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Reisen schneller als das Licht

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Reisen schneller als das Licht

Beitrag von seeker » 25. Mär 2021, 14:58

Dieses Update zum Konzept 'Warpantrieb' ist interessant:

Reisen schneller als das Licht
https://www.pro-physik.de/nachrichten/r ... -das-licht
Grüße
seeker


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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von Herr5Senf » 25. Mär 2021, 15:25

... das ist drüben schon andiskutiert und "gelöst" :schlau: :compu:
https://www.astronews.com/forum/showthr ... post134767

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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von Diagnostiker » 25. Mär 2021, 16:27

Nur mal nebenbei eine Frage an Herr5Senf:

Geht es eigentlich auch ohne nervige Smileys, wenn Du etwas postest? Der Typ mit dem Schild geht ja noch, aber der Typ daneben, der ständig mit dem Kopf auf die Tischplatte schlägt, versaut alles, obwohl der Post von Dir inhaltlich in Ordnung gewesen ist.

Nur mal als Anregung, darüber nachzudenken, was eventuell zu viel des Guten sein könnte. :)

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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von Herr5Senf » 25. Mär 2021, 17:00

... nun, das Smaili erspart eine ganze Textwand, ich hab doch schon die nervigen Grüße weggelassen :lol: oh, wackelt auch

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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von Diagnostiker » 25. Mär 2021, 17:22

Das Tischplattenklopfersmiley ersetzt eine Textwand? Dann vielleicht doch besser die Textwand. Oh je ...

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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von Frank » 25. Mär 2021, 18:03

Herr5Senf hat geschrieben:
25. Mär 2021, 17:00
... nun, das Smaili erspart eine ganze Textwand, ich hab doch schon die nervigen Grüße weggelassen :lol: oh, wackelt auch
"Drüben"kannst du doch auch ganze Beiträge schreiben? ;j
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von seeker » 25. Mär 2021, 18:06

Herr5Senf hat geschrieben:
25. Mär 2021, 15:25
... das ist drüben schon andiskutiert und "gelöst"
Ich hab nun reingeschaut: Es sieht für mich weder so aus, als ob dort etwas sauber ausdiskutiert worden wäre, noch dass es gelöst worden wär.
Hauptsächlich Geplänkel und Smalltalk, wie mir scheint...
Den wichtigsten Punkt hat Tom dort aber angesprochen:

Diese Warplasenkonzepte kennen wir ja schon länger. Dies hier ist die erste Veröffentlichung, die keine exotischen Energieformen benötigt (die es ja wahrscheinlich oder wenigstens womöglich gar nicht gibt). Deshalb ist die Sache interessant, ein Schritt vorwärts.

Der zweite wichtige Punkt dort, der aber leider nur gestreift wurde, ging um die Frage, warum sich eine Warpblase denn schneller als mt V = c bewegen können soll, wo sich doch auch Gravwellen nur mit V = c bewegen?
Scheints ist das aber rein theoretisch im Prinzip erlaubt, nur reicht das nicht, es braucht dann auch noch einen Mechanismus, um die Blase auch tatsächlich auf V > c zu bringen. Und dieses Problem ist scheints noch ungelöst.
Grüße
seeker


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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von Frank » 25. Mär 2021, 19:42

seeker hat geschrieben:
25. Mär 2021, 18:06

Diese Warplasenkonzepte kennen wir ja schon länger. Dies hier ist die erste Veröffentlichung, die keine exotischen Energieformen benötigt (die es ja wahrscheinlich oder wenigstens womöglich gar nicht gibt). Deshalb ist die Sache interessant, ein Schritt vorwärts.
Das ist für mich das Spektakuläre. Es geht weiter und der interstellare Raumflug ist von seiner Unmöglichkeit ein Stück abgerückt. :beer:
seeker hat geschrieben:
25. Mär 2021, 18:06
Der zweite wichtige Punkt dort, der aber leider nur gestreift wurde, ging um die Frage, warum sich eine Warpblase denn schneller als mt V = c bewegen können soll, wo sich doch auch Gravwellen nur mit V = c bewegen?
Scheints ist das aber rein theoretisch im Prinzip erlaubt, nur reicht das nicht, es braucht dann auch noch einen Mechanismus, um die Blase auch tatsächlich auf V > c zu bringen. Und dieses Problem ist scheints noch ungelöst.
Selbst wenn wir auf annähernd C, ohne Zeitparadoxon, kommen würden, wäre das schon der Hammer schlechthin.
Da wäre die nähere Umgebung der Sonne für einen Menschen erreichbar. (Die Entwicklung bleibt aber auch dann nicht stehen :wink: )
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von seeker » 26. Mär 2021, 05:20

Genau! :well:

Es ist zwar nur ein kleines Schrittchen nach vorne, aber immerhin. Vielleicht geht in der Richtung daher doch noch etwas.
Grüße
seeker


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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von Skeltek » 29. Mär 2021, 03:27

seeker hat geschrieben:
25. Mär 2021, 18:06
Der zweite wichtige Punkt dort, der aber leider nur gestreift wurde, ging um die Frage, warum sich eine Warpblase denn schneller als mt V = c bewegen können soll, wo sich doch auch Gravwellen nur mit V = c bewegen?
Scheints ist das aber rein theoretisch im Prinzip erlaubt, nur reicht das nicht, es braucht dann auch noch einen Mechanismus, um die Blase auch tatsächlich auf V > c zu bringen. Und dieses Problem ist scheints noch ungelöst.
Etwas, das 10 Lichtjahre entfernt ist, hat mindestens 10 Jahre Zeitvorsprung. Es gibt zwei kasuale Barrieren, die vermutlich unüberwindbar sind: Erstens das 'Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit', welches einem gleichzeitigen Existieren an unterscheidlichen Orten entspricht bzw dieses ermöglicht. Und noch eine weitere, die das gleichzeitige Existieren am selben Ort durch 'Zeitreisen' ermöglicht.

Das Interessante ist, daß es sich um zwei eng verwobene aber vermutlich unterschiedliche Ereignishorizonte handelt. Vielleicht wird man ja in ferner Zukunft nach dem Lösen des gemutmaßten Mysteriums der Hawking-Strahlung einen ähnlichen Effekt für diese kausalen Barrieren postulieren/entdecken, was implizieren würde, daß sich potentiell zukünftige Ereignisse auch auf vorherige Geschehnisse auswirken können, sodaß man die Vergangenheit nicht ändern kann, aber die Gegenwart durch eine Art Rückkopplung aktiv aus den Möglichkeiten der Zukunft auswählt.
Wenn Strahlung aus einem SL entgegen der Richtung des EHs entkommen kann, wieso sollte es dann nicht auch etwas geben, was sich auf ähnliche Weise durch den kausalen Horizont der 'Gegenwart' hindurch auf die Vergangenheit auswirkt?
Man sollte hier aber nicht Erwarten, daß Reisen in die Vergangenheit dadurch automatisch möglich würde. So wie Materie nur in Form von Hawking-Strahlung das SL verlassen kann, so wäre ein Rückwirken der Zukunft auf die Gegenwart auch nur eher passiver Natur ohne tatsächlich Objekte aus der Zukunft in die Vergangenheit bewegen zu können.

Hmm, das ist mal echt schwer nachvollziehbar geschrieben... ich hoffe es ist halbwegs nachvollziehbar, was ich meine.
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  • Widersprüchlich - Dieser Satz ist falsch.

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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von deltaxp » 29. Mär 2021, 15:01

seeker hat geschrieben:
25. Mär 2021, 18:06
Der zweite wichtige Punkt dort, der aber leider nur gestreift wurde, ging um die Frage, warum sich eine Warpblase denn schneller als mt V = c bewegen können soll, wo sich doch auch Gravwellen nur mit V = c bewegen?
Scheints ist das aber rein theoretisch im Prinzip erlaubt, nur reicht das nicht, es braucht dann auch noch einen Mechanismus, um die Blase auch tatsächlich auf V > c zu bringen. Und dieses Problem ist scheints noch ungelöst.
Das kann dir vielleicht tom beantworten. Ich vermute, dass es ähnlich ist wie mit dem inflationären universum, jenseits der hubblesphäre entfernen sich de objekte scheinbar auch mit überlichtgeschwindigkeit von uns, lokal aber natürlich nicht, weil es die grundsätzliche raumzeit-struktur an sich ist. gravitationswellen auf dieser inflatinoären raumzeitstruktur gehorchend er wellengleichung und bewegen sich mit c. die warpblase ist dann auch sowas wie eine globale vorgegebene raumzeit-struktur (inflation hinten, kontraktion vorne). lokal bleibt alles <=c, und auf dieser globalen warp-blasen raumzeit-struktur würden sich gravitationswellen eben auch nur mit lichtgeschwindigkeit lokal bewegen. Das ist eben der Trick bei der ART nichts ist schneller als licht, ausser man versteht unter "nichts" ist die raumzeit selber :)

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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von seeker » 29. Mär 2021, 15:59

Ja das schon. Dennoch reicht die asymmetrische Blase mit dem Raumschiff drinnen alleine nicht aus, die Blase muss sich auch noch selber bewegen. Und zwar so, dass sie sich für einen entfernen Beobachter mit >c bewegt. Und dazu müsste man sie eben erst einmal bringen. Soweit ich den Artikel verstanden habe, ist das ein Problem, das man noch lösen muss. Aber klar, eins nach dem anderen... :)
Grüße
seeker


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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von Frank » 30. Mär 2021, 09:51

seeker hat geschrieben:
29. Mär 2021, 15:59
Ja das schon. Dennoch reicht die asymmetrische Blase mit dem Raumschiff drinnen alleine nicht aus, die Blase muss sich auch noch selber bewegen. Und zwar so, dass sie sich für einen entfernen Beobachter mit >c bewegt. Und dazu müsste man sie eben erst einmal bringen. Soweit ich den Artikel verstanden habe, ist das ein Problem, das man noch lösen muss. Aber klar, eins nach dem anderen... :)
Also ich habe das beim WARP-Antrieb immer so verstanden, dass der Raum in die Flugrichtung verkürzt wird und nach hinten gestreckt.
Die Überwindung riesiger Entfernungen in einer bestimmten Zeit, könnte man zwar als Geschwindigkeit definieren, aber es ist im Grunde nicht das klassische Beschleunigen und Abbremsen.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von seeker » 30. Mär 2021, 12:43

Frank hat geschrieben:
30. Mär 2021, 09:51
Also ich habe das beim WARP-Antrieb immer so verstanden, dass der Raum in die Flugrichtung verkürzt wird und nach hinten gestreckt.
Das schon. Und das hat ja auch Ähnlichkeit mit einer Halbwelle bei Gravitationswellen.
Frank hat geschrieben:
30. Mär 2021, 09:51
Die Überwindung riesiger Entfernungen in einer bestimmten Zeit, könnte man zwar als Geschwindigkeit definieren, aber es ist im Grunde nicht das klassische Beschleunigen und Abbremsen.
Ich halte mich da an den entfernten Beobachter: Für den muss es so aussehen, dass die Warpblase mit dem was drinne ist, in weniger als 1 Jahr eine Entfernung von 1 LJ zurücklegt, sonst ist es keine echte Überlichtgeschwindigkeit.

Dass der bewegte Beobachter eine Entfernung von z.B. 4,3 LJ in weniger als 4,3 Jahren Eigenzeit nach Alpha Centauri zurücklegen kann, das geht ja auch schon ohne Warpblase, einfach per Dilatationen der SRT, bei relativistischen Geschwindigkeiten nahe c, aber kleiner c.
Grüße
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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von Frank » 30. Mär 2021, 12:56

seeker hat geschrieben:
30. Mär 2021, 12:43

Ich halte mich da an den entfernten Beobachter: Für den muss es so aussehen, dass die Warpblase mit dem was drinne ist, in weniger als 1 Jahr eine Entfernung von 1 LJ zurücklegt, sonst ist es keine echte Überlichtgeschwindigkeit.

Dass der bewegte Beobachter eine Entfernung von z.B. 4,3 LJ in weniger als 4,3 Jahren Eigenzeit nach Alpha Centauri zurücklegen kann, das geht ja auch schon ohne Warpblase, einfach per Dilatationen der SRT, bei relativistischen Geschwindigkeiten nahe c, aber kleiner c.
Der bewegte Bobachter wird da ein anderes Bild haben, aber das entspricht nicht der Realität. (Für ihn wird das Raumschiff in der Warpblase verschwinden und er sieht gar nichts mehr)
Wenn ich eine Strecke von 100 m habe und "verkürze " mir diese auf 5m, weil ich den Weg "abkürze"(Blatt Papier zusammen schieben), dann schaffe ich diese Entfernung in 5 % der Zeit.
Das Licht braucht natürlich solange für diese Strecke, wie das Licht eben braucht. (es kürzt ja nicht ab.)
Des Wegen ist da ja auch so attraktiv, da man ja auch nicht schneller als sein eigenes Licht "fliegt", sondern alles mit nimmt und durch die Abkürzung schneller am Ort ist.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von seeker » 30. Mär 2021, 13:09

Frank hat geschrieben:
30. Mär 2021, 12:56
Der bewegte Bobachter wird da ein anderes Bild haben, aber das entspricht nicht der Realität. (Für ihn wird das Raumschiff in der Warpblase verschwinden und er sieht gar nichts mehr)
Ich gehe so etwas pramgmatisch an, um solche Dinge zu umschiffen, die die eigentliche Frage m.E. nur verkomplizieren:

Nehmen wir an, du hättest so ein Warpraumschiff und befändest dich gerade auf einer Erdumlaufbahn.
Und du hast nun eine einfache Aufgabe: Fliege nach Alpha Centauri und nimm dort eine Gesteinsprobe von einem dortigen Asteroiden und bringe sie zur Erde! Die einfache Wegstrecke ist etwa: 4,3 Lichtjahre.

Einfache Frage:
Kannst du diese Aufgabe in weniger als 8,6 Jahren Erdzeit erledigen oder kannst du das nicht?

Wenn du das kannst, dann bist du mit >c gereist und jeder wird zugeben, dass du ein überlichtschnelles Raumschiff hast, wenn nicht, nicht.
Grüße
seeker


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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von deltaxp » 30. Mär 2021, 14:55

das eigentlich interessante an dem artikel ist, dass hier erstmals rechnungen zu einer warp-blase (soliton dort genannt) ohne exotische negative energie sondern mit positiver energie gezeigt wurden. klar der verbrauch ist emmens (100 m warpblases 10 jupiter massen oder so stand da), aber es geht erstmal um prinzip. das jedenfalls ist weitaus praktikabler, weil man an negativer energie mit derzeitigen methoden nur über quantenprozesse ran kommt (casimir effect) halt viel zu wenig für praktische zwecke. Mal schauen wies da weitergeht ob man zu energiebereichen kommen kann, die eventuell mikroskopische (nicht quanten-mikroskopisch gemeint, sondern evtl so nm-µm bereich) laborversuche zumindest erstmal theoretisch ermöglichen können. (ich vermute das zweite praktische problem, wie man die energie so fokussieren kann, wie für die warpblasen-geometrie notwendig wird bestehen bleiben)

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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von tomS » 30. Mär 2021, 15:55

seeker hat geschrieben:
25. Mär 2021, 18:06
Der zweite wichtige Punkt ... ging um die Frage, warum sich eine Warpblase denn schneller als mt V = c bewegen können soll, wo sich doch auch Gravwellen nur mit V = c bewegen?
Es ist ein grundlegender Fehler, zu meinen, da bewege sich überhaupt irgendetwas. Dass sich Gravitationswellen mit v = c auf der Raumzeit bewegen, ist lediglich ein Artefakt der gedanklichen Zerlegung in „Hintergrundraumzeit“ und „darauf propagierender Störung“. Für den Warpantrieb muss man sich davon verabschieden, dass eine derartige Zerlegung sinnvoll ist; damit verschwindet auch diese „Bewegung“.
Gruß
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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von Frank » 30. Mär 2021, 18:00

tomS hat geschrieben:
30. Mär 2021, 15:55

Es ist ein grundlegender Fehler, zu meinen, da bewege sich überhaupt irgendetwas. Dass sich Gravitationswellen mit v = c auf der Raumzeit bewegen, ist lediglich ein Artefakt der gedanklichen Zerlegung in „Hintergrundraumzeit“ und „darauf propagierender Störung“. Für den Warpantrieb muss man sich davon verabschieden, dass eine derartige Zerlegung sinnvoll ist; damit verschwindet auch diese „Bewegung“.
Dan liege ich wohl nicht ganz falsch..... :wink:
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von Frank » 30. Mär 2021, 18:19

seeker hat geschrieben:
30. Mär 2021, 13:09


Einfache Frage:
Kannst du diese Aufgabe in weniger als 8,6 Jahren Erdzeit erledigen oder kannst du das nicht?

Wenn du das kannst, dann bist du mit >c gereist und jeder wird zugeben, dass du ein überlichtschnelles Raumschiff hast, wenn nicht, nicht.
Man sollte sich davon verabschieden, beim Warp-Antrieb die Relation zu C zu suchen. Das ist nicht der richtige Weg. Man addiert auch nicht die Geschwindigkeit von zwei Zügen, die mit Lichtgeschwindigkeit aneinander vorbeifahren, was man unterhalb von dieser aber tut.
Es geht m.E. nicht darum, ob du nun schneller als das Licht an einem Ort X bist, sondern wie viel Zeit das du dafür brauchst.
Und ja, bist du schneller dort, als das Licht, dann könnte man das wohl als > C bezeichnen, aber es hat halt nicht direkt etwas miteinander zu tun.
Es geht um die Zeit, die ja in der Warpblase auch nicht anders vergeht, wie für uns hier.
Wenn du also zu Alpha Centauri und wieder zurück 2 Jahre brauchst(inkl. Forschung), dann hast du das eben in zwei Jahren geschafft und es ist völlig unerheblich, ob du nun mit 5-facher Lichtgeschwindigkeit(im Vergleich) geflogen bist, oder nicht.
Man muss hier anders denken, als bei der reinen Beschleunigung.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von seeker » 30. Mär 2021, 23:22

tomS hat geschrieben:
30. Mär 2021, 15:55
Es ist ein grundlegender Fehler, zu meinen, da bewege sich überhaupt irgendetwas. Dass sich Gravitationswellen mit v = c auf der Raumzeit bewegen, ist lediglich ein Artefakt der gedanklichen Zerlegung in „Hintergrundraumzeit“ und „darauf propagierender Störung“. Für den Warpantrieb muss man sich davon verabschieden, dass eine derartige Zerlegung sinnvoll ist; damit verschwindet auch diese „Bewegung“.
Dieses Artefakt messen wir aber... mit der erwarteten Zeitverzögerung, also ist da auch Bewegung, was sonst?
Aber OK, bei der Warpblase mag das anders sein, dennoch befindet sich das Raumschiff ja dennoch immer irgendwo klar definiert in der Raumzeit, an einem Ort zu einem Zeitpunkt, und nahe außen rum muss die Blase sein, also haben beide eine Geschwindigkeit.
Frank hat geschrieben:
30. Mär 2021, 18:19
Es geht m.E. nicht darum, ob du nun schneller als das Licht an einem Ort X bist, sondern wie viel Zeit das du dafür brauchst.
Für alle praktischen Zwecke ist es primär wichtig wie lange du brauchst, um von Alpha Cenaturi den Stein zu holen (was ja nur ein Beispiel für alle möglichen praktischen Zwecke ist), erst sekundär spielt es da dann noch eine Rolle, wie viel Eigenzeit dabei bei dir vergeht. Wenns noch kürzer wär, dann wunderbar, wenn viel länger, dann wär halt blöd und wir würden lieber eine automatische Sonde schicken oder dich einfrieren.
Frank hat geschrieben:
30. Mär 2021, 18:19
Wenn du also zu Alpha Centauri und wieder zurück 2 Jahre brauchst(inkl. Forschung), dann hast du das eben in zwei Jahren geschafft und es ist völlig unerheblich, ob du nun mit 5-facher Lichtgeschwindigkeit(im Vergleich) geflogen bist, oder nicht.
Wenn du zwei Jahre für einen Weg brauchst, für den Licht von der Erde aus gesehen 8,6 Jahre braucht, dann warst du im Mittel mit 4,3-facher Lichtgeschwindigkeit unterwegs und Punkt. Das ist der Wert der zählt, alles andere ist zweitrangig.

Und außerdem war im Bericht davon die Rede, dass in deiner Warpblase die Zeit praktisch genauso vergeht wie hier bei uns auf der Erde. Also wären dann auch für dich 2 Jahre vergangen, also dasselbe Ergebnis: 4,3-fache Lichtgeschwindigkeit.
Grüße
seeker


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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von tomS » 30. Mär 2021, 23:37

seeker hat geschrieben:
30. Mär 2021, 23:22
... dennoch befindet sich das Raumschiff ja dennoch immer irgendwo klar definiert in der Raumzeit, an einem Ort zu einem Zeitpunkt, und nahe außen rum muss die Blase sein, also haben beide eine Geschwindigkeit.
Haben sie?

Stell dir ein völlig leeres Universum mit konstanter, schwacher Krümmung vor, ohne weitere Struktur und ohne irgendeinen Materieinhalt. Außerdem gebe es einen kleinen Bereich in der Raumzeit mit starker Krümmung.

Welche Geschwindigkeit hat dieser Bereich und bzgl. welchem Bezugspunkt?
Gruß
Tom

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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von seeker » 31. Mär 2021, 08:52

Ohne Bezugspunkte in einer homogenen, leeren Umgebung wär natürlich blöd, gleich ob nun eine kleine stark gekrümmte RZ-Blase oder sonst irgendein Objekt, z.B. ein Teilchen.
Praktisch-relevant für uns sind zeitliche Entfernungen zu Bezugspunkten von Interesse, z.B. zu Sternen.

Aber mal anders angefangen... wie kann ich mir das nun vorstellen?

So(?):

Ein Raumschiff bewege sich von der Erde kommend mit 0,5c in Richtung Alpha Centauri. Nun schaltet es seinen Warpantrieb ein. Durch die so kontinuierlich immer neu erzeugte asymmetrische RZ-Blase (die daher stets ruhend relativ um das Raumschiff ist) wird der Raum (bzw. die RZ) um das Raumschiff dergestalt verzerrt, dass der Raum nahe vor dem Schiff verkürzt wird, während er hinter dem Schiff entsprechend gedehnt wird.
Dies hat zur Folge, dass das Raumschiff (incl. Blase) von außen gesehen nun z.B. 10x so schnell unterwegs ist als vorher, also mit 10 x 0,5c = 5c, während sich das Raumschiff aus seiner Sicht immer noch mit 0,5c bewegt (mangels Bezugspunkten ist das allerdings schwierig festzustellen, jedenfalls ergibt sich keine Beschleunigung/Trägheitskräfte, wenn die Warpblase aufgebaut wird). Es kommt daher jedenfalls nicht in 8,6 Jahren in Alpha Centauri an, sondern in 1,72 Jahren, womit wir auch eine klar feststellbare Messgröße hätten, die V > c ergibt.

Passt das in etwa?
Grüße
seeker


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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von Timm » 31. Mär 2021, 09:22

tomS hat geschrieben:
30. Mär 2021, 23:37
seeker hat geschrieben:
30. Mär 2021, 23:22
... dennoch befindet sich das Raumschiff ja dennoch immer irgendwo klar definiert in der Raumzeit, an einem Ort zu einem Zeitpunkt, und nahe außen rum muss die Blase sein, also haben beide eine Geschwindigkeit.
Haben sie?

Stell dir ein völlig leeres Universum mit konstanter, schwacher Krümmung vor, ohne weitere Struktur und ohne irgendeinen Materieinhalt. Außerdem gebe es einen kleinen Bereich in der Raumzeit mit starker Krümmung.

Welche Geschwindigkeit hat dieser Bereich und bzgl. welchem Bezugspunkt?
Aber weshalb sollten wir bei dieser Diskussion das FRW-Universum außer Acht lassen? Die Definition von Bewegung relativ zum Fluid ist da kein Problem.

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tomS
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Re: Reisen schneller als das Licht

Beitrag von tomS » 31. Mär 2021, 09:50

Im Falle gekrümmter Raumzeiten ist es nicht wirklich sinnvoll, als Beobachter am Ort A einem Objekt an einem anderen Ort B überhaupt eine Geschwindigkeit zuzuordnen. Es gibt zwar eine mathematisch sinnvolle Konstruktion, aber die verwendet den Transport der Vierergeschwindigkeit entlang einer Kurve K von B nach A. Dadurch erhalte ich bei A aber nicht die Vierergeschwindigkeit u(B) sondern die zu mir transportiere u(B,A); der Transport ist abhängig von der Kurve K, entlang derer von B nach A transportiert wird.

Führt man dies für Licht aus, erhält man z.B. |u| < c: https://en.wikipedia.org/wiki/Shapiro_time_delay

Bei Fluchtgeschwindigkeiten von entfernten Galaxien erhält man nach einer verwandten Methode |u| > c.

Im Falle von Horizonten sind lichtartige Kurven teilweise nicht zulässig, da diese wegen der Horizonte B und A nicht verbinden können. Evtl. existieren andere Kurven, jedoch ändert dies wieder |u|.

Bei der Warp-Blase müsste man dies explizit ausrechnen, aber das Ergebnis ist wiederum keine Geschwindigkeit u(B) am Ort B bzgl. irgendetwas, sondern eine transportierte Geschwindigkeit u(B,A).

Vergiss Geschwindigkeiten zwischen A und B; es funktioniert im Allgemeinen nicht.


Also:

Ein Raumschiff bewege sich von der Erde kommend in Richtung Alpha Centauri. Nun schaltet es seinen Warpantrieb ein. Durch die so kontinuierlich immer neu erzeugte asymmetrische RZ-Blase wird der Raum (bzw. die RZ) um das Raumschiff dergestalt verzerrt, dass der Raum nahe vor dem Schiff verkürzt wird, während er hinter dem Schiff entsprechend gedehnt wird.
Dies hat zur Folge, dass das Raumschiff (incl. Blase) von außen gesehen ... nicht in 8,6 Jahren in Alpha Centauri ankommt, sondern in 1,72 Jahren.


Aber damit ergibt sich keine Messgröße v > c, lediglich eine bestimmte Eigenzeit innerhalb der Blase. Du darfst nicht die Raumzeit ohne Warp-Blase mit der Raumzeit mit Warp-Blase vergleichen und dabei so tun, als ob die Entfernung aus ersterer in letzterer irgendwie Gültigkeit hätte. Das ist ist unzulässig, mathematisch sinnlos. Es gibt eine Raumzeit, und innerhalb derer gibt es Entfernungen. Wenn du eine andere Raumzeit mit Warp-Blase hast, gibt es eben andere Entfernungen.

Wobei es noch nicht mal klar ist, wie du Entfernungen in einem dynamischen Universum eindeutig definieren willst. Die Entfernung „zu gleichen Zeiten“ ist abhängig vom Beobachter; aber das ist nur eine künstlich definierte Entfernung, ohne physikalische Relevanz; siehe auch die Verwirrung bzgl. der Größe des Universums.

Das einzige, was zählt, ist die Eigenzeit auf der Erde sowie innerhalb der Blase, und relative Geschwindigkeiten zweier Objekte am selben Ort. Alles weitere sind mathematische Artefakte. Wenn die Blase so konstruiert werden kann, dass sie bei Alpha Centauri wieder umkehrt, dann kann man die beiden Eigenzeiten vergleichen. Alles weitere ist irreführend oder im Rahmen der ART sinnlos oder undefiniert.
Gruß
Tom

Der Wert eines Dialogs hängt vor allem von der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen ab.
Sir Karl R. Popper

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