einen Punkt: Er definiert das Nichts als "nichts außer logische Notwendigkeiten", was ich ok finde, denn noch weniger ginge nicht. Dann sagt er - auch logisch - das im Nichts keine weiteren Regeln und damit Verbote stecken, so dass alles Nicht-Widersprüchliche die Chance hat, sich spontan zu bilden. Jetzt wendet er die Wahrscheinlichkeitstheorie an und berechnet, wie wahrscheinlich solche spontanen Welten aufpoppen können. Kann er die Wahrscheinlichkeitstheorie aber so einfach hier anwenden? Er hat ja nach seinen Voraussetzungen nur log. Notwendigkeiten, also Logik, zur Verfügung und die Tatsache, dass die im Nichts schlummernden möglichen Welten als reale Welten herauspoppen. Reicht das schon bzw. erfüllt allein die Kolmogorov's Axiome?

Herr5Senf
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Re: Nihil ex nihilo oder doch omnia ex nihilo?

Beitrag von Herr5Senf » 15. Jan 2023, 12:01

:wn: Wir sitzen in "unserem" Kochtopf und werden nie erfahren, wie die Küche drumrum aussieht.
Raum, Zeit und Materie sind unsere Beobachtungen und Erfahrungen, ob das auf was Grundlegenderes zurückgeht?

die "bewußte" Materie spekuliert halt, weiß bis heute nicht, wie Bewußtsein funktioniert - Grüße Dip

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Re: Nihil ex nihilo oder doch omnia ex nihilo?

Beitrag von Skeltek » 15. Jan 2023, 12:41

Oft lagert man Probleme in irgendeinen Bereich aus. Der Begriff 'Nichts' ist wie das Wort 'Unendlich', das Wort 'Zeit' oder das Wort 'Existenz'. Jeder hat eine andere Vorstellung davon und versteht bzw definiert etwas anderes darunter. Oft sind solche Vorstellungen ziemlich schwammig, weshalb jeder sich die Bedeutung in seinem Kopf auf die Erklärung hin zu Recht biegen kann.
Man kann aus einem Stück Käse jede Form schnitzen und so hat das 'Nichts' sicherlich auch das Potential 'Alles' zu beinhalten, aber eben nicht gleichzeitig und auch nicht tatsächlich verwirklicht.
Solche Gedankenspiele kann man sogar im Silmarillion lesen, wo in der Schöpfunggeschichte der Fantasiewelt das Nichts durch die Beteiligten mit potentiell allen möglichen Formen und Dingen gefüllt wird, und der Sprung zum 'verwirklicht sein' erst vollzogen wird, wenn Iluvatar das erdachte/komponierte mit seiner heiligen Flamme füllt oder so ähnlich.
Oder bei dem Gehirn eines Neugeborenen, dessen Wissen und Persönlichkeit nicht in ein leeres Gehirn fließt, sondern sich aus der Reduktion an Möglichkeiten sozusagen aus dem potentiell möglichen 'heraus schnitzt' - also eigentlich wird was vorher da war auf eine Form reduziert.

Da ist aber auch noch der logische Trugschluss gezogen, daß die Abwesenheit von Regeln alles erlaubt. Die Frage ob 'im' Nichts Regeln existieren oder keine Regeln exstieren ist eigentlich gar nicht anwendbar und macht so keinen Sinn. Das ist als würde man fragen wie viele Kaninchen sich in einem Stück Binärcode befinden oder ob es das Auswahlaxiom gibt.
Trotzdem sind solche Diskussionen sichelrich ziemlich spannend/unterhaltsam.
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  • Widersprüchlich - Dieser Satz ist falsch.

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Re: Nihil ex nihilo oder doch omnia ex nihilo?

Beitrag von Frank » 17. Jan 2023, 11:47

Ist das Geschlecht des Menschen biologisch bedingt oder ist es ein soziales Konstrukt? Im Tierreich ist das oft simpler. Wenn man dem weiblichen Borstenwurm das Gehirn entfernt, wird es zum Männchen.

Mit freundlichen Grüßen

Frank

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