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4
21%
... wir erreichen die Monde von Jupiter/Saturn!
4
21%
... die Menschheit verlässt unser Sonnensystem!
2
11%
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4
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Maclane
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Beitrag von Maclane » 30. Okt 2006, 23:18

Die einzige Möglichkeit, so eine Reise zu machen, wäre wenn man die Passagiere in eine Art "Winterschlaf" versetzt. Wenn sie wach wären, müsste das Raumschiff viel viel größer sein, weil ein wacher Mensch ja Bewegung und Abwechslung braucht. Wäre also die reinste Verschwendung.
Mit einem "Tiefschlaf-Raumschiff" könnte man also Platz, Ressourcen und vor allem Treibstoff/Energie sparen.

Das erfordert aber auch sehr leistungsfähige Computer, auf die man sich verlassen können muss. Diese wären dann auch in der Lage, Kurskorrekturen vorzunehmen und eventuell auch Kleinstkörper mit Laserstrahlen beiseite zu schubsen.

Für Tiefschlaf-Raumschiffe spielt auch die Reisedauer keine Rolle. Das größte Problem ist halt nur, wie man das Raumschiff auf die Geschwindigkeit bekommt und wie man wieder abbremst. Aber auch, woher man die Energie bekommen will bzw. wie man sie speichern will. Unterwegs im interstellaren Raum gibt es ja keine Energiequellen.
StephenSour hat geschrieben:5. Lohnenswerte Ziele im Weltraum sind höchstwahrscheinlich belebt
Das halte ich für eine höcht gewagte Behauptung. Darauf gibt es derzeit keinerlei Hinweise.
Man darf nicht vergessen, dass das Universum ja noch sehr jung ist. Schaue ich mir das Sonnensystem an und wieviel "Glück" wir hatten, dann halte ich es eher für wahrscheinlich, dass wir mit zu den ersten höheren Lebensformen gehören. Davon auszugehen, dass bereits die ganze Galaxis besiedelt ist, klingt für mich doch sehr nach Science-Fiction. ;)

Klar ist für mich aber auch, dass noch bevor wir uns zu anderen Sternen aufmachen, wir zunächst einmal unser Sonnensystem ausnutzen werden. Sowas wie die Erde gibt es nicht nochmal und besser als auf Mars oder Venus wirds woanders auch nicht sein. ;)

Gruss Mac
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Beitrag von breaker » 31. Okt 2006, 00:25

Maclane hat geschrieben:Für Tiefschlaf-Raumschiffe spielt auch die Reisedauer keine Rolle. Das größte Problem ist halt nur, wie man das Raumschiff auf die Geschwindigkeit bekommt und wie man wieder abbremst.
Naja, wenn die Dauer egal ist, ist eigentlich auch die Geschwindigkeit egal.

@tensor:
Langsam...
Bist du sicher, dass die Beschleunigung unendlich sein muss?
Wenn man von Null auf c mit 1g kommen will, dann stellt das für mich kein Problem dar.
Wenn man 1g halten kann.
Dass man das nicht kann, ist mir klar, aber wenn man konstant beschleunigen könnte würde man doch auf c kommen.

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Stephen
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Beitrag von Stephen » 31. Okt 2006, 12:52

Hallo,

eine allmähliche Beschleunigung - mit herkömmlichen Mitteln - bringt in der Tat nichts; abgesehen davon, woher man die Energie dafür nehmen sollte...

Ein Hundertstel c - also etwa 3.000 km/s - wäre das 100fache dessen, was wir zur Zeit erreichen können. Aber selbst damit brauchts noch über 400 Jahre, um zu Proxima Centauri zu kommen...

@tensor:
Freier Fall heißt, dass man 0 g ausgesetzt ist
Entweder habe ich jetzt einen blackout oder etwas falsch verstanden - 0g verkörpert eigentlich Schwerelosigkeit :roll:

Gruß, Steffen
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Beitrag von breaker » 31. Okt 2006, 12:57

Das ist das gleiche.

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Beitrag von msueper » 31. Okt 2006, 18:19

breaker hat geschrieben:Zu Martins Vorschlag, immer 1g beizubehalten:

WENN ein Raumschiff die ganze Zeit konstant mit 1g beschleunigen könnte, bis es auf c ist, und dann wieder mit 1g abbremsen würde, gäbe es außerdem eine Strecke, über die man nicht hinauskommt, denn wenn man mit 1g zuerst rauf- und dann wieder runter beschleunigt, dann steht man m Schluss wieder still. Und das immer nach der selben Strecke.
Wir müssten dann, wenn wir beliebige Längen zurücklegen wollen, die Geschwindigkeit sozusagen oszillieren lassen, also immer beschleunigen-bremsen-beschleunigen-bremsen...
Wenn wir 1g behalten wollen. Das ist mühsam und braucht verdammt viel Energie. Da wäre es sinnvoller, ein Raumschiff zu bauen, das sich dreht, sodass die Zentrifugalkraft als Schwerkraft wirkt.

Ach ja, was wir noch nicht hatten: Man muss sich auch gegen die Strahlung abschirmen.
NEIN, so war das überhaupt nicht gemeint. Sobald man nahe genug an c herrangekommen ist, treten zusätzliche Effekte auf. Der wichtigste ist die Zeitdialatation. Eine Woche in Schwerelosigkeit ist nicht so gravierend für den Körper. Bei fast c kommt man aber in einer Woche Boardzeit schon heftig weit.

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Beitrag von gravi » 31. Okt 2006, 18:50

Ich meine auch, dass wir zunächst einmal versuchen sollten, erste Erfahrungen im Sonnensystem zu sammeln. Interstellare Reisen liegen sicherlich in ganz ferner Zukunft, dazu ist unsere Technik wohl noch zu jungfräulich.

Mit bemannten Flügen das Sonnensystem zu erforschen ist ja auch schon eine Riesenherausforderung an die ganze Menschheit. Damit dürfte sie noch eine ganze Weile beschäftigt sein.

Meanwhile kann die beobachtende Astronomie ihre Technik weiter verbessern und herausfinden, was es an lohnenswerten Zielen (= erdähnlichen Planeten) in der näheren Nachbarschaft der Sonne gibt. Vielleicht wird es sogar gelingen, indirekte Hinweise auf Leben (z.B. sauerstoffhaltige Atmosphären) zu finden.

Wenn wir dann die richtige Technik haben, vielleicht ein paar Dosen Antimaterie für den Antrieb (in "Spaceballs" hieß das wohl "flüssiger Saft"), dann wird einer ersten Reise vielleicht nichts mehr im Weg stehen. Wer weiß!

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Beitrag von gravi » 1. Nov 2006, 19:09

Für eine möglichst baldige, erneute Mondlandung möchte ich allein schon deshalb ganz herzhaft plädieren, damit endlich all den unzähligen Kritikern mit ihren ominösen "Beweisen" gegen die "Mondlandungstheorie" der Mund geschlossen wird (ich hätte es auch ruhig etwas derber ausdrücken können/mögen).

Im Internet treiben sich wohl Tausende Leute dieser Sorte umher, die der Meinung sind, die NASA hätte seinerzeit die Mondlandungen lediglich in Studios simuliert. Wir hatten dazu ja auch schon heftige Debatten.

Wenn man allein bei den ersten Umrundungen die alten Landeplätze filmen wird, dürfte endlich Ruhe herrschen.
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Beitrag von Stephen » 1. Nov 2006, 20:19

Schuld am Aufkommen dieser Verschwörungsheorie hatte zum Teil aber auch die NASA selbst - entsprechende Diskussionen darüber wurden einfach abgewürgt und so gut wie nichts zur Aufklärung bestimmter Missverständnisse beigetragen. Ich möchte auch gerne ein Foto von den Landemodulen sehen :wink:

An interstellare Raumfahrt zu denken ist eine nette, die Fantasie beflügelnde Sache. Aber eben nicht mehr - so ernüchternd das auch klingen mag. Immerhin haben wir ja ein Gerät gebaut, das im Begriff ist, unser Sonnensystem zu verlassen :wink:

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Beitrag von belgariath » 3. Nov 2006, 17:52

Ich denke, dass die Nachfahren des Menschen letzten Endes das ganze Universum besiedeln werden.
Aber Vorsicht:
Erstens: Nur die Nachfahren des heutigen Menschen
Zweitens: Das heißt noch lange nicht, dass uns das ganze Universum gehört.
Der harmonische Oszillator ist die Drosophila der Physiker (Carsten Honerkamp)
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Beitrag von Stephen » 3. Nov 2006, 19:36

@belgariath:
Kommt darauf an, was genau Du mit menschlichem Nachfahren meinst. Es wird sicherlich Lebewesen geben, die auch auf einer verseuchten Erde leben könnten - allen voran die Insekten. Aber diese als Nachfahren zu bezeichnen, wäre sicherlich etwas gewagt.

Andererseits zählen die Vögel als Nachfahren der Dinosaurier und die haben oberflächlich gesehen auch nur wenige Gemeinsamkeiten :lol:

Gruß, Steffen
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Beitrag von Scampolo » 4. Nov 2006, 01:13

da kommt in mir die frage auf: wie stellt ihr euch unsere nachfahren vor? wie weit können wir noch "mutieren"?
immerhin sind wir ja im laufe der generationen zum beispiel größer geworden. das aussehen hat sich geändert. aber was kommt noch?
Wir leben alle unter dem selben Himmel,
doch nicht jeder hat den selben Horizont.

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Beitrag von Stephen » 4. Nov 2006, 10:46

Hallo,

@Sonja
Ich hatte in einem thread vor längerer Zeit einmal die Fantasiezeichnung einer weiblichen Person zu dieser Problematik beschrieben (keine Ahnung mehr, in welchem). Jedenfalls war ich damals heilfroh, dass die Frauen heute noch nicht so aussehen (bin ich auch jetzt noch) :wink:

Der Kopf war fast dreieckig (wegen größerem Gehirn), die Brust zurück gebildet (weil Stillen in 200 Jahren nicht mehr in ist?), das Becken sah aus wie bei einem durchtrainiertem Mann (extremer Geburtenrückgang?), die Augen waren größer, Nase und Ohren kleiner (visuelle Wahrnehmung nimmt immer mehr an Bedeutung zu?). Die Finger waren etwa 50% länger und knochiger, die Füße zu Füßchen verkümmert (kaum noch Bewegung?).

Sah aus wie ein Alien. Allerdings kein sehr robustes sondern eher zart besaidet, extrem anfällig, steril, künstlich. Man kann nur hoffen, dass der Zeichner sich geirrt hat :lol:

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Beitrag von belgariath » 9. Nov 2006, 19:06

StephenSour hat geschrieben:@belgariath:
Kommt darauf an, was genau Du mit menschlichem Nachfahren meinst.
Stimmt schon, es ist schwer menschliche Nachfahren zu bezeichnen. Ich hab' so Lebewesen gemeint, die eben Kinder der Kinder der Kinder ... unsere Kinder sind.

Vielleicht unterscheiden sie sich so stark von uns, wie wir uns von irgendwelchen Urbakterien unterscheiden.

Ich hab' mal für PM 'nen Leserbrief zu 'nem ähnlichen Thema geschrieben, der hier eigentlich auch dazu passt (vor allem zu scampolos Einwurf, wie unsere Nachfahren sein könnten ). Deswegen hier der Leserbrief in etwas abgeänderter Form:


Im StarTrek-Universum gibt es eine Rasse bzw. eine Gesellschaft, genannt die „Borg“, die aus vielen Milliarden „Drohnen“ (nicht Individuen) besteht, die alle über ein sogenanntes „Hive“-Bewusstsein miteinander zu einem Kollektiv verbunden sind. Dadurch wird primitiver Informationsaustausch über akustische Signale (= Sprache) natürlich hinfällig. Außerdem haben die einzelnen Drohnen gewisse Körperteile durch kybernetische Implantate ersetzt (Werkzeuge am einen Arm, Künstliche Augenaufsätze [=Okulare] zur Verbesserung der Sehfähigkeit, ...). Zusätzlich fließen im Blutkreislauf der Drohnen noch sogenannte Nanosonden, winzige künstlich hergestellte Körperchen, die zum Beispiel innere Verletzungen beheben, vor allem aber auch für eine problemlose Verbindung des ursprünglichen Organismus mit den Implantaten und dem „Hive“-Bewusstsein sorgen.
In StarTrek ist die Zugehörigkeit zu dieser Gesellschaft der absolute Alptraum eines jeden Menschen, da nach der Assimilation die Individualität und damit der freie Wille völlig verloren geht.
Nun wieder zur Realität:
Meiner Meinung nach sind die Menschen von einem Wesen ähnlich den Borg aus StarTrek, gar nicht mehr weit entfernt.
Wer P.M., Life & Science oder andere Naturwissenschaftliche Zeitschriften liest weis, dass Verbindungen von Nervensystem und Computerchips schon Wirklichkeit sind. In einem circa ein Jahr alten P.M. stand in der Rubrik „Wissenschaft aktuell“ ein Artikel über einen Wissenschaftler der sich und seiner Frau bereits einen Chip mit Verbindung zum Nervensystem eingepflanzt hat.
Implantate zur Verbesserung bestimmter Körperfunktionen sind bereits Alltag, denkt man an Herzschrittmacher, künstliche Hüften, usw. Vielleicht gibt es in einigen Jahren auch Kontaktlinsen, mit denen man Zoomen kann um nicht Mikroskope benutzen zu müssen oder andere Wellenlängen sehen kann. Wenn man diese dann mit einer implantierten Minidatenbank mit Sensor verknüpft, kann die Person zum Beispiel sofort die Materialzusammensetzung oder Strahlung des betrachteten Stoffes erkennen.
Heute hat so gut wie jeder ein Handy oder Internetzugang, also ist jeder mit jedem verbunden. Nach einer Weiterentwicklung des Internet und Integration ins Handy entsteht schon eine Art Kollektiv, da jeder jederzeit Zugriff auf alles hat. Dann fehlt nur noch der Einbau dieses weiterentwickelten „Handys“ ins oder ans Gehirn um nicht mehr so mühsam alles manuell über Knöpfe einzugeben zu müssen sonder es lediglich zu denken.
Nanotechnologie zu vervollkommnen ist nur noch eine Frage der Zeit, wenn man bedenkt, dass es schon eigene Studiengänge dafür gibt.


Jetzt würde mich mal interessieren, was ihr dazu meint.
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Beitrag von gravi » 9. Nov 2006, 19:27

Deine Vorstellungen sind möglicherweise gar nicht so abwegig!

Ich habe ja schon an anderer Stelle geschrieben, dass wir uns heute beim besten Willen nicht ausmalen können, wozu menschliche Technik in 1000 oder 10 000 Jahren fähig sein wird. Hierzu braucht es vielleicht nicht einmal mehr Nanotechnologie, denke ich an die Entwicklungen in der Genforschung.

Denkbar ist auch, dass die Evolution des Menschen sehr viel schneller voranschreitet, denn wir können ja bereits heute deutliche Veränderungen von Jahrzehnt zu Jahrzehnt erkennen.

Vielleicht also sind die Menschen in ferner Zukunft irgendwelche "Mutanten", die sich nur noch rein telepathisch unterhalten... :?:

Nur einen Wunsch hätte ich:
Das von Steffen aufgezeigte Bild der Zukunftsfrau sollte die Evolution besser vermeiden. Ein wenig "Holz vor der Hütten" ist doch auch ganz nett! :wink:

Gruß
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Beitrag von gradient » 9. Nov 2006, 20:06

Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass der technologische Fortschritt nicht unbegrenzt ist. Er kann durch eine logistische Funktion (sorry, kann's mir nicht verkneifen :wink: ) beschrieben werden. Wer die nicht kennt, der kann zur logistischen Funktion hier was nachlesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Logistische_Funktion

Ob wir vom Wendepunkt (siehe Graphen im Link) noch sehr weit entfernt sind, oder ihn schon erreicht haben, weiß ich nicht. Ich hoffe mal, dass ersteres der Fall ist.

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Beitrag von Stephen » 9. Nov 2006, 21:31

@belagriath
Mit den von Dir angesprochenen Möglichkeiten der Nanotechnologie lässt sich sicherlich noch einiges an Leistung aus dem Menschen "heraus kitzeln". Existierendes Beispiel dafür sind z. B. high tech Soldaten (ausgerüstet mit Kamera, Infrarotgeräten, Computer etc.). Allerdings sind solche Geräte überaus empfindlich - den Sandstürmen im Irak konnten sie nicht viel entgegen setzen. Hinzu kommt die Abhängigkeit von solchen Technologien - Stromausfälle könnten verheerende Folgen haben...

@gravi
Genau das war auch mein erster Gedanke beim Anschauen dieses Bildes! Aber: Das Schönheitsideal wird sich ebenfalls ändern. Wahrscheinlich blicken die Männer der Zukunft ebenso naserümpfend auf die Damen von heute wie wir auf die Frauen des Mittelalters :wink:

@tensor
Endlich spricht mal jemand anderes als ich die Umweltpolitik an :wink: Das Times Magazine bezeichnete in einer seiner letzten Ausgaben die Problematik des Klimawandels auf der Erde als "in höchstem Maße alarmierend". An manchen Stellen kann sogar nicht mehr nachgebessert werden - nicht mal mehr mit Geld!

@gradient
zunächst ein welcome auch von mir - hatte das letztens versäumt...
Grundlegend hast Du sicherlich Recht - wir hatten diese Frage schon einmal in einem anderen thread beleuchtet. Auf der anderen Seite bin ich etwas optimistischer und hoffe/glaube, dass wir Menschen uns von der Logistischen Lebensfunktion eines Bakterienhaufens etwas unterscheiden...

Gruß, Steffen
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Beitrag von belgariath » 10. Nov 2006, 19:23

StephenSour hat geschrieben:Wahrscheinlich blicken die Männer der Zukunft ebenso naserümpfend auf die Damen von heute wie wir auf die Frauen des Mittelalters
Moment mal: Das ist ja nur wegen der Kleidung der Fall. Stell dir beide nackt vor, und du siehst keinen unterschied. (Außer vielleicht die Größe)


Zur Umweltproblematik: Das wahre Problem ist halt: Jeder weiß darüber bescheid, aber niemand tut was.


@gradient
Hallo auch. Schön, dass es dich wirklich gibt. In der Uni hat vorgestern unser Prof von dir erzählt, und dich bei seinen Rechnungen benutzt. Ich war etwas ungläubigg. Aber jetzt, wo du hier leibhaftig erscheinst...
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Beitrag von Stephen » 10. Nov 2006, 19:38

@belgariath - nein, nicht nur wegen Größe und Kleidung - vor allem wegen des Geruchs :wink:

Ich verzock mich jetzt mal zur Doppelkopfrunde. Allen ein schönes WE...

Gruß, Steffen
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Beitrag von garmy » 5. Dez 2006, 19:44

Guten Abend euch Allen,

ich schau immer mal wieder hier im Forum vorbei und lese mit großem Interesse die verschiedensten Beiträge. Nun bin ich kein Naturwissenschaftler so dass es mir fern liegt mich zu den rein Wissenschaftlichen Themen zu äußern. Aber zu diesem doch hochinteressantem Thema, möchte ich nun wieder mal ein paar Gedanken einbringen.

Das Abstimmungsergebnis verwundert mich nun aber wirklich sehr, wobei gerade mal zehn Abstimmungen sicher nicht repräsentativ sein dürften.

Mich wunderst immer wieder warum gerade Naturwissenschaftler der Menschheit sowenig zutrauen obwohl uns ja die Menschheitsgeschichte immer wieder eines besserem belehrt hat.
Zu allen Zeit waren Wissenschaftler der festen Überzeugung, dass sie nun die Grenzen für das technisch machbare erreicht hätten und jedes mal ist wieder ein Fenster aufgestoßen wurden um dann festzustellen, dass wir mit unseren Erkenntnissen ganz am Anfang stehen.
Sicher sind uns heute im Gegensatz zu vergangen Zeiten physikalisch unumstößliche Grenzen bekannt, Naturgesetze die im gesamten Universum wirken. Trotzdem bin ich der Meinung, dass sich die Menschheit über die gesamt Milchstrasse ausbreiten wird und sicher auch noch ein ganzes Stück weiter.

Schau man sich mal genauer das Gesamtbild der Artenvielfalt an welche die Evolution auf Erde hervorgebracht hat dann hebt sich der Mensch ja nicht nur dadurch ab, dass er logisch denken kann und einen scheinbar freien Willen besitzt. Für mich ist der größte Unterschied, dass der Mensch Dinge tut die scheinbar nicht notwendig sind um den fortbestand seiner Art zu sichern. Täglich forschen Millionen Wissenschaftler an den Fragen zum Universum. An Fragen deren Antworten scheinbar nicht zwingend den Fortbestand der Menschheit absichern.
Jedenfalls muss man ja davon ausgehen, wenn die Wissenschaft mehrheitlich die Meinung vertritt, dass die Menschheit dazu verdammt ist bis zum bitteren Ende auf unserer Erde zu verharren. Also keine Möglichkeit findet die Erde zur verlassen um auf einem anderem Planten den Fordbestand der Spezies Mensch zu sichern.

Woher kommt dann diese Neugier, diese unbändige Kraft nach Wissen die zahllosen Menschen nicht zur Ruhe kommen läst und warum diese Energieverschwendung die ja scheinbar zu nichts führt?

Beim betrachten des uns heute bekannten Universums fällt ja eines ganz besonders auf. Es gibt scheinbar nichts überflüssiges, alles hat seinen Platz und seine Bestimmung. Und bei Dingen wo es uns scheint, dass diese überflüssig sein, können wir uns heute schon ganz sicher sein, dass wir den Sinn / die Bestimmung nur noch nicht erkannt haben.
Wenn nun das Universum nicht genau so gestaltet wäre wie es ebbend ist, kleinste Veränderungen der Gegebenheit der Konstanten im Mikrokosmos bis hin zum Makrokosmos würden dazu führen, dass wir diese Fragen niemals stellen und in diesem Forum diskutieren könnten.
Wenn dem also so ist, dass alles seinen Platz, seine Ordnung, seine Funktion, seine Bestimmung auf unserer Erde und im Universum hat, dann hat auch unser Neugier, unser Wissensdrang und unsere Sehnsucht nach den unendlichen Weiten und Geheimnissen des Universums seinen Sinn und seine Bestimmung.
Genau aus diesen gründen bin ich davon überzeugt, dass der Forscherdrang der Menschheit keine bloße Laune der Natur ist. Das dieser Aufwand keine Energieverschwendung ist, sonder zwingend notwendig ist um den Fortbestand der Menschheit auch über die begrenzte Zeit auf unserer Erde hinaus zu sichern.

Es gibt ganz einfach Gegebenheiten, Eigenschaften, Dinge auf unserer Erde und im Universum die wir nicht begreifen oder mit Worten und Zahlen beschreiben können. Auch in den Naturwissenschaften sind solche Dinge durchaus bekannt. Ich denke dabei an Instinkte, Inspiration, Liebe, Hass usw. und doch sind diese Dinge allgegenwärtig und beeinflussen unseres Handel nachhaltig.

Woran ich nicht Glaube, ist der Zufall.

Wenn man z.B. einen Laster mit Ziegelsteine beladen hat und diese Ladung einfach abkippt. Wie viele Versuche wären wohl notwendig bis durch Zufall die Ziegel so fallen, sich anordnen, dass ein Gebäue entsteht welches wir als ein uns bekanntes Haus beschreiben / vergleichen können?
Ich bin mir sicher, dass auch unendlich viele Versuche niemals zu dem Ergebnisse „Haus“ führen würden. Es kann einfach kein „Haus“ durch ein rein zufälliges Aufeinanderfallen von Ziegeln entstehen.
Ganz einfach weil den Ziegelsteinen die Information zur Anordnung „Haus“ fehlen.

Genauso verhält es sich nach meinem Verständnis mit der Urknalltheorie.
Der rein zufällige Urknall, also ohne die Information „Universum“, wäre nach meiner Ansicht nur reine Energieverschwendung in Form eines gewaltigen Feuerwerkes.

Die genialsten Naturwissenschaftler sind doch immer noch diejenigen, die das gesamte Erscheinungsbild nicht aus dem Auge lassen und nach dem vielmals verborgen Sinn fragen.

Wie sagte doch Einstein so schön:

GOTT WÜRFELT NICHT :P
Wer immer nur in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt selbst keine Spuren :-)

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Beitrag von Stephen » 6. Dez 2006, 00:20

Hallo,

Dein Optimismus in Ehren @garmy aber ich werde den mal etwas dämpfen :wink:

Zunächst glaube ich nicht, dass das Vertrauen in die Wissenschaftler dafür verantwortlich ist, ob sich die Menschen über das Sonnensystem ausbreiten werden. Natürlich ist unsere Geschichte von Skepsis geprägt - selbst das Reisen in einer schnellen Eisenbahn hielt man anfangs für unmöglich...

Faktor 1: Zeit
Unsere Zivilisation müsste noch sehr lange überleben, um entsprechende Technologien zu erfinden. Das sieht zur Zeit nicht danach aus (Aids, Klimawandel, sich erschöpfende Ressourcen, Wasserknappheit, Umweltkatastrophen etc.)

Faktor 2: Raum
Die Wege in unserem Universum sind gigantisch - das wären sie selbst noch für 1000 Mal schnellere Raumschiffe, als wir sie heute bauen können. 1000 Mal besser bedeutet übrigens 10% Lichtgeschwindigkeit...

Faktor 3: Energie
Um ein mit Menschen besetztes Raumschiff auf die besagten 10% Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen, sind ungeheuere Energiemengen notwendig, selbst wenn wir ein superleichtes und strahlungsabweisendes Material für die Bordwände erfinden sollten.

Faktor 4: Die Neue Welt
Ein blauer Planet ist (jedenfalls glaube ich das) zu 99,9% bereits besiedelt. Wir müssten also ähnlich wie die spanischen Conquistadoren im 15./16. Jahrhundert dort einmarschieren.

Faktor 5: Thema Terraforming
Aus heutiger Sicht und auch in Zukunft völlig unmöglich. Um den Mars z.B. fruchtbar zu machen, werden ca. 10 Millionen Jahre veranschlagt - wohlgemerkt bei Bereitstellung sämtlichen Geldes, der Energie, den dafür notwendigen Transportschiffen etc.

Faktor 6: Zeitdilatation
Sollten tatsächlich alle Unwägbarkeiten beseitigt sein, tritt o.g. Phänomen von Einstein auf. Man könnte also nicht untereinander kommunzieren, zur Ausgangsbasis zurückkehren etc...

Eine Welt wie in StarWars oder StarTrek beschrieben müssen bzw. dürfen wir uns gaaanz beruhigt abschminken - so etwas wird es niemals geben...


Gruß, Steffen
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Beitrag von gravi » 6. Dez 2006, 18:56

So wie ich das sehe, schaut garmy durch eine leicht rosa angehauchte Brille,
Stephen ist eher der realistische Part.

Vermutlich habt Ihr beide ein wenig (bzw. ein wenig mehr) Recht. Aus heutiger Sicht ist die Besiedlung eines extraterrestrischen Planeten völlige Illusion - die technischen, menschlichen und wasweißich- Schwierigkeiten sind unüberwindlich. Und wir haben noch gar keinen geeigneten gefunden...

Doch ist es uns auch völlig unmöglich zu sagen, was in ferner Zukunft alles gelingen könnte. Vor 3000 Jahren hätte man sicherlich eine Prognose von 100, vielleicht sogar 1000 Jahren bezüglich technischer Entwicklung wagen können.
Heute kann aber niemand sagen, welche Möglichkeiten sich in 100 Jahren eröffnen werden. Jede Voraussage über die Entwicklung der Menschheit in einer ferneren Zukunft bleibt reine Spekulation.

Unbestritten macht es dennoch Spaß, sich einmal die Zukunft in der Fantasie auszumalen :wink:

Gruß
gravi
Unser Wissen ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen, ist ein Ozean.
Sir Isaac Newton

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Beitrag von msueper » 6. Dez 2006, 19:51

Hallo,
ja, dem kann ich mich nur anschließen. Was in 100 Jahren sein, kann man sich heute nicht im Geringsten vorstellen.

Bsp:

Vor 140 Jahren wurde in den USA der damals längste Tunnel der Welt mit etwas mehr als 8km eröffnet. Die Bauzeit betrug etwa 15 Jahre. 100e Arbeiter sind dabei umgekommen. Und hätte Nobel nicht zwischendurch das Nitroglyzerin/Dynamit erfunden, der Tunnel wäre nie fertig geworden.
Heute hat man sogar bei uns Tunnel dieser Länge gegraben, in weniger als 2 Jahren. Sowas ist heute kein Thema mehr.
Oder noch krasser:
Vor etwa 55 Jahren war der Everest erstbestiegen worden. Heute gibt es einen regelrechten Tourismus dort. In den Alpen ist das noch deutlicher.
Vor 100 Jahren hätte ich mit meinem Golf die Formel I angeführt...

Also mal abwarten.
Martin

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Stephen
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Beitrag von Stephen » 6. Dez 2006, 20:16

Hallo,

macht aus mir aber bitte keinen Spielverderber :mrgreen:

Fakt ist, dass wir erst seit knapp 100 Jahren wirklich 100%ig wissen, wie hoch die Lichtgeschwindigkeit ist und das nichts schneller sein kann. Ebenso gesichert sind die Entfernungen zu anderen Sternen/Planeten, die Gefahren durch Gamma-Strahlung bei hohen Geschwindigkeiten, das Phänomen der Zeitdelatation etc.

Zumindest diese o.a. Dinge kann auch eine Generation in 10.000 Jahren nicht einfach umgehen :wink:

PS: ART/SRT haben uns eigentlich erstmals echte Grenzen aufgezeigt. Die Eroberung der Erde war dagegen fast ein Kinderspiel. War es natürlich auch nicht - die Portugiesen haben z.B. 14 Anläufe gebraucht, um das Kap Bojador (südlich der Kanaren) erfolgreich zu umschiffen. Man hatte z.B. Angst vor Ungeheuern oder von der Sonne zu einem Neger verbrannt zu werden. Heute kann man darüber nur lachen, die 50 Seeleute auf einem maximal 25m "langem" Schiff damals sicher nicht :wink:

Gruß, Steffen
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Beitrag von Maclane » 7. Dez 2006, 01:37

Dass es echte Grenzen gibt, wird niemand bezweifeln. Auch wird wohl niemand annehmen, wir könnten einfach mir nichts dir nichts mit Überlichtgeschwindigkeit durchs All düsen oder mal eben durchs nächste Wurmloch hüpfen.

Aber man sollte auch sehen, dass wir für viele Probleme Lösungen gefunden haben, an die man vorher kaum gedacht hat.
Energieprobleme werden weniger groß, wenn wir eine funktionierende Kernfusion haben. Und wer weiß, vielleicht findet man irgendwann einen Weg günstig und effektiv an Antimaterie zu kommen und die sicher zu speichern.
Vielleicht gelingt es uns auch, irgendwann das Wesen von Raum und Zeit und der Gravitation zu verstehen. Und möglicherweise können wir irgendwann auch mal künstliche Gravitation erzeugen - so wie wir heute schon elektrische Energie in Strahlungsenergie z.B. umwandeln können.

Das Problem mit der Geschwindigkeit, der Entfernung, den relativistischen Effekten, usw. ließe sich vielleicht lösen, wenn wir Generationenraumschiffe bauen könnten. Ich wüsste nicht, was gegen dieses Prinzip sprechen sollte.

Dass es sowas tolles wie die Erde nicht noch mal gibt, seh ich auch so. Aber die Menschen leben ja nicht nur in der gemäßigten Klimazone, sondern haben sich viele Lebensräume erobert - karge Wüsten, arktische Eislandschaften, in den Bergen auf 4000m über Null. Und ich denke, die Anpassungsfähigkeit des Menschen ist noch lange nicht ausgereizt.

Allerdings...
garmy hat geschrieben:Beim betrachten des uns heute bekannten Universums fällt ja eines ganz besonders auf. Es gibt scheinbar nichts überflüssiges, alles hat seinen Platz und seine Bestimmung. Und bei Dingen wo es uns scheint, dass diese überflüssig sein, können wir uns heute schon ganz sicher sein, dass wir den Sinn / die Bestimmung nur noch nicht erkannt haben.
Wenn nun das Universum nicht genau so gestaltet wäre wie es ebbend ist, kleinste Veränderungen der Gegebenheit der Konstanten im Mikrokosmos bis hin zum Makrokosmos würden dazu führen, dass wir diese Fragen niemals stellen und in diesem Forum diskutieren könnten.
Wenn dem also so ist, dass alles seinen Platz, seine Ordnung, seine Funktion, seine Bestimmung auf unserer Erde und im Universum hat, dann hat auch unser Neugier, unser Wissensdrang und unsere Sehnsucht nach den unendlichen Weiten und Geheimnissen des Universums seinen Sinn und seine Bestimmung.
Genau aus diesen gründen bin ich davon überzeugt, dass der Forscherdrang der Menschheit keine bloße Laune der Natur ist. Das dieser Aufwand keine Energieverschwendung ist, sonder zwingend notwendig ist um den Fortbestand der Menschheit auch über die begrenzte Zeit auf unserer Erde hinaus zu sichern.
Ich wäre doch vorsichtig, von "Bestimmung" und so zu reden. Das Universum hat sich nicht extra in Schale geworfen, um uns hervorzubringen, sondern wir sind hier, weil das Universum eben so ist wie es ist und weil mit einer gewissen (geringen) Wahrscheinlichkeit irgendwo in den unendlichen Weiten des Universum sowas wie die Menscheit mal passieren musste.
Es gibt den "Zufall". Oder besser gesagt das deterministische Chaos, also die prinzipielle Nichtvorhersagbarkeit von gewissen Ereignissen. Eine dumme Verkettung von ungünstigen "Zufällen" könnte die gesamte Menschheit auslöschen, und keiner könnte was dagegen machen. Wir hatten jetzt 14 Milliarden Jahre lang Glück gehabt, aber das bedeutet ja nicht automatisch, dass es auf immer und ewig so bleibt, gell? ;)

Von Bestimmung würde ich nicht reden, aber man kann sagen, dass es in der Natur des Menschen liegt, seine Grenzen immer weiter nach hinten zu verschieben. Und darum glaube ich auch nicht, dass wir uns mit den pessimistischen Gedanken eines Stephen (*zwinker*) abfinden werden, sondern irgendwann die Reise zu einem anderen Sternsystem auf uns nehmen werden... sofern wir lange genug existieren natürlich. ;)

Gruss Mac
Das Gehirn ist nur so schlau wie sein Besitzer.

breaker
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Beitrag von breaker » 7. Dez 2006, 05:36

Trotzdem müssen wir uns im Klaren sein, dass das ziemlich schwer wird und, dass, wenn es möglich sein sollte, die auf der Erde zurückgebliebenen wenig davon hätten, weil sie erstens schneller altern und zweitens mindestens vier Jahre auf einen Funkspruch warten müssen, der sich nur mit c bewegen kann und nicht schneller, denn das nächste sternsystem ist bekanntlich 4 Lichtjahre entfernt.
Es gibt einfach ein paar Grenzen, die wir nicht überwinden können.

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