Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Entstehung und Entwicklung von Leben, Wahrscheinlichkeit für extraterrestrisches Leben
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ralfkannenberg
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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von ralfkannenberg » 8. Feb 2018, 10:16

Frank hat geschrieben:
8. Feb 2018, 10:08
Für mich einer der interessantesten Planten unserens Sonnensystems.
Mir geht es da aber um den riesigen Kern , dessen Aufbau und die Vergangenheit des Merkurs(was zugegeben meist sehr hypothetisch ist . ;j )
:beer:

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seeker
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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von seeker » 8. Feb 2018, 12:18

seeker hat geschrieben:Und bezüglich des Schutzes seiner Atmosphäre scheint ihm sein Magnetfeld auch wenig genützt zu haben.
Frank hat geschrieben:
8. Feb 2018, 09:03
???
Das habe ich jetzt nicht verstanden.
Na ja, der Merkur hat keine nennenswerte Atmosphäre, trotz Magnetfeld...
Ein Magnetfeld kann zumindest die Zusammensetzung einer Atmosphäre schützen, wenn nicht sogar das Fortgeblasen-werden, aber dazu muss der Himmelskörper auch groß genug sein.
Merkur ist das nicht. Also gehören Merkur-artige Planeten nicht zu den interessantesten Kandidaten bei der Lebenssuche, gleich ob sie ein ausgeprägtes Magnetfeld haben oder nicht.
Frank hat geschrieben:
8. Feb 2018, 09:03
Sorry , aber für mich ist das nur Quatsch. Das das Erde/ Mond system einzigartig ist im Sonnensystem(und wahrscheinlich darüber hinaus) , darüber lässt sich schnell Einigkeit erzielen.
Man muss aber jetzt nicht , wie unsere Freunde des Mondkalenders und der damit verbundenen Ausaat, jetzt alles auf den Mond abwälzen und ihn inzwischen schon wieder fast zu einer mythischen Figur machen.
Der Vergleich ist hahnebüchen(oder ich habe es nicht richtig verstanden), dass ein Mond etwas mit dem Magnetfeld eines Planten zu tun hat. Zu tun vieleicht schon, aber nicht primär.
Wäre es nicht interressanter erst einmal genaueres darüber herauszufinden, bevor wir das als Quatsch abtun?
Wahrscheinlich ist es so, dass ein ungefähr erdgroßer Planet mit großem Eisen-Nickel-Kern weder zu schnell noch zu langsam rotieren darf, damit er ein langanhaltendes stabiles Magnetfeld aufbauen kann, so wie die Erde.
(Die spannende Frage ist: Ist das so??)
Wegen der Drehimpulserhaltung müssen aber Planeten am Anfang/direkt nach der Entstehung sehr schnell rotiert haben. Wenn ein großer Mond da ist, der diese Rotation recht schnell und schon sehr früh auf ein gutes Maß reduziert, dann ist das gut für das Magnetfeld und auch gut für evtl. lebensfreundliche Bedingungen.
Dass die Venus sehr langsam und noch dazu retrograd rotiert muss m.M.n. einen ganz anderen Grund haben, evtl. ein ungünstiger Einschlag in der Frühzeit?

ralfkannenberg hat geschrieben:
8. Feb 2018, 09:32
unterschätz den Merkur nicht: der ist keineswegs die "Gluthölle", die man sich da immer vorstellt...
Ja, ich hab davon gehört. Interessant ist der Merkur allemal. Als besonders lebensfreundlichen Planeten würde ich ihn aber dennoch nicht sehen.
Fragt mal ATGC dazu... :)
Grüße
seeker


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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von ralfkannenberg » 8. Feb 2018, 12:29

seeker hat geschrieben:
8. Feb 2018, 12:18
Interessant ist der Merkur allemal. Als besonders lebensfreundlichen Planeten würde ich ihn aber dennoch nicht sehen.
:beer:


P.S. ich weiss, ich wiederhole mich ... - kommt erschwerend dazu, dass ich keinen Alkohol trinke.

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von seeker » 8. Feb 2018, 12:42

Hier noch zwei interessante Artikel zum lesen, zum Thema Magnetismus:

Die Magnetfelder der Planeten
https://www.mps.mpg.de/442677/17Die-Mag ... aneten.pdf

Planeten bei Zwergsternen: Rotation und Magnetfelder entscheiden über Lebensfreundlichkeit
https://www.weltraum-aktuell.de/index.p ... ndlichkeit

Aus diesem Artikel finde ich das hier interessant:
Da Zwergsterne nicht nur kleiner sind als die Sonne, sondern auch erheblich schwächer strahlen, liegt die lebensfreundliche Zone entsprechend näher bei ihnen. Planeten in diesem Bereich sind dadurch stärker Strahlungsausbrüchen ihres Sterns ausgesetzt – die zudem bei Zwergsternen häufiger und im Vergleich energiereicher sind als bei sonnenähnlichen Sternen. Dank ihres Magnetfelds ist die Erde von einer so genannten Magnetosphäre umhüllt, die sie vor schnellen, hoch energetischen Teilchen von der Sonne und aus den Weiten des Weltalls schützt. Vidotto und ihre Kollegen haben untersucht, ob ein solcher Schutzmechanismus auch bei erdähnlichen Planeten funktioniert, die einen Zwergstern umkreisen.

Dazu wählten die Astronomen 15 Zwergsterne, bei denen das Magnetfeld gut bekannt ist, und modellierten die Wechselwirkung zwischen den Magnetfeldern des Sterns und eines Planeten in der lebensfreundlichen Zone. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Magnetfeld von ähnlicher Stärke wie das irdische nicht ausreicht, um den Planeten zu schützen – der Planet müsste in diesem Fall seine Bahn weit außerhalb der lebensfreundlichen Zone ziehen, um eine große Magnetosphäre aufzubauen. Ausreichenden Schutz würden nur Magnetfelder bieten, die erheblich stärker wären als das der Erde, je nach Stern sogar mehrere tausend Mal stärker. Das Magnetfeld eines Zwergsterns hängt davon ab, wie schnell er rotiert – und seine Eigendrehung wiederum nimmt mit zunehmendem Alter ab. Ausreichend große Magnetosphären wären deshalb, so das Forscherteam, eher bei Planeten von älteren, langsam rotierenden Zwergsternen möglich.
(mit farblicher Hervorhebung)
Grüße
seeker


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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von ATGC » 8. Feb 2018, 13:35

Hallo seeker u.a.,
Fragt mal ATGC dazu ...
Na ja, dass in den Polregionen dorthin verbrachte Mikroben eventuell unter der Eisschicht in den Kraterböden überdauern können (sofern wenigstens zeitweise ein Auftauen erfolgt und geeignete Mineralien vorhanden sind, die eine Reproduktion des Stoffwechsels und der Zellbestandteile ermöglichen), will ich nicht in Abrede stellen, aber dass dort Leben hätte entstehen und sich dort längere Zeit hätte entwickeln können, würde ich doch ausschließen. Dafür sind die potentiell habitablen Bereiche doch zu klein und zu eintönig in der Rhythmik von Austrocknungen und Vernässungen.

Möglich auch, dass man in ferner Zukunft einmal eine unterirdische Wohnanlage errichtet, die sich über die Eisvorkommen mit Wasser versorgt, aber da es nicht so einfach ist, dort mit einer bemannten Mission hinzukommen, dürften bis dahin noch ein paar Hundert Jahre ins Land gehen, die man allerdings auf der Erde erst mal gut managen muss, damit die dafür notwendige wirtschaftliche und politische Stabilität nicht ins Rutschen kommt.

Kurz: Merkur ist ein interessantes Forschungsobjekt, aber aus astrobiologischer Sicht eher von nachrangigem Interesse.

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von Wotan » 8. Feb 2018, 13:36

Hallo,
Der Venuskern kann seine Wärme nur schlecht nach außen abgeben. Die Wärme müsste durch Konvektion vom Kern an die Kruste übertragenen werden, aber die Kruste ist bei der Venus 100 km dick und außerhalb der Kruste ist es ca. 500 Grad heiß. Wenn keine Wärme abgegeben wird dann gibt es auch keine Konvektionsströmung und somit kein Magnetfeld.
Bei der Erde ist die ozeanische Kruste nur 5 km dick und außerhalb der Kruste ist kaltes Wasser und die Kruste erneuert sich ständig. Da gibt es auch eine Konvektionsströmung, Plattentektonik und ein Magnetfeld.

Vergleich:
Venus-Kern :. #################### 500 Grad CO2
Erde-Kern. .: ……………………..…...# 0 Grad Wasser

# für Kruste
Grüße Wotan

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von ATGC » 8. Feb 2018, 13:43

Hallo Wotan,
Wenn keine Wärme abgegeben wird dann gibt es auch keine Konvektionsströmung und somit kein Magnetfeld.
Das verstehe ich nicht. Was hat die Bildung eines Magnetfelds mit der Konvektion des Silikatmantels zu tun? Das Magnetfeld entsteht doch durch Konvektion des äußeren flüssigen Nickel-Eisen-Kerns.

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von Wotan » 8. Feb 2018, 14:03

ATGC hat geschrieben:
8. Feb 2018, 13:43
... Das Magnetfeld entsteht doch durch Konvektion des äußeren flüssigen Nickel-Eisen-Kerns.
Hallo ATGC,
ja habe ich doch geschrieben
Wotan hat geschrieben:
8. Feb 2018, 13:36
.... Die Wärme müsste durch Konvektion vom Kern an die Kruste übertragenen werden,...
Das macht der flüssige Bereich Eisen-Nickel zwischen dem festen Kern und der Kruste.
Die Kruste isoliert nur nach außen, besonders wenn sie 100 km dick ist.
Grüße Wotan

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von ATGC » 8. Feb 2018, 14:09

Hallo Wotan,

zwischen dem flüssigen Eisen-Nickel-Kern und der Kruste ist aber noch ein mehrere Tausend Kilometer dicker Silikatmantel. Und der müsste ja dann genauso heiß sein wie der Nickel-Eisen-Kern. Da aber die Kruste ungefähr 750 Kelvin heiß ist, scheint das irgendwie nicht zu stimmen, denn der Kern dürfte ja in der Größenordnung von mindestens 3000 bis 4000 Kelvin heiß sein, oder?

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von Frank » 8. Feb 2018, 16:27

seeker hat geschrieben:
8. Feb 2018, 12:18
seeker hat geschrieben:Und bezüglich des Schutzes seiner Atmosphäre scheint ihm sein Magnetfeld auch wenig genützt zu haben.
Frank hat geschrieben:
8. Feb 2018, 09:03
???
Das habe ich jetzt nicht verstanden.
Na ja, der Merkur hat keine nennenswerte Atmosphäre, trotz Magnetfeld...
Ein Magnetfeld kann zumindest die Zusammensetzung einer Atmosphäre schützen, wenn nicht sogar das Fortgeblasen-werden, aber dazu muss der Himmelskörper auch groß genug sein.
Merkur ist das nicht. Also gehören Merkur-artige Planeten nicht zu den interessantesten Kandidaten bei der Lebenssuche, gleich ob sie ein ausgeprägtes Magnetfeld haben oder nicht.

Sorry du hattest vom Jupiter geredet.....
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von seeker » 8. Feb 2018, 17:04

Ich wollte damit nur ausdrücken, dass solwohl Jupiter als auch Merkur keine erdähnlichen Planeten sind...
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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von Wotan » 8. Feb 2018, 18:09

ATGC hat geschrieben:
8. Feb 2018, 14:09
... noch ein mehrere Tausend Kilometer dicker Silikatmantel. ...
Hallo ATGC,

Meinst Du mit „mehrere Tausend Kilometer dicker Silikatmantel ?
den Erdmantel ?
Auch im Erdmantel gibt es Konvektionsströme.

Ich möchte darstellen das die Isolierende Kruste bei der Venus wesentlich dicker ist {100 km} und die Außentemperatur deutlich höher ist somit die Temperaturdifferenz zum Kern geringer ist somit ist die treibende kraft für die Konvektion deutlich geringer. Die Kruste der Venus ist wohl überwiegend vulkanischer Herkunft. Da sollte man mal die Wärmeleitfähigkeit untersuchen im Vergleich zur Erdkruste.

Ganz vereinfacht dargestellt beschreibe ich das wie folgt:
Die Venus verhält sich wie eine Thermokanne mit 80 Grad heißer Flüssigkeit die sich in einem 80 Grad heißen Raum befindet, da passiert so gut wie nichts.
Grüße Wotan

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von ATGC » 8. Feb 2018, 20:33

Hallo Wotan,

auch die Venus hat einen Mantel von ähnlichen Dimensionen wie die Erde - also etwa 2500 bis 3000 km Dicke - der auf dem Kern aufliegt. Der Temperatur-Unterschied zwischen Kruste und Kern beträgt also mindestens 3000 Kelvin. Darum sollten eigentlich Konvektionen stattfinden, zumal es auf der Venus aktiven Vulkanismus gibt und eine Wärmeabgabe erfolgt.

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von seeker » 8. Feb 2018, 22:44

Hallo ATGC,

schau mal in den Link rein, den ich gesetzt hatte, dort wird es kurz erklärt:
Mars und Venus besitzen heute keinen
aktiven Dynamo, da wohl die Antriebs-
kräfte zu gering sind. Bei der Erde
ist der Gesteinsmantel noch recht
aktiv. Kalte Ozeanplatten tauchen
ab und heißes Mantelmaterial er-
reicht in so genannten Plumes und an
mittelozeanischen Rücken die Oberfläche.
Diese speziellen Formen der
Konvektion bilden die Elemente der
Plattentektonik. Sie lässt die Erde relativ schnell
abkühlen und treibt so den
Geodynamo an.
Bei Mars und Venus hingegen ist der
obere Mantel weitgehend erstarrt und
verhindert eine effektiv Abkühlung
der Planetenkerne. Zudem dürfte ihr
Inneres noch so heiß sein, dass kein
fester Kern ausfrieren konnte. Darum
stehen weder thermische noch
chemische Konvektion als Antrieb
für einen Dynamo zur Verfügung.
Durch jüngere Weltraummissionen
wissen wir jedoch, dass der Mars einmal
ein Magnetfeld besaß, dessen
Signatur in über 4 Milliarden Jahren
alten Krustengesteinen erhalten ist.
https://www.mps.mpg.de/442677/17Die-Mag ... aneten.pdf
Grüße
seeker


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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von Wotan » 9. Feb 2018, 07:08

Hallo ATGC,

In Planeten konkurrieren 2 Wärmetransportsysteme die Wärmeleitung und die Konvektion,
ist der Wärmestrom durch Wärmeleitung zu hoch dann reicht die Energie nicht für die Konvektionsbewegungen. Eisen und Nickel haben eine hohe Wärmeleitung. Wie es aussieht haben wir auf der Erde Wärmeleitung und Konvektion und auf der Venus nur Wärmeleitung.

Unterschiede zwischen Erde und Venus:
In der Venus sind die dicke Kruste 100 km {Erde 5 km} und die Temperatur auf der Kruste ca. 500 Grad {Erde ca. 0 Grad} suboptimal für eine Konvektion.


Schauen wir uns einmal das Temperaturgefälle vom Zentrum bis zur Oberfläche an:
Die Max Temperatur im Zentrum sei 100%
Der wesentliche unterschied ist die Kruste.
Schätzung Temperaturgefälle in der Erdkruste sei 2%
Die Kruste der Venus ist 20 mal dicker schätzen wir mal 40%

Erde Temperaturabfall vom Kern bis zur Kruste durch Wärmeleitung 60% und Konvektion 38%
Venus Temperaturabfall vom Kern bis zur Kruste durch Wärmeleitung 60% und Konvektion 0%

{Das soll keine genaue Berechnung sein sondern nur den Unterschied zeigen. Die 2% für die Erdkruste entsprächen 120 Grad ist vielleicht etwas wenig. Also Zahlen frei geschätzt und zur Diskussion gestellt.}


Auf der Erde taucht an einigen Stellen die ozeanische Kruste unter die kontinentale Kruste. Das kühlt den Erdmantel und ist ein Grund für Vulkanismus auf der Erde. Der Erneuerungs-Kreislauf der ozeanischen Kruste ist auch eine folge der Konvektionsbewegung.
Grüße Wotan

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von ATGC » 9. Feb 2018, 08:40

Hallo seeker und Wotan,

ich bin in den nächsten Tagen nicht online, aber ich werde mich mal in der Literatur kundig machen. Irgendwas scheint da nicht zu stimmen.

Bis später also.

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von Frank » 9. Feb 2018, 12:51

Jetzt müssen wir aber aufpassen, dass nicht die Konjunktive mal wieder die Oberhand übernehmen.
Auch die Lithosphäre könnte, wie durch Gravitationsfeld-Messungen der Venussonde Magellan nahegelegt wurde, wesentlich dicker als die der Erde sein. Auf dieser Überlegung beruht auch die Erklärung dafür, dass es auf der Venus keine Plattentektonik wie auf der Erde gibt, sowie die Hypothese, dass sich die Venusoberfläche stattdessen in einem langperiodischen Rhythmus durch massive globale Vulkanaktivitäten erneuert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Venus_(Planet)

Hier geht es um Hypothesen und noch gibt es nur Vermutungen/Indizien, dass die Lithosphäre der Venus viel dicker sein könnte, als die der Erde.

Ich denke hier sind noch wesentlich mehr Faktoren im Spiel.
Auch das die Venus einen viel größeren Anteil an leichten Elementen hat, wie die Erde. Normalerweise müsste es genau umgekehrt sein.
Das führt uns aber wieder zur Theia Hypothese(die aber mittlerweile ganz gut gestüzt wird.)
https://de.wikipedia.org/wiki/Theia_(Protoplanet)

Wir müssen einfach mal vielmehr zu den Planeten fliegen, vieleicht auch mal mit Sonden darauf landen. (Was bei der Venus interessant werden dürfte... :mrgreen: )Seismische Messungen vornehmen und dann wissen wir bestimmt mehr.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von seeker » 9. Feb 2018, 18:14

So weit ich weiß hält man es inzwischen für plausibel, dass solche Theia-Ereignisse alle Planeten des Sonnensystems erlebt haben.
Die Theorie zur Entstehung des Sonnensystems besagt dann, dass überall zunächst Protoplaneten entstanden sind, oft auch auf derselben Umlaufbahn in den Lagrange-Punkten und dass die dann zusammengekracht sind, und so sind dann die heutigen Planeten in der heutigen Größe entstanden (meist sind also die Planeten sogar aus mehr als zwei Protoplaneten entstanden).
Wenn das auch der Venus passiert ist, dann könnte das ihre seltsame Rotation plausibel erklären: sie hatte halt "Pech" bei den Aufschagswinkeln.
Was mir dann aber seltsam vorkommt: Warum hat dann nur die Erde einen so großen Eisen-Nickel Kern erhalten, nicht aber die Venus?
War das Theia-Ereignis vielleicht sogar in Anbetracht der damaligen Normalität von Protoplanetenkollisionen ein außergewöhnliches Ereignis?
Stammt Theia oder auch die Proto-Erde vielleicht gar nicht von der Umlaufbahn wo wir die Erde heute vorfinden?

Es gibt ja auch noch die Hypthesen, die einen in der Frühzeit durchs Sonnensystem migrierenden Jupiter vermuten, der das damalige Sonnensystem gehörig durcheinander gebracht haben dürfte...
Grüße
seeker


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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von Hansen » 10. Feb 2018, 15:18

Ich frage mich warum die Debatte sich hier um den Merkur dreht und nicht um die Sonnensysteme der Milchstraße.
Es gibt ca 100 Milliarden Sonnensysteme http://www.astronews.com/frag/antworten ... e3098.html

Die interessanteste Frage der Intelligenten Lebens ist was wäre wenn sie uns entdecken?

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von ATGC » 13. Feb 2018, 15:19

Hallo alle miteinander,

ich bin heute wieder online und habe mich mal umgesehen, warum die Venus kein Magnetfeld haben könnte. Die dickere Kruste und der damit verbundene geringere Abkühlungseffekt spielt nur eine sekundäre Rolle. Die primäre Rolle spielt offenbar die zu langsame Eigenrotation, die dadurch nicht die nötige Scherbewegung auslöst, die bei einer Konvektion von Kernmaterial das Magnetfeld induziert. Das bedeutet: Selbst bei einer dünneren Kruste würde kein planetares Magnetfeld entstehen, weil die Konvektionsströme ortsfest blieben und somit die Magnetfeldlinien "eingefroren" wären.

Da sich die Erde relativ schnell um sich selbst dreht, werden die Konvektionsströme "abgeknickt" und induzieren damit das Magnetfeld. Der Mond trägt seinerseits dazu bei, dass sich die Konvektionsströme verformen. Beim Mars haben wir zwar eine rasche Eigenrotation, aber hier ist offenbar der Kern bereits eingefroren, so dass es dort keine Konvektionsströme mehr gibt, die ein planetares Magnetfeld induzieren könnten. Wieder was gelernt ... :)

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von ATGC » 13. Feb 2018, 15:23

Hallo Hansen,
Die interessanteste Frage der Intelligenten Lebens ist was wäre wenn sie uns entdecken?
Da zu erwarten ist, dass sie weit weg sind, dürften hier keine Abgesandten in Persona eintreffen, sondern allenfalls der Versuch einer Kontaktaufnahme mittels Radiowellen oder optischen Signalen unternommen werden. Und da die Chancen nicht schlecht stehen, dass wir das nicht mitbekommen, bleibt auch das weitestgehend folgenlos für unser alltägliches Dasein auf der Erde. So zumindest meine Erwartung diesbezüglich.

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von Dares » 16. Feb 2018, 19:33

Hallo liebes Forum,
sorry, aber ich habe jetzt mal so eben nicht alle Beiträge in diesem Thread gelesen sodern nur mal eben überflogen, sorry.

Ich möchte aber trotzdem mal eine Frage stellen bei welcher es oft Mißverständnisse in dem Zusammenhang gibt:
Wer oder was sind Aliens? Der Threadstarter Frank beschränkt sich hierbei auf sagenwirmal intelligentes Leben wie wir,
andere User bezeichnen auch nur generell ausseridisches Leben als Aliens wie z.B. Mikroben etc. oder Würmer.
Wo kann man da unterscheiden was man vlt. sollte? wenn man den Begriff Aliens benutzt?

Aber um beim Thema zu bleiben befürchte ich, dass es keine Aliens als intelligentes Leben gibt so wie wir es verstehen.
Ich bezweifele nicht, dass ausseridische Intelligenzen entstanden sind, aber dann vor langer Zeit und wenn dann sind sie
bereits ausgestorben falls sich überhaupt sowas entwickeln kann was Raumfahrt betreibt.
Schaut euch doch mal die Erde an: eigendlich ein lebensfeindlicher Ort und wenn vor 65 Mio Jahren kein Asteroid bei uns
eingeschlagen wäre dann gäbe es die Dinos immer noch oder Säbelzahntiger hätten die Dinosaurier abgelöst.

Ich finde es immer etwas problematisch wenn man die Drake-Gleichung für einige Hirngespinste zurate zieht wenn
die Unwägbarkeiten welche in derselbigen nicht berücksichtigt sind. Dahingehend würde ich sagen, dass es kein
intelligentes Leben gibt ausser uns selbst sofern wir intelligent sind.

Das wäre mal zu überlegen ob es nur ein Zufall ist.?


Freundliche Grüsse

Dares

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von Frank » 16. Feb 2018, 20:16

Dares hat geschrieben:
16. Feb 2018, 19:33

Ich möchte aber trotzdem mal eine Frage stellen bei welcher es oft Mißverständnisse in dem Zusammenhang gibt:
Wer oder was sind Aliens? Der Threadstarter Frank beschränkt sich hierbei auf sagenwirmal intelligentes Leben wie wir,
andere User bezeichnen auch nur generell ausseridisches Leben als Aliens wie z.B. Mikroben etc. oder Würmer.
Wo kann man da unterscheiden was man vlt. sollte? wenn man den Begriff Aliens benutzt?
Nach meinem Empfinde sind Aliens Wesen, die darüber sprechen, was ein anderes Lebewesen so macht.
Ergo Leben wie wir Menschen.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von Dares » 16. Feb 2018, 21:26

Frank hat geschrieben:
16. Feb 2018, 20:16
Dares hat geschrieben:
16. Feb 2018, 19:33

Ich möchte aber trotzdem mal eine Frage stellen bei welcher es oft Mißverständnisse in dem Zusammenhang gibt:
Wer oder was sind Aliens? Der Threadstarter Frank beschränkt sich hierbei auf sagenwirmal intelligentes Leben wie wir,
andere User bezeichnen auch nur generell ausseridisches Leben als Aliens wie z.B. Mikroben etc. oder Würmer.
Wo kann man da unterscheiden was man vlt. sollte? wenn man den Begriff Aliens benutzt?
Nach meinem Empfinde sind Aliens Wesen, die darüber sprechen, was ein anderes Lebewesen so macht.
Ergo Leben wie wir Menschen.
Das sehe ich auch so. Aber in Mainsteams oder manchmal auch hier werden Mikroben und etc. öfter als Aliens verkauft.
Da entstehen leider öfter Missverständnisse.

Aber trotzdem nochmal halte ich die Wahrschlichkeit dass wir mal einem ebenbürtigen Wesen aus dem All begegnen werden für
ziemlich gering. Ich hatte oben nochmal dazu geschrieben warum ich das so meine. Immerhin können wir nicht davon ausgehen
dass alle entdeckten Exoplaneten die gleiche Entwicklung genommen haben und diese dann zufallsmässig von den Dinosauriern
befreit wurden und etc. Und wenn es Aliens geben sollte, dann sind diese hausgemacht.............?

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Re: Wie viele Aliens gibt es in der Milchstraße?

Beitrag von Frank » 17. Feb 2018, 17:37

Dares hat geschrieben:
16. Feb 2018, 21:26
[Das sehe ich auch so. Aber in Mainsteams oder manchmal auch hier werden Mikroben und etc. öfter als Aliens verkauft.
Da entstehen leider öfter Missverständnisse.
Das glaube ich eher nicht, denn im Zusammenhang mit Mikroben , oder ähnlichem geht es in der Regel um außerirdisches Leben. Der Begriff Aliens wird eher für Wesen verwendet, die mit uns vergleichbar sind, oder auch in Konkurenz treten können.

Wikipedia meint dazu, dass alles, was extraterrestrisch ist, auch Aliens sind.
Außerirdisches Leben ist eine Bezeichnung für Lebensformen, die auf der Erde weder beheimatet noch entstanden sind.Der Begriff deckt alle möglicherweise existierenden Arten und Erscheinungsformen von Leben nichtirdischer Herkunft ab, von einfachsten biologischen Systemen (z. B. Mikrosphären, Prionen, Viren und Prokaryoten) über pflanzen- und tierartiges Leben bis hin zu Lebensformen, deren Komplexität die des Menschen weit übersteigen könnte. Ein außerirdisches Wesen wird auch kurz Außerirdischer oder nach der englischen Bezeichnung Alien (deutsch Fremdling) genannt. Das Adjektiv außerirdisch ist gleichbedeutend mit dem Fremdwort extraterrestrisch.
https://de.wikipedia.org/wiki/Außerirdisches_Leben

Ist wohl auch plauslibler. Ich bin da wahrscheinlich zu sehr von diversen Filmen beeinflusst...…….
Dares hat geschrieben:
16. Feb 2018, 21:26

Und wenn es Aliens geben sollte, dann sind diese hausgemacht.............?
Ja, was sollen denn die Aliens sonst sein, wenn es sie gibt ? :mrgreen:
Mit freundlichen Grüßen

Frank

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