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anstrebenswerte Ziele: Weltall

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Re: anstrebenswerte Ziele

Beitrag von Analytiker » 3. Aug 2017, 14:03

Herr5Senf hat geschrieben:
2. Aug 2017, 12:47
Mal was kurzfristig greifbares:

Heute hat VIRGO die wissenschaftlichen Beobachtungen aufgenommen, gemeinsam mit den 2x LIGO, aber nur den August durch.
Hoffentlich geht in der kurzen Zeit was ins Netz, damit wir erstmal eine "dreidimensionale" Quellenbestimmung haben.
Dann machen die drei wieder Urlaub zur Überarbeitung der Detektoren, im Herbst 2018 geht's mit höherer Empfindlichkeit weiter.

Grüße Dip
Die Erforschung der Gravitationswellen birgt viele neue Erkenntnisse, was die Astrophysik anbelangt. Die Detektoren in Betrieb zu halten und zu kalibrieren verlangt exzellente Ingenieurskunst.

Von der radiointerferometrischen Untersuchung des zentralen Schwarzen Lochs in der Milchstraße ist auch einiges zu erwarten.

http://eventhorizontelescope.org/

Das E-ELT, welches wohl 2024 den Betrieb aufnehmen wird, wird uns wohl grandiose Bilder vom Universum liefern.

Vom LHC erwarte ich nicht mehr viele neue Erkenntnisse.

Wie das mit der bemannten Weltraum weitergehen wird, ist eine Kostenfrage. Der letzte Mondaufenthalt von Menschen liegt schon bald 45 Jahre zurück.

Die deutsche Automobilindustrie bewegt sich in einer Sackgasse. Die Ergebnisse des Dieselgipfels sind als erbärmlich zu bezeichnen. Wer sich nicht neuen Herausforderungen stellt, schafft sich auf lange Sicht selbst ab. Die Zukunft der Mobilität hängt nicht mehr vom Verbrennungsmotor ab, denn er ist ein Auslaufmodell. Profit- und Machtinteressen rangieren leider vor Klimaschutz.
Möglicherweise läuft Google mit seinen Vorstellungen von zukünftiger Mobilität den etablierten Autokonzernen den Rang ab.

Was Quantencomputer betrifft, bin ich nicht euphorisch, denn möglicherweise erfolgreiche Konzepte werden lange brauchen, bis sie umgesetzt werden können.

Die Digitalisierung wird weiter voran schreiten, aber sie wird an ihre Grenzen stoßen. Irgendwann erreicht jede Leistungsfähigkeit ihre Grenzen. Verbesserungen an der Hardware werden nicht mehr das Ausmaß vergangener Zeiträume haben.

Komplexe Systeme sind anfällig und superintelligente Software wird irgendwann keinen Zusatznutzen mehr generieren.

Gruß
Analytiker

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ralfkannenberg
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Re: anstrebenswerte Ziele

Beitrag von ralfkannenberg » 3. Aug 2017, 14:26

Analytiker hat geschrieben:
3. Aug 2017, 14:03
Vom LHC erwarte ich nicht mehr viele neue Erkenntnisse.
Hallo Analytiker,

auch wenn man am LHC nichts neues mehr entdeckt, so wäre dann ein weiterer Energie- bzw. Ruhemasse-Bereich systematisch untersucht.

Was mir aktuell auffällt ist der Umstand, dass die Physik sich in einer Sackgasse zu befinden scheint: auch höherenergetische Messungen bestätigen das Standardmodell, während auf der anderen Seite ständig die Rede einer Physik jenseits des Standardmodells ist, die wie es derzeit aussieht nicht vom zunächst elegant anmutenden SUSY-Ansatz realisiert ist.

Ich wäre also nicht überrascht, wenn sich da ein oder mehrere Teilchen am LHC finden, die eine Brücke zur neuen Physik bilden werden, und ich wäre auch nicht sehr überrascht, wenn sich diese neuen Teilchen dadurch auszeichnen, dass sie nicht irgendwie "spektakulär" sind.

Als Vergleich möchte ich da unser Sonnensystem heranziehen: da wurde vor 100 Jahren mit allen Mitteln der Kunst ein neuer Planet gesucht und mit dem eher klein geratenen Pluto wurde sogar "einer" gefunden - die Makemake hat sich nur deswegen der Entdeckung entzogen, weil sie in einem sternreichen Gebiet stand und wurde deswegen erst viele Jahre später im Jahre 2005 entdeckt. - Heute weiss man, dass man nach diesem "Planeten X" umsonst gesucht hatte, der war dort nicht, aber statt dessen fand man mehrere Zwergplaneten und überdies auch ein Modell, welches die Kometenverteilung in unserem Sonnensystem gut erklären konnte.


Ich bin also durchaus nach wie vor sehr optimistisch, dass der LHC noch sehr unerwartete Ergebnisse zu liefern imstande ist.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: anstrebenswerte Ziele

Beitrag von Herr5Senf » 3. Aug 2017, 21:42

Immerhin konnte jetzt erstmals der Zusammenstoß eines Neutrinos mit einem Atomkern "direkt beobachtet" werden.
Das ganz unkonventionell, man hat keinen großen Detektor genommen, sondern einen ganz kleinen 15 kg Cäsiumiodid/Natrium.
http://www.spektrum.de/news/der-leichte ... lt/1491843 oder http://science.sciencemag.org/content/e ... o0990.full
... erlaubt die Messmethode zunächst vor allem, Neutrinos genauer zu verstehen und neue physikalische Hypothesen zu testen
– etwa jene der sterilen Neutrinos, aus denen dunkle Materie bestehen könnte.

Grüße Dip

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Re: anstrebenswerte Ziele

Beitrag von belgariath » 4. Aug 2017, 11:00

Analytiker hat geschrieben:
3. Aug 2017, 14:03
[...]
Wie das mit der bemannten Weltraum weitergehen wird, ist eine Kostenfrage. Der letzte Mondaufenthalt von Menschen liegt schon bald 45 Jahre zurück.

Die deutsche Automobilindustrie bewegt sich in einer Sackgasse. Die Ergebnisse des Dieselgipfels sind als erbärmlich zu bezeichnen. Wer sich nicht neuen Herausforderungen stellt, schafft sich auf lange Sicht selbst ab. Die Zukunft der Mobilität hängt nicht mehr vom Verbrennungsmotor ab, denn er ist ein Auslaufmodell. Profit- und Machtinteressen rangieren leider vor Klimaschutz.
Möglicherweise läuft Google mit seinen Vorstellungen von zukünftiger Mobilität den etablierten Autokonzernen den Rang ab.
[...]
Nicht nur Google. Die bekannten Firmen aus Kalifornien sind doch sehr sehr innovativ und ihre jährlichen Gewinne sind längst im Milliardenbereich. Und deren Firmenchefs haben zum Teil echte Visionen. Ich kann mir gut vorstellen, dass da noch einige neue Raumfahrt-Sparten gegründet werden.
Der harmonische Oszillator ist die Drosophila der Physiker (Carsten Honerkamp)
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Re: anstrebenswerte Ziele

Beitrag von ralfkannenberg » 4. Aug 2017, 11:16

ralfkannenberg hat geschrieben:
31. Jul 2017, 13:53
Und dann noch die grössten Zentauren, z.B. Chiron, Chariklo, Pholus und auch die "jupiternahen" Echeclus und Asbolus, weil wir so wenig von diese Körpern wissen, sie aber im Gegensatz zu den anderen Kuipergürtel-Planetoiden doch verhältnismässig nahe sind.

Für alle diese Missionen würden sich preisgünstige Varianten anbieten - Vorüberflug und fotographieren.
Hallo zusammen,

hier sei noch eine Ergänzung angebracht um zwei eher unbekannte Zentauren:

(342842) 2008 YB3
(468861) 2013 LU28

Sie sind "gross", also 80 - 120 km Durchmesser, und vor allem: sie haben Perihelia zwischen Jupiter und Saturn, sind also "nahe" und sie haben retrograde Umlaufbahnen (105° und 125°), was für Kuipergürtel-Planetoiden und mit ihnen auch Zentauren völlig atypisch ist - hier liegen typischerweise Bahneigungen unter 50° vor und ab 60° gelten sie als "hochgeneigt".

Aufgrund dieser Eigenschaften vermutet man, dass sie der Oort'schen Wolke entstammen.


Hier ist auch eine interessante Publikation, in der man weitere Details über sie nachlesen kann: Large retrograde Centaurs: visitors from the Oort cloud? (C. de la Fuente Marcos, R. de la Fuente Marcos)


Somit ergänze ich vorgenannte Satz wie folgt:

Und dann noch die grössten Zentauren, z.B. Chiron, Chariklo, Pholus, und auch die "jupiternahen" Echeclus und Asbolus sowie die grossen retrograden Zentauren (342842) 2008 YB3 und (468861) 2013 LU28, weil wir so wenig von diese Körpern wissen, sie aber im Gegensatz zu den anderen Kuipergürtel-Planetoiden doch verhältnismässig nahe sind.



Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: anstrebenswerte Ziele: Weltall

Beitrag von seeker » 9. Aug 2017, 10:33

Einige Beiträge wurden in einen anderen Thread verschoben, siehe den ersten Beitrag hier im Thread.
Grüße
seeker


Mache nie eine Theorie zu DEINER Theorie!
Denn tut man das, so verliert man zumindest ein Stück weit seine Unvoreingenommenheit, Objektivität.

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