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Wikipedia aus Protest abgeschaltet

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Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von Frank » 21. Mär 2019, 11:40

Das wusste ich jetzt nicht und bin sehr überrascht.
Sie haben aber Rwecht und jeder sollte hier mit protestieren.

https://www.wikipedia.de/
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von tomS » 21. Mär 2019, 13:07

Das war mal angekündigt.
Frank hat geschrieben:
21. Mär 2019, 11:40
Sie haben aber Recht und jeder sollte hier mit protestieren.
Wikipedia sieht das wenigstens einigermaßen objektiv.

Der Punkt ist, dass die Diskussion von vielen Seiten einseitig zugunsten freies Internet geführt wird, ohne die Urheberrechte auch nur im geringsten zu berücksichtigen. Fakt ist jedenfalls, dass man nicht Autorenrechte zugunsten des freien Internets ruinieren darf, denn wenn dies um sich greift, entstehen diejenigen Inhalte, die dann geteilt werden sollen, erst gar nicht mehr.
Gruß
Tom

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von ATGC » 21. Mär 2019, 15:07

Hallo Frank,
Sie haben aber Recht und jeder sollte hier mit protestieren.
Sehe ich nicht so. Autoren haben ebenfalls legitime Rechte, die es zu berücksichtigen gilt, wenn das Internet als Informationsquelle noch zu etwas nütze sein soll. Anderenfalls geht auch der Wikipedia bald die Luft aus, wenn sie auf dem aktuellen Stand bleiben will.

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von Frank » 21. Mär 2019, 15:09

tomS hat geschrieben:
21. Mär 2019, 13:07
Das war mal angekündigt.
Frank hat geschrieben:
21. Mär 2019, 11:40
Sie haben aber Recht und jeder sollte hier mit protestieren.
Wikipedia sieht das wenigstens einigermaßen objektiv.

Der Punkt ist, dass die Diskussion von vielen Seiten einseitig zugunsten freies Internet geführt wird, ohne die Urheberrechte auch nur im geringsten zu berücksichtigen. Fakt ist jedenfalls, dass man nicht Autorenrechte zugunsten des freien Internets ruinieren darf, denn wenn dies um sich greift, entstehen diejenigen Inhalte, die dann geteilt werden sollen, erst gar nicht mehr.
Es geht um die Überprüfbarkeit, die schlicht und ergreifend nicht gut genug ist, um Verletzungen von Nichtverletzungen zu filtern.
Ich bin der Letzte, der das geistig Gut andere nicht achtet.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von ATGC » 21. Mär 2019, 15:13

Hallo Frank,
Es geht um die Überprüfbarkeit, die schlicht und ergreifend nicht gut genug ist, um Verletzungen von Nichtverletzungen zu filtern.
Das Risiko muss man eingehen, wenn man zumindest mal einen Anfang setzen will, um hier einen Grund reinzubekommen. Lange genug war ja Zeit, das YouTube u.a. hätten reagieren können, um optimalere Lösungen zu finden. Die Kritik an mangelhafter Rechteberücksichtigung gibt es ja nicht erst seit diesem Jahr.

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von Herr5Senf » 21. Mär 2019, 16:51

Wenn einer seine Inhalte freiwillig ins "freie" Internet stellt, sollte er doch nicht erwarten, daß die "Zwangs-Gucker" Geld hinterhertragen.
YouTube ist für viele eine Promotionsplattform, die erst zum Kaufen animieren soll. Der Ersteller muß schon wissen, wie er sich finanziert.
Aber einfach so "Ich hab's mal öffentlich gemacht und ihr kümmert euch drum, daß ich reich werde" ist seltsame Beweislastumkehr.

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von Frank » 21. Mär 2019, 17:14

Ohne euch jetzt zu nahe treten zu wollen, aber ich könnte mich gerade kringeln vor lachen....

Als über Metallica , mit der Napstergeschichte um die Jahrtausendwende , ein Shitstorm mit den damaligen Möglichkeiten hereinbrach, weil sie es wagten auf ihr künstlerisches Eigentum zu pochen, will die einstige Jugend von damals , heute das Urheberrecht stärken.... :lol:

Es ist halt doch ein Unterschied, wenn man geistiges Eigentum anderer Leute für die eigene Tasche auf Tauschbörsen, egal wo übers Netz zum Nulltarif besorgt, oder ob es sich vieleicht einmal um die eigene geistige Bemühung handelt.
Da nimmt man sogar in Kauf( muss man in Kauf nehmen wie ATGC schreibt), dass Software zum Einsatz kommt, die keinenfalls ausgereift ist und mehr zum Bespitzeln taugt, als zum eigentlichen Zweck.

Falls ihr es noch nicht bemerkt habt. Das Urheberrecht ist seit der Massentauglichkeit und somit für den Einzelnen erschwinglichen CD Brenner da, wo normalerweise kein Licht hinkommt.
Es ist der verzweifelte Versuch , wie es auch die Medien gerade mehr schlecht als recht umsetzen, sich für qualifizierte News bezahlen zu lassen.
Über 10 -15 Jahre hat man dem Ineternetvieh alles kostenlos vor die Füsse geschmissen und nun wundert man sich, da viele Medienhäuser vor dem Ruin stehen, dass kein Mensch mehr für Nachrichten bezahlen will.

Wenn dieses Gesetz beschlossen wird, dann würde ich vorschlagen, dass wir sofort das ganze Unterforum Musik komplett löschen. Das ist schlieslich voll mit Videos und da weiss keiner so genau, ob, wann, oder überhaupt eine Urheberrechtsverletzung vorliegt.
Danach sollte man das Sifi Unterforum durchkämmmen, weil da auch Videos zu Trailern, oder Filmen vorhanden sind.

Des Weiteren werde ich darauf bestehen müssen(leider), dass sämtliche Beiträge von mir gelöscht und ich wieder bei Null anfangen werde, da ich soviele Videos in der Vergangenheit hier reingestellt habe, dass es mir bei Stand heute 3304 Beiträgen unmöglich ist, diese alle zu überprüfen , um eine Verletzung des Urheberrechts ausschliessen zu können.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von seeker » 21. Mär 2019, 19:40

Mal langsam Frank...

1. Ist diese Richtlinie noch nicht beschlossen und schon gar nicht in Kraft
2. Muss es danach erst noch in deutsches Recht umgesetzt werden (das wird dauern)
3. Müssen wir uns dann erst mal genau informieren (wenn es so weit ist), was das dann genau für uns bedeuten wird
Grüße
seeker


Mache nie eine Theorie zu DEINER Theorie!
Denn tut man das, so verliert man zumindest ein Stück weit seine Unvoreingenommenheit, Objektivität.

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von ATGC » 21. Mär 2019, 20:31

Informieren kann man sich übrigens hier:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/eu ... m-107.html

Dieses Forum wäre übrigens nicht betroffen:
Welche Plattformen sind betroffen?

Nur die, die mit den urheberrechtlich geschützten Werken Geld verdienen. Artikel 2 der Richtlinie nimmt nicht-kommerzielle Plattformen wie Online-Enzyklopädien aus. Wikipedia würde also nicht unter Artikel 13 fallen. Ebenso fallen Online-Händler wie Ebay aus der gesetzlichen Regelung heraus. Es gibt noch eine weitere Ausnahme in Artikel 13 selbst: Nicht betroffen sind neue Plattformen in den ersten drei Jahren, wenn ihr Jahresumsatz unter zehn Millionen Euro liegt.
Kannst also Deine Beiträge hier ruhig stehen lassen @ Frank ... ;)

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von tomS » 22. Mär 2019, 00:50

Frank hat geschrieben:
21. Mär 2019, 17:14
Das Urheberrecht ist seit der Massentauglichkeit und somit für den Einzelnen erschwinglichen CD Brenner da, wo normalerweise kein Licht hinkommt.
Es ist der verzweifelte Versuch , wie es auch die Medien gerade mehr schlecht als recht umsetzen, sich für qualifizierte News bezahlen zu lassen.
Es ist ein seltsames Rechtsverständnis, wenn man mit der Nicht-Durchsetzbarkeit eines Rechtsanspruches für die Abschaffung eines Rechtsanspruches argumentiert.

Wenn man zwei Prinzipien hat - Urheberrecht und freies Internet - wobei es zu Konflikten kommt, dann muss man abwägen, welches Prinzip man höher ansetzt. Die Politik misst aktuell dem Urheberrecht einen höheren Wert bei als dem freien Internet und der Gewöhnung an der Aushöhlung des Urheberrechts. Dass letzteres Praxis wird, ist noch kein Argument für eine Umpriorisierung.

Es ist ein bisschen wie beim Tempolimit: die Befürworter argumentieren mit einer Reduzierumg der Unfallzahlen, die Gegeber damit, dass man dann nicht mehr so schnell fahren könne - woran man sich aber inzwischen gewöhnt habe.
Gruß
Tom

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von ralfkannenberg » 22. Mär 2019, 10:31

Hallo zusammen,

ich habe mich auf meiner Diskussionsseite auf der deutschsprachigen Wikipedia von dieser Aktion distanziert, zudem finde ich es auch störend, dass etwa 0.5% selbsternannte Sprecher im Namen aller Autorinnen und Autoren der Wikipedia auftreten.

Ob ich der deutschsprachigen Wikipedia weiterhin als Autor zur Verfügung stehe werde ich aber erst zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, völlig unabhängig davon gibt es genügend Gründe, der deutschsprachigen Wikipedia den Rücken zu kehren.


Mir persönlich schwebt ein leider nur halbherziger Kompromiss vor, dass ich mich auf der Wikipedia nur noch zu astronomischen Fragestellungen in unserem Sonnensystem jenseits der Jupiterbahn äussere, das wären dann also ganz konkret die Zentauren, die "normalen" Kuipergürtel-Planetoiden jenseits der Neptunbahn sowie allfällige Mitglieder der Oort'schen Wolke. Das ist auch der Themenbereich, der mich am meisten interessiert.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von tomS » 22. Mär 2019, 12:27

ralfkannenberg hat geschrieben:
22. Mär 2019, 10:31
... völlig unabhängig davon gibt es genügend Gründe, der deutschsprachigen Wikipedia den Rücken zu kehren.
In der deutschsprachigen Wikipedia schreiben zu viele selbsternannte pseudo-Experten auch aus Tertiärliteratur ab, ohne den eigentliche Hintergrund zu verstehen.

Es hat mich endlos Mühe gekostet, den größten Käse aus dem Artikel zur Hawkingstrahlung zu entfernen. Offenbar gilt "wer als Autor bekannt ist hat recht".
Gruß
Tom

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von Frank » 22. Mär 2019, 14:05

tomS hat geschrieben:
22. Mär 2019, 00:50

Es ist ein seltsames Rechtsverständnis, wenn man mit der Nicht-Durchsetzbarkeit eines Rechtsanspruches für die Abschaffung eines Rechtsanspruches argumentiert.
Mitnichten, ich wollte dir mit dem Beispiel des CD Brenners erläutern, dass hier alles versucht wurde, der Sache Herr zu werden, aber letzlich alle Müh vergebens war. Es gibt Dinge , die kann man nicht umsetzen, auch wenn es das Recht es so vorsieht.
Das Internet ist aber im Vergleich zum CD Brenner um den Faktor XYZ höher in der Problematik.
Wenn du eine Kontrolle errreichen willst, die den Namen "Kontrolle" auch verdient, dann musst du es machen wie die Chinesen, oder andere totalitäre Staaten.
Ansonsten werden windhundige Verletzer des Urheberrechts Wege finden, sich als private Websites zu tarnen und somit eine komplette Überprüfung aller Seiten im Netz zur Folge haben. Mit dem Ende das wie bei einer Kontrolle im Flugzeug, ein Generalverdacht voraus geht.
Darum ist die verlinkte ARD Seite gut gemeint, aber letzlich völlig am Thema vorbei.
Fazit.
Man kann nur wie bisher Urheberechtsverletzungen, wenn sie bekannt werden anzeigen, und durch die Behörden die Strafverfolgung einleiten.
Wie einfach kommerzielle Absichten auf eine im Grunde unkommerzielle Seite wie die unsre gelangen, sieht man ja in letzter Zeit öfters....

tomS hat geschrieben:
22. Mär 2019, 00:50
Wenn man zwei Prinzipien hat - Urheberrecht und freies Internet - wobei es zu Konflikten kommt, dann muss man abwägen, welches Prinzip man höher ansetzt. Die Politik misst aktuell dem Urheberrecht einen höheren Wert bei als dem freien Internet und der Gewöhnung an der Aushöhlung des Urheberrechts. Dass letzteres Praxis wird, ist noch kein Argument für eine Umpriorisierung.
Was die Politik als momentan höher einstuft, ist sehr vom Zeitgeist abhängig und hilft in einer so grundlegenden Frage nicht viel weiter.
Es geht um die Einschränkungen, die zu erst wieder die "Kleinen" treffen wird, weil Konzerne wie Ebay, oder Amazon gigantische Rechtsabteilungen besitzen und weiter die Menpower haben , um diesen Sachen auch gerecht zu werden. Kleine Betriebe (wie meiner)werden diese Möglichkeiten nicht haben und wandeln so immer am Rande der Legalität .
Im Grunde geht es um ein Abwälzung auf den Bürger, weil der Staat hier seiner Starfverfolgungspflicht nicht nach kommt.

tomS hat geschrieben:
22. Mär 2019, 00:50
Es ist ein bisschen wie beim Tempolimit: die Befürworter argumentieren mit einer Reduzierumg der Unfallzahlen, die Gegeber damit, dass man dann nicht mehr so schnell fahren könne - woran man sich aber inzwischen gewöhnt habe.
1. Senkt ein Tempolimit nicht die Unfallzahlen.
2. Geht es beim Schnellfahren nicht um eine Gewöhnung, sondern um eine Freiheit, die man den Menschen wegnehmen will, auf Grundlage von nicht bewiesenen Thesen.
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von Skeltek » 22. Mär 2019, 14:53

Für die schlechten Medien sind teilweise z.B. die Handyhersteller schuld.
Hier wird einem jeder Fraß vorgeworfen im Newsfeed, den man aber nicht einstellen kann (in Deutschland jedenfalls nicht).
"Blabla, das müssen Sie wissen", "Blablabla schockiert", "Eilmeldung: Nüsse enthalten mehr Eisen als gedacht" usw.
Und meist wird man dann doch nur auf Werbeseiten oder 'Vorgeschmacks'-Seiten umgeleitet, bei denen man schon nach einem Klick auf Werbemüll, Spam und Malware kommt.
Habe mich seit geraumer Zeit mit den Ursachen und Gründen auseinander gesetzt. Letzten Endes läuft es immer auf schlechte politische Entscheidungen und Lobyismus zurück. Es ist die Vielzahl vieler kleiner Mechanismen und 'Sabotageregelungen', welche das Internet in schlechte Bahnen leitet - effektiv steckt da eine Maschinerie dahinter, welche Geldmach-, Kontroll- und Beeinflussungs-Maschinerien antreibt.

Das geht los bei der Verweigerung von festen IPs für Normalsterbliche, der die Vorenthaltung der Kontrolle über die eigene IPv6-Reverse-Lookup Zone, die Unauffindbarkeit der eigenen Webseite bei Nichtverwendung von Google-Skripten, dem Oligopol beim Zugang zu den News-Feeds auf Handies usw bis hin zur Patentierbarkeit von aus öffentlichem Wissen&Forschung konstruierten konvergenten 'Best-Practive'-Lösungen.

Das Ganze ist ein verzweifeter Versuch die Patentierbarkeit nicht patentwürdiger Dinge zu sichern.
"Le's do it now. Le's make the world bedda"
'Sure, right now. I gotta. We gotta"

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von Frank » 22. Mär 2019, 15:18

Skeltek hat geschrieben:
22. Mär 2019, 14:53
Für die schlechten Medien sind teilweise z.B. die Handyhersteller schuld.
Hier wird einem jeder Fraß vorgeworfen im Newsfeed, den man aber nicht einstellen kann (in Deutschland jedenfalls nicht).
"Blabla, das müssen Sie wissen", "Blablabla schockiert", "Eilmeldung: Nüsse enthalten mehr Eisen als gedacht" usw.
Und meist wird man dann doch nur auf Werbeseiten oder 'Vorgeschmacks'-Seiten umgeleitet, bei denen man schon nach einem Klick auf Werbemüll, Spam und Malware kommt.
Naja, dass ganze begann schon vor den Smartphones. Man siehe den ersten Matrix Film(1999). Was lief bei Neo auf dem PC? Ein weltweiter Newsflash.
Das kostenlose Zusch... und die damit verbundene Hoffnung auf Klickzahlen und Werbeeinnahmen, waren da schon vorhanden.

Skeltek hat geschrieben:
22. Mär 2019, 14:53
Das geht los bei der Verweigerung von festen IPs für Normalsterbliche, der die Vorenthaltung der Kontrolle über die eigene IPv6-Reverse-Lookup Zone, die Unauffindbarkeit der eigenen Webseite bei Nichtverwendung von Google-Skripten, dem Oligopol beim Zugang zu den News-Feeds auf Handies usw bis hin zur Patentierbarkeit von aus öffentlichem Wissen&Forschung konstruierten konvergenten 'Best-Practive'-Lösungen.
Ist eigentlich jemand gezwungen worden, Google´s Suchmaschine immer zu benutzen, um somit ein quasi fast Monopol zur Macht zu verhelfen?
Warum ist Apple heute noch der einzig verbliebene Bewerber im Smartphonebereich, in Sachen mobiles OS?
...etc...
Weil der Ottonormaluser immer auf die Billigheimer zieht. Und das nicht nur die mit kleinen Gehältern.
Warum ist eine Sache wie Whats app zum Marktführer aufgestiegen? Kostete halt nix und zu dem damailgen Zeitpunkt haben sich die Provider noch SMS vergolden lassen.
Es ist dann immer nur wieder verstörend, wenn sich danach die Menschen darüber aufregen, welche Geister sie gerufen haben und die Macht der Internetkonzerne kritisieren. Dabei haben sie doch selbst am meisten Anteil daran.


Skeltek hat geschrieben:
22. Mär 2019, 14:53
Das Ganze ist ein verzweifeter Versuch die Patentierbarkeit nicht patentwürdiger Dinge zu sichern.
Das unterschreibe ich zu 100%
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von Skeltek » 22. Mär 2019, 15:26

Na, das began mit Windows und hörte nicht bei Google auf. Jeder Depp benutzte google, als ich noch nicht einmal wusste, was an der Suchmaschine so besonderes war - andere Suchmaschinen hatten teils viel bessere Suchalgorithmen... Irgendwann hatte aber google ein so starkes Monopol, dass die anfingen konnten Geld in 'Zusatz-Features' zu stecken.
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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von ralfkannenberg » 22. Mär 2019, 15:50

tomS hat geschrieben:
22. Mär 2019, 12:27
In der deutschsprachigen Wikipedia schreiben zu viele selbsternannte pseudo-Experten auch aus Tertiärliteratur ab, ohne den eigentliche Hintergrund zu verstehen.
Hallo Tom,

das hängt aber auch damt zusammen, dass es auf der deutschsprachigen Wikipedia nicht genügend echte Experten gibt. Also müssen halt irgendwelche Pseudo-Experten, die sich wenigstens noch an Tertiärliteratur halten, einspringen, oder das Thema bleibt eben unbearbeitet.

Und der zeitliche Aufwand ist auch nicht zu unterschätzen: wenn ich 4 Planetoiden des Kuipergürtels neu erfassen möchte, so kann ich da auch mit Wiederverwendung einer ersten Vorlage gut und gerne 2 Stunden dafür einplanen. Und das sind dann keineswegs ausführliche Artikel, sondern lediglich solche, die die minimalen Informationen enthalten.

tomS hat geschrieben:
22. Mär 2019, 12:27
Es hat mich endlos Mühe gekostet, den größten Käse aus dem Artikel zur Hawkingstrahlung zu entfernen. Offenbar gilt "wer als Autor bekannt ist hat recht".
Da sind aber vermutlich nicht diese Pseudo-Experten schuld, sondern destruktive Trolle, die zum Teil mit mehreren Identitäten gegen einen anargumentieren. Kenne ich auch und ein Thema ist mir inzwischen so überdrüssig, dass ich es zwar vorbereitet habe, die Umsetzung aber anderen überlasse. Und da geht es keineswegs um ein entweder/oder, sondern darum, beide Konventionen angemessen vorzustellen.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von ralfkannenberg » 22. Mär 2019, 17:18

Hallo zusammen,

hier ein Kommentar zu diesem Thema: Das Netz ist zu frei (Hans Brandt)


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von tomS » 23. Mär 2019, 12:30

Frank hat geschrieben:
22. Mär 2019, 14:05
Man kann nur wie bisher Urheberechtsverletzungen, wenn sie bekannt werden anzeigen, und durch die Behörden die Strafverfolgung einleiten ...

Im Grunde geht es um ein Abwälzung auf den Bürger, weil der Staat hier seiner Starfverfolgungspflicht nicht nach kommt.
Das kann man auch genau andersherum sehen.

Du sagst im wesentlichen, dass der Staat nicht in der Lage ist, Straftaten vorzubeugen, diese deswegen zulassen und verfolgen soll. Warum soll man nun die Delikte erst zulassen, um auf eine Verfolgung und Ahndung zu hoffen, die heute auch nicht effizient funktioniert?

Versteh’ mich nicht falsch, ich bin kein Fan der Uploadfilter - die ja nicht konkret gefordert sind. Aber ich bin auch kein Fan davon, nichts zu tun.
Gruß
Tom

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von Frank » 25. Mär 2019, 09:08

tomS hat geschrieben:
23. Mär 2019, 12:30

Du sagst im wesentlichen, dass der Staat nicht in der Lage ist, Straftaten vorzubeugen, diese deswegen zulassen und verfolgen soll. Warum soll man nun die Delikte erst zulassen, um auf eine Verfolgung und Ahndung zu hoffen, die heute auch nicht effizient funktioniert?
Hä??? Grundsätzlich kannst(und musst) du Straftaten erstmal zulassen,weil du sie nie ganz unterbinden kannst.
Darum geht es auch gar nicht.
Vielmehr rächt sich inzwischen das jahrelange(Mittlerweile zwei Jahrzehnte)Wegschauen, runterspielen und die dadurch allgemeine Auffassung, Straftaten im Netz sind Bagatellen , oder im schlimmsten Fall Kavaliersdelikte.
Mittlerweile sind zwei Generationen damit aufgewachsen, dass das Internet ein Selbstbedienungsladen ist, indem man sich das nimmt, was man braucht. Fehlendes Unrechtsbewusstsein in Form von," das sind doch eh alles reiche Firmen, oder Musiker, dass tut denen doch nicht weh(oder sie haben es verdient wenn es Konzerne sind)", tun da noch ihr übriges.
Anstatt diejenigen, die man erwischt hat, genauso zu bestrafen wie im realen Leben, mit Kampangen und Aufklärung ein Bewusstsein zu schaffen, Unrecht als solches zu erkennen und sein zu lassen, werden in blindem Aktionismus mal wieder alle unter Generalverdacht gestellt und ein Datenkrake in die Welt gesetzt , gegen den Google Kindergeburtstag ist.

tomS hat geschrieben:
23. Mär 2019, 12:30
Versteh’ mich nicht falsch, ich bin kein Fan der Uploadfilter - die ja nicht konkret gefordert sind. Aber ich bin auch kein Fan davon, nichts zu tun.
Ich verstehe dich nicht falsch, aber es ist wie immer in unserem Land. Einfach bestehende Gesetze anwenden und auch einen 17 Jährigen Wiederholungstätter(nachdem er das xte mal erwischt wurde sich illegal Software runter zu laden, oder eben fremdes geistiges Eigentum sich widerechtlich angeignet hat) auch mal zwei Monate wegzusperren . Mit Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis.
Das Problem ist doch, dass nichts, aber auch gar nichts passiert.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von Frank » 25. Mär 2019, 10:13

Vieleicht hat ja der eine oder andere Facebook . Gutes Video zu Uploadfiltern.

https://www.facebook.com/kuhle.konstant ... 519504943/
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von ralfkannenberg » 25. Mär 2019, 10:48

Frank hat geschrieben:
25. Mär 2019, 09:08
Das Problem ist doch, dass nichts, aber auch gar nichts passiert.
Hallo Frank,

wenn nur nicht passieren würde wäre es vielleicht noch erträglich, aber nein: die Täter prahlen auch noch damit und versuchen, ihre Ansicht des von Dir sehr schön als solcher bezeichneten "Selbstbedienungsladen" als Standard hinzustellen.

Und wenn dieser selbstdefinierte Standard nicht gewährt wird dann Schreckgespinste wie die angebliche "Gefährdung des freien Internets" und die angebliche "Zensur" an die Wand malen.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von seeker » 25. Mär 2019, 12:56

Also ich blicke bei dem Thema EU-Urheberrechtsreform noch nicht wirklich durch, ich denke da geht es um die Details und wem das dann am Ende nützen wird und wem nicht. Vielleicht gibt es auch allein mit dem Hebel gar keine gute Lösung, egal wie man das ausgestaltet.

Hier ein schöner Beitrag von Jaron Lanier dazu:

Liebesgrüße aus dem Silicon Valley
Der Widerstand gegen die EU-Urheberrechtsreform wird immer größer. Das nutzt nur den Internetgiganten.
Ein fiktiver Dankesbrief der Profiteure an die naiven Aktivisten
https://www.zeit.de/2019/13/eu-urheberr ... profiteure
Grüße
seeker


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Denn tut man das, so verliert man zumindest ein Stück weit seine Unvoreingenommenheit, Objektivität.

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tomS
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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von tomS » 25. Mär 2019, 13:14

Frank hat geschrieben:
25. Mär 2019, 09:08
Hä??? Grundsätzlich kannst(und musst) du Straftaten erstmal zulassen,weil du sie nie ganz unterbinden kannst.
Darum geht es auch gar nicht
Doch, darum geht es.

Der Staat schafft einen geeigneten Rahmen und ahndet Verstöße - theoretisch.

Im Internet “funktioniert” das eher anders: der Staat hat bisher keinen geeigneten Rahmen geschaffen und die Vertöße nicht konsequent geahndet.

Aber man benötigt schon beides, oder?

Dass das Unrechtsbewusstsein hierzu wenig ausgeprägt ist, unterschreibe ich gerne. Das ändert jedoch nichts daran, veraltete Rechtsnormen anzupassen.

Die Argumente der Gegner von §13 sind übrigens auch nicht besonders gut - gebetsmühlenartig für freies Internet, Null Regulierung, Null konstruktive Vorschläge.
Gruß
Tom

«while I subscribe to the "Many Worlds" theory which posits the existence of an infinite number of Toms in an infinite number of universes, I assure you that in none of them am I dancing»

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seeker
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Re: Wikipedia aus Protest abgeschaltet

Beitrag von seeker » 29. Mär 2019, 13:20

Hier ein Kommantar dazu:

Chance verpasst: Dieses Urheberrecht bleibt in der Vergangenheit stecken
Die Reform des EU-Urheberrechts bietet falsche Antworten für eine veränderte digitale Welt. Sie zementiert stattdessen die Rechte von großen Verwertern und nur einem kleinen Teil der Urheber. Trotzdem werden wir mit diesen Regeln über Jahre leben müssen.
https://netzpolitik.org/2019/chance-ver ... ndenleiste

Auszüge daraus:
Mit dieser Reform untergraben die Befürworter die Akzeptanz des Urheberrechts in breiten Teilen der Bevölkerung, die nicht verstehen, warum bestimmte Alltagspraktiken in den USA dank der dortigen „Fair Use“-Regeln vollkommen akzeptiert sind und hier dafür Abmahnungen verschickt werden. Oder zukünftig die Live-Streams im Upload-Filter landen und man sich danach beschweren darf.
Lobbyschauspiel...
Ich habe viele netzpolitische Debatten in den vergangenen 20 Jahren erlebt. Keine davon war so verlogen wie diese. In Zeiten von gesellschaftlichen Debatten um Desinformation und sinkender Glaubwürdigkeit der Medien haben viele von diesen das Vertrauen vor allem der jungen Generation verspielt, indem sie zugunsten ihrer eigenen wirtschaftlichen Interessen die Wahrheit gedehnt und häufig selbst Desinformation betrieben haben. Allen voran: FAZ und Bild.
Profitieren werden die Großen, seien es die Plattformen oder Medienkonzerne. Darunter leiden werden die Kleinen. Urheber müssen mehr mit Verwertern teilen, ihre Stellung wird aber nicht wirklich verbessert. Neue Ausnahmen für Fair Use, für Remix oder für Bagatellnutzungen wird es weiterhin nicht geben.
Der Kollateralschaden für unsere Demokratie wird mangelnde Glaubwürdigkeit bei einem großen Teil der Jugend sein. Glückwunsch CDU/CSU, diesen Bärendienst für die Demokratie habt ihr ganz alleine geschafft.
Grüße
seeker


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