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Wahl in den USA - Biden führt 209:112

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von Pippen » 5. Nov 2020, 13:47

seeker hat geschrieben:
5. Nov 2020, 13:21
Die USA befindet sich in einer Krise der Demokratie.
U.a. deshalb, weil Anstand und vor allen Dingen die Wahrheit in weiten Teilen verloren gegangen sind, die Lüge vorherrscht und Unanständigkeit ganz offen und unversteckt salonfähig geworden ist.
Das war schon immer so, überall und bei jedem. Da müsstest du in die Urhorden mit ihren 20-40 Mitgliedern zurückgehen, um Anstand und Wahrheit auch nur halbwegs zu finden - und ich sage "halbwegs", weil auch dort pausenlos und unentwegs gelogen und betrogen wurde, denn nur so erklärt sich unser raffiniertes Gehirn; wo Anstand und Wahrheit herrschen, da reicht ein Kuh-Hirn, wo Zwietracht und Lug, dort braucht man Raubtier-Hirne.

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von ralfkannenberg » 5. Nov 2020, 14:27

seeker hat geschrieben:
5. Nov 2020, 13:21
Die USA befindet sich in einer Krise der Demokratie.
Hallo seeker,

als damals Trump anstelle von Hillary Clinton gewählt wurde habe ich den dritten Weltkrieg vorausgesagt. Zum Glück ist dieser auch nicht ansatzweise ausgebrochen und Trumps machohafter Umgang mit Frauen hatte bislang auch keine Auswirkungen auf die Weltpolitik.

Ok, das mit dem Impeachment-Verfahren hätte aus meiner Sicht anders herauskommen müssen, dennoch sind die unabhängigen Gewalten der USA nach wie vor gewährleistet, auch die Besetzung des Richterpostens bringt nicht viel, kann doch die Anzahl Richter jederzeit erhöht und damit die Parität wieder hergestellt werden.

Ich würde eher sagen, Trump hat versucht (vermutlich nicht einmal absichtlich), eine Krise auszulösen, aber die Krise fand nicht statt.

seeker hat geschrieben:
5. Nov 2020, 13:21
U.a. deshalb, weil Anstand und vor allen Dingen die Wahrheit in weiten Teilen verloren gegangen sind, die Lüge vorherrscht und Unanständigkeit ganz offen und unversteckt salonfähig geworden ist.
Die Liste der Länder nur auf west- und mitteleuropäischem Boden, auf die das ebenfalls zutrifft, ist lang, und Deutschland befindet sich da ebenfalls drauf, wenn ich mir den Erfolg der AfD in den neuen Bundesländern so anschaue.

seeker hat geschrieben:
5. Nov 2020, 13:21
Es gibt leider Parallelen zu 1933, nun halt im modernen Gewand.
In Deutschland sehe ich sie leider ganz klar, in Italien auch (Salvini) und in Österreich (Strache, Kurz) auch; in den US offen gestanden aber nicht. Frankreich und die Niederlande haben diese Gefahr (Le Pen, Wilders) indes trotz nicht immer ganz einfacher Regierungsbildungen zum Glück gut unter Kontrolle. - Und über Boris Johnson möchte ich mir derzeit noch kein abschliessendes Urteil erlauben, zumal in Grossbritannien der Gegenkandidat ja nun wirklich nicht wählbar war, was man Boris Johnson nicht vorhalten kann.

seeker hat geschrieben:
5. Nov 2020, 13:21
Wenn sie (wir) Pech haben, wird das auf die Zukunft geschaut mittelfristig kein gutes Ende nehmen, egal wie die Wahl hier noch ausgeht.
Das alles ist sehr besorgniserregend, besonders auch, wenn man sich die Entwicklungen weltweit anschaut.
Das Probem liegt meiner Einschätzung nach aber ganz woanders: der Pöbel bildet die Mehrheit und der Pöbel hasst die Eliten, ein Pöbel, der eben in der Schule nicht immer nur die Hausaufgaben gemacht hat und auch nicht nur einmal später am abend nach Hause gekommen ist als erlaubt, weil er gerade keinen "Bock" auf irgendetwas hatte und entsprechend neidisch auf den Erfolg der Eliten ist. Ein Pöbel, dem politische Inhalte egal sind, solange er den verhasste Eliten eine auswischen kann. Hier muss man meines Erachtens ansetzen und da ist Biden vielleicht nicht optimal, aber dennoch der richtige Kandidat.

Edit 09.11.2020, 14:29 Uhr:
Da mir andernorts im Forum aus dieser Aussage völlig aus dem Kontext gerissen derzeit ein Strick gedreht wird streiche ich sie ersatzlos.



Freundliche Grüsse, Ralf
Zuletzt geändert von ralfkannenberg am 9. Nov 2020, 14:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von ralfkannenberg » 5. Nov 2020, 14:34

Pippen hat geschrieben:
5. Nov 2020, 13:47
weil auch dort pausenlos und unentwegs gelogen und betrogen wurde, denn nur so erklärt sich unser raffiniertes Gehirn
Hallo Pippen,

das mit dem "nur so" möcte ich nicht unterschreiben und es ist meiner Meinung nach auch falsch.

Es mag Situationen geben, in denen solches Verhalten zweckmässig ist, aber ich denke überhaupt nicht, dass solches Verhalten in allen Situation zweckmässig ist.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von Frank » 5. Nov 2020, 15:27

Vielleicht sollte man auch mal sehen, dass viele Probleme in den USA, auch am Wahlsystem/an der Verwaltung liegen.
Das ich mich nicht legitimieren muss, um eine Stimme abzugeben , ist für mich als Europäer unvorstellbar.
Da ist Schindluder auf allen Seiten, Tür und Tor geöffnet.
Allerdings liegt das auch wieder an der fürchterlichen Verwaltung in den USA.
Einige Staaten fordern nämlich trotzdem, dass man einen Ausweis vorzeigen muss.....

Hier mal ein fast unfassbare Geschichte.
Welche Probleme das aufwerfen kann, berichtet die Zeitschrift The Nation unter Berufung auf Marc Elias, ein juristischer Wahlberater von Hillary Clinton. Johnny Martin Randle, ein 74-jähriger Afro-Amerikaner, zog 2011 von Mississippi nach Wisconsin. Um dort wählen zu dürfen, musste er einen neuen Führerschein in Wisconsin beantragen. Dafür verlangten die Behörden wiederum seine Geburtsurkunde aus Mississippi. Die hatte er aber nicht mehr – und sich eine neue ausstellen zu lassen, war ihm zu teuer. Schließlich fand seine Tochter die Urkunde doch, der Name darauf war aber „Johnnie Marton Randall“.
Daraufhin verlangte das DMW, das Department of Motor Vehicles in Wisconsin, welches die Führerscheine ausstellt, dass er den Namen auf seiner Sozialversicherungskarte in „Randall“ ändere und das auch gerichtlich nachweise. Das wiederum wollte der Besitzer nicht, da er fürchtete, dies könne die laufende Zahlung der Rente unterbrechen. Randle ist nicht der einzige: Rund 300.000 Einwohner von Wisconsin, neun Prozent, haben keine von der Regierung ausgestellte ausweisartige Karte. Das könnte in diesem umkämpften Staat die eigentliche Präsidentschaftswahl entscheiden. Denn hier wird der Kandidat, der mehr als 50 Prozent der Stimmen hat, nach dem in den USA geltenden Winner-takes-all-Prinzip alle zehn Wahlmänner von Wisconsin hinter sich haben.
https://www.cicero.de/aussenpolitik/wah ... icht/60721

Und damit fängt der ganze Irrsinn ja an.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ausweis_( ... e_Staaten)
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von seeker » 5. Nov 2020, 16:57

Demokratie (negativ betrachtet):
"Notorisch instabile Staatsform, die nur dann halbwegs stabil ist, "wenn die Dinge gut laufen", gerade auch wirtschaftlich und wo es darum geht, welche Seite die meisten Leute in ihrem Sinne manipulieren kann, sodass sie von ihnen gewählt wird."

An der Stelle geht es vor allen Dingen um "Leitnarrative". Diese zerfallen aber derzeit in viele verschiedene Narrative, weil wegen dem Internet inzwischen "jeder nun in seiner eigenen narrativen Blase lebt". Und kleine Blasen sind viel leichter zu manipulieren als große. Das ist das eigentliche Hintergrundproblem: Der Verlust einer gemeinsamen Wahrheit und Weltsicht und der Verlust gemeinsamer Werte.

Demokratie ist die schlechteste der Staatsformen - mit Ausnahme aller anderen Staatsformen. Sie ist daher sozusagen das kleinste Übel.

Demokratien drohen immer entweder zu einer Elitenherrschaft oder zu einer Pöbelherrschaft zu verkommen.
Deshalb müssen sie ständig verteidigt werden. Und das geht nur, wenn die Gesellschaft nicht zu sehr gespalten ist und gemeinsame Werte und Lebenswelten teilt.

Erschwerend hinzu kommt, dass ein demokratisches politisches System mit einem autokratischen Wirtschaftssystem (und ein solches haben wir) eigentlich inkompatibel ist: Aus wirtschaftlicher Spaltung (arm/reich) folgt auch Spaltung im Einfluss, in der Weltanschauung und in den Werten und Wahrheiten. Und daraus folgt dann auch politische Spaltung.
ralfkannenberg hat geschrieben:
5. Nov 2020, 14:27
Zum Glück ist dieser auch nicht ansatzweise ausgebrochen und Trumps machohafter Umgang mit Frauen hatte bislang auch keine Auswirkungen auf die Weltpolitik.
T.C. Boyle über die US-Wahl "Ein Desaster für unsere Demokratie"
https://www.spiegel.de/kultur/literatur ... 28ef189d29

Die republikanische Partei der USA und ihre Anhänger... kann man dort noch behaupten, diese Leute würden noch demokratische Grundwerte teilen? Oder muss man nicht vielmehr sagen, "demo-was?", nö, es geht dort nur noch um die Macht, koste es was es wolle. Trump war nicht die eigentliche Ursache, sondern ein Symptom. Klar, am Ende eines, das dem Ganzen nun noch einigen Schub gegeben hat.

Trump und seine Wählerschaft: Sie wissen, was sie tun
Was die Wahlnacht jetzt schon zeigt: Millionen US-Amerikaner.innen haben kein Problem mit einem Präsidenten, der demokratische Institutionen schleift.
https://taz.de/Trump-und-seine-Waehlerschaft/!5726195/
ralfkannenberg hat geschrieben:
5. Nov 2020, 14:27
seeker hat geschrieben:U.a. deshalb, weil Anstand und vor allen Dingen die Wahrheit in weiten Teilen verloren gegangen sind, die Lüge vorherrscht und Unanständigkeit ganz offen und unversteckt salonfähig geworden ist.
Die Liste der Länder nur auf west- und mitteleuropäischem Boden, auf die das ebenfalls zutrifft, ist lang, und Deutschland befindet sich da ebenfalls drauf, wenn ich mir den Erfolg der AfD in den neuen Bundesländern so anschaue.
Unbestritten. Aber es lohnt sich hier zu differenzieren, wie schlimm es wo ist. Es ist nicht überall gleich schlimm.

Und wenn die USA fällt, dann ist das etwas anderes, wie wenn Ungarn oder die Niederlande fallen.

Interessant und erhellend ist übrigens die Weltkarte hier:

Demokratieindex
https://de.wikipedia.org/wiki/Demokratieindex
Grüße
seeker


Kritisches Denken bedeutet nicht, sich einseitig nur aus kritischen Quellen zu versorgen und die dortigen Darstellungen unkritisch zu übernehmen. Viele überschätzen ihre eigene Medienkompetenz massiv. Dies wird von Verführern ausgenutzt.

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von Frank » 5. Nov 2020, 18:41

seeker hat geschrieben:
5. Nov 2020, 16:57


An der Stelle geht es vor allen Dingen um "Leitnarrative". Diese zerfallen aber derzeit in viele verschiedene Narrative, weil wegen dem Internet inzwischen "jeder nun in seiner eigenen narrativen Blase lebt". Und kleine Blasen sind viel leichter zu manipulieren als große. Das ist das eigentliche Hintergrundproblem: Der Verlust einer gemeinsamen Wahrheit und Weltsicht und der Verlust gemeinsamer Werte.
Das ist eine weit verbreitete Meinung, aber sie ist bei genauerem hinsehen nicht haltbar.
Es gibt genauso viele kleine Blasen wie früher auch, nur das Internet bildet sie ab und jemand wie du, erfährt inzwischen was davon, was früher nicht der Fall war.
Früher hat sich jeder auch schon in seiner Blase(Verein, Beruf, Interessen ) informiert und Quellen gesucht, die seine Meinung unterstützte und heute ist es genau dasselbe.

Oder meinst du in Quellen wie dem Spiegel, oder gar der TAZ wirst du etwas Positives über die Republikaner finden?
Du bedienst dich also auch in deiner Blase und das hast du früher auch nicht anders gemacht.
(Im Übrigen mache ich das auch nicht anders :wink: )

seeker hat geschrieben:
5. Nov 2020, 16:57
T.C. Boyle über die US-Wahl "Ein Desaster für unsere Demokratie"
https://www.spiegel.de/kultur/literatur ... 28ef189d29

Trump und seine Wählerschaft: Sie wissen, was sie tun
Was die Wahlnacht jetzt schon zeigt: Millionen US-Amerikaner.innen haben kein Problem mit einem Präsidenten, der demokratische Institutionen schleift.
https://taz.de/Trump-und-seine-Waehlerschaft/!5726195/
Das weitaus größere Problem ist, dass die Globalisierung auf das Dorf-Lebewesen Mensch trifft. Und der hält sich nun mal gerne in seinem 200-250 Personen, dass für ihn gerade noch überblickbarem Umfeld auf.
Zu mehr ist der allergrößte Teil der Menschen nicht fähig.
Das Internet zeigt nur sehr brutal, die fast schon unendlich große Anzahl, der verschiedenen kleinen Clans.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von seeker » 6. Nov 2020, 08:34

Frank hat geschrieben:
5. Nov 2020, 18:41
Es gibt genauso viele kleine Blasen wie früher auch, nur das Internet bildet sie ab und jemand wie du, erfährt inzwischen was davon, was früher nicht der Fall war.
Früher hat sich jeder auch schon in seiner Blase(Verein, Beruf, Interessen ) informiert und Quellen gesucht, die seine Meinung unterstützte und heute ist es genau dasselbe.
Richtig. Aber es ist dennoch heute überhaupt nicht dasselbe. Das Ausmaß ist heute ein ganz anderes, weil sich heute Leute zusammenfinden oder zusammenrotten, die das früher nicht hätten tun können, schon wegen den räumlichen Entfernungen.

Wie soll ich mich ausdrücken?
Früher hattest du in jedem Dorf ein paar Spinner und Trott**, das war nicht schlimm, die waren von der Gemeinschaft eingehegt, aber heute können sich solche Leute deutschlandweit oder weltweit leicht vernetzen, gegenseitig bestätigen, ihre Spinnereien weiter ausbauen, organisieren, weitere Leute einsammeln und dann laut schreien, versammeln und Druck machen, etc. Das ist der Unterschied, daraus folgt eine ganz andere Dynamik.
Frank hat geschrieben:
5. Nov 2020, 18:41
Das weitaus größere Problem ist, dass die Globalisierung auf das Dorf-Lebewesen Mensch trifft. Und der hält sich nun mal gerne in seinem 200-250 Personen, dass für ihn gerade noch überblickbarem Umfeld auf.
Das ist ein Problem, ja. Die Psychologie des Menschen ist wichtig. Und heute wissen die Psychologen schon sehr viel darüber. Und das wird ausgenutzt: "Teile und herrsche!" Ein Problem, das damit zusammenhängt, ist, dass wir Menschen gerne zwischen "uns" und "denen" einteilen, loyal ist man zunächst erst einmal zu "uns", "die anderen" werden dann gerne als Gegner gesehen.
Ein weiteres Problem ist, dass das mit dem Internet so schnell ging. Wir waren darauf gar nicht vorbereitet, wir haben noch nicht genügend gelernt damit umzugehen, vor allen Dingen halbwegs gut zu filtern zwischen brauchbaren Informationen und Informationen für den Mülleimer.
Deshalb haben wir weltweit gerade ein nicht kleines Problem mit dieser neuen Form der Propaganda, die über das Internet auf uns eingebrochen ist.
Frank hat geschrieben:
5. Nov 2020, 18:41
Das Internet zeigt nur sehr brutal, die fast schon unendlich große Anzahl, der verschiedenen kleinen Clans.
Nein, nicht nur. Es wirkt hier noch als massiver Erzeuger und Verstärker.
Grüße
seeker


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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von ralfkannenberg » 6. Nov 2020, 11:03

seeker hat geschrieben:
5. Nov 2020, 16:57
Aber es lohnt sich hier zu differenzieren, wie schlimm es wo ist. Es ist nicht überall gleich schlimm.

Und wenn die USA fällt, dann ist das etwas anderes, wie wenn Ungarn oder die Niederlande fallen.
Hallo seeker,

ich möchte jetzt nur hierauf eingehen, denn ich denke, auch der zweite Teil sollte weiter differenziert werden.

Als Vorbemerkung: ich will (und werde !) ganz gewiss keinen Keil zwischen die alte EU und die früheren Ostblockländern treiben, ebensowenig wie ich das Nord-/Südgefälle irgendwie kritisieren möchte, doch muss man ein Stück weit auch pragmatisch und nicht perfektionistisch sein.

Wenn der ehemalige Ostblockstaat Ungarn fällt, so ist das unschön, aber verkraftbar; wenn die Niederlande fallen so wäre das - gerade nach dem Austritt Grossbritanniens mehr oder weniger die "Nr.3" in der EU - schon gravierend. Zwar liegt Italien bei den Geberländern noch vor den viertplatzierten Niederlande, aber zumindest ich bin der Meinung, dass Italiens Wirtschaft genügend eigene Probleme aufweist und es viel mehr bringt, Italien nicht zu grosse finanzielle Lasten aufzuerlegen.

Klar, eigentlich wären Spanien (einwohnermässig) und Italien (Nettozahler) wichtiger zu bewerten, aber diese Länder schleppen nun mal auch Altlasten mit sich herum, Altlasten, die die AfD in Deutschland ohne jede Not übrigens auch wieder auszugraben versucht und sich damit in der Destabilisierung der demokratischen und rechtsstaatlichen Prinzipien versucht.


Freundliche Grüsse, Ralf
Zuletzt geändert von ralfkannenberg am 6. Nov 2020, 11:04, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von belgariath » 6. Nov 2020, 11:04

Wahrscheinlich ist es nichts Neues für euch:
Ein großes Problem sind die "sozialen" Medien bzw. allgemein die Algorithmen, die beim Navigieren im Internet fast unvermeidbar sind. Es wird einem nur noch das angezeigt, was einem gefällt. Man trifft sich nur noch in Gruppen, in denen alle eine ähnliche Ansicht vertreten. (Eine solche Gruppe könnte z.B. auch unser Forum hier sein.) Dadurch werden die persönlichen Nachrichten immer einseitiger. So driftet man recht schnell in die von euch oben beschriebenen Blasen / Parallelwelten ab und bei manchen endet es in heftigen Verschwörungstheorien. Es ist für den Durchschnittsuser sehr schwer, sich gegen diese Tendenz zu wehren. Früher war das meiner Einschätzung nach nicht so schwer: Da konnte man nur zwischen FAZ, Bild, Süddeutscher, TAZ und der lokalen Tageszeitung unterscheiden und beim Stammtisch abends trafen alle diese Richtungen aufeinander.
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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von ralfkannenberg » 6. Nov 2020, 11:15

Biden hat Trump in Georgia in extremis überholt ! - Da liegen 16 Wahlmänner drin.

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von Skeltek » 6. Nov 2020, 11:48

ralfkannenberg hat geschrieben:
6. Nov 2020, 11:15
Biden hat Trump in Georgia in extremis überholt ! - Da liegen 16 Wahlmänner drin.
Georgia sind es gerade
2449371 Biden
vs
2448454 Trump
mit 99% der Stimmen ausgezählt.
Aber ich denke Georgia wäre halt ein Bonus.

Ich finde es übrigens gut, daß die Wahl nicht wirklich geheim ist (?). In Deutschland kann man nicht nachvollziehen, wer welche Agenda unterstützt hat.
Würde sich in Deutschland sowas wie dort abspielen und ein 'deutscher Trump' gewinnen, könnte man nach dem dritten Weltkrieg die Wähler, welche für die Diktatur gestimmt haben nicht verantwortlich machen.
Gödel für Dummies:
  • Unentscheidbarkeit - Dieser Satz ist wahr.
  • Unvollständig - Aussage A: Es existiert nur ein Element A.
  • Widersprüchlich - Dieser Satz ist falsch.

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von ralfkannenberg » 6. Nov 2020, 12:02

gemäss Hochrechnungen wird Biden in Pennsylvania Trump bis 13 Uhr MEZ überholen ! - Da liegen 20 Wahlmänner drin.

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von ralfkannenberg » 6. Nov 2020, 12:04

Skeltek hat geschrieben:
6. Nov 2020, 11:48
Georgia sind es gerade
2449371 Biden
vs
2448454 Trump
mit 99% der Stimmen ausgezählt.
Vorsprung in Georgia ausgebaut: Stand 11:37 Uhr MEZ +1096 Stimmen für Biden

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von Frank » 6. Nov 2020, 12:09

seeker hat geschrieben:
6. Nov 2020, 08:34

Richtig. Aber es ist dennoch heute überhaupt nicht dasselbe. Das Ausmaß ist heute ein ganz anderes, weil sich heute Leute zusammenfinden oder zusammenrotten, die das früher nicht hätten tun können, schon wegen den räumlichen Entfernungen.
Heute ist auch die Wahrnehmung eine ganz andere. Während wir früher eben auch in viel kleineren Räumen und Gebieten gedacht haben, geht heute alles viel weiter bis hin zu global.
Ist es deswegen aber schlimmer?
Nein, dass ist es nicht , weil in der Summe ist es zwar mehr, aber durch die teils weltumspannende Ausbreitung ist es im Verhältnis auch nicht mehr.
seeker hat geschrieben:
6. Nov 2020, 08:34
Wie soll ich mich ausdrücken?
Früher hattest du in jedem Dorf ein paar Spinner und Trott**, das war nicht schlimm, die waren von der Gemeinschaft eingehegt, aber heute können sich solche Leute deutschlandweit oder weltweit leicht vernetzen, gegenseitig bestätigen, ihre Spinnereien weiter ausbauen, organisieren, weitere Leute einsammeln und dann laut schreien, versammeln und Druck machen, etc. Das ist der Unterschied, daraus folgt eine ganz andere Dynamik.
Das Gleiche wurde doch früher auch gemacht. Menschen (Welche dann Spinner sind, zeigt sich leider oft erst später )haben sich versammelt, haben andere um sich geschart und ab einer gewissen Größe haben sie die Macht gehabt, Druck auszuüben. Es fängt und fing schon immer im Kleinen an.
Das einzige was heute anders ist, ist die Tatsache, dass heute alles omnipresent feil geboten wird.
seeker hat geschrieben:
6. Nov 2020, 08:34

Ein weiteres Problem ist, dass das mit dem Internet so schnell ging. Wir waren darauf gar nicht vorbereitet, wir haben noch nicht genügend gelernt damit umzugehen, vor allen Dingen halbwegs gut zu filtern zwischen brauchbaren Informationen und Informationen für den Mülleimer.
Deshalb haben wir weltweit gerade ein nicht kleines Problem mit dieser neuen Form der Propaganda, die über das Internet auf uns eingebrochen ist.
Ich neige eher dazu zu sagen, dass es zum Glück so schnell ging.
Was sollten unsere Vorfahren in der Nazizeit denn machen? Sie konnten überhaupt nicht großartig wählen. Sie hatten wenn überhaupt, nur Tageszeitungen, die ihrerseits tendenziös waren(genau wie heute auch noch) welches Klientel sie jeweils bedienten.
Die Quellen waren sehr beschränkt und wurden später durch die Herrschenden noch weiter eingeschränkt. (Bücherverbrennungen)
Ansonsten mussten sie irgendwelchen Rädelsführern glauben, die sie aufhetzten und belogen.
Lieber ein Medium mit einer gewissen Menge Müll, aber dafür kann ich unglaublich großen Nutzen daraus ziehen.


Frank hat geschrieben:
5. Nov 2020, 18:41
Nein, nicht nur. Es wirkt hier noch als massiver Erzeuger und Verstärker.
Da gebe ich dir absolut recht. Das ist aber der Preis, wenn Donald Trump furzt, dass es 5 Min. später der ganze Planet weiß.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von Skeltek » 6. Nov 2020, 12:10

belgariath hat geschrieben: Ein großes Problem sind die "sozialen" Medien bzw. allgemein die Algorithmen, die beim Navigieren im Internet fast unvermeidbar sind. Es wird einem nur noch das angezeigt, was einem gefällt. Man trifft sich nur noch in Gruppen, in denen alle eine ähnliche Ansicht vertreten.
Wir tauschen uns trotzdem nur so wenig aus, daß man sich kaum anpasst. Die Verbindung zum eigenen echten Umfeld ist nunmal größer. Das Thema hatte aber ich damals angesprochen, als sich seeker und Frank wegen Klimawandel usw so gekloppt hatten. Zeitweise war ich extrem besorgt, aber unterm Strich war es das glücklicherweise wert (hätte auch anders ausgehen können).
Ich denke man profitiert durch das Aufeinandertreffen von verschiedenen gut gemeinten Überzeugungen.
Angenommen alle wollen das Beste, halten aber unterschiedliches für richtig... dann ist der gegenseitige Versuch, den jeweils anderen auf seine Fehler hinzuweisen, sicher öfter verbessernd als verschlechternd.

Ich glaube wir haben da im Forum hier eine ganz gute Mischung. Und wir haben ja nicht wirklich irgendwelche 'Tabus' oder kehren Probleme unter den Tisch. Es sollte halt nicht zu sehr off-topic, unzivilisiert oder unfreundlich sein.
Man sieht den Effekt aber ganz gut, wenn man sich die einzelnen counties in den Staaten anschaut; teilweise 98% für Trump und daneben dann 70% Trump usw. und ein county ist nicht gerade was Kleines oder Häuserblock. Es ist schon erstaunlich, daß eben ganze Städteblocks extremst von dem Durchschnitt abweichen können. Rein statistisch würde das gar nicht gehen, ohne sonstige Einflüsse.

Ich finde es nur komisch, daß es bei so vielen Staaten im Schnitt dann doch einfach 'knapp' mit wenigen Prozent ist.
Gödel für Dummies:
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  • Unvollständig - Aussage A: Es existiert nur ein Element A.
  • Widersprüchlich - Dieser Satz ist falsch.

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von Frank » 6. Nov 2020, 12:52

Hier eine Meinung bei meinem Abo in der Welt(Welt Plus)

der Artikel ist hinter der Bezahlschranke, aber er drückt meiner Meinung genau das aus, was in den USA im Argen liegt.
Der eine hat vielleicht ein bisschen mehr Schuld als der Andere, aber einen Alleinschuldigen gibt es auch hier nicht.
Ich mache hier es hier rein, weil ich denke das wir hier doch ziemlich unter uns sind(wegen der Bezahlschranke)

Frank, ich habe das vorsorglich erst einmal herausgenommen. Ich bin mir relativ sicher, dass das nicht erlaubt ist, denn das ist ein kompletter kostenpflichtiger Artikel. Noch dazu ohne korrekte Quellenagabe. Besprechung gerne per PN oder im Moderatoren-Forum.

Gruß
seeker
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von ralfkannenberg » 6. Nov 2020, 13:10

Hallo zusammen,

auch etwas Neues: das Fernsehen hat Trumps Rede an die Nation, in der er die Demokraten des Wahlbetruges bezichtigt, nach 35 Sekunden unterbrochen und sich auch erklärt:

Nach 35 Sekunden wird Trump unterbrochen (2.Fenster)


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von Frank » 6. Nov 2020, 13:18

ralfkannenberg hat geschrieben:
6. Nov 2020, 13:10
Hallo zusammen,

auch etwas Neues: das Fernsehen hat Trumps Rede an die Nation, in der er die Demokraten des Wahlbetruges bezichtigt, nach 35 Sekunden unterbrochen und sich auch erklärt:

Nach 35 Sekunden wird Trump unterbrochen (2.Fenster)


Freundliche Grüsse, Ralf
Ja, diverse Anstalten haben auf deutsch gesagt, die Leitungen gekappt.
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von Frank » 6. Nov 2020, 13:43

Frank hat geschrieben:
6. Nov 2020, 12:52
Hier eine Meinung bei meinem Abo in der Welt(Welt Plus)

der Artikel ist hinter der Bezahlschranke, aber er drückt meiner Meinung genau das aus, was in den USA im Argen liegt.
Der eine hat vielleicht ein bisschen mehr Schuld als der Andere, aber einen Alleinschuldigen gibt es auch hier nicht.
Ich mache hier es hier rein, weil ich denke das wir hier doch ziemlich unter uns sind(wegen der Bezahlschranke)

Frank, ich habe das vorsorglich erst einmal herausgenommen. Ich bin mir relativ sicher, dass das nicht erlaubt ist, denn das ist ein kompletter kostenpflichtiger Artikel. Noch dazu ohne korrekte Quellenagabe. Besprechung gerne per PN oder im Moderatoren-Forum.

Gruß
seeker
Im Grunde hast du recht. Bevor es Ärger gibt, lieber auf Nummer sicher gehen. Sorry, war dumm von mir.... :? :? :?
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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von seeker » 6. Nov 2020, 13:44

Dann zu dem Artikel, Frank:
Ja, sehe ich im Grunde ähnlich. Was wir in den USA sehen sind die Folgen einer gesellschaftlichen Spaltung. Was dort geschieht hat alles seinen Grund, ich würde hier aber eher nicht irgendwelche Arroganz von irgendwelchen Seiten vorne anstellen (das mag es auch geben), sondern eben eine allgemeinere Spaltung, besonders in den Lebenswelten und den Werten der Leute. Und Trump hat diese Spaltung vorangetrieben, seit er am Hebel ist. Er hat wann immer möglich noch Öl ins Feuer gegossen. So etwas nützt vielleicht ihm, aber es zerstört eine Gesellschaft. Ein Präsident muss im Gegenteil versuchen die Leute zu einen, falls ihm denn irgendetwas an seinem Land und seiner Bevölkerung liegt, falls er Verantwortung übernimmt, so wie es dem Amt angemessen wäre.

Hierzu auch noch eine wichtige Frage zum Nachenken: Was eigentlich hält ein Land zusammen?

Ich habe mir auch angeschaut was die Republikaner-Wähler dort so sagen, eines war mir eindrücklich, dieser Herr hatte in etwa folgendes gesagt:

"Man kann über Trump sagen was man will, ich mag sein Gebaren auch nicht, aber er hat geliefert! Er hat die Steuern gesenkt, etwas gegen die illegalen Einwanderer getan, die Wirtschaft ist unter ihm hochgegangen, er verteidigt meine Freiheit, z.B. die Waffen zu tragen, verhindert den Sozialismus, u.v.m. Also halte ich mir die Nase zu und wähle ihn wieder!"

Das ist zumindest eine Wahrnehmung, ob sie so stimmt, wär dann ein Extra-Thema, aber es zeigt zumindest etwas.
Grüße
seeker


Kritisches Denken bedeutet nicht, sich einseitig nur aus kritischen Quellen zu versorgen und die dortigen Darstellungen unkritisch zu übernehmen. Viele überschätzen ihre eigene Medienkompetenz massiv. Dies wird von Verführern ausgenutzt.

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von ralfkannenberg » 6. Nov 2020, 14:11

Frank hat geschrieben:
6. Nov 2020, 13:43
Im Grunde hast du recht. Bevor es Ärger gibt, lieber auf Nummer sicher gehen. Sorry, war dumm von mir.... :? :? :?
Hallo Frank,

ich bin mit einem ähnlichen Problem konfrontiert, welches vermutlich zur Folge hat, dass ich meine monatlichen Astronomiebeiträge in einem Jugendforum nach 15 Jahren ersatzlos einstellen werde, weil ich keine Möglichkeit sehe, mit vernünftigem Aufwand herauszufinden, welche Inhalte ich entfernen muss und welche ich belassen kann.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von ralfkannenberg » 6. Nov 2020, 15:17

Biden hat Trump in Pennsylvania überholt ! - Wenn das so bleibt ist er der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika !!!

Zudem führt er nicht nur in Georgia, sondern auch in Arizona und Nevada.

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von Skeltek » 6. Nov 2020, 16:40

@seeker: Er hat halt die Steuereinnahmen von den Reichen gesenkt (besonders für seine eigenen Familienunternehmen), also quasi die Instandhaltungskosten der Infrastruktur von den Reichen auf die anderen Schichten umverteilt. Viele behaupten, das würde die Wirtschaftsinvestitionen ankurbeln, wenn die Investoren durch Wirtschaften die Möglichkeit haben, das Kapital auf sich umzuverteilen. Das sagen aber am ehesten Leute, für die sich nix verändert hat, die vorher schon arbeitslose waren oder einfach nur wegen der Stimmung&Gemeinschaftsgefühl dabei sind.
Diejenigen, für die sich tatsächlich etwas verändert hat, beschweren sich eher über Mehrkosten usw.

Ich denke das Problem ist in Deutschland nicht wirklich anders, aber hier wird halt geschaut, daß die Unzufriedenheit nur Wenige betrifft und es nicht über einen bestimmten Anteil an der Bevölkerung wächst. Aber ich will hier jetzt nicht deutsche Politik diskutieren. USA ist halt gerade durch die Schwere der Konsequenzen glaube für alle wichtig - gerade auch für Raumfahrt & Wissenschaft.
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  • Widersprüchlich - Dieser Satz ist falsch.

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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von Frank » 6. Nov 2020, 20:43

Stimmen in Georgia werden neu gezählt....

https://www.br.de/nachrichten/deutschla ... rn,SFGCyRt
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Re: Wahl in den USA - Biden führt 209:112

Beitrag von Pippen » 7. Nov 2020, 09:03

Das Dingsbums ist so gut wie durch für Sleepy Joe. Wenn dann helfen Trump nur noch Anwälte.... Hätte ich never ever gedacht, dass dieser - gegenüber Trump schon optisch schwächlich-kränklich aussehende - Mann das gewinnt - Mainstream Propaganda hin oder her. Amerika hat sich sehr verändert. Alle Feinde der USA dürfen sich freuen, Biden ist sowas wie ein Avatar von Google & Co. Trump war ein Großkotz und Elitär, aber er hat sich von ebenjenen Eliten nix sagen lassen und sein Ding durchgezogen (weshalb sie ihn auch so bekämpften), mit Biden fahren die wie auf Schienen.

Freilich: in 3 Wochen spricht keiner mehr drüber. Trump wird auch hier den Teufel tun und eine Krise heraufbeschwören, sondern sich nach etwas Lärm in sein Großkapitalistentum zurückziehen und seine neugewonnenen Netzwerke melken. Trump ist eben harmlos, aber tut gefährlich.

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