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Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

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Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 25. Mär 2020, 23:25

Hallo zusammen,

wer Lust hat, sich über Beobachtungen der Jupitermonde asuzutauschen, kann das hier tun.

Selbstverständlich sind auch Beobachtungen der Amalthea, Himalia ("Hestia"), Elara ("Hera") und all der anderen jederzeit willkommen !


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 31. Mär 2020, 11:21

Hierfür aber reicht es noch: heute morgen konnte man endlich wieder einmal zwei Monde sicher sehen, tatsächlich waren das Ganymed und Europa.

Allerdings darf man nicht zu früh nach dem Jupiteraufgang suchen, da ist alles noch im Horizontdunst und die Europa konnte ich erst erkennen, als die Dämmerung schon leicht eingesetzt hatte.

Io und Kallisto indes standen zu nahe am Jupiter.

Ganz grosse Klasse heute: Jupiter, Saturn und Mars stehen ganz nahe zusammen !


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 31. Mär 2020, 21:11

ralfkannenberg hat geschrieben:
31. Mär 2020, 11:21
Hierfür aber reicht es noch: heute morgen konnte man endlich wieder einmal zwei Monde sicher sehen, tatsächlich waren das Ganymed und Europa.
(...)
Ganz grosse Klasse heute: Jupiter, Saturn und Mars stehen ganz nahe zusammen !
Und wer sich nun Sorgen wegen des Coronavirus macht: zumindest hier in der Schweiz ist eine Ansammlung von 5 Mitgliedern unseres Sonnensystems in der Öffentlichkeit auf so engem Raum gerade noch erlaubt.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 1. Apr 2020, 12:17

ralfkannenberg hat geschrieben:
31. Mär 2020, 11:21
Hierfür aber reicht es noch: heute morgen konnte man endlich wieder einmal zwei Monde sicher sehen, tatsächlich waren das Ganymed und Europa.
Aarrgghhhhh - Europa war heute morgen wieder am gleichen Ort wie gestern !!! Ich hatte auf Io getippt ...

;i

Ganymed ist bei den noch schwierigen Sichtbedingungn eine sichere Bank, aber der ist momentan hinter dem Jupiter.

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von belgariath » 2. Apr 2020, 19:33

Hallo Ralf,
die galileischen Monde sind bestimmt ein interessantes Ziel für Feldstecher-Astronomen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass sie seit Hunderten von Jahren immer wieder wichtige Erkenntnisse für uns bereit halten.
Aber heute Abend solltest du deine Aufmerksamkeit auf das Siebengestirn richten, mit dem Venus morgen in Konjunktion steht.
;look
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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 2. Apr 2020, 20:52

belgariath hat geschrieben:
2. Apr 2020, 19:33
Aber heute Abend solltest du deine Aufmerksamkeit auf das Siebengestirn richten, mit dem Venus morgen in Konjunktion steht.
;look
Hallo belgariath,

wirklich sehr hübsch, besten Dank.

Verlängert man die beiden Schenkel Alyone-Merope und Maia-Elektra ca. zweimal, so steht da die strahlend helle Venus !


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 8. Apr 2020, 10:54

Hier lernt man übrigens auch nie aus: nur mit Aufstützen auf der Balkonbrüstung kriegt man ja einen eher schweren 10x50-Feldstecher nicht völlig ruhig gehalten, d.h. wenn die Monde nahe stehen - wie beispielsweise Io, so kann man sie bei diesigem Wetter in Horizontnähe - in unseren Breiten reicht der Horizontdunst oft 20° hoch - nicht erkennen.

Das wird später im Jahr besser sein, wenn der Jupiter höher steht, aber zur Zeit ist dem noch nicht so, d.h. nun muss man einen Kompromiss zwischen "mehr Höhe" und "noch nicht so weit fortgeschrittene Dämmerung" finden. Unter solchen Bedingungen ist auch Kallisto mit ihren nur 6 mag auch wenn sie genügend weit vom Jupiter entfernt steht nicht einfach auszumachen, und Io bestenfalls, wenn sie ihre grösste Elongation erreicht.

Heute morgen indes konnte ich zu meiner Überraschung Europa zwischen Ganymed und dem Jupiter ziemlich bequem erkennen, obwohl sie in Jupiternähe stand und erst noch links unterhalb, also weniger hoch als wenn sie rechts über ihm stehen würde. Und dies, obgleich Ganymed weniger hell als in den vergangenen Nächten war, allerdings hat der Vollmond, auch wenn er auf der anderen Seite stand, den Himmel doch merklich aufgehellt.

Wie passt das nun zusammen: Ganymed weniger hell und Eurpoa trotzdem genügend hell, um auch nahe vom Jupiter gesehen zu werden ?

Nun, die Lösung ist einfach: Das war nicht Europa zwischen Ganymed und dem Jupiter, sondern das war Ganymed zwischen Europa und dem Jupiter.

Das erklärt natürlich, dass der weiter aussen stehende Mond weniger hell als in den vergangenen Tagen war, weil die Europa gut eine halbe Grössenklasse weniger hell als Ganymed ist, und warum der näher stehende Mond trotz ungünstiger Bedingungen erkennbar war, weil es sich nämlich um den helleren Mond Ganymed gehandelt hatte.

Kallisto und Io indes standen heute morgen zu nahe am Jupiter, um mit meinen Beobachtungsmöglichkeiten gesehen werden zu können, da hätte ich ein Stativ für benötigt, wenn überhaupt.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 15. Apr 2020, 12:12

Ach wie ärgerlich - heute morgen wären die schön auf einer Linie gestanden aber ich habe es verpennt. Und um 6 Uhr war es schon zu hell, da konnte ich nur noch einen sehen, aber ich weiss nicht, welchen :(

Der war hell, das spricht für Ganymed, aber er war auch nicht so nahe dran, das spricht für Europa - werde ich nie erfahren :wn:


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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 15. Apr 2020, 12:25

Hallo zusammen,

ich habe es gerade mit den Daten vom 8.April (Beitrag vor dem letzten Beitrag) verglichen: das war heute morgen also Ganymed. Zu blöd dass ich nicht 15 Minuten früher dran war, dann hätte ich auch Europa und je nachdem vielleicht sogar Kallisto gesehen :devil:


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von Frank » 17. Apr 2020, 13:08

ralfkannenberg hat geschrieben:
15. Apr 2020, 12:25
Hallo zusammen,

ich habe es gerade mit den Daten vom 8.April (Beitrag vor dem letzten Beitrag) verglichen: das war heute morgen also Ganymed. Zu blöd dass ich nicht 15 Minuten früher dran war, dann hätte ich auch Europa und je nachdem vielleicht sogar Kallisto gesehen :devil:


Freundliche Grüsse, Ralf
Hallo Ralf,

welches Equipment benutzt du, wenn ich fragen darf ?
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 17. Apr 2020, 13:39

Frank hat geschrieben:
17. Apr 2020, 13:08
welches Equipment benutzt du, wenn ich fragen darf ?
Hallo Frank,

für Fernrohr-Beobachtungen fehlt mir die Zeit. Am liebsten beobachte ich freiäugig, für die Jupitermonde nehme ich einen 10x50 Feldstecher, ohne Stativ, d.h. ich stütze die Ellenbogen auf dem Balkongeländer auf.

Deutlich besser würde es, wenn ich den Feldstecher auflegen könnte, weil das Bild dann weniger wackelt.

Momentan taucht der Jupiter gegen 5:00 Uhr MESZ aus dem Horizontdunst auf, für Io neben dem Jupiter reicht das aber nicht. Bis 5:30 Uhr ist dann auch Io sichtbar, doch kommt man schon in die Morgendämmerung.

Gestern konnte ich erstmals diese Saison alle 4 Monde sehen, das haben die auf Calsky genutzt, um ein Bild davon zu zeigen:
https://www.calsky.com/cs.cgi/Calendar/ ... 1207027743, das Bild in der Mitte ist von gestern.


Heute morgen konnte ich drei Monde sehen, alle drei rechts vom Jupiter: Europa und Ganymed ganz gut, Io nicht ganz einfach; Kallisto indes stand vor oder hinter dem Jupiter. Mit einem Stativ wäre Io vermutlich einfacher zu sehen gewesen.

Vor einigen Wochen war das noch heikel, weil hier ja wegen des neuen Coronavirus ein Versammlungsverbot von mehr als 5 Personen herrscht: da konnte man am Himmel auf engem Areal neben dem Jupiter auch noch den Saturn und darunter den Mars erkennen; wenn man dann noch Ganymed und Europa gesehen hat, dann waren es schon 5 auf engem Raum. Damals waren aber die Sichtbedingungen viel schwieriger, so dass man Io wegen seiner Nähe zum Jupiter und Kallisto wegen seiner etwas geringeren Helligkeit fast nie sehen konnte.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von Frank » 17. Apr 2020, 14:00

Danke , möchte mir nämlich einen guten Feldstecher, auch zwecks der Einfachheit zulegen. Wenn es geht mit Stativ.
Die Bilder sind sehr schön. :well:
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 17. Apr 2020, 14:05

Frank hat geschrieben:
17. Apr 2020, 14:00
Danke , möchte mir nämlich einen guten Feldstecher, auch zwecks der Einfachheit zulegen. Wenn es geht mit Stativ.
Hallo Frank,

wie sieht denn Deine Ausrüstung aus ?

Frank hat geschrieben:
17. Apr 2020, 14:00
Die Bilder sind sehr schön. :well:
So früh in der Saison ist das tägliche Beobachtungsfenster für die Jupitermonde ja noch ziemlich schmal, d.h. jeder, der beobachtet, sieht im Wesentlichen dasselbe.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von Frank » 17. Apr 2020, 21:06

ralfkannenberg hat geschrieben:
17. Apr 2020, 14:05

Hallo Frank,

wie sieht denn Deine Ausrüstung aus ?

Zurzeit nichts mehr. Früher hatte ich ein Spiegelteleskop. Das hatte ich aber nicht mehr benutzt und habe alles verkauft.
War mir jedes Mal alles zu umständlich.
Nach deinen Erzählungen juckt es aber wieder und das mit einem guten Feldstecher hört sich sehr unkompliziert an. ;look

Stöber gerade auf dieser Seite und habe das Celestron SkyMaster 25×70 im Blick. Gefällt mir gut.

https://fernglas-tests.net/astronomie-fernglas/
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 17. Apr 2020, 23:03

Frank hat geschrieben:
17. Apr 2020, 21:06
Zurzeit nichts mehr. Früher hatte ich ein Spiegelteleskop. Das hatte ich aber nicht mehr benutzt und habe alles verkauft.
Hallo Frank,

hattest Du das selber gekauft oder "geerbt" ? - Ich frage das, weil ich meine "Ausrüstung" von meinem Vater übernommen habe, wenn er sie nicht mehr benötigt hat. - Den 7x25 Feldstecher schon früh, weil er sich damals den 10x50 Feldstecher gekauft hat, den 10x50 Feldstecher etwa seit Hale-Bopp Zeiten, den hat er dann nur noch in die Sommerferien mitgenommen und seit ca. 2005 ist er dauerhaft bei mir.

Mein Vater hatte für seine Video-Kamera im zweiten Urlaubsjahr ein Stativ gekauft, weil er sie nicht gut freihändig halten konnte, und ich bekam damals zu Weihnachten oder zum Geburtstag ein Teil, das ich auf das Stativ schrauben konnte und das hatte eine Art "gepolsterten" Schraubstock, mit dem man den Feldstecher fest machen konnte.

Den gepolsterten Schraubstock habe ich bei mir, das Stativ habe ich mir aber nur wenige Male ausgeliehen; es ist zwar nicht schwer, aber sperrig. Auch nach dem Tod meines Vaters habe ich das Stativ nicht mitgenommen, obgleich meine Mutter es nicht braucht. Seit letztem Jahr nehme ich aber das Stativ mit, wenn ich meine Mutter in die Ferien begleite, in ihren Wohnwagen passt es ja bequem hinein. Allerdings habe ich es noch nie angewendet, obgleich ich vergangenes Jahr fast jede Nacht beobachtet habe.

Frank hat geschrieben:
17. Apr 2020, 21:06
War mir jedes Mal alles zu umständlich.
Was Du so beiläufig schreibst ist ein Top-3-Argument ! - Wenn es umständlich wird, dann macht es zumindest mir keinen Spass. Noch in der Schule haben wir eine Astronomie-Exkursion gemacht und mein Lehrer hat mch vorher vorsichtig gefragt, ob ich mitkomme, weil er einen brauchte, der den Sternhimmel im Gegensatz zu ihm kennt, er war reiner Theoretiker. Und ich wollte unbedingt mitkommen, weil er mit seinem Auto das Schulfernrohr mitgenommen hat.

Ein geiles Ding für 10000 Mark, allerdings ohne Nachführung. Bei 30-facher Vergrösserung hat sich die Erde nach gut 20 Sekunden unter einem weggedreht, bei 60-facher Vergrösserung nach ca. 8 Sekunden. Zu Beginn der Nacht kamen dann Lehrer und Klasse zu mir, doch nach wenigen Minuten, dem Jupiter und dem Saturn - beide etwa erbsengross mit Streifen, letzterer noch mit Ringen, zwei Doppelsternen (Albireo im Schwan mit blauer und oranger Komponente sowie Mizar im Grossen Wagen mit zwei weissen Komponenten) sowie dem Andromedanebel haben die dann die Lust verloren und den Rest der Nacht gehörte das Fernrohr mir. Die meisten wollten ohnehin nur den Mond sehen und dessen Krater bewundern, die beiden gestreiften Erbsen hat da kaum einen vom Hocker gehauen, eher noch der orange/blaue Doppelstern.

Aber bei aller "Geilheit": da bucht man mal eine ganze Nacht, sonst lohnt sich der Aufwand nicht. Spontanität sieht anders aus ! - Und ja, gross schlafen ist dann natürlich auch nicht.

Wenn ich heute mal ein Fernrohr brauche, dann gehe ich in die Sternwarte und wenn man Glück hat, dann ist da einer am Werk, der was kann, dann macht das auch Spass, wie zum Beispiel beim letzten Merkurtransit.

Frank hat geschrieben:
17. Apr 2020, 21:06
Nach deinen Erzählungen juckt es aber wieder und das mit einem guten Feldstecher hört sich sehr unkompliziert an. ;look
Der 7x25 war wirklich unkompliziert, er ist klein und wiegt auch nicht viel, mit dem habe ich sehr viel gemacht. Ausserdem waren damals auch noch meine Augen besser. Leistungsmässig kommt er aber an den 10x25 einfach nicht heran. Bei Jupitermond-Beobachtungen muss man aber irgendwie die Ellenbogen aufstützen.

Warum nutze ich kein Stativ ? Ich bin berufstätig und eigentlich schlafe ich nachts, vor allem wenn ich wieder einmal eine Woche lang jeden Tag über 11 Stunden gearbeitet habe. In der Regel schlafe ich aber nicht durch, sondern stehe irgendwann in der Nacht auf, gehe auf WC und esse einen Joghurt oder eine Vanille-Creme. Natürlich schaue ich raus, wie der Himmel ist, aber zum nun noch ein Stativ zusammenzustecken, den Feldstecher drauf zu befestigen und dann rauszugehen und zu beobachten fehlt mir dann in der Nacht doch meist der Nerv. Doch der Feldstecher liegt griffbereit und wenn es schön ist nehme ich den und gehe mit ihm raus.

Frank hat geschrieben:
17. Apr 2020, 21:06
Stöber gerade auf dieser Seite und habe das Celestron SkyMaster 25×70 im Blick. Gefällt mir gut.

https://fernglas-tests.net/astronomie-fernglas/
Ich weiss ja nicht - die Preise ! Eigentlich lebe ich ja nach dem Motto "Geiz ist geil", aber ...

Unser Klassenprimus hatte ein eigenes Fernrohr dabei, hatte damals 2000 (?) Mark gekostet, aber mir ist es nicht gelungen, es scharf zu stellen, und sonderlich fest stand es auch nicht. Das sind Killerkriterien wenn das nicht geht ! Ganz zu schweigen von dem 10 Euro Lidl-Feldstecher meiner Mutter, den man erstens nicht scharf gestellt kriegt und wenn er doch mal scharf ist wieder unscharf wird wenn man den nur mal schief anschaut. Selbst Jupitermonde mit dem anschauen ist eine Qual. Den Venusvorbeizug an den Plejaden vor 2 Wochen indes hat auch der gut hingekriegt.

Der 10x50 Feldstecher meines Vaters hat damals schon über 500 Mark gekostet und astronomische Geräte haben nun mal ihren Preis, aber meist sind sie dann auch eine Anschaffung fürs Leben.

Einem Anfänger würde ich von einem so starken Gerät wie 25x70 abraten, ja sogar vom 10x50 würde ich ihm wegen des kleinen Gesichtsfeldes abraten: wenn du dich zu einem Kometen vortasten musst dann ist ein grösseres Gesichtsfeld durchaus auch etwas wert. Für einen ehemaligen Fernrohrbesitzer wie Dich indes scheint mir 25x70 von der Leistung her sinnvoll zu sein, vielleicht sogar schon etwas knapp bemessen, aber pass bitte vor so einem Billigprodukt auf (knapp 90 Euro ???), das sich nicht scharf stellen lässt, bei der geringsten Bewegung neu scharf gestellt werden muss, das sich schlecht am Stativ befestigen lässt - ich weiss nicht, ob Du einen 25x70 noch freihändig halten kannst - und womöglich noch einem wackeligen Stativ. Ein gutes Stativ dürfte auch seinen Preis und sein Gewicht haben ! Ich habe mal in einem Fotogeschäft ein nettes kleines Stativ gesehen - 80 Franken. Und die grossen waren deutlich teurer ! - Wie die da auf Deiner Seite auf 15 Euro kommen ist mir ein Rätsel !

Was Dich anbelangt so könnte ich mir sogar vorstellen, dass Du Dir nach einiger Zeit zusätzlich noch den 25x100 kaufst, auch wenn der knapp 400 Euro kostet und auch schwer ist. Für den kleinen Gebrauch nimmst Du dann den 25x70 - der ist wenn er gute Qualität hat schon ein sehr schönes Gerät, und wenn da was besonderes am Himmel steht den 25x100. - Allerdings solltest Du Dir bei einer solchen Investition unbedingt noch weitere Meinungen einholen, denn mit so leistungsstarken Feldstechern habe ich keinerlei Erfahrung.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 18. Apr 2020, 13:48

Wow, das war jetzt aber eine Überraschung: wieder einmal verpennt, erst 5:45 Uhr MESZ beobachtet, schon mitten in der Dämmerung. Ganymed rechts neben Jupiter war klar, nach einiger Adapation der Augen auch Europa links vom Jupiter.

Aber dann - links standen zwei Pünktchen nebeneinander ... - beide Pünktchen gleich hell, also Io. Ok - dass Io der jupiterseitige der beiden ist habe ich geraten, war aber korrekt. Und rechts auch - geringfügig links von Ganymed ein etwas schwächeres Pünktchen, gar nicht einfach so ohne Stativ zu sehen, und tatsächlich, ich habe gerade auf Calsky nachgeschaut: Kallisto stand heute morgen geringfügig links, also jupiterseitig, von Ganymed !

Das zweite Mal diese Saison alle vier, und das schon während der Dämmerung. Derzeit ist es wichtiger, dass sich der Jupiter mit seinen Monden aus dem Horizontdunst löst als dass die Dämmerung etwas weniger weit fortgeschritten ist.


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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 19. Apr 2020, 05:25

Nicht gerade die besten Sichtbedingungen; schon vor einer halben Stunde war der Jupiter gut zu sehen, doch im Feldstecher um ihn herum ein heller Lichtkranz, in dem kein Mond sichtbar war.

Jetzt steht er etwas höher, immer noch Lichtkranz, aber ich kann zwei Monde erkennen, beide rechts (da stehen sie höher), einer bei "+2 mm", der andere schwächer bei "+5 mm" - das dürfte Kallisto sein. Der nähere vermutlich Ganymed, da Europa nach der gestrigen Beobachtung eher vor oder hinter dem Jupiter stehen sollte und Io nicht so weit vom Jupiter weg kommt.

In ein paar Minuten mache ich den nächsten Versuch, aber die Dämmerung fängt schon an.


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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 19. Apr 2020, 05:46

ralfkannenberg hat geschrieben:
19. Apr 2020, 05:25
aber ich kann zwei Monde erkennen, beide rechts (da stehen sie höher), einer bei "+2 mm", der andere schwächer bei "+5 mm" - das dürfte Kallisto sein.
Bei "-2 mm" scheint mir auch noch einer zu sein (Europa ?) und möglicherweise jupiterseitig von Ganymed bei "+1 mm" auch, das wäre dann Io. Viel besser wurde das mit dem Lichtkranz nicht, aber die Dämmerung ist nun schon fortgeschritten und der Beobachtungsmorgen beendet.

Jetzt schlafe ich noch eine Runde und später schaue ich dann im Calsky nach.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 19. Apr 2020, 05:57

ralfkannenberg hat geschrieben:
19. Apr 2020, 05:46
Bei "-2 mm" scheint mir auch noch einer zu sein (Europa ?) und möglicherweise jupiterseitig von Ganymed bei "+1 mm" auch, das wäre dann Io.
Nö, das war nur einer, aber nicht Ganymed, sondern Io. Deswegen war der auch so schlecht zu sehen.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 22. Apr 2020, 16:40

Das war aber schön heute morgen gegen 5:00 Uhr MESZ: die beiden "Helden" dicht nebeneinander links vom Jupiter, aber dennoch im Feldstecher zu trennen. Und Kallisto rechts aussen ohnehin kein Problem, es war ja noch dunkel.

Zwar habe ich an der Position von Io tatsächlich ein verschwommenes Lichtpünktchen gesehen, aber ohne Stativ wäre es vermessen, hier von einer Beobachtung zu sprechen - so nahe am Jupiter kann man nur mit Aufstützen keinen Mond erkennen, das kann auch ein Lichtreflex sein und dass das heute gepasst hat ein purer Zufall. Ausserdem habe ich rechts neben dem Jupiter, also auf der anderen Seite als Io, auch einen verschwommenen Lichtschein gesehen, dieses Mal sogar etwas in die Länge gezogen. Mit weniger Erfahrung hätte ich heute also die Beobachtung von gleich 6 Jupitermonden vermeldet, wirklich klar erkennbar waren aber nur 3 von ihnen, auch wenn ich bei Io fast sicher war, dass es tatsächlich ein Mond und kein Lichtschein ist. - Andererseits habe ich meiner Erinnerung nach ohne Stativ so nahe beim Jupiter noch nie einen Mond sehen können.

Im Übrigen beobachte ich zuerst und schaue erst später nach, was ich hätte sehen sollen ! - Und zwar wenn es hell ist, damit man nicht in Versuchung kommt, noch einmal zu beobachten und dann das zu sehen, von dem man weiss, dass man das so auch sehen sollte !


Die Helligkeit der beiden Helden so dicht beeinander indes habe ich falsch gesehen: ich meinte, der hellere sei der äussere gewesen, tatsächlich aber stand Europa weiter aussen und Ganymed weiter innen. Ich hatte diese Option sogar in Erwägung gezogen, sie dann aber nach einer weiteren Beobachtung wieder verworfen.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von Skeltek » 22. Apr 2020, 16:47

Danke für den Thread. Seit einer Woche gehe ich wieder regelmäßig raus zum Sterne anschauen. Selten, so viele Sateliten immer zu sehen. Früher hab ich das nie so erlebt in derHäufigkeit.
Dachte anfangs es seien die Starlink-Satelliten, aber dann doch nicht, da die meisten von West nach Ost fliegen.

Nun weiß ich auch was mit 10x50 gemeint ist ^^
Hab noch ein 10x40 Binokular gefunden, aber es ist nicht wirklich für viel gut. Jupiter ist glaube ich hinter dem Berg/Wohnhäusern und es ist ohnehin ziemlich verwackelt. Aber ich versuche es demnächst irgendwann nochmal.
Bis wann kann man die Monde denn noch immer sehen und um welche Uhrzeit?
Gödel für Dummies:
  • Unentscheidbarkeit - Dieser Satz ist wahr.
  • Unvollständig - Aussage A: Es existiert nur ein Element A.
  • Widersprüchlich - Dieser Satz ist falsch.

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 22. Apr 2020, 17:39

Skeltek hat geschrieben:
22. Apr 2020, 16:47
Danke für den Thread. Seit einer Woche gehe ich wieder regelmäßig raus zum Sterne anschauen. Selten, so viele Sateliten immer zu sehen. Früher hab ich das nie so erlebt in derHäufigkeit.
Dachte anfangs es seien die Starlink-Satelliten, aber dann doch nicht, da die meisten von West nach Ost fliegen.
Hallo Skel,

was ich von diesen Starlink-Satelliten halte kommuniziere ich bereits im astronews-Forum, das brauche ich hier nicht zu wiederholen und kann mir auch die zugehörige Wortwahl, die ich normalerweise meide, ersparen. Wobei ich mein grosses Bedauern darüber, dass deren derzeitig so gute Sichtbarkeit nicht daher rührt, dass die havariert und in der Erdatmosphäre verglüht sind, durchaus auch hier kundtun kann.

Skeltek hat geschrieben:
22. Apr 2020, 16:47
Nun weiß ich auch was mit 10x50 gemeint ist ^^
Hab noch ein 10x40 Binokular gefunden, aber es ist nicht wirklich für viel gut.
Es ist vermutlich sogar sehr gut, weil es weniger schwer ist und für die Jupitermonde völlig genügend - ich habe die Monde als Kind mit einem 7x25 Feldstecher beobachtet.

Skeltek hat geschrieben:
22. Apr 2020, 16:47
Jupiter ist glaube ich hinter dem Berg/Wohnhäusern und es ist ohnehin ziemlich verwackelt. Aber ich versuche es demnächst irgendwann nochmal.
Bis wann kann man die Monde denn noch immer sehen und um welche Uhrzeit?
Das Problem hatte ich vor eineinhalb Monaten auch und da konnte man in der schon fortgeschrittenen Dämmerung eigentlich nur Ganymed und wenn man viel Glück hatte, d.h. sie am weitesten von ihrem Mutterplaneten entfernt stand, auch die Europa sehen.

Zur Zeit ist das Beobachtungsfenster immer noch schmal und verschiebt sich täglich um ca. 2-3 Minuten in die Nacht hinein: ab 4:45 Uhr MESZ kann man derzeit mit Aussicht auf Erfolg Ganymed und Europa erkennen, doch da steckt der Jupiter mit seinen Monden noch im Horizontdunst (den man von blossem Auge so gar nicht wahrnimmt) drin. Ja, und gegen 5 Uhr MESZ setzt schon die Morgendämmerung ein. Zumindest an meinem Wohnort ist zur Zeit "mehr Höhe" wichtiger als "weniger Dämmerung", so dass man etwa gegen 5:15 Uhr MESZ ideale Bedingungen vorfindet. Diese Zeitangaben beziehen sich auf Zürich/Schweiz.

Allerdings steht der Jupiter tief im Tierkreis und gute Beobachtungsbedingungen findet man vor, wenn der Jupiter schon vor Mitternacht aufgeht: dann steht er in der Nacht schon hoch, man hat das Problem der Morgendämmrung nicht und der Planet geht auch nicht wie im Herbst schon nach wenigen Minuten unter. Und Leute wie ich, die nachts ohnehin einmal aufstehen und auf Toilette gehen und ein Joghurt essen, können dann noch ganz zwanglos beobachten gehen, während ich zur Zeit schon einige Male die Beobachtung schlichtweg verpennt habe, da ich für Jupitermonde nicht den Wecker stelle.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 17. Mai 2020, 17:48

Hallo zusammen,

nach Wochen schlechten Wetters wieder einmal eine gute Beobachtungsmöglichkeit heute Nacht um 3:30 Uhr (und nochmals in der bereits einsetzenden Dämmerung um 4:30 Uhr). Drei Monde standen weit auseinander, sehr schön ! - und doch habe ich mich vertippt: ich hätte nicht gedacht, dass Europa gleichhell wie Ganymed leuchtet, als ob sie einen "Outburst" gehabt hätte !

Entsprechend habe ich Io und Ganymed falschherum zugeordnet, da ich dachte, der hellste von ihnen fehlt und steht nun vor oder hinter dem Jupiter.


Freundliche Grüsse, Ralf

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von Skeltek » 17. Mai 2020, 20:02

Da muss ich schauen, ob ich es mal so früh auf ne Höhe schaffe. Derzeit versuche ich eher abends ab 22:30 Starlink Sateliten zu erwischen.
Gödel für Dummies:
  • Unentscheidbarkeit - Dieser Satz ist wahr.
  • Unvollständig - Aussage A: Es existiert nur ein Element A.
  • Widersprüchlich - Dieser Satz ist falsch.

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Re: Feldstecher genügt: die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto

Beitrag von ralfkannenberg » 17. Mai 2020, 21:22

Skeltek hat geschrieben:
17. Mai 2020, 20:02
Da muss ich schauen, ob ich es mal so früh auf ne Höhe schaffe.
Hallo Skel,

die kann ich auf dem Balkon anschauen. Nachts um 3 Uhr schaffe ich es nicht auf eine Höhe, da sind die Toilette, die Küche und der Balkon sowie der Weg zurück ins Bett das höchste der Gefühle.

Skeltek hat geschrieben:
17. Mai 2020, 20:02
Derzeit versuche ich eher abends ab 22:30 Starlink Sateliten zu erwischen.
Da Elon Musk hier vollendete Tatsachen schafft und die Behörden, die die Starts bewilligt haben, nur eingeschränkt kompetent sind, weigere ich mich, mir die Dinger anzuschauen. Ausnahme wäre, wenn da einer abgeschossen würde oder einer von der Bahn abkommt und in der Atmosphäre verglüht.

Im Astronews-Forum habe ich vor einiger Zeit einen Anti-Starlink-Thread eröffnet.


Freundliche Grüsse, Ralf

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