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Jupiters zerbrochener Kern

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Jupiters zerbrochener Kern

Beitrag von Frank » 17. Aug 2019, 22:07

In der Frühzeit des Sonnensystems kollidierte der junge Jupiter mit einem massereichen Objekt, das seinen Kern zertrümmerte. Darauf deuten Messdaten der Raumsonde Juno und Simulationen hin
https://www.spektrum.de/news/kollision- ... de/1667718

OK, was ich nicht verstehe. Wenn der Kern zertrümmert wurde, warum ballt er sich nicht wieder unter dem Druck der Gravitation zusammen?
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Jupiters zerbrochener Kern

Beitrag von Skeltek » 18. Aug 2019, 19:15

Ich tippe darauf, dass der Kern teilweise zaehfluessig ist und die Materialien sich einfach teilweise duchmischen mit der Hydrosphaere. Je nach Druck und Tiefe liegen Materialien entweder als homogene reine Materialmasse vor, oder als Mischung, da es so weniger Platy verbraucht.
Bei wenig Druck sind schwere Elemente weiter unten, leichte weiter oben. Dazwischen gibt es sicherlich oft Schichten, wo der Druck ausreicht um die Materialien ineinander zo pressen, weil sie dann weniger Platz brauchen. Den Rest erledigen Konvektionsstroemungen, die die unteren yaehfluessigen Schichten teilweise nach oben transportieren. Auch in solchen Hydrosphaeren gibt es sicherlich so etwas aehnliches wie Vulkanismus bzw Gewitterwolken.
Ich glaube es ist irgendwann auch nicht mehr unterscheidbar, ob es sich um Fest, Fluessig oder Gasfoermig handelt. Ein Vulkan ist auch nicht viel anders wie eine Gewitterwolke, nur eben anders herum und in einer anderen Materialphase verwirklicht.
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Re: Jupiters zerbrochener Kern

Beitrag von Frank » 18. Aug 2019, 20:01

Na ja, die Erde hat ja auch einen festen Kern, obwohl da auch ein mörderischer Druck herrscht.
Der Einschlag auf Jupiter muss ja ein Inferno gewesen sein. Der Kern dringt ja bei sowas so schnell vorwärts, dass er gar nicht so schnell aufschmelzen kann.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Jupiters zerbrochener Kern

Beitrag von Herr5Senf » 18. Aug 2019, 20:12

Hier gibt es das Schauspiel in voller Länge https://www.nature.com/articles/s41586-019-1470-2.epdf
Wie es nach einem Einschlag sein sollte, ziemlich vernebelt - Grüße Dip

PS: Lustig https://www.nzz.ch/wissenschaft/jupiter ... ld.1502327
wenn man in der nzz den link auf nature anklickt, kommt der Artikel komplett scharf ohne Bezahlschranke

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Re: Jupiters zerbrochener Kern

Beitrag von Frank » 18. Aug 2019, 20:18

Das ist eine Simulation. Tatsache ist doch, dass wir über Jupiters Innenleben nicht sehr viel wissen.
Bin bei Computeranimationen immer vorsichtig.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Jupiters zerbrochener Kern

Beitrag von ralfkannenberg » 19. Aug 2019, 09:55

Hallo zusammen,

in dem Artikel steht auch folgender Satz, der zur Beweisführung herangezogen wird:
Was zudem für die Kollisionstheorie spricht, sind die deutlich geneigten Rotationsachsen der anderen Gasplaneten, von 27 Grad bei Saturn bis hin zu 98 Grad bei Uranus. Auch diese werden meist auf große Einschläge während der Frühzeit des Sonnensystems zurückgeführt.
Zumindest was die Achsneigung des Saturn anbelangt ist da das letzte Wort dazu noch nicht gesprochen, wie man der (leider kostenpflichtigen) Arbeit von Robin M. Canup & William R. Ward mit dem Titel "A common mass scaling for satellite systems of gaseous planets" auf der letzten Seite entnehmen kann.

Ich zitiere (ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das überhaupt darf):
The substantial ~27° obliquity of Saturn probably resulted from spin–orbit resonant interactions, which caused the planet’s obliquity to change slowly enough that preexisting regular satellites would have tracked its shift and remained aligned with the planet’s equatorial plane. Recent work argues for a similarly gradual origin of Uranus’ obliquity.
Allerdings referenzieren sie dabei auf vier Arbeiten, die möglicherweise frei erhältlich sind:

Ward, W. R. & Hamilton, D. P. Tilting Saturn. I. Analytic model. Astron. J. 128, 2501–-2519 (2004)
Hamilton, D. P. & Ward, W. R. Tilting Saturn II. Numerical model. Astron. J. 128, 2510–-2517 (2004)
Goldreich, P. Inclination of satellite orbits about an oblate precessing planet. Astron. J. 70, 5–-9 (1965).
Brunini, A. Origin of the obliquities of the giant planets in mutual interactions in the early Solar System. Nature 440, 1163–-1165 (2006).


Ich bitte um Nachsicht, dass meine Zeit begrenzt ist und die Neigung der Rotationsachse des Saturn zumindest derzeit nicht zu meinen primären Interessensgebieten gehört, zu dem ich Publikationen lesen würde, so dass ich mich auf das Benennen von Referenzen beschränke.


Freundliche Grüsse, Ralf

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