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LQC is dead

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Re: LQC is dead

Beitrag von tomS » 4. Aug 2013, 16:10

Ich versteh's noch nicht. Ich sehe ja auch ein Problem, aber meinen wir das selbe?
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Re: LQC is dead

Beitrag von Fuzzlix » 5. Aug 2013, 03:40

positive hat geschrieben:Und heutzutage haben wir Begriffe wie Zeit oder Singularität, sie sind aus dieser Welt nicht mehr wegzudenken, man kann sie ablehnen oder leugnen usw, aber man kennt sie trotzdem, so meinte ich das. Um jetzt bspw. die Singularität aus der Welt "wegzuschaffen", muss der Prozess für den Menschen einen Sinn ergeben, es muss für jeden einen Sinn in seiner Umwelt ergeben. Bis jetzt hat es ganz gut so funktioniert, es wäre jetzt also sehr merkwürdig, widersprüchlich und unnatürlich, wenn einer sagt, nun gut, du kennst zwar eine Singularität, aber wir haben jetzt in der Natur keine.
Vielleicht ist ja nur der Ansatz, die Singularitäten aus den Formeln zu eliminieren, falsch? Vielleicht sollte man versuchen diese Singularitäten zu begründen.

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Re: LQC is dead

Beitrag von tomS » 5. Aug 2013, 07:12

Fuzzlix hat geschrieben:Vielleicht ist ja nur der Ansatz, die Singularitäten aus den Formeln zu eliminieren, falsch? Vielleicht sollte man versuchen diese Singularitäten zu begründen.
Begründen kann man sie mittels der ART. Aber umgehen kann man nicht mit ihnen.

Nochmal: man benötigt die QG nicht nur wegen der Singularitäten, die sind nur ein Teilaspekt. Und man versucht nicht, sie aus den Gleichungen zu eliminieren, sondern man konstruiert eine neue Theorie (mit der Erwartung, dass die Singularitäten durch etwas anderes ersetzt werden)
Gruß
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Re: LQC is dead

Beitrag von Fuzzlix » 5. Aug 2013, 08:20

tomS hat geschrieben:
Fuzzlix hat geschrieben:Vielleicht ist ja nur der Ansatz, die Singularitäten aus den Formeln zu eliminieren, falsch? Vielleicht sollte man versuchen diese Singularitäten zu begründen.
Begründen kann man sie mittels der ART. Aber umgehen kann man nicht mit ihnen.
Nochmal: man benötigt die QG nicht nur wegen der Singularitäten, die sind nur ein Teilaspekt. Und man versucht nicht, sie aus den Gleichungen zu eliminieren, sondern man konstruiert eine neue Theorie (mit der Erwartung, dass die Singularitäten durch etwas anderes ersetzt werden)
Damit wären wir wieder beim eliminieren. Vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt.
Könnte es nicht möglich sein, dass wir sogar Singularitäten fordern müssen, solange wir begründen können, wieso sie auftreten und warum sie genau da auftreten, wo sie auftreten?

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Re: LQC is dead

Beitrag von tomS » 5. Aug 2013, 08:54

Aber so funktioniert Physik nicht.

Wir fordern eine mathematisch konsistente Theorie, die zugleich experimentell testbar ist und sowohl existierende als auch neue Phänomene korrekt beschreibt bzw. vorhersagt. Nicht mehr - nicht weniger.

Singularitäten sind da in jeder Hinsicht zweitrangig. Die Motivation für eine Quantengravitation ist tiefgehender und umfassender (Singularitäten sind ein Teilaspekt).
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Re: LQC is dead

Beitrag von Fuzzlix » 5. Aug 2013, 09:13

tomS hat geschrieben:Singularitäten sind da in jeder Hinsicht zweitrangig. Die Motivation für eine Quantengravitation ist tiefgehender und umfassender (Singularitäten sind ein Teilaspekt).
ja und diese Motivation kann ich eben nicht nachvollziehen. (Ich kann mit dieser Anfangssingularität zB gut leben) Welche anderen Gründe gibt es?

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Re: LQC is dead

Beitrag von tomS » 5. Aug 2013, 09:25

Fuzzlix hat geschrieben:
tomS hat geschrieben:Singularitäten sind da in jeder Hinsicht zweitrangig. Die Motivation für eine Quantengravitation ist tiefgehender und umfassender (Singularitäten sind ein Teilaspekt).
ja und diese Motivation kann ich eben nicht nachvollziehen. (Ich kann mit dieser Anfangssingularität zB gut leben) Welche anderen Gründe gibt es?

Fuzzlix.
Aus dem anderen Thread
Fuzzlix hat geschrieben:Naja, warum Ihr mit der ART nicht so zufrieden seid, wie sie ist. Ich kann im Moment nichts erkennen, was mich stört. Auch mit der Anfangssingularität bin ich ganz "glücklich". Ihr wollt etwas eliminieren anstelle begründen, soweit ich das verstanden habe.
Meine Antwort von oben.
tomS hat geschrieben:Weil wir davon ausgehen, dass in der Natur keine Singularitäten existieren, und weil die drei o.g. Punkte [ergänzt]
- (mathematische und physikalische) Unvollständigkeit der ART an Singularitäten
- (weitere) Unvollständigkeiten der ART: Thermodynamik Schwarzer Löcher, Informationsverlust, Hawkingstrahlung
- Inkonsistenz der Wechselwirkung des Gravitationsfeldes mit quantisierten Feldern
prinzipiell dagegen sehen.

...

Lass es mich nochmal umformulieren: Wir wissen, dass die Kopplung der Gravitation an andere Felder in den Einsteingleichungen mehrere Probleme hat
- die Natur ist in weiten Bereichen quantenmechanisch, die Einsteingleichungen jedoch rein klassisch
- die Einsteingleichungen sagen Singularitäten vorher, die wir aus mathematischen und physikalischen Gründen ablehnen
- die Kopplung des klassischen Gravitationsfeldes an Quantenfelder ist unvollständig bis inkonsistent
- insbs. haben wir damit keine Lösung für die Thermodynamik Schwarzer Löcher, Informationsverlust, Hawkingstrahlung
- das habe ich insgs. zusammengefasst zu Inkonsistenz der Wechselwirkung des Gravitationsfeldes mit quantisierten Feldern.
Gruß
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Re: LQC is dead

Beitrag von Fuzzlix » 5. Aug 2013, 09:41

tomS hat geschrieben:Weil wir davon ausgehen, dass in der Natur keine Singularitäten existieren, und weil die drei o.g. Punkte [ergänzt]
- (mathematische und physikalische) Unvollständigkeit der ART an Singularitäten ...
Ja, auch meiner Ansicht nach existieren Singularitäten nicht. Aber warum soll ich sie deshalb aus den Formulierungen heraus halten? Wenn ich von einem Anfang von allem ausgehen möchte, an dem wirklich nichts existierte, so sollte ich doch froh sein, wenn ich ein Formelwerk (ART) habe was unsere Realität in Bezug auf dieses Nichts (Anfangssingularität) definiert?

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Re: LQC is dead

Beitrag von tomS » 5. Aug 2013, 09:55

Hast du die anderen Punkte gelesen?
tomS hat geschrieben:Singularitäten sind da in jeder Hinsicht zweitrangig. Die Motivation für eine Quantengravitation ist tiefgehender und umfassender (Singularitäten sind ein Teilaspekt).
Meine Antwort von oben.
tomS hat geschrieben:Lass es mich nochmal umformulieren: Wir wissen, dass die Kopplung der Gravitation an andere Felder in den Einsteingleichungen mehrere Probleme hat
- die Natur ist in weiten Bereichen quantenmechanisch, die Einsteingleichungen jedoch rein klassisch
- die Kopplung des klassischen Gravitationsfeldes an Quantenfelder ist unvollständig bis inkonsistent
- insbs. haben wir damit keine Lösung für die Thermodynamik Schwarzer Löcher, Informationsverlust, Hawkingstrahlung
- das habe ich insgs. zusammengefasst zu Inkonsistenz der Wechselwirkung des Gravitationsfeldes mit quantisierten Feldern.
Gruß
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Re: LQC is dead

Beitrag von tomS » 5. Aug 2013, 10:05

Weil die ART die Theorie ist, die rein klassisch die Gravitation (nach allem was wir wissen) korrekt beschreibt. Und weil es bisher immer so war, dass die Qantisierung einer bekannten und bestätigten klassischen Theorie weiterhilft (es gibt allerdings tatsächlich Erweiterungen zur ART, z.B. ECT, f(R), TeVeS u.v.a.m., die ebenfalls betrachtet und quantisiert werden)

http://en.wikipedia.org/wiki/Category:T ... ravitation

Die ART ist eben die minimal notwendige und einfachste Theorie zur Gravitation (aber es gibt durchaus Kritiker, die die ART als Sackgasse betrachten, insbs. Strings, auch SUGRA)
Gruß
Tom

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Re: LQC is dead

Beitrag von Fuzzlix » 5. Aug 2013, 10:09

tomS hat geschrieben:Lass es mich nochmal umformulieren: Wir wissen, dass die Kopplung der Gravitation an andere Felder in den Einsteingleichungen mehrere Probleme hat
- die Natur ist in weiten Bereichen quantenmechanisch, die Einsteingleichungen jedoch rein klassisch
Damit hat die ART Erklärungsbedarf - wir müssen sie herleiten. Einverstanden.
tomS hat geschrieben:- die Kopplung des klassischen Gravitationsfeldes an Quantenfelder ist unvollständig bis inkonsistent
Wäre die Frage eines Laien: Was sind Quantenfelder und wo treten sie in den Modellen auf?
tomS hat geschrieben:- insbs. haben wir damit keine Lösung für die Thermodynamik Schwarzer Löcher, Informationsverlust, Hawkingstrahlung
Wenn wir wirklich mit nichts anfangen wollen, dann gibt es auch noch keine Information(en) Selbst den Begriff "Information" müssen wir somit erst einmal herleiten und bestimmen. Wenn nun also Informationen entstehen können, wie wir wissen, warum sollten Informationen nicht auch (zumindest für uns) wieder vergehen können?

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Re: LQC is dead

Beitrag von tomS » 5. Aug 2013, 10:31

Fuzzlix hat geschrieben:Wäre die Frage eines Laien: Was sind Quantenfelder und wo treten sie in den Modellen auf?
Quantenfelder sind das Ergebnis der Qantisierung von klassischen Feldtheorien, also Feldoperatoren in Quantenfeldtheorien (QFT) wie QED, QCD, ... Die Einsteingleichung besagt, dass Felder (bzw. der aus ihnen konstruierte Energie-Impuls-Tensor) die Raumzeitkrümmung versucht. Aber im Rahmen von QFTs ist auch dieser Tensor ein Operator. Die Einstein-Gleichung

Einstein-Tensor = Energie-Impuls-Tensor

muss also für Qantenfelder umgeschrieben werden, entweder zu

1) Einstein-Tensor = klassischer Erwartungswert des quantisierten Energie-Impuls-Tensor

oder

2) quantisierter Einstein-Tensor = quantisierter Energie-Impuls-Tensor

(1) ist mathematisch inkonsistent (das musst du mir glauben, ich kann aber auch Artikel suchen, die das beweisen), (2) entspricht der Idee der Quantengravitation.
tomS hat geschrieben:- insbs. haben wir damit keine Lösung für die Thermodynamik Schwarzer Löcher, Informationsverlust, Hawkingstrahlung
Wenn wir wirklich mit nichts anfangen wollen, dann gibt es auch noch keine Information(en) Selbst den Begriff "Information" müssen wir somit erst einmal herleiten und bestimmen.[/quote]
Wir können uns da auf die QM zurückziehen.

Der Widerspruch sieht wie folgt aus:
Im Rahmen der QM /QFT gilt eine unitäre Zeitenewicklung, die sogenannte reine Zustände wieder in reine Zustände überführt.
Die aus einem SL entweichende Hawkingstrahlung entspricht aber einem thermischer, d.h. gemischten Zustand.
D.h. dass das SL (die ART) die unitäre Zeitentwicklung der QFT zerstört (zerstören würde, wenn wir das glauben würden).
Umgangssprachlich formuliert wird die Information, die in den Mikrozuständen der Quantenfelder vor dem Kollaps enthalten ist vernichtet, da nach dem Kollaps nur ein rein thermischer Zustand existiert. Dieser kann vereinfacht gesagt durch zwei Parameter Masse M ~ 1/T sowie Drehimpuls J des SLs charakterisiert werden, kann also nicht den vielen möglichen Mikrozuständen des Sterns vor dem Kollaps Rechnung tragen.
Wir sind also gezwungen, entweder die unitäre Zeitentwicklung oder die ART zu opfern. Die Physiker sind heute der Ansicht, dass die QFT zusammen mit einer geeigneten QG die Unitarität rettet, dass also die klassische ART quantisiert werden muss (siehe dazu die Wette zwischen Hawking und Susskind).

Alle Ansätze zur Beschreibung von SLs im Rahmen von QGs führen zu quantenmechanischen Entsprechungen von SLs, die nicht-singulär sind, die entsprechene Mikrozustände des Gravitationsfeldes tragen und somit die Unitarität prinzipiell bewahren, und die entsprechende Korrektun der Hawkingstrahlung vorhersagen, so dass auch diese entsprechende Mikrozustände trägt.

Wichtig dabei ist die Erkenntnis, dass hier nicht einfach die zentrale Singularität durch ein kleines Quantenobjekt ersetzt wird, sondern dass das SL in seiner Gesamtheit bis zum Ereignishorizont zu einem makroskopischen Quantenobjekte wird.

Siehe dazu die Bekenstein-Hawking Entropie, das Fuzzball-Modell der Stringtheorie sowie entsprechende Modelle im Rahmen der LQG

http://en.wikipedia.org/wiki/Black_hole ... on_paradox
http://en.wikipedia.org/wiki/Black_hole_thermodynamics
http://en.wikipedia.org/wiki/Hawking_radiation
http://en.wikipedia.org/wiki/Fuzzball_(string_theory)
http://en.wikipedia.org/wiki/Loop_quant ... le_entropy

Ich denke, die Physiker sind sich heute nicht einig, auf welchem genauen Wege (Strings, LQG, ...) man die Lösung dieser Widersprüche zwischen ART und QFT findet, aber über die grundsätzlichen Probleme und Motivationen sowie die grobe Richtung sind sie sich weitgehend einig: Vermeidung des Paradoxons des Informationsverlustes, Quantisierung des Gravitationsfeldes, unitäre Dynamik, ART als klassischer Grenzfall einer QG
Gruß
Tom

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Re: LQC is dead

Beitrag von deltaxp » 12. Aug 2013, 17:32

positive hat geschrieben:Ich will speziell nur auf Singularitäten hinaus, die anderen Gründe kann ich jetzt nicht beurteilen. Sieh es mal so. Wenn du die Singularität "abgeschafft" hast, dann hast du das Ende abgeschafft. Wenn du dich aber im Universum ein bißchen umschaust dann siehst du solche Prozesse wie Geburt und Tod eines Sterns, also Anfang und Ende. Dann hat man keinen Sinn, welchen Sinn ergibt ein Universum von dem man keine Ahnung hat warum speziell bei der LQC "bounct" und vor allem wie lange schon? Das ist keine wirkliche Antwort, genausogut kann man eine andere Version des Universums nehmen...

gruß
positive
singularitäten bedeuten nicht definierte zustände in der theorie. eine theorie verliert damit jegliche vorhersagkraft in diesem zustand. eine beliebige ursache kann eine beliebige wirkung hervorrufen. salopp gesagt, aus der singularität können rosa elefanten, fliegende kühlschränke, tiefhängende wattegradienten, gefrorene feuerbälle, aus wasser wein machen (hust) und so weiter hervorquellen. die theorie verliert ihren determinismus. all dies wird in der natur nicht beobachtet. nach allem wissen gilt in der natur das kausalitätsprinzip, der determinismus. jede wissenschaftliche theorie beruht darauf. lässt man singularitäten zu, verlässt man den determinismus und die erklärbarkeit, ergo auch die wissenschaft. kannst du machen, aber das ist dann metaphysik und esotherik und keine physik als naturwissenschaft. deswegen ist eine physikalische theorie mit physikalischen singularitäten nicht vollständig sondern hat offensichtlich eine gültigkeitsgrenze.

ps: in der art rettet man sich zumindest etwas mit der sogenannten kosmischen zensur, dass eine singularität immer von einem ereignishorizont umgeben ist und somit keinen kausalen zusammenhang aussen sehen kann, so nachdem motto: vielleicht tanzen ja in einem schwarzen loch rosa elefanten den discofox, aber wir werden es nie sehen können. aber die kosmische zensur ist soweit ich weiss nur ein theorem und es ist nicht bewiesen dass eine singularität von einen ereignishorizont immer umgeben sein muss, und b ist es unbefriedigend, da bis auf die singularität selbst innerhalb eines schwarzen loches die art ganz normal den die raumzeit beschreibt.

so seh ich das
Zuletzt geändert von tomS am 12. Aug 2013, 17:42, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat geändert; war von positive, nicht von TomS

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Re: LQC is dead

Beitrag von tomS » 12. Aug 2013, 17:44

Zustimmung zu deltaxp!

Anmerkung / Korrektur zu
deltaxp hat geschrieben:aber die kosmische zensur ist soweit ich weiss nur ein theorem und es ist nicht bewiesen dass eine singularität von einen ereignishorizont immer umgeben sein muss, und b ist es unbefriedigend, da bis auf die singularität selbst innerhalb eines schwarzen loches die art ganz normal den die raumzeit beschreibt.
Es handelt sich um ein unbewiesenes Postulat, kein Theorem.

Und es gibt explizite Gegenbeispiele, nämlich Lösungen mit nackten Singularitäten ohne EH, z.B. in der Kerr-Metrik.
Gruß
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Re: LQC is dead

Beitrag von deltaxp » 12. Aug 2013, 17:52

tomS hat geschrieben:Zustimmung zu deltaxp!

Anmerkung / Korrektur zu
deltaxp hat geschrieben:aber die kosmische zensur ist soweit ich weiss nur ein theorem und es ist nicht bewiesen dass eine singularität von einen ereignishorizont immer umgeben sein muss, und b ist es unbefriedigend, da bis auf die singularität selbst innerhalb eines schwarzen loches die art ganz normal den die raumzeit beschreibt.
Es handelt sich um ein unbewiesenes Postulat, kein Theorem.

Und es gibt explizite Gegenbeispiele, nämlich Lösungen mit nackten Singularitäten ohne EH, z.B. in der Kerr-Metrik.
ich mein sowas wie ne annahme, mir fiel das wort grad nicht ein und wenn es sogar lösungen ohne horizont gibt unterstreicht es die unvollständigkeit nur noch mehr

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Re: LQC is dead

Beitrag von tomS » 12. Aug 2013, 23:47

deltaxp hat geschrieben:ich mein sowas wie ne annahme, mir fiel das wort grad nicht ein und wenn es sogar lösungen ohne horizont gibt unterstreicht es die unvollständigkeit nur noch mehr
Ja
Gruß
Tom

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Re: LQC is dead

Beitrag von deltaxp » 13. Aug 2013, 11:05

positive hat geschrieben:Du verstehst mich miss. Sieh es mal von der praktischeren Seite her: Der Tod. Das ist/wird dein letztes Erlebnis in dieser Welt sein. Nun hast du sicher schon mal davon gehört, der Tunnel, das Licht am Ende, usw... Wie auch immer, Tatsache ist jedoch, das hat mit dieser Welt nichts zu tun. Das betrifft höchstens noch deine Seele. Bis zu diesem Erlebnis/Naturereignis kann man ja alles schön beschreiben, danach nicht mehr. Verstehst du? Es ist widersprüchlich, wenn man sagt, es gibt ein Ende bzw. eine Singularität und dann aber gleichzeitig das (im Universum) verleugnet. Mehr habe ich nicht gesagt. Ich habe ja nicht gesagt, was eine Singularität ist bzw. was dadrine passieren soll, das tun Physiker soweit ich das verstanden habe. ;)


gruß
positive
das wird mir jetzt in der tat zu metaphysisch. was hat die endlichkeit das individuelle leben mit dem gültigkeitsbereich einer theorie zu tun oder mit singularität und universum verleugnen zu tun. auch wenn newton und einstein, born, dirac und feynman und wie sie alle heissen schon lange tod sind, werden ihre theorien im rahmen ihrer gültigkeit weiterhin angewendet. der tod eines individuums und sein persönliches erleben oder nicht erleben hat damit nun rein. wir menschen haben die fähigkeit erworben nicht nur die natur zu erkennen und zu beschreiben, sondern das wissen auch extern zu speichern, so dass es trotz der endlichkeit des individuums erhalten bleibt.

das individuelles (komplexes) leben (noch) endlich ist, ist eine folge der evolution, was wahrscheinlich energetisch günstiger ist in der umwelt zu agieren und sich auf veränderliche umwelteinflüsse anzupassen als mit einem unsterblichen indivduum (das braucht eine höheren anteil derzur vefügung stehenden resourcen um sich selbst zu reparieren UND seinen geno und phänotyp zu verändern um sich anzupassen und dabei seine funktion ständig zu erhalten. der aufwand ist im vergleich zum generationswechsel viel viel höher und hat sich daher nicht entwickelt). information wird auch im tierreich weiterggeben und hängt nicht von der endlichkeit des individuums ab. ja das ganze leben an sich ist letztlich nichts weiter als informationsübertragung (dns, verhaltensweisen, jagdmethoden, kultur, wissen, bei uns menschen halt auch über externe abspeicherungen).

mehr kann ich dazu nicht beitragen, positive. deine letzten beiträge zu diesem thema haben für mich mehr philosophischen charakter denn naturwissenschaftlichen. damit kann ich leider nicht dienen.

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Re: LQC is dead

Beitrag von seeker » 13. Aug 2013, 13:02

@positive:
Die Verständigungsschwierigkeiten liegen vielleicht darin begründet, was eine naturwissenschaftliche Theorie bzw. eine physikalische Theorie eigentlich ausmacht und was die Naturwissenschaft (im Konsens der allermeisten Wissenschaftler) eigentlicht will bzw. was ihre Zielsetzung ist - und was nicht?

Was meinst du, wie sich das verhält bzw. verhalten sollte?

Grüße
seeker
Grüße
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Mache nie eine Theorie zu DEINER Theorie!
Denn tut man das, so verliert man zumindest ein Stück weit seine Unvoreingenommenheit, Objektivität.

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Re: LQC is dead

Beitrag von deltaxp » 19. Aug 2013, 13:22

positive hat geschrieben: Ich erkläre dir was man in der Natur beobachtet, was hat das mit Metaphysik zu tun? Der Tod ist ein Ende, so ähnlich wie eine Singularität.
auf jedenfall nicht so wie eine singularität. der tod hat aus objektiver sicht nichts singuläres an sich. und ausserdem was heist tod, stirbt ein elektron aus deinem körper, nein, ein proton ? nein, ein molekül ? nein. tod heisst das ende der informationsverarbeitung (packe ich mal stoffwechsel mit rein, es geht dort letzlich auch um information) für das betrachte offene dissipative nichtgleichgewichtssystem. aber vom äusseren standpunkt aus betrachtet ändert sich nur die erscheinungsform der materie und die systemgrenzen, aus quantenmechanicher sicht gehen nicht mal die informationen verloren sondern "wandert ab" durch die verschränkung mit der umgebung, was lokal, als das was das leben bezeichnete offene dissipative nichtgleichgewichtssystem zur entropiezunahme auf das niveau seiner umgebung führt (das unterystem wird teil des umgebungssystems). aber was singuläres kommt aus objektiver sicht nicht vor, nur aus subjektive (nämlich dein erleben), aber naturwissenschaft betrachtet objektive realität und nicht subjektive.

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Re: LQC is dead

Beitrag von deltaxp » 19. Aug 2013, 16:56

positive hat geschrieben: Aus objektiver Sicht endet an einem SL oder am Urknall für jeden die Information... Was willst du mit dem Photon ohne den Urknall?
und genau darum geht es in modernen theorien, dass die information insgesamt eben NICHT verloren geht (unitarität) und das deswegen eine singularität in einer theorie (also eine echte, die sich nicht wegtransformieren lässt) nicht zulässig ist, da sie dieses verletzt. genau das will ich damit sagen, wie du eben selber erkannt hast.

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Re: LQC is dead

Beitrag von deltaxp » 20. Aug 2013, 11:17

nein ist der tod nicht, aus objektiver sicht entwickelt sich dein quantenzustand unitär und verschränkt sich durch dekohärenz mit der umgebung, sei es durch verwesung, verbrennung oder was auch immer. die information bleibt erhalten nur eben weit verteilt über das universum. in deinem niederentropischen lebenden zustand ist die information sozusagen konzentriert auf deinen körper, im toten zustand verteilt sie sich sozusagen auf die umgebung, aber erhalten bleibt sie. das ist die objektive sicht, aus subjektiver sicht, nämlich aus der des dissipativen nichtgleichgewichtssystem verschwindet sie, weil sie wie gesagt in die umgebung abwandert und lokal (das system) sozusagen aufhört zu existieren.

es ist also weniger die frage nach objektiv und subjektiv, stelle ich fest, sondern nach global (QM ist nicht-lokal) und lokal.

das mit den photonen und urknall weiss ich nicht worauf das hinauslaufen sollte. wenn der urknall wie man annimmt ein physikalisch definierter prozess sein soll und die qm fundamental ist, gilt auch diesbezüglich die unitarität sowohl für den materiezustand zum zeitpunkt des urknalls, wie auch für den daraus entwickelten, einschliesslich der photonen zu einem späteren zeitpunkt.

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Re: LQC is dead

Beitrag von deltaxp » 20. Aug 2013, 17:09

ich rede von information im sinne der quantenmechanik, also quantenzustände und deren unitäre entwicklung gemäss der schrödingergleichung, und die qm ist nicht-lokal. du redest von subjektiver informationsverarbeitung. ich fürchte, wir reden da einfach aneinander vorbei. ich kann dazu kaum mehr sagen.

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