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Private bemannte Raumfahrt, Weltraumtourismus

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Private bemannte Raumfahrt, Weltraumtourismus

Beitrag von Frank » 11. Jul 2021, 21:09

Der britische Unternehmer Richard Branson ist mit seinem eigenen Raumschiff »VSS Unity« laut mancher Definition in den Weltraum geflogen. Auch die Landung war erfolgreich. Damit liegt er im Weltraumtourismus-Wettrennen vorn
https://www.spektrum.de/news/raumfahrt- ... te/1893445

Jetzt werden wir sehen was mit der Raumfahrt passiert, wenn der Wettbewerb losgeht :wink:

https://www.spektrum.de/news/raumfahrt- ... te/1893445

https://www.spektrum.de/news/richard-br ... en/1893007
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Herr5Senf » 12. Jul 2021, 00:09

Was denn für eine Raumfahrt? Ein lokaler Touristenausflug, so'ne Fahrradtour machen wir jedes Wochenende,

aber umweltschonender und sehen mehr- Grüße Dip

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von ralfkannenberg » 12. Jul 2021, 00:15

Irgendetwas habe ich falsch verstanden, denn Elon Musk hat doch schon Astronauten zur ISS und wieder zurück gebracht. Und die fliegt höher als Branson nun geflogen ist ...


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Frank » 13. Jul 2021, 11:54

Es ist der Start in das kommerzielle Weltraumzeitalter.
Und das ist gut so :well:
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Pippen » 13. Jul 2021, 14:10

Vielleicht bringt ja der „Blick von oben“ die Menschen zur Besinnung, den kapitalistischen Raubbau an unserem Planeten zu verringern?

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Herr5Senf » 13. Jul 2021, 14:58

Jawoll, mit kapitalistischen Raketen ins Freizeitvergnügen für Reiche noch oben - ist wie bungeespringen für Arme runter :wc:
kommen ja nur in Höhe der leuchtenden Nachtwolken, der Weltraum ist weiter weg spätestens seit E.Musk kommerziell - Dip

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Frank » 13. Jul 2021, 15:53

Herr5Senf hat geschrieben:
13. Jul 2021, 14:58
Jawoll, mit kapitalistischen Raketen ins Freizeitvergnügen für Reiche noch oben - ist wie bungeespringen für Arme runter :wc:
kommen ja nur in Höhe der leuchtenden Nachtwolken, der Weltraum ist weiter weg spätestens seit E.Musk kommerziell - Dip
https://www.youtube.com/watch?v=WpaJNvSHDA8
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von ralfkannenberg » 13. Jul 2021, 16:08

Frank hat geschrieben:
13. Jul 2021, 15:53
https://www.youtube.com/watch?v=WpaJNvSHDA8
Hach, erinnere mich nicht an die goldenen Zeiten ...

Im Augenblick kämpfe ich beruflich in 2 Projekten, die beide meine Arbeitsleistung zu 100% wollen und nicht bereit sind, Abstriche zu machen, wohl wissend, dass ich mich mit 60 Jahren nicht mehr beruflich verändern kann.

Auch das sind "Früchte" des Kapitalismus :(


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Frank » 13. Jul 2021, 16:24

ralfkannenberg hat geschrieben:
13. Jul 2021, 16:08

Hach, erinnere mich nicht an die goldenen Zeiten ...
Was für goldene Zeiten????????
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von ralfkannenberg » 13. Jul 2021, 18:05

Frank hat geschrieben:
13. Jul 2021, 16:24
Was für goldene Zeiten????????
Massiv besser als (nicht nur) meine aktuelle berufliche Situation, in der die Kollegen wie Zitronen und/oder Apfelsinen ausgequetscht werden.

Und wer es nicht mehr schafft rausfliegt und in die Sozialhilfe abgleitet, aus der man nur in den seltensten Fällen wieder herausfindet.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Herr5Senf » 13. Jul 2021, 18:46

Ich hab nur gute Erinnerungen an meine "goldenen" Zeiten als Student in Moskau, aber richtig goldig wurde es für uns erst nach 1990.

Zurück zum Thema, die Hobbyastronauten haben von der FAA ein extra geschöpftes Astronautenabzeichen bekommen, wie richtige.
Für mich ist aber ein "arbeitender" Astronaut ein ernsthafter Ausbildungsberuf, andere Anforderungen als an "gesunde Weltraumtouristen".
Man erinnere sich bloß an die Diskussion zu Gagarin als erster, der aus Bahn- und Sicherheitsgründen keine ganze Runde fliegen durfte.

T-Shirtausflüge in einer Carbonbüchse sehe ich fahrlässig, sowjetische Sojus-Kosmonauten hatten ohne Druckanzüge ihr Leben gelassen.
Ein angeheirateter Verwandter sucht gerade nach dem möglichen dritten Luftloch in der ISS (Swesda) im Mockup des Moduls in Koroljov.

Auf Twitter wurde spekuliert, ob an SpaceShip2 Strukturschäden zu sehen sind, die Entwicklung hat ja auch 4 vergessene Opfer gefordert.

In Gedenken und mit Bedenken - Dip

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von belgariath » 17. Jul 2021, 11:30

Man kann Branson und sein Hobby nur in jeder Hinsicht verachten, und ich sehe keinen einzigen Grund warum man ihm Anerkennung zukommen lassen sollte.
Ich denke, mit genügend Geld ist es nicht sehr schwierig ein Unternehmen aufzuziehen, das solche Flugzeuge konstruieren und solche Flüge absolvieren kann. Was soll einen also an der Sache beeindrucken?

Der durchschnittliche Ausstoß eines Menschen muss innerhalb der nächsten Jahre auf 2t CO2-äq / a absinken. Dieses Ziel ist nötig um die menschliche Zivilisation zu erhalten. Da ist es einfach nicht drin, solche Spaßausflüge mit gigantischem Fußabdruck zu machen. Unternehmen wie Virgin Galactic, brüsten sich damit innovativ und fortschrittlich zu sein, aber tatsächlich verspotten und verhöhnen sie die Klimaziele.

Das ist meiner Meinung nach ein Projekt, getrieben von Hybris, Maßlosigkeit und Egoismus. Es zeigt dass Branson zutiefst hedonistisch veranlagt ist und die Übernahme von Verantwortung fremd ist. Wer vermögend ist, ist mächtig. Und wer mächtig ist, sollte Verantwortung gegenüber Mitmenschen, der Gesellschaft und der Umwelt übernehmen. Dazu ist Branson offenbar nicht bereit. Im Gegenteil, er setzt sein Geld für persönliche Interessen ein, und nimmt eine maßive Schädigung der Erde billigend in Kauf.

Anmerkung: Branson steht hier als Synonym für alle Milliardäre mit ähnlichen verwerflichen Unternehmen.
Der harmonische Oszillator ist die Drosophila der Physiker (Carsten Honerkamp)
Eine Welle ist, was so wackelt (Andrei Pimenov)
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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Herr5Senf » 17. Jul 2021, 13:35

China hat gestern am Freitag suborbial ein mehrfach verwendbares "Raumschiff" getestet, nähere technische Infos gibt es nicht.
Es dürfte ein "Shuttle" sein, noch ohne Namen, senkrecht gestartet und horizontal auf Alxa Right Banner Badanjilin Airport gelandet.
Gestartet wurde vom Kosmodrom Jiuquan in der Wüste Gobi zugehörig zum Alxa-Bund(Banner) der Inneren Mongolei.

Nicht, daß die auch Touries verwöhnen wollen - Dip

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Herr5Senf » 18. Jul 2021, 22:10

Am Dienstag 20.07. ab 15:00 MESZ startet das nächste Milliardärsabenteuer von Von Jeff Bezos (Amazon) NewShepard.
Mit an Bord über die Karman-Linie wird sein https://de.wikipedia.org/wiki/Wally_Funk eingeladen mit 82 Jahren.
John Glenn war mit 77 Jahren bisher der älteste, Oliver Daemen wird mit 18 (Geschenk von Papa) der jüngste sein.

der 20. Juli ist der Jahrestag der Mondlandung 1969 20:17:40 UTC - Dip

Nachtrag 19.07. livestream https://www.youtube.com/watch?v=tMHhXzpwupU
Nachtrag 20.07. livestream läuft, kurz nach drei soll's losgehen bis in die Thermosphäre, Branson war nur bis zur Mesopause
14:35 Uhr die Schiffsglocke wurde geläutet, 14:47 sie sind eingestiegen und Klappe zu ... T-20 ... Verspätung bis 15:15:20 und los
Grund für die Verspätung: es gab zwei geplante Holds bei T-45 und T-15

erreichte Gipfelhöhe 351.210 Fuß > 107 km, Boosterlandung nach 7:20 min, Kapsellandung nach 10:20 kurzer Spaß

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Hawkwind » 22. Jul 2021, 08:22

belgariath hat geschrieben:
17. Jul 2021, 11:30
Man kann Branson und sein Hobby nur in jeder Hinsicht verachten, und ich sehe keinen einzigen Grund warum man ihm Anerkennung zukommen lassen sollte.
100% d'accor.
Der nächste Hit: Milliardäre einmal zum Mond um dort zu pinkeln und dann zurück. Jedes Medium wird sofort über diese großartige Sensation berichten.

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Frank » 22. Jul 2021, 09:16

Zum Glück gibt es da ganz andere Ansichten :wink:
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Diagnostiker » 22. Jul 2021, 10:03

Frank hat geschrieben:
22. Jul 2021, 09:16
Zum Glück gibt es da ganz andere Ansichten :wink:
Is mir totaaaal egaaal ... :D

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Frank » 22. Jul 2021, 10:09

Diagnostiker hat geschrieben:
22. Jul 2021, 10:03
Frank hat geschrieben:
22. Jul 2021, 09:16
Zum Glück gibt es da ganz andere Ansichten :wink:
Is mir totaaaal egaaal ... :D
Mir nicht, aber ich finde nur noch amüsant, wie sich Teile der Bevölkerung mit Schaum vor dem Mund zu diesem Thema äußern. ;j
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Diagnostiker » 22. Jul 2021, 10:29

Ja, ja, die bösen Milliardäre, die ihr vieles Geld in ein Geschäftsmodell investieren, was nur von zahlungskräftigen Kunden in Anspruch genommen werden kann. Wie kann man nur ...

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Frank » 22. Jul 2021, 11:04

Aber echt..... ;j
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Herr5Senf » 22. Jul 2021, 11:33

Die ersten, die am Weltall geschnuppert haben, waren zwei kleine sowjetische Hunde :cat

Am 22.07.1951 (vor 70J) flogen Dezik und Tsygan mit einer R1-Rakete suborbital bis in 101 km Höhe, wie NewShepard 4 min Schwerelosigkeit.
Der Flug jedes einen Touristen bringt es immerhin auf 5-10 t CO2, die FAA will für's Hobby auch keine Astronautenabzeichen mehr vergeben.

Aber in der Klimadiskussion sind halt nicht alle gleich - Dip

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von belgariath » 22. Jul 2021, 11:43

Es ging mir mir meiner Kritik nicht darum, dass es ein Geschäftsmodell ist, das nur von zahlungskräftigen Kunden in Anspruch genommen werden kann, sondern darum, dass hier öffentlich zur Schau gestellt wird dass für den Spaß einiger weniger die Lebensgrundlage der Menschheit geschädigt wird. Das ist ein kontraproduktives Zeichen und die Anstrengungen den Klimawandel zu begrenzen werden von diesen Leuten verspottet.
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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Frank » 22. Jul 2021, 11:44

Herr5Senf hat geschrieben:
22. Jul 2021, 11:33
Die ersten, die am Weltall geschnuppert haben, waren zwei kleine sowjetische Hunde :cat

Am 22.07.1951 (vor 70J) flogen Dezik und Tsygan mit einer R1-Rakete suborbital bis in 101 km Höhe, wie NewShepard 4 min Schwerelosigkeit.
Der Flug jedes einen Touristen bringt es immerhin auf 5-10 t CO2, die FAA will für's Hobby auch keine Astronautenabzeichen mehr vergeben.

Aber in der Klimadiskussion sind halt nicht alle gleich - Dip
Ah und bei den Hunden damals ist kein CO2(oder sonstige Abgase) emittiert worden? Ach so, dass war ja für ein "höheres" Ziel damals.....
Ich finde es als einen Segen, dass wir nicht alle gleich sind. :wink:
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Frank » 22. Jul 2021, 11:55

belgariath hat geschrieben:
22. Jul 2021, 11:43
Es ging mir mir meiner Kritik nicht darum, dass es ein Geschäftsmodell ist, das nur von zahlungskräftigen Kunden in Anspruch genommen werden kann, sondern darum, dass hier öffentlich zur Schau gestellt wird dass für den Spaß einiger weniger die Lebensgrundlage der Menschheit geschädigt wird. Das ist ein kontraproduktives Zeichen und die Anstrengungen den Klimawandel zu begrenzen werden von diesen Leuten verspottet.
Nö, dass ist höchster Symbolaktionismus von dir, denn der Flug lässt sich an der weltweiten Schadstoffbelastung noch nicht mal messen.
Ist der selbe Mechanismus, der immer einen Kürzung von Politikereinkommen als "Symbol" fordert, wenn es um verordnete Sparmaßnahmen geht.

Das ist als Anfang zu verstehen, denn auch(um mal ein weiteres verteufeltes Fortbewegungsmitttel in Spiel zu bringen) dass Auto war am Anfang ein Spielzeug der Superreichen.
In 50 Jahren wird man unter Umständen seinen Urlaub in einer Umlaufbahn um den Mond verbringen können. Das alles gibt dann wieder einen unglaublichen Technologieschub, weil um das ganze profitabel zu machen Effizienz das Zauberwort ist, sparsamere,bessere und umweltfreundlichere Antriebskonzepte schafft Arbeitsplätze und damit Einkommen und Wohlstand. :)
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Richard Branson kam, flog und siegte

Beitrag von Diagnostiker » 22. Jul 2021, 18:25

Hallo belgariath,
dass hier öffentlich zur Schau gestellt wird dass für den Spaß einiger weniger die Lebensgrundlage der Menschheit geschädigt wird.
Es war schon immer so, dass die Spiele der Reichen kosten- und ressourcenintensiver sind als die Spiele der Ärmeren. Was früher das Treiben bei Hofe in Versailles und anderswo gewesen ist, ist heute das Treiben mit irgendwelchen Raketen und Raumkapseln oder meinetwegen Luxusparties auf Luxusyachten in Übersee - Feuerwerk und Schampusbad im bordeigenen Whirlpool bei laufender Klimaanlage inklusive. Der ganze Zirkus um Formel 1 ist ebenfalls so ein Luxus-Spiel, womit man aber noch eine größere Menge Fans bespaßen und an ihnen eine Menge Geld verdienen kann.

Aber wie hier schon angemerkt wurde: Die Summe macht's, und da fällt die Bilanz zuungunsten der Spiele der Ärmeren aus, die wegen der größeren Menge an Autos, Wohnungsinventar und Konsumaktivitäten den größeren Ausstoß an klimaschädlichen Gasen verursachen als die geringe Menge der Spiele der Reichen, die sich ihren Luxus leisten, weil sie es sich leisten können (und dann auch wollen, um zu zeigen, was man hat und was man kann).

Was also die Schädigung der Lebensgrundlage der Menschheit betrifft, liegt der Ball nicht bei den wenigen Reichen und Mächtigen, die mit ihren Milliarden protzen, sondern bei den vielen Millarden Ärmeren und Machtlosen, die milliardenfach mit ihren wenigen Geldbeträgen ihren mehr oder minder bescheidenen Wohlstand finanzieren und sich eben auch die Dinge kaufen, die sie sich leisten wollen und können (was dann über den Konsum die Wirtschaft am Laufen hält, die diesen Wohlstand generiert).

Um also am richtigen Hebel anzusetzen, muss man das Konsumverhalten der Bevölkerungsmehrheit ändern, was dann über das Prinzip Angebot und Nachfrage auf die Wirtschaft rückkoppelt. Der Staat kann hier gesetzgeberisch regulierend eingreifen, aber dabei das Prinzip der Preisbildung nicht aushebeln, welches sich über das Konsumverhalten reguliert.

Das Problem ist jedoch, dass man Menschen in großem Umfang zwar dirigieren und per Sanktionierungen in eine gewünschte Richtung lenken kann, aber damit nicht die innere Verfasstheit der Menschen ändert, die sich in den Konsumwünschen und dann im Konsumverhalten Bahn bricht. Die Begehrlichkeiten sind ja dennoch vorhanden und drängen - das nötige Kleingeld zur Finanzierbarkeit vorausgesetzt - zur Verwirklichung. Um hier auf Dauer etwas zu bewirken, muss man die freie Marktwirtschaft in eine staatlich gelenkte Planwirtschaft umwandeln, bei der nur dort investiert werden darf, wo staatlicherseits Konsumwünsche vorgegeben werden.

Das widerspricht aber der Verfasstheit der Staaten - zumindest in der westlichen Welt - deren Prosperität auf einer freien Marktwirtschaft basiert. Auch die chinesische Wirtschaft prosperiert nur deswegen, weil es einen Weltmarkt gibt, der liberal geregelt ist und nicht planwirtschaftlich. Darum haben dort die Staatsbetriebe relativ großzügige Freiheiten, gemessen an der kommunistischen Prämisse der Staatsverfassung, die ja eigentlich antikapitalistisch ist. Ohne Kapitalismus geht es also auch in China nicht. Das Gegenbeispiel ist Nordkorea, wo man hin und wieder ebenfalls versucht, über Kooperationen mit Südkorea einen marktwirtschaftlichen Sektor zu etablieren, der an den Weltmarkt angeschlossen ist.

Die wenigen Milliardäre, die Ausflüge in den erdnahen Raum verkaufen und dabei nicht mehr Ressourcen verbrauchen wie z.B. NASA und ESA sowie Rosskosmos im üblichen Betrieb (irgendwoher müssen die vielen Satelliten ja kommen, die uns und den Spionen das Leben erleichtern), stellen da keinen nennenswerten Beitrag zur allgemeinen Klimaerwärmung dar. Das was da relevant ist, ergibt sich aus dem ganz gewöhnlichen Funktionieren von Weltmarkt und Welthandel, an dem wir alle partizipieren, weil wir - jeder für sich - halbwegs gut leben wollen, ohne Not zu leiden.

Und mal im Ernst: Wenn wir es schaffen, bis 2100 unter drei Grad Erwärmung zu bleiben, sind wir gut, denn trotz politisch popularisiertem Klimaschutz steigen die CO2-Emissionen immer noch jährlich auf neue Rekordwerte, so dass sich hier seit rund 50 Jahren (Bericht des Club of Rome) rein gar nichts bezüglich der Reduktion von Treibhausgasen getan hat - im Gegenteil: Der Energiehunger steigt weiter und wird durch erneuerbare Energien in der CO2-Bilanz immer noch nicht kompensiert, geschweige denn reduziert.

Was das betrifft, ist der Zug bereits abgefahren und wir können nur noch sukzessive gegensteuern, wenn es mal wieder ganz schlimm mit der Schadensbilanz durch Wetterkatastrophen gekommen ist, die über Versicherungen und mit Steuergeldern refinanziert werden muss. Irgendwann schlägt das wirtschaftlich so stark zu Buche, dass man sich auf einige Regulierungen einigen wird, aber niemals so, dass dadurch das System aus Weltmarkt und Welthandel nennenswert beeinträchtigt oder gar umgestaltet werden wird.

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