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Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

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Hansen
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Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von Hansen » 13. Okt 2019, 16:05

Tja wo geht die Reise des Menschen auf der Erde hin? Das wäre eigentlich genauer.

Es gibt ja viel negative News in Bezug zum Klima der Erde. Viel Alarmismus viel zu viel Hype und dadurch verliert das Thema an Glaubwürdigkeit.

Leider denn ich habe vor 30 Jahren schon bemerken dürfen wie das Klima sich verschiebt. Reisen nach Afrika, in der EU, den Amerikas öffnen einem die Augen. Das die Sommerhöchsttemp 1990 im Sommer 38 Grad war und das sie 2019 auf 46 kletterte bedeutet etwas was jedem mulmig machen sollte. Schnee im Atlas > https://www.earthobservatory.nasa.gov/i ... of-morocco letzter Update 2012. Tja den gibt es nicht mehr. Ich kenne auch andere Orte in den Bergen SA wo die Temperaturen von 15 auf 30+ gestiegen sind in den letzen 20 Jahren. Leider ist die Statistik in der dritten Welt weit unterentwickelt. Entwicklungshilfe geht eben doch nur so weit.

Das Gase einen Impakt haben ist ohne Zweifel, das Ozone Loch das in den 80 Jahren akut war ist sich am schließen. Auch wenn CO2 keine Schuld hat muss der Impakt des Menschen verringert werden. Das heißt vor allem bewußter Leben. Nur wer macht das schon?

Rezo hat vielen die Augen geöffnet nur Augen allein öffnen allein reicht leider nicht.

Wer von euch hat wenn auch kleine Einschnitte in seinem Leben vorgenommen?
Den Wagen einen Tag stehen lassen gilt schon;) ;th

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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von seeker » 14. Okt 2019, 09:09

Das Problem ist, dass wir in dieser Gesellschaft Zwängen unterliegen, wir können viele kleine Dinge tun, um die Umwelt etwas weniger zu schädigen, aber man stößt da leider auch schnell an Grenzen.
Der Hauptanteil muss von der Weltgemeinschaft insgesamt kommen. Und was da passiert fängt in den Köpfen an. Also muss man erst einmal ein Bewusstsein dafür schaffen.

Insgesamt sieht es nicht sehr gut aus. Die selbstgeschaffenen politisch-wirtschaftlich-kulturell-gesellschaftlichen Strukturen und Zwänge verhindern ein allzu schnelles, energisches Handeln. Außerdem ist ein solches gemeinsames Handeln unvereinbar mit allzu großen Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten in der Welt.*
Dieses Problem müsste parallel angegangen werden - und zwar ernsthaft an den Wurzeln.
Ich glaube, wir können froh sein, wenn wir ein +4°-Ziel ereichen. Auch das scheint nicht sicher, aber nichts tun oder den Kopf in den Sand stecken kann auch nicht die Lösung sein. Was da auf uns zu kommt, wird die gesamte Weltlage massiv destabilisieren, mit entsprechenden Folgen; es hat vielleicht schon angefangen.

*: Im Versuch es auf den Punkt zu bringen:
Im Moment werden unsere Lebensgrundlagen langfristig dafür zerstört, damit die reichsten 1% der Weltbevölkerung kurzfristig noch reicher werden und damit die Bevölkerungen in den Wohlstandsgesellschaften kurzfristig noch mehr Dinge konsumieren und Dienstleistungen in Anspruch nehmen können, die ihnen nicht gut tun und die sie nicht wirklich brauchen und die nur als Ersatzdroge dafür fungieren, wonach sich die Menschen wirklich sehnen, nämlich nach Menschlichkeit und einem menschlichen Zusammenleben. Das ist nichts anderes als kranker Wahnsinn.
Grüße
seeker


Mache nie eine Theorie zu DEINER Theorie!
Denn tut man das, so verliert man zumindest ein Stück weit seine Unvoreingenommenheit, Objektivität.

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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von belgariath » 14. Okt 2019, 11:24

Gerade jetzt am Beginn der kalten Jahreszeit ist es gar nicht so schwer seinen Fußabdruck zu verkleinern. Ich habe die Solltemperatur an meinem Thermostat ein, zwei Grad tiefer gestellt und ziehe einfach noch 'nen Pulli drüber. Das kann man kaum als Verminderung der Lebensqualität bezeichnen.
Darüber hinaus esse ich kaum Fleisch, wenig Käse, keine Butter. Es gibt genügend andere leckere Sachen sodass diese Ernährungsform auch kaum eine Einschränkung darstellt.
Generell versuche ich wenig Neuware zu kaufen, lieber Gebrauchtes, wenn möglich.
In Urlaub gehe ich kaum noch, mache eher Tagesausflüge.
Das sind natürlich global gesehen alles nur Bruchteile eines Peanuts. Aber es sind Dinge, die ich ganz eigenständig von heute auf morgen bewirken kann. Die Weltgemeinschaft kann ich nur viel viel viel indirekter und langwieriger beeinflussen.

Mir ist aber klar, dass ich mit den oben genannten Verhaltensänderungen schon ein Exot bin. Der Großteil der Menschen will eben immer mehr. Er hat das Bestreben, sein Leben immer florierender zu gestalten, mehr Geld, mehr Luxus, mehr Wohnraum, mehr Kinder, mehr Erlebnisse. Das kann man so richtig auch niemandem Übel nehmen, denn es ist doch im Grunde eine Eigenschaft, die den Mensch und allgemein das Leben ausmacht, ja sogar fast definiert. Lebewesen geben sich mit dem bereits Erreichten nicht zufrieden. Sie wollen mehr.

Global gesehen bin ich deswegen absolut pessimistisch. Es gibt einfach im Moment keinen einzigen Deut darauf, dass uns das Ökosystem nicht in einigen Jahrzehnten um die Ohren fliegt. Wir haben fünf von zehn bekanntenplanetaren Belastungsgrenzen jetzt schon überschritten. (Auch die Ozonproblematik ist noch nicht komplett gelöst.)
Und auch wenn im Moment alles sehr schlecht aussieht. Man sollte nicht aufgeben. Ich möchte jedenfalls am Ende meines Lebens sagen können, ich habe Einiges/mein Möglichstes getan, um den Kollaps zu verhindern.
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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von ralfkannenberg » 14. Okt 2019, 11:51

Hansen hat geschrieben:
13. Okt 2019, 16:05
Leider denn ich habe vor 30 Jahren schon bemerken dürfen wie das Klima sich verschiebt. Reisen nach Afrika, in der EU, den Amerikas öffnen einem die Augen. Das die Sommerhöchsttemp 1990 im Sommer 38 Grad war und das sie 2019 auf 46 kletterte bedeutet etwas was jedem mulmig machen sollte. Schnee im Atlas > https://www.earthobservatory.nasa.gov/i ... of-morocco letzter Update 2012. Tja den gibt es nicht mehr. Ich kenne auch andere Orte in den Bergen SA wo die Temperaturen von 15 auf 30+ gestiegen sind in den letzen 20 Jahren. Leider ist die Statistik in der dritten Welt weit unterentwickelt. Entwicklungshilfe geht eben doch nur so weit.
Hallo Hansen,

der wärmste Sommer, den ich in meinem Leben erlebt habe, war 1983.

Und die beiden schönsten Sommer, die ich in meinem Leben genossen habe, waren 2003 und vergangenes Jahr. Der diesjährige Sommer war aber auch sehr schön.

Und der schönste Winter, den ich in jüngerer Zeit auch in den Niederungen erleben konnte war im Jahre 2005, als ich die Gelegenheit nutze und von zuhause aus Skilanglauf-Touren unternehmen konnte.


Worauf ich hinaus möchte: der Klimawandel ist nicht zu übersehen, aber nicht so dramatisch wie Du ihn darstellst. Und meines Erachtens ist nicht geholfen, notwendige Massnahmen gegen den Klimawandel mit völlig übertriebenen Zahlen zu begründen.


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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von Hansen » 14. Okt 2019, 15:18

ralfkannenberg hat geschrieben:
14. Okt 2019, 11:51
Worauf ich hinaus möchte: der Klimawandel ist nicht zu übersehen, aber nicht so dramatisch wie Du ihn darstellst. Und meines Erachtens ist nicht geholfen, notwendige Massnahmen gegen den Klimawandel mit völlig übertriebenen Zahlen zu begründen.
Dramatisch? Ich sag doch nur das es einen Klimawandel gibt der auch Auswirkungen hat. 10 Grad in 10 Jahren ist nicht so einfach undramatisch darzustellen. Dramatisch, ist leider gegensätzlich ist das Gegensteuern der Politik. Je deutlicher es wird desto stärker werden die Widerstände.
Notwendige Maßnahmen gehen vor allem von uns allen aus. Sicher im Winter wird es härter Energie zu sparen allerdings ist das handeln oder anstreben eigentlich immer positiv. Soya und Fleisch Konsum feuert die Brandleger in Bolivien, Brasilien, Indonesien und sonstwo an wo man Land für die Viehzucht rodet.

Die Politik hat vor allem darin versagt das sie keine Bildung in den Ländern angestrebt hat wo es Not tut. Lieber werden lieber 200 G4 als Entwicklungshilfe deklariert.

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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von ralfkannenberg » 14. Okt 2019, 15:40

Hansen hat geschrieben:
14. Okt 2019, 15:18
Dramatisch? Ich sag doch nur das es einen Klimawandel gibt der auch Auswirkungen hat.
Hallo Hansen,

dem würde wohl niemand widersprechen. Aber wenn dann so etwas kommt:
Hansen hat geschrieben:
14. Okt 2019, 15:18
10 Grad in 10 Jahren ist nicht so einfach undramatisch darzustellen.
... dann ist das wenig hilfreich. Die Statistiken geben Deine 10 Grad einfach nicht her, es sei denn, Du erfindest eine neue Mathematik, mit denen man Statistiken "alternativ" auswerten kann.


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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von Hansen » 14. Okt 2019, 16:54

ralfkannenberg hat geschrieben:
14. Okt 2019, 15:40
... dann ist das wenig hilfreich. Die Statistiken geben Deine 10 Grad einfach nicht her, es sei denn, Du erfindest eine neue Mathematik, mit denen man Statistiken "alternativ" auswerten kann.
Gut möglich ist sehe ja auch nur die Höchsttemperaturen und bei Statistiken ist meist noch was anderes dabei. Trau keiner Statistik die man nicht selbst gefälscht hat. Das große Geld ist bei den Klimaverweigerern. EOn, Kohleproduzenten, Handel alles Größen die Massen an Extrageld haben . Beide Seiten kämpfen mit nicht gerade fair und offen.

belgariath hat geschrieben:
14. Okt 2019, 11:24

Mir ist aber klar, dass ich mit den oben genannten Verhaltensänderungen schon ein Exot bin. Der Großteil der Menschen will eben immer mehr. Er hat das Bestreben, sein Leben immer florierender zu gestalten, mehr Geld, mehr Luxus, mehr Wohnraum, mehr Kinder, mehr Erlebnisse. Das kann man so richtig auch niemandem Übel nehmen, denn es ist doch im Grunde eine Eigenschaft, die den Mensch und allgemein das Leben ausmacht, ja sogar fast definiert. Lebewesen geben sich mit dem bereits Erreichten nicht zufrieden. Sie wollen mehr.
Es gibt schon noch ein paar Exoten mehr als wir denken. Aber unser Beispiel hilft anderen eventuell die Augen zu öffnen und ab und zu den Wagen stehen zulassen. Es gilt den Anfang zu machen.

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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von ralfkannenberg » 14. Okt 2019, 17:51

Hansen hat geschrieben:
14. Okt 2019, 16:54
Gut möglich ist sehe ja auch nur die Höchsttemperaturen und bei Statistiken ist meist noch was anderes dabei. Trau keiner Statistik die man nicht selbst gefälscht hat.
Hallo Hansen,

dann schau Dir doch einmal diese Statistik hier an: Wetterrekorde Deutschland

Da sind 57 Orte genannt und nicht ein einziger ist jünger als 2007.

4 Rekorde stammen also aus dem Jahre 2007 und einer aus dem Jahr 2006. Allerdings würde ich den 2006'er Wert nur für zusätzliche Auswertungen heranziehen, denn in Offenbach wurde erst seit dem Jahre 2005 solche Messreihen getätigt. Immerhin - auch dort war seit dem Jahr 2006 kein wärmerer Sommer mehr dabei.

Die nächst jüngeren betreffen den Jahrhundertsommer 2003, der immerhin 20 Einträge hat.

Auch der Sommer 1983 meines Vordiploms, als meine Studienkollegen teils nachts zu lernen versuchten, weil es so warm war, und ich mein Pyjama unter den Wasserhahn hielt, auswrang und hoffte, einzuschlafen, ehe er getrocknet war, ist mit 6 Rekorden in der Liste vertreten.

Und 9 Rekorde sind älter als 1960, wobei dieser Wert gebiast ist, weil zahlreiche Messstationen in dieser zeit noch gar keine systematischen Erhebungen vorgenommen haben, d.h. ein älterer wärmerer Sommer ware in dieser Liste nicht eingetragen.


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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von Skeltek » 14. Okt 2019, 19:23

Mich würde interessieren, ob ihr etwas von der Katastrophe in Japan mitbekommen habt. Ich hab's irgendwie nur zufällig über einen Twitter Feed bekommen (ja, benutze das seit ner Woche). In de ganzen News-Feeds auf dem Handy und in den News in meinem Internet-Browser stand irgendwie gar nix drin, nur Zeug über Merkel, Türkei und irgendwelchem Kleinkruscht in Leipzig.

Gerade wird noch viel regelmäßig berichtet. Falls zufällig Nachrichten laufen, kann man sich ja hier mal direkt ein paar Bilder rein ziehen:
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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von belgariath » 14. Okt 2019, 19:49

Also die Radiosender die ich höre haben des öfteren drüber berichtet und auch schon als der Taifun sich Japan genähert hat.

@ Ralf und Hansen
Es ist müßig mit subjektiven Erlebnissen zeigen zu wollen wie schlimm oder übertrieben die Klimawandel Problematik ist. Ich appelliere an euer Vertrauen in die Wissenschaft. Die rät von mehr als 1,5 ° Erwärmung dringend ab.
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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von ralfkannenberg » 14. Okt 2019, 20:48

belgariath hat geschrieben:
14. Okt 2019, 19:49
Es ist müßig mit subjektiven Erlebnissen zeigen zu wollen
Hallo belgariath,

ich würde ja die Seite "wetterdienst.de" nicht als subjektives Erlebnis bezeichnen wollen. Mein subjektives Erlebnis "sehr schöner Sommer 2018" ist auch dieser Seite beispielsweise nicht abgedeckt. Und dass sich 26 der 57 genannten Wetterrekorde mit meinen Erinnerungen decken - wobei das ja nur die beiden Jahre 1983 und 2003 betrifft, die 26 der 57 Wetterrekorde halten, ist zweifelsohne nett, aber natürlich keine wissenschaftliche Analyse.

Die Wetterrekorde selber indes sind meines Erachtens durchaus einmal eine Betrachtung wert, denn diese stammen von Messgeräten und nicht vom subjektiven Empfinden von Einzelpersonen.

Insbesondere sind sie nich tkonsistent zu Hansens Aussage, dass die Höchsttemperatur in 10 Jahren um 10 Grad zugenommen habe, den dann must ein allen Zeilen das Jahr 2019 stehen, in krassem Widerspruch dazu, dass immerhin 9 der 57 Rekorde älter als 1960 sind. Wobei es sich hier um 9 von nur 50 Rekorden handelt, da 7 der 57 Ortschaften erst nach 1960 Messdaten aufgenommen haben.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von Skeltek » 14. Okt 2019, 20:55

Meine Idee war einmal, die Rohdaten selbst zu nehmen, Formeln selbst aufzustellen und die Berechnungen ohne Fremdhilfe durchzuführen. Danach hätte man dann sehen können, ob man ähnliche Resultate zustande bringt. Allerdings ist das Recherchieren der Rohdaten äußerst mühseelig, da man ohne Hintergrundinformationen nicht wirklich herauslesen kann, wo die Nullniveaus gelegt sind und für jede einzelne Messtation berücksichtigen muss, ob die Temperatur im Schatten usw aufgenommen wurde.

Die Rohdaten von Dansgaard et el. 1969 (beinhalten Daten bis 1959, die Eisborhkerne sind 1960-1966 gebohrt worden), welche oft von Klimaaktivisten oder Klimawandelleugnern als Beispiel genannt werden, sind lokal auf Island(oder war es Grönland?) begrenzt und auch nur indirekte Rückschlüsse brauchbar. Die Bohrtechniken und Auswertungsmethoden von damals waren erst in den anfängen und nach heutigen Standards leicht veraltet (trotzdem relativ zuverlässig). Oft wird unterschlagen, dass in der Skizze der Temperaturanstieg der letzten 60 Jahre gar nicht enthalten ist.
Ich habe vor kurzem das Originalpapier lesen wollen, aber bei uns an der Hochschule gab es ein technisches Problem mit der Zuweisung der internen IP-Adressen an die Shibboleth-Services, weshalb ich bisher noch keinen Zugang zur entsprechenden Ausgabe des Science Magazins bekommen habe.

Ich stimme allgemein zu, dass man einzelne Länder oder persönliche Erfahrungen nicht als allgemeines Beispiel anführen kann, sondern nur als Indiz werten. Die 1.5°C sind auch nur ein relativ willkürlicher Wert, der den meisten Einschätzungen nach eine gute Mischung zwischen Machbarkeit und Schadensrisiko darstellt. Es wäre natürlich auch mit einer gerigen Wahrscheinlichkeit möglich, dass Permafrost bereits vorher auftaut oder diverse Kettenreaktionen erst später ausgelöst werden.

Erwähnenswert ist insbesondere, dass als Gegenbeispiel für die globale Erwärmung oft die Statistik von Dansgaard et el. von 1969 verwendet wird (diese wurde später durch Schönfeld 1995 eingefärbt und angepasst, enthält jedoch immer noch die alten Daten bis 1959). Außerdem frage ich mich, ob Grönland überhaupt als globaler Repräsentant geeignet ist, da man bei 0°C den Schwellwert zum Gefrierpunkt von Wasser hat, was die Durchschnittstemperatur dort nach unten hin zunächst begrenzt, bis das ganze Wasser in der Atmsphäre kondensiert und gefriert. Das Prinzip ist relativ einfach: Solange Wasser vorhanden ist, muss dieses zuerst gefrieren, bevor die Temperaturen des Schnees/Eises weiter sinken können.
Das stört möglicherweise zunächst auch bei der Messung des Temperaturverlaufes (allerdings weiss ich gerade nicht, wie die Temperatur genau gemessen wurde, weshalb dieses Argument möglicherweise ungültig ist). Auch ist möglich, dass die Temperatur dort bereits zum Zeitpunkt der Bohrung bereits erhöht war (aus obigem Grund bleibt die Erwärmung von z.B. -10°C auch zunächst einmal bei 0°C stehen).

Letztlich bleibt uns nur übrig, die globale Temperaturerhöhung seit der Industrialisierung zu betrachten (grob die letzten 40-80 Jahre) und dann mit dem früheren Durchschnitt zu vergleichen. Die viel verwendete Grafik von Schönwiese ist eigentlich ziemlich unrepräsentativ, eignet sich jedoch gut zur Veranschaulichung des dortig längerfristigen Verlaufes der letzten 10000 Jahre.
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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von Hansen » 15. Okt 2019, 00:06

belgariath hat geschrieben:
14. Okt 2019, 19:49
@ Ralf und Hansen
Es ist müßig mit subjektiven Erlebnissen zeigen zu wollen wie schlimm oder übertrieben die Klimawandel Problematik ist. Ich appelliere an euer Vertrauen in die Wissenschaft. Die rät von mehr als 1,5 ° Erwärmung dringend ab.
Müßig? Warum denn das? Stell dir nur mal vor was du fühlen wirst wenn das Thermometer auf 52 Grad steigt oder höher, selbst wenn es nur ein Tag wäre. Für mich ist die Katastrophe nicht zu stoppen, zu uneins ist die Welt. Zu viele fadenscheinige Gründe das die Greta lieber zur Schule gehen sollte, Das es 1980 sogar wärmer war ist alles wurscht wenn du mal einen Tag mit 52 Grad ertragen musst.Es ist auch egal wer dafür verantwortlich ist. Das er kau noch zu stoppen ist und der Will immer noch fehlt ist die Sauerei.

In den 80 gern war ich auf dem Atlas, in den 90 und um 2000 da sieht man es mit eigenen Augen. Leider gibt es keine All Inklusiv Ferien in den Atlas. Europa ist weitgehend verschont, aber nächstes oder übernächstes Jahr kommen so einige Berge ins Tal. Mal sehen wie die Töne dann dramatisch werden und nicht wegen der 10 Grad. ;a

Alle diese Indizien sagen schon was zumindest für die die an die Wissenschaft und ihren eigenen Augen glauben. Ich kenne Leute deren Nachbarschaft von Feuern verschlungen wurden und die nicht einmal daran glauben werden das es Klimawandel gibt weil das nur eine Verschwörungstheorie ist. Ich weiß auch das es jedes Jahrzehnt sich mehr Leute überzeugen lassen.

Ein wahrer Hohn waren die die Worte der "lasst uns so weitermacher" die das Klima als ein uns allen bedrohliches Scenario erklären, Sie sind der Grund warum es so ausgehen wird. 30 - 40 Jahre zu spät reagieren und nun aufgrund von Druck ist man auf einmal ein Klimaheiliger. aber mit 2 Fliegern muss man schon düsen denn einer allein tut es nicht.

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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von belgariath » 15. Okt 2019, 11:22

Ich bin da größtenteils bei dir, Hansen.

Aber bezüglich Einzelereignissen: Die Welterwärmung (Betonung auf Welt) kann man nicht an einzelnen Ereignissen fest machen.
Ähnliches Beispiel: In deinem Haus wurde vor acht Wochen eingebrochen. Vorher wurde noch nie bei dir eingebrochen. Heute Nacht wurde erneut eingebrochen. Die Schlussfolgerung "Die Einbruchrate in Deutschland hat sich im Jahr 2019 erhöht" ist aber aus deiner Beobachtung nicht ableitbar.
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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von Hansen » 15. Okt 2019, 14:22

belgariath hat geschrieben:
15. Okt 2019, 11:22
Ich bin da größtenteils bei dir, Hansen.

Aber bezüglich Einzelereignissen: Die Welterwärmung (Betonung auf Welt) kann man nicht an einzelnen Ereignissen fest machen.
Ähnliches Beispiel: In deinem Haus wurde vor acht Wochen eingebrochen. Vorher wurde noch nie bei dir eingebrochen. Heute Nacht wurde erneut eingebrochen. Die Schlussfolgerung "Die Einbruchrate in Deutschland hat sich im Jahr 2019 erhöht" ist aber aus deiner Beobachtung nicht ableitbar.
Nun ja der Vergleich hinkt etwas.
Wenn in ganz Hamburg eingebrochen wird wäre IMHO vergleichbarer mit Wetter Ereignissen.

Ein Sommer in D würde mich auch nicht zum Denken bringen nur ganz allgemein wer es schafft ein wenig über den Tellerrand zu sehen sieht diese Ereignisse auch woanders, vor allem außerhalb der EU obwohl Spanien sich auch klimatisch merkbar ändert. Allerdings macht die Zukunft diese Effekte auch für den Norden sichtbarer. Die erhöhte Temperatur macht den Laubbäumen zu schaffen.

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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von ralfkannenberg » 15. Okt 2019, 18:09

Hansen hat geschrieben:
15. Okt 2019, 00:06
Warum denn das? Stell dir nur mal vor was du fühlen wirst wenn das Thermometer auf 52 Grad steigt oder höher, selbst wenn es nur ein Tag wäre.
Hallo Hansen,

noch einmal: wie Du dem deutschen Wetterdienst entnehmen kannst gibt es für Dein 52°-Szenario ebensowenig Anlass wie für Deine Angst, dass die Temperatur in 10 Jahren um 10° zunehmen wird.

Natürlich muss betreffend Klimaschutz mehr geschehen, doch mit masslos übertriebenen Angstszenarien wirst Du niemanden der Verantwortlichen überzeugen können, weil Deine Argumentation einfach widerlegbar ist.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von Hansen » 17. Okt 2019, 23:15

So und was glaubt ihr wo die Reise hingehen kann?

Schaffen wir es auf dem Mars, oder dem Europa Mond oder wird die Erde so warm das die Gesellschaft zusammenbricht?
Oder so wie in dem Film Elysium > https://www.imdb.com/title/tt1535108/
Oder wie denkt ihr es euch?
ralfkannenberg hat geschrieben:
14. Okt 2019, 17:51

dann schau Dir doch einmal diese Statistik hier an: Wetterrekorde Deutschland

Da sind 57 Orte genannt und nicht ein einziger ist jünger als 2007.
Dazu Höchste Temperatur: 40,3°C
am 05.07. und 07.08.2015 in Kitzingen Die Jahre 2016 . 2019 fehlen. Hmmmm

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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von belgariath » 18. Okt 2019, 10:40

Kann gut sein, dass es einige Leute innerhalb der nächsten 10, 20 Jahre auf den Mars schaffen und sich dort eine kleine Station einrichten. (Definitiv kann man aber nicht die ganze Menschheit auf einen anderen Planeten umsiedeln.)
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es gelingen kann innerhalb der nächsten Jahrzehnte eine völlig autarke Marssiedlung aufzubauen. Die Marssiedler werden zunächst auf Lieferungen von der Erde angewiesen sein. Ich meine damit weniger Lebensmittel-Lieferungen sondern vielmehr Lieferungen von technischen Ersatzteilen.
Wie an anderer Stelle schon erwähnt, gehe ich aber davon aus, dass die Wirtschaft auf der Erde innerhalb des jetzigen Jahrhunderts einen Niedergang noch nie dagewesenen Ausmaßes erleben wird. Infolgedessen wird man für Mars-Lieferungen kein Geld mehr haben bzw. technisch dazu gar nicht mehr in der Lage sein. Dadurch wird also die Kolonie leider auch wieder aussterben. :(
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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von seeker » 18. Okt 2019, 15:37

Hansen hat geschrieben:
17. Okt 2019, 23:15
So und was glaubt ihr wo die Reise hingehen kann?
Um es ganz kurz zu sagen:

So wie es im Moment ausschaut, scheint bis in 100 oder 200 Jahren ein Mad Max-Szenario wahrscheinlicher als ein Star Trek-Szenario - leider.

Das liegt nicht an der Natur oder der Physik, die so etwas determinieren würde, sondern an den gesellschaftlichen Strukturen bzw. dem derzeitigen kulturell-gesellschaftlichen Entwicklungsstand der Menschheit insgesamt: Wir können unseren selbstgeschaffenen Zwängen nicht entfliehen und wir können sie auch nicht so schnell ändern bzw. weiterentwickeln, wie es nötig wäre.
Wenn wir viel Glück haben und wenigstens das angestrengt vorantreiben, worauf wir uns noch irgendwie vernunftgeleitet-weitsichtig einigen können, kommt es vielleicht nicht extrem dicke, aber ganz harmlos wird es höchstwahrscheinlich nicht kommen.

Um es mit den Worten von Seven of Nine zu sagen:
"Als Ihr Captain erstmals Kontakt mit uns aufnahm, vermuteten wir, dass eine Vereinbarung mit Menschen nicht einhaltbar sein würde. Sie sind launenhaft, widerspüchlich, desorganisiert. Über Entscheidungen wird debattiert, Aktionen werden hinterfragt. Jedes Individuum hat das Recht auf seine eigene unbedeutende Meinung. Es mangelt Ihnen an Harmonie, Zusammenhalt, Größe. Das wird Ihr Verderben, Ihr Ruin sein."
Grüße
seeker


Mache nie eine Theorie zu DEINER Theorie!
Denn tut man das, so verliert man zumindest ein Stück weit seine Unvoreingenommenheit, Objektivität.

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Hansen
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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von Hansen » 18. Okt 2019, 21:07

seeker hat geschrieben:
18. Okt 2019, 15:37

Das liegt nicht an der Natur oder der Physik, die so etwas determinieren würde, sondern an den gesellschaftlichen Strukturen bzw. dem derzeitigen kulturell-gesellschaftlichen Entwicklungsstand der Menschheit insgesamt: Wir können unseren selbstgeschaffenen Zwängen nicht entfliehen und wir können sie auch nicht so schnell ändern bzw. weiterentwickeln, wie es nötig wäre.
Nicht? Weniger Staat, sprich weniger Beamte, schlanke Ministerien und keine Berater mehr schaffen genug Raum und Geld um es in die Bildung zu stecken. Neuere Lernmethoden, Mehr Geld für das Gesundheitswesen. Ein neuer Energetischer Kanzler schafft das.

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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von Elvis » 19. Okt 2019, 11:18

Wenn die Erde heute für alle Menschen und alle anderen Lebewesen ein optimaler Ort zum leben wäre, dann wäre jede Veränderung schlecht. Ich bin sicher, dass die Erde heute nicht für alle Menschen ein optimaler Ort zum leben ist. Man muss, um zu dieser Erkenntnis zu kommen, nicht jeden einzelnen verhungernden, gequälten, erniedrigten oder in Kriegsgebieten lebenden oder sterbenden Menschen interviewen. Also ist es denkbar, dass die Erde durch Veränderungen ein besserer Ort zum leben wird.
Wir können einfach so weitermachen wie bisher und mit den Folgen leben bzw. andere mit den Folgen leben oder sterben lassen. Es ist allerdings ungerecht, dass unter dem, was die heutigen Verbrecher, die sich Politiker nennen, andere Menschen leiden, deshalb bin ich der Meinung, wir sollten ihnen ihre Macht nehmen, weil sie nur von Verantwortung reden, ihr aber nicht gerecht werden wollen und können. Wir sollten aufhören zu jammern, konkrete Utopien entwickeln und sie realisieren.

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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von belgariath » 19. Okt 2019, 12:06

Mit dem ersten Teil deiner Antwort bin ich einverstanden. Es ist in der Tat denkbar die Erde zu einem besseren Platz zu machen und das sollte auch im Idealfall jede Entscheidung, jedes Handeln jedes Einzelnen motivieren.

Mit dem zweiten Teil bin ich aber nicht einverstanden. Politiker sind unsere Volksvertreter. Wenn du unsere Volksvertreter als Verbrecher bezeichnest, dann musst du auch das gesamte Volk als Verbrecher bezeichnen, denn das Volk hat ja die Politiker als seine Vertreter ausgewählt.

Was meinst du denn eigentlich damit, wenn du sagst wir sollten den Politikern die Macht nehmen? Würdest du dann auch alle Gesetze inklusive das Grundgesetz abschaffen? Wer sollte dann die Kommunikation mit anderen Staaten übernehmen? Hört sich für mich nach anarchistischen Vorstellungen an. Von Anarchismus halte ich gar nichts.

Der Großteil unserer Politiker versucht, im Rahmen des ihm / ihr Möglichen seiner / ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Es ist nur so, das es eben verschiedene Ansichten gibt, wie man der Verantwortung gerecht wird. Deswegen hast du vielleicht den Eindruck dass Politiker ihrer Verantwortung nicht nachkommen.

Konkrete Utopien zu entwickeln ist auf jeden Fall sinnvoll. Aber wenn N Menschen Utopien entwickeln, wird man am Ende N verschiedene Utopien haben, die wahrscheinlich sehr unterschiedlich sein werden. Deswegen ist es kaum möglich, sich auf eine Utopie zu einigen und diese zu realisieren.
Der harmonische Oszillator ist die Drosophila der Physiker (Carsten Honerkamp)
Eine Welle ist, was so wackelt (Andrei Pimenov)
Elektrodynamik ist ein Schlauch vieler Hamsterkäfige (Haye Hinrichsen)

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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von Elvis » 19. Okt 2019, 12:57

Da haben wir die Wurzel allen Übels ! Weil du und ich guten Willens sind und uns zwar über das Ziel aber nicht über die Mittel und Wege einigen können, und weil das allen 7 (?) Milliarden Menschen genau so geht, werden wir das Ziel nicht erreichen. Trump, Assad, Putin und Erdogan können weiter machen, was sie wollen. Hauptsache die Welt geht schön ordentlich unter.

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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von Hansen » 19. Okt 2019, 16:53

Elvis hat geschrieben:
19. Okt 2019, 12:57
Da haben wir die Wurzel allen Übels ! Weil du und ich guten Willens sind und uns zwar über das Ziel aber nicht über die Mittel und Wege einigen können, und weil das allen 7 (?) Milliarden Menschen genau so geht, werden wir das Ziel nicht erreichen. Trump, Assad, Putin und Erdogan können weiter machen, was sie wollen. Hauptsache die Welt geht schön ordentlich unter.
Die Welt geht nicht unter sie wandelt sich, in einem Jahrzehnt werden die Laubbäume sich zurückziehen (eingehen) da ein ein paar Grad ihnen doch etwas zu viele ist. Du kannst also bald Kokospalmen pflanzen, wenn es die am Bodensee nicht schon gibt.

Ein Schlagabtausch, eine Debatte über 2 Posts als nicht fähig sich zu einigen zu deklarieren lässt mich an deiner Geduld zweifeln, zu Recht?
Den Staat Wegwischen ohne Ersatz ist nicht machbar. IMHO auch nicht wünschenswert. Es ist klar ein Fehler das ein Kanzler länger als 2 Perioden regieren darf. Hauptgrund der Stagnation.

Also wie sollen wir was ändern ohne Staatsstreich, demokratisch sozusagen?

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Re: Raumschiff Erde > Wo geht die Reise hin?

Beitrag von Elvis » 19. Okt 2019, 22:39

Wenn Geduld und Glauben an den Staat die Menschen und die Umwelt retten könnten, dann wären diese Probleme gelöst. Geduld und Glauben gibt es m. E. nicht zu wenig sondern zu viel. Wir wissen ungefähr, was wir alles nicht wollen. Zu wissen was wir wollen ist schon sehr viel schwieriger, und wenn wir es wüssten und die Menschen sich einigen könnten, müssten wir immer noch Wege zum Ziel finden und begehen. Für meinen Geschmack sind das zu viele Konjunktive, und ich glaube dass wir für Geduld und Glauben keine Zeit mehr haben.

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