Weltformel, Physik und Metaphysik

Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftstheorie bzw. -philosophie, Technik

Re: Weltformel, Physik und Metaphysik

Beitragvon tomS » 21. Apr 2012, 17:33

Also ich bin ehrlich - ich weiß nicht, was du jetzt mit deiner (!) Metaphysik bezeichnest. Was ist ihr Gegenstand, was ihr Inhalt und was ihre Aussage?
Gruß
Tom

Er muss sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.
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Re: Weltformel, Physik und Metaphysik

Beitragvon HelmutHansen » 21. Apr 2012, 17:52

Lieber Tom,

In Kürze: Es gibt einen transzendenten Grund, der durch klassische metaphysische Eigenschaften, wie z.B. Unsichtbarkeit, Allgegenwart und Unbedingtheit, charakterisiert ist. Dieser Grund, platonisch das Eine, zwingt dem physikalischen Universum u.a. (neben einem speziellen Satz an Grenzbedingungen) eine Raum-Zeit-Struktur auf, die geometrisch die Gestalt eines Mandalas hat. Diese Raum-Zeit-Struktur ist durch die Grenzgeschwindigkeit Unendlich limitiert. Sie zeichnet sich durch eine duale Parametrisierung der Lichtgeschwindigkeit aus. Sie besitzt infolge dieser dualen Parametrisierung eine pseudo-lorentzinvariante Struktur, die sich experimentell durch ein geschwindigkeitsabhängiges Differential D(x) von der speziellen Relativitätstheorie unterscheidet.

Das ist meine Metaphysik im Stenogrammstil.

Gruss
Helmut
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Re: Weltformel, Physik und Metaphysik

Beitragvon tomS » 22. Apr 2012, 08:34

HelmutHansen hat geschrieben:In Kürze: ....
Sorry, aber das kann ich weder physikalisch noch philosophisch ernst nehmen.
Gruß
Tom

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Re: Weltformel, Physik und Metaphysik

Beitragvon Skeltek » 22. Apr 2012, 12:10

"Dieser Satz ist wahr"
Egal ob man den Satz als wahr oder falsch betrachtet, ist das bewertende System völlig widerspruchsfrei. Wenn man den Inhalt als falsch bewertet, ergibt sich kein Widerspruch.
So ist das System an Relationen für beide Fälle exakt gleich und ohne unsere subjektive Bewertung des Inhaltes exakt gleich.
So können mehrere völlig verschiedene oder komplementäre Aussagengebilde die exakt gleiche Form haben(wenn man sich die Verschachtelung der Relationspfeile ansieht).
In der Realität bedeutet das, daß mehrere höherdimensionale Systeme die exakt gleiche Schnittmenge oder Phänomenologie zum Vorschein bringen können.
Von innerhalb des Systems heraus kann man niemals eindeutig die Form des höherdimensionalen Gebildes bestimmen(Unvollständigkeitssatz, Unentscheidbarkeit, Überabzählbarkeit des Komplementärs usw die alle in irgendeiner Form damit zu tun haben).

Durch das, was Hemlut als "unumkehrbare Erklärungsrichtung" bezeichnet, ist es unmöglich, eine eindeutige Form des "Einen" zu bestimmen.

Gruß

@Helmut: Wenn ich deinen letzten Satz richtig interpretiere, siehst du die Raumzeit als ein phänomenologisches untergeordnetes Gebilde; wobei das strukturgebende Etwas nicht denselben Einschränkungen(wie z.B. Maximalgeschwindigkeit c) unterworfen ist. Gibt leider mehrere Möglichkeiten wie ich deinen letzten Satz verstehen könnte.
Die plausibelste Erklaerung jedes hinreichend komplizierten Systems ist falsch

Unentscheidbarkeit für Dummies: Dieser Satz ist wahr
oder
Diese Menge hat zwei Elemente: A und B
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Re: Weltformel, Physik und Metaphysik

Beitragvon HelmutHansen » 22. Apr 2012, 17:52

Lieber Skeltek,

es stimmt, eine Metaphysik, in der das Eine ganz explizit als unsichtbar definiert wird, stellt in letzter Konsequenz eine wissenschaftlich unentscheidbare Erkenntnisdisziplin dar. Da das Eine infolge der Unsichtbarkeit selbst prinzipiell jeglicher wissenschaftlichen Beweisbarkeit entzogen ist, besitzen wir, streng genommen, keinerlei wissenschaftliche Handhabe, um experimentell entscheiden zu können, ob die aus dem Einen abgeleiteten physikalischen Implikationen ihren Ursprung wirklich im Einen haben – und dies gilt ausnahmslos für alle abgeleiteten Implikationen. Hier wendet sich der fundamentale Geltungsanspruch der Metaphysik gegen sie selbst.

Diese Unentscheidbarkeit an der Wurzel der Metaphysik ist eine ihr inhärente Erkenntnisgrenze, die mit wissenschaftlichen Mitteln unaufhebbar ist.

Gleichwohl sind die aus dem Einen abgeleiteten physikalischen Implikationen experimentell überprüfbar. Ihre Berechtigung speist sich – wie jede andere physikalische Aussage auch – aus ihrer Korrespondenz mit den empirischen Daten.

Die von mir gemutmaßte Raumzeit bietet meines Erachtens diese Möglichkeit der experimentellen Überprüfung. Allerdings ist bislang keineswegs vollständig klar, wie der mit dieser Raumzeit verknüpfte Formalismus physikalisch anzuwenden ist und in welcher Beziehung er mit dem vom Einen bezeichneten ‚Hintergrund’ steht. Hier gibt es eine ganze Reihe ungeklärter Fragen...

Gruss
Helmut
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Re: Weltformel, Physik und Metaphysik

Beitragvon tomS » 22. Apr 2012, 17:54

ich halte das ganze für unwissenschaftlich - und damit konterkarierst du deinen eigenen Ansspruch
Gruß
Tom

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Re: Weltformel, Physik und Metaphysik

Beitragvon seeker » 23. Apr 2012, 02:07

Der Grundgedanke/Ansatz ist trotzden gut.
Wenn du aber mit Mandalas weitermachst, Helmut, dann sind wir einfach mehr als befangen (das hat u.a. geschichtliche Gründe)... da gehen die Köpfe zu!
(Da bist du aber auch selbst schuld Helmut! Und wenn es aus deiner Sicht 1000 mal ein Mandala ist, warum zum Teufel sprichst du nicht stattdessen von "geometrischer Form/Struktur", wie z.B.ein Lisi das getan hat???)

Schau dir mal das hier an:
http://en.wikipedia.org/wiki/File:E8PetrieFull.svg
...also wenn DAS kein Mandala ist, dann weiß ich auch nicht mehr!
(Zum Weiterlesen: http://en.wikipedia.org/wiki/An_Excepti ... Everything)

HelmutHansen hat geschrieben:Diese Raum-Zeit-Struktur ist durch die Grenzgeschwindigkeit Unendlich limitiert. Sie zeichnet sich durch eine duale Parametrisierung der Lichtgeschwindigkeit aus. Sie besitzt infolge dieser dualen Parametrisierung eine pseudo-lorentzinvariante Struktur, die sich experimentell durch ein geschwindigkeitsabhängiges Differential D(x) von der speziellen Relativitätstheorie unterscheidet.

Und das hier verstehe ich leider (noch) überhaupt nicht; das kann ich nicht beurteilen.

Grüße
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Re: Weltformel, Physik und Metaphysik

Beitragvon tomS » 23. Apr 2012, 07:05

Ja, danke an seeker, dass er das nochmal klargestellt hat: ich kritisiere nicht die Metaphysik (die ich noch nicht verstehe), sondern diese "pseudo-naturwissenschaftlichen" Ableitungen daraus. Zurück zur Metaphysik!
Gruß
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Re: Weltformel, Physik und Metaphysik

Beitragvon HelmutHansen » 23. Apr 2012, 08:51

Lieber Seeker,

vielen Dank für Dein fortgesetztes Bemühen, Brücken zu bauen.

Mein Anliegen ist es natürlich nicht, Menschen mit Tricks, wie dem Gebrauch vermittelnder Begriffe, einen theoretischen Ansatz zu „verkaufen“, zu dem sie kein Zutrauen haben.

Jeder, dem die geometrische Struktur eines Mandalas gezeigt wird, identifiziert diese Struktur ohnehin sofort als Mandala. Mandalas sind mittlerweile ziemlich weit verbreitet in unserer Kultur.

Wenn ein Nobelpreisträger für Physik – wie Prof. Karl Alex Mueller – öffentlich erklärt, dass ein Mandala wesentlich zu seiner Entdeckung beigetragen hat, für die er dann den Nobelpreis erhalten hat, dann folge ich einer Spur, die – mit Blick auf die Physik – zumindest schon einmal erfolgreich war.

Und wenn ich nicht davon überzeugt wäre, Erfolg zu haben, dann würde ich sicherlich nicht mein gesamtes Leben in die Waagschale geworfen haben... Was ich hier tue, ist nicht ein kleines Steckenpferd, dem ich von Zeit zu Zeit nachgehe, wenn mir zufällig nichts besseres einfällt. Es bestimmt mein Leben.

Ich fühle mich auch keineswegs auf einem Irrweg.

Hier ein Brief von Prof. Karl Alex Mueller, der zeigt, dass man auch als Physiker ein Mandala als lebensbestimmenden Traum erfahren kann. Ich hoffe, ich begehe kein Sakrileg, wenn ich diesen Brief hier öffentlich mache.

Prof. K. A. Mueller schrieb:

"Sehr geehrter Herr Hansen,

ich danke Ihnen für die Zustellung des Manuskripts „Are Space and Time of Archetypal Design?“ Ich habe ihre Arbeit gelesen, kann aber nur teilweise folgen, weil die Vorlesungen über spezielle Relativitätstheorie von Wolfgang Pauli anfangs der 50er Jahre stattfanden. Ihr Raum-Zeit-Diagramm, das nur einen Punkt mit unendlicher Geschwindigkeit beinhaltet, ist mir neu. Es frägt sich, wie man dies experimentell nachweisen könnte.

Besten Dank für die Erwähnung des Artikels von Professor Gerald Holton über mein Mandala Erlebnis. Dies war für mich ein lebensbestimmender Traum.

Mit herzlichem Gruss, ihr K.A. Müller"

Der Artikel, auf den sich Prof. Müller hier bezieht, ist 1996 im American Scientist erschienen: How a Scientific Discovery is Made: A Case History (American Scientist 84 (July-August 1996) 364-375), by Gerald Holton, Hasok Chang and Edward Jurkowitz.

Wenn ich also ausdrücklich vom MANDALA spreche, dann tue ich das in vollem Bewusstsein. Ich bin für Transparenz: Jeder kann und soll auch wissen, mit wem und mit was er es zu tun hat. Das erlaubt jedem eine klare Haltung einzunehmen und sich auch von Ideen zu distanzieren, die ihm oder ihr nicht gefallen.

Trotzdem vielen Dank für Deine Bemühungen, zwischen Menschen Brücken zu bauen. Das prägt ganz entscheidend die Atmosphäre Eures Forums. Es gibt Foren, in denen sich die Teilnehmer darauf beschränken, wechselseitig Beleidigungen auszusprechen. Dies ist in Eurem Forum deutlich anders... In einem emotional gelebten Forum hätte man mir sicherlich nicht erlaubt, meine Arbeit so weitgehend vorzustellen zu dürfen, wie das bei Euch möglich war. Dafür meinen Dank.

Mit herzlichen Grüssen
Helmut
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Re: Weltformel, Physik und Metaphysik

Beitragvon seeker » 23. Apr 2012, 13:29

HelmutHansen hat geschrieben:Wenn ein Nobelpreisträger für Physik – wie Prof. Karl Alex Mueller – öffentlich erklärt, dass ein Mandala wesentlich zu seiner Entdeckung beigetragen hat, für die er dann den Nobelpreis erhalten hat, dann folge ich einer Spur, die – mit Blick auf die Physik – zumindest schon einmal erfolgreich war.

Wenn das ein Nobelpreisträger tut, lieber Helmut, dann ist das eine Sache - er kann sich das erlauben - wenn du das tust eine völlig andere.
Solches Vorgehen ist einfach unklug, denn du brauchst Unterstützung auf deinem Weg, und zwar von naturwissenschaftlicher Seite!
Wenn du diese Leute verschreckst, schadest du nur deiner Sache.
Früher hat man Häretiker verbrannt, heute straft man sie mit Missachtung... und dabei spielt es überhaupt keine Rolle, inwieweit sie im Prinzip im Recht sind oder nicht.

Ein Mandala...
http://de.wikipedia.org/wiki/Mandala
... hat eindeutig einen religiösen Bezug. Du solltest in diesem Stadium aber unbedingt religiös-buddhistische Bezüge streng vermeiden, denn damit verletzt du das unausgesprochene 1. Axiom der modernen Wissenschaft: "Es gibt keinen Gott!" bzw. "Unser Gott heißt Zufall!". Es ist irrsinnig zu glauben, heute einen Fuß auf den Boden zu bekommen, wenn man sich direkt gegen dieses Paradigma stellt.
Allerhöchstens darfst du das jetzt als Ausblick an deine Arbeit anhängen, niemals als Überschrift!
Du musst hier erst alles wieder selbst herleiten, den Weg ohne solche Unterstützung gehen.
NACHDEM, und erst dann(!), wenn es sich evtl. (empirisch!) herausstellt, dass du auf dem rechten Weg bist, darfst du diesen Ausblick weiter verfolgen.
Jetzt noch nicht! Bei allem Idealismus sollte man sich dann doch ein wenig Pragmatismus bewahren...

Es könnte ja auch bei der ganzen Sache etwas ganz anderes herauskommen, als du heute nur vermuten kannst bzw. wie du das gerne möchtest.
Wie das mit dem Wollen ist, brauche ich dir ja nicht zu erzählen...

Es wundert mich daher nicht, dass Tom Unwissenschaftlichkeit vermutet.

Du solltest auch stets offen bleiben, es könnte sich ja auch alles als Irrweg oder Sackgasse herausstellen - dein ganzes Lebenswerk!
Dieser grausamen Wahrheit solltest du stets ins Auge blicken können - das ist selbstverständlich ungemein schwer.
Wobei: Es gibt keine Fehlschläge! Es gibt nur Wege, die irgendwann nicht weiterführen und aus denen man dennoch eine Menge lernen kann, insbesondere, wo man auf dem Weg anders abbiegen muss.

Ich habe bei dir den Eindruck, dass du es mehr als gewohnt bist sofort in eine Verteidigungsstellung gehen zu müssen.
Diese Verteidigungshaltung kann einem jedoch auch den eigenen Blick trüben - sei gewarnt!

Mein Hinweis mit Ethos, Pathos und Logos war in alle Richtungen gemeint, an alle Gesprächspartner. Du versuchst aus deiner Verteidigungsstellung heraus fortwährend dein Ethos durch Vereise auf gewichtige Personen zu stärken. Das ist zwar verständlich (weil dein eigenes Ethos mit deinem System/Paradigma schwach sein muss), hilft aber letztendlich nicht weiter. Am Ende muss -wie gesagt- das Logos passen, allein das zählt.

Beste Grüße
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Re: Weltformel, Physik und Metaphysik

Beitragvon HelmutHansen » 24. Apr 2012, 08:50

Lieber Seeker,

Vielen Dank für die klaren Worte. Ich glaube, man muss für das Thema, welches ich mir auf die Fahnen geschrieben habe, brennen, egal wie verrückt und unmöglich es Anderen erscheint. Und dieses Brennen habe ich in diesem Forum fürwahr nicht gespürt.

Gleichwohl habe ich hier eine Menge gelernt und dafür danke ich Euch.

Herzlichen Gruß
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Re: Weltformel, Physik und Metaphysik

Beitragvon tomS » 24. Apr 2012, 09:09

HelmutHansen hat geschrieben:Und dieses Brennen habe ich in diesem Forum fürwahr nicht gespürt.

Bei mir hört das Brennen eben auch bei den Mandalas auf
Gruß
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Re: Weltformel, Physik und Metaphysik

Beitragvon seeker » 24. Apr 2012, 09:21

Damit du mich nicht missverstehst:
Ja, ich versuche Brücken zu bauen und ich versuche zu helfen und ich versuche für Offenheit zu werben - an alle Richtungen.
Das Thema interessiert mich genug um mir dein 2. Buch bestellt zu haben. Du tangierst ein Thema, das dann mich brennend interessiert - jedoch bin ich sehr vorsichtig geworden.
Wenn ich es gelesen habe, werde ich hoffentlich besser zum Thema schreiben können.
Es geht mir im Moment um deine Ableitungen, die ich noch nicht verstehe, die ich daher a priori weder ablehnen noch annehmen kann.

Wenn du brennst, so musst du sehr aufpassen, dass dein Blick klar bleibt. (Ich sage nicht, dass er trübe ist, ich sage nur, dass es gefährlich ist...)
Wie lässt Hermann Hesse so schön seinen Gotama zu Siddhartha sagen: "Hüte dich vor allzu großer Klugheit!"

Danke noch für dein Lob an das Forum.

Beste Grüße
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Re: Weltformel, Physik und Metaphysik

Beitragvon HelmutHansen » 24. Apr 2012, 14:12

Lieber Seeker,

ich weiß nicht, welche beiden Bücher Du gekauft hast, denn ich habe mittlerweile vier Bücher geschrieben. Sie sind in den Jahren 2002, 2005, 2007 und 2009 veröffentlicht worden. Sie spiegeln daher lediglich den Erkenntnisstand jener Jahre wider. Die dort dargestellten Erkenntnisse sind mittlerweile durch die nachfolgende Entwicklung der letzten drei Jahre in einigen Punkten korrigiert worden. Einige dieser Korrekturen sind in den englischen „papers“ dokumentiert, andere habe ich nur anlässlich einiger Videokonferenzen darlegen können – und eine wenige habe ich bislang nur gesprächsweise mitgeteilt.

Wenn also im Zusammenhang mit den von Dir gekauften Büchern Fragen auftauchen, bin ich gern bereit, diese mit Dir zu klären, soweit mir das möglich ist.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich betonen, dass das mit diesen Büchern in Gang gesetzte Forschungsprogramm in den Kinderschuhen steckt. Ich bin mir der Unzulänglichkeiten dieses Programms wie auch meiner eigenen Person sehr viel bewusster als es vielleicht hier den Anschein hat. Aus eben diesem Grund ist mir auch jeder willkommen, der an diesem Programm mitarbeiten will. Das war im übrigen auch eines der treibenden Motive, meine Arbeit in diesem Forum vorzustellen.

Was Dein Zitat von Hesse anbelangt, erweist sich ein zweiter Blick als aufschlussreich, denn die Mahnung, die hier von Gotama ausgesprochen wird, meint eine Klugheit, die allein der bedingten Welt (i.e. Samsara) gilt und diese wird ,buddhistisch gesehen, in der Tat als ein Hindernis aufgefasst, allerdings eines, welches einem weitaus anspruchsvolleren und ehrgeizigeren Ziel gilt – nämlich der Erleuchtung und diese beinhaltet nicht mehr und nicht weniger als ein tiefgründiges Verstehen dessen, was unbedingt ist.

Herzliche Grüsse
Helmut
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Re: Weltformel, Physik und Metaphysik

Beitragvon seeker » 25. Apr 2012, 08:08

So, den Weizsäcker habe ich nun auch! :D

Ich habe nur ein Buch von dir Helmut: "Die Physik des Mandala", von 2007, wenn ich das recht sehe.
... ich habe "Mandala" für mich gedanklich durch "geometrische Struktur" ersetzt und so angefangen zu lesen.
Ich bin auch schon bald damit durch, werde erst dann etwas dazu schreiben.

Zum Zitat:
Ja, da hast du völlig Recht. Ich würde sogar sagen, dass das schon der 1. Blick vermittelt.
Es schien mir halt auch in den Kontext, den ich verwendet habe, zu passen. Dadurch erhält es eine veränderte Botschaft. Ich will dir damit ja etwas sagen...
Auf den 3. Blick enthält es sogar mindestens drei von mir gewollte Botschaften - und wenn ich weiter so darüber nachdenke, dann sagt uns das Sätzchen sogar noch mehr.
Es ist schon faszinierend, wie viele Schichten in so etwas stecken können...

Beste Grüße
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