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Biologie: Wissenschaftler im Tiefflug

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Biologie: Wissenschaftler im Tiefflug

Beitrag von Skeltek » 10. Jul 2018, 21:53

Habe einen zufälligen populärwissenschaftlichen Artikel gefunden, welcher sich auf die schwarz-weißen Streifen von Zebras bezieht.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 17411.html

Einige Wissenschaftler stellten die Theorie auf, dass die Streifen Kühlung verschaffen, da sich zwischen den weißen kühleren und schwarzen wärmeren Flächen kleine Luftwirbel bilden, welche einen Wärmeabtransport fördern (klingt halbwegs möglich).

Jetzt kamen andere Wissenschaftler und wollten sich profilieren indem sie obige Theorie widerlegen.
Es wurden schwarz-weiss gestreifte Felle über mit Wasser gefüllte Fässer gespannt, dasselbe dann auch noch mit weißen und schwarzen Fellen; graue Felle mit gleich vielen schwarzen wie weißen Haaren sowie graue Felle mit komplett grauen Haaren wurden nicht verwendet.

Jetzt wurde darauf schlussgefolgert, dass obige Theorie falsch sein muss, weil sich die weißen Felle in der prallen Sonne weniger aufheizen als das die gestreiften Felle.
Dass graue Felle (welche nicht verwendet wurden) im Winter wärmer sind als graue Felle und im Sommer kühler als weisse Felle wurde unterschlagen oder gar nicht berücksichtigt. So gesehen hätte es auch keinen Sinn gemacht, die gestreiften Felle mit den grauen Fellen zu vergleichen. Die ursprüngliche Aussage der Theorie wurde gar nicht beachtet und unterschlagen, weil statt mit einem im Durchschnitt gleichfarbigen Fell mit völlig andere Farbklassen verglichen wurde.

Nochmal übersichtlich was wann besser ist:
Winter (in praller Sonne):
weisses Fell < graues Fell < schwarzes Fell (das schwarze spendet am ehesten Wärme die man dann braucht)
Sommer (in praler Sonne):
weisses Fell > graues Fell > schwarzes Fell (das weisse Fell schrimt am meisten Wärme ab)

So gesehen bietet das schwarze Fell in allen Situationen eine gute Mischung.
Was man nun aufdröseln sollte:
Winter (in praller Sonne):
weisses Fell < graues Fell <= gestreiftes Fell < schwarzes Fell (da bin ich mir nicht ganz sicher)
Sommer (in praler Sonne):
weisses Fell > gestreiftes Fell > graues Fell > schwarzes Fell ( das gestreifte Fell ist besser als das graue Fell, da die Kühlung höher ist)

So gesehen ist es völlig unsinnig das gestreifte Fell zu vergleichen mit einem weißen was die Kühlung anbelangt. Man hätte dann ja auch gleich statt einem weissen Fell eine spiegelnde Oberfläche oben auf das Faß schnallen können.
Den Temperaturvergleich im Schatten zu betrachten hätte ich mir eigentlich auch noch gerne gewünscht. Eine potentiell unterschiedliche Blutzirkulation unter den schwarzen und weissen Flächen wurde auch völlig mißachtet, zumindest geht das im Artikel nicht hervor.

Dachte es wird mal Zeit einen dieser populärwissenschwaftlichen Artikel zu nehmen und darzustellen, was mir beim Lesen eines solchen durch den Kopf geht. Wenn ich bereits als Laie die Fehler erkenne, wie kommen solche Leute überhaupt noch an Forschungsgelder heran?

Es gibt übrigens ähnliche Artikel und Untersuchungen, bei denen festgestellt wurde, dass die traditionelle schwarze luftige Kleidung bei Wüstennomaden im Schatten sogar mer kühlt als weisse Kleidung. Die haben halt auch etliche Jahrhunderte Erfahrung mit Sonne, Wärme und was sie erfahrungsgemäß am besten kühlt. Und ich habe noch keinen Wüstennomaden gesehen, der sich mit seinem schwarzen Outfit direkt in die pralle Sonne stellt oder im Schatten das weiße Gewand bevorzugt...
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Re: Biologie: Wissenschaftler im Tiefflug

Beitrag von belgariath » 17. Jul 2018, 11:42

Du musst aber bedenken, dass solche populärwissenschaftlichen Artikel oft auch (stark) vereinfacht sind, im Vergleich zu der Arbeit oder den Arbeiten, auf die sie sich beziehen.

Ich habe früher mal gelesen oder gehört, dass Zebras gestreift sind, weil ihnen das den Vorteil verschafft, dass sie, wenn sie sich in einer Herde aufhalten, von Raubtieren nicht als Individuen erkannt werden können und somit vor Angriffen geschützt sind. Das leuchtet mir ehrlich gesagt viel mehr ein, als das Kühlungsargument.
Der harmonische Oszillator ist die Drosophila der Physiker (Carsten Honerkamp)
Eine Welle ist, was so wackelt (Andrei Pimenov)
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