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Künstliche Intelligenz

Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftstheorie bzw. -philosophie, Technik
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seeker
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Re: Künstliche Intelligenz

Beitrag von seeker » 26. Jun 2019, 13:36

Skeltek hat geschrieben:
26. Jun 2019, 10:07
Nicht zwangsläufig. Es kommt vor, dass hochintelligente Personen ihr Ergebnis absichtlich 'nach unten korrigieren'. Die meisten Intelligenten strengen sich an, andere widerum erkennen die Absicht hinter der Intelligenzmessung und wollen unter Umständen nicht als intelligent erkannt werden.
Klar, das ist auch noch möglich.
War das nicht auch so bei den Mäusen (in Wirklichkeit hyperintelligente galaktische Wesen) bei "Per Anhalter durch die Galaxis"? :)
Skeltek hat geschrieben:
26. Jun 2019, 10:07
Es ist aber trotzdem schön, dass man damit zumindest einen Teil der entwickelten analytischen Fähigkeiten einer Person messen oder zumindest grob abschätzen kann.
Das mag sein. Aber warum nennt man das Kind dann nicht auch beim Namen, nämlich "analytische Fähigkeiten-Test"?
Intelligenz ist nunmal sehr vielschichtig: Es gibt analytische Intelligenz, logisch-abstrakte Intelligenz, Sprachintelligenz, soziale Intelligenz, emotionale Intelligenz, Visualisierungs-Intelligenz, Vorstellungskraft, Bewegungsintelligenz, musikalische Intelligenz, Schläue, Kreativität, Ideenreichtum, geistige Flexibilität, fluide Intelligenz, kristalline Intelligenz, Merkleistungsfähigkeit/Kurzzeitgedächtnis, Merkleistungsfähigkeit/Langzeitgedächtnis, variable Gedächtnisleitung abhängig vom Bereich der gemerkt werden soll (sprachlich, mathematisch, logisch, bildlich, ...), usw., usw., die Liste ist endlos lang.
Und die meisten Leute sind halt auch nicht überall gleich-gut, ich z.B. bin es ganz und gar nicht.
Und warum zum Teufel muss man heute wirklich alles zwanghaft quantifizieren (also als eine Zahl ausdrücken, noch dazu wie beim IQ in einer einzigen, als irgendeinem willkürlichen Mittelwert)?
Das täuscht einfach eine Objektivität vor, die nicht vorhanden ist.
"Intelligenz" ist ein im Grunde willkürlich festgelegter Sammelbegriff der willkürlich aus einer größeren Menge von ganz versch. kognitiven Fähigkeiten/Talenten auswählt und gewichtet.
Ein IQ sagt einfach nur aus, wie gut du in das jeweilige IQ-Schema (es gibt viele versch. IQ-Tests) gepasst hast und wie viel Glück du dabei hattest, an dem Tag, als der Test stattfand, falls du dich dabei überhaupt angestrengt hast. Und diese Schemahaftigkeit der Sache ist wichtig, denn einem vorgegebenen Schema zu entsprechen kann u.U. auch gerade das Gegenteil von echter Intelligenz sein, zumindest von bestimmten Intelligenzarten.

"Intelligenz" ist einfach etwas völlig anderes als "Körpergröße" oder "Muskelkraft", denn diese lassen sich tatsächlich objektiv bestimmen, "Intelligenz" nicht.

Wikipedia sagt folgendes:
Intelligenz (von lateinisch intellegere „erkennen“, „einsehen“; „verstehen“; wörtlich „wählen zwischen …“ von lat. inter „zwischen“ und legere „lesen, wählen“) ist in der Psychologie ein Sammelbegriff für die kognitive bzw. geistige Leistungsfähigkeit des Menschen. Da einzelne kognitive Fähigkeiten unterschiedlich stark ausgeprägt sein können und keine Einigkeit besteht, wie diese zu bestimmen und zu unterscheiden sind, gibt es keine allgemeingültige Definition der Intelligenz. Vielmehr schlagen die verschiedenen Intelligenztheorien unterschiedliche Operationalisierungen des alltagssprachlichen Begriffs vor.
https://de.wikipedia.org/wiki/Intellige ... ligenztest
Man kann das Intelligenzkonstrukt, auf dem klassische Intelligenztests beruhen, laut Jens Asendorpf folgendermaßen charakterisieren: „Intelligenz ist, was Intelligenztests messen, die so konstruiert wurden, dass sie das Bildungsniveau möglichst gut vorhersagen, oder kurz: Intelligenztests messen die Befähigung zu hoher Bildung.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Intellige ... llgemeines

... in genau unserem Bildungssystem, in genau unserem kulturell-gesellschaftlichen Rahmen.
Bemerkst du die Zirkularität?

Und dann prägt man dann auch noch einen Sammelbegriff "künstliche Intelligenz". Was soll das sein, wenn man das nicht einmal bei der "natürlichen Intelligenz" sauber-objektiv erfassen kann?
Ich habe halt in letzter Zeit etwas mehr Bewusstsein für unsere Sprache gewonnen und achte mehr darauf, wo Sprache irreführend oder ideologisch prägend ist, deshalb meine Gedankengänge auch hier...
Skeltek hat geschrieben:
26. Jun 2019, 10:07
Problematisch wird es auch, wenn der IQ der gestesteten Person bei weitem den IQ der Person übersteigt, welche den Test erstellt hat.
Sagen wir einmal so, ohne in eine Narzissmusfalle zu geraten: Problematisch ist es, wenn man zu einer Aufgabe eine (korrekte) Lösung findet, die der Aufgabenersteller nicht vorhergesehen hat und die einem dann als "falsch" bewertet wird. Dazu muss man nicht unbedingt klüger als der sein, es kann auch sein, dass man ganz einfach anders denkt. Und ja, das kenne ich auch, das ist ärgerlich... :)
Skeltek hat geschrieben:
26. Jun 2019, 10:07
Ich glaube zumindest, dass es bei hochintelligenten Menschen (IQ>180) grundsätzlich so ist, dass sie sich selbst nicht für irrsinnig intelligent halten. Die meisten halten sich nur für vielleicht wenig intelligent. Es ist nur ziemlich blöd, wenn man sich selbst für normal intelligent hält, aber der Großteil der Menscheit weit darunter liegt. Eine objektiv wirkende Selbstdarstellung ist da nicht wirklich möglich.
Keine Ahnung, dazu habe ich keine wirkliche Meinung, ohne irgendwelche Untersuchungen gesehen zu haben. Ob die Leute mit denen man in seinem Umfeld zu tun hat klüger, dümmer oder etwa gleich wie man selbst sind (und in welchen Bereichen) merkt glaube ich ein jeder, der "Kluge" wie der "Dumme". Und ich glaube wir schätzen uns in allem irgendwo auch selber ein, vielleicht auch gar nicht einmal soo schlecht, auch wenn man über manche Dinge nicht redet.
Was ich noch für möglich halte: Es ist laut Untersuchungen so, dass sich 90% der Autofahrer für überdurchschnittlich gute Autofahrer halten. Möglicherweise ist es bei der Intelligenz genauso.
Grüße
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Re: Künstliche Intelligenz

Beitrag von Skeltek » 26. Jun 2019, 17:52

Nun, man kann die Veranlagung abstrake Konstrukte zu analysieren und Schlüsse darauf zu ziehen auf alles mögliche anwenden. Verbessert wird das Ergebnis in der Regel durch Erfahrung/Wissen, da es hilft das Problem zu erkennen.
Zum Beispiel muss man die genauen Wortbedeutungen von Worten kennen oder mit den Dingen vertraut sein um das Problem zu erkennen. Dy analytischen Fähigkeiten sind letztlich dazu da, ein erkanntes Problem zu lösen.
Ohne die Problemstellung umfassend und nichtmehrdeutig zu kennen, ist auch eine Lösung der Sachlage (egal wie intelligent) nicht möglich oder zumindest erschwert. Vermutlich könnte ich z.B. auch ohne Informatik-Kentnisse sagen, wo der Systemfehler im Netzwerk liegt, wenn mir doch nur jemand sagen könnte, was ein das Zwischengeschaltete RTDMNS-Modul ist.
Intelligenz ist mehr oder weniger vereinfacht ausgedrückt 'die Fähigkeit in Informationen Muster und Gesetzmäßigkeiten zu erkennen'. Ohne Informationen -> nur unvollständige Analytik.

Ja, bei Autofahrern ist so eine Sache. Oft überschätzen sich weniger qualifizierte Leute. Manchmal unterschätzen sich hochqualifizierte Leute. Ich denke aber trotzdem, dass sich zwar intelligentere Menschen durchaus als intelligenter als andere erkennen, aber den Eindruck haben, dass ihr 'Level' eigentlich das Normalniveau sein sollte.
Aber selbst diese Leute erahnen manchmal nur, dass sie nur am Fuße des Möglichen kratzen und es einen weitaus höheren Berg gibt, auf den sie es nicht hinauf schaffen und den sie nur erahnen können. Ihnen ist auch bewusst, dass es noch andere Berge gibt, die sie noch nicht besucht haben. Oft können sie sich nicht auf mehreren Bergen gleichzeitig aufhalten und der Berg auf welchem man eine Übersicht über all die anderen Berge hätte ist fast unerklimmbar. Und für die Wenigen, die es doch auf einen etwas höheren Berg schaffen... die haben auch ein Problem selbst mit einem Fernglas alle anderen Gebiete gleichzeitig im Fokus zu behalten.
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Re: Künstliche Intelligenz

Beitrag von seeker » 26. Jun 2019, 18:46

Bild
https://www.getdigital.de/Intelligence- ... gLLj_D_BwE
:)
Es gibt dennoch sehr verschieden Arten an Intelligenz oder besser gesagt an kognitiven Leistungen.

Abstrake Konstrukte zu analysieren und Schlüsse darauf zu ziehen ist sehr nützlich und vielseitig anwendbar aber es lässt sich so eben nicht "auf alles mögliche" anwenden.
Was ist "abstrakt", was ein "Kontrukt", was "analysieren"? Man hat dabei vielleicht symbolhafte Abstraktionen und Strukturen vor Augen, so wie in der Mathematik.
Aber z.B. ein hochbegabter Tänzer oder Kampfsportler kommt ganz ohne so etwas aus, ein Künstler oder Handwerker auch und auch ein Tierflüsterer.
Kognitive Leistungen sind zu vielfältig, als dass man sie unter einem Überbegriff "Intelligenz" objektiv-eindeutig zu fassen bekommen kann.
Mit der Fähigkeit abstrahieren zu können mag das wohl alles irgendwie zu tun haben, da dies mit "denken" zu tun hat, aber was das dann exakt ist bekommt man eben auch nur teilweise zu fassen.
Grüße
seeker


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Re: Künstliche Intelligenz

Beitrag von Diamant » 27. Jun 2019, 08:57

Ich stimme euch da völlig zu, dass die Medien einen enormen Einfluss auf uns haben, vor allem auf unser soziales Verhalten. Bei Smartphones spricht man auch von dem sogenannten "iPhone-Effekt". Man unterhält sich mit Freunden beispielsweise angeregt in einem Restaurant oder in einer Bar und dann vibriert plötzlich das Handy von der Person gegenüber, diese greift natürlich direkt zu ihrem Handy. Dadurch wird das Gespräch unterbrochen. Ich für meinen Teil empfinde das als sehr unhöflich und am Ende empfinde ich die Gespräche nach dem Blick auf's Handy auch nicht mehr also so tiefgründig...
Schon sehr bedenklich finde ich auch, dass Syndrom "Phantom-Vibration" - es wird eine Vibration des Handys wahrgenommen, die gar nicht geschehen ist. Ich für meinen Teil sehe das so: Es ist einfach respektvoll seinem Gegenüber, wenn man
voll präsent ist.

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Re: Künstliche Intelligenz

Beitrag von Skeltek » 27. Jun 2019, 19:11

Ich und meine beste Freundin gucken öfter mal nebenher aufs Handy nach Nachrichten oder sonstigem. Tiefgründige Gespräche lasten uns wohl nicht genug aus und füllen keine Abende :-D
Ja, das 'Phantom-Vibrieren' erkenne ich wieder ^^ Oft ist es aber dann doch nur eine Baß-Box oder sowas in der Nähe.
Zumindest sind wir uns einig, dass unsere Gesprächsinhalte oft viel tiefgründiger sind als das, was an Nachbartischen immer so auf den Tisch gebrochen wird >.<
Aber ich gebe dir Recht, man sollte sich nicht ablenken lassen und oft lasse ich es auch einfach weiter klingeln (vibrieren weil auf Lautlos), falls es den Gesprächsfluss einschränken würde.
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Re: Künstliche Intelligenz

Beitrag von seeker » 2. Jul 2019, 13:21

Zurück zum Thema.


Künstliche Intelligenz :
Denn wir wissen nicht, wie sie’s tun
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... ageIndex_0

Ich glaube der obige Satz bringt etwas ganz Wichtiges auf den Punkt: Wenn wir nicht aufpassen werden die KIs immer noch mehr zu Black Boxes werden.
Und dann bedeutet das, dass wir keine echte Kontrolle mehr über sie haben werden, nur noch von außen, empirisch beurteilen können, ob sie das tun, was sie sollen. Und damit bestünde die Gefahr in die Induktionsfalle zu geraten: Nur weil sie gestern und vorgestern das taten, was sie sollten, stellt das noch lange nicht sicher, dass das auch morgen so sein wird.
Es gibt zwar (wie man auch im obigen Artikel nachlesen kann) Ansätze, doch in die Kis hineinzuschauen, aber wenn man das in die Zukunft projiziert, dann kann man glaube ich erkennen, dass das unausweichlich immer schwieriger werden wird, je komplexer die zu analysierenden KIs sein werden - bis es praktisch unmöglich sein wird.

Die Frage ist:
Ist es gut und richtig etwas zu erschaffen, das wir in absehbarer Zeit nicht mehr verstehen, durchschauen und kontrollieren können werden und diesen Agenten Macht und Einfluss über uns in die Hand zu geben, wegen der erhofften Vorteile und Annehmlichkeiten, die uns das bringen soll?
Auch in Abetracht dessen, dass die Undurchschaubarkeit von KIs schon heute mindestens teilweise gegeben ist, dass das also keine weltfremd-pessimistische Fiktion ist?

Oder sollte man Durchschaubarkeit und Kontrollierbarkeit weltweit als Gesetz verankern und die Entwicklung von KIs verbieten, die das nicht erfüllen? Ginge das überhaupt durchzusetzen und würden wir uns dadurch nicht vielleicht von 99% der erhofften Vorteile abschneiden, weil durchschaubare KIs wahrscheinlich wenig leistungsfähige KIs wären?

Was tun?

Das hier noch am Rande, weil es typisch Mensch ist:
Die zukünftige Überlegenheit der Maschinen hat sogar eine Silicon-Valley-Religion ins Leben gerufen. Anthony Levandowski, ein früher Entwickler selbstfahrender Autos, der als Branchenstar galt und jetzt von seinem früheren Arbeitgeber Alphabet des Datendiebstahls bezichtigt wird, gründete eine Kirche, die eine Gottheit auf Basis künstlicher Intelligenz erschaffen und anbeten will. "Es wäre kein Gott in dem Sinne, dass er Blitze oder Hurricanes erzeugt", sagte Levandowski dem Magazin "Wired". "Aber wenn es etwas gibt, das eine Milliarde Mal smarter ist als der smarteste Mensch - wie sonst kann man es nennen?"
https://www.internetworld.de/technik/vo ... 40610.html
Grüße
seeker


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Re: Künstliche Intelligenz

Beitrag von deltaxp » 8. Jul 2019, 12:44

Gibt auch ein schönes Beispiel, das eine KI Zebras vor Pferden unterscheiden sollte. man dachte natürlcih, dass die ki die streifen lernt, aber es war so, das die Pferde immer auf eine grünen koppel standen, die Zebras in der braunen Savanne und die ki nur nach dem hintergrun (grün, braun) klassifiziert hat.

es sind eben keine generellen Intelligenzen.

Das Problem , dass die Algorithmen sich nicht erklären können ist in der tat ein Hemmschuh für das vertrauen und wie die Beispiele in dem Artikel zeigen, auch zurecht. deshalb arbeiten viele KI-Forschergruppen an Mechanismen dazu. Für Deep NNS bei Bildklassifizierung gibt es z.b. die sogenannte Layer-wise Relevance Propagation (wurde auch in dem Artikel erwähnt, also die Wirkung, nur nicht der Name). Da liegt noch viel Arbeit vor den Forschern.

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