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Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

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Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von Frank » 15. Okt 2019, 10:32

Ich oute mich mal, weil ich ein großer Musk Fan bin. Der Mann ist das lebende Beispiel, dass Genie und Wahnsinn wirklich nicht weit voneinander weg sind. ;j
Das Projekt ist der Hammer und ich hoffe, er hat nicht so viele Rückschläge. Der Text zeigt aber auch viele Seitenhiebe auf die etablierte Raumfahrt und das zu Recht. :wink:

Mit einem futuristischen Raumschiff für Flüge zum Mars will die US-Raketenfirma SpaceX die Raumfahrtbranche aufmischen. Mal wieder. Der Plan ist ambitioniert und riskant. Kann er funktionieren?
Musk, der seine Millionen einst mit dem Verkauf des Bezahldienstes PayPal an eBay gemacht hatte, musste seinen McLaren-Sportwagen verkaufen. Er musste Freunde anbetteln. Dann, am 28. September 2008, auf den Tag genau elf Jahre vor der Präsentation im Süden von Texas, bretterte die 20 Meter lange Falcon 1 endlich ins All – als erste privat finanzierte Flüssigrakete der Welt. Das war der Durchbruch, ein Hauch von Revolution lag in der Luft. Und der Start sicherte SpaceX den Schlüssel zu lukrativen Aufträgen der US-Raumfahrtbehörde NASA, die alsbald folgen sollten.

SpaceX als weiteres vom Steuerzahler alimentiertes Raumfahrtunternehmen abzutun, greift dennoch viel zu kurz. Musk hat SpaceX wie ein Start-up aus dem Silicon Valley aufgezogen, mit flachen Hierarchien, einer offenen Werkshalle, in der die Grenzen zwischen den einzelnen Abteilungen allenfalls aus Linien auf dem weiß glänzenden Boden bestehen, mit Massenproduktion.
https://www.spektrum.de/news/auf-dem-we ... es/1678660
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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von belgariath » 15. Okt 2019, 11:26

Schade dass es für Visionäre wie Musk keinen Nobelpreis gibt.
Der harmonische Oszillator ist die Drosophila der Physiker (Carsten Honerkamp)
Eine Welle ist, was so wackelt (Andrei Pimenov)
Elektrodynamik ist ein Schlauch vieler Hamsterkäfige (Haye Hinrichsen)

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von Frank » 15. Okt 2019, 12:04

belgariath hat geschrieben:
15. Okt 2019, 11:26
Schade dass es für Visionäre wie Musk keinen Nobelpreis gibt.
Allein Edelstahl zu verwenden, der nicht nur 50 x billiger ist, sondern auch hitzebeständiger (Warum kommt da nicht früher einer drauf?) ist schon Nobelpreisverdächtig. :well:
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von Hansen » 15. Okt 2019, 14:24

Was wiegt denn das Ding im Vergleich zu den NASA Produkten?
Billig ist für die Raumfahrt nur ein Argument wenn der Staat keine Finger im Spiel hat.

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von Skeltek » 16. Okt 2019, 04:21

@Frank: Die Sache ist die, dass die Temperaturen bisher den Punkt überschritten hatten, an denen Stahl schmilzt. Die bisher verwendeten Materialien waren größtenteils sowohl gegen hohe als auch niedrig temperierte Luftströme gleichermaßen empfindlich. Das Problem, welches die Nasa immer hatte war, dass sie ein möglichst stabiles Flugverhalten forderten, bei welchen die Nase des Gleiters und teilweise die Flügel den gesamten Luftwiderstand auffangen mussten, wodurch ein großer Teil der Bewegungsenergie in Wärme umgewandelt wurde und gezielt als solche in die entsprechenden Bauteile floß.
Der Ansatz von Musk zielt darauf ab, die gesamte Rakete in den Windstrom zu drehen, was einem balancieren eines Balls auf einer Nadel gleich kommt (das haben sicherlich viele Kerbal Space Program Spieler so gemacht). Würde das 'Spaceship' die Kontrolle verlieren, wäre es nur noch schwer wieder aufzufangen (das gleiche Problem hätte auch das SpaceShuttle gehabt, allerdings war da die Wahrscheinlichkeit eines eintretens durch die massiven redundanzen kleiner). Auch ist das Umleiten der Wärme auf die abgewandte Seite technisch einfacher.

Hansen hat geschrieben:
15. Okt 2019, 14:24
Was wiegt denn das Ding im Vergleich zu den NASA Produkten?
Billig ist für die Raumfahrt nur ein Argument wenn der Staat keine Finger im Spiel hat.
Naja, deshalb ist vermutlich auch die Deutsche Bahn und Kommunikationsnetz in Deutschland so mieserabel, durch den Protektionismus und den großen Aktienanteil des Staates an den Unternehmen. Ich denke bei der Raumfahrt wollte nie jemand so viel Verantwortung tragen, dass falls etwas schief läuft... da hängen immerhin Menschenleben dran.
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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von ralfkannenberg » 16. Okt 2019, 09:57

belgariath hat geschrieben:
15. Okt 2019, 11:26
Schade dass es für Visionäre wie Musk keinen Nobelpreis gibt.
Das sehe ich überhaupt nicht so. Der Kerl leistet einen irreversiblen Beitrag dazu, mit seiner Technologie die Privatsphäre jedes Menschen auf der Erde aufzuheben. Siehe hierfür beispielhaft die Starlink-Satelliten - dass das primär dem Zweck gilt, armen benachteiligten Menschen in strukturarmen Gegenden der Welt das Internet näher zu bringen, ist natürlich nobel, aber es dürfte unbestritten sein, dass der Hauptzweck der ist, ein frühzeitiges Satelliten-Monopol zu erreichen und damit dann sehr gutes Geld zu verdienen.

Verantwortung für sein Tun ist für diese Person ein Fremdwort, seine Methode ist die der Schaffung von vollendeten Tatsachen und schamloses Ausnutzen von rechtsfreiem Raum. - Es wird Zeit, ihn zu stoppen ehe es zu spät ist !


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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von Frank » 16. Okt 2019, 10:03

ralfkannenberg hat geschrieben:
16. Okt 2019, 09:57
belgariath hat geschrieben:
15. Okt 2019, 11:26
Schade dass es für Visionäre wie Musk keinen Nobelpreis gibt.
Das sehe ich überhaupt nicht so. Der Kerl leistet einen irreversiblen Beitrag dazu, mit seiner Technologie die Privatsphäre jedes Menschen auf der Erde aufzuheben. Siehe hierfür beispielhaft die Starlink-Satelliten - dass das primär dem Zweck gilt, armen benachteiligten Menschen in strukturarmen Gegenden der Welt das Internet näher zu bringen, ist natürlich nobel, aber es dürfte unbestritten sein, dass der Hauptzweck der ist, ein frühzeitiges Satelliten-Monopol zu erreichen und damit dann sehr gutes Geld zu verdienen.

Verantwortung für sein Tun ist für diese Person ein Fremdwort, seine Methode ist die der Schaffung von vollendeten Tatsachen und schamloses Ausnutzen von rechtsfreiem Raum. - Es wird Zeit, ihn zu stoppen ehe es zu spät ist !


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Viel Spekulation mein verehrter Eidgenosse. :wink:
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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von Frank » 16. Okt 2019, 10:10

Skeltek hat geschrieben:
16. Okt 2019, 04:21
@Frank: Die Sache ist die, dass die Temperaturen bisher den Punkt überschritten hatten, an denen Stahl schmilzt. Die bisher verwendeten Materialien waren größtenteils sowohl gegen hohe als auch niedrig temperierte Luftströme gleichermaßen empfindlich. Das Problem, welches die Nasa immer hatte war, dass sie ein möglichst stabiles Flugverhalten forderten, bei welchen die Nase des Gleiters und teilweise die Flügel den gesamten Luftwiderstand auffangen mussten, wodurch ein großer Teil der Bewegungsenergie in Wärme umgewandelt wurde und gezielt als solche in die entsprechenden Bauteile floß.
Der Ansatz von Musk zielt darauf ab, die gesamte Rakete in den Windstrom zu drehen, was einem balancieren eines Balls auf einer Nadel gleich kommt (das haben sicherlich viele Kerbal Space Program Spieler so gemacht). Würde das 'Spaceship' die Kontrolle verlieren, wäre es nur noch schwer wieder aufzufangen (das gleiche Problem hätte auch das SpaceShuttle gehabt, allerdings war da die Wahrscheinlichkeit eines eintretens durch die massiven redundanzen kleiner). Auch ist das Umleiten der Wärme auf die abgewandte Seite technisch einfacher.
Du vergleichst hier einer Meinung nach Äpfel mit Birnen, denn während das Space Shuttle im reinen Gleitflug zur Erde kam und über keinerlei Antrieb mehr verfügte, ist das beim Starship anders.
Die finale Starship-Version soll sogar über sechs Antriebe verfügen, drei optimiert für Flüge in der Erdatmosphäre, drei fürs Vakuum des Weltalls.
Damit haben wir es hier das erste Mal in der Geschichte der Raumfahrt mit einem Raumschiff zu tun, dass bei der Rückkehr zur Erde über ein Antrieb verfügt und somit auch anderes manövriert werden kann. :wink:
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von belgariath » 16. Okt 2019, 11:08

ralfkannenberg hat geschrieben:
16. Okt 2019, 09:57
belgariath hat geschrieben:
15. Okt 2019, 11:26
Schade dass es für Visionäre wie Musk keinen Nobelpreis gibt.
Das sehe ich überhaupt nicht so. Der Kerl leistet einen irreversiblen Beitrag dazu, mit seiner Technologie die Privatsphäre jedes Menschen auf der Erde aufzuheben. [...] es dürfte unbestritten sein, dass der Hauptzweck der ist, ein frühzeitiges Satelliten-Monopol zu erreichen und damit dann sehr gutes Geld zu verdienen.

Verantwortung für sein Tun ist für diese Person ein Fremdwort, seine Methode ist die der Schaffung von vollendeten Tatsachen und schamloses Ausnutzen von rechtsfreiem Raum. - Es wird Zeit, ihn zu stoppen ehe es zu spät ist ! [...]
Da hast du schon Recht, Ralf, aber bevor wir Musk aufhalten, sollten wir dann erstmal Zuckerberg, Larry Page, und ähnliche Kameraden aufhalten.
Ich sehe auch das Problem das du beschreibst aber das soll in diesem Thread nicht das Thema sein.
Aber zu sagen, Elon Musk tut das alles nur um letztlich Geld zu machen, finde ich etwas zu einfach. Ich glaube Leute wie Musk haben einfach so ein "Erfinder-Gen". Sie wollen etwas machen, was noch nie jemand geschafft/geschaffen hat. Sie wollen auch Ruhm und Ehre. Sie wollen, dass man sich auch noch in 200 Jahren an sie erinnert. Sie wollen die Grenzen des Machbaren verschieben.
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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von Frank » 16. Okt 2019, 11:32

belgariath hat geschrieben:
16. Okt 2019, 11:08
aber das soll in diesem Thread nicht das Thema sein.
:well:
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von ralfkannenberg » 16. Okt 2019, 11:50

belgariath hat geschrieben:
16. Okt 2019, 11:08
Da hast du schon Recht, Ralf, aber bevor wir Musk aufhalten, sollten wir dann erstmal Zuckerberg, Larry Page, und ähnliche Kameraden aufhalten.
Hallo belgariath,

"aufhalten" ist vielleicht nicht das richtige Wort; es geht mir nur darum, dass diese Leute nicht Erfindungen machen, die zur Folge haben, dass Einzelnde Nachteile erleiden, wie z.B. Verlust der Privatsphäre.

Wenn also jemand Schölafzimmer-Details im Netz teilen möchte, weil er besonders kommunikativ ist, dann ist es richtig, wenn die Infrastruktur hierfür entwickelt und zur Verfügung gestellt wird, aber eben nicht pauschal für alle, weil manche solche Details vielleicht nicht in der Öffentlichkeit teilen möchten, und weil manche Endabnehmer (z.B. Kinder) vielleicht einem besonderen Schutz unterliegen und deswegen keinen Zugang zu solchen geteilten Inhalten haben sollen.


Und wenn die Erfinder - aus welchem Grunde auch immer - von sich aus keine Verantwortung wahrnehmen wollen, dann muss das eben gesetzlich geregelt werden, oder im Fall von Musk: dann bekommen eben nur die ersten sagen wir 100 Satelliten quasi zu Forschungszwecken eine Startbewilligung, die grosse Masse aber erst, wenn gewisse zusätzliche Bestimmungen sichergestellt sind.

Damit kann man ebenfalls vermeiden, dass vollendete Tatsachen geschaffen werden.


An sich finde ich es schade, alles gesetzlich reglementieren zu müssen, doch der Schutz des Einzelnen ist in Friedenszeiten nun mal auch etwas wert. Kommt hinzu, dass es bei vollendeten Tatsachen oftmals dem Opfer nicht viel hilft, wenn es dann mit einer Schadensersatzforderung vor Gericht ziehen muss, vor allem wenn es aufgrund der gesetzlichen Lage zu einem ungünstigen Vergleich kommt, bei dem er obgleich er Geschädigter ist auf den Prozesskosten sitzen bleibt; vom Reputationsschaden ganz zu schweigen.


Und wie gesagt: bei all diesen visionären Erfindern fehlt mir das zur Zeit: die Möglichkeiten der neuen Technologien schreiten schneller voran als dass sich die Kunden dessen bewusst sind, was das alles für Konsequenzen hat, und wie damit auch Missbrauch getrieben werden kann.

Nun aber zurück zum Thread - falls Diskussionsbedarf besteht kann dieser ja in einem seperaten Thread erörtert werden.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von ralfkannenberg » 16. Okt 2019, 11:57

Frank hat geschrieben:
16. Okt 2019, 10:03
mein verehrter Eidgenosse. :wink:
Hallo Frank,

darf ich das bitte dahingehend präzisieren, dass ich "Auslands-Deutscher" bin, der in der Eidgenossenschaft wohnhaft und berufstätig ist ?


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von Frank » 16. Okt 2019, 11:58

ralfkannenberg hat geschrieben:
16. Okt 2019, 11:57
Frank hat geschrieben:
16. Okt 2019, 10:03
mein verehrter Eidgenosse. :wink:
Hallo Frank,

darf ich das bitte dahingehend präzisieren, dass ich "Auslands-Deutscher" bin, der in der Eidgenossenschaft wohnhaft und berufstätig ist ?


Freundliche Grüsse, Ralf
Sorry, habe ich nun verstanden. :)
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von ralfkannenberg » 16. Okt 2019, 12:10

Frank hat geschrieben:
16. Okt 2019, 11:58
Sorry, habe ich nun verstanden. :)
Hallo Frank,

ich habe sogar im Grossen Kanton jedient; ist zwar schon eine Weile her, aber ich habe immer noch Albträume aus dieser Zeit.

Verweigern war damals nicht ratsam, weil man dann am Arbeitsmarkt mit Nachteilen zu rechnen hatte.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von Frank » 17. Okt 2019, 09:39

belgariath hat geschrieben:
16. Okt 2019, 11:08

Aber zu sagen, Elon Musk tut das alles nur um letztlich Geld zu machen, finde ich etwas zu einfach. Ich glaube Leute wie Musk haben einfach so ein "Erfinder-Gen". Sie wollen etwas machen, was noch nie jemand geschafft/geschaffen hat. Sie wollen auch Ruhm und Ehre. Sie wollen, dass man sich auch noch in 200 Jahren an sie erinnert. Sie wollen die Grenzen des Machbaren verschieben.
Auch hier Zustimmung, denn genauso könnte man über Wernher von Braun nächtelang diskutieren, denn seinen Traum zu verwirklichen, war ihm jedes Mittel recht, sogar ein paktieren mit den Nazis. (Und davon ist Musk weiter entfernt, als der Mond von der Erde)
Wenn wir bei allen Erfindern und Tüftlern der Weltgeschichte mit dem Moralfinger herangehen, bleibt wahrscheinlich nicht mehr viel übrig.
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von belgariath » 17. Okt 2019, 10:48

Ähnlich, finde ich, ist das auch mit den Seefahrern wie Kolumbus, Magellan, Cook und Konsorten (Die Leute die uns zur interkontinentalen Spezies machten).
Ich hatte mal eine Diskussion mit jemandem, der meinte diese Seefahrer waren einfach böse Männer, Imperialisten, die andere Völker unterjochen, fremdes Land besetzen und wirtschaftlich ausbeuten wollten. Aber das ist unfair finde ich. Manche waren vielleicht teilweise auch ein bisschen imperialistisch veranlagt und hofften auf Profit. Aber ich glaube die wurden zum Großteil getrieben von ähnlichen Motiven wie heutzutage Leute wie Musk und Co. oder auch Reinhold Messner oder ähnliche.
Der harmonische Oszillator ist die Drosophila der Physiker (Carsten Honerkamp)
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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von Frank » 17. Okt 2019, 11:20

Hinter jedem einen Imperialisten zu sehen hat im Grunde eine sozialistische "Grundausbildung", als Vorstufe. ;j

Natürlich hat Kolumbus dem spanischen König seine Reise mit lukrativen Geschäften und traumhaften Gewinnen schmackhaft machen müssen.
Damals war es genau wie heute. Du musst schon jemand finden, der die finanziellen Mittel zur Verfügung stellt, um ein hoch ehrgeiziges Ziel in die Tat umzusetzen.
Darum waren auch die Alchimisten oder eben die ersten Wissenschaftler immer bemüht, bei einem reichen Adligen unterzukommen, dem sie wohl wissend, dass es Schmarrn ist, versprochen haben Gold zu machen.... :roll: :lol:
Es werden auch heute nicht immer hochmoralische und ehrbare Ziele verfolgt. Manchmal ist es einfach nur wirtschaftliches Kalkül, man versucht quasi mit einem trojanischen Pferd an sein Ziel zu kommen.
Gerade am Beispiel von Wernher von Braun sieht man, wie weit das gehen kann........ :?
Der Mensch muss aber, wenn er Höchstleistungen bringen will, sich in den Wettbewerb begeben. Nur dann entwickelt er und macht vieles möglich, was er ohne Druck nicht machen würde.
Ob das nun der Sport ist, oder eben der Wettlauf zum Mond, ist in dem Fall gleich.
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von Hansen » 17. Okt 2019, 23:03

Die sogenannten Sozialisten haben eine Meinung wie: wer Reich ist wurde Reich durch Ausbeutung.
Gestern im Twitter, ich dachte ich werde verrückt das es immer noch Leute gibt die daran glauben.

Sport ist gut, eher ein Konkurrenzdenken.
Sport ist so etwas Calisthenics oder Eigenkörpergewichts Training.
Ganz angenehm man muss sich nur dazu zwingen.
Zuletzt geändert von Hansen am 28. Okt 2019, 02:01, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von Frank » 18. Okt 2019, 12:40

Bald schnelles Internet in jedem Winkel der Welt. 60 Satelliten auf einmal aussetzen finde ich jetzt auch beeindruckend.
https://www.spektrum.de/news/42-000-sta ... el/1680188
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von ralfkannenberg » 18. Okt 2019, 14:43

Frank hat geschrieben:
18. Okt 2019, 12:40
Bald schnelles Internet in jedem Winkel der Welt. 60 Satelliten auf einmal aussetzen finde ich jetzt auch beeindruckend.
https://www.spektrum.de/news/42-000-sta ... el/1680188
Meine Meinung hierzu brauche ich ja hoffentlich nicht mehr kundzutun, nur soviel:

Bei der ersten Tranche von denen näherte sich einer dieser Starlink-Satelliten einem Satelliten der ESA bedrohlich nahe an. Diese informierte Elon Musk über die Kollisionsgefahr, doch der hat nur abgewunken nach dem Motto "ja und ?"

Schliesslich ist der ESA-Satellit ausgewichen.

Ich denke, es wird Zeit, dass da oben auch Satelliten installiert werden, die in so einem Fall auf Kollisionskurs bleiben und den Musk-Satelliten runterholen.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von Hansen » 18. Okt 2019, 14:47

Es gibt dringenderes.
Analphabetismus zum Beispiel. Bildung für alle.
Zuletzt geändert von Hansen am 18. Okt 2019, 15:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von Frank » 18. Okt 2019, 14:53

ralfkannenberg hat geschrieben:
18. Okt 2019, 14:43
Frank hat geschrieben:
18. Okt 2019, 12:40
Bald schnelles Internet in jedem Winkel der Welt. 60 Satelliten auf einmal aussetzen finde ich jetzt auch beeindruckend.
https://www.spektrum.de/news/42-000-sta ... el/1680188
Meine Meinung hierzu brauche ich ja hoffentlich nicht mehr kundzutun, nur soviel:

Bei der ersten Tranche von denen näherte sich einer dieser Starlink-Satelliten einem Satelliten der ESA bedrohlich nahe an. Diese informierte Elon Musk über die Kollisionsgefahr, doch der hat nur abgewunken nach dem Motto "ja und ?"

Schliesslich ist der ESA-Satellit ausgewichen.

Ich denke, es wird Zeit, dass da oben auch Satelliten installiert werden, die in so einem Fall auf Kollisionskurs bleiben und den Musk-Satelliten runterholen.


Freundliche Grüsse, Ralf
Vielleicht sollte man mal generell über internationale Regeln bei diesem regen "Verkehr" dort oben nachdenken. :wink:
Mit steigender Aggressivität auf beiden Seiten wird man der Sache bestimmt nicht Herr werden.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von Hansen » 18. Okt 2019, 15:56

Tja wenn es den Lag nicht gäbe, auch als Latency bekannt.
https://www.vsat-systems.com/satellite- ... tency.html

550ms wer von uns verwöhnten würde sich das antun?

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von ralfkannenberg » 18. Okt 2019, 16:17

Frank hat geschrieben:
18. Okt 2019, 14:53
Vielleicht sollte man mal generell über internationale Regeln bei diesem regen "Verkehr" dort oben nachdenken. :wink:
Mit steigender Aggressivität auf beiden Seiten wird man der Sache bestimmt nicht Herr werden.
Hallo Frank,

derzeit gilt dort der pragmatische Ansatz: der ESA-Satellit war viel teurer als der kleine Starlink-Satellit, also ist der ESA-Satellit ausgewichen. So kann man sich mühsame Schadensersatzklagen gegen Elon Musk ersparen, die ohnehin müssig sein dürften, da sich Elon Musk im weitgehend rechtsfreien Raum bewegt.

Aber ob das Ausweichen nach dem Motto "der Teurere gibt nach" dauerhaft wirklich die richtige Vorgehensweise ist ? Wenn Musk das auf der Strasse praktiziert ist er seinen Führerschein erst einmal los und bekommt den sobald auch nicht wieder.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Auf dem Weg zur interplanetaren Spezies

Beitrag von seeker » 29. Okt 2019, 13:57

Wir brauchen halt langsam bessere internationale Regulierungen, besonders für den nahen Weltraum, Ralf, sonst wird das zu einem echten Problem werden. D.h. allgermein: Um in den Weltraum ernsthaft aufbrechen zu können sind auch globale politische Regulierungen/Strukturen vonnöten, das ist nicht nur eine technische Frage.
Grüße
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