Stephen hat geschrieben:Hallo zusammen,
ob es eine Fabel oder wirklich so geschehen ist, kann ich nicht 100%ig sagen aber das ist in diesem Falle fast egal, da es den Charakter der Menschen so oder so widerspiegelt.
In einer sowjetischen Kleinstadt soll in den 60er Jahren einmal der Kommunismus (Motto: jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen) "getestet" worden sein. So gab es in den Lebensmittelläden Brot und Milch umsonst. Was haben die Menschen gemacht? Sie haben damit ihre Schweine gefüttert oder "gehamstert" (konnte ja schon morgen wieder Geld kosten).
Man wusste also definitiv, dass man die kostenlosen Produkte zweckentfremdet oder sie in viel zu großen Mengen hortete und der Großteil verderben würde; von rationalem, logischem und gemeinnützigen Denken keine Spur.
Bevor wir darüber schmunzeln: Wenn es heute Autos, Computer oder Handys kostenlos gäbe, wer von euch würde da zu Hause bleiben?

Ich nicht, ich gebe das zu. Obwohl ich meistens Straßenbahn fahre und Handy und PC noch nicht einmal 6 Monate alt sind...
Gruß
Steffen
Der ansatz ist auch falsch. laut marx geht kommunismus nur dann, wenn das ständige mehrprodukt so gross ist und die arbeitsproduktivität so enorm hoch ist, dass das prinzips des profits nicht mehr funktioniert.
und das wird es auch irgendwann nciht mehr. denn es ist klar: je höher die arbeitsproduktivität umso weniger menschen sind daran beteiligt, güter für die menscheit herzustellen. ergo haben die meisten keine einkommensquelle um diese güter zu bezahlen, ergo kann damit kein profit mehr erzielt werden.
das war im "real exisitierenden sozialismus" mit sicherheit nicht der fall.
das zweite: die höhe des mehrproduktes. die hamsterung und aneignung macht man dann, wenn man mangel erwartet. jetzt stelle dir vor, wie in enterprise. jeder hat sonen replikator mit dem er beliebige sachen herstellen kann.
spätestens nachdem er sich 10 bentleys gemacht hat, wird ihm das wohl reichen, 4 learjets, 6 hubschrauber 5 villen, 4 asteroiden terraformt usw usf hat, wird ihm das wohl reichen und er wird einsehen dass das kein sinn macht. hamstern und horten erwächst aus der erfahrenen furcht, dass es mangelzeiten gibt, was nunmal normal war. sich dann hinzustellen wir spielen mit dem bisserl was wir haben kommunismus ist dann recht naiv.
der mensch an sich ist nicht gemeinnützig. er ist egoistisch. gemeinnüzigkeit erwächst dann, wenn es dem einzelnen ebenfalls zum vorteil gereicht ob im kleinen, oder im globalen masstab. Deswegen gibt es familien, dörfer, städte.
wenn die widersprüche zwischen gemeinsamkeit und egoismus so gross werden, dass der egoismus droht die gesellschaft und damit ebenso die lebensbasis der egomanen selbst zu zerstören,dann bleiben 2 möglichket: knall und reset. wir sind wieder in der steinzeit, oder aber der egoismus schraubt sich gezwungenermassen zurück, um eine überleben der gesellschafft und somit auch des egomanen zu erlauben.
so oder so, eines davon wird passieren. welches davon hängt von uns selbst ab.