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planetare Killer

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planetare Killer

Beitrag von seeker » 31. Jan 2022, 12:53

Interessant:

Zehn Kilometer Durchmesser
„Planeten-Killer“ aus dem All: Würde die Menschheit das Szenario aus „Don‘t Look Up“ überleben?

https://www.fr.de/wissen/asteroid-komet ... 67782.html

Zunächst einmal: Der Film ist sehenswert und passt sehr gut in die aktuelle Zeit!
Was würden wir in so einem Fall wirklich tun? Würden wir das in der Realität hinbekommen oder würde es wie im Film laufen?

Und wenn ich ich im obigen Bericht das hier lese...
Allerdings gebe es auch den Fall des Kometen Neowise, der im Jahr 2020 nur vier Monate vor seiner größten Annäherung an die Erde entdeckt wurde, schränken die Forscher ein.
ebd.
... dann komme ich doch ins Grübeln.

C/2020 F3 (NEOWISE)
https://de.wikipedia.org/wiki/C/2020_F3_(NEOWISE)

Das Ding hat 5km Durchmesser, ist damit ein Planetenkiller.
Wie kann das sein? Wieso wird so etwas nicht früher gefunden?
Bei 4 Monaten Vorlauf...? Das wäre wohl nicht gut ausgegangen... einfach nur Glück gehabt...
Und ganz so einfach kann man sich ja auch nicht herausreden, dass so ein Einschlag wohl nur alle x Millionen Jahre passiert, denn der letzte ist 65 Millionen Jahre her, es könnte also wohl wieder mal an der Zeit sein...
Grüße
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Re: Planetenkiller

Beitrag von Frank » 31. Jan 2022, 16:07

Meine Worte schon seit vielen Jahren. Auf der Erde ist alles wichtiger, nur ein Impact nicht.
Die Klimarettung gehört da auch dazu(und viele andere Dinge auch). Da werden in den nächsten Jahrzehnten Billionen rein gestopft und im Grunde weiß keiner so ganz genau, was da am Ende raus kommt.
Bei einem Einschlag eines 10 Km Boliden, der mit 60.000 Km/h angeschossen kommt, wissen wir es aber ganz genau. ;look :wink:

Deswegen bin ich auch so ein Fan der Kommerzialisierung des Weltraumes. Da kommt zwangsweise ein "gewusst wie" mit der Zeit und wir können in absehbarer Zukunft etwas tun.
Bis jetzt haben wir noch nicht mal ein Raumschiff, um Menschen in die Nähe so eines Boliden zu bringen, um vor Ort etwas zu tun.
Wir brauchen bei einem Raketenstart , der einen popeligen Wettersatelliten ins All schießt, noch einen Countdown von gefühlt einem Jahr. Normalerweise müsste in unserer Zeit hier schon ein reger Verkehr herrschen. (Und wenn es nur darum ginge, den vielen Schrott im Orbit einzusammeln und auf der Erde zu recyceln .)
Wir haben nichts und können bis dato immer nur hoffen, dass uns ein Teil verfehlt. ;j

Das Wort "Planetenkiller" ist auch nicht richtig gewählt, weil ein 10 Km Bolide der Erde überhaupt nichts anhaben kann.
Es geht um die Fauna und Flora und letztendlich uns, aber nicht um den Planeten.
Das wird aber schon bei der Klimarettung benutzt............. "die Erde ist krank"......"der Planet stirbt".......(Alter....... :strings )
Ist das Geschlecht des Menschen biologisch bedingt oder ist es ein soziales Konstrukt? Im Tierreich ist das oft simpler. Wenn man dem weiblichen Borstenwurm das Gehirn entfernt, wird es zum Männchen.

Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Planetenkiller

Beitrag von seeker » 1. Feb 2022, 14:49

Frank hat geschrieben:Die Klimarettung gehört da auch dazu(und viele andere Dinge auch). Da werden in den nächsten Jahrzehnten Billionen rein gestopft und im Grunde weiß keiner so ganz genau, was da am Ende raus kommt.
Na ja, das ist ein anderes Thema. Und dort weiß man immerhin genau genug, was passiert, wenn man nichts tut.
Frank hat geschrieben:
31. Jan 2022, 16:07
Bei einem Einschlag eines 10 Km Boliden, der mit 60.000 Km/h angeschossen kommt, wissen wir es aber ganz genau.
Deswegen bin ich auch so ein Fan der Kommerzialisierung des Weltraumes. Da kommt zwangsweise ein "gewusst wie" mit der Zeit und wir können in absehbarer Zukunft etwas tun.
Wir würden aber vorher niemals 100%ig genau wissen, OB so ein Bolide auch wirklich einschlagen würde, wenn er zwar schon entdeckt wäre, aber noch eingermaßen weit entfernt.
Und was die Privaten tun würden, na ja... :)
Schau dir echt mal den Film an, wenn du Lust hast (Netflix), er ist soo passend... :)

Also den Aufbau einer vernünftigen plantaren Verteidigung sehe ich mittelfristig auch als sinnvoll, nein notwendig an.
Das ist aber sicher keine Aufgabe, die in private Hände gehört.

Es tut sich immerhin ja auch schon hier und da etwas:

Esa-Mission "Hera" Start einer Asteroiden-Abwehr: Die Dinosaurier waren hilflos, "aber wir werden vorbereitet sein"
https://www.stern.de/panorama/wissen/ko ... 18106.html

Allgemein interessant:

Planetare Verteidigung: Abwehrstrategien und Projekte gegen Asteroiden
https://de.wikipedia.org/wiki/Planetare ... Asteroiden

Vielleicht könnte das etwas mehr sein bzw. solle es schneller vorangehen, vielleicht nicht, aber zunächst einmal sollte m.E. die Überwachung des Weltraums dahingehend ausgebaut werden, ich meine, dass man den o.g. riesigen Kometen Neowise erst so spät gefunden hatte, ist schon sehr ernüchternd, auch wenn man bedenkt, dass Kometen eher leichter zu finden sind als Asteroiden gleicher Masse.
Frank hat geschrieben:
31. Jan 2022, 16:07
Das Wort "Planetenkiller" ist auch nicht richtig gewählt, weil ein 10 Km Bolide der Erde überhaupt nichts anhaben kann.
Das mag sein, besser wäre wohl "globaler Killer" zu sagen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Global_Killer
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Re: Planetenkiller

Beitrag von Frank » 2. Feb 2022, 10:53

seeker hat geschrieben:
1. Feb 2022, 14:49

Na ja, das ist ein anderes Thema. Und dort weiß man immerhin genau genug, was passiert, wenn man nichts tut.
Das werden wir sehen und ich habe auch nicht gesagt, dass wir nichts tun sollen.
Und richtig, dass ist ein anderes Thema.
seeker hat geschrieben:
1. Feb 2022, 14:49
Wir würden aber vorher niemals 100%ig genau wissen, OB so ein Bolide auch wirklich einschlagen würde, wenn er zwar schon entdeckt wäre, aber noch eingermaßen weit entfernt.
Ich habe auch nicht von Wahrscheinlichkeiten gesprochen, sonder was passiert, wenn ein Bolide , von der Größe, mit dieser Geschwindigkeit einschlägt.Dazu braucht es keine große Vorstellungskraft, oder aufwendige Computermodell . Deswegen auch meine Anspielung auf die Klimaforschung und hier vergleichsweise viel mehr mit Modellen sich der Sache genähert werden muss und natürlich Fehler behaftet sein kann, aber man beim oben erwähnten Einschlag weiß, was uns blüht.
Mir geht es um einen " Prioritätenausgleich"
seeker hat geschrieben:
1. Feb 2022, 14:49
Und was die Privaten tun würden, na ja... :)
Es geht bei den Privaten rein um die Weiterentwicklung der Technik. Konkurrenz belebt das Geschäft, was man deutlich beim Wettlauf ins All sehen konnte, als es noch den Kampf der Systeme gab.
Wenn man aber staatlichen Institutionen das Feld allein überlässt, dann siehst du ja deutlich was raus kommt.
Die ISS wurde eine Zeit lang noch von einer Raumfähre versorgt, die Wernher v. Braun Anfang der 70er entworfen hat. Nachdem es nicht mehr verantwortbar war mit diesen Rumpelkisten ins All zu fliegen, wurde dann nicht etwa etwas Neues gebracht, nein man griff auf noch ältere Technik zurück (Sojus)
Wenn es um den Mond oder gar den Mars geht, dann orientiert man sich wieder an der Saturn V................ ok lassen wir es an dieser Stelle.



seeker hat geschrieben:
1. Feb 2022, 14:49
Also den Aufbau einer vernünftigen plantaren Verteidigung sehe ich mittelfristig auch als sinnvoll, nein notwendig an.
Das ist aber sicher keine Aufgabe, die in private Hände gehört.
Natürlich müssen das dann die Staaten oder gar die UNO machen, aber keiner hindert sie dann auf bessere Technik zurück zu greifen?
seeker hat geschrieben:
1. Feb 2022, 14:49
Es tut sich immerhin ja auch schon hier und da etwas:

Esa-Mission "Hera" Start einer Asteroiden-Abwehr: Die Dinosaurier waren hilflos, "aber wir werden vorbereitet sein"
https://www.stern.de/panorama/wissen/ko ... 18106.html

Allgemein interessant:

Planetare Verteidigung: Abwehrstrategien und Projekte gegen Asteroiden
https://de.wikipedia.org/wiki/Planetare ... Asteroiden

Vielleicht könnte das etwas mehr sein bzw. solle es schneller vorangehen, vielleicht nicht, aber zunächst einmal sollte m.E. die Überwachung des Weltraums dahingehend ausgebaut werden, ich meine, dass man den o.g. riesigen Kometen Neowise erst so spät gefunden hatte, ist schon sehr ernüchternd, auch wenn man bedenkt, dass Kometen eher leichter zu finden sind als Asteroiden gleicher Masse.
Natürlich tut sich da etwas, aber das ist im Grunde ein Tropfen auf den heißen Stein und es fehlt überall hinten und vorne an Geld.
Ist das Geschlecht des Menschen biologisch bedingt oder ist es ein soziales Konstrukt? Im Tierreich ist das oft simpler. Wenn man dem weiblichen Borstenwurm das Gehirn entfernt, wird es zum Männchen.

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Re: Planetenkiller

Beitrag von Frank » 2. Feb 2022, 23:07

Kosmischer Begleiter: Astronomen haben den zweiten Trojaner der Erde entdeckt – einen großen Asteroiden, der unseren Planeten auf seiner Bahn begleitet. Neue Beobachtungen bestätigen, dass der Asteroid 2020 XL5 mehr als einen Kilometer Durchmesser hat und damit dreimal größer ist als der einzige zuvor bekannte Erdtrojaner. Er kreist um den Lagrangepunkt 4, einen der Erde vorauseilenden Punkt auf der Erdbahn. Er wird allerdings nur noch rund 4.000 Jahre dort bleiben, wie Simulationen nahelegen
https://www.scinexx.de/news/kosmos/groe ... -entdeckt/

1,2 Km ist noch einmal eine andere Hausnummer, als so ein 10 Km Kiesel........ :shock:
Ist das Geschlecht des Menschen biologisch bedingt oder ist es ein soziales Konstrukt? Im Tierreich ist das oft simpler. Wenn man dem weiblichen Borstenwurm das Gehirn entfernt, wird es zum Männchen.

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Re: Planetenkiller

Beitrag von seeker » 3. Feb 2022, 17:55

Frank hat geschrieben:
2. Feb 2022, 10:53
Ich habe auch nicht von Wahrscheinlichkeiten gesprochen, sonder was passiert, wenn ein Bolide , von der Größe, mit dieser Geschwindigkeit einschlägt.Dazu braucht es keine große Vorstellungskraft, oder aufwendige Computermodell .
Ja, schon klar. Ich hatte nur den Film in Hinterkopf. Dort haben sie sich dann darauf gestürzt, dass zwar klar ist, was passiert, wenn der einschlägt, dass es aber nicht 100%ig sicher ist, dass er einschlägt. :)
Frank hat geschrieben:
2. Feb 2022, 10:53
Es geht bei den Privaten rein um die Weiterentwicklung der Technik. Konkurrenz belebt das Geschäft, was man deutlich beim Wettlauf ins All sehen konnte, als es noch den Kampf der Systeme gab.
Das ja, fragt sich allerdings dabei auch immer, in welche Richtung die Technik weiterentwickelt wird, bzw. welche Technik. Private Unternehmen haben ja schließlich nicht unbedingt das Gemeinwohl im Auge, sondern das Wohl bzw. den Profit ihrer eigenen Firma. Das muss so sein. Daher sind die Zielsetzungen naturgemäß zwar manchmal, aber bei weitem nicht immer dieselben.
Private Unternehmen werden nichts entwickeln, wo sich nicht auf absehbahre Zeit mit kalkulierbarem Risiko Geld verdienen lässt.
Frank hat geschrieben:
2. Feb 2022, 10:53
Wenn man aber staatlichen Institutionen das Feld allein überlässt, dann siehst du ja deutlich was raus kommt.
Ich denke man braucht beides, ein vernünftiger Mix scheint mir da am besten/effektivsten zu sein.
Frank hat geschrieben:
2. Feb 2022, 10:53
Natürlich müssen das dann die Staaten oder gar die UNO machen, aber keiner hindert sie dann auf bessere Technik zurück zu greifen?
Ja. Wir brauchen beides.
Frank hat geschrieben:
2. Feb 2022, 10:53
Natürlich tut sich da etwas, aber das ist im Grunde ein Tropfen auf den heißen Stein und es fehlt überall hinten und vorne an Geld.
Warum fehlt (den staatlichen Institutionen) Geld? Wo ist es, wer hat es? Da steckt des Pudels Kern drinne... :wink:
Frank hat geschrieben:
2. Feb 2022, 23:07
https://www.scinexx.de/news/kosmos/groe ... -entdeckt/

1,2 Km ist noch einmal eine andere Hausnummer, als so ein 10 Km Kiesel....
Interessante Sache. Besonders das hier:
Ein weiterer Aspekt: Die Lagrangepunkte sind für irdische Sonden mit einem relativ geringen Energieaufwand zu erreichen. Das könnte Erkundungsmission zu solche Objekten erleichtern und vielleicht sogar den Asterodienbergbau begünstigen. „Wenn wir mehr Erdtrojaner entdecken, wären sie billiger zu erreichen als der Mond“, sagt Briceño. „Sie könnten daher ideale Base für die weitere Erkundung des Sonnensystems bilden oder sogar eine Quelle von Rohstoffen.“
https://www.scinexx.de/news/kosmos/groe ... -entdeckt/
Grüße
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Re: Planetenkiller

Beitrag von Herr5Senf » 13. Apr 2022, 12:24

Das ist doch wenigstens mal ein Ding C/2014 UN271 (Bernardinelli-Bernstein), der größte und schwerste, Hubble ;look
130 km Durchmesser, der berühmte Halley hatte 11 km, geschätzte Masse von 500 Mrd t 100.000 mal größer als typisch
der Komet bewegt sich mit 35.000 km/h vom Rand des Sonnensystems und wird im Jahr 2031 am nächsten sein

Umlaufzeit 3 Mio Jahre, keine Angst, er kommt nur auf 10 AE 1,5 Mrd km ran - Grüße Dip

Bild

Infos von https://edition.cnn.com/2022/04/12/worl ... index.html

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Re: Planetenkiller

Beitrag von ralfkannenberg » 13. Apr 2022, 15:51

Herr5Senf hat geschrieben:
13. Apr 2022, 12:24
Das ist doch wenigstens mal ein Ding C/2014 UN271 (Bernardinelli-Bernstein), der größte und schwerste, Hubble ;look
130 km Durchmesser, der berühmte Halley hatte 11 km
Hallo Herr Senf,

aus der Wikipedia:
Nach (2060) Chiron ist er darüber hinaus der größte bekannte Komet im Sonnensystem.
Einer seiner Namen lautet auch 2014 UN271, er ist also eines der transneptunischen Objekte. Im MPC wird er allerdings als Komet geführt; betreffend seines Perihels würde er wie Chiron zu den Zentauren gehören, seine Bahnneigung von 95% entlarvt ihn natürlich als Besucher der Oort'schen Wolke.

Gemäss MPC befindet sich dieser Komet auf einer hyperbolischen Bahn, wird also unser Sonnensystem nach seinem Perihel-Durchgang verlassen.

Seine Grösse indes ist wirklich sehr beachtlich und zeigt, dass es in der Oort'schen Wolke mindestens zwei Objekte gibt, welche über 100 km im Durchmesser aufweisen, das andere ist (468861) 2013 LU28.


Freundliche Grüsse, Ralf


EDIT 21:30 Uhr: Link zu (468861) 2013 LU28 ergänzt
Zuletzt geändert von ralfkannenberg am 13. Apr 2022, 21:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Planetenkiller

Beitrag von seeker » 13. Apr 2022, 18:25

Wenn man so einen Boliden einfangen könnte und auf einer Erdumlaufbahn oder in einem Lagrangepunkt parken, dann könnte man prima Weltraumbergbau betreiben. :rostar:

Ich vermute, dass das irgendwann so gemacht werden wird.
Und dann klappt das 10x und beim 11. Mal klappt es nicht, das Ding stürzt ab und das wars dann... :mrgreen:
Grüße
seeker


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Re: Planetenkiller

Beitrag von ralfkannenberg » 13. Apr 2022, 18:47

seeker hat geschrieben:
13. Apr 2022, 18:25
Wenn man so einen Boliden einfangen könnte und auf einer Erdumlaufbahn oder in einem Lagrangepunkt parken, dann könnte man prima Weltraumbergbau betreiben. :rostar:

Ich vermute, dass das irgendwann so gemacht werden wird.
Hallo seeker,

wozu das denn ? - In "Erdnähe" gibt es doch genügend Planetoiden, auf denen man Bergbau betreiben könnte. Zudem befindet sich auf so einem Kometen aus der Oort'schen Wolke eh vorwiegend Eis, und davon haben wir meines Wissens auf der Erde genug.

Ausserdem sehe ich nicht so recht, wie Du den so ohne Weiteres von einem Perihel auf Saturnhöhe (10 AU) auf ein Perihel auf Erdhöhe (1 AU) "absenken" kannst. Du weisst ja, wie schwierig es ist, eine Sonde zur Sonne abzubremsen und da ist es oft einfacher, die Sonde zuerst zum 5x weiter entfernten Jupiter rauszuschicken und von dort per Swing-By zur Sonne zurückzuschleudern.

Oder der BepiColombo zum Merkur, der auf dem Weg dorthin ein Swing-By an unserer Erde sowie derer zwei an der Venus vollführen wird, eine Vorgehensweise, die sich übrigens (in anderer Reihenfolge) auch schon bei der Saturnsonde Cassini und einige Jahre zuvor bei der Jupitersonde Galileo (erst Venus und dann 2x Erde) bewährt hat.

seeker hat geschrieben:
13. Apr 2022, 18:25
Und dann klappt das 10x und beim 11. Mal klappt es nicht, das Ding stürzt ab und das wars dann... :mrgreen:
Die Erde ist klein und die direkt zu treffen gar nicht so einfach ...


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Planetenkiller

Beitrag von Frank » 13. Apr 2022, 20:12

ralfkannenberg hat geschrieben:
13. Apr 2022, 18:47

Zudem befindet sich auf so einem Kometen aus der Oort'schen Wolke eh vorwiegend Eis, und davon haben wir meines Wissens auf der Erde genug.

Das ist eine hypothetische , bis jetzt nicht nachgewiesene, Ansammlung von astronomischen Objekten :wink:
Ist das Geschlecht des Menschen biologisch bedingt oder ist es ein soziales Konstrukt? Im Tierreich ist das oft simpler. Wenn man dem weiblichen Borstenwurm das Gehirn entfernt, wird es zum Männchen.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Planetenkiller

Beitrag von ralfkannenberg » 13. Apr 2022, 21:34

Frank hat geschrieben:
13. Apr 2022, 20:12
ralfkannenberg hat geschrieben:
13. Apr 2022, 18:47
Zudem befindet sich auf so einem Kometen aus der Oort'schen Wolke eh vorwiegend Eis, und davon haben wir meines Wissens auf der Erde genug.
Das ist eine hypothetische , bis jetzt nicht nachgewiesene, Ansammlung von astronomischen Objekten :wink:
Hallo Frank,

das ist korrekt, aber die konkret benannten Objekte, die gibt es und die dürften primär aus Eis bestehen. Zwei weitere solche Exemplare, etwas kleiner im Durchmesser, sind (342842) 2008 YB3 und 2011MM4.

Was Niku und Drac anbelangt weiss ich nicht, was hierzu die aktuelle Leermeinung ist, d.h. ob man die aus der hypothetischen Oort'schen Wolke vermutet oder ob die vom Planeten Nine auf ihre retrograden Umlaufbahnen gebracht worden sind. Niku bringt es übrigens auf stolze 160 km Durchmesser.

Der helle Komet des Jahres 1729 soll es übrigens ebenfalls auf rund 100 km Durchmesser gebracht haben, mit einer Bahnneigung von 77° ebenfalls ein ganz heisser Kandidat für die Oort'sche Wolke.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Planetenkiller

Beitrag von ralfkannenberg » 13. Apr 2022, 22:56

Frank hat geschrieben:
13. Apr 2022, 20:12
Das ist eine hypothetische , bis jetzt nicht nachgewiesene, Ansammlung von astronomischen Objekten :wink:
Hallo Frank,

auch wenn das wie geschrieben streng genommen richtig ist, verstehe ich nicht ganz, warum Du das erwähnst, zumal in der Fachwelt meines Wissens keinerlei Zweifel an der Existenz einer solchen Oort'schen Wolke vorhanden sind, diese schon seit sehr langer Zeit vorhergesagt wurde und sämtliche bisherigen Beobachtungen konsistent zu dieser Oort'schen Wolke sind. Es wurden um fremde Sternsysteme Strukturen entdeckt, die auf eine dortige Oort'sche Wolke schliessen lassen könnten - nicht notwendigerweise müssen, aber durchaus können - und man kennt inzwischen auch zahlreiche erweiterte "Zentauren" mit hohen Bahnneigungen, d.h. Planetoiden jenseits der Jupiterbahn, die quasi eingefangen wurden und nun ihre Runden mit Perihelen im Zentauren-Bereich ziehen, die man ohne Oort'sche Wolke irgendwie nicht unbedingt erwarten würde.

Völliger Unsinn ist natürlich die Bezeichnung der Sednoiden als Inner Oort Cloud-Objects ("IOC"); diese Namensgebung hat halt die Quote, dass diese Artikel gelesen werden, erhöht. Und ja - mit Ausnahme weniger Kometen auf hochexzentrischen Umlaufbahnen befindet sich jedes bekannte Objekt unseres Sonnensystems innerhalb der Oort'schen Wolke, ist also genau genommen so ein "IOC", nicht nur die drei bisher bekannten mit Perihelen über 65 AU. Sondern beispielsweise auch die Sonne, unsere Erde und der Mond.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Planetenkiller

Beitrag von seeker » 14. Apr 2022, 06:46

ralfkannenberg hat geschrieben:
13. Apr 2022, 18:47
wozu das denn ? - In "Erdnähe" gibt es doch genügend Planetoiden, auf denen man Bergbau betreiben könnte.
Viel zu weit weg... das muss schon näher.
Und nee, die Eisbrocken kann man höchstens als Tankstellen für Raumschiffe benutzen (-> H2 und O2-Produktion), wir wollen die Metallbrocken haben.

ralfkannenberg hat geschrieben:
13. Apr 2022, 18:47
Ausserdem sehe ich nicht so recht, wie Du den so ohne Weiteres von einem Perihel auf Saturnhöhe (10 AU) auf ein Perihel auf Erdhöhe (1 AU) "absenken" kannst. Du weisst ja, wie schwierig es ist, eine Sonde zur Sonne abzubremsen und da ist es oft einfacher, die Sonde zuerst zum 5x weiter entfernten Jupiter rauszuschicken und von dort per Swing-By zur Sonne zurückzuschleudern.
Schwierige Manöver, sicherlich, Swing-By ist dabei immer eine Option... man muss da schauen, möglichst Treibstoff zu sparen, sonst wird das zu teuer.
Deshalb ist eine weitere Überlegung so einen Metallbrocken einfach auf den Erdmond stürzen zu lassen, spart Treibstoff.
ralfkannenberg hat geschrieben:
13. Apr 2022, 18:47
Die Erde ist klein und die direkt zu treffen gar nicht so einfach ...
Das kommt auf die Entfernung an. Nur: Je näher so ein Brocken an der Erde geparkt würde, desto billiger wäre der Abbau.
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Re: Planetenkiller

Beitrag von ralfkannenberg » 14. Apr 2022, 08:23

seeker hat geschrieben:
14. Apr 2022, 06:46
ralfkannenberg hat geschrieben:
13. Apr 2022, 18:47
wozu das denn ? - In "Erdnähe" gibt es doch genügend Planetoiden, auf denen man Bergbau betreiben könnte.
Viel zu weit weg... das muss schon näher.
Hallo seeker,

da gibt es meines Wissens immerhin seriöse Arbeiten dazu, wie man das tun könnte. Ansonsten kannst Du das Bynaus vom Astronews-Forum fragen, der kennt sich da ziemlich gut mit aus und hat auch schon selber Arbeiten (allerdings nicht zu diesem Thema) veröffentlicht.

seeker hat geschrieben:
14. Apr 2022, 06:46
Und nee, die Eisbrocken kann man höchstens als Tankstellen für Raumschiffe benutzen (-> H2 und O2-Produktion), wir wollen die Metallbrocken haben.
Dein Komet ist aber mit grosser Wahrscheinlichkeit so ein Eisbrocken.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Planetenkiller

Beitrag von Frank » 14. Apr 2022, 09:29

ralfkannenberg hat geschrieben:
13. Apr 2022, 22:56

auch wenn das wie geschrieben streng genommen richtig ist, verstehe ich nicht ganz, warum Du das erwähnst, zumal in der Fachwelt meines Wissens keinerlei Zweifel an der Existenz einer solchen Oort'schen Wolke vorhanden sind, diese schon seit sehr langer Zeit vorhergesagt wurde und sämtliche bisherigen Beobachtungen konsistent zu dieser Oort'schen Wolke sind. Es wurden um fremde Sternsysteme Strukturen entdeckt, die auf eine dortige Oort'sche Wolke schliessen lassen könnten - nicht notwendigerweise müssen, aber durchaus könne
Da hier ja auch viele Gäste mitlesen möchte ich darauf hinweisen, dass wir hier von einer unbewiesenen Sache reden.
Die Beobachtung in anderen Sternsystemen kenne ich, aber aufgrund der Tatsache was es in anderen Sternensystemen gibt und bei uns nicht(Heiße Jupiter, Mini Neptuns, Supererden.....usw., halte ich nichts mehr für in Stein gemeiselt, oder einfach ausgedrückt, weil das woanders so ist, muss es hier nicht genauso sein.
Zumal mich schon allein der Ausdruck "Wolke" stört.
Ein nicht eingelesener Mensch zu der Thematik, sieht da vor seinem gedanklichen Auge einen kugelförmigen Nebel, wie er ja auch oft dargestellt wird und denkt dann , welch "Party" und Gedränge da wohl sein muss.
In Wahrheit gibt es da zuerst einmal viel "Nichts". Natürlich werden Millionen Brocken irgendwie um die Sonne kreisen, aber aufgrund der riesigen Entfernung ist da im Grunde nur ganz viel Raum.
Ist das Geschlecht des Menschen biologisch bedingt oder ist es ein soziales Konstrukt? Im Tierreich ist das oft simpler. Wenn man dem weiblichen Borstenwurm das Gehirn entfernt, wird es zum Männchen.

Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Planetenkiller

Beitrag von seeker » 14. Apr 2022, 10:47

Das ist etwas dran, Frank.
Und beim Asteroidengürtel ist es im Grunde dasselbe wie bei der Oortschen Wolke:
Wenn man sich nur die bildlichen Darstellungen dazu anschaut, entsteht ein falscher Eindruck der Verhältnisse.
Es ist halt auch so, dass man sonst gar nichts auf den Bildern sehen würde, außer Leere, aber man sollte das dazusagen.
Ansonsten ist es bei der Oortschen Wolke m.W.n. so, dass ein letzter Existenzbeweis aussteht, insbesondere ein direkter, dass wir aber derzeit recht sicher davon ausgehen können, dass diese Struktur existiert. Diese Sicherheit ist aber dennoch geringer als beispielsweise die Sicherheit, dass der Saturn existiert.
Das sollte man dann auch so sagen und einordnen.
Grüße
seeker


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Re: Planetenkiller

Beitrag von ralfkannenberg » 14. Apr 2022, 11:45

Frank hat geschrieben:
14. Apr 2022, 09:29
Da hier ja auch viele Gäste mitlesen möchte ich darauf hinweisen, dass wir hier von einer unbewiesenen Sache reden.
Hallo Frank,

Deinem Einwand ist im vollen Umfang zuzustimmen !

Frank hat geschrieben:
14. Apr 2022, 09:29
Zumal mich schon allein der Ausdruck "Wolke" stört.
Tatsächlich wäre die Wortwahl "Halo" angemessener. Historisch war es einfach so, dass die kurz- und mittelperiodischen Kometen in ihrer Bahnneigung eine Vorzugsrichtung aufweisen, nämlich die Ekliptik, also die Planetenebene, was Anlass zur Vermutung gab, dass es neben dem klassischen Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter einen weiteren Asteroidengürtel ("Kuipergürtel") jenseits der Neptunbahn geben müsse; man hat lediglich nicht erkannt, dass der damals noch als Planet klassifizierte Pluto sein grösstes Mitglied ist. Das wäre vielleicht anders gelaufen, wäre damals die ebenfalls entdeckbare Makemake nicht in einer sternreichen Region gestanden und übersehen worden.

Diese beiden Ansammlungen, also Hauptgürtel und Kuipergürtel, haben ebenso wie die kurz- und mittelperiodischen Kometen die Eigenschaft, dass die Bahnneigungen ihrer Mitglieder eine Vorzugsrichtung haben, und zwar in der Planetenebene - deswegen die Bezeichnung "belt" bzw. "Gürtel".

Völlig anders das Verhalten der langperiodischen Kometen: deren Bahnneigungen weisen keinerlei Vorzugsrichtungen auf, d.h. sie scheinen aus allen Richtungen zu kommen. Aus diesem Grunde wurde von einer "Wolke" bzw. bei der dunklem Materie der Milchstrasse von einem "Halo" gesprochen.

Frank hat geschrieben:
14. Apr 2022, 09:29
In Wahrheit gibt es da zuerst einmal viel "Nichts". Natürlich werden Millionen Brocken irgendwie um die Sonne kreisen, aber aufgrund der riesigen Entfernung ist da im Grunde nur ganz viel Raum.
Das ist auch schon im Inneren des Sonnensystems so, da gibt es auch ganz viel Raum. Zwar waren noch die ersten Sonden zum Jupiter, also Pioneer 10 und Pioneer 11, extra mit einem Detektor ausgestattet, der die Zahl der Treffer mit Kleinst-Planetoiden gemessen hat, doch war man sehr überrascht, dass auch der Planetoidengürtel weitgehend leer ist und keine Gefahr für spätere Raumschiffe beinhaltet; es wird auch nicht mehr als riskant eingestuft, ein Raumschiff zur Sonne erst einmal durch den Planetoidengürtel hindurch zum Jupiter zu schicken, dort einen Swing-By machen zu lassen und erneut und mit frischem Schwung durch den Planetoidengürtel hindurch dann zur Sonne zu schicken.

Im Übrigen rechnet man nicht mit "Millionen" von Brocken, sondern mit knapp einer Billion solcher Brocken, also hunderttausend- bis eine Million mal mehr. Die sich natürlich auf einen riesigen "kugelförmigen" Bereich verteilen.

Hübsches Beispiel von sogenannten "astronomischen Zahlen".


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Planetenkiller

Beitrag von Pippen » 14. Apr 2022, 15:20

5km Durchmesser ist kein Planetenkiller, selbst mit Eisenkern und Landaufschlag. Da brauchst du 500km Durchmesser oder sowas wie 100km Durchmesser mit Eisenkern und Landaufschlag. Und wenn wir "Planetenkiller" sprichwörtlich nähmen, dann brauchte es etwas mit 2.000-5.000km, erst dann würde die Erde wohl zerbrechen. Es gibt da im Internet einen Simulator, wo man das gut durchspielen kann.

Ansonsten sind die Wahrscheinlichkeiten für einen ernsthaften Aufschlag so dermaßen gering, dass es rausgeschmissenes Geld wäre. Ja, wenn es passiert, dann sieht man doof aus, aber wenn man das machte, dann müsste man in Berlin auch einen Notfallplan gegen Luftschläge aus Nicaragua haben und wohin das führt, brauche ich nicht weiter auszuführen.

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Re: Planetenkiller

Beitrag von Frank » 14. Apr 2022, 18:52

Pippen hat geschrieben:
14. Apr 2022, 15:20
5km Durchmesser ist kein Planetenkiller, selbst mit Eisenkern und Landaufschlag. Da brauchst du 500km Durchmesser oder sowas wie 100km Durchmesser mit Eisenkern und Landaufschlag. Und wenn wir "Planetenkiller" sprichwörtlich nähmen, dann brauchte es etwas mit 2.000-5.000km, erst dann würde die Erde wohl zerbrechen. Es gibt da im Internet einen Simulator, wo man das gut durchspielen kann.

Ansonsten sind die Wahrscheinlichkeiten für einen ernsthaften Aufschlag so dermaßen gering, dass es rausgeschmissenes Geld wäre. Ja, wenn es passiert, dann sieht man doof aus, aber wenn man das machte, dann müsste man in Berlin auch einen Notfallplan gegen Luftschläge aus Nicaragua haben und wohin das führt, brauche ich nicht weiter auszuführen.
Die Menschheit ist so arrogant ,dass sie ihr eigenes Ableben als "Weltuntergang " beschreibt, obwohl die Erde bei einem 100 Km Teil noch keine größeren Blessuren davon tragen würde.
😉
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Re: Planetenkiller

Beitrag von Pippen » 15. Apr 2022, 11:50

Achso, ja. Ich bezog "Planetenkiller" wirklich auf den ganzen Planeten, also unsere Erde, sei es die Auslöschung allen (nicht ganz niederen) Lebens, sei es sogar die komplette Zerschlagung der Erde selbst. Wir mögen die Erde dominieren, aber wir sind nur ein kleiner Teil ihres Ökosystems und noch ein viel kleinerer Teil ihrer Materie.

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Re: Planetenkiller

Beitrag von seeker » 15. Apr 2022, 22:46

Soll ich den Thread umbenennen, in "planetare Killer"?
Seid ihr dann besser zufrieden? :)

(Die Frage ist durchaus ernst gemeint. Ich mache das, wenn ihr wollt... :))
Grüße
seeker


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Re: Planetenkiller

Beitrag von Frank » 16. Apr 2022, 00:52

seeker hat geschrieben:
15. Apr 2022, 22:46
Soll ich den Thread umbenennen, in "planetare Killer"?
Seid ihr dann besser zufrieden? :)

(Die Frage ist durchaus ernst gemeint. Ich mache das, wenn ihr wollt... :))
Gute Idee. Ich möchte auch nicht Haar-spalten, aber entsteht gerade auch bei Klima Aktivisten , wenn man ihre Schilder ließt, immer der Eindruck , wir würden die Erde (nicht unsere ,weil auch so eine Anmaßung ) zerstören.
Wie wenn es die Erde jucken würde, was aus uns wird.
Wir zerstören unsere Lebensgrundlage und das macht ein Impaktor eben auch.
Selbst Theia, in etwa Mars groß , hat es nicht geschafft....
OK, da war im Grunde alles am Ar....,aber solche Brocken wie oben beschrieben jucken die Erde nicht.
Bei Fauna und Flora und letztlich uns , ist das natürlich eine ganz andere Sache.
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Re: planterare Killer

Beitrag von seeker » 18. Apr 2022, 10:37

Geschehen! :)
Grüße
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Re: planetare Killer

Beitrag von Pippen » 21. Apr 2022, 18:28

Hier nochmal der Link zu dem Impact Simulator der Purdue Universität: https://impact.ese.ic.ac.uk/ImpactEarth/ImpactEffects/

Gibt man zB einen 5000km Eisenbrocken an, der mit 60km/s in 45° Winkel auf Land trifft, dann kommt als Ergebnis: The Earth is completely disrupted by the impact and its debris forms a new asteroid belt orbiting the sun between Venus and Mars. :shock:

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