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Was passiert als nächstes?

Hier kann man alles posten, was nicht ganz zum Thema passt - Hauptsache es ist interessant!

Was passiert als nächste große Sensation?

Wir fliegen zum Mars
2
20%
Wir finden die Weltformel
0
Keine Stimmen
Wir finden eine zweite Erde (Exoplanet)
5
50%
Wir entschlüsseln das Geheimnis um Dunkle Energie/Materie
0
Keine Stimmen
Wir lösen das Geheimnis um den Urknall
0
Keine Stimmen
Wir finden Beweise, woher das Leben auf die Erde kam
0
Keine Stimmen
Wir wissen zu 100%, wie unser Gehirn funktioniert
0
Keine Stimmen
Wir erfinden Methoden, um das Leben zu verlängern
1
10%
Wir können vollständig erklären, was im Inneren eines Schwarzen Loches passiert
0
Keine Stimmen
Wir entdecken eine weitere Dimension (also die vierte)
0
Keine Stimmen
Wir haben Kenntnis darüber, woher alle Teilchen ihre Masse beziehen
0
Keine Stimmen
Etwas anderes Spektakuläres
1
10%
Nichts davon, die Erde stirbt vorher...
1
10%
 
Abstimmungen insgesamt: 10

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Stephen
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Was passiert als nächstes?

Beitrag von Stephen » 30. Mai 2016, 20:02

Hallo zusammen,

ich saß gestern mit jüngster Tochter und ihrer "Stiefmutter" auf dem Balkon, als mein Kind auf eine Frage antwortete: "Eher fliegen wir zur Venus..."
Vollkommener Quatsch natürlich - ich wusste gar nicht, dass sie den Planeten kennt.
Aber dann kam mir die Idee zu dieser kleinen Umfrage.

Was passiert als nächste große Sensation?
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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von Skeltek » 30. Mai 2016, 22:34

Etwas anderes Spektakuläres:
Zusammenbruch des Zins-Zeit-Kontinuums
Gödel für Dummies:
  • Unentscheidbarkeit - Dieser Satz ist wahr.
  • Unvollständig - Aussage A: Es existiert nur ein Element A.
  • Widersprüchlich - Dieser Satz ist falsch.

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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von Frank » 31. Mai 2016, 09:01

Skeltek hat geschrieben:Etwas anderes Spektakuläres:
Zusammenbruch des Zins-Zeit-Kontinuums

Das wird nie(!) passieren. :wink:
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von belgariath » 31. Mai 2016, 11:17

Also, wir haben doch schon vier Dimensionen entdeckt, drei Raumdimensionen und die Zeit.

Die Antwort "Wir erfinden Methoden, um das Leben zu verlängern" ist mir zu ungenau. Eigentlich ist doch schon die Entwicklung eines neuen Medikaments XY eine Methode, um das Leben zu verlängern. Die Antwort "Etwas anderes Spektakuläres" Ist mir auch zu unpräzise.

Habe übrigens für die zweite Erde gestimmt. Ich denke, das wird im nächsten Jahrzehnt stattfinden, vorausgesetzt, der Bau der nächsten Teleskopgeneration (EELT, James Webb) wird wie geplant vollendet.
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positronium
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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von positronium » 31. Mai 2016, 11:26

belgariath hat geschrieben:Habe übrigens für die zweite Erde gestimmt. Ich denke, das wird im nächsten Jahrzehnt stattfinden, vorausgesetzt, der Bau der nächsten Teleskopgeneration (EELT, James Webb) wird wie geplant vollendet.
Dazu würde ich eigentlich auch tendieren, aber auch dieser Punkt war mir zu ungenau. Was ist eine "zweite Erde"? Wenn mit diesem Punkt gemeint ist, dass wir dort intelligentes Leben finden werden, zweifle ich stark, aber dass bald ein bewohnbarer Planet gefunden wird, halte ich durchaus für möglich. Ob dort Leben in irgend einer Form vorhanden ist, kann man wahrscheinlich leider noch länger nicht beantworten.

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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von Stephen » 31. Mai 2016, 12:20

@belgariath
Gebe dir recht, die Zeit ließ ich außer acht. Also meinte ich "eine weitere Dimension/Dimensionen".
zur Lebensverlängerung: Veränderung des Erbgutes durch medizinische Eingriffe (also z.B. Reparieren/Austausch defekter Gene) oder das Aufhalten/Verlangsamen der Lyse.
@positronium
Gebe dir auch recht, gemeint war, einen Exoplaneten zu finden, auf dem menschenähnliches Dasein möglich wäre, ohne bereits darauf Intelligenz nachweisen zu können. Also nur flüssiges Wasser, Magnetfeld, Atmosphäre, erdähnliche Temperaturen etc.
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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von belgariath » 31. Mai 2016, 13:17

Stephen hat geschrieben:@belgariath
[...] zur Lebensverlängerung: Veränderung des Erbgutes durch medizinische Eingriffe (also z.B. Reparieren/Austausch defekter Gene) oder das Aufhalten/Verlangsamen der Lyse. [...]
Dazu kenne ich mich zu schlecht mit Bio aus. Aber vor kurzem habe ich bei Scobel eine Doku zu Gentechnik gesehen. Da scheint echt viel im Gange zu sein. Ich glaube da werden wir noch einige krasse Entdeckungen miterleben.
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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von Frank » 31. Mai 2016, 14:51

positronium hat geschrieben:. Was ist eine "zweite Erde"? Wenn mit diesem Punkt gemeint ist, dass wir dort intelligentes Leben finden werden, zweifle ich stark, aber dass bald ein bewohnbarer Planet gefunden wird, halte ich durchaus für möglich.
Gegenfrage, was hat den eine zweite Erde erstmal mit Leben ,oder gar mit intelligentem Leben zu tun?
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von positronium » 31. Mai 2016, 15:21

Frank hat geschrieben:
positronium hat geschrieben:. Was ist eine "zweite Erde"? Wenn mit diesem Punkt gemeint ist, dass wir dort intelligentes Leben finden werden, zweifle ich stark, aber dass bald ein bewohnbarer Planet gefunden wird, halte ich durchaus für möglich.
Gegenfrage, was hat den eine zweite Erde erstmal mit Leben ,oder gar mit intelligentem Leben zu tun?
Naja, wenn ich den Begriff "Erde" höre, denke ich zuerst nicht daran, welche Masse sie hat, wie weit sie von der Sonne entfernt ist, usw., sondern an ihre herausragenden Eigenschaften, und die ranken sich nun einmal um das Leben. Es geht m.M.n. eigentlich um eine subjektive Erwartungshaltung, die bei mir eben so ausgeprägt ist. Einem Astronom reicht vielleicht schon, wenn ein Planet ein paar grundsätzliche Eigenschaften (habitable Zone, ausreichend Masse, Atmosphäre etc.) besitzt. Aber ob das schon ausreicht, um Leben zu ermöglichen oder entstehen zu lassen, weiss man nicht. Erst dann wäre das für mich eine zweite Erde, die aber vielleicht noch nicht so weit ist, wie unsere.

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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von Frank » 31. Mai 2016, 15:38

Also ich denke erstmal an ungefähr die gleiche Masse, habitable Zone, ist Wasser flüssig, kann man Ozon nachweisen, dass man es unter Umständen mit einem biomechanischem Vorgang zu tun hat....usw.

Erstmal muss aber solch ein Teil gefunden werden. Die annähernd vergleichbaren waren aber bis jetzt sowas vom anders............
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von Pippen » 31. Mai 2016, 16:08

Marsflug. Die anderen Dinge sind größtenteils unkontrollierbar. Für mich wäre interessant, ob unser Wissen sich weiter expotentiell erweitert, linear erweitert oder expotentiell an einen Grenzwert annähert. Es könnte durchaus sein, wir haben gegenwärtig oder in naher Zukunft unseren "Erkenntniszenit" erreicht und viel mehr ist nicht mehr drin, außer vllt. in Detailfragen (Berechnung von x auf 10 statt nur 5 Nachkommastellen). Zugegeben, das dachte man auch schon vor 1000 Jahren :).

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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von gravi » 31. Mai 2016, 19:46

Marsflug? Kann sein. Aber ich denke, dass die Methoden, die Spektren von Exoplaneten zu untersuchen, immer empfindlicher werden. Ich warte da täglich auf die Meldung, dass man Sauerstoff/Wasser gefunden hat. Das wäre dann definitiv die Erde 2, zumindest würde es dann dort Pflanzen und Fotosynthese geben...

Gruß
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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von seeker » 31. Mai 2016, 23:05

Z.T. sind die vorgegeben Antworten etwas ungenau oder auch aus meiner Sicht etwas abwegig.
Aber gut, hab für die 2. Erde gestimmt, in dem Sinne: Entdeckung eines Planeten mit ca. Masse und Größe der Erde in der habitablen Zone eines gelben Zwergsterns, evtl. plus Nachweis von Sauerstoff, Ozon, Methan, CO2 in der dortigen Atmosphäre.
Ich hoffe auf eine solche Entdeckung innerhab der nächsten 20 Jahre.
Pippen hat geschrieben:Für mich wäre interessant, ob unser Wissen sich weiter expotentiell erweitert...
Böse Frage: Tut es das?
Oder erweitert sich nur unser "Müll-Wissen" und unsere Verwirrung exponentiell?
Ertrinken wir vielleicht nicht langsam in sog. Daten und Informationen?

Gruß
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Grüße
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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von Stephen » 1. Jun 2016, 01:25

seeker hat geschrieben:Oder erweitert sich nur unser "Müll-Wissen" und unsere Verwirrung exponentiell?
Ertrinken wir vielleicht nicht langsam in sog. Daten und Informationen?
Zurzeit werden über 1 Milliarde Spam-Mails pro Tag verschickt. Wir erzeugen pro Jahr insgesamt 30x1021 Bytes (= 30 Trilliarden) an Informationen. Wenn du alle diese Infos in handelsüblichen Büchern in normaler Schriftgröße abdrucken würdest, kämest du mit der Höhe des Stapels ganz locker von der Sonne zum Neptun und wieder zurück...

Ich hätte also noch "Internet-Crash" mit in die Liste aufnehmen sollen :mrgreen:

Aber machen wir mal die Probe aufs Exempel zu obigem Beispiel mit der Datenflut...
Ich nehme mal das meistgelesene Buch her: die Bibel enthält etwa 4,5x106 Byte an Daten (nur Schrift inklusive Leerzeichen aber ohne Bilder) und sie ist etwa 5 cm dick.

Um die oben angesprochenen 3x1022 Bytes abzubilden, wären also 6,67x1015 Bibeln notwendig.
Diese hätten dann flach übereinander gestapelt eine Höhe von 3,3x1010 Kilometer.
Da Neptun aber "nur" 4,498x109 Kilometer von der Sonne entfernt ist, könnte man diese Entfernung also mehr als 7 Mal überbrücken...

Schon irgendwie erstaunlich!
Ich wollte spaßeshalber mal ausrechnen, wie viel Papier und Tinte dazu nötig wäre, aber da wurde mir dann schnell klar, dass man diese Mengen auf der Erde nicht herzustellen imstande wäre...

Trotzdem ein kleiner Hinweis: auf der Erde werden jährlich 400 Millionen Tonnen Papier, Pappe und Karton hergestellt (Stand: 2013). Wenn man annimmt, dass eine Bibel 1 kg wiegt, dann kommt man sehr schnell darauf, dass sich ein Nachrechnen nicht lohnt.

Gruß
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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von belgariath » 1. Jun 2016, 10:50

Hast du bei deiner Abschätzung "sämtliche produzierten Daten" von "Daten die neue Informationen enthalten" unterschieden?
Gerade im Internet wird ja oft das selbe immer wieder aufgetischt bzw von verschiedenen Leuten parallel verfasst.
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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von Stephen » 1. Jun 2016, 11:16

belgariath hat geschrieben:Hast du bei deiner Abschätzung "sämtliche produzierten Daten" von "Daten die neue Informationen enthalten" unterschieden?
Nein, sonst hätte ich die Spam-Emails nicht vorweg erwähnt. Etwa 70% aller Daten sind "Müll" bzw. doppelt, dreifach, vierfach ... tausendfach vorhanden. Diese "unerwünschten" Daten fließen somit in die oben erwähnten 30 Trilliarden Byte mit ein.
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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von gravi » 1. Jun 2016, 19:42

Hier muss man wirklich erstmal feststellen, was ist im Internet an tatsächlich brauchbaren Informationen enthalten? Ich meine damit fundiertes, untermauertes Wissen, das für die Menschheit nützlich ist. Dass jemand gerade ein Leberwurstbrot isst und das auführlich im Gesichtsbuch beschreibt - das ist kein Wissen. Der eigentliche Grundgedanke des Internets, Wissenschaftler und Institute miteinander zu verbinden, ist längst pervertiert zu einem Müllmoloch ungeheurer Größe. Wobei das "normale" Internet noch recht klein ist im Vergleich zum Darknet - von dem sich anständige Bürger aber lieber fernhalten sollten.

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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von Stephen » 1. Jun 2016, 21:29

gravi hat geschrieben:Dass jemand gerade ein Leberwurstbrot isst und das auführlich im Gesichtsbuch beschreibt - das ist kein Wissen.
Vergiss nicht die 41 Milliarden SMS/MMS, die täglich verschickt werden. Wird mit Wissenschaft auch nicht viel zu tun haben...
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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von positronium » 2. Jun 2016, 18:09

Stephen hat geschrieben:Etwa 70% aller Daten sind "Müll" bzw. doppelt, dreifach, vierfach ... tausendfach vorhanden. Diese "unerwünschten" Daten fließen somit in die oben erwähnten 30 Trilliarden Byte mit ein.
Ich glaube, diese 70% sind weit, weit untertrieben. Aber man muss natürlich genauer unterscheiden, nicht nur in Müll und wertvoll, sondern auch noch in z.B. (temporär) nützlich. Aber die Grenzen sind eben auch fliessend. Ich würde schon gerne einmal in 10000 Jahre alte Facebook-Posts und Photos hinein schnuppern.
Stephen hat geschrieben:Vergiss nicht die 41 Milliarden SMS/MMS, die täglich verschickt werden. Wird mit Wissenschaft auch nicht viel zu tun haben...
Das können doch nur Benachrichtigung über alles möglich auch Nachrichten sein.

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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von gravi » 2. Jun 2016, 18:26

Ja, die schier unendliche Anzahl an Bildern, Videos und Audiodateien, die täglich hochgeladen werden, nehmen sicherlich auch einen gehörigen Platz ein - das sind ja gegenüber Text speicherfressende Dateien. Und erst mal die ganzen Datenbanksicherungen, die ich von diesem und anderen Foren machen muss... :wink:

Übrigens, das Internet vergisst ja nie. Meine "olle" Homepage ist auch archiviert, hier mal ein Beispiel:

So war's 2004

Echt interessant, in der "Wayback machine" mal zu stöbern. Da finden sich sogar noch die alten Foren (leider ohne Beiträge), wer möchte kann dort auch unter der aktuellen URL der Homepage weitere Jahre ab 2006 finden. Für die ältesten Ausgaben (vor 2000) sind mir leider die URL's nicht mehr geläufig, aber ich denke mal nach...

Gruß
gravi

P.S.: Bezüglich des Nachweises von Atmosphärenspektren extrasolarer Planeten gibt es einen interessanten Artikel in der aktuellen Spektrum. Falls gewünscht, kann ich gerne Näheres dazu kundtun...
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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von Stephen » 2. Jun 2016, 23:42

positronium hat geschrieben:Ich glaube, diese 70% sind weit, weit untertrieben. Aber man muss natürlich genauer unterscheiden, nicht nur in Müll und wertvoll, sondern auch noch in z.B. (temporär) nützlich. Aber die Grenzen sind eben auch fliessend.
Auch ich bin dieser Meinung. Allerdings frage ich mich, wie man das "genau" unterscheiden soll. Nein - eigentlich frage ich mich, wie man das überhaupt ausrechnen will/kann.
Wenn ich jetzt eine SMS an meine Tochter schreibe mit dem Inhalt: "Hallo, mein Schatz, ich freue mich heute auf das gemeinsame Abendessen!" - sind das nun 72 Byte Datenmüll, weil es nur einen einzigen Menschen auf der Erde interessiert?

Ich denke, es ist außerordentlich schwierig, da Grenzen zu ziehen. Eine Datensicherung ist natürlich sinnvoll. Aber ist sie deswegen auch Müll, weil es die Daten schon einmal gibt?

Ist es Müll, was wir uns hier schreiben oder zählt lediglich gravis Homepage als wissenschaftlich wertvoll zu den 30%?

Gruß
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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von positronium » 3. Jun 2016, 09:00

Stephen hat geschrieben:Wenn ich jetzt eine SMS an meine Tochter schreibe mit dem Inhalt: "Hallo, mein Schatz, ich freue mich heute auf das gemeinsame Abendessen!" - sind das nun 72 Byte Datenmüll, weil es nur einen einzigen Menschen auf der Erde interessiert?
Nachdem das Essen unten ist, eher schon. :wink: Aber:
Stephen hat geschrieben:Ich denke, es ist außerordentlich schwierig, da Grenzen zu ziehen.
Ja.
Stephen hat geschrieben:Ist es Müll, was wir uns hier schreiben oder zählt lediglich gravis Homepage als wissenschaftlich wertvoll zu den 30%?
Ich kenne hier im Forum niemanden, deshalb muss ich vorsichtig formulieren: Wahrscheinlich, so vermute ich, wird eines Tages all' das, was wir von uns geben, zum Müll gehören. - Am Ende ist es nun einmal bei den allermeisten Dingen nur eine Frage der Zeit, bis sich niemand mehr dafür interessiert. Wer kann schon über sich sagen, etwas für die Ewigkeit geschaffen zu haben?

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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von Stephen » 3. Jun 2016, 09:46

positronium hat geschrieben:Ich kenne hier im Forum niemanden, deshalb muss ich vorsichtig formulieren
Keine Sorge, die Frage war rein rhetorisch gemeint; ich hätte auch jedes andere Forum im Internet benennen können :wink:

Aber bleiben wir bei unserem: mir hat es geholfen nach 10 Jahren Zugehörigkeit! Inzwischen kann ich sogar Fragen beantworten als nur welche zu stellen. Also ist es am Ende wohl eine subjektive Einstellung, was Datenmüll ist und was nicht...
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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von seeker » 3. Jun 2016, 10:20

Genau, die Frage ist ja auch: Was ist Müll, was ist wertvolle Information? Für wen?

Wenn man darüber nachdenkt, kommt man zu dem Schluss, dass es wertvolle Information an sich/für sich nicht gibt.
Das liegt nämlich immer im Auge des Betrachters, womit wir bei all unserem Tun und Treiben immer wieder auf uns selbst zurückgeworfen werden: Der Mensch ist das Maß aller Dinge, insbesondere der Dinge (auch Informationen), die der Mensch selbst schafft!

Ich hab's bei der Informationsexplosion aber nicht nur vom Internet:
So kann man den Eindruck gewinnen, dass heutzutage auch im wissenschaftlichen Bereich Dinge veröffentlicht werden, die man früher nicht oder noch nicht veröffentlicht hätte, wegen "noch zu wenig Fleisch dran". Und aus einer Untersuchung, aus der man früher eine Veröffentlichung gemacht hätte, schreibt man heute gerne lieber fünf, die Dinge schön scheibchenweise auf den Markt werfen... das macht die ja so wichtige Liste der eigenen Veröffentlichungen länger.
Viel Schein, wenig Sein, scheint inzwischen angesagt zu sein... das ist natürlich bestimmt auch z.T. systemisch bedingt: Stichwort Veröffentlichungszwang.
Nur fragt man sich manchmal: Wer soll oder will das alles noch lesen?

Manchmal spürt man auch, dass es auch in der Wissenschaft, sobald es um Geld geht, nicht viel anders zugeht, als in der Werbeindustrie.
Ja, die Marktwirtschaft durchzieht inzwischen nahezu alle Lebensbereiche, Wissen ist längst zur Ware geworden, so wie fast alles andere auch.
Und schlechtere Ware verkäuft sich oftmals besser als bessere Ware, wenn nur das Marketing stimmt.

Gruß
seeker
Grüße
seeker


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Re: Was passiert als nächstes?

Beitrag von Frank » 3. Jun 2016, 10:33

Ui, dass ist ja langsam höhere Philosophie, wenn man euch beiden so zuhört. ;a

Ich denke mal , wenn man schon auf diesem Level diskutiert, dann muss man auch einen Schritt weiter gehen.
Wer entscheidet nun, was Müll ist und was nicht ? Solange es eine Konversation ist, die den Betroffenen etwas bringt, ist es völlig legtim seine Tochter zum Essen einzuladen und auch wenn das Gericht vorbei ist, sind die Daten trotzdem kein Müll.(Im Sinne von Müll.)
Was ist denn Müll überhaupt?Wenn es darum geht den Unrat zu bezeichnen , was der Mensch(!) nicht mehr braucht, dann ist es zu eng gedacht. In der Natur gibt es sowas wie Müll im Grunde nicht. Wenn wir nämlich die gedanklichen Daten von ca 7 Milliarden Menschen und den damit verbundenen größtenteils täglich gedachten Schwachsinn aufrechnen wollten, dann ist deine Rechnung lieber Stephen dagegen Kindergeburtstag.
Wir sollten und damit abfinden, dass dieser "Datenmüll" genauso "Lebensmüll" ist(und somit kein Müll?)

Es ist eh müssig darüber zu diskutieren was man braucht , oder nicht. Wenn man das Leben darauf reduziert, ist 95 % von dem was wir tun, reine Zeitverschwendung,total unnötig und Müll. :wink:
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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