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SF - Science Fiction

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Beitrag von gravi » 12. Mai 2012, 20:12

Hallo Forum,

letztens, an einem regnerischen Tag, habe ich einmal in meinem Hobbykeller den seltenen Anfall einer Aufräumwut bekommen.
Neben vielen alten Zeitschriften (die ich auch weiterhin schön aufbewahre) zum C 64, ZX81 und allerlei Elektronik (Elrad, Elektor) bin ich auch auf eine Sammlung alter SF- Romane gestoßen.

Meine Güte, habe ich die früher verschlungen! Es gab ja auch eine Menge guter SF-Schriftsteller, z.B. K.H. Scheer, W.D. Rohr, Clark Darlton und so weiter. Ja, was soll ich sagen, das "Fieber" hat mich wieder ergriffen, hab mir gleich ein paar zurecht gelegt und zu lesen angefangen.

Frage: Gibt's unter Euch auch solche "Besessenen", die der SF zugetan sind? Abwegig ist das ja eigentlich nicht, wenn man sich schon für's Universum interessiert. Es regt ja lediglich die Fantasie ein wenig an :wink:

Da ich mich schon längere Zeit auf diesem Sektor nicht umgesehen habe, gibt es auch heute noch gute und aktuelle SF- Literatur, die sich zu lesen lohnt? Wer kann etwas empfehlen? Meine noch erhaltenen "Schwarten" stammen sogar aus den 60er und 70er Jahren...

Für ein paar Hinweise wäre ich richtig dankbar!

Netten Gruß
gravi
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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von tomS » 12. Mai 2012, 20:44

Ich hab' früher "Mondbasis Alpha" geschaut und gelesen, natürlich auch Star Trek und Star Wars - find ich immer noch genial.

Ein absolut phantastisches Buch (und Film) ist natürlich "2001: Odyssee im Weltraum".

Heute finde ich Stanislav Lem super; "Solaris" ist eines meiner Lieblingsbücher (der Film mit George Clooney trifft das Thema leider nicht). Gigantisch ist auch "Picknick am Wegesrand" von Arkadi und Boris Strugazki (den Film "Stalker" kenne ich nicht).

Ein genialer Film (wenn man's mag) ist "Alien" von Ridley Scott (nur der erste, die anderen sind doof). Im Sommer kommt die Vorgeschichte "Prometheus" ins Kino.

Die o.g. Autoren kenn' ich auch, fand sie aber nie so genial.
Gruß
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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von rick » 13. Mai 2012, 00:17

Ja, Prometheus. Kanns kaum noch erwarten :D. Es sollen ja mehr die Hintergründe aufgeklärt werden. Wird bestimmt ein klasse Film :).

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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von seeker » 13. Mai 2012, 02:22

Ja, K.H. Scheer kenne ich auch: Der unendliche Raum
Ich habe als Jugendlicher zahllose Bücher, viele SciFi- und Fantasy-Romane darunter, gelesen, deren Namen ich vergessen habe.
Ich kann mich aber noch gut erinnern, wie ich öfters mit vollen Händen und glücklichem Herzen aus der örtlichen Bücherei kam... :)
Irgendwann hat das nachgelassen.

Mit aktueller SciFi kann ich leider nicht weiterhelfen.
Das letzte, was ich dahingehend gelesen habe ist "Otherland" (vier dicke Bücher) von Tad Williams, was aber auch schon ein paar Jahre her ist. Außerdem ist das eher eine Mischung aus SciFi und Fantasy. Es geht um Virtual Reality, nicht um den Kosmos.
Ansonsten bin ich gerade eher in einer nostalgischen Phase. Stansislaw Lem finde ich genial: Nacht und Schimmel (Kurzgeschichten, absolut genial daraus: "Tagebuch"), Der Futurologische Kongress, Die Stimme des Herrn, Frieden auf Erden. Solaris ist gut, war aber nicht unbedingt mein Lieblingswerk von Lem. Ja, die Filme gehen z.T. an dem eigentlichen Inhalt des Buches ziemlich vorbei.
"Solaris" von Andrei Tarkowski ist vermutlich noch der Beste.

Den Film "Stalker" habe ich gesehen: Ein russischer Film, auch von Andrei Tarkowski, ich fand ihn recht schräg aber auch sehr gut.
Ein Kollege ist ein Fan von Tarkowski, daher habe ich Zugang... :wink:

Ansonsten habe ich vor ein paar Jahren angefangen die Silberbände von Perry Rhodan als Hörbücher im Auto zu hören.
Nostalgie: Ich finde diese alte, einfache SciFi irgendwie erfrischend.

Zu den Filmen/Serien Star Trek, Star Wars, Babylon 5, Mondbasis Alpha und Alien braucht man nichts mehr zu sagen, das ist für mich Kult.

Beste Grüße
seeker
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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von gravi » 13. Mai 2012, 17:45

Die Filme kenne ich natürlich auch :wink:

Aber Danke für die Hinweise zu den Büchern, ich werde mir mit Sicherheit noch das eine oder andere zulegen :well:

Gruß
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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von Timm » 13. Mai 2012, 18:01

http://www.ava-international.de/autoren/hfranke.php

Franke ist theoretischer Physiker. Seine Bücher sind ungemein realistisch und heben sich wohltuend von dem vielen "Schmarrn" ab, den es bei SF gibt. Das Gedankennetz, Transpluto, Zone Null, Ypsilon minus,... alle sehr spannend. Auch Stanislav Lem habe ich gerne gelesen.

Gruß, Timm

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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von Stephen » 13. Mai 2012, 20:16

Hallo zusammen,

Science-Fiction-Literatur war früher ein MUSS bei mir aber beschränkte sich aufJules Verne und Hans Dominik. Die Computertechnik hat irgendwie verhindert, dass ich weitere Bücher verschlungen habe. Dass die billigen online-Angebote aber kleine Bücher-, Schallplatteneläden etc. völlig zerstören - daran habe ich natürlich nicht gedacht...
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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von Zausel » 14. Mai 2012, 17:12

Hallo liebes Forum,

Science Fiction ist auch für mich ein Muss.
In den letzten Wochen habe ich mir mal wieder die Mark Brandis Geschichten vorgenommen.
Als Kind kam mir das alles doch sehr realistisch vor; nicht so abgehoben wie beispielsweise Star Trek (damals noch typisch deutsch: Raumschiff Enterprise), wo ich nie verstanden habe, warum die Landegruppen (heute: Away Teams) in bunten T-Shirts rumrennen mussten. Schon als 8-jährigem war mir klar warum die Redshirts dauert draufgehen. Besser kann man sich ja nicht zur Zielscheibe machen:-)

Mark Brandis war ein anderes Kaliber. Die Raumschiffe sprangen nicht durch irgendwelche Wurmlöcher, sondern flogen anständig von Planet zu Planet. Ein Ausflug zum Uranus dauerte seine Zeit und auch die Venus war nicht mal eben in ein paar Minuten erreicht.
Weltraumgefechte äußerten sich in "prasseln auf der Außenhaut" und verschmorte Monitore und Computer musste man jedesmal neu programmieren.
Für einen 8-jährigen durchaus einleuchtend.

Mit meinem jetzigen Wissen kommt mir allerdings doch so einiges suspekt vor, naja, 70er Jahre eben.

Alien war ein Highlight, aber entgegen Toms Meinung fand ich Teil 2 auch sehr gut. Aus denselben Gründen, weshalb ich die Reshirts bei Start Trek etwas seltsam fand. Auch in der Zukunft werden Soldaten aussehen wie Soldaten.
Meine Frau und ich haben alle Staffeln von Stargate und Stargate Atlantis.. Einfach Kult und mal was anderes. Tore on Planet zu Planet, genial. Die dahintersteckenden Theorien finde ich persönlich gut recherchiert.

Legendär, als MCKay seine Schwester benötigt, um die Wraith zu besiegen.

McKay "Wie soll ich sagen, wir haben einen Krieg mit einer außerirdischen Rasse."

McKays Schwester, die nie ein gutes Haar an ihrem Bruder lässt, aber genau wie er hochintelligent ist:
"Hast du ihn angefangen?"

Kampfstern Galactica fand ich spitze und habe auch einige Bücher davon. Das Remake, "Battlestar Galactica" ist mir zu düster und es fehlt der Humor.

An Büchern habe ich mir vor einiger Zeit Frank Schätzings "Der Schwarm" reingezogen. Man kann es lesen, aber es kommt einem doch etwas zusammenfantasiert vor. Limit, auch von Frank Schätzing beinhaltet interessante technische Neuerungen, wie z.B. einen Aufzug ins All. Durchaus lesenswert, aber irgendwie langatmig.

Vor einiger Zeit habe ich mir John Ringos Invasion durchgelesen. Das wird man mögen, oder man wird es hassen. Ziemlich weit hergeholt, dass eine hochentwickelte Rasse ausgerechnet die Menschheit benötigt um Kriege zu führen. Angeblich, weil diese Rasse sofort Schlaganfälle bekommt, wenn sie an Waffen denkt. :-)

Ich habe es gemocht, schon weil es so herrlich blutrünstig ist.

Von John Ringo ist auch die Buchserie Planetenkriege. Darin geht es um modernen Kolonialismus, wobei es diesmal die komplette Menschheit ist, die kolonialisiert wird. Schon vergnüglich, wie sich die Menschheit gegen intergalaktischen Bürokratismus und intergalaktische Globalisierung wehren muss. Bezeichnend auch, dass die wichtigste Handelsware der Erde Ahornsirup ist, von dem jede andere Rasse einen Vollrausch bekommt. :-)

Lesenswert, wenn man die bösen Taten der Kolonialherren im 19. Jahrhundert einmal anders herum betrachten möchte.

Ein schon etwas älteres Buch ist "Im Sturm" von Tom Clancy, wobei ich es nicht unbedingt in die Science Fiction eingruppieren würde.
Dort geht es um einen dritten Weltkrieg zwischen den USA, Europa und den anderen westlichen Staaten gegen die UDSSR und deren Vasallenstaaten, der aber konventionell geführt wird. Das spielt irgendwann Mitte der 80er Jahre.

Wirklich klasse geschrieben und auch wissenschaftlicher als manch anderes Buch ist "Das Drachenei" und die Fortsetzung "Sternbeben" von Robert L. Forward.

Leben auf einem Neutronenstern, ein einmaligs Thema.
Ein Raumschiff fliegt zu einem Neutronenstern, der dem Sonnensysem ziemlich nahe kommt. Auf der Sternoberfläche herrschen 67 Milliarden G, eine ungeheure Hitze und gewaltige Magnetfelder und trotzdem gibt es dort Leben. Diese kleinen Wesen leben etwa 1 Million mal schneller als Menschen und sind nur einige Milimeter groß. Der Besuch des menschlichen Raumschiffs dauert tausende von Cheela-Generationen (Die Sternbewohner) , in denen sich die Cheela von der Barbarei bis ins Weltraumzeitalter und darüber hinaus katapultieren. Gegen Ende des ersten Teils sind die Cheela so weit, dass sie in der Lage sind 5 schwarze Löcher in unserer Sonne zu eliminieren, die sonst größeres Unheil angerichtet hätten.

Sternbeben handelt vom Untergang und der Neuerstehung der Cheela-Zivilisation. Beide Bücher sind für eine wissenschaftlich interessierte Leserschaft geschrieben.

Dann finde ich noch Nadelsuche und Nadelöhr von Hal Clement erwähnenswert. Ist allerdings mehr Jugend-Science-Fiction.


So, dass soll es ersteinmal gewesen sein.

Gruß

Zausel

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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von tomS » 14. Mai 2012, 19:34

Empfehlenswert, wenn man auf anspruchsvolle SF steht, ist Philip K. Dick, sein bekanntestes Werk (durch die Verfilmung) ist wohl "Blade Runner"

http://de.wikipedia.org/wiki/Philip_K._Dick
Gruß
Tom

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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von gravi » 15. Mai 2012, 19:23

Prima, hier kommt ja doch eine ganze Reihe an Empfehlungen zusammen.
Hätte ich zunächst gar nicht gedacht... :well:

Gruß
gravi
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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von belgariath » 17. Mai 2012, 12:23

Will mich auch noch schnell dazu äußern.

Wie unschwer zu erkennen ist, schaue ich Star Trek recht gerne. Aber nur Star Trek, das VOR Nemesis gedreht wurde: Also nicht die neue Enterprise Serie und nicht den Star Trek Kinofilm von J. J. Abrams.
Ich finde Star Trek schon ziemlich realistisch und gut recherchiert, was Naturwissenschaft betrifft. Aber natürlich ist es dennoch ziemlich utopisch und optimistisch, was die menschlichen / die Föderations- Sozialstruktur betrifft und auch was die Technik / das technisch realisierbare betrifft.

Die Serie Battlestar Galactica finde ich extremst spannend und mitreisend. Aber es stimmt. Wie Zausel sagte, alles ist düster, und auch mystisch. Überhaupt nicht so wissenschaftsorientiert wie Star Trek. Beispielsweise werden bei Battlestar Galactica Raumschiffkurse mit Lineal und Zirkel ermittelt, was natürlich nicht möglich ist.
Das gute an der Serie (im Vergleich zu Star Trek) ist aber zum Beispiel, dass (fast) jeder Charakter nicht nur positive Eigenschaften hat sondern eben auch negative. Bei Star Trek spielen nahezu nur perfekte Personen mit. Insofern ist Battlestar Galactica wieder realistischer als Star Trek.

Aber eigentlich geht's ja hier um Bücher. Leider fehlt mir meist die Zeit / Muse richtige Bücher zu lesen. Wenn ich dann doch mal was lese, lese ich hauptsächlich Fantasy, aber auch Science Fiction.

Solaris von Stanislav Lem fand ich von der Idee her gut, aber die Schreibweise von Lem war für mich ziemlich schwer verständlich und deswegen ermüdend, teilweise auch langweilig da langwierig.

Was haltet ihr denn eigentlich von der Foundation-Trilogie von Isaac Asimov? Die wird ja oft zu den ganz großen Werken der SF gezählt, was ich überhaupt nicht verstehe. (siehe dazu meine Amazon-Kritik http://www.amazon.de/review/R3JUC53M6DZ ... r_rdp_perm)

Ein SF-Autor, der auch Astrophysik studiert hat, ist Stephen Baxter. Ich habe aber von ihm nur den ersten Roman der Multiversum-Trilogie gelesen. Darin wurden echt krasse und interessante Ideen verarbeitet. Aber die Story ist im Grunde belanglos.

Ein anderes einigermaßen empfehlenswertes, gut recherchiertes Buch ist Timeline von Michael Crichton. Es ist aber quasi nur zur einen Hälfte SF, zur anderen Hälfte Fantasy. Wenn man also Mittelalter und Ritterturniere albern findet, sollte man die Finger davon lassen.
Der harmonische Oszillator ist die Drosophila der Physiker (Carsten Honerkamp)
Eine Welle ist, was so wackelt (Andrei Pimenov)
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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von seeker » 17. Mai 2012, 19:11

Ist "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams SF?
Ganz sicher bin ich nicht.

Davon unabhängig möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es eine Bildungslücke darstellt, wenn man nicht in wenigstens ein Buch der Reihe mal hineingelesen hat.:mrgreen:
Man denke nur an Deep Thought, dem riesigen Megacomputer, der nach 7,5 Millionen Jahren Rechnung die Anwort auf die große Frage nach dem Universum, dem Leben und dem ganzen Rest präsentiert:
"Hast du die Antwort auf die große Frage, Deep Thought?" "Ja, aber sie wird euch bestimmt nicht gefallen." ...

Hier noch eine weitere Kostprobe:
Bistr-O-Mathik

Die Bistr-O-Mathik ermöglicht ähnliche Geschwindigkeiten wie der Unendliche Unwahrscheinlichkeitsdrive; sie ist aber nicht auf komplexe Berechnungen angewiesen, sondern beruht darauf, dass in italienischen Restaurants die Zahlen anderen Gesetzen folgen. Daraus ergibt sich, dass das Schiff wie ein Bistro dekoriert ist. Im Buch wird Slartibartfaß’ Raumschiff auf diese Weise angetrieben.

„Der Bistr-O-Mathik-Drive ist eine hinreißende neue Methode, riesige interstellare Entfernungen ohne das ganze gefährliche Herumgefummele mit Unwahrscheinlichkeitsfaktoren zurückzulegen. […] Zahlen, die innerhalb von Restaurantgrenzen auf Restaurantrechnungen geschrieben werden, folgen nicht denselben mathematischen Gesetzen wie Zahlen, die in allen anderen Gegenden des Universums auf allen anderen Stücken Papier geschrieben werden.“

– Das Leben, das Universum und der ganze Rest, Kapitel 7

„»Auf einem Kellner-Rechnungsblock«, sagte Slartibartfaß, »prallen Wirklichkeit und Unwirklichkeit so fundamental zusammen, dass das eine das andere wird und innerhalb bestimmter Grenzen alles möglich ist.«“

– Das Leben, das Universum und der ganze Rest, Kapitel 8
http://de.wikipedia.org/wiki/Hintergr%C ... ie_Galaxis

Das Anschauen des Films ist dabei keinerlei Ersatz; das Buch ist nicht wirklich verfilmbar, weil sein Humor zu sehr vom geschriebenen Wort lebt.

Die Bücher "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley und "1984" von George Orwell sind gerade in Bezug zur heutigen Zeit sehr empfehlenswert, auch sie sollte man eigentlich gelesen haben - auch wenn das eher Utopien bzw. Anti-Utopien sind.

Beste Grüße
seeker
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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von gravi » 17. Mai 2012, 19:25

Kennt eigentlich jemand von euch noch die Rhen Dark- Serie?
Sie ist so eine Art Pendant zur Perry Rhodan- Serie (von denen ich die ersten 100 Bände noch einigermaßen ertragbar fand, dann war mir das aber zu abgehoben).

Rhen Dark jedenfalls wäre mal eine Verfilmung wert. Ich bin übrigens stolzer Besitzer der kompletten Serie... :D

Gruß
gravi
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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von tomS » 17. Mai 2012, 21:03

Perry Rhodan hab ich früher als Silberbände gelesen. "Meister der Insel" war super! Ich bin irgendwann nach "Old Man" ausgestiegen. Ich nehme sie auch heute nicth mehr zur Hand - was bei mir selten vorkommt. Ich lese die meisten Bücher öfters - wenn sie gut sind. Insgs. ist mir die Serie zu abgedreht.
Gruß
Tom

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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von Zausel » 17. Mai 2012, 22:28

Hallo liebes Forum,

Douglas Adams habe ich irgendwie vergessen, aber ja, es ist Science Fiction, wenn auch satirische Solche.

Eine galaktische Umgehungsstraße bauen zu wollen, dabei den Planeten Erde aus dem Wege sprengen, und dann auch noch feststellen, dass die Erde Deep Thought II war, der die Antwort auf die Frage nach dem Universum und dem ganzen Rest gehabt hätte, diese Antwort aber nicht liefern konnte, weil er 20 Sekunden vor der errechneten Antwortzeit gesprengt wurde, ist schon einen Preis wert. (Man, meine Deutschlehrerin wäre stolz auf mich. So verschachteln kann eigentlich nur Thomas Mann).

Ich möchte auf diesem Wege auch betonen, dass ich nicht das geringste gegen Star Trek habe, im Gegenteil. Ohne Star Trek gäbe es heute bestimmt noch kein automatischen roten Türen :-)

Im Ernst, es gibt tolle Autoren, die bei Star Trek mitgewirkt haben, und ich meine hier die Bücher. Kaum zu glauben, aber ich habe durch ein Star Trek Buch erfahren, dass es einen de Sitter Raum gibt.

@ Gravi

Rhen Dark kenne ich leider nicht, und Perry Rhodan habe ich auch nur bis 100 oder so gelesen. Dabei war es doch vorher schon ziemlich abgehoben. Lag eher am Preis der Heftchen, als an irgendwelchen Abneigungen.

Als ich dann plötzlich (aufgrund einer Erbschaft) eine ganze Sammlung Silberbände in die Hand bekommen habe, fand ich dass alles so albern, dass ich es auf E-Bay verkauft habe.

Ich bleibe dabei, wenn man wissenschaftliche (harte) Science Fiction lesen möchte, nimmt man sich "Das Drachenei" und "Sternbeben" vor. Robert L. Forwaed ist genial.

"Fußfall" ist auch klasse. (Autor vergessen).

Eine außerirdische, herdengeprägte Rasse greift die Erde an und kann nicht verstehen, dass es für das Individuum nicht bedeutet, dass man verloren hat, wenn man unterworfen wurde. Auch toll geschrieben.

Ein kleiner Auszug (Eigene Worte):

Die Wesen schauen sich in ihrem Mutterschiff einen Film an, der die Gewohnheiten der Menschheit näher bringen soll.
Der Film heißt :" Deep Throat"

Der Herr der Herde:"Nur auf der einen Seite ist es das Fortpflanzungsorgan der Menschen, oder?"

Ffpthplik:" Vielleicht sind die Menschen überzeugt, das sie sich so gegenseitig unterwerfen können?"

Hehe, um das zu verstehen, muss man das Buch lesen.

Bis bald,

Zausel

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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von Hawkwind » 18. Mai 2012, 01:37

gravi hat geschrieben:Kennt eigentlich jemand von euch noch die Rhen Dark- Serie?
Sie ist so eine Art Pendant zur Perry Rhodan- Serie (von denen ich die ersten 100 Bände noch einigermaßen ertragbar fand, dann war mir das aber zu abgehoben).

Rhen Dark jedenfalls wäre mal eine Verfilmung wert. Ich bin übrigens stolzer Besitzer der kompletten Serie... :D

Gruß
gravi
Die habe ich damals im Alter von 13 verschlungen; natürlich habe ich die Hefte nicht mehr. Mittlerweile gibt es überarbeitete Taschenbuchausgaben; ich habe mir die ersten mal gegönnt und war überrascht, dass ich sie auch im reifen Alter gar nicht mal so übel finde.

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Re: SF - Science Fiction

Beitrag von Stephen » 18. Mai 2012, 10:08

Hallo zusammen,

ich hoffe, ihr habt den Vatertag gut überstanden :mrgreen:
tomS hat geschrieben:Ich lese die meisten Bücher öfters - wenn sie gut sind.
Davon kann ich ein Lied singen. Manche Bücher habe ich nicht nur 10, sondern 20 oder sogar 30 Mal gelesen - was mir oftmals ungläubiges Kopfschütteln meiner Mitmenschen eingebracht hat. Eigentlich hatten die Bücher meine Mehrfachbenutzung ganz gut weggesteckt. Bis zu dem Tag, an dem die kleine Tochter meiner Schwester vergessen hatte, ihren Hasen in den Käfig zu sperren (der hatte in meiner "Bibliothek" übernachtet). Das Tier hat ganze Arbeit geleistet, jeden erreichbaren Buchdeckel angeknabbert. Da kriegt man dann echt Wut :devil:

Bei Filmen ist das übrigens ebenso - etliche VHS sind inzwischen schon defekt bzw. von so schlechter Qualität, dass man sie nicht mehr anschauen kann. Dabei habe ich seit mindestens 5 Jahren schon die entsprechende Hardware (und ein dazugehöriges Software-Programm), womit man VHS-Video-Kassetten auf DVD/CD retten kann.

Gute Regenerierung :mrgreen:
Gruß
Steffen
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