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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Verfasst: 15. Jun 2020, 11:54
von ralfkannenberg
ralfkannenberg hat geschrieben:
30. Mai 2020, 01:16
Bei der schönen Sicht war der Merkur heute der Held des Abends am Westhimmel, der da quasi im Wettstreit mit Procyon zum Horizont weitergewandert ist. - Lagen die Vorteile anfangs bei Procyon, weil es bei ihm schon dunkler war, so velagerten sich die Vorteile immer mehr zum Merkur, der heller ist, auch wenn es nett anzuschauen war, wie Procyon am Kirchturm vorbeigewandert ist.
Ich habe hierzu lange nichts mehr geschrieben, obgleich der Merkur noch einige wenige Tage länger zu sehen war, aber nicht mehr so markant; Procyon hat sich dann sehr schnell vom Abendhimmel verabschiedet.

Das war sehr schön mit anzusehen, wie der Merkur am Abendhimmel schön zu sehen war und ihn bei seinem täglichen Unterganz zu begleiten, zumal auch das Wetter bei der sehr schönen Horizontsicht entsprechend gut und vor allem auch sommerlich warm war, ehe dann die Wetterlage änderte und der Himmel voller Wolken hing.


Freundliche Grüsse, Ralf

Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Verfasst: 15. Jun 2020, 12:06
von ralfkannenberg
ralfkannenberg hat geschrieben:
29. Mai 2020, 12:35
dafür wandern Ganymed und Europa nach wie vor im Gleichtakt um den Jupiter, was heute Nacht wie ein Doppelstern (bzw. "Doppelmond") aussah.
Ab Freitag waren das Wetter wieder so gut, dass man die Jupitermonde wieder beobachten konnte, dabei ergab sich am Samstag eine sehr schöne Konstellation kurz nach 2 Uh, als rechts neben dem Jupiter gleich zwei Doppelmonde standen.

Vom inneren "Doppelmond" war der äussere heller, beim äusseren "Doppelmond" war der innere heller.

Das äussere Doppelmond-Paar war einfach zu identifizieren, da sich nur Ganymed und Kallisto so weit vom Jupiter lösen können, d.h. hier war aufgrund ihrer Helligkeit Ganymed der innere und Kallisto der äussere der beiden.

Beim inneren Doppelmond war die Identifizierung schwieriger; der hellere der beiden ist eigentlich Io und tatsächlich befaand sich Io am Vortag auf der anderen Seite at its best, also am weitesten vom Jupiter entfernt, so dass er am Folgetag ebenfalls noch fast at its best stehen sollte. Dennoch habe ich auf Europa als den helleren der beiden Monde getippt.

Das war sogar richtig - so akkurat hatte ich nicht gemessen, dass Io nach wie vor "at ist best" stand und Europa geringfügig weiter; offenbar aber war es schon etwas diesig, was Io Helligkeit gekostet hat, dafür sprach auch der Umstand, dass meine Beobachtung zwei Stunden später, um zu sehen, wie sich die "Doppelmonde" bewegt haben, wegen starker Wolkenbildung nicht mehr möglich war.


Freundliche Grüsse, Ralf

Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Verfasst: 13. Jul 2020, 23:28
von ralfkannenberg
Hallo zusammen,

eine der ästhetisch schönsten Astronomie-Beobachtungen meines Lebens gelang mir völlig unverhofft vor einer Woche im Blütengrund bei Naumburg an der Saale, in der Nacht vom Sonntag/Montag 5./6.Juli 2020, die ich urlaubsbedingt erst jetzt mitteilen kann.

Unter dem Jupiter stand lästigerweise der nahezu volle Mond und überdies zogen Wolken schnell am Himmel von rechts nach links, die aber immer wieder den Blick auf den Sternhimmel freigaben.

Und auch auf den Jupiter: auf einer geraden waagerechten Linie schienen sich da 5 Sterne mühsam ihren Weg durch die Wolken nach rechts zu bahnen; voraus der hellste Jupitermond Ganymed, gefolgt von Io, dann dem hellen König selber, der da wie auf einer Sänfte getragen wurde, hinter ihm dann Europa und die Nachhut bildete Kallisto in dreifachem Abstand zur Europa. Das ganze sah wie eine Himmelskaravane aus.

Io befand sich übrigens im grössten westlichen Abstand vom Jupiter, so dass auch sie sehr gut zu erkennen war.


Freundliche Grüsse, Ralf