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Gottes letztes Schlupfloch

Quantenmechanik, Unschärfenrelation, Welle-Teilchen-Dualismus, Rechenmethoden sowie Interpretation der Quantenmechanik, Quantenfeldtheorie
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Re: Gottes letztes Schlupfloch

Beitrag von seeker » 10. Mai 2018, 23:30

Skeltek hat geschrieben:
10. Mai 2018, 21:07
Die Theorie scheiterte damals teils auch an der nicht-Lokalität, woran sich viele aufgerieben haben, weil sie so etwas nicht akzeptieren konnten oder wollten.
So würde ich das nicht sehen. Pragmatisch gesehen nimmt man einfach gerne die Rechenart (Theorie), wo man am einfachsten rechnen kann und wo man am meisten mit darstellen kann, scheitern tut da so gesehen gar nichts, ist mehr ein nebeneinander.

Eher gibt gerne Dikussionen darüber für welchen der möglichen Wege man forschungstechnisch gesehen wie viel an Ressourcen/Manpower einsetzen sollte, damit hängt auch immer zusammen, was für welche Leute grad am vielversprechendsten ausschaut.
Grüße
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Re: Gottes letztes Schlupfloch

Beitrag von Skeltek » 11. Mai 2018, 19:35

Da würde ich ziemlich zustimmen. Für mich ist problematisch, dass die Theorien, welche ich wegen der Interpretation der Realität präferiere, meist mathematisch schlecht handhabbar sind. Formeln und Rechenmodelle werden erst durch Model-artige Vereinfachungen der tatsächlichen Realität möglich. Leider sind hier teilweise Formeln und Modelle zu präferieren, die bei gerade den komplexen Bausteinen vereinfachen.
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Re: Gottes letztes Schlupfloch

Beitrag von tomS » 12. Mai 2018, 07:56

Skeltek hat geschrieben:
10. Mai 2018, 21:07
Der Vorwurf der nicht-Erweiterbarkeit auf nicht-ausgezeichnete Bezugssysteme ist jedoch nicht griffig ...
Das ist nicht der Punkt, sondern die
tomS hat geschrieben:relativistische Quantenfeldtheorie
Zunächst mal besteht die Idee in einer naiven Teilchenontologie. Dies scheitert daran, dass es rein mathematisch nicht gelingt, Quantenzahlen wie Spin, Isospin, Colour etc. mathematisch tatsächlich den Teilchen zuzuschreiben. D.h. dBB benötigt immer diese Dopplung in Teilchen und Felder sowie deren Nicht-Lokalität.

Darüberhinaus kenne ich keine allgemein akzeptierte Fassung, die Teilchenproduktion, -umwandlung und -zerfall vernünftig in ein klassisches Teilchenbild integriert.

https://en.m.wikipedia.org/wiki/De_Brog ... Extensions

Was dabei jetzt der Vorteil sein soll erschließt sich mir wirklich nicht.
Gruß
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Re: Gottes letztes Schlupfloch

Beitrag von Frank » 13. Mai 2018, 22:05

https://www.weltderphysik.de/gebiet/tei ... se-ziehen/

Kann mir jemand erkläre. Was hier genau belegt/widerlegt worden ist?
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Gottes letztes Schlupfloch

Beitrag von tomS » 14. Mai 2018, 08:13

Es geht wohl darum, die freie und zufällige Wahl der Detektororientierung zu garantieren, sowie darum, eine Kommunikation zwischen Wahl und Messung der Orientierung auszuschließen.

Zu möglichen Schlupflöchern siehe hier:

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Loophol ... ientations
https://en.m.wikipedia.org/wiki/Superdeterminism

Zu den Experimenten siehe hier:

https://arxiv.org/search/?searchtype=au ... nfeld%2C+W
Gruß
Tom

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Re: Gottes letztes Schlupfloch

Beitrag von Skeltek » 14. Mai 2018, 22:05

Superdeterminismus ist was feines. Denke aber Leute haben ein Problem damit ihre 'freie Wahl/Willen' eingeschränkt zu glauben. Denke es ist aber auch echt schwer von der ziemlich beschränkten Fähigkeit der Selbsterkennung durch Rekusion auf die Äquivalenz von freiem Willen und Vorherbestimmung zu kommen. Immer wenn man dem auf den Grund gehen will ob man heute schon anhand eines Selbst erkennen kann was man morgen entscheiden wird... kommt man zu keinem Ergebnis.

Der Trick ist glaube letzten Endes, dass sich unsere Vergangenheiten überschneiden, aber auch unsere Zukunften. Die Tatsache, dass wir nicht jeder für sich alleine im Universum existieren, sondern aufeinander Einfluss haben (und auch haben werden) ist wohl glaube ich eines der größten Wunder.
Es ist erst das was das Universum unvorhersagbar und sinnerfüllt macht, dass keiner für sich alleine die Zukunft erkennen kann... und die eigene Persönlichkeit als auch künftigen Entscheidungen von der Außenwelt und den Anderen abhängen.

Wären Entscheidungen, Umwelt und Rückwirkung der Umwelt nur von einem Selbst (bzw diesem hypotetischen 'eigenem Willen') abhängig, dann wäre ja alles völlig determiniert und vorherbestimmbar.

Und ich verstehe bis heute nicht wieso man an echten Zufall glaubt und noch weniger, weshalb keiner wirklich hinnimmt, dass sämmtliche Ereignisse im 4 oder mehr-dimensionalen Vergangenheitslichtkegel sich auf die Messung in einem Punkt auswirken...
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Re: Gottes letztes Schlupfloch

Beitrag von FKM » 14. Mai 2018, 22:31

Skeltek hat geschrieben:
14. Mai 2018, 22:05
Superdeterminismus ist was feines. Denke aber Leute haben ein Problem damit ihre 'freie Wahl/Willen' eingeschränkt zu glauben. Denke es ist aber auch echt schwer von der ziemlich beschränkten Fähigkeit der Selbsterkennung durch Rekusion auf die Äquivalenz von freiem Willen und Vorherbestimmung zu kommen.
Das vom Wikipedia-Artikel zitierte Gegenargument von Zeilinger zum Supedeterminismus finde ich einleuchtend. Vielleicht ist es Zufall oder Vorherbestimmung, das habe ich mit etwas anderen Worten gestern in einem Buch von Nicolas Gisin, "Der unbegrifliche Zufall"* gelesen.

Gäbe es keinen freien Willen, dann könnten wir niemals beschließen, eine wissenschaftliche Theorie zu testen.
Oder: wir könnten der Natur keine Fragen stellen, weil die Fragen ja auch vorherbestimmt wären.
Der Superdeterminismus wäre also nicht falsifizierbar und als Theorie/Hypothese "not even wrong".

______________
*) Nicolas Gisin. Der unbegreifliche Zufall. Springer-Verlag 2014. befasst sich fast ausschließlich mit dem Thema dieses Threads, also der Verletzung der Bellschen Ungleichung und möglicher Schlupflöcher.

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Re: Gottes letztes Schlupfloch

Beitrag von Skeltek » 15. Mai 2018, 18:56

Was mir eben wichtig war beim letzten Post, dass der von uns wahrgenommene freie Wille und Vorherbestimmung exakt dasselbe sind. Ich bin was ich bin. Ich kann nicht aus eigenem Willen heraus bestimmen, wer ich bin oder was mein Wille sein 'soll'.
Natürlich ist der Wille frei, allerdings ist es falsch anzunehmen, dass er nur einem selbst gehört, man nur selbst Einfluss auf ihn hat und er nicht durch die Umwelt und das Zuammenspiel aller(!) Dinge im eigenen Vergangenheitslichtkegel gebildet wurde.
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