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Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von skn » 6. Nov 2016, 08:37

Hallo an alle die noch dabei sind,

mir ist jetzt noch etwas klar geworden. Und zwar habe ich den elektrischen Fluss von



durch eine geschlossene Oberfläche um die Punktladung herum berechnet. Ich erhalte



Wie man sieht, gilt nur für k=2 (Lienard-Wiechert-Lösung) die erste Maxwellgleichung mit



Für k=1 folgt hingegen (gamma ist der Lorentzfaktor)



Mit anderen Worten, die von mir bevorzugte Formel verletzt die erste Maxwellgleichung und statt



hat man etwas in dieser Art:



ABER: Ich glaube trotzdem, dass k=1 richtig ist, was vermutlich verwegen bis bescheuert klingt. WARUM: Verwendet man k=1, braucht man keine magnetische Induktion B mehr und die Formel



wird überflüssig, da die Kraft dann vollständig allein und und in jedem Bezugssystem durch das elektrische Feld beschrieben ist. Zum Teil habe ich das ja schon vorgerechnet. Aber wie schon geschrieben, man kann mit k=1 den kompletten magnetischen Dipol ableiten ohne B wirklich zu benötigen.

Viele Grüße
Steffen

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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von Struktron » 6. Nov 2016, 20:58

Hallo Steffen,
mir ist nicht klar, was Du mit dem ersten Teil dieses Treads erreichen möchtest? So wie ich es verstehe ist es ungefähr das, was Poelz unter On the Wave Character of the Electron veröffentlichte.
Wie geht es weiter, mit der Definition der schweren Masse?
MfG
Lothar W.
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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von skn » 7. Nov 2016, 10:10

Hallo Lothar,
mir ist nicht klar, was Du mit dem ersten Teil dieses Treads erreichen möchtest?
Der erste Teil des Threads ist der eigentliche springende Punkt. In den Maxwellgleichungen ist nämlich eine geschwindigkeits- und richtungsabhängige elliptische Verformung des E-Feldes enthalten. Das ist seit langem bekannt, auch wenn es kaum wahrgenommen oder in der Lehre erwähnt wurde. Soweit ich weiß, wird dieser Umstand auch von niemanden benutzt, um das Magnetfeld und die Gravitation zu erklären.

Im Laufe meiner Erklärungen in diesem Thread ist mir auch klar geworden, weshalb: Die elliptische Verformung allein reicht nämlich nicht aus, um das Magnetfeld komplett herauszukürzen. Das geht erst dann, wenn man die E-felderzeugende Ladung mit dem Lorentzfaktor multipliziert. Dass dieser kleine und zudem nicht unlogische Eingriff dazu führt, dass man das Magnetfeld nicht mehr braucht, finde ich faszinierend. Wer an den Maxwellgleichungen herum-manipuliert, hat aber einen argumentativ schwierigen Stand. Deshalb muss ich hier erst einmal zeigen, dass der Lorentzfaktor Sinn macht und eine enorme Vereinfachung darstellt.
So wie ich es verstehe ist es ungefähr das, was Poelz unter On the Wave Character of the Electron veröffentlichte.
Ich muss diesen interessanten Artikel erst noch lesen. Beim Überfliegen fällt mir auf, dass er das Strahlungsfeld betrachtet, also auch die Zeitabhängigkeiten.

In meinen Betrachtungen hier tauchen keine EM-Wellen auf, weil ich vom quasistationären Grenzfall ausgehe (Maxwellgleichungen ohne Verschiebungsstrom).
Wie geht es weiter, mit der Definition der schweren Masse?
Mein Plan ist folgender: Zunächst möchte ich genau abklären, wie quasi-statische Magnetfelder und quasi-statische elektrische Felder bei einer Punktladung zusammenhängen und wie sich das mit den Maxwellgleichungen in Verbindung bringen lässt.

Erst wenn ich das Gefühl habe, dass das soweit verstanden ist, mache ich mit Gravitation weiter. Das ist dann - falls die Grundidee von Ruhe- und Bewegungsladung richtig ist - nicht mehr schwer.

Viele Grüße
Steffen

skn
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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von skn » 7. Nov 2016, 21:42

Hallo Alle,

Wer meinem Thread gefolgt ist, weiß, dass ich anfangs angenommen habe, dass die magnetische Kraft durch die Maxwellgleichungen erklärt wird. Tatsächlich wird sie durch die Maxwellgleichungen aber nur definiert! Was meine ich damit?

Am besten erkennt man den Unterschied, wenn man die Lorentzkraft eines unendlich langen stromdurchflossenen Drahtes einmal mit den Lienard-Wiechert-Potentialen und einmal mit der von mir bevorzugten Formel berechnet. Das E-Feld unterscheidet sich in beiden Fällen nur durch den Faktor k, der bei Maxwell 2 sein muss. In meiner Formel ist der Faktor 1. Man kann zeigen, dass ein k-Faktor von 1 einer Multiplikation der Ladung mit dem Lorentzfaktor entspricht (siehe Posting weiter oben). Die magnetische Induktion B wird in meinem Modell nicht mehr benötigt und kann entfallen. Die magnetische Kraft erhält man, indem man über den Strompfad integriert.

In beiden Modellen lautet das elektrische Feld:



Bewegt sich die Zielladung, so muss in den Lienard-Wiechert-Potentialen (Maxwell-Modell) auch die magnetische Induktion B berücksichtigt werden. Es gilt hier



Um zur Kraft auf eine Probeladung qd zu gelangen, muss man in der maxwellschen Elektrodynamik zusätzlich noch die Gleichung



anwenden (Lorentzkraft-Formel). In meinem Modell (Quantino-Theory) gilt einfach:



----------------

Nun kann man mit beiden Formeln die Kräfte berechnen, die einzelne Ladungsträger in einem stromdurchflossenen Draht auf eine bewegte Probeladung ausüben. Ich tue das jetzt mal und verwende Mathematica. Zunächst die Definitionen:

abs[v_] := Sqrt[v.v]
Ef[r_, v_, k_] := qs/(4 Pi eps0) r/abs[r]^3 ((1 + v.v/(k c^2)) - 3/2 (r.v/(abs[r] c))^2)
Bf[r_, vs_] := 1/c^2 Cross[vs, Ef[r, vs, 2]]
FMW[r_, vs_, vd_] := qd Ef[r, vs, 2] + qd Cross[vd, Bf[r, vs]]
FQ[r_, vs_, vd_] := qd Ef[r, (vs - vd), 1]


Als nächstes berechne ich die Kraft einer einzelnen Punktladung mit der Geschwindigkeit {u, 0, 0} am Ort {0, 0, r} - {x, 0, 0} auf eine Probeladung mit der Geschwindigkeit {vx, vy, vz} im Maxwell-Modell:

forceComplMW = FMW[{0, 0, r} - {x, 0, 0}, hp1 {u, 0, 0}, hp2 {vx, vy, vz}];
forceMW = Normal[Series[Normal[Series[forceComplMW, {hp1, 0, 2}]], {hp2, 0, 2}]] /. {hp1 -> 1, hp2 -> 1} // PowerExpand // FullSimplify


Da die Kraftformel im Maxwell-Modell sehr kompliziert ist, führe ich Reihenentwicklungen bezüglich der Geschwindigkeitsbeträge durch und breche jeweils nach dem Term zweiter Ordnung ab. Anschließend berechne ich die Kraft die von einem einzelnen Drahtelement ausgeht.

forceMWpoint = forceMW - (forceMW /. u -> -u) // Simplify

Dabei fällt etwas auf, nämlich von jedem Element des Drahtes geht bereits die vollständige Lorentzkraft aus!



Ich bin nicht bereit, dass zu glauben, denn es ist physikalisch nicht plausibel, sondern wirkt konstruiert! Integriert man über alle Drahtelemente

forceTMW = Integrate[forceMWpoint, {x, -Infinity, Infinity}] /. Re[r^2] > 0 -> True // PowerExpand

erhält man natürlich



Nun berechne ich die gleiche Kraft mit der von mir präferierten Formel:

forceQ = FQ[{0, 0, r} - {x, 0, 0}, {u, 0, 0}, {vx, vy, vz}] // Simplify
forceQpoint = forceQ - (forceQ /. u -> -u) // Simplify


Die Reihenentwicklung entfällt hier, da die Formel einfach genug ist. Man erhält die nicht-triviale Lösung



Erst durch die Integration über den Draht wird daraus

forceTQ = Integrate[forceQpoint, {x, -Infinity, Infinity}] /. Re[r^2] > 0 && Arg[1/r^2] <= (2 \[Pi])/3 -> True // PowerExpand



was genau dem entspricht, was man mit dem Maxwell-Formalismus erhält. Im Übrigen folgt die korrekte Kraft auch für beliebige Leiterschleifen, in denen ein konstanter, homogener Strom fließt. Ich werde das in einem kommenden Posting zeigen.

So, was heißt das: Es bedeutet, dass in den Maxwellgleichungen die magnetische Induktion genau so definiert ist, dass die Lorentzkraft von jedem Stromelement aus gleich passt. Das ist aber einfach nicht logisch! Wir glauben seit langem zu wissen, dass die magnetische Kraft durch die Relativität entsteht. Physiker vor mir haben versucht zu zeigen, wie diese merkwürdige Kraft durch die Lorentzkontraktion entsteht. Tatsächlich enthält das elektrische Feld der Lienard-Wiechert-Potentiale diese Formänderung des Feldes sogar. Was es nicht enthält, ist die geschwindigkeitsabhängige Gesamtwirkungsverstärkung einer bewegten Punktladung (wie bei einer Masse). Das die Maxwellgleichungen das nicht ausdrücken können, ist eine direkte Folge der ersten Maxwellgleichung.

Verzichtet man auf diese Konstanz der Wirkung einer elektrischen Ladung (so wie man es auch bei der Masse getan hat) so folgt:

1. Die magnetische Induktion B wird komplett überflüssig.
2. Alle Berechnungen vereinfachen sich radikal.
3. Das Feld einer Punktladung wird logisch und anschaulich.

Aber, die Felder und Kräfte unterscheiden sich in beiden Modellen. Erst bei homogenen Strömen stimmen beide Modelle wieder miteinander überein. Nur eines von beidem kann richtig sein. Mein Glaube an die Maxwell-Gleichungen schwindet immer mehr ...

Ich bitte um Kommentare!

Viele Grüße
Steffen

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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von Struktron » 7. Nov 2016, 21:51

Hallo Steffen,
was Du zeigen möchtest, schriebst Du ja schon im ersten Posting.
...
Jetzt kommt's. Verwendet man statt einer elektrischen Probeladung ein baugleiches elektrisch neutrales Gebilde (negative Ladungen mit einer etwas höheren Temperatur, dafür aber in der Anzahl geringer), so stellt man eine leichte, zentral gerichtete Anziehungskraft fest. Die Kraft nimmt dabei mit dem Quadrat des Abstandes zwischen den beiden Gebilden ab. Den gleichen Effekt beobachtet man, wenn man zwei Gebilde hat, bei denen die positive Ladungsmenge eine etwas höhere Temperatur besitzt. Auch hier tritt wieder eine Anziehung auf. Das alles ist keine Spekulation; man kann es nachrechnen.

Meine Schlussfolgerung ist nun folgende: Elementarteilchen bestehen aus elektrischen Ladungen, die sich weitgehend neutralisieren. Die Temperaturunterschiede machen sich als schwere Masse bemerkbar, denn die Anziehung ist wohl einfach nur die Gravitation. Elementarteilchen, in denen die negative Ladungsmenge eine höhere Temperatur besitzt ist Materie. Die andere Sorte ist Antimaterie. Falls diese Interpretation richtig ist, gibt es zwischen Materie und Antimaterie eine abstoßende Kraft. Ich erkläre mir damit übrigens die kosmische Expansion.

Weiterhin erkläre ich mir damit die Paarvernichtung von Elektron und Positron: die negative Ladungsmenge des Elektrons wechselt zur gleich großen und gleich temperierten positiven Ladungsmenge des Positrons. Zusammen bildet sich ein elektrisch neutrales Objekt ohne schwere Masse, denn Temperatur und Menge beider Ladungsmengen stimmt überein. Das gleiche gilt für die beiden anderen Ladungsmengen. Man erhält also zwei masselose, neutrale Objekte, die nun ihre Energie an die Umgebung abgeben können, da sie sich bei Temperaturverlust nicht elektrisch aufladen. Ich interpretiere diese beiden Objekte als Photonen.
skn hat geschrieben: Der erste Teil des Threads ist der eigentliche springende Punkt. In den Maxwellgleichungen ist nämlich eine geschwindigkeits- und richtungsabhängige elliptische Verformung des E-Feldes enthalten. Das ist seit langem bekannt, auch wenn es kaum wahrgenommen oder in der Lehre erwähnt wurde. Soweit ich weiß, wird dieser Umstand auch von niemanden benutzt, um das Magnetfeld und die Gravitation zu erklären.
Einstein wies bereits in seiner "Elektrodynamik bewegter Körper" darauf hin. Er schrieb (S. 903):
Ein starrer Körper, welcher in ruhendem Zustande ausgemessen die Gestalt einer Kugel hat, hat also in bewegtem Zustande -- vom ruhenden System aus betrachtet -- die Gestalt eines Rotationsellipsoides mit den Achsen ...
skn hat geschrieben: Im Laufe meiner Erklärungen in diesem Thread ist mir auch klar geworden, weshalb: Die elliptische Verformung allein reicht nämlich nicht aus, um das Magnetfeld komplett herauszukürzen. Das geht erst dann, wenn man die E-felderzeugende Ladung mit dem Lorentzfaktor multipliziert. Dass dieser kleine und zudem nicht unlogische Eingriff dazu führt, dass man das Magnetfeld nicht mehr braucht, finde ich faszinierend. Wer an den Maxwellgleichungen herum-manipuliert, hat aber einen argumentativ schwierigen Stand. Deshalb muss ich hier erst einmal zeigen, dass der Lorentzfaktor Sinn macht und eine enorme Vereinfachung darstellt.
Ja, das hatte auch schon Einstein.
skn hat geschrieben: Mein Plan ist folgender: Zunächst möchte ich genau abklären, wie quasi-statische Magnetfelder und quasi-statische elektrische Felder bei einer Punktladung zusammenhängen und wie sich das mit den Maxwellgleichungen in Verbindung bringen lässt.

Erst wenn ich das Gefühl habe, dass das soweit verstanden ist, mache ich mit Gravitation weiter. Das ist dann - falls die Grundidee von Ruhe- und Bewegungsladung richtig ist - nicht mehr schwer.
Der Teufel steckt im Detail und dazu gehören numerische Resultate für die Feinstrukturkonstante (aus der die elektrische Ladung folgt) und vielleicht auch der Feinstrukturkonstante der Gravitation (Stärkeverhältnis). Beide erfordern meiner Meinung nach die Diskretisierung.
MfG
Lothar W.
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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von skn » 9. Nov 2016, 20:59

Hallo an alle die mitlesen,

in diesem Posting möchte ich mal wie angekündigt zeigen, wie die Magnetostatik aus der Formel



folgt, die merkwürdigerweise nicht zu den Maxwell-Gleichungen passt. Sie scheint aber physikalisch sinnvoll zu sein, während es die Formel, die aus den Maxwell-Gleichungen folgt, auf keinen Fall sein kann. Dass das so ist, war ein Schock für mich. Ich habe viele Jahre fest an die Maxwell-Gleichungen geglaubt, mit ihnen gearbeitet und stelle nun erschrocken fest, dass sie bei Punktladungen physikalischen Unsinn liefern (Das erklärt aber wenigstens, warum die moderne Physik auf der Stelle tritt).

Aber egal. Hier geht es um Leiterschleifen. Um zu verstehen, was da vor sich geht, betrachte ich eine kleine quadratische Leiterschleife die zentriert am Koordinatenursprung in der x-y-Ebene liegt. In ihr soll ein Strom I fließen. Die Probeladung qd soll sich bei r befinden und irgendeine beliebige, aber hinreichend kleine und konstante Geschwindigkeit v haben.
kleine_leiterschleife.jpg
kleine_leiterschleife.jpg (8.84 KiB) 14472 mal betrachtet
Ich verwende meinen vereinfachenden Symmetrietrick und nehme an, dass der Strom aus zwei Teilströmen besteht. Der erste soll durch positive Ladungsträger verursacht sein, die sich mit der Geschwindigkeit u im Uhrzeigersinn die Leiterschleife entlang bewegen. Der zweite Teilstrom soll aus negativen Ladungsträgern bestehen und sich mit u entgegen dem Uhrzeigersinn bewegen. Der Betrag der Gesamtladung eines Teilstroms sei jeweils qs.

Da die gesamte Leiterschleife eine Länge von 8L hat und die Gesamtladung eines jeden Teilstromes qs beträgt, folgt eine Linienladungsdichte von qs/(8L). Da der Strom definiert ist als Linienladungsdichte mal Geschwindigkeit, beträgt die Stromstärke eines jeden Teilstroms somit (qs u)/(8 L). Insgesamt gilt also



Die Kraft des Teilstromes der positiven Ladungsträger kann man wie schon beim unendlich langen Draht durch Integration entlang der Leiterschleife berechnen. Es gilt



Für die Kraft des Stromes der negativen Ladungsträger gilt dann entsprechend



Die Gesamtkraft ist dann (Symmetrie: z.B. erstes und drittes Integral tauschen den Platz, Integrationsgrenzen werden vertauscht => Vorzeichenwechsel => Identität)



Wenn L nun sehr klein gegenüber dem Abstand der Zielladung r ist, kann man die Kraft stark vereinfachen, indem man Ft bezüglich L an der Stelle 0 in eine Taylorreihe entwickelt und nach dem ersten Glied abbricht. Man erhält dann



Das wiederum lässt sich als Kreuzprodukt der Geschwindigkeit v und einem nur von r abhängenden Vektorfeld ausdrücken



Das entspricht dann exakt dem, was man in der Elektrostatik als ein in z-Richtung ausgerichtetes Dipolfeld (https://de.wikipedia.org/wiki/Magnetisc ... des_Dipols) bezeichnet.
magnetfeld_magnetischer_dipol.jpg
magnetfeld_magnetischer_dipol.jpg (63.18 KiB) 14472 mal betrachtet
Das heißt dann, dass man einen kleinen Kreisstrom durch zwei entgegengesetzt geladene magnetische Monopole modellieren kann (die es aber nicht gibt!). Das nur von r abhängende Vektorfeld ist dann die magnetische Induktion



mit dem magnetischen Dipolmoment



Zu guter Letzt steht dann da nur noch



was dem Lorentzkraftgesetz entspricht.

Zum gleichen Ergebnis würde man gelangen, wenn man die Lösung der Maxwellgleichungen verwenden würde. Das ist aber kein Wunder, da jedes kleine Stromelement bereits die passend ausgerichtete Lorentzkraft beisteuert. Die Maxwellgleichungen sind eben gerade genau so definiert, dass das klappt. Sie erklären jedoch nicht, wie der Magnetismus aus der relativistischen Verformung des elektrischen Feldes entsteht. Stattdessen wird das B-Feld passend hineindefiniert, was dazu führt, dass das Feld der Wirkung von E und B zusammen viel komplizierter ist, als es sein müsste.

Das ist in dieser Rechnung anders, denn die Lorentzkraft entsteht erst, wenn alle Einzelladungen mit ihren unterschiedlich elliptisch verformten E-Feldern aufintegriert sind. Man hat damit eine echte Erklärung für die Entstehung des Magnetismus.

Viele Grüße
Steffen

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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von skn » 12. Nov 2016, 13:01

Hallo Alle,

nachdem der Magnetismus erklärt ist, kann endlich die Gravitation an die Reihe kommen. Ausgangspunkt ist - wieder - die Formel



welche die elektrische Kraft einer bewegten Punktladung qd auf eine andere bewegte Punktladung qs beschreibt. r ist der Abstandsvektor von der Quelle auf das Ziel und v ist die Differenzgeschwindigkeit, wobei das Vorzeichen hier egal ist, da die Geschwindigkeit nur quadratisch eingeht. Das heißt es spielt keine Rolle, ob man die Geschwindigkeit der Quelle von der Geschwindigkeit des Ziels abzieht oder umgekehrt.

Die Gravitation ist bekanntlich eine sehr schwache Kraft, die keine Rolle spielen würde, wenn nicht alle elektrischen Ladungen perfekt abgeschirmt wären. Die Anziehungskraft durch Masse muss daher zwischen elektrisch neutralen Objekten untersucht werden. Ich nehme hier als Arbeitshypothese an, dass elektrisch neutrale Materie aus elektrischen Ladungen besteht, die sich gegenseitig elektrisch neutralisieren.

Im Folgenden betrachte ich zwei elektrisch neutrale Objekte (große schwarze Kreise), wie sie in der Skizze dargestellt sind.
masse2.jpg
masse2.jpg (22.51 KiB) 14452 mal betrachtet
Wie man erkennen kann, befinden sich in den Objekten elektrische Ladungen. Wie man weiter sieht, befindet sich an jedem dieser Ladungen ein Pfeil. Dieser kennzeichnet die Bewegungsrichtung der Ladung. Die Länge entspricht der Geschwindigkeit. Wenn eine Ladung den äußeren Rand der Kugel erreicht, wird sie zurückgestoßen. Dafür ist im Übrigen ebenfalls die elektrische Kraft verantwortlich. Bei extrem kurzen Abständen kehrt sich die Richtung der elektrischen Kraft nämlich plötzlich um und geht für noch kleinere Abstände schnell gegen Null. Dafür gibt es einen guten Grund, auf den ich hier aber nicht eingehen kann. Für das Modell an dieser Stelle ist nur wichtig, dass die Einheitsladungen sogar dann in einem kleinen Raumvolumen eingesperrt sind, wenn sie das gleiche Ladungsvorzeichen haben.

Innerhalb dieses Raumvolumens sind die Einheitsladungen aber beinahe frei und bilden dort eine Art Gas. Wie komme ich nun dazu zu behaupten, dass die Schwerkraft nichts weiter ist, als eine Restwechselwirkung der elektrischen Kraft? Nun, dass ist eine ganz einfache Schlussfolgerung, die man leicht nachvollziehen kann, wenn man die elektrische Kraft einer jeden Einheitsladung des Objektes auf der linken Seite auf alle Einheitsladungen des Objektes auf der rechten Seite berechnet und zusammenaddiert. Man erhält dann eine Gesamtkraft vom linken Objekt auf das rechte und diese ist nicht Null wenn in beiden Objekten jeweils gleich viel positive wie negative Ladung vorhanden ist.

Als Formel für die Kraft kann man bei den Berechnungen aber nicht einfach das Coulombgesetz nehmen, sondern muss wenigstens auf die etwas allgemeinere Formel (die ich als verallgemeinertes Coulombgesetz bezeichne) ganz oben zurückgreifen, die auch die Magnetostatik vollständig enthält. Zwar ist auch diese Formel nur eine Näherung, jedoch berücksichtigt sie bereits den Einfluss kleinerer Differenzgeschwindigkeiten.

Man könnte nun tatsächlich eine gewisse Anzahl an Einheitsladungen und Geschwindigkeiten mit dem Zufallsgenerator erzeugen und die Kräfte einzeln ausrechnen. (Ist vielleicht sogar mal ganz lehrreich! Man kann das auch mal mit Strömen machen, um sich die Entstehung der magnetischen Kraft anschaulich verständlich zu machen)

Symbolisch zu rechnen ist aber aussagekräftiger, eleganter und hier auch relativ problemlos möglich. Ich zeige den Weg mal auf.

Zunächst muss man sich klarmachen, dass die Kraft aus vier Teilkräften besteht.
teilkraefte_masse.jpg
teilkraefte_masse.jpg (45.89 KiB) 14452 mal betrachtet
Die Kraft einer Ladungsverteilung auf eine andere Ladungsverteilung berechnet sich durch (Bei großen Abstand kann man die räumlichen Verteilungen durch Dirac-Funktionen approximieren):



Nimmt man für die Ladungsverteilungen Gaußfunktionen an, so folgt



Dabei sind o1^2 und o2^2 die Varianzen der Geschwindigkeitsverteilungen (Die Mittelwerte sind Null, denn beide Ladungsverteilungen bewegen sich nicht von der Stelle). Der mathematisch komplizierte Teil ist mit der Lösung des Integrals erledigt. Jetzt muss man nur noch alle vier Teilkräfte zusammenaddieren um zur Gesamtkraft zu gelangen:



Jetzt kommt ein wichtiger Punkt: Ich untersuche nämlich einen Sonderfall, bei dem das Objekt auf der rechten Seite ausschließlich aus vollkommen unbeweglichen positiven Ladungen besteht, d.h. es soll gelten qnr=0 und opr=0. Das rechte Objekt wird dadurch zu einer gewöhnlichen, ruhenden Punktladung.

Da das Objekt auf der linken Seite nach Voraussetzung aber elektrisch neutral sein soll, muss die Kraft unter diesen Umständen komplett verschwinden. Es muss also daher gelten:



Einsetzen ergibt



Was heißt das? Das bedeutet, dass das linke Objekt nicht elektrisch neutral ist, wenn die positive Ladungsmenge der negativen entspricht (qpl = -qpr) aber die Varianzen unterschiedlich sind. Man kann das Objekt aber neutral machen, wenn man folgende Bedingung erfüllt:



Die gleiche Überlegung gilt aber auch für das rechte Objekt. Setzt man diese Neutralitätsbedingung ein, so folgt für zwei elektrisch neutrale Objekte



Die Kraft ist also nicht Null, wenn sich die Varianzen der Ladungsmengen unterscheiden! Und jetzt wird es noch interessanter: Hat in beiden Objekten die negative Ladungsmenge mehr Varianz, so ist die Kraft anziehend. Die Kraft ist aber auch anziehend, wenn in beiden Objekten die positive Ladungsmenge mehr Varianz besitzt!

Jetzt zähle ich Eins und Eins zusammen und schlussfolgere, dass die eine Sorte Materie und die andere Sorte Antimaterie ist und dass wir es hier einfach mit der Gravitation zu tun haben. Außerdem wage ich mich vorherzusagen, dass das Alpha-Experiment feststellen wird, dass es zwischen Materie und Antimaterie eine abstoßende Kraft gibt (http://alpha.web.cern.ch).

In meinem nächsten Posting werde ich die Formel



herleiten, ohne die Relativitätstheorie zu benutzen.

Viele Grüße
Steffen

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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von Struktron » 14. Nov 2016, 19:11

Hallo Steffen,
irgenwie komme ich mit Deiner Idee nicht klar. Auf Deiner Homepage 3.1.2 Die Gravitation führst Du eine Proportionalitätskonstante me von 5.57782⋅10−9kg ein, welche zwar die Bezeichnung der Elektronenmasse hat, dieser aber nicht entspricht. Da solltest Du den Namen ändern.

Bei Deiner Grundidee verstehe ich Dich so, dass Du mit der Intervallfunktion steuerst, ob Quantinos in Ladungen absorbiert werden können. Du schreibst unter Quantinodichte
Zum Abschluss ist es noch erforderlich, über alle Quantinogeschwindigkeiten u zu integrieren, wobei aber die Bedingung zu berücksichtigen ist, dass die Empfängerladung nicht mit Quantinos wechselwirken kann, die aus ihrer Sicht schneller sind als c. Die effektive, d.h. die subjektiv vom Empfänger wahrnehmbare, Quantinodichte lautet somit ...
und dann
Die effektive Quantinodichte hängt nur noch von t ab und beschreibt die Anzahl an Quantinos, die vom Empfänger in einem sehr kleinen Volumenelement im Bereich seines eigenen Standortes zum Zeitpunkt t wahrgenommen werden kann
Als Empfänger sehe ich eine Ladung und würde das in meinem Modell (mit nur einem elementaren diskreten Objekt) so ausdrücken, dass nur zu den systeminternen Geschwindigkeiten passende Geschwindigkeiten aus einem entsprechenden Intervall der MB-Verteilung absorbiert werden können.
Bei Dir sehe ich keinen Hinweis auf so einen Mechanismus und es fehlen wohl noch einige Zahlenwerte.
MfG
Lothar W.
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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von skn » 14. Nov 2016, 21:37

Hallo Lothar,

hier in diesem Thread geht es eigentlich nicht um die Quantinotheorie, sondern um das "verallgemeinerte Coulombgesetz". Die Quantinotheorie ist erstens mathematisch aufwendig und zweitens für die meisten wohl einfach viel zu weit weg vom Mainstream. Ich konzentriere mich daher hier nur auf ein kleines Teilergebnis der Quantinotheorie mit starkem Bezug zur klassischen Elektrodynamik.

Dieses Teilergebnis hat es aber bereits in sich, da sich nun erstmals beweisen lässt, dass das Magnetfeld und die "merkwürdige" Lorentzkraft ein Mehrteilchenphänomen ist. Bisher dachte man nämlich, dass bereits jede einzelne Punktladung sein eigenes Magnetfeld besitzt. Den Grund dafür konnte man nicht sagen (Standardantwort: Die Physik beschreibt die Natur nur. Sie erklärt nicht, warum etwas so ist, wie es ist. Kurzform: Es ist eben so!). Nun ist klar, dass Magnetismus erst entsteht, wenn sich viele elektrische Ladungen gerichtet bewegen und dass das Feld einer einzelnen gleichförmig bewegten Punktladung nicht besonders komplex ist.

Dass sich die Gravitation ebenfalls mit dem gleichen Ansatz als Mehrteilchenphänomen deuten lässt, macht die Sache um so spektakulärer.

Mit Quantinotheorie hat das alles nur soviel zu tun, als dass ich das ohne sie nie herausbekommen hätte. Da die Quantinotheorie weit über Elektrodynamik hinausgeht, sollten wir sie an dieser Stelle besser nicht diskutieren. Das verwirrt nur. Ich beantworte Dir Deine Fragen gern per Email oder in einem Extra-Thread.

Viele Grüße
Steffen

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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von skn » 20. Nov 2016, 21:55

Hallo an alle,

ich habe den magnetischen Teil mal in einem Artikel zusammengefasst. Hier ist der Link:

http://vixra.org/abs/1611.0287

Über Kommentare, Anregungen, Fragen und konstruktive Kritik würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße
Steffen

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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von Struktron » 1. Dez 2016, 17:09

Hallo Steffen und wer sich sonst noch für das Thema interessiert,

mein Aufwand für ein echtes Verständnis hält sich in Grenzen. Deshalb ist mir der Unterschied des magnetischen Teils gegenüber dem Mainstream noch nicht klar. Für mich persönlich kommen Punktladungen sowieso nicht in Betracht. Sie widersprechen meiner Idee kleinster Objekte mit einfachem Geschwindigkeitstausch bei Berührung (fünfter Kraft). Aber Quantinos oder sonstige Ideen für eine neue Interpretation ... sollen hier ja keine Rolle spielen.
Nun habe ich kürzlich einen Hinweis auf eine Untersuchung, welche mit ähnlich erscheint, wie die hier geäußerte Idee erhalten:
A ields only version of te Lorentz Force Law: Particles replaced by their fields
Darüber hinaus habe ich mich wieder an die Dissertation von Gernot Bauer: Ein Existenzsatz für die Wheeler-Feynman-Elektrodynamik erinnert. Nur die ersten zwei Kapitel habe ich gelesen und finde, dass sie zum Thema passen. Insgesamt sehe ich eine Hoffnung für eine Wiederbelebung der Absorber-Theorie.

Vielleicht kommen hier doch noch Diskussionen zustande?
MfG
Lothar W.
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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von skn » 2. Dez 2016, 13:50

Hallo Lothar,
Struktron hat geschrieben:mein Aufwand für ein echtes Verständnis hält sich in Grenzen. Deshalb ist mir der Unterschied des magnetischen Teils gegenüber dem Mainstream noch nicht klar.
Der Unterschied zum Mainstream kann radikaler nicht sein. Die Grundaussage ist: Bei Punktladungen gibt es in keinem Bezugssystem eine elektromagnetische, sondern immer nur eine elektrische Kraft. Die magnetische Kraft bei Strömen entsteht durch die Superposition der elektrischen Kraftwirkungen aller Punktladungen, die in einem Strom enthalten sind.

Das steht im Widerspruch zur klassischen Physik, die bereits jeder einzelnen Punktladung immer eine elektromagnetische Kraft zuordnet. Und diese elektromagnetische Kraft ist hochkomplex und man fragt sich, warum sie so kompliziert ist. Die Antwort der klassischen Physik ist, dass das nicht anders geht, weil sonst nicht die richtigen Kräfte bei stromdurchflossenen Drähten herauskommen. Das ist falsch. Es geht eben doch viel einfacher (durch Zentralkräfte!).
Struktron hat geschrieben:Für mich persönlich kommen Punktladungen sowieso nicht in Betracht. Sie widersprechen meiner Idee kleinster Objekte ...
Wie auch immer es am Fundament der Physik aussieht, viele Etagen darüber in der klassischen Physik gibt es das Modell der Punktladungen. D.h. selbst wenn es sie nicht gegeben sollte, so lohnt sich jede Vereinfachung der Physik an dieser Stelle. Bei Dir wären Punktladungen Strukturen aus kleinsten Objekten, die sich wie Punktladungen verhalten bzw. den Anschein erwecken, welche zu sein.
Struktron hat geschrieben:Nun habe ich kürzlich einen Hinweis auf eine Untersuchung, welche mit ähnlich erscheint, wie die hier geäußerte Idee erhalten: A ields only version of te Lorentz Force Law: Particles replaced by their fields
Das ist wahrscheinlich etwas anderes (ich verstehe den Inhalt des Artikels nicht). Aber der Titel lässt vermuten, dass hier Ladungen nur durch das Feld selbst erklärt werden (Geht wohl in Deine Richtung).
Struktron hat geschrieben:Vielleicht kommen hier doch noch Diskussionen zustande?
Das wäre schön.

Viele Grüße
Steffen

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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von Struktron » 3. Dez 2016, 16:59

Hallo Steffen,
skn hat geschrieben:
Struktron hat geschrieben:mein Aufwand für ein echtes Verständnis hält sich in Grenzen. Deshalb ist mir der Unterschied des magnetischen Teils gegenüber dem Mainstream noch nicht klar.
Der Unterschied zum Mainstream kann radikaler nicht sein. Die Grundaussage ist: Bei Punktladungen gibt es in keinem Bezugssystem eine elektromagnetische, sondern immer nur eine elektrische Kraft. Die magnetische Kraft bei Strömen entsteht durch die Superposition der elektrischen Kraftwirkungen aller Punktladungen, die in einem Strom enthalten sind.

Das steht im Widerspruch zur klassischen Physik, die bereits jeder einzelnen Punktladung immer eine elektromagnetische Kraft zuordnet. Und diese elektromagnetische Kraft ist hochkomplex und man fragt sich, warum sie so kompliziert ist. Die Antwort der klassischen Physik ist, dass das nicht anders geht, weil sonst nicht die richtigen Kräfte bei stromdurchflossenen Drähten herauskommen. Das ist falsch. Es geht eben doch viel einfacher (durch Zentralkräfte!).
Diese Aussage hast Du deutlich auch in Deinem "Magnetismus ..." auf viXra formuliert. Ob Du da wirklich der Erste bist, muss sich erst noch herausstellen. Einen stichwortartigen Hinweis gab Gregor Scholten am 9.12.2015 in news:de.sci.physik C immer konstant: warum?:
Vermutlich meint er die Lienard-Wiechert-Potentiale. Diese basieren
darauf, dass man das Skalar- und Vektorpotential einer bewegten Ladung
berechnet, und daraus dann das elektrische und magnetische Feld. Dabei
kommt u.a. heraus, dass die Flächen konstanter elektrischer Feldstärke
um eine bewegte Ladung herum keine Kugelflächen bilden wie bei einer
ruhenden Ladung, sondern in Bewegungsrichtung der Ladung
zusammengedrückt sind, und zwar gerade um den Faktor der
Lorentz-Kontraktion.

Nimmt man also an, dass Körper aus Atomen bestehen, die durch die
elektrische Anziehung des Kerns auf die Elektronen zusammengehalten
werden, so ist zu erwarten, dass die Atome eines bewegten Körpers in
Bewegungsrichtung zusammengedrückt sind.
skn hat geschrieben:
Struktron hat geschrieben:Für mich persönlich kommen Punktladungen sowieso nicht in Betracht. Sie widersprechen meiner Idee kleinster Objekte ...
Und Deine Rechnungen wären, wenn man sie als bewiesen annehmen kann, ein starker Hinweis auf diskrete Objekte im Vakuum. Ohne solche wäre eine Geschwindigkeitsverteilung mit Varianzen kaum vorstellbar. Beim Magnetismus kommen die zwar noch nicht vor, aber es kommt ja noch die Gravitation.
skn hat geschrieben: Wie auch immer es am Fundament der Physik aussieht, viele Etagen darüber in der klassischen Physik gibt es das Modell der Punktladungen. D.h. selbst wenn es sie nicht gegeben sollte, so lohnt sich jede Vereinfachung der Physik an dieser Stelle. Bei Dir wären Punktladungen Strukturen aus kleinsten Objekten, die sich wie Punktladungen verhalten bzw. den Anschein erwecken, welche zu sein.
Dafür hast Du den Hinweis auf die Diracschen Deltafunktionen.
skn hat geschrieben:
Struktron hat geschrieben:Nun habe ich kürzlich einen Hinweis auf eine Untersuchung, welche mit ähnlich erscheint, wie die hier geäußerte Idee erhalten: A ields only version of te Lorentz Force Law: Particles replaced by their fields
Das ist wahrscheinlich etwas anderes (ich verstehe den Inhalt des Artikels nicht). Aber der Titel lässt vermuten, dass hier Ladungen nur durch das Feld selbst erklärt werden (Geht wohl in Deine Richtung).
Welche dann mit der Inversionsmethode diskretisiert werden können.
MfG
Lothar W.
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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von skn » 5. Dez 2016, 22:12

Hallo Lothar,
Diese Aussage hast Du deutlich auch in Deinem "Magnetismus ..." auf viXra formuliert. Ob Du da wirklich der Erste bist, muss sich erst noch herausstellen.
Es ist mir eigentlich völlig egal, wer der erste ist. Mir geht es nur darum Antworten zu finden. Ich möchte einfach verstehen, was die Welt im Innersten zusammenhält.
... Ohne solche wäre eine Geschwindigkeitsverteilung mit Varianzen kaum vorstellbar.
Ja, dass ist durchaus richtig. Es könnte schon einen Mechanismus geben, der die Force-Carrier im Innern einer Einheitsladung hält, wobei aber immer wieder mal welche entkommen. Sie hätten dann eine Geschwindigkeitsverteilung, wie sie im Innern vorliegt. Das würde aber heißen, dass Force-Carrier auch untereinander wechselwirken, oder? Aber wie? Durch ein Kraft? Man verschiebt dann das Problem in die nächste Ebene, und dass gefällt mir nicht wirklich.
Welche dann mit der Inversionsmethode diskretisiert werden können.
???

Viele Grüße
Steffen

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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von Struktron » 6. Dez 2016, 13:10

Hallo Steffen,
skn hat geschrieben:
... Es könnte schon einen Mechanismus geben, der die Force-Carrier im Innern einer Einheitsladung hält, wobei aber immer wieder mal welche entkommen. Sie hätten dann eine Geschwindigkeitsverteilung, wie sie im Innern vorliegt. Das würde aber heißen, dass Force-Carrier auch untereinander wechselwirken, oder? Aber wie? Durch ein Kraft? Man verschiebt dann das Problem in die nächste Ebene, und dass gefällt mir nicht wirklich.
Welche dann mit der Inversionsmethode diskretisiert werden können.
???
Feldtheorien umfassen Quantenfeldtheorien, diese die Quantenmechanik und in dieser ist ein wesentlicher Gedanke der des Zufalls. So lassen sich wohl auch unter der Annahme, dass Felder aus diskreten Objekten effektiv erzeugt werden, diesen diskreten Objekten Wahrscheinlichkeitsverteilungen zuordnen. Mit diesen können die diskreten Objekte durch die Inversionsmethode beispielsweise für Simulationen erzeugt werden. Das habe ich zur Erzeugung der Feinstrukturkonstate durch Stöße verwendet.
MfG
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Re: Liénard-Wiechert-Potentiale / Schwere Masse, Paarvernichtung und kosmische Expansion

Beitrag von skn » 8. Dez 2016, 19:38

Hallo Lothar,
Struktron hat geschrieben: Mit diesen können die diskreten Objekte durch die Inversionsmethode beispielsweise für Simulationen erzeugt werden.
Ah, verstehe. Habe ich schon intensiv verwendet. Heißt in der Informatik nur anders.

Viele Grüße
Steffen

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