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Alles über die irdische Kernfusion

Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftstheorie bzw. -philosophie, Technik
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Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 26. Aug 2021, 16:29

Bislang gab das Fusionsexperiment nur 3 Prozent der Energie zurück, die man hineinsteckt. Nun ist der Wert schlagartig auf 70 Prozent gestiegen. Ein Meilenstein, sagen Experten
https://www.spektrum.de/news/fusionsfor ... ch/1912684

Natürlich ist man immer noch nicht soweit, wie man gerne wäre, aber ich finde hier wird in der letzten Zweit doch viel erreicht.
Allerdings wäre die Laserfusion selbst dann noch nicht einsatzreif, wenn sie den Break-even erreichen oder gar überschreiten würde. Die freigesetzte Energie fällt zunächst in Gestalt schneller Neutronen an. Um sie in eine nutzbare Form umzuwandeln, müssten laut »Science« zehn dieser Kapseln pro Sekunde beschossen werden – technisch eine gewaltige Herausforderung. Der kommerzielle Erfolg der Laserfusion ist darum ebenso ungewiss wie der alternativer Verfahren, wie man sie etwa am europäischen Kernfusionsforschungszentrum ITER in Frankreich erprobt
Was ist denn diese"nutzbare" Form der Neutronen.
Das habe ich jetzt nicht verstanden...... ;j
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Laserfusion feiert Beinahedurchbruch

Beitrag von seeker » 26. Aug 2021, 18:45

Eine nutzbare Energieform ist hier am Ende immer noch Hitze, um Wasser zu kochen und damit eine Dampfturbine anzutreiben.
Das ergibt dann Strom und evtl. noch etwas Fernwärme, wenn man es geschickt anstellt.
Dieser letzte Schritt ist hier immer derselbe, gleich ob Kohlekraftwerk, Gaskraftwerk, Atomkraftwerk oder dann Fusionskraftwerk, gleich welcher Art.

Ergo: Man müsste hier die schnellen Neutronen so verwenden, dass sie irgendetwas erhitzen, um dann Wasser kochen zu können.
Das geht u.a. recht gut, indem man sie durch Wasser leitet. Dafür braucht es aber viel Wasser, rund herum, eine genügend dicke Wasserschicht (sonst wird sie durchschossen). Um viel Wasser heiß genug zu bekommen, braucht es viele Neutronen, also viel Fusion.

Ich denke daher kommt diese Aussage:
"Um sie in eine nutzbare Form umzuwandeln, müssten laut »Science« zehn dieser Kapseln pro Sekunde beschossen werden – technisch eine gewaltige Herausforderung."

Das hat vermutlich bautechnische Gründe.

Bissl Hintergrund:
https://de.wikipedia.org/wiki/Moderator_(Physik)
Grüße
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Kritisches Denken bedeutet nicht, sich einseitig nur aus kritischen Quellen zu versorgen und die dortigen Darstellungen unkritisch zu übernehmen. Viele überschätzen ihre eigene Medienkompetenz massiv. Dies wird von Verführern ausgenutzt.

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Re: Laserfusion feiert Beinahedurchbruch

Beitrag von Skeltek » 27. Aug 2021, 11:30

Ich schaffe deutlich über 90% bei mir Zuhause.
Wenn ich einen Flummi aus 1m Höhe fallen lasse, krieg ich ca 95% der Höhe wieder zurück.
Das ist ein signifikanter Fortschritt gegenüber den Versuchen mit Bleibarren(2%), Apfelmus(0%) und Katzen(30%).
Man kann von einem regelrechten Durchbruch sprechen, nachdem von den vielversprechenden Katzen abgelassen und eine völlig neue Methodik mit Flummis angegangen wurde.
Wenn ich es schaffe auf 110% zu kommen, hüpft der Flummi 1,1m hoch, wenn ich ihn aus 1m Höhe fallen lasse -> dann ließe sich Energie daraus gewinnen.
Mein nächstes Experiment wäre, den Flummi im Vorfeld mit einer hauchdünnen Schicht Sprengstoff zu benetzen und den Boden elektrisch aufzuladen. Die Experimente sind vielversprechend, ich bräuchte allerdings noch 7 Millionen € für die Abwicklung der Formalien wie Genehmigungen/Bestechungen/Profit... eine Zusicherung, daß es irgendwann mal profitabel wird, werde ich allerdings zunächst nicht geben :)
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Re: Laserfusion feiert Beinahedurchbruch

Beitrag von seeker » 28. Aug 2021, 10:09

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Re: Laserfusion feiert Beinahedurchbruch

Beitrag von Frank » 30. Aug 2021, 09:51

Ich glaube an die Kernfusion und das sie in den nächsten 50 Jahren die Energiegewinnung revolutionieren wird.
Wenn ich es noch erleben sollte, werde ich eine neue Firma gründen, die Bohrhämmer , Schaufeln und Lastenräder vertreibt.
Meine Zielgruppe werden alle Ökos sein, um die Betonsockel, der Windräder, aus den Natur verschwinden zu lassen. ;a
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Laserfusion feiert Beinahedurchbruch

Beitrag von Frank » 31. Aug 2021, 19:56

Im Rennen um die Kernfusion wähnen sich private Firmen in der Pole-Position
In der Fusionsforschung weht ein frischer Wind. Startups wollen endlich das Versprechen einlösen, durch die Verschmelzung von Atomkernen Energie zu gewinnen. Doch auch Iter & Co. schlafen nicht.
https://www.nzz.ch/wissenschaft/kernfus ... ld.1639809
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Laserfusion feiert Beinahedurchbruch

Beitrag von Hansen » 6. Sep 2021, 18:52

Frank hat geschrieben:
30. Aug 2021, 09:51
Ich glaube an die Kernfusion und das sie in den nächsten 50 Jahren die Energiegewinnung revolutionieren wird.
Wenn ich es noch erleben sollte, werde ich eine neue Firma gründen, die Bohrhämmer , Schaufeln und Lastenräder vertreibt.
Meine Zielgruppe werden alle Ökos sein, um die Betonsockel, der Windräder, aus den Natur verschwinden zu lassen. ;a
Das Problem wird eher sein das die Gesellschaft als solches nicht mehr existiert.
Wenn die USA Teile ihres Landes der Dürre übergeben ist es vorbei mit Weltmacht.

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 9. Sep 2021, 18:21

Rechtschreibung naja,aber Hauptsache gendern ...🙈
Trotzdem klingt die Meldung viel versprechend .

https://futurezone.at/science/fusionsre ... /401730294
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von seeker » 11. Sep 2021, 09:30

Solche Entwicklungen sind interessant. Ich habe dazu irgendwo eine Meinung von einem Experten vom Iter oder so gelesen. Er meinte auch: Interessant, aber allzu weit wären die noch nicht und für einen Hype bzw. allzu vorschnellen Optimismus besteht kein Anlass. Er hat dann etwas über die Details geredet... vielleich finde ich den Artikel noch, muss schauen.

Allgemein gibt es bei der Fusion aus meiner Sicht zwei entscheidende Fragen (so man es überhaupt hinbekommt):

1. Wann werden solche Reaktoren in Masse herstellbar sein, sodass sie einen beträchlichen Anteil an der Welt-Energieversorgung übernehmen könnten?

2. Was wird bei dieser Art der Stromerzeugung die Kilowattstunde dann unterm Strich kosten? Bei einer ehrlichen Rechnung unter Einbeziehung aller Kosten und ohne verzerrende Subventionen und ohne sonstige Vergünstigungen? Wird das konkurrenzfähig sein?

Nach meinem Wissen ist die Antwort auf 1.:
Falls es gut geht noch etwa ein paar Jahrzehnte bis zu den ersten Reaktoren mit genügend hohem und positivem Energieoutput und bis zur Massenfertigung noch > 50 Jahre.
Und zu 2.: Das steht noch in den Sternen, ob das konkurrenzfähig sein wird.

Dennoch bin ich sehr dafür die Fusion weiter voranzutreiben, nur gehyped bin ich nicht mehr wirklich.
Die Fusion könnte evtl. im 22. Jahrhundert eine relevante, größere Rolle bei der Energiegewinnung spielen, im 21. Jahrhundert eher nicht mehr.
Grüße
seeker


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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 16. Sep 2021, 18:23

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von seeker » 17. Sep 2021, 05:18

Spannende Sache, wie gesagt. Das sollte man weiter vorantreiben und beobachten.
Hier noch eine kurze Darstellung, was so alles in der Mache ist:
https://www.scinexx.de/dossierartikel/die-rivalen/

Bis wann glaubst du, dass wir damit 80% der weltweiten Primärenergiebedarfs abdecken können (das decken momentan Kohle, Öl und Gas ab)?
Grüße
seeker


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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 19. Sep 2021, 20:19

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 10. Okt 2021, 19:55

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von seeker » 11. Okt 2021, 17:41

Ich wär jedenfalls vorsichtig bei allzu hochtrabenden Versprechen... das klingt ja sonst manchmal wie die Ankündigung dieser holländischen Firma (Mars One) vor nicht allzu langer Zeit, bis 2023 Menschen auf dem Mars bringen zu wollen...
https://de.wikipedia.org/wiki/Mars_One

Hier auch einmal kritische Stimmen zur Fusion, damit wir beide Seiten zu sehen bekommen:

Energieerzeugung durch Kernfusion

https://www.spd-bezirk-braunschweig.de/ ... ussion.pdf

Das Absurdistan der Kernfusionsforschung verschlingt weitere Milliarden

https://www.pv-magazine.de/2021/02/23/d ... illiarden/

Wie auch immer... die Wahrheit liegt vielleicht in der Mitte... technische Fortschritte und Innovationen werden evtl. noch manches lösen können, aber so schnell und so einfach wird das wohl nicht gehen, bis zu einer wettbewerbsfähigen, zuverlässigen und realtiv problemlosen Fusionsenergie, das kann man m.E. zumindest mitnehmen.
Grüße
seeker


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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Frank » 13. Okt 2021, 09:53

seeker hat geschrieben:
11. Okt 2021, 17:41

https://www.pv-magazine.de/2021/02/23/d ... illiarden/

Wie auch immer... die Wahrheit liegt vielleicht in der Mitte... technische Fortschritte und Innovationen werden evtl. noch manches lösen können, aber so schnell und so einfach wird das wohl nicht gehen, bis zu einer wettbewerbsfähigen, zuverlässigen und realtiv problemlosen Fusionsenergie, das kann man m.E. zumindest mitnehmen.
Die Wahrheit liegt im Grunde immer irgendwo in der Mitte (Auch beim Klima :wink: )

Des weiteren dürfte es aber klar sein, dass eine Quelle wie PV Magazine , die genau wissen was ihnen blüht, wenn die Kernfusion in absehbarer Zeit wirtschaftlich ans Netz gehen sollte, also eine reine Interessenseite, keinen guten Fetzen an der Kernfusion lässt.
Darum ist es natürlich unverschämt, das die 20 Milliarden Förderung , seitens der EU, der Fusionsforschung (viel zu wenig) inzwischen zugeflossen sind.
Schließlich hätte man das viel besser ja der Solarenergie zukommen lassen können..... :wink:
Zum Glück wird diese Forschung aber in anderen Ländern doch sehr gut (oft auch mit privaten Fördermitteln ) voran getrieben.
PV.png
PV.png (44.55 KiB) 255 mal betrachtet
Ich für meinen Teil sehe in der Kernfusion die einzige Möglichkeit, die Menschheit zukunfts- fähig in das 22. Jahrhundert zu schicken. Denn erneuerbare Energien sind ohne eine Revolution in der Speichertechnik(die noch weiter weg ist, als die Kernfusion) nicht für die Grundlast geeignet und Rohstoffe werden egal wie man spart endlich sein. Zumal dann der Raubbau an der Natur und deren Zerstörung weiter ungebremst voran schreiten werden.
Auch die Antarktis wird so früher oder später dran glauben müssen.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von seeker » 13. Okt 2021, 14:17

Frank hat geschrieben:
13. Okt 2021, 09:53
Des weiteren dürfte es aber klar sein, dass eine Quelle wie PV Magazine , die genau wissen was ihnen blüht, wenn die Kernfusion in absehbarer Zeit wirtschaftlich ans Netz gehen sollte, also eine reine Interessenseite, keinen guten Fetzen an der Kernfusion lässt.
Nach den Quellen, wo gehyped wurde, war es zum Ausgleich wichtig auch kritische Stimmen zu hören, das ist legitim und dient der Ausgewogenheit.
Und das PDF von der SPD ist eigentlich eh interessanter, weils stichpunktartig die wichtigsten kritischen Punkte bei der Fusion offenlegt.
Diese Problempunkte darf man zumindest nicht ignorieren, man sollte eher überlegen, ob es gute und realistische Lösungen dafür gibt.
Wo soll z.B. das Tritium herkommen? Und was wird das kosten? Und wo sollen Fusionskraftwerke stehen, wo man doch damit hervorragend kernwaffenfähiges Plutonium brüten kann? Auch im nahen Osten, in Teilen Asiens, in Afrika? Ich glaube, das wäre vielen nicht so recht.
etc. (siehe PDF)
Frank hat geschrieben:
13. Okt 2021, 09:53
Ich für meinen Teil sehe in der Kernfusion die einzige Möglichkeit, die Menschheit zukunfts- fähig in das 22. Jahrhundert zu schicken.
Die Frage ist doch:
Sollte man sich heute darauf verlassen, dass das mit der Fusion rechtzeitig klappt (oder überhaupt klappt)?
Sollen wir die Zukunft der Menschheit auf diese eine Karte verwetten?
Sicher nicht. Wenns da ist, ist es da, dann sieht man weiter, vorher nicht.
Die Fusion wird jedenfalls unser Klimaproblem nicht lösen, jedenfalls nicht rechtzeitig.

Aber wir haben ja schon einen kostenlosen, zuverlässig arbeitenden Fusionsofen, den man anzapfen kann, nennt sich "Sonne".
Wie wäre es eigentlich mit Weltraum-Solarkraftwerken in der weiteren Zukunft? Auch ein interessantes Thema.
Frank hat geschrieben:
13. Okt 2021, 09:53
Denn erneuerbare Energien sind ohne eine Revolution in der Speichertechnik(die noch weiter weg ist, als die Kernfusion) nicht für die Grundlast geeignet
Das wir andauernd behauptet, stimmt aber nicht. Das ist schon lösbar - und zwar sicher und mit heutiger Technik schon.
Und überhaupt wird da immer über die Grundlast geredet, wichtiger ist aber die Regelleistung bedienen zu können, besonders bei zukünftigen Stromnetzen. Das überhaupt ist die größte Herausforderung bei Stromnetzen. Und das können z.B. Windkraftwerke sehr gut, Gaskraftwerke auch, aber Kohle, Atom, Fusion sehr schlecht.
Außerdem: Wie grundlastfähig wird denn ein Fusionskraftwerk sein? Wissen wir das heute? Mal abgesehen davon, dass es wahrscheinlich 70% der Zeit überhaupt keinen Strom liefern wird, weil es in der Zeit gewartet werden muss (wegen der hohen Neutronenbelastung der Reaktorwände). Da braucht es dann genauso Speichertechnik und/oder eben intelligente, länderübergreifende Netze.
Frank hat geschrieben:
13. Okt 2021, 09:53
und Rohstoffe werden egal wie man spart endlich sein. Zumal dann der Raubbau an der Natur und deren Zerstörung weiter ungebremst voran schreiten werden.
Auch die Antarktis wird so früher oder später dran glauben müssen.
Das sind m.E. weitergehende Probleme, um die man sich auch und eh kümmern muss, Kernfusion hin oder her.
Kürzlich habe ich es irgendwo gehört, wo es schön gesagt wurde: "Wir sollten schauen, dass wir die Welt demnächst wieder sanieren."
Für so etwas gibt es nicht DIE EINE Lösung.
Grüße
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Re: Alles über die irdische Kernfusion

Beitrag von Herr5Senf » 19. Okt 2021, 17:57

Solange das mit der viel zu komplizierten Kernfusion in praktischen Reaktoren nichts wird, nehmen wir praktisch das
https://www.wissenschaft-x.com/ex-space ... ar-reactor fast eigenheimtauglich :sun:
Atomkraft wird in Form von relativ leichten, kostengünstigen Mikroreaktoren portabel. Ein Team ehemaliger SpaceX-Ingenieure entwickelt
die "weltweit erste tragbare, emissionsfreie Stromquelle", die Strom in abgelegene Gebiete bringen kann und auch dies ermöglicht
schnelle Installation neuer Einheiten in besiedelten Gebieten, ...

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