Hinweis auf die DSGVO: Auf unserer Seite werden keine Dritt-Anbieter-Cookies verwendet und nur Daten erfasst, welche für das Minimum an Board-Funktionalität notwendig sind.
Bevor Sie sich registrieren oder das Board verwenden, lesen Sie bitte zusätzlich die DSGVO-Erklärung, welche in der Navigationsleiste verlinkt ist.

Kurzfassung der unserer Meinung nach wichtigsten DSGVO-Punkte:
Es kann vorkommen, dass Benutzer eigenverantwortlich Videos oder sonstige Medien in ihren Beiträgen verlinken, welche beim Aufruf der Forenseite als Teil der Seite samt zugehörigem Material mitgeladen werden. Sollten Sie dies nicht wünschen, verwenden Sie beim Benutzen des Forums einen Blocker wie z.B. uMatrix, welcher das Laden von Inhaltsblöcken von Fremd-URLs effektiv unterbinden kann.
Wir blenden keine Werbung ein und schränken die Inhalte in keinster Weise bei Benutzung von Addblockern ein. Dadurch ist die Grundfunktionalität des Forums auch bei vollständigem Blockieren von Drittanbieter-Inhalten stets gegeben.

Cookies werden unsererseits nur verwendet um das Einloggen des Benutzers für die Dauer der Forenbenutzung zu speichern. Es steht dem Benutzer frei die Option 'Angemeldet bleiben' zu verwenden, damit der Cookie dauerhaft gespeichert bleibt und beim nächsten Besuch kein erneutes Einloggen mehr notwendig ist.
EMail-Adressen werden für Kontakt bei wichtigen Mitteilungen und zur Widerherstellung des Passwortes verwendet. Die verwendeten IPs können von uns ohne externe Hilfsmittel mit keiner realen Person in Verbindung gebracht werden und werden nach spätestens 7 Tagen gelöscht. Diese IPs werden höchstens verwendet um Neuanmeldungen unerwünschter oder gesperrter Nutzer zu identfizieren und zu unterbinden. Wir behalten uns daher vor bei Verdacht, die Frist für die IP-Löschung auf maximal 14 Tage zu verlängern.
Unsere Webseite läuft auf einem virtuellen Linux-Server, welcher von einem externen Anbieter gehostet wird. Etwaige Verstöße der DSGVO-Auflagen seitens dieses deutschen Hosters können wir nicht feststellen und somit auch nicht verfolgen.
Wir halten Backups unserer Datenbanken, welche in regelmäßigen Abständen als Schutz vor Katastrophen, Hackerangriffen und sonstigen Ausfällen erstellt werden. Sollte ein Nutzer die Löschung seiner Daten wünschen, betrachten wir es als Unzumutbar die Backups auch von den Daten zu befreien, da es sich hierbei um eine mehrtägiges Unterfangen handelt - dies ist für eine Einzelperson beim Betrieb eines privaten Forums nicht zumutbar möglich ohne das Backup komplett zu löschen.
Sollten Sie etwas gegen die dauerhafte anonyme Speicherung ihrer EMail-Adresse, ihres Pseudonyms und ihrer Beiträge in einem Backup haben, sehen Sie von der Registrierung in diesem Forum ab. Für Mitglieder, welche vor dem 25.05.2018 registriert waren steht jedoch das Recht im Raum, eine Löschung der Datenbank-Backups zu beantragen.



Wenn dies Ihr erster Besuch hier ist, lesen Sie bitte zunächst die FAQs sowie die wesentlichen Regeln zur Benutzung des Forums.
Um an den Diskussionen teilnehmen zu können, müssen Sie sich zunächst registrieren.

Szenario "Großer Auslöscher"

Hier kann man alles posten, was nicht ganz zum Thema passt - Hauptsache es ist interessant!
Benutzeravatar
Stephen
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 3012
Registriert: 14. Dez 2005, 17:09
Wohnort: Halle (Saale)

Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Stephen » 27. Feb 2014, 10:39

Hallo zusammen!

Man soll den Teufel ja nicht an die Wand malen. Sicher ist jedoch, dass unser Leben auf der Erde nicht so sicher ist, wie wir das alle glauben. Obwohl die Bahnen der meisten Gesteinsbrocken exakt berechnet worden sind (der nächste besucht uns 2029 in weniger als Mondnähe), kann sich so ein Teil auch mal "verirren" - sprich: uns treffen.

Unsere Abwehrmöglichkeiten sind zurzeit verschwindend gering. Eigentlich gibt es nur eine einzige: den Brocken per Atombombe zu zersprengen. Viele Wissenschaftler glauben, dass diese Methode den Schaden aber nur noch vergrößern würde.

Ebenfalls umstritten ist die Frage, ob das Geschoss "besser" ins Wasser stürzt (was wahrscheinlicher wäre) oder auf Land einschlägt.

Es könnte Revolutionen geben, weil die Bevölkerung die Regierungen anklagt, sich nicht genügend um so einen Fall gekümmert zu haben.
Es könnte auch alles in Lethargie versinken - aber auch Kriminalität ungeahnten Ausmaßes erzeugen.

Was meint ihr zu der Sache?
Die Demokratie beruht auf drei Grundpfeilern: Der Freiheit der Gedanken, der Freiheit der Rede und der Klugheit, beides nicht zu gebrauchen.
Mark Twain

deltaxp
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 1062
Registriert: 23. Sep 2010, 17:02

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von deltaxp » 27. Feb 2014, 12:44

wenns nich sonen teja grosses teil ist, sondern sowas was die dinos gekillt hat bin ich sicher dass menschheit überleben wird, aber die technologische zivilisation, so wie wir sie kennen vollkommen zusammenbrechen würde. es würden sich wieder erstmal kleine gemeinschaften bilden, diesbezüglich halte die diversen post-apokalypsen filme/serien für realistisch, und da es primär um den reinen überlebenskampf geht, würden auch die dafür notwendigen fähigkeiten die höchste bedeutung haben -- nen schreiberling und forscher hätte weniger bedeutung als jemand der essen ranschaffen oder ne behausung bauen kann -- so dass man anehmen kann, das ein grossteil des wissens nach 2,3 generationen erstmal verloren ist. ob sich dann eine neue technologische zivilisation entwickelt hängt dann von sehr vielen zufällen ab. die würde es auch schwieriger haben sich entwickeln, da wir ja bereits viele ressourcen verbraucht haben.
das is so meine meinung dazu.

ps: ich wäre trotzdem dafür es mit atom-bomben zu versuchen, als sonen teil ohne irgendwas zu tun aufschlagen zu lassen. wenn man rechtzeitig was bemerkt, so mit 4,5 jahren vorlaufzeit, kann man die grösseren trümmerstücke nachtracken und einer weiteren atomaren behandlung unterziehen bis nur so kleine teile übrig bleiben, die dann primär lokalen schaden anrichten, aber weniger globalen einfluss haben. aber selbst wenn das gelingen sollte, wäre die zivilisation einer enormen belastung ausgesetzt, unter der sie auch zerbrechen kann, ich mein, wir kommen ja jetzt schon kaum miteinander auf der welt aus, wenn dann noch millionen obdachlos werden, infrastrukuren zusammenbrechen, wirtschaften untergehen, nahrung knapp wird. die decke der zivilisation ist sehr dünn. es braucht nicht viel um die einzureissen.

Benutzeravatar
Stephen
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 3012
Registriert: 14. Dez 2005, 17:09
Wohnort: Halle (Saale)

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Stephen » 27. Feb 2014, 12:56

deltaxp hat geschrieben: so mit 4,5 jahren vorlaufzeit,
So viel Zeit gibts da wohl nicht, maximal 4 bis 5 Monate... wenn überhaupt so lange...

Das mit den Atombomben ist so eine Sache, denn die Brocken rasen mit bis zu 20.000 km/h auf uns zu. Man müsste sie eigentlich schon vor dem Mond treffen, um das Unheil abzuwenden. Unsere Interkontinentalraketen haben aber selbst unter den günstigsten Bedingungen allenfalls eine Reichweite von 15.000 km (i.d.R. 6000 km bei einer Geschwindigkeit von max. 5 km/s - also ganz grob überschlagen die, mit der ein "Großer Auslöscher" auf uns zu käme.). Und genau das ist das Problem; man könnte den Brocken also nur wenige Sekunden vor dem Einschlag erreichen. Dann ist er natürlich viel zu nah...

Vielleicht könnte man das zusammen mit einer Saturn-Rakete lösen, die die Atombombe in den Orbit bringt :wn:

Gruß
Steffen
Die Demokratie beruht auf drei Grundpfeilern: Der Freiheit der Gedanken, der Freiheit der Rede und der Klugheit, beides nicht zu gebrauchen.
Mark Twain

Benutzeravatar
gravi
Site Admin
Beiträge: 6070
Registriert: 26. Nov 2005, 18:55
Wohnort: Münchhausen

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von gravi » 27. Feb 2014, 19:21

Es gab da mal den Plan der NASA, irgendwo an einem der Lagrangepunkte eine Batterie von z.B. Saturn- Raketen zu stationieren, die mit Atomsprenköpfen ausgerüstet sind. Meines Wissens ist der aber nicht umgesetzt.

Viele der größeren Brocken kennt man ja und kann ihre Bahnen berechnen. Den aktuellen Stand kann man hier einsehen:

http://www.minorplanetcenter.net/iau/li ... erous.html

Was aber nutzt das Wissen darum, wenn wir nichts unternehmen (können). Das größte Problem dabei ist wie immer die Finanzierung. Eine Diskussion darüber erübrigt sich, wissen wir doch alle, dass das Geld der Erde für viiiieel wichtigere Dinge gebraucht wird...

Gruß
gravi
Unser Wissen ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen, ist ein Ozean.
Sir Isaac Newton

Skeltek
Site Admin
Beiträge: 3564
Registriert: 25. Mär 2008, 23:51
Wohnort: Stuttgart, Germany
Kontaktdaten:

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Skeltek » 27. Feb 2014, 21:35

Eine weiter Abwehrmaßnahme wäre, das gesammte atomare Arsenal in Mitteleuropa zu stationieren.
Falls ein zu großer Himmelskörper wie z.B. ein SL oder ein Planetoid auf uns zurast, spart man Flugzeit der Raketen indem man gesammt Europa in die Luft sprengt und die Erdbahn um 1% ablenkt, statt die Raketen erst Tagelang fliegen zu lassen und mögliche Ausweichzeit zu verlieren. Ablenken oder zerstören kann man das Ding ja ehh nicht ^^
Falls der heraus quillende Erdkern den halben Globus mit Lava flutet, trägt die Wärmeabstrahlung noch einen weiteren Beitrag zur Impulsänderung bei.
"Le's do it now. Le's make the world bedda"
'Sure, right now. I gotta. We gotta"

Unentscheidbarkeit für Dummies: Dieser Satz ist wahr

Benutzeravatar
Stephen
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 3012
Registriert: 14. Dez 2005, 17:09
Wohnort: Halle (Saale)

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Stephen » 28. Feb 2014, 19:10

Was haltet ihr von den Leuten (zu 95% Amerikaner schätze ich mal), die sich private Bunker anlegen, um darin im Ernstfall zu überleben?
Ich habe die Bezeichnung, die man diesen Menschen gibt, leider vergessen. Könnte mal in einer Ausgabe voe Readers Digest gestanden haben.
Die Demokratie beruht auf drei Grundpfeilern: Der Freiheit der Gedanken, der Freiheit der Rede und der Klugheit, beides nicht zu gebrauchen.
Mark Twain

Benutzeravatar
gravi
Site Admin
Beiträge: 6070
Registriert: 26. Nov 2005, 18:55
Wohnort: Münchhausen

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von gravi » 28. Feb 2014, 19:28

@Skeltek: Das meinst du wohl nicht im Ernst...? Und warum ausgerechnet Europa? Vielleicht wäre das eher unbewohnt Outback in Downunder besser, gäbe noch einen Kick im Winkel...

@Stephen: Da kann man sich ebenso gut die Aktentasche über den Kopf halten- der Effekt bleibt der gleiche. So schlimm ein Impakt ja schon wäre, so im Umkreis von 1000 oder mehr km, die langfristigen Folgen wären doch für die ganze Erde verheerend. Mindestens 1 Jahr lang keine Sonne mehr durch den Staub in der Atmosphäre. Ekelhafte Abkühlung, keine Pflanzen mehr, Leben im Meer stirbt ab- da kann man höchstens noch Steine essen...

Gruß
gravi
Unser Wissen ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen, ist ein Ozean.
Sir Isaac Newton

Skeltek
Site Admin
Beiträge: 3564
Registriert: 25. Mär 2008, 23:51
Wohnort: Stuttgart, Germany
Kontaktdaten:

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Skeltek » 1. Mär 2014, 02:24

gravi hat geschrieben:@Skeltek: Das meinst du wohl nicht im Ernst...?
Was denkst du ;-)
"Le's do it now. Le's make the world bedda"
'Sure, right now. I gotta. We gotta"

Unentscheidbarkeit für Dummies: Dieser Satz ist wahr

Benutzeravatar
Stephen
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 3012
Registriert: 14. Dez 2005, 17:09
Wohnort: Halle (Saale)

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Stephen » 1. Mär 2014, 08:26

@gravi:
Die Leute (von denen ich gelesen hatte) könnten tatsächlich über ein Jahr in ihrem Bunker verbringen. Manche haben ihr ganzes Vermögen in den Ausbau ihrer Gruft gesteckt und sind wirklich professionel ausgerüstet.

In den USA gibt es sogar Läden, die ausschließlich Dinge verkaufen, die man für das Überleben dringend benötigt, wenn uns so ein Brocken treffen sollte. 100%ig sicher bin ich mir nicht, glaube aber zu wissen, dass so ein "Einsteiger-Notfall-Set" (ohne Wasser und Nahrung) ab 20.000 Dollar zu erwerben ist. Ein Wassertank aus Edelstahl ist da natürlich noch nicht mit dabei, da muss man wohl noch eine Null dranhängen an den Preis...

Ich hatte den Eindruck, dass manche Menschen ihr Lebensziel darin sehen, dass es endlich kracht und sie ihre komfortabel ausgebauten Bunker nutzen können. Schon irgendwie pervers...
Die Demokratie beruht auf drei Grundpfeilern: Der Freiheit der Gedanken, der Freiheit der Rede und der Klugheit, beides nicht zu gebrauchen.
Mark Twain

Benutzeravatar
Silberkater
übernimmt bald das Forum
übernimmt bald das Forum
Beiträge: 250
Registriert: 28. Feb 2014, 17:47

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Silberkater » 1. Mär 2014, 17:28

mein Vorschlag (den sicher auch schon viele andere hatten):

den gefährlichen Asteroiden rechtzeitig ablenken, keinesfalls sprengen.
Gruss vom Silberkater

Benutzeravatar
gravi
Site Admin
Beiträge: 6070
Registriert: 26. Nov 2005, 18:55
Wohnort: Münchhausen

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von gravi » 1. Mär 2014, 17:47

Hallo silberner Vierbeiner :wink: ,

zunächst mal herzlich willkommen in unserem Forum!

Ja, ablenken ist eine Alternative. Aber erst mal muss man hinkommen. Dann ist zu beachten, wie viel Zeit man noch hat, um Maßnahmen zu ergreifen. Und dann braucht man auch noch eine funktionierende Methode für die erfolgreiche Ablenkung...

Gruß
gravi
Unser Wissen ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen, ist ein Ozean.
Sir Isaac Newton

Skeltek
Site Admin
Beiträge: 3564
Registriert: 25. Mär 2008, 23:51
Wohnort: Stuttgart, Germany
Kontaktdaten:

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Skeltek » 1. Mär 2014, 22:22

Ihr habt die Probleme ja allesammt widerholt. Eine Atombombe drauf zu jagen um ihn abzulenken ist als würde ein Mensch in der Schwerelosigkeit versuchen von einem Golfball abzuspringen. Viel Impuls kriegt der Asteroid da nicht mit. Was wiegt bitteschön eine Atombombe? Abgesehen ist ohnehin nur maximal 1/4 des freiwerdenden Impulses vertikal nutzbar.
"Le's do it now. Le's make the world bedda"
'Sure, right now. I gotta. We gotta"

Unentscheidbarkeit für Dummies: Dieser Satz ist wahr

Benutzeravatar
Silberkater
übernimmt bald das Forum
übernimmt bald das Forum
Beiträge: 250
Registriert: 28. Feb 2014, 17:47

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Silberkater » 2. Mär 2014, 08:34

gravi hat geschrieben:Hallo silberner Vierbeiner :wink: ,

zunächst mal herzlich willkommen in unserem Forum!

Ja, ablenken ist eine Alternative. Aber erst mal muss man hinkommen. Dann ist zu beachten, wie viel Zeit man noch hat, um Maßnahmen zu ergreifen. Und dann braucht man auch noch eine funktionierende Methode für die erfolgreiche Ablenkung...

Gruß
gravi
Hallo Gravi, danke fürs Willkommen!

Natürlich ist für beide Arten, den "Großen Auslöscher " zu entschärfen, Voraussetzung, dass man entweder die Bombe oder das Instrumentarium zur Ablenkung dorthin bekommt, setzt Präzision bei der Bahnbestimmung voraus und genügend Zeit für die Vorbereitung.
Asteroiden lassen sich da wohl eher in den Griff kriegen als ein urplötzlich aus der OOrtschen Wolke auftauchender Komet.

Im ersteren fall bleibt sicher die Zeit, eine Ablenk-rakete zu bauen, für den Kometen sollte man sie aber schon in Bereitschaft haben..

die Bombe lehne ich ab, der Splitterregen nach einer Explosion ist nicht weniger gefährlich.
Gruss vom Silberkater

Benutzeravatar
Stephen
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 3012
Registriert: 14. Dez 2005, 17:09
Wohnort: Halle (Saale)

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Stephen » 2. Mär 2014, 11:30

Es bleibt das Problem bestehen, dass die Erdbevölkerung nicht auf den Einschlag eines Asteroiden oder Kometen vorbereitet ist. Aber das waren wir ja noch nie. Wir haben mittlerweile nur das Gefühl, dass man dagegen etwas machen könnte.

Ich glaube nicht, dass in irgendeiner Geheimschublade ein Dokument liegt, welches präzise Lösungsvorschläge für den Fall der Fälle parat hat. Vielleicht für die Superreichen - aber das grenzt dann schon wieder an das leidige Thema "Verschwörungstheorie". Letztendlich müsste auch der Allerdümmste verstehen, dass einem nach einem Einschlag alles Geld der Welt nichts nützt...
Die Demokratie beruht auf drei Grundpfeilern: Der Freiheit der Gedanken, der Freiheit der Rede und der Klugheit, beides nicht zu gebrauchen.
Mark Twain

Benutzeravatar
seeker
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 5936
Registriert: 26. Dez 2009, 10:29

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von seeker » 3. Mär 2014, 11:50

Es gibt schon Untersuchungen, was man in so einem Fall machen könnte - natürlich!

Wichtig dabei ist z.B.:
Wie groß ist das Ding?
Wie viel Zeit bleibt noch/ wie weit ist das Ding noch entfernt?
Welche Zusammensetzung und welchen Zusammnhalt hat es? Ist es kompakt oder bröselig? Ist es EIN Körper oder eine Ansammlung?

Je nach dem gibt es verschiedenene mögliche Abwehrmaßnahmen.

Die beste Möglichkeit von der ich gehört habe war "ablenken" - und zwar indem man entweder eine Masse gezielt in die Nähe des Brocken bringt, sodass ihn die Gravitation leicht ablenkt oder indem man irgendeine Form eines Triebwerks auf seiner Oberfläche installiert (kann auch ein Eisverdampfer sein). Damit hat man imho bei "Bröselbrocken" die beste Chance: Bei noch großer Entfernung reicht ein kleiner Impuls und das Ding verfehlt uns.
Bei kompakten "Metallklumpen" könnte man es evtl. auch mit Atombomben versuchen: Entweder unter der Oberfläche platziert oder besser noch in definiertem Abstand zur Ablenkung per Druckwelle.

Damit das alles funktionieren kann, brauchen wir einiges an Vorwarnzeit. Geschätzt: 1 Jahr bis einige Jahre - je nach Aufwand.
Atomraketen könnten auch viel schneller gestartet werden.

Grundsätzlich:
Je größer so ein Brocken ist, desto seltener hat man damit zu tun. Heißt: Dinosaurierkiller werden wahrscheinlich nicht in Zeitspannen einschlagen, die für uns relevant sind. ("Wahrscheinlich" heißt dabei leider nicht, dass es unmöglich wäre, dass man nicht auch einfach Pech haben kann.)
Außerdem sind große Brockern leichter zu finden. Man findet sie also i.d.R. früher und hat damit dann auch mehr Zeit.

Je keiner ein Brocken ist, desto leichter lässt sich ein Einschlag auch überleben, heißt: In dem Fall können Bunkeranlagen dazu beitragen, dass zumindest ein Nukleus der Menschheit überlebt.
Genügend kleine Brocken können allerdings mit höherer Wahrscheiblichkeit auch erst sehr kurz vor dem Einschlag entdeckt werden. D.h.: Ein Einschlag solcher Dinger ist nicht nur viel wahrscheinlicher, es ist auch viel wahrscheinlicher, dass man keine Abwehrmaßnahmen mehr ergreifen kann (außer in die Bunker zu verschwinden, etc.).

Grüße
seeker
Grüße
seeker


Mache nie eine Theorie zu DEINER Theorie!
Denn tut man das, so verliert man zumindest ein Stück weit seine Unvoreingenommenheit, Objektivität.

Benutzeravatar
gravi
Site Admin
Beiträge: 6070
Registriert: 26. Nov 2005, 18:55
Wohnort: Münchhausen

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von gravi » 3. Mär 2014, 19:09

...wenn man dann noch die Zeit dazu hat. Wir haben ja vor einiger Zeit gesehen( in Russland), wie plötzlich solch ein Teil hier auftauchen kann. Der war zum Glück ja auch noch harmlos.
Aber vor "bösen" Überraschungen sind wir nie sicher:

http://www.astronews.com/news/artikel/2 ... -002.shtml

Wir suchen zwar nach anderen belebten Planeten in der Milchstraße, kennen aber den "Inhalt" unseres Sonnensystems noch lange nicht so genau, wie wir es eigentlich für sichere Aussagen benötigten.

Gruß
gravi
Unser Wissen ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen, ist ein Ozean.
Sir Isaac Newton

Benutzeravatar
Silberkater
übernimmt bald das Forum
übernimmt bald das Forum
Beiträge: 250
Registriert: 28. Feb 2014, 17:47

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Silberkater » 5. Mär 2014, 08:28

noch mal gut gegangen:

Ein erst vor kurzem am 28. Februar entdeckter Asteroid (2014 DX110) wird sich in der Nacht zum 6. März erdnah sehen lassen. Der 30 Meter große Himmelskörper soll sich um 21.07 Uhr MEZ auf 340.000 Kilometer der Erde annähern. Er ist etwa ein Drittel größer als der Meteorit von Tscheljabinsk.

http://www.universetoday.com/109997/wat ... day-night/

in deutschen Medien wird dazu nichts gemeldet :(

aber sogar hier:

http://german.ruvr.ru/news/2014_03_05/3 ... rbei-6497/
Gruss vom Silberkater

Benutzeravatar
seeker
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 5936
Registriert: 26. Dez 2009, 10:29

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von seeker » 5. Mär 2014, 09:47

Danke für die Meldung!

Ja, so Dinger können uns auch mal aus heiterem Himmel auf den Kopf fallen.
Zum Glück sind das keine Weltenauslöscher.

Wie groß wahr wohl der Tunguska-Brocken?
Weiß das jemand?

So ein Ding in der Größe könnte über einer Stadt wie New York größeren Schaden anrichten (auslöschen) und so das empfindliche geopolitische und weltwirtschaftliche Gleichgewicht ins Wanken bringen und hätte evtl. auch eine Vorwarnzeit, die zu gering ist um reagieren zu können - und soll m.W.n. gar nicht so selten vorkommen (ca. alle hundert bis paar hundert Jahre).

Grüße
seeker
Grüße
seeker


Mache nie eine Theorie zu DEINER Theorie!
Denn tut man das, so verliert man zumindest ein Stück weit seine Unvoreingenommenheit, Objektivität.

Benutzeravatar
Stephen
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 3012
Registriert: 14. Dez 2005, 17:09
Wohnort: Halle (Saale)

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Stephen » 5. Mär 2014, 11:00

seeker hat geschrieben:Wie groß wahr wohl der Tunguska-Brocken?
Weiß das jemand?
Je nach Einschlagtheorie (obwohl es einen Einschlag als solchen gar nicht gegeben haben soll) wird der Durchmesser auf Werte zwischen 30 und 80 Metern geschätzt.
Insgesamt gibt es ca. 120 unterschiedliche Hypothesen.

Weitere Infos hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Tunguska-Ereignis

Gruß
Steffen
Die Demokratie beruht auf drei Grundpfeilern: Der Freiheit der Gedanken, der Freiheit der Rede und der Klugheit, beides nicht zu gebrauchen.
Mark Twain

Benutzeravatar
Silberkater
übernimmt bald das Forum
übernimmt bald das Forum
Beiträge: 250
Registriert: 28. Feb 2014, 17:47

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Silberkater » 11. Mär 2014, 09:34

Mitte Februar sollte der Asteroid "Moby Dick" = 2000EM26 (entdeckt vor 14 Jahren) wieder bei uns vorbei zippen,
ist aber nicht aufgetaucht.

http://german.ruvr.ru/news/2014_03_11/A ... -All-5874/
http://www.universetoday.com/109522/mob ... h-find-it/

wie groß war der eigentlich?

Und so, wie bekannte Brocken einfach wieder im Nirwana verschwinden, tauchen von dort auch immer mal wieder plötzlich welche auf.
Gruss vom Silberkater

Benutzeravatar
Silberkater
übernimmt bald das Forum
übernimmt bald das Forum
Beiträge: 250
Registriert: 28. Feb 2014, 17:47

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Silberkater » 12. Mär 2014, 17:24

wer will sich 35.000 $ verdienen?

http://www.nasa.gov/press/2014/march/be ... st-series/

die NASA ist bereit, jedem 35.000 Dollar zu zahlen, der ein effektives Verfahren für die schnelle Entdeckung der NEOs findet.
Gruss vom Silberkater

Benutzeravatar
Silberkater
übernimmt bald das Forum
übernimmt bald das Forum
Beiträge: 250
Registriert: 28. Feb 2014, 17:47

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Silberkater » 14. Mär 2014, 11:40

Apophysis kommt an einem Freitag, d. 13.5.2029
in 30000 km Entfernung an der Erde vorbei...
vorbei...hoffentlich, denn was wird, wenn er inzwischen ein wenig abgelenkt wird?
und nach heutigen Erkenntnissen kommt er ja dann 2035 schon wieder....

Mit seinen 270 m Durchmesser und 27 mio t würde er die Sprengkraft von 25000 Hiroshimabomben entfalten, wobei zum glück wegen seines erdbahnählichen Kurses der Zusammenprall nicht frontal erfolgt.

die Folgen für drei verschiedene Auftreffpunkte werden hier diskutiert:

http://www.drg-gss.org/typo3/html/index.php?id=31
und es wird zum schluß sehr treffend vermerkt:
Sie müsste im Grunde genommen bewirken, daß die Menschheit es sich wenigstens ein paar Milliarden kosten lässt, technische Grundlagen für eine Ablenkung von Apophis schaffen. Nämlich für den Fall, daß noch unbekannte Bahnstörungen den Kurs des Asteroiden Richtung Erde verändern. Merkt man es erst drei Monate vorher, ist es zu spät. Aber so ist es halt im Leben, wer eingebildete oder harmlose Gefahren aufbauscht, wie BSE, Waldsterben, Nanopartikel im Essen, Genmais usf., kriegt die richtig schlimmen Sachen eben nicht mit.
Gruss vom Silberkater

Benutzeravatar
gravi
Site Admin
Beiträge: 6070
Registriert: 26. Nov 2005, 18:55
Wohnort: Münchhausen

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von gravi » 14. Mär 2014, 18:47

Da kann man nur hoffen, dass die Menschheit endlich mal wach wird.
Aber so lange solche Dinge wie Krim- Krise und Hoeneß- Steuerbetrug die Menschen beschäftigt, wird sich niemnd um irgendwelche Abwehrmaßnahmen kümmern.
Unsere Tagesprobleme hier unten sind doch soooo viel wichtiger!

Dank dir für die aufschlussreichen Infos!

Gruß
gravi
Unser Wissen ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen, ist ein Ozean.
Sir Isaac Newton

Benutzeravatar
seeker
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 5936
Registriert: 26. Dez 2009, 10:29

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von seeker » 15. Mär 2014, 12:18

Menschen als Masse verhalten sich nunmal nur recht begrenzt logisch-rational.
Dafür sind viel zu viele emotionale Befindlichkeiten und viel zu viel kurzfristiges Denken (der Spatz in der Hand) und viel zu viele Massenphänomene im Spiel...

Es gibt andere Beispiele:
Man baut man eine Stadt wie Neapel am Fuße eines Vulkans (Vesuv) und hofft das Beste, den Fall Pompeji ignorierend.
Wie wir ansonsten derzeit und im Allgemeinen mit unserem Planeten umgehen brauche ich ja nicht extra zu erörtern. Das wisst ihr alle.

Dann gibt es auch noch Gefahren, die man praktisch gar nicht abwehren kann (es sei denn, man verlässt den Planeten).
Was tun wir z.B. wenn mal wieder ein Supervulkan 100.000 Jahre lang (oder mehr) ausbrechen sollte, wie das in der Erdgeschichte z.B. schon einmal in Asien der Fall war?
Was tun wir, wenn uns ein 100km-Brocken (oder größer) ansteuert?
Was tun wir, wenn wir von einem starken Gammablitz getroffen werden?
Was tun die Amis, wenn der San-Andreas-Graben mal richtig "rumspinnt" und ihnen Kalifornien ins Meer stürzt oder sie ein Supererdbeben abbekommen?
usw.

Mich würde aber einmal eine genauere wiss. Untersuchung interessieren. Das auf der verlinkten Website ist mir dahingehend zu dünnn.
Solche Risikobewertungen muss es geben.
Eine aufschlussreiche tabellarische Zusammenstellung verschiedener Gefahren: "Schadenswahrscheinlichkeit x Schadenshöhe" im Vegleich zu "eingesetzte Mittel zur Schadensabwehr oder -Minderung" wäre sehr interessant.
Man könnte daraus ganz nebenbei auch ablesen, wo die Menschheit wie rational agiert... :wink:

Ich bin nicht noch sicher/überzeugt, ob im Fall Apophis (im Vergleich zu anderen Gefahren) tatsächlich zu wenig getan wird (eingesetzte Mittel). Dazu bräuchten wir die erwähnte Tabelle...
Es ist nämlich nicht so, dass gar nichts getan wird. Täuscht euch da nicht!
Es wird aufwändig beobachtet und es gibt Pläne und Mittel und Wege.

Grüße
seeker
Grüße
seeker


Mache nie eine Theorie zu DEINER Theorie!
Denn tut man das, so verliert man zumindest ein Stück weit seine Unvoreingenommenheit, Objektivität.

Benutzeravatar
Stephen
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 3012
Registriert: 14. Dez 2005, 17:09
Wohnort: Halle (Saale)

Re: Szenario "Großer Auslöscher"

Beitrag von Stephen » 15. Mär 2014, 15:13

@seeker
Eine Tabelle in der gwünschten Form kann ich dir zwar nicht anbieten, dafür aber folgenden Link:

http://www.pm-magazin.de/a/welches-sind ... menschheit

Und ja, Ich weiß - das PM-Magazin ist die Bild-Zeitung unten den wissenschaftlichen Ausgaben :mrgreen:

Wieso der Link nicht gesetzt werden kann :wn: Bei Interesse muss also die Zeile ohne die Angabe von URL in den Browser kopiert werden, ausschreiben ohne URL kann ich die leider auch nicht...

Gruß
Steffen

Jetzt geht's - Gruß gravi
Die Demokratie beruht auf drei Grundpfeilern: Der Freiheit der Gedanken, der Freiheit der Rede und der Klugheit, beides nicht zu gebrauchen.
Mark Twain

Antworten