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Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

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Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von Bego » 1. Dez 2015, 23:13

Hallo zusammen,

habe mal gelesen dass die Japaner herausfinden wollen ob das Universum und alles was wir sehen nur eine Simulation ist. Ich selber beschäftige mich von klein auf mit dieser Frage.

Ich denke dass eine Spezies oder egal wer, keinen Raum erschaffen kann und sich selbst. Es muss also falls es jetzt kein Hologramm ist, erschaffen worden sein, und derjenige muss ja auch von irgendwo herkommen und derjenige auch, also gäbe es kein Anfang. Deswegen denke ich dass sogar der Mond nicht mal real ist. Einfach ausgedrückt der Himmerl bzw. das Universum ist ein gigantischer Bildschirm mit hoher auflösung.

Und natürlich wenn es ein Hologram wäre, müssten wir ja auch hologramme sein. Aber hologramme mit Bewusstsein, dass ist eigentlich unmöglich.

Auf jeden Fall glaube ich zu wissen, dass wir nicht alleine sind, da ja schon alles da war bevor wir entstanden sind. Zumal denke ich dass die Erde befruchtet wurde, mit allem was dazugehört. Tiere, Menschen, bakterien und und und.

wie sieht ihr das

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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von Stephen » 2. Dez 2015, 02:50

Bego hat geschrieben:habe mal gelesen dass die Japaner herausfinden wollen ob das Universum und alles was wir sehen nur eine Simulation ist. Ich selber beschäftige mich von klein auf mit dieser Frage.
Mit dieser Frage solltest du dich an Stephen Hawking wenden, der ist dafür empfänglich. Ohne es selbst besser zu wissen, lehne ich die meisten seiner Vorstellungen ab.
Bego hat geschrieben:Ich denke dass eine Spezies oder egal wer, keinen Raum erschaffen kann und sich selbst.
Eine Spezies (lat. species „Anblick“, „Gestalt“, „Erscheinung“) bezeichnet eine Kreatur ... und eine Kreatur (lat. kreatura) ist ein Geschöpf und somit im weitesten Sinne etwas Lebendiges. Du hast also völlig recht, dass eine "species" weder Raum noch Zeit erschaffen kann.
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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von Frank » 2. Dez 2015, 10:29

Bego hat geschrieben:Hallo zusammen,

habe mal gelesen dass die Japaner herausfinden wollen ob das Universum und alles was wir sehen nur eine Simulation ist. Ich selber beschäftige mich von klein auf mit dieser Frage.

Ich denke dass eine Spezies oder egal wer, keinen Raum erschaffen kann und sich selbst. Es muss also falls es jetzt kein Hologramm ist, erschaffen worden sein, und derjenige muss ja auch von irgendwo herkommen und derjenige auch, also gäbe es kein Anfang. Deswegen denke ich dass sogar der Mond nicht mal real ist. Einfach ausgedrückt der Himmerl bzw. das Universum ist ein gigantischer Bildschirm mit hoher auflösung.

Und natürlich wenn es ein Hologram wäre, müssten wir ja auch hologramme sein. Aber hologramme mit Bewusstsein, dass ist eigentlich unmöglich.

Auf jeden Fall glaube ich zu wissen, dass wir nicht alleine sind, da ja schon alles da war bevor wir entstanden sind. Zumal denke ich dass die Erde befruchtet wurde, mit allem was dazugehört. Tiere, Menschen, bakterien und und und.

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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von belgariath » 2. Dez 2015, 12:05

Interessante Frage, da bist du hier im Forum genau richtig, Bego, obwohl deine Hypothese schon recht spekulativ ist.
Du stellst dir also unsere Welt so ähnlich vor wie im Film Matrix? Dass alles, was wir wahrnehmen, nur ein komplexes Programm ist. Dann frage ich mich aber: Wer hat dieses Programm geschrieben und auf wessen Rechner läuft es?
Ist der Programmierer unseres Universums dann ein Wesen aus Fleisch und Blut im "echten" Universum oder ist er selbst nur wieder ein Teil in einer noch komplexeren Software? (Das könnte man beliebig fortsetzen..)
Wie komplex müsste der Rechner sein auf dem unser Universum-Programm läuft? Alleine unser beobachtbares Universum besteht aus mindestens 1080 Protonen, dazu kommen nochmal so viele Elektronen + einige Neutronen. Dazu kommen noch circa 1088 Photonen + eventuelle Dunkle Materie Teilchen. Um die Zustände all dieser Teilchen in einem Speicher zu speichern und ihre Wechselwirkungen zu berechnen, bräuchte man einen echt gewaltigen Computer.
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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von Bego » 2. Dez 2015, 12:52

könnte man mit Matrix vergleichen, vielleicht nichts so drastisch. Aber die Sterne (planeten) wenn du in den Nachthimmel siehst, existieren sie wirklich, also ich war nicht dort um dies festzustellen. Der Mond scheint real, aber ich war nicht auf dem Mond um dies zu bestätigen. Ausserdem ist ja jetzt die Technik so weit, dass wir eigentlich zum Mond fliegen könnten, also diesmal wirklich, und nicht wie diese gelogene geschichte mit Neil Armstrong. Und wenn einer dieses Programm geschrieben hat, dieser muss ja auch entwerder selber ein programm sein, oder von irgenwoher stammen. Es hat wirklich keinen Anfang, und das ist Tatsache. Genau wie die Frage, was war vor dem "Urknall", und davor und davor, also sogar das "nichts" muss ja auch von irgendwoherkommen. Von daher kann das alles nicht real sein. Genau wie die Erde. Es gibt sicherlich Wesen, die eventuell genauso aussehen wie wir da diese mit Ihren "samen" Baktereien" usw, die Erde befruchtet haben, die Wesen haben einen Planeten gesucht auf welchen Leben entstehen kann. Und die Erde war so ein Planet.

Man sagt ja auch das wir von den Affen stammen, also müssten die jetzigen Affen HEUTE in Paar millionen Jahren zu Menschen werden, lol.

Auch die Frage warum das Leben begrenzt ist, dies ist auch eine frage die mich stutzig macht, weswegen begrenzt, warum.

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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von seeker » 2. Dez 2015, 13:17

Bego hat geschrieben:habe mal gelesen dass die Japaner herausfinden wollen ob das Universum und alles was wir sehen nur eine Simulation ist. Ich selber beschäftige mich von klein auf mit dieser Frage.
Was genau ist denn der Unterschied zwischen einem simulierten Universum und einem nicht-simulierten Universum?
Bego hat geschrieben:Und natürlich wenn es ein Hologram wäre, müssten wir ja auch hologramme sein. Aber hologramme mit Bewusstsein, dass ist eigentlich unmöglich.
Ist es denn bei Nicht-Hologrammen möglich? Warum?

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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von Frank » 2. Dez 2015, 13:50

Aha, Armstrong ist ein Lügner und wir kommen vom Affen .
Ich steig hier aus , sonst brauch beruhigungstropfen bei soviel geistigem Dünnschiss.....
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von belgariath » 2. Dez 2015, 18:33

Bego hat geschrieben:[...] Man sagt ja auch das wir von den Affen stammen, also müssten die jetzigen Affen HEUTE in Paar millionen Jahren zu Menschen werden, lol. [...]
Ja, die Formulierung "der Mensch stammt vom Affen ab" hört man häufig. Gemeint ist damit aber nicht, dass die Affen (wie wir sie kennen) Vorfahren von der Spezies Mensch waren. Gemeint ist, dass die Affen von heute und die Menschen gleiche Vorfahren haben. Deswegen ist deine Folgerung nicht zwingend.
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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von gravi » 2. Dez 2015, 18:49

Ich weiß nicht, lieber Bego, ob du hier im richtigen Forum bist. Die Existenz - womit ich die materielle Existenz meine - der Sterne, Planeten oder Monde in Frage zu stellen bedeutet, dass du die wissenschaftliche Arbeit von vielen Hunderten Fachleuten einfach über den Haufen wirfst. Ich möchte fast bezweifeln, dass du dich überhaupt schon einmal ernsthaft mit wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinander gesetzt hast.

Ich kann dir nur empfehlen, anstatt dich mit solch unseriösen Gedanken zu befassen, einmal ein Buch über Astronomie zu lesen und dich mit der Geschichte der Astronomie und oder Physik zu beschäftigen. Und vielleicht auch mal das Apollo- Programm ausführlich zu studieren, dann magst du evtl. erkennen, dass sich im Internet eine ganze Menge Idioten herumtreiben, die nichts als Schrott verbreiten, weil sie zu faul oder zu dumm sind, sich auch mal mit etwas komplizierteren Dingen auseinanderzusetzen.

Gruß
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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von Alberich » 21. Jan 2016, 00:41

Vater und Sohn im Zoo vorm Affenkäfig:

Sohn: Papa, stimmt es, das der Mensch vom Affen abstammt?
Papa, tadelnd: Du vielleicht, ich nicht.
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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von Skeltek » 21. Jan 2016, 08:44

Ja, das war aber auch ein Geschiss als die anfingen Teleskope zu bauen und alles nochmal genau nachzurechnen... wir mussten das ganze Programm für 7 Jahre anhalten bis die Simulations-Subroutinen für bereits beobachtete Himmelskörper" fertig waren. Jetzt läuft das Program zwar nur noch mit 3% der Geschwindigkeit, aber hier drin merkt das ehh keiner ^^
Der Trick ist ja, dass man von den 10^80 Teilchen nur das simulieren muss, wo die Leute gerade hinsehen. In den Städten haben wir deshalb auch die Sterne etwas reduziert und die Milchstraße optisch ausgeblendet um Rechenzeit zu sparen. Im Grunde ist die Begründung mit der Lichtverschmutzung total banal und fadenscheinig, aber doch recht glaubwürdig: Man braucht ja nur einmal in der Stadt hoch gucken um es zu glauben.
Im Grunde genommen merkt man erst beim genauen hingucken in den Mikrokosmos, dass da logisch etwas überhaupt nicht stimmen kann.
Da werden Beobachtungen dann völlig schwammig und unlogisch - hier wird dann meist über Summen von Umgebungswerten ergänzt um Residuen und ähnliches auszugleichen.
Leider klappt das auch nicht immer, wie man an supermassereichen schwarzen Sternen sieht. Da geht dann unser Rechner immer in die Knie, weil die Zahl der Wechselwirkungen zwischen den Teilchen mehr als quadratisch steigt :-)
Die plausibelste Erklaerung jedes hinreichend komplizierten Systems ist falsch

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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von Alberich » 19. Feb 2016, 19:51

Hallo Skeltek,
Alberich hat geschrieben:Leider klappt das auch nicht immer, wie man an supermassereichen schwarzen Sternen sieht. Da geht dann unser Rechner immer in die Knie, weil die Zahl der Wechselwirkungen zwischen den Teilchen mehr als quadratisch steigt
Hier eine Frage, die ich mir immer wieder stelle:
Welchen Wert haben bestimmte Simulationsmodelle?
Sicherlich kann man ein Programm schreiben für die alte Epizyklentheorie. Simulation und Beobachtung stimmen dann überein. Das ist aber kein Beweis für die Richtigkeit in der Natur.
Auch das heliozentrische System kann so behandelt werde. Auch das wäre kein Beweis (Siehe RT mit Perihelbewegung bei Merkur und folgenden.
Inwieweit steckt man in ein Programm sein erwartetes Ergebnis (meinetwegen intuitiv) bereits hinein.?
Kannst Du meine Bedenken zerstreuen?

MfG :wn:
Alberich
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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von seeker » 20. Feb 2016, 10:19

Hm, also ich sehe Simulationen mit einer gewissen Vorsicht.
Sie sind oft nützlich, keine Frage, aber man sollte sie auch nicht überbewerten.
Eine Simulation kann aus meiner Sicht niemals dasselbe "wissenschaftliche Gewicht" haben wie tatsächliche Beobachtungen.

Die logische Kette geht bei ihnen ja so:

Wenn unsere zugrunde gelegte Theorie T und unsere getroffenen Grund-Annahmen A zutreffend sind, dann wird sich System S bei den Startbedingungen SB so und so verhalten bzw. entwickeln, mit E. Ist E ähnlich den tatsächlichen Beobachtungen TB, so spricht das für die Richtigkeit von T und A. Daher kann man nun im zweiten Schritt S und/oder SB zu S' und SB' ändern und davon ausgehen, dass das dann erhaltene E' auch dann noch mit der Natur übereinstimmt - auch dann, wenn in diesem Fall TB' nicht zur Verfügung steht (und genau an dem Punkt wird es dann einfach wackeliger, das muss man in Kauf nehmen).
Alles steht und fällt also auch mit dem, was man im Voraus mit T und A in die Simulation hineingibt - und ob T und A tatsächlich richtig sind.

Simulationen sind auch stets einfacher als die Natur, idealisiert. Manchmal ist das egal, machmal ändert es alles.
Am nützlichsten finde ich Simulationen eigentlich dann, wenn man sie gerade nicht mit den Beobachtungen in Übereinstimmung bringen kann.
Denn dann ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass in der zugrunde gelegten Theorie noch etwas wichtiges fehlt oder falsch sein muss.
Wenn man Glück hat findet man sogar noch Hinweise, wo man suchen muss, um die Diskrepanzen zu beseitigen. Das ist hilfreich.

Kann man eine Simulation mit den Beobachtungen in Einklang bringen, ist das nur ein Hinweis, dass es möglich ist, dass man nicht falsch liegt.
Das schafft dann Vertrauen und es ist sinnvoll die Wege weiterzugehen/weiter zu erforschen, wo man Vertrauen haben kann.
Ein Beweis für irgendetwas ist das natürlich nicht, denn positive Befunde sind, wie wir spätestens seit Karl Popper wissen, niemals ein Beweis.

Gruß
seeker
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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von Alberich » 20. Feb 2016, 10:47

seeker hat geschrieben: 1.Simulationen sind auch stets einfacher als die Natur, idealisiert. Manchmal ist das egal, machmal ändert es alles.
2.Am nützlichsten finde ich Simulationen eigentlich dann, wenn man sie gerade nicht mit den Beobachtungen in Übereinstimmung bringen kann.
Nur nebenbei: Ist 1 ein Zirkel? Die Aussage setzt Kenntnis der Natur voraus, die man andererseits durch Simulation sucht.
Zu 2: Breite Zustimmung.
MfG
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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von seeker » 20. Feb 2016, 11:01

seeker hat geschrieben:1.Simulationen sind auch stets einfacher als die Natur, idealisiert. Manchmal ist das egal, machmal ändert es alles.
Alberich hat geschrieben: Nur nebenbei: Ist 1 ein Zirkel? Die Aussage setzt Kenntnis der Natur voraus, die man andererseits durch Simulation sucht.
Ich denke nicht, denn wir haben ja nicht nur Simulationen zur Hand, sondern auch direkte Beobachtungen.
Wenn wir diese Beobachtungen als "Kenntnis der Natur" setzten, also als unser Fundament, dann ergibt sich noch kein Zirkel.

Wenn ich z.B. dich als Menschen genau kennen und untersuchen würde, danach ein mathematisches Modell von dir generieren würde, daraus dann eine Simulation von dir, dann wüsste ich ja auch sehr genau, dass meine Simulation einfacher ist als du, das Original und sich ganz sicher nicht in allen Fällen so verhalten wird wie du. :wink:

Gruß
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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von Skeltek » 20. Feb 2016, 14:34

Hmm, ich habe nie wirklich mit Computersimulationen gearbeitet und könnte mir Rückschlüsse höchstens deduktiv versuchen herzuleiten.
Was ich mal gut konnte war Programme schreiben, welche sich "so verhalten" als wären sie Realität; in z.B. meiner 3d-Engine damals hatte ich Fallbeschleunigung=9,81 m/s festgelegt und dann dynamisch durch Framerate dividiert usw. Die Bewegungen waren unabhängig vom Rechenaufwand pro Frame flüssig und realistisch, das Drahtgitter-Skellet der Spielfigur bewegte sich relativ realistisch, konnte springen, erfuhr Fallbeschleunigung, ist konnte Treppen steigen und dort stehen bleiben, ist aber auf normalen steilen Flächen abgerutscht - trotzdem war keine einzige "echte"gravitative Formel verbaut.
Bei echten physikalisch gewünschten Simulationengeht manidealerweise etwas anders vor, wobei jedoch das Grundproblem bleibt.
Wir haben aber ein paar Profis im Forum die schon einiges mit Simulationen usw gemacht haben glaube ich.

Es hängt viel von einigen Gebieten der numerischen Mathematik ab wie zum Beispiel Fehler(hoch)rechnung. Wie genau man das Ergebiss haben möchte (auch welchen Aspekt man voraussagen möchte) und welche modelhaften Vereinfachungen man trifft um eine Berechnung überhaupt möglich zu machen muss man individuel auswählen.
Im Prinzip kann man jeden Aspekt beliebig genau simulieren, aber eben niemals absolut fehlerfrei.
Manchmal ist sicherlich auch nur schwer abschätzbar ob Sekundäreffekte ausreichend erkannt werden können usw.
Es ist noch nicht einmal möglich das Verhalten eines Systems aus nur drei Körpern beliebig weit voraus zu berechnen, da in der Regel selbst kleinste Störungen oder Schätzungen der Anfangsbedingungen bei einer Verhaltensprognose einen völlig anderen Verlauf ab irgendeinem Zeitpunkt bedeuten.
Es ist auch so, dass sich in einigen Fällen kleinste Nachkomma-Fehler aufsummieren, aufmultiplizieren oder exponentiel verstärken.

Stell dir vor man simuliert das Verhalten einer Flüssigkeit von elektrisch völlig neutralen Molekülen und hat bei jedem einzelnen Molekül denselben Nachkomma-Fehler an der siebten Stelle hinter dem Komma:
Die Flüssigkeit verhält sich auf einmal so als habe sie eine Oberflächenspannung. Der Fehler ist bei jedem einzelnen Molekül vernachlässigbar, trotzdem hat er in der Summe eine massive Auswirkung auf das Gesammtverhalten der Molekülmenge. Die Größenordnung in dem Beispiel habe ich so gewählt, dass sie ungefähr dem Dipolverhalten von Wassermolekülen entspricht bei dem der dipolare Effekt der Wasserstoffbrücken zwar auch viele Größenordnungen unterhalb eines echten Dipols liegt, in der Summe der Effekt jedoch nicht vernachlässigbar ist.

Es ist übrigens eines der Kernthemen der numerischen Mathematik solche Fehlerquellen abzuschätzen und die maximale Auswirkung dieser Fehler inder Summe oder als Produkt nach Oben abzuschätzen.
Es ist unabdingbar, dass man bei Simulationen von Vereinfachungen ausgeht um die Rechenzeit überhaupt endlich zu halten, anders wäre es gar nicht durchführbar.
Ideal wäre, wenn sich die Simulation genauso verhält wie es die normalen Formeln auch voraussagen. So gesehen hat eine Simulation nie mehr Aussagekraft wie eine normale Formel, da bei einer völlig fehlerfreien Kette von Berechnungen das exakte Formelergebnis herauskommt.
Nützlich sind Simulationen aber in Bereichen, welche sich nicht durch Formeln darstellen lassen oder wo das rein symbolische Ergebniss vllig nutzlos ist; ähnlich wie die Berechnung der n-ten Nachkommastelle von Pi:
Pi hat eine exakte Gesetzmäßigkeit welche die n-te Nachkommastelle exakt festlegt. Trotzdem muss man durch die komplette Rechnung durch wenn man wissen will welche Ziffer sich ander n-ten Stelle befindet.
Bei physikalischen Simulationen ist es aber in der Regel so, dass jeder Zwischenschritt einer Rechnung eine Schätzung ist - Fehler summieren sich auf und lassen sich höchstens abschätzen.

Um aber deine Frage zu beantworten:
Ich denke schon, dass in das Ergebnis einer Simulation der Erwartungswert mit einfließt. Schließlich macht man sich ja vorher Gedanken und wählt aus, welches Model man simulieren möchte und welchen Programmcode man umsetzt um das gewünschte Verhalten auszulösen.
Sollte die Simulation etwas voraussagen was dann später zutrifft, ist das genauso untermauernd für die vereinfachenden Annahmen wie die Voraussage auch bei einer normalen Theorie/Formel untermauernd wäre.
Ich denke man muss von Fall zu Fall individuel beurteilen, ob die Simulation Sinn macht:
Man hat a priori von Ergebnissen(Messwerten) verschiedene Formeln hergeleitet; setzt man diese Formeln ausreichend sinnvoll im PC um, müsste er zwangsläufig wieder die Messwerte als Ergebnisse ausspucken. An der Richtigkeit der simulierten Formeln ändert das letzten Endes nicht viel.

Aber ich mutmaße hier zum Teil nur. Besser jemand beantwortet das, der in dem Bereich mehr Erfahrung hat.
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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von deltaxp » 23. Feb 2016, 11:49

die Möglichkeit muss man in betracht ziehen.

eine Simulation ist möglich: wenn a) das Universum mathematisch beschreibbar ist. darauf deutet alles hin bis jetzt,
eine Simulation von beobachtern in einem simulierten Universum ist möglich wenn man davon ausgeht, dass aus komplexen Verknüpfungen Bewusstsein und Intelligenz erwachen kann. kurz, dass man ein Gehirn (in welcher form auch immer, kann ja auch kollektiv-Bewusstsein sein) simulieren kann. bis jetzt spricht nichts dagegen ausser rechenaufwand
eine solche Simulation setzt natürlich ein gigantische rechenkraft voraus. quantencomputer wären da wohl pflicht.

falls dem so ist, wird eine Zivilisation die über soche mittel verfügt es wohl auch tun. wenn man von einem nahezu unbegrenztem Wachstum von rechenkraft ausgeht (das ist fragwürdig). könnten auch simulierte bewusstseine ihrerseits Simulationen erschaffen.

in dem falle, wenn an zu einem beliebigen Zeitpunkt einen schnitt macht, ist die anzahl der künstlichen bewusstseine viel viel höher als die der natürlichen. man ist also mit hoher Wahrscheinlichkeit ein künstliches Bewusstsein.

in diesem zusammenhang machen versuche zu überprüfen ob man in einer Simulation lebt also sinn.

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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von Skeltek » 24. Feb 2016, 00:34

Realität zu Simulation verhält sich wie R zu N.
Ein mathematische Beschreibbarkeit ist nur die Hälfte des Problems.
Das größere Problem ist die Umsetzung von reelen gemessenen Werten in diskrete Werte, und der nach der Simulation stattfindende Vergleich der diskreten Ergebnisse zur Realität.
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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von Alberich » 24. Feb 2016, 10:35

deltaxp hat geschrieben:eine Simulation ist möglich: wenn a) das Universum mathematisch beschreibbar ist. darauf deutet alles hin bis jetzt,
Das Gesetz des radioaktiven Zerfalls lautet:
n(Zeit)=n(Anfang)*exp(-lambda*Zeit)
Wann zerfällt das letzte Atom?
MfG
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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von Skeltek » 24. Feb 2016, 23:31

Alberich hat geschrieben:
deltaxp hat geschrieben:eine Simulation ist möglich: wenn a) das Universum mathematisch beschreibbar ist. darauf deutet alles hin bis jetzt,
Das Gesetz des radioaktiven Zerfalls lautet:
n(Zeit)=n(Anfang)*exp(-lambda*Zeit)
Wann zerfällt das letzte Atom?
MfG
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Du musst beachten, dass die Halbwärtszeit von Atomkernen keine Konstante ist. Messungen (Interaktion mit Teilchen als auch Interaktion mit Vakuumfluktuationen(repräsentiert durch die negativen Vakuumenergiedichte und Casimir-Effekt)) im weitesten Sinne verlangsamen den Zerfall von Teilchen und können ihn nahezu indefinit stoppen.
So gesehen ist zu erwarten, dass die Halbwärtszeit von Atomkernen im Verlauf der Entwicklung des Universums sehr wahrscheinlich Änderungen nach unten hin unterworfen sein wird. Die Teilchen werden wohl immer schneller verfallen.
Das letzte überlebende Teilchen gewinnt :-)
Alleine schon diese Tatsache zeigt bereits, dass die Halbwärtszeit aller Teilchen zu bestimmen unmöglich ist (weil ein wenig Orts-abhängig usw) und man deshalb ja schon Kompromisse und Idealsiierungen bei Simulationen vornehmen muss.
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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von deltaxp » 9. Mär 2016, 10:30

Alberich hat geschrieben:
deltaxp hat geschrieben:eine Simulation ist möglich: wenn a) das Universum mathematisch beschreibbar ist. darauf deutet alles hin bis jetzt,
Das Gesetz des radioaktiven Zerfalls lautet:
n(Zeit)=n(Anfang)*exp(-lambda*Zeit)
Wann zerfällt das letzte Atom?
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lässt sich nicht beantworten in deinem lokalen Bereich der universellen wellenfunktion.

dur darfst nicht vergessen, die gesamwellenfnktion des Universums ist eine Überlagerung aus zerfallen und nicht zerfallen. und die gesamtwellenfunktion ist exakt berechenbar (s. vwi , dekohärenz, Dieter Zeh).

aber praktisch brauch man das gar nicht so vollständig simulieren. da genügen dann zufallsgeneratoren. letuztlich brauch man im falle von simulierten künstlichesn bewusstseinen die ihre simulierte welt erforschen immer nur das simulieren, wo grad hingeschaut wird. das innere der Tischplatte brauch nicht simuliert werden, solange ich ihn nicht aufsäge. und so weiter. man simuliert also auf skalen. interessanterweise sind bisher alle physikalischen Theorien skalen-Theorien. das heisst sie gelten in einem bestimmten Energie (längen, geschwindigkeitsbereich). auch das spricht vielleicht für eine Simulation. denn so würde ich es z.b. machen um rechenzeit zu sparen :P

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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von Alberich » 9. Mär 2016, 15:22

deltaxp hat geschrieben: du darfst nicht vergessen, die gesamtwellenfunktion des Universums ist eine Überlagerung aus zerfallen und nicht zerfallen. und die gesamtwellenfunktion ist exakt berechenbar (s. vwi , dekohärenz, Dieter Zeh).

aber praktisch brauch man das gar nicht so vollständig simulieren. da genügen dann zufallsgeneratoren. letuztlich brauch man im falle von simulierten künstlichesn bewusstseinen die ihre simulierte welt erforschen immer nur das simulieren, wo grad hingeschaut wird. das innere der Tischplatte brauch nicht simuliert werden, solange ich ihn nicht aufsäge. und so weiter. man simuliert also auf skalen. interessanterweise sind bisher alle physikalischen Theorien skalen-Theorien. das heisst sie gelten in einem bestimmten Energie (längen, geschwindigkeitsbereich). auch das spricht vielleicht für eine Simulation. denn so würde ich es z.b. machen um rechenzeit zu sparen
Wieso nur im nichtlokalen Bereich?
Wie stell ich mir die Gesamtwellenfunktion des Universums vor?
Und wie verstehe ich zerfallende/ nicht zerfallene Wellenfunktionen und deren Überlagerung?
Es fällt mir schwer, den zweiten Abschnitt zu verstehen.
deltaxp hat geschrieben:Halbwärtszeit von Atomkernen keine Konstante
Denk mal an eine Sterbetafel! Halbwertszeit bezieht sich auf Scharmittel. Nicht eine Person oder ein Atomkern.
Skeltek hat geschrieben:Interaktion mit Vakuumfluktuationen(repräsentiert durch die negativen Vakuumenergiedichte.
Wie groß ist Vakuumenergiedichte? 10^120 falsch nach Quantenfeldtheorie! Wie lautet Wellenfunktion der Vakuumfluktuation zur Berechnung psi[atomkern<Zerfall>psi[vac]
Skeltek hat geschrieben:Halbwärtszeit von Atomkernen im Verlauf der Entwicklung des Universums sehr wahrscheinlich Änderungen nach unten hin unterworfen sein wird. Die Teilchen werden wohl immer schneller verfallen.
Bedeutet das Hoffnung für Gorleben. Der Spaß sei erlaubt.
deltaxp hat geschrieben:Alleine schon diese Tatsache zeigt bereits, dass die Halbwärtszeit aller Teilchen zu bestimmen unmöglich ist (weil ein wenig Orts-abhängig usw) und man deshalb ja schon Kompromisse und Idealsiierungen bei Simulationen vornehmen muss.
Siehe oben.
MfG
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Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln
(Alexander von Humboldt)
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seeker
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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von seeker » 9. Mär 2016, 18:21

Alberich hat geschrieben:Wann zerfällt das letzte Atom?
Es zerfällt "wann es will". Der Zeitpunkt ist völlig zufällig im Sinne von: "Der Zeitpunkt hat keine Ursache".
Das ist die Meinung, der ich immer noch am ehesten zuneige.

Aber egal, wie es in der "Wirklichkeit" sein mag, unzweifelhafter Fakt ist: Der Zeitpunkt hat keine erkennbare Ursache!
"Erkennbar", im Sinne von messbar.
WIR können prinzipbedingt keinerlei Aussage darüber machen, wann es zerfallen wird, d.h. aus unserer Perspektive, in Anbetracht des uns prinzipiell zugänglichen Wissens zerfällt es zufällig, unberechenbar, irgendwann. Nicht einmal eine Wahrscheinlichkeitsaussage über den Zeitpunkt des Zerfalls ist hier noch wirklich sinnvoll möglich, weil uns die evtl. vorhandenen anderen Welten, in denen es zu anderen Zeitpunkten zerfallen wird, prinzipiell unzugänglich sind.

Gruß
seeker
Grüße
seeker


Mache nie eine Theorie zu DEINER Theorie!
Denn tut man das, so verliert man zumindest ein Stück weit seine Unvoreingenommenheit, Objektivität.

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Re: Was sagt Ihr dazu, zu der Universum-Simulation

Beitrag von Pippen » 11. Mär 2016, 23:30

belgariath hat geschrieben:Wie komplex müsste der Rechner sein auf dem unser Universum-Programm läuft? Alleine unser beobachtbares Universum besteht aus mindestens 1080 Protonen, dazu kommen nochmal so viele Elektronen + einige Neutronen. Dazu kommen noch circa 1088 Photonen + eventuelle Dunkle Materie Teilchen. Um die Zustände all dieser Teilchen in einem Speicher zu speichern und ihre Wechselwirkungen zu berechnen, bräuchte man einen echt gewaltigen Computer.
Vielleicht simuliert der Computer nur unser Sonnensystem, der Rest ist Fassade. So ähnlich wie damals bei der "Truman Show". Der Schöpfer müsste dann nur aufpassen, dass wir nicht irgendwann nach Außerhalb fliegen. :)

Theoretisch ist enorm viel möglich. Hinter diesem Universum und unserer Existenz kann alles Mögliche liegen. Multiversen mit verschiedenen Physiken, Multiversen mit verschiedenen Logiken, Schöpfer mit grauem Rauschebart, Paradiese oder Neurogötter bis hin zu schlichtweg so andersartigen Welten, dass sie für uns per se undenkbar sind. Nur eines darf man nicht vergessen: Es könnte sich dahinter auch nichts verbergen. Wenn wir das Indifferenzprinzip anwenden - eine Art occham razor der Wahrscheinlichkeitstheorie (das gleiche wie die sog. maximum entropy method in der Informatik??) - dann ergibt sich:

P(da ist noch was "hinter" dem Universum) = .5
P(da ist nichts "hinter" dem Universum) = .5

Und genau diese ja durchaus hohe Wahrscheinlichkeit des "da ist noch mehr" beflügelt die Fantasie und übersieht, dass die ziemlich dröge Alternative gleichwahrscheinlich ist.

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