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Schwarze Löcher aus der Frühzeit des Kosmos

Schwarze Löcher, wohl die mysteriösesten Objekte im All: Entstehung, Geometrie, Dynamik, Quantenaspekte
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Re: Schwarze Löcher aus der Frühzeit des Kosmos

Beitrag von gravi » 9. Sep 2013, 18:54

Dieses etwas ältere Thema möchte ich nochmals aufrufen, denn es gibt Neuigkeiten dazu:

http://www.astronews.com/news/artikel/2 ... -012.shtml

Das Nuclear Spectroscopic Telescope Array (NuSTAR) der NASA hat weitere 10 supermassereiche SL's in bis zu über 11 Milliarden Lj. Distanz entdeckt (es arbeitet im Bereich energiereicher Röntgenstrahlung).
Zwar wurden sie bereits vorher von Chandra beobachtet, nun ist deren Existenz aber gesichert.

Leider haben wir damit aber noch immer keine Antwort auf die Fragen, wie viele von diesen Boliden es überhaupt gibt und erst recht nicht, wie sie nun entstanden. Letzteres muss jedenfalls sehr schnell geschehen sein, wenn sie schon so kurz nach dem Urknall solche Massen in sich vereinen konnten...

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Re: Schwarze Löcher aus der Frühzeit des Kosmos

Beitrag von Skeltek » 10. Sep 2013, 23:51

Hängt das nicht möglicherweise einfach vom Quotient der durchschnittlichen Impulsflussdichte und Energiedichte in einem Areal zusammen?
Davon hängt ja sicher auch indirekt Masse/Energie in dem Gebiet ab?
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Re: Schwarze Löcher aus der Frühzeit des Kosmos

Beitrag von gravi » 11. Sep 2013, 19:00

Ich gehe davon aus, dass ja zu Beginn die Massendichte recht hoch war, es zur vereinzelten Verklumpung kam (die DM konnte ja schon sofort nach ihrer Entstehung ungehindert von Strahlung und Materie Klumpen ausbilden, an denen sich später Materie gravitativ ansammelte). Hier könnten sehr schnell diese supermassereichen SL's entstanden sein - ohne irgendein Vorläufer- Objekt - und um sie herum bildeten sich die Galaxien aus. Ich sehe hier (ganz mutig) mal ein Äquivalent zur Entstehung eines Sonnensystems, ein Stern als Zentralmasse umgeben von vielen kleinen Körpern.

In jedem Fall aber können diese Boliden nicht stellaren Ursprungs sein, wenn auch die erste Population bis 1000 Sonnenmassen beinhalten konnte. Jedenfalls war die Zeit hier viel zu kurz, um Milliarden Sonnenmassen zu akkretieren...

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Re: Schwarze Löcher aus der Frühzeit des Kosmos

Beitrag von Skeltek » 12. Sep 2013, 02:56

DM mag es beschleunigen, dennoch gehe ich zunächst von einer Gleichverteilung auch von der DM aus. Da diese fast ausschließlich gravitativ wirkt, ist mir nicht ganz verständlich, weshalb sich diese beim Urknall schneller kontrastiert haben soll als gewöhnliche Materie; was ich normal nie erwähne, was an der DM-Theorie völlig kontraintuitiv als gegeben dargestellt wird...
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Re: Schwarze Löcher aus der Frühzeit des Kosmos

Beitrag von seeker » 12. Sep 2013, 07:56

Interessante Frage!

Vielleicht, weil es erheblich mehr davon gibt und weil kein Strahlungsdruck sie auseinanderhält (die Verklumpung konnte daher früher starten)?

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Re: Schwarze Löcher aus der Frühzeit des Kosmos

Beitrag von gravi » 12. Sep 2013, 19:22

Ja, so lautet die heutige allgemeine Auffassung.
Klar, zu Beginn ihrer Entstehung waren Materie und DM gleichmäßig verteilt. Doch im strahlungsdominierten Kosmos verhinderten die Photonen eine Verklumpung der Materie, während die DM keine Notiz von der Strahlung nahm und sich ungehindert, anfangs durch erste Fluktuationen, zusammenballen konnte.

Gruß
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Re: Schwarze Löcher aus der Frühzeit des Kosmos

Beitrag von Skeltek » 26. Feb 2015, 08:20

Es gibt da auch noch die Möglichkeit Materie so im Raum radial zu einem Mittelpunkt zu verteilen, dass die Dichte vom Mittelpunkt aus auf solche Weise immer kleiner wird, als daß die Arealdichte für jeden erdenklichen Radius kleinerbleibt als die kritische Dichte für den Kollaps zum SL.
Eine kleine Änderung dieses Systems kann bewirken, dass der EH vom Mittelpunkt aus sich mit v>c nach Außen bewegt.
Strahlungsdruck hätte somit keinerlei Chance die Materie schnell genug auseinander zu pressen, um die Schlagartige Ausbildung eines extrem großen EH zu verhindern.

Außerdem glaube ich änderte sich die kritische Masse möglicherweise für die Ausbildung eines EH kurz nach dem Urknall recht schnell.
Vielleicht unterschritt in diversen Bereichen der kritische Schwellwert schneller die Grenze, als die Materie Zeit hatte sich auseinander zu drücken...
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Siggi

Re: Schwarze Löcher aus der Frühzeit des Kosmos

Beitrag von Siggi » 26. Feb 2015, 11:31

Skywalker hat geschrieben:Ich bin der Meinung das schwarze Löcher zum System dazugehören damit es funktioniert wie es funktioniert.
Es gibt nichts auf der Welt was nicht von etwas abhängt.
Unser Leben braucht einen Planeten wie die Erde, die Erde eine Sonnensystem wie unseres, das Sonnensystem eine Galaxie wie die unsere, die Galaxie ein schwarzes Loch, das schwarze Loch das Universum, das Universum wer weiß was, etwas was wir nicht kennen usw.
Es ist ein System genau wie der Menschliche-Körper der das Universum quasi wiederspiegelt, denn es gibt viele Gemeinsamkeiten, wir sehen sie nur nicht.

Wir müssen essen/trinken sonst gehen wir ein, das ist das Gesetz des uns bekannten Lebens, was ist mit dem Universum? es verbraucht auch, die Sonne verbraucht sich, die Planeten, die Galaxien durch schwarze Löcher, das Universum mit Sicherheit auch was wir aber nicht kennen. Es ist also quasi alles Leben um uns herum nur in einer anderen Form/Art was sich nonstop selbst recycled.

Der Tod ob unserer oder der eines Sterns ist einfach nur ein Prozess der dazugehört, ohne diesen das ganze wohl so wie jetzt nicht funktionieren oder gar existieren würde. Deshalb ist für mich das ganze was der Mensch macht bzw. versucht - nutzlos. Das Universum wir eines Tages sterben, genau wie wir, genau wie ein Planet, eine Sonne oder eine ganze Galaxie. Was also bringt es wenn wir uns hier schlau machen und eines Tages dann wissen das wir eh nur noch paar tausend Jahre existieren werden weil sich das Universum verabschiedet? wohin wollen wir dann flüchten?

Unser Leben also inteligentes Leben ist für mich eine Strafe, wie das gemeint ist diese Frage kann sich jeder selbst beantworten.
Ein Tier macht sich mit Sicherheit keine Gedanken wie wir, es lebt, es tut das wozu es erschaffen wurde - es lebt das Leben, stirbt
und macht Platz für neues bis eines Tages das gesamte Leben verschwindet.
Zumindest das ist so sicher wie Murphys Gesetz, es gibt kein entkommen, auch keine Gnadenfrisst also Verlängerung in der Art
das wir uns im gesamten Universum breit machen...klar...möglich wäre das aber wie oben geschrieben, wenn die Zeit abgelaufen
ist dann ist eh alles vorbei egal wo wir uns im Universum befinden. Wozu also das ganze? ich kann leider den Sinn nicht verstehen.
@Sky

ehrlich gesagt ist Dein Beitrag asehr gut und ich teile Deine Meinung, Ich finde es schade, dasDu Dich im Forum etwas rar machst. Nun, man kann spekulieren und ein Funke Wahrheit dürfte drinstecken.
Zum Thema: Es ist so, dass messereiche Sterne explodieren bzw. kollabieren wenn deren Brennstoff verbraucht ist. In der Frühzeit des uns bekannten Universums dürfte es diese Phase gegeben haben und somit nauch SL`s nach denen sich Galaxien ausrichten und auch Strukuren hervorbringen.
@Tom,
Deine Frage beschägit mich auch, nun gut es geht mit hierbei eher darum um Erkenntnis zu erlangen. Scheint manchmal ein wenig schwierig zu sein. :wink:

lg

Siggi

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Re: Schwarze Löcher aus der Frühzeit des Kosmos

Beitrag von Analytiker » 7. Dez 2017, 20:09

Es ist gelungen, ein supermassereiches Schwarzes Loch mit 800 Millionen Sonnenmassen nachzuweisen, welches schon 690 Millionen Jahre nach dem Urknall vorhanden war.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/welt ... 82071.html

Das Objekt steckt im fernsten Quasar, der bisher beobachtet wurde.

Die Frage ist, wie ein Schwarzes Loch in der Frühzeit des Kosmos so schnell so viel Masse erhalten konnte. Waren es große Gasmassen, die schnell zusammenstürzten, oder steckt ein primordiales Schwarzes Loch oder ein Cluster primordialer Schwarze Löcher dahinter?

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