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Wie sinnvoll ist Matheunterricht?

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Dgoe
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Re: Wie sinnvoll ist Matheunterricht?

Beitrag von Dgoe » 20. Jan 2018, 21:59

Frank hat geschrieben:
20. Jan 2018, 19:35
Wo ist denn heute noch Zeit, sich tiefer mit der Materie zu beschäftigen?
Na, nach dem Studium, wenn man Hartz4 erreicht hat.

Gruß,
Dgoe
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positronium
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Re: Wie sinnvoll ist Matheunterricht?

Beitrag von positronium » 20. Jan 2018, 22:49

Frank hat geschrieben:
20. Jan 2018, 19:35
Wo ist denn heute noch Zeit, sich tiefer mit der Materie zu beschäftigen?
Während der Arbeitszeit nicht. Das muss man mitbringen, um den Job zu bekommen.
Frank hat geschrieben:
20. Jan 2018, 19:35
Hubschraubertaktik ist angesagt.........
Bei Führungskräften und Managern, ja, möglich, aber in der Technik?

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Re: Wie sinnvoll ist Matheunterricht?

Beitrag von Dares » 21. Jan 2018, 00:12

Frank hat geschrieben:
20. Jan 2018, 19:35
Wo ist denn heute noch Zeit, sich tiefer mit der Materie zu beschäftigen?
Hubschraubertaktik ist angesagt.........
Ich denke es geht eher darum was man beruflich machen möchte. Von daher ist ein "Grundpaket" schon sinnvoll auf welchem man dann
aufbauen kann. Vlt. spielen auch gesellschaftliche Strukturen oder Umfeld eine Rolle wo es kaum noch möglich ist Lehrstoff zu vermitteln.

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Re: Wie sinnvoll ist Matheunterricht?

Beitrag von Dgoe » 21. Jan 2018, 00:29

Die Promotion ist mit der Dissertation natürlich schon eine tiefere Beschäftigung mit der Materie und eines selbst gewählten besonderen Aspektes dieser.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Promotion_(Doktor) hat geschrieben:Sie gilt als Nachweis der Befähigung zu besonders vertiefter wissenschaftlicher Arbeit und beruht auf einer selbstständig verfassten wissenschaftlichen Arbeit, der Dissertation, sowie einer mündlichen Prüfung (Rigorosum,[2] Disputation oder Kolloquium)
Gruß,
Dgoe
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Re: Wie sinnvoll ist Matheunterricht?

Beitrag von ralfkannenberg » 22. Jan 2018, 09:28

positronium hat geschrieben:
20. Jan 2018, 19:14
Skeltek hat geschrieben:
20. Jan 2018, 19:00
Ein Interesse sich tiefergehend auch mit der enthaltenen Materie zu beschäftigen oder Wissen über den Vorlesungsstoff hinaus gehend anzueignen ist meist gar nicht gewünscht und wird teils auch von den Professoren abgeraten, da es die Abschlusschancen schmälert.
Ein Studium, eine Lehre und erst recht die Schule vermitteln nur Grundlagenkenntnisse, auf denen man dann aufbauen kann und muss, um in dem Bereich auch arbeiten zu können. Von daher ist so ein Rat geradezu fahrlässig.
Hallo positronium,

nein, leider ist so ein Rat notwendig. Ich kenne Leute, die das gemacht haben, über Jahre, aber einen Abschluss haben die trotz guter Allgemeinbildung nie geschafft. Wenn man also den Abschluss will, muss man das lernen, was im Lehrplan steht und nichts anderes, zumal der Lehrplan voll genug gestopft ist.

Allerdings habe ich den Eindruck, dass sich die Anforderungen der Arbeitgeber in den letzten Jahrzehnten gewandelt haben, d.h. Dissertation und so gelten da nur als Zeitverlust und oft ist man als Berufseinsteiger mit dem Doktortitel überqualifiziert und findet keine Stelle. Bei manchen Arbeitgebern ist es sogar besser, mit einer Lehre anzufangen und dann nur die Fachhochschule zu machen, d.h. keinen Hochschulabschluss anzustreben. Andererseits aber verfügen fast alle Chefs mindestens über einen Hochschulabschluss und ab Abteilungschefstufe auch über einen Doktortitel.

Wie sich dieser Widerspruch auflöst ? Ich fürchte, da läuft wieder sehr viel über Beziehungen und "Networking". Da ich bei sowas nicht mitmache kann ich aber die Bedeutung des Networking nicht beurteilen. Je älter ich werde, desto mehr gewinne ich den Eindruck, dass es nach wie vor von Bedeutung ist, "aus gutem Hause" zu stammen - diese Personen haben in der Regel keine Probleme, einen sehr guten Job zu finden, und wenn sie irgendwo rausfliegen, finden sie sofort etwas besseres und können die bisherige Stelle als "Berufserfahrung" im Lebenslauf aufführen und die "Erfolge" noch ein bisschen geschönt darstellen.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Dgoe
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Re: Wie sinnvoll ist Matheunterricht?

Beitrag von Dgoe » 25. Jan 2018, 00:57

Na gut,

aber weiter oben wurde aus Einzelfällen geschlossen, dass Mathe auf dem absteigenden Ast wäre, was mitnichten der Fall ist.

Ebensowenig sind es die Naturwissenschaften, zumindest in langen Zeiträumen sichtbar nicht. Mag seitwärts auch leichte Rückgänge gegeben haben, aber belanglos im Vergleich über die letzten Jahrzehnte an Zuwachs.

Und dies habe ich in einer über 3-4-Stündigen Recherche herausstellen können.

So kann keiner sagen, ... ähm, etwas anderes.

Gruß,
Dgoe

P.S.: Hier mal pushend, da unterbrochen worden:
Dgoe hat geschrieben:
19. Jan 2018, 15:22
Hier mal ein paar Daten:

Bildungsstand der Bevölkerung
- Ergebnisse des Mikrozensus 2016 -
Ausgabe 2018

Deutlich zu erkennen, wie der Anteil an Fach- und Hochschulreife immer weiter zunimmt, seit Jahrzehnten und seit ca. 2002 größer geworden ist, als die Realschulabschlüsse. Hauptschule Tendenz sinkend.

________

Oder hier, Mathe kommt im MINT-Nachwuchs-Barometer ganz gut weg:
https://www.koerber-stiftung.de/mint-nachwuchsbarometer.html hat geschrieben:Schülerinnen und Schüler in Deutschland zeigen kein starkes Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern. Das Fach Mathematik bildet eine Ausnahme: Mit einem Plus von sechs Prozent gegenüber dem Schuljahr 2013/14 weist es die größte Steigerungsrate aller Fächer auf. Damit bleibt Mathematik neben Deutsch und Englisch eines der beliebtesten Leistungsfächer.
Deutlich auch die signifikanten Anstiege über die letzten 2-3 Jahrzehnte, teils Verdopplung und Verdreifachung, mitunter allerdings auch Seitwärtstrende.

_________

Weitere Beispiele:
https://www.destatis.de/GPStatistik/ser ... 0706A4.pdf [PDF, nur Bayern] Auszüge:

Anteil der Studienanfänger (1. Fachsemester) an Universitäten mit Belegungen von MINT-Fächern:
MINT-Fächer insgesamt 1996: 14,3%
MINT-Fächer insgesamt 2006: 24,1%
Mathematik 1996: 3,3%
Mathematik 2006: 4,9%

Anteil der Studienanfänger (1. Fachsemester) an Fachhochschulen mit Belegungen von MINT-Fächern:
MINT-Fächer insgesamt 1996: 31,6%
MINT-Fächer insgesamt 2006: 38,7%

_________

Oder hier ein Beispiel, mitten drin:
Quelle: Indikatorenmodell für die Berichterstattung zum wissenschaftlichen Nachwuchs - Endbericht 2014 (PDF, 2 MB)
(Eigene Berechnung)

Absolventinnen und Absolventen mit bestandener Promotion ... (3. Quartil, 2012):
MINT-Anteil: ~43,2%
(Mathematik und Naturwissenschaften: ~32,5%
Ingenieurswissenschaften: ~10,7%)

Neuberufene Professorinnen und Professoren (3. Quartil, 2012):
MINT-Anteil: ~37,2%
(Mathematik und Naturwissenschaften: ~18%
Ingenieurswissenschaften: ~19,2%)

_________

Auch in kritischen Presseartikeln 2017 (wg. dem MINT-Report) muss eingeräumt werden:
http://www.deutschlandfunk.de/mint-fruehjahresbericht-harsche-kritik-an-schulen.680.de.html?dram:article_id=385859 hat geschrieben:Seit zehn Jahren verlassen etwas mehr MINT-Absolventen die Universitäten, ...
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