Der Urknall: Ein modernes Märchen?

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Re: Der Urknall: Ein modernes Märchen?

Beitragvon tomS » 10. Mai 2012, 19:53

ich - wenn weiter diskutiert wird ;-)
Gruß
Tom

Er muss sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.
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Re: Der Urknall: Ein modernes Märchen?

Beitragvon gravi » 11. Mai 2012, 19:01

Na, dann hau mal rein :wink:

Gruß
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Re: Der Urknall: Ein modernes Märchen?

Beitragvon Helium2 » 8. Aug 2012, 08:09

Josten hat geschrieben:Der angebliche Urknall ist nicht mehr als ein modernes Märchen, mit dem die Unendlichkeit des Alls besiegt werden soll. Es einnert an Rotkäppchen, das mit Hilfe eines Jägers den bösen Wolf erlegt. Nun schaden Märchen im allgemeinen nicht, aber bedauerlich bleibt, dass viele leichtgläubige Menschen solche Märchen für bare Münze nehmen und sie für ein wissenschaftliches Ergebnis halten. En passant werden sie auch noch den göttlichen Schöpfer des Alls los, schlagen also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Eigenlich war Abbe Georges Lemaitre noch cleverer. Er hat den Schöpfer nämlich nicht im vorrüberziehen gleich mit beseitigt, sondern er gab der Kirche genau den Spielraum für einen Schöpfer, den sie benötigte und den sie durch die Urknallhypothese auch bekam. Der Auslöser für den Urknall war damals wie heute rein spekulativer Natur und genau da klinkte die Kirche Gott ein. Gott war der Auslöser und somit der Schöpfer. Lemaitre soll sich zwar laut Aussagen über diese Darstellung der Kirche geärgert haben, doch ich denke, dass er eher damit sehr zufrieden war. Die Vergangenheit zeigte mehrmals, was die Kirche mit Wissenschaftlern machte, die an ihrem Fundament rüttelten. Lemaitre bekräftigte sogar das Fundament der Kirche durch seine Hypothese.
Der Urknall wurde übrigens von Chris Wolker erst kürzlich durch die ens-These widerlegt. Er stellt eine komplette Gegenthese auf, die sich von der Quantenfelstheorie herleiten lässt. Ich bin bereits zum Wolkerianer mutiert :-)
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Re: Der Urknall: Ein modernes Märchen?

Beitragvon rick » 8. Aug 2012, 09:11

Helium2 hat geschrieben:Der Urknall wurde übrigens von Chris Wolker erst kürzlich durch die ens-These widerlegt. Er stellt eine komplette Gegenthese auf, die sich von der Quantenfelstheorie herleiten lässt. Ich bin bereits zum Wolkerianer mutiert :-)

Soso widerlegt. Hab eben mal nach dem Typen gegoogelt. Ich finde es echt traurig, dass sich manche Menschen an der Unwissenheit von großen Teilen der Bevölkerung gegenüber naturwisschaftlichen Sachverhalten, so bereichern können. Ich muss das Buch noch nicht mal kaufen. Da reichen schon einige Forenbeiträge von den Typen, um sehen das der von einer Sorte ist, die das ausnutzen.
Was dich an geht, gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder du bist tatsächlich auf den Typen reingefallen und hast 20+ Euro verbrannt. Oder du bist selbst der Typ und versuchst hier Werbung für dein Buch zu machen.
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Re: Der Urknall: Ein modernes Märchen?

Beitragvon Helium2 » 8. Aug 2012, 09:43

rick hat geschrieben:
Helium2 hat geschrieben:Der Urknall wurde übrigens von Chris Wolker erst kürzlich durch die ens-These widerlegt. Er stellt eine komplette Gegenthese auf, die sich von der Quantenfelstheorie herleiten lässt. Ich bin bereits zum Wolkerianer mutiert :-)

Was dich an geht, gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder du bist tatsächlich auf den Typen reingefallen und hast 20+ Euro verbrannt. Oder du bist selbst der Typ und versuchst hier Werbung für dein Buch zu machen.


Es waren "nur" 7,77€. Und nein, ich bin definitiv nicht Chris Wolker. Dein Urteil finde ich zudem etwas voreilig, um es mal ganz sachte zu sagen. Es gibt inzwischen mehrere hochkarätige Forscherteams, die einerseits danach suchen, was vor dem Urknall war und andererseits solche, die nach völlig neuen Alternativen suchen. Die Frage, was vor dem Urknall war, war vor wenigen Jahren noch völlig undiskutabel. Wolkers Ansatz über die Quantenfeldfeldtheorie ist für mich auf jeden Fall weitaus plausibler, als die Urknallhypothese. Warten wir ab, was sich diesbezüglich in der nächsten Zeit tut.
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Re: Der Urknall: Ein modernes Märchen?

Beitragvon rick » 8. Aug 2012, 10:12

Ich hab den erst besten Amazon.de Preis dafür genommen, nun gut. Du weiß, das Chris Wolker nur ein Pseudonym für diesen Crackpot Ryan Elbwood (http://www.xing.com/profile/Ryan_Elbwood) ist? Der hat keine wissenschaftlichen Referenzen, kein Paper (zumindst hab ich keins auf Google gefunden) und seine Theorie wurde in einen Sachbuch (Das "extra" für Laien geschrieben ist und somit "extra" fast ohne Mathematik auskommt) in einen öminösen Verlag veröffentlicht, welcher noch andere Werke zweifelhaften Inhalts herausgibt. *Edit* Anscheinend ist lulu nur eine Vermarktungsseite, der Verlag in dem das Buch veröffentlicht wurde, ist sein eigener... -.- */edit*. Seine Theorie wurde (nach meinen Wissen) in keinen anerkannten Paper veröffentlicht und hat somit keine Substanz für mich.

*edit2* Ryan Elbwood ist wieder nur ein Pseudonym- jetzt wirds interessant. Anscheinend steckt da ein gewisser Horst Kaltenhäuser dahinter.
Hier die Wikidiskussion zur Löschung der wahrscheinlich selbst erstellten Wiki-Seite: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/28._Juli_2012#Horst_Kaltenhauser
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Re: Der Urknall: Ein modernes Märchen?

Beitragvon Hawkwind » 8. Aug 2012, 10:28

Helium2 hat geschrieben:Der Urknall wurde übrigens von Chris Wolker erst kürzlich durch die ens-These widerlegt. Er stellt eine komplette Gegenthese auf, die sich von der Quantenfelstheorie herleiten lässt. Ich bin bereits zum Wolkerianer mutiert :-)


Es gibt doch etliche Beobachtungen, welche die Urknallhypothese sehr, sehr nahelegen. v.a. die beobachteten Rotverschiebungen weit entfernter Objekte sind ein Hinweis darauf, dass alles auseinanderfliegt und früher also mal sehr dicht beisammen gewesen sein muss. Dazu kommt die hier bereits erwähnte Beobachtung der Hintergrundstrahlung, etc..

Wie kann man Beobachtungen überhaupt durch irgendwelche "Thesen" widerlegen?
So "funktioniert" Physik nicht; das Ziel ist es, Beobachtungen zu erklären!

Der "Quantenfelstheorie" würde ich eh nicht vertrauen. :)

Gruss,
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Re: Der Urknall: Ein modernes Märchen?

Beitragvon Helium2 » 8. Aug 2012, 11:10

Helium2 hat geschrieben:Der Urknall wurde übrigens von Chris Wolker erst kürzlich durch die ens-These widerlegt. Er stellt eine komplette Gegenthese auf, die sich von der Quantenfelstheorie herleiten lässt. Ich bin bereits zum Wolkerianer mutiert :-)


Hawkwind hat geschrieben:Es gibt doch etliche Beobachtungen, welche die Urknallhypothese sehr, sehr nahelegen. v.a. die beobachteten Rotverschiebungen weit entfernter Objekte sind ein Hinweis darauf, dass alles auseinanderfliegt und früher also mal sehr dicht beisammen gewesen sein muss. Dazu kommt die hier bereits erwähnte Beobachtung der Hintergrundstrahlung, etc..
Wie kann man Beobachtungen überhaupt durch irgendwelche "Thesen" widerlegen?
So "funktioniert" Physik nicht; das Ziel ist es, Beobachtungen zu erklären!


Hallo Hawkwing,
natürlich wird in dem Buch ausführlich auf die Rotverschiebung eingegangen. Mit der 3K Hintergrundstrahlung gibt es auch keine Probleme, ebenfalls in diesem Zusammenhang nicht mit den 1a Standardkerzen, die für mich immer der beste Indiz für den Urknall waren. Der Urknall wurde nie beobachtet, sondern die Beobachtungen wurden so interpretiert, dass es auf einen Urknall hindeutete. Die ens-These deutet die Beobachtungen durch neue Fragen anders und bezieht sich bei der Beweisführung genau darauf, nämlich auf Beobachtungen. Die Beobachtungen werden also nicht widerlegt, sondern aus einer neuen Sichtweise interpretiert. Diese neue Sicht kann viele Beobachtungen erklären, bei denen der Urknall versagt. Ich werde dieses Thema jedoch vorerst beenden, da ich nicht Chris Wolker- sondern nur von der ens-These zumindest momentan sehr angetan bin. Nach lex parsimoniae ist die These für mich jedoch ganz klar favorisierend im Vergleich zur Urknallhypothese. Sei mir nicht böse, wenn ich auf weitere Fragen dazu nicht mehr eingehe. Ich will hier ehrlich nicht den Eindruck hinterlassen, als ob ich für das Buch werben wöllte, darum werde ich mich zukünftig nicht mehr darauf beziehen.


Hawkwind hat geschrieben:Der "Quantenfelstheorie" würde ich eh nicht vertrauen. :)
[/quote]

Beste Grüße

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Re: Der Urknall: Ein modernes Märchen?

Beitragvon Hawkwind » 8. Aug 2012, 11:29

Hallo Helium2,

hier meldet sich der Autor selbst zu Worte:
http://www.xing.com/net/metaphysics/04- ... r-41341029

bezeichnenderweise in der Rubrik "Metaphysik".

... Ich fand durch das Schreiben dieses Sachbuches zudem auf sehr seltsame Weise zu Gott und vereinte dadurch alle Religionen und Wissenschaften, ...
Ich schrieb das Buch für die breite Allgemeinheit. Somit sind kaum Formeln darin, sondern vielmehr erklärende Zeichnungen und Bilder. ...
Auch ohne meine speziellen Fähigkeiten aus der Spielentwicklung, wie etwa Logik und Kreativität hätte ich das Buch niemals schreiben können. ...
In direktem Zusammenhang gehe ich im letzten Fünftel des Buches auch auf Zeit, Exo-Biologie, Prä-Astronautik, Ufos und andere Phänomene ein. ...


Das reicht mir schon. :(
Seriöse Arbeiten publiziert man in Fachjournalen; populärwissenschaftliche Darstellungen können dann ggf. später folgen, falls interessant genug. Cranks umgehen das und schreiben gleich für die Allgemeinheit. Das hier ist einfach "Perry-Rhodan-Niveau".
Wahrscheinlich ist "Wolker" klug genug zu erkennen, dass er sowieso keine Chance hatte, die Qualitätskontrollen eines Journals zu überstehen.

In der Physik geht es nun einmal auch um Zahlen und Formeln, d.h. Vorhersagen quantitativer Natur.
Wer das weglässt, hat's nicht begriffen (oder ignoriert es bewusst, um bei gutgläubigen Lesern ein paar Euros abzukassieren).

Sorry für mein hartes Urteil,
Hawkwind

___
Woher soll er überhaupt etwas von Quantenfeldtheorien wissen? Er ist Spieleprogrammierer, macht Trainigs für Gruppen am Wochenende, was auch immer!
Ein normaler Mensch wie Unsereiner braucht dafür ein abgeschlossenes Studium der Physik und mindestens 1-2 Jahre Spezialisierung. Der macht das natürlich alles "mit links".
Hawkwind
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