Sachleistungen gab es auch bisher, dass ist nichts neues. Es gibt sogar das Instrument der Lebensmittelgutscheine für Leistungsbezieher, denen durch Pflichtverletzung die Regelleistung um mehr als 30% reduziert worden ist. Auch Gutscheine für Möbel und Kleidung gibt es.
Lass uns doch erst mal abwarten, was tatsächlich ausgeheckt wird, dann können wir ja anfangen zu schimpfen. Der gedankliche Hintergrund in Bezug auf die Sachleistungen ist doch der, dass durch diese Form der Hilfe auch gesichert sein soll, dass die Kinder direkt davon profitieren. Ob zusätzliches Geld immer so bei den Kindern ankommt, bezweifel ich mal.
Was die geistige Haltung in unserem Staat angeht, das ist ein ganz anderes Problem. Wenn jemand meint auf andere mit dem Finger zeigen zu müssen, der sollte mal darüber nachdenken, dass in dem Falle dann immer drei Finger auf einen selbst gerichtet sind.
Der von Dir angesprochene familiere “Zusammenhalt“ in den guten alten Zeiten existierte ja auch nur aus dem Zwang heraus, weil wirtschaftliche Notlagen nichts anderes zugelassen haben. Heute sieht das zum Glück anders aus. Wenn dann heute jemand nicht in der Lage ist zu seiner Familie zu stehen, dann sind das für mich ganz gravierende persönliche Mängel.
Es geht doch immer nur um eins, um die persönliche Verantwortung eines jeden. Wer bereit ist Verantwortung zu übernehmen, dem geht es auch gut. Damit meine ich nicht unbedingt materielle Dinge.
Viele Güße
brussia (der schwatzgelbe)
