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Schrödingers Katze

Quantenmechanik, Unschärfenrelation, Welle-Teilchen-Dualismus, Rechenmethoden sowie Interpretation der Quantenmechanik, Quantenfeldtheorie
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tomS
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Re: Schrödingers Katze

Beitrag von tomS » 2. Jan 2016, 00:21

Hä, wieso? Ein beliebiges Feld eben.
Gruß
Tom

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Re: Schrödingers Katze

Beitrag von seeker » 3. Jan 2016, 20:26

tomS hat geschrieben:Nee, kannst du nicht, weil du keine intrinsische Dynamik hast.

Für deinen Hamiltonoperator gilt H |phys> = 0, d.h. d/dt |phys> = 0, d.h. alle physikalisch realisierbaren Zustände sind statisch, und damit "existiert" keine Zeit.

Die Dynamik der Raumzeit selbst hilft dir da nicht.
Ja, ist klar, blöd von mir. Gegen das "von außen" hatte ich ja selbst schon argumentiert.

Nochmal zurück:
seeker hat geschrieben:Daher frage ich auch danach wie sich das mit den Theorien verhält.
Im Fall der leeren ART-Raumzeit haben wir ja schon eine Struktur, die aber noch keine Zeit beinhaltet, ja seh ich auch so.
Nun kann man aber in diese Struktur eine Zeit hineinkonstruieren, als Zusatz!
Könnte man an dem Punkt nicht dieselbe Kritik anwenden, die auch die VWI-Befürworter anwenden, wenn sie dort den Zusatz "Bornsche Regel" kritisieren?
tomS hat geschrieben:Die physikalische Zeit resultiert durch Hinzufügen von weiteren Feldern, die erst zu physikalischen Prozessen führen. Natürlich sind diese ad hoc, solange wir keine umfassende Theorie haben.
Tut sie das tatsächlich? Erscheint die Zeit, wenn wir weitere Felder hinzufügen?
Machen wir es uns einfach und blieben rein bei der Gravitation (also keine anderen WW).
Fügen wir in unsere leere, expandierende Raumzeit zwei Probemassen ein, in einem Abstand, dass sich die beiden zwar noch "spüren" (gravitative WW), jedoch die Expansion überwiegt. Unsere beiden Punktmassen entfernen sich also mit der Zeit voneinander und können das auch spüren, da ihre gegenseitige gravitative WW abnehmend ist.
Problem: In der 4D-Raumzeit haben wir gar keine zwei sich entfernende Punkte, sondern zwei statische Linien, die nicht parallel zueinander stehen.
Da alle WW zeitsymmetrisch ist gibt es auch hier keinen Grund von irgendeinem Zeitablauf zu sprechen, also ist keine Zeit/Gegenwart in dem Sinne da.
Da hilft auch die Entropie in komplexeren Vielteilchensystemen (incl. aller 4 WW) nicht heraus, weil das ein rein statistischer, also sozusagen sekundärer Effekt ist, der uns zwar eine scheinbare Zeit liefern kann, aber keine pysikalisch reale Zeit.

Worauf ich hinaus will:
Wenn man diesen Gedanken folgt, dann kommt man zu dem Schluss, dass alle Zeitpunkte gleichermaßen existieren, nebeneinander und dass die Annahme, es gäbe eine echte "Zeit" bzw. Gegenwart nur unserer psychologisch bedigten Beobachtung zuzuschreiben ist: Wir leben hier sozusagen auch in einer Froschperspektive, die eben nur eine 3D-Gegenwart wahrnemen kann, während tatsächlich laut Theorie (Vogelperspektive) ein statisches 4D-Blockuniversum existiert. Ich sehe nicht, wie man da ohne Zusatzannahmen (z.B. irgendeine bevorzugte Gegenwarts-Hyperfläche) herauskommen will.

Ich sehe da immer noch deutliche Parallelen zur VWI-Argumentation: Wir sehen in unserer Froschperspektive nur eine Welt (bzw. einen Teil der Quantenwelt), während tatsächlich alle Welten (die gesamte Wellenfunktion, ohne Kollaps) existieren.
Ich meine, es ist dasselbe Denken.

Gruß
seeker
Grüße
seeker


Mache nie eine Theorie zu DEINER Theorie!
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Re: Schrödingers Katze

Beitrag von tomS » 4. Jan 2016, 08:51

In deinem o.g. Beispiel mit zwei gravitierenden Punktmassen in einem ansonsten leeren Universum existiert zunächst kein Zeitnormal aus der Expansion. Die zusätzlichen Punktmassen können ein Zeitnormal definieren, auf das du andere Prozesse beziehen kannst. Wenn du ein Lichtsignal zwischen den Punktmassen austauscht, dann wird deren zunehmende Entfernung und die daraus resultierende Lichtlaufzeitdifferenz eine Art Uhr darstellen. Allerdings hast du keinen weiteren Prozess, dessen Zeitverlauf du mit dieser Uhr vergleichen kannst.

Die Argumentation bzgl. einer emergenten Zeit bezieht sich explizit nicht auf die Entropie!

Ich kenne die formale Herleitung einer Schrödingergleichung mit interner Zeit aus dem Wert eines Skalarfeldes im Kontext der LQC; das Problem der "missing Time" im Rahmen der QG ist jedoch allgemein bekannt und ich gehe davon aus, dass andere Ansätze ähnliche Lösungen liefern.

Konkret:

http://arxiv.org/abs/1108.0893
Loop Quantum Cosmology: A Status Report
Gleichungen (2.21, 2.22) sowie der Text
Gruß
Tom

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Re: Schrödingers Katze

Beitrag von seeker » 4. Jan 2016, 12:40

Ich mach mal einen neuen Thread zum Thema Zeit auf und mach dort weiter:
viewtopic.php?f=79&t=3193
Grüße
seeker


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