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Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von seeker » 13. Jan 2012, 09:43

Genau das ist es! :well:

Der Rover "Curiosity" ist im Rahmen des Projekts "Mars Science Laboratory" seit dem 26.11.2011 in Richtung Mars unterwegs, befindet sich also zurzeit im Weltraum.
Der Start mit einer Atlas V-Rakete ging zum Glück gut, denn Curiosity hat statt Solarzellen eine Plutoniumbatterie als Energiequelle.
Die Ankunft auf dem Mars wird für August 2012 erwartet. Es wird mit 900 kg das schwerste jemals von Menschen auf dem Mars gelandetet Objekt sein und ist als Nachfolgeprojekt zum "Mars Exploration Rover"-Projekt (Spirit und Opportunity) zu sehen. Der Rover hat 10(!) wissenschaftliche Instrumente an Bord.
Missionsziele

Das übergeordnete, allgemeine Ziel von Curiosity ist die Untersuchung, ob der Mars aktuell oder in der Vergangenheit in der Lage war, Leben zu beherbergen. Hieraus leiten sich acht konkrete wissenschaftliche Aufgaben ab:

- Die Erfassung der Zusammensetzung und Menge von kohlenstoffhaltigen organischen Verbindungen
- Die quantitative Messung der Grundbausteine des Lebens (Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Kohlenstoff, Phosphor und Schwefel)
- Suche nach Strukturen, die auf biologische Prozesse hindeuten
- Untersuchung der Marsoberfläche hinsichtlich ihrer mineralogischen, chemischen und Isotopen-Zusammensetzung
- Erforschung der Prozesse, welche den Boden und die Felsen geschaffen und beeinflusst haben
- Feststellung der aktuellen Verteilung und des Zustandes von Wasser und Kohlenstoffdioxid
- Analyse der Atmosphären-Evolution über einen Zeitraum von 4 Milliarden Jahren

Aus technologischer Sicht sollen drei weitere Ziele erreicht werden:

- Demonstration von Langstrecken-Fortbewegung (5–20 km) auf dem Mars
- Präzisionslandung in einem Zielkreis von 20 km Durchmesser
- Validierung der Möglichkeit, einen schweren und großen Rover auf dem Mars zu landen (wichtig für eine spätere Mars-Sample-Return-Mission)
http://de.wikipedia.org/wiki/Mars_Science_Laboratory (reinschauen lohnt sich!)

Tolle Sache, beeindruckende Technik; wir dürfen u.a. weitere interessante Erkenntnisse zum Thema Mars und Leben erwarten!

Grüße
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von gravi » 13. Jan 2012, 17:43

Super! Ich freu mich schon drauf.

Nette Frage, fast Du evtl. mehr davon?

Ich habe mal eine Suchaufgabe, damit wir auch einmal in der Historie kramen:
Was ist die "Himmelspolizei"?

Viel Spaß beim Lernen... :wink:

Gruß
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von seeker » 16. Jan 2012, 13:41

Wow, was es alles gibt!
Also ohne Internet hätte ich das nicht herausgefunden... nun weiß ich das auch.

Ich glaube, du beziehst dich auf die "Himmelspolizey".
Das war eine internationale Kooperation zahlreicher Sternwarten zur systematischen Durchmusterung des Sternhimmels.
Gründungsjahr: 1800
Insbesondere wurde nach "verschollenen" Himmelskörpern gesucht, wie der postulierte "fehlende Planet" zwischen Mars und Jupiter (Titius-Bode-Reihe).
"Phaeton" wurde der m.W.n. irgendwann genannt.
Nun ja, heute glauben wir, dass der sich wegen des Gravitationseinflusses von Jupiter nie bilden konnte.

Außerdem wurden natürlich die damals bestehenden (lückenhaften) Sternkataloge ergänzt und verbessert.

Auch heute werden selbstverständlich weiterhin Sternkataloge erstellt/verbessert. Man nennt das "Durchmusterung".

http://de.wikipedia.org/wiki/Himmelspolizey
http://de.wikipedia.org/wiki/Durchmusterung
gravi hat geschrieben:Nette Frage, fast Du evtl. mehr davon?
Danke! Im Moment leider nicht. Falls mir wieder was einfällt, stelle ich es aber gerne hier rein.

Grüße
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von gravi » 16. Jan 2012, 19:09

Super - Frage 100% beantwortet :well:

Naja, Wiki weiß inzwischen (fast) alles :wink:
Ich finde es aber recht interessant, einmal zu stöbern, was unsere Altvorderen so drauf hatten. Ich meine damit, es gab ja schon in der Antike Leute, die unsere Sonne ins Zentrum des Sonnensystems stellten, die kannten selbst den Uranus (der ist ja noch mit bloßem Auge sichtbar).
Erst recht kann man nur staunen, wenn man sich ins Mittelalter begibt. Mit welch einfachen Mitteln astronomisch interessierte Menschen (das waren meistens seltsamerweise Theologen!) dem Kosmos die ersten Geheimnisse entlockten.

Wer weiß denn z.B. heute noch, wie man mit einfachsten Mitteln die örtliche Stärke der Fallbeschleunigung ermittelt?
Ich durfte das auch selbst einmal durchführen während meiner Ausbildung. Damals gab es allerdings weder Google noch Wiki, da musste man sich schon zu helfen wissen.

Also, wer googelt mal?

Gruß
gravi
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von seeker » 21. Jan 2012, 01:42

Spannende Frage!
Hmm, zur Bestimmung der Erdbeschleunigung fallen mir viele Versuche mit einfachen Mitteln ein...

Was gibst du mir denn als Hilfsmittel? Genauer: Habe ich irgendeine Uhr? Habe ich sonstige einfache Messgeräte/Werkzeuge/Utensilien - oder bin ich nackt in der Wildnis?
(Wenn ich eine Uhr bekomme, dann fällt mir als erstes irgendein Pendel ein. Es gibt aber sicher noch einige weitere interessante Möglichkeiten, über die ich nachdenke.)

Wie genau soll ich es denn ermitteln können? Soll ich wirklich den Unterschied der Gravitation zwischen einem Tal und einem Berg messen können oder willst du es nur so ungefähr wissen, wie z.B. den Unterschied zwischen Erde und Venus?

Viele Grüße
seeker

P.S.:
gravi hat geschrieben:Mit welch einfachen Mitteln astronomisch interessierte Menschen (das waren meistens seltsamerweise Theologen!) dem Kosmos die ersten Geheimnisse entlockten.
Das muss nicht seltsam erscheinen, weil in früheren Zeiten vorwiegend nur diese Leute über so etwas wie Bildung verfügten. Die Klöster waren lange Zeit fast der einzige Hort des Wissens hierzulande.
Der gemeine Bauer wurde (schon wegen der besseren Kontrollierbarkeit) gerne dumm gehalten - und hatte meist auch andere Sorgen.
Der Adel verstand unter "Bildung" wiederum auch etwas anderes als wir heute. Ich denke, es waren eher Dinge wichtig, wie z.B. Kriegsführung, Politik, Umgangsformen, Fremdsprachen, Geldvermehrung/"Ökonomie", etc. - weniger Naturwissenschaft und Technik.

Na ja, und natürlich hast du Recht: Die Theologen hatten damals wohl schon von berufswegen einen besonderen Bezug zum Himmel. :wink:
Grüße
seeker


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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von gravi » 21. Jan 2012, 12:50

Okay, die Aufgabe hast Du schon so gut wie gelöst. :well:

Ja, mit einem Pendel kann man das sehr gut durchführen. Natürlich gehört dazu eine möglichst genaue Stoppuhr.
Mit einem längeren Pendel kann man dann sogar recht genaue Werte ermitteln. Wie immer weiß Wiki hierzu selbstverständlich Näheres:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pendelgravimeter

Du hast Recht, das "gemeine Fußvolk" wurde früher vermutlich absichtlich dumm gehalten, es genügte völlig, wenn sie ihren "Zehnten" ablieferten. Klar, Bildung war nur den Wohlhabenden zugänglich, obwohl es auch so manche Ausnahmen gab. Manch einer mit bekanntem Namen stammte aus ärmlichen Verhältnissen und konnte sich dennoch per Selbststudium soweit bilden, dass er sogar eine Professur erhielt.

Aber ich will das jetzt hier nicht weiter ausbreiten, schließlich soll das ja ein Quiz zum Sonnensystem sein. In jedem Fall aber ist es für mich sehr faszinierend, einmal in der Astronomiegeschichte zu stöbern.

Gruß
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von gravi » 5. Apr 2013, 19:02

Bevor das Thema hier ganz einschläft, gebe ich mal eine "Hallowach- Pille" zum Besten:

Frage: Wir finden ja auf der Erde hin und wieder seltsame "Steine", die als Meteorite vom Himmel fielen. Wieso findet man sie ausgerechnet in Gebieten wie der Antarktis und in der Sahara (oder anderen Wüsten), aber nur selten bei uns? Hat das evtl. mit der Geologie der Erde zu tun und/oder den Strömungsrichtungen der Meteoritenschwärme?

Zusatzaufgabe: Wodurch konnten Meteorite so unterschiedlich gebildet werden, einige bestehen ja überwiegend aus Metall (Eisen/Nickel), andere aus Gestein und wieder andere sind sehr kohlenstoffhaltig?

Dann beißt euch mal die Zähne aus (falls ihr gerne auf Meteoriten herum kaut :mrgreen: )

Schelmischen Gruß
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von Fuzzlix » 6. Apr 2013, 13:52

gravi hat geschrieben: Frage: Wir finden ja auf der Erde hin und wieder seltsame "Steine", die als Meteorite vom Himmel fielen. Wieso findet man sie ausgerechnet in Gebieten wie der Antarktis und in der Sahara (oder anderen Wüsten), aber nur selten bei uns? Hat das evtl. mit der Geologie der Erde zu tun und/oder den Strömungsrichtungen der Meteoritenschwärme?
Schelmischen Gruß
gravi
Hallo Du Schelm :)
Ich vermute es kommen überall Metereoriten runter - auch bei uns. (Hoffentlich, wenn ich nicht gerade zu Hause bin.)
In zivilisierten Regionen werden sie vermutlich nur schneller verbuddelt, aufgekehrt, untergepflügt, überbaut und müllbeseitigt. In unberührten Regionen wie Wüsten und Eisregionen bleiben diese Dinger vermutlich einfach länger unangetastet.
Sagt das eine Nichts zum anderen "Ich bin nicht du."

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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von gravi » 6. Apr 2013, 19:36

Gut gedacht! Aber die korrekte Antwort ist noch etwas simpler... :wink:

Schönen Gruß
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von Stephen » 6. Apr 2013, 20:08

Hallo,

von den ca. 1.000 Tonnen Meteoritengestein, die die Erde täglich erreichen sollen und bei einer groben Einschätzung von 2/3 Wasser und 1/3 Land auf unserer Planetenoberfläche fällt das meiste einfach in die Ozeane. Auch unser Festland ist ja nicht gleichmäßig bewohnt, da sind Europa und Japan wohl eher die Ausnahme. Auf der Südhalbkugel der Erde wohnen z.B. weniger als 1 Milliarde Menschen (von ca. 6 Milliarden insgesamt).

Vielleicht hat es damit zu tun, dass das meiste an Meteoritengestein beim Eindringen in die Erdathmosphäre verglüht und der Rest abgelenkt wird in Richtung Pole (Magnetismus?) bzw. 23-Grad-Zone (also z.B. Sahara)...
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von Skeltek » 7. Apr 2013, 16:08

Würde ich einen Ferrari für die Nachwelt hinterlassen, den man in 50 000 Jahren finden soll, würde ich ihn auch entweder einfrieren oder trocken legen.
In einem lebhaften Sumpfgebiet wie Europa korrodiert das meiste doch sicher sofort.
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von gravi » 7. Apr 2013, 18:19

Nun, wie gesagt ist der Grund, weshalb man in der Wüste oder im ewigen Eis mehr Meteorite findet, recht simpel: es ist der Farbkontrast. Auf weißem Schnee oder Sand sind die meist schwarzen Steine einfach besser zu sehen :wink:
Ansonsten sie sie sicherlich völlig gleichmäßig über die Erde verteilt.

Bleibt noch die Frage zur Entstehung der verschiedenen Sorten (Stein, Kohlenstoff und Eisen/Nickel) zu klären...

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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von seeker » 8. Apr 2013, 11:25

gravi hat geschrieben:Nun, wie gesagt ist der Grund, weshalb man in der Wüste oder im ewigen Eis mehr Meteorite findet, recht simpel: es ist der Farbkontrast. Auf weißem Schnee oder Sand sind die meist schwarzen Steine einfach besser zu sehen
Ja, das ist ganz so wie bei den Exoplaneten...
Ansonsten verwittern die Meteoriten im ewigen Eis und in den Wüsten (unter dem Sand) nicht so schnell wie in anderen Gegenden.
Außerdem kommen sie dort auch eher wieder an die Oberfläche nachdem sie durch Ablagerungen (wie überall) zugedeckt worden sind (Wind, Gletscherbewegungen, ...).
gravi hat geschrieben:Bleibt noch die Frage zur Entstehung der verschiedenen Sorten (Stein, Kohlenstoff und Eisen/Nickel) zu klären...
Ich würde sagen, die Zusammensetzung hängt von der Herkunft der Steinchen ab.

Sind es abgesprengte Trümmerstücke von der Oberfläche von Mars, Mond oder Merkur, dann werden es steinartige Dinger sein.
Die meisten Meteoriten stammen aber aus dem Asteroidengürtel. U.a. können dort Kollisionen dafür sorgen, dass Trümmerstücke daraus auf Erdkurs gelangen.
Da kommt es nun wieder darauf an...
Stammen die Trümmerstücke aus dem Kern eines größeren Asteroiden, so sind sie eher aus Eisen/Nickel, stammen sie aus der Oberfläche eines solchen Asteroiden, so findet man leichtere Elemente. Und waren die Trümmer nie Bestandteil eines großen Brocken, so sind sie auch nicht differenziert und enthalten alles Mögliche.
Ich glaube, dass die meisten Meteoriten eh solche heterogene Steinchen (Chondriten) sind.

Der Punkt ist, dass es bei größeren Asteroiden in der Frühzeit des Sonnensystems zu einer Differenzierung der Elemente kam (als sie noch glutflüssig waren, ganz wie auf der Erde): Die schwereren Elemente sanken auch dort in den Kern, die leichteren Elemente blieben außen.

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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von gravi » 8. Apr 2013, 19:24

Perfekte Antwort! :well:
Nur anstelle des Begriffs Differenzierung hätte ich Separation verwendet. Kommt aber auf's selbe hinaus.
Vielleicht hast Du (oder jemand anderes) auch mal eine Frage, die man hier stellen könnte. Wäre doch schön, wenn es hier wieder ein wenig weiter geht...

Schönen Gruß
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von seeker » 9. Apr 2013, 10:30

Danke! :)
Mir fällt leider grad keine Frage ein. Ich behalte das aber im Auge. (Dieser Thread wurde ja auch von mir angestoßen. :wink: )

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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von seeker » 10. Apr 2013, 08:40

Mir ist was eingefalllen. Nur am Rande zum Thema passend aber immerhin: Es ist eine nette Geschichte... :)

Frage:

Was sagte Neil Armstrong einer modernen Legende nach als letzten Satz, bevor er den Mond nach dem ersten Mondspaziergang wieder verließ - und warum?

:devil: Grüße
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von gravi » 10. Apr 2013, 18:43

Uff! Da bin ich echt überfragt...!

Gruß
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von seeker » 22. Mai 2013, 08:27

Zeit das aufzulösen.
Er sagte: "Good Luck, Mr. Gorsky!".

Warum?
(Das kann man jetzt aber herausfinden...)

;a Grüße
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von gravi » 22. Mai 2013, 19:28

Ja, das ist jetzt leicht ;i

Aber fast nicht zu glauben, wenn man es liest :oops:
Doch es ist ja alles nur menschlich...

Gruß
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von gravi » 28. Nov 2013, 18:27

Mal 'ne Frage an die Schlaumeier - vielleicht haben ja auch einmal unsere neuen Mitglieder eine Meinung dazu: :wink:

Die Astronomen beobachten ja durch ihre Teleskope die anderen Planeten unseres Sonnensystems, oder Monde oder Asteroiden.
Im besten Fall noch können sie eine Raumsonde aussenden, die dann solche Körper umkreist und fotografiert.

Meine Frage ist nun: Wie kommen diese Herrschaften eigentlich dazu, etwas über den Aufbau eines solchen Körpers, Planeten usw. zu sagen?
Sie können ja nicht mal selber einen Fuß darauf setzen, um z.B. wie auf der Erde durch unterirdische Explosionen seismische Wellen zu erzeugen, die ihnen den Aufbau verraten.

Trotzdem können sie sagen, wie schwer der Planet ist und aus was er im Innern besteht!

Also: Wie machen die das?

Gruß
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von fany » 8. Dez 2013, 18:15

... ich würde sagen Radarwellen, welche die Oberfläche abtasten, spektrometrische Messungen der Atmosphären könnten Aufschluss darüber geben, woraus die Oberfläche oder die Gase der Atmosphäre bestehen, aber wie ist es mit dem Innenren? Vielleich die Anwesenheit oder Abwesenheit von Magnetfeldern der Planeten?

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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von gravi » 8. Dez 2013, 18:28

Nette Idee, aber leider kommt man damit nicht weiter.
Kleiner Tipp: Mal ein wenig mit Newtons Gravitationsgesetz und den Keplerschen Gesetzen beschäftigen... :wink:

Schönen Gruß
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von fany » 8. Dez 2013, 18:41

... angenommen, man würde durch die Geschwindigkeit und die Flugbahn des Planeten seine Masse berechnen, und man wüsste, wie groß der Körper an sich ist, könnte man die Dichte ableiten....?

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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von gravi » 10. Dez 2013, 19:16

Ja, genau. Die Größe eines Planeten können wir ja im Teleskop prima vermessen, wenn wir dann seinen Durchmesser kennen und die Masse, kann man die mittlere Dichte errechnen.

Nun können uns Spektralanalysen weiter helfen, die z.B. etwas über die Zusammensetzung der Oberfläche aussagen, z.B. Mond oder Mars. Evtl. beobachten wir dann noch ein Magnetfeld (durch Raumsonden), was uns dann erzählt, dass im Innern leitfähiges Material (Metall) als Kern etwas anders rotiert als umgebende Schichten.

Wir wissen dann ja auch aus unseren Beobachtungen auf der Erde, dass Schlacken aus z.B. Silikaten leicht sind und oben auf schwimmen. So trägt man dann Steinchen für Steinchen zu einem Mosaik zusammen, so viele Details wie möglich, und am Ende steht dann ein Modell über den Aufbau eines Körpers.

Bei den extraterrestrischen Planeten funktioniert das natürlich nicht. Da kann man schon froh sein, wenn man durch das leichte, minimale "Zittern" eines Sterns, weil er und seine Planeten um einen gemeinsamen Schwerpunkt laufen, auf die Masse schließen kann. Wenn man nach einer anderen Methode dann noch misst, wie viel der Stern "verdunkelt" wird, wenn ein Planet an ihm vorbei zieht, kann man sogar etwas über die Größe des Planeten sagen. Viel mehr ist dann aber kaum machbar.

Es freut mich fany, dass du dich hier beteiligt hast. Jetzt müsstest eigentlich du hier das nächste Rätsel aufgeben...

LG
gravi
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Re: Einsteiger-Quiz#1: Das Sonnensystem

Beitrag von Skeltek » 11. Dez 2013, 01:10

Durch Temperatur bzw abgestrahlten Frequenzmix lässt sich die Zusammensetzung und Alter des Sterns bestimmen.
Durch scheinbare Größe, Leuchtkraft und Rotverschiebung lassen sich Entfernung, radiale Geschwindigkeit und ähnliches bestimmen.
Wenn man einen Planeten darum kreisen sieht kann man anhand der Fluktuation der Frequenzen des Sternes die Masse des Planeten bestimmen.
Den Planeten selbst zu beobachten ist dafür gar nicht notwendig.
Aus Frequenzfluktuationen und Umlaufdauer des Planeten lassen sich Masse des Sterns noch einmal bestätigen.

Spektroskopie lässt Oberflächenbestandteile erkennen, scheinbare Größe und Masse geben die Dichte vor.
Materialien und Elemente an der Oberfläche des Planeten schränken bei vielen Planeten teilweise die möglichen Elemente im Inneren ein. Er kann außen nicht dichtere/schwerere Elemente haben als innen.
Außerdem kann man über die Frequenzverteilung(nicht Fluktuation) erkennen, wie schnell sich der eine Rand des Planeten weg bewegt und der andere her bewegt; so kommt man auf die unter anderem Rotationsgeschwindigkeit.
Rotationsgeschwindigkeit bei bekanntem Gewicht und Dichte lässt auch darüber urteilen ob die Masse eher Innen oder Außen verteilt ist(Drehmoment vs Zentripetalkräfte usw).

Im Grunde genommen ist es eine laaange Kette an Implikationen, die alle falsch sind falls man am Anfang einen kleinen Fehler oder Trugschluss unternimmt.
Gödel für Dummies:
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