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Relativität ohne Einstein?

Jenseits des etablierten Standardmodells der Elementarteilchenphysik und der Allgemeinen Relativitätstheorie, d.h. Quantengravitation, Supersymmetrie und Supergravitation, Stringtheorien...
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Falke
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Relativität ohne Einstein?

Beitrag von Falke » 30. Jul 2018, 20:25

Hallo,

es gibt eine interessante Seite im Netz in welcher der Autor nach eigenen Aussagen zu den selben Formeln wie Einstein gelangt, aber das Konzept einer gekrümmten Raumzeit nicht benötigt, sondern durch viel einfachere Anschauungen die gleichen Formeln erhält. Der Autor schreibt:
Die mathematische Behandlung eines 4-dimensionalen gekrümmten Raumes ist eine große Herausforderung. Es gibt nur wenige Physiker, die dieses bewältigen. (Nobelpreisträger Steven Weinberg vermutet, dass es weltweit kaum 10 Personen sind.)

Dieselben Ergebnisse wie mit Einsteins Raum-Zeit können jedoch erzielt werden mit Standard-Mathematik (sogar auf Schul-Niveau). – Es ist die Zielsetzung dieser Webseite, dieses zu zeigen.

Als Ergebnis ist das Verständnis von Relativität - der speziellen wie auch der allgemeinen - nicht beschränkt auf ein paar außergewöhnliche Individuen, sondern sie kann sogar in der Schule unterrichtet werden.
Die Webseite ist zu finden unter http://www.ag-physics.org/DE/

Was sagen die Kenner dazu?

Viele Grüße
Falke
Gruß Falke

Herr5Senf
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Re: Relativität ohne Einstein?

Beitrag von Herr5Senf » 30. Jul 2018, 21:22

Ich sehe nicht, daß das einfacher zu verstehen sei als die Einstein'schen Originalarbeiten.
Auch ist die Relativitätstheorie nicht neu erklärt. Im Gegenteil werden die Ergebnisse von Einstein verwendet,
um dann in einer Privattheorie mathematisch verwurstelt zu werden, wobei die tatsächliche Physik falsch interpretiert wird.
z.B. (2) Physikalische Objekte kontrahieren in Bewegung - Nein, ist metrologischer Effekt wegen Gleichzeitigkeitsbedingung
(4) Masse nimmt zu - was die Masse-Energie-Äquivalenz mit enthält - Nein, Masse ist eine "Menge" und eine Invariante
Letztendlich hab ich nichts gesehen, was nur annähernd gut erklärt ist, dafür aber unverständlich verkompliziert bis falsch.

Wenn ich sowas lese, ist der Autor schon aus dem Rennen, die logischen Konflikte produziert der Autor erst so richtig:
Der Weg, den Einstein gewählt hat, ist auf den ersten Blick sehr elegant. Aber er führt zu logischen Konflikten, die nur über die Verwendung dieses Konstuktes der 4-dimensionalen Raum-Zeit gelöst werden können.

Grüße Dip

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seeker
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Re: Relativität ohne Einstein?

Beitrag von seeker » 30. Jul 2018, 23:45

Die mathematische Behandlung eines 4-dimensionalen gekrümmten Raumes ist eine große Herausforderung. Es gibt nur wenige Physiker, die dieses bewältigen. (Nobelpreisträger Steven Weinberg vermutet, dass es weltweit kaum 10 Personen sind.)
Echt? Da damit eine Argumentation aufgebaut wird, würde mich hier ein Faktencheck interessieren.

Allgemein:
Natürlich kann man versuchen alternative Modelle zu entwickeln, soll man sogar.
Da ich an der Stelle aufgehört habe nach 'Wahrheit' zu fragen, stelle ich andere Fragen:

Ist es nützlicher?
Benötigt es weniger Grundannahmen, ist es in der Hinsicht einfacher/sparsamer?
Ist es allgemeiner, die Welt besser vereinheitlichend?
Ist es eleganter?
Ist es plausibler?
Ist es falsifizierbar? Lässt es sich durch Beobachtung vom derzeitigen Modell unterscheiden?
Kann man damit genauso viel erfassen und überprüfbar vorhersagen (z.B. auch den "Teilchenzoo")?
Ist es tatsächlich einfacher zu rechnen? (Wobei das nicht der Punkt sein kann.*)
Worin liegen die Nachteile, Kosten, welche Schwierigkeiten handelt man sich ein?
Verspricht es plausibel einen interessanten Weg für die wiss. Zukunft, in Richtung 'mächtigerer' Theorie?
Ist es ein Fortschritt oder verspricht es einen solchen wenigstens plausibel?
...

Ich kann das im Moment leider nicht wirklich abschätzen, ich versuche nur die richtigen Fragen zu stellen.
Vielleicht kann das jemand anderes hier?

Ich weiß nur, dass die RT nicht so leicht vom Sockel zu stoßen ist, sonst wär das schon längst geschehen. Sie ist im Gegenteil derzeit immer noch sehr erfolgreich und zufriedenstellend, insbesondere in dem derzeit messtechnisch beobachtbaren Bereich.

*: Eher scheint es im Moment in Richtung von noch schwerer zu rechnenden Ansätzen aus Richtung Vereinheitlichung (GUT, Strings, Loops, ...) vielversprechend auszuschauen. Man soll die Dinge so einfach wie möglich modellieren, aber nicht einfacher. Ich pers. habe wenig Hoffnung, dass es für dieses äußerst seltsame Universum, in dem wir leben, einen einfacher zu rechnenden Ansatz gibt als der derzeit verwendete - so sehr wir uns das auch wünschen mögen.

Im Bereich Relativitätstheorie ist es klar, dass man alternative Modelle bauen kann, das ist nichts Neues, z.B. so etwas in der Richtung:

Neu-Lorentzianismus
https://de.wikipedia.org/wiki/Lorentzsc ... tzianismus

Alternative Theorien
https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_an ... e_Theorien

Durchsetzen oder auch nur größere Beachtung gefunden hat davon in der Community bisher nichts.
Grüße
seeker


Mache nie eine Theorie zu DEINER Theorie!
Denn tut man das, so verliert man zumindest ein Stück weit seine Unvoreingenommenheit, Objektivität.

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Re: Relativität ohne Einstein?

Beitrag von tomS » 6. Aug 2018, 00:22

Falke hat geschrieben:
30. Jul 2018, 20:25
Die Webseite ist zu finden unter http://www.ag-physics.org/DE/

Was sagen die Kenner dazu?
Das z.B. das hier
Die Dilatation eines jeden zeitlichen Prozesses (wie einer Uhrenfunktion) in Bewegung ist eine direkte Konsequenz der internen Oszillation von Elementarteilchen. Die Bestandteile der Elementarteilchen sind masselos und oszillieren mit Lichtgeschwindigkeit.
völliger Quatsch ist, und es sich nicht lohnt, weiterzulesen oder zu diskutieren.
Gruß
Tom

«while I subscribe to the "Many Worlds" theory which posits the existence of an infinite number of Toms in an infinite number of universes, I assure you that in none of them am I dancing»

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Re: Relativität ohne Einstein?

Beitrag von Skeltek » 7. Aug 2018, 20:30

Vesuche mal halbwegs darauf einzugehen wie es mir meine wenige Zeitb gerade erlaubt:
Die Dilatation eines jeden zeitlichen Prozesses (wie einer Uhrenfunktion) in Bewegung ist eine direkte Konsequenz der internen Oszillation von Elementarteilchen.
Das wäre nur eine implizite Konsequenz, welche denke ich auch nicht für jeden zeitlichen Prozess gilt. Auch meinte der Autor hier vermutlich nicht oszilierende Elementarteilchen, sondern das gesamte Makroteilchen inklusive all seiner Wechselwirkungsfelder. Die Idee massebehaftete Teilchen grundsätzlich als Interferenz von masselosen Teilchen darzustellen ist übrigens auch nicht sonderlich neu und schon von anderen in ähnlicher Form aufbereitet worden glaube ich. Habe selbst schon als ich noch recht jung war versucht ein Model ähnlicher Art auf die Beine zu stellen.
Die Bestandteile der Elementarteilchen sind masselos und oszillieren mit Lichtgeschwindigkeit.
Oszilieren im Sinne von 'Kreisen' ist falsch, aber mir ist zumindest klar worauf der Autor hinaus möchte. Es wäre mir aber soweit nicht bekannt ob es nachweisbar sein könnte, ob jede Materieform unterhalb einer Größenordnung vollständig in masselose Strahlung zerfallen kann.

Massebehaftete Materie hat vermutlich ein (möglicherweise nur innerhalb unseres erfahrbaen Universums) intrinsisches Defizit zwischen Energie- und Impuls-Summe (Wobei 'Summe' hier das falsche Wort ist, da Impuls in der Praxis vektoriel addiert wird und nur die Summe des resultierenden Vektors betrachtet wird ähnlich wie nach einem voll inelastischen Stoß). Daher stelle ich es mir experimentiell nicht möglich vor, dass man ein Teilchen nachweisbar vollständig in masselose Strahlung splitten kann (Wohin mit dem Boson/Feld?).

Vor kurzem hat jedoch ein Experiment gezeigt, dass es möglich ist aus Photonen Teilchen zu bilden wobei die Photonen sich paarweise aneinander binden. Von einem Experiment vier Photonen zu verbinden um ein unterlichtschnelles Teilchen zu generieren habe ich nur gehört, das ist aber praktisch unmöglich zu realisieren wegen der extrem kleinen Kollisionswahrscheinlichkeit der Photonen und Instabilität des hypotetisch entstehenden Teilchens. Zugegeben könnte dieses Experiment aber zeigen, dass es zumindest theoreisch vorstellbar wäre, dass Materie grundsätzlich aus masselosen Partikeln besteht und sich die Masse nur phänomenologisch ergibt - trotzdem hat der Autor hier erst einen Haufen Grundlagenarbeit noch zu leisten, bevor man seine Arbeit ernst nehmen kann. Er sollte zumindest ersteinmal rechnerisch zeigen, dass sich lichtschnelle masselose Teilchen zu einem massebehafteten Kongregat zusammenschließen können und entsprechend die Äquivalenz zu normaler Materie zeigen. Damit wäre seiner Argumentation schonmal viel mehr Fundament gegeben.

Die Idee Phänomene mit äquivalenten Mechanismen zu erklären ist nicht neu. Trotzdem gibt es keine allumfassende Theorie, welche alles handhabbar und verwertbar in einen Hut steckt.
"Le's do it now. Le's make the world bedda"
'Sure, right now. I gotta. We gotta"

Unentscheidbarkeit für Dummies: Dieser Satz ist wahr

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