Geht's auch ohne Urknall? Lichtermüdung und statisches Universum - Stand 2015 | Josef M. Gaßner

Basisforum, in dem immer wieder spannende Themen wie Urknall, schwarze Löcher, Quantenphysik usw. auf Einsteiger-Niveau als kurze Artikel vorgestellt und diskutiert werden
Benutzeravatar
ralfkannenberg
wohnt hier!
wohnt hier!
Beiträge: 433
Registriert: 13. Jan 2017, 10:00

Re: Der heiße Brei

Beitrag von ralfkannenberg » 9. Mai 2017, 00:31

Luckhurst hat geschrieben:
9. Mai 2017, 00:29
ralfkannenberg hat geschrieben:
9. Mai 2017, 00:26
Ich will die Voraussetzungen genannt bekommen, die Sie für Ihre Formel verwenden, damit alle vom selben sprechen.
Die Voraussetzung für meine Formel ist dass die Hälfte von der Hälfte 1·½·½=¼ ist, und nicht 1-½-½=0.
Ihr privater Disput mit dem astronews-User Mac interessieren hier nicht. Und schweifen Sie nicht ab: Sie haben die Voraussetzungen hinreichend genau genannt, zumal ich sie noch ergänzt habe.

Luckhurst
Rookie
Beiträge: 41
Registriert: 19. Feb 2017, 11:13

Punkt- und Strichrechnungen

Beitrag von Luckhurst » 9. Mai 2017, 00:33

Diese Voraussetzung gilt in jedem Disput.

Benutzeravatar
ralfkannenberg
wohnt hier!
wohnt hier!
Beiträge: 433
Registriert: 13. Jan 2017, 10:00

Re: Punkt- und Strichrechnungen

Beitrag von ralfkannenberg » 9. Mai 2017, 00:41

Luckhurst hat geschrieben:
9. Mai 2017, 00:33
Diese Voraussetzung gilt in jedem Disput.
Stimmt: Sie sind ja der, der nicht weiss, wie Modulo-Rechnung funktioniert. Dann setzen Sie mit Vorteil solche Trivialitäten auch voraus.

Skeltek
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 2740
Registriert: 25. Mär 2008, 23:51

Re: Geht's auch ohne Urknall? Lichtermüdung und statisches Universum - Stand 2015 | Josef M. Gaßner

Beitrag von Skeltek » 9. Mai 2017, 00:48

Frank hat geschrieben:
8. Mai 2017, 09:41
Skeltek hat geschrieben:
6. Mai 2017, 10:43
Wenn ich die Argumentation im ersten Video anhöre wird mir schlecht.
Was mir echt in diesem Forum so langsam auf den Senkel geht, ist diese arrogante Art, sich über eine Sache zu äußern.(Wie bei dem Lesch Video zuletzt)
Mir wird auch bei eigenen Beiträgen manchmal schlecht, wenn ich erkenne, dass ich aus was für Gründen auch immer "völlig daneben" lag. Ich mach da zwischen mir und anderen keinen Unterschied...
Der Mann ist in vielen Gebieten höchst kompetent, da kann man auch mal die wenigen Fehler bemängeln denke ich.
Pippen hat geschrieben:
6. Mai 2017, 16:08
Skeltek hat geschrieben:
6. Mai 2017, 16:04
Wie oben betont halte ich von dem Gedanken der Lichtermüdung nicht sonderlich viel, allerdings wäre es nett, wenn man die letzten 0,05% Restwahrscheinlichkeit von dem Ganzen nochmal experimentiel ausschließen könnte.
Wie müßte so ein "wasserdichtes" Experiment deiner Meinung nach aussehen?
Mann könnte z.B. eine Sonde aufstellen, welche sofort beim Empfang eines x Sekunden andauernden Gammablitzes selbst einen Lichtimpuls aussendet und man diese Lichtimpulse parallel eine Weile fliegen lässt und schaut ob sie gleichzeitig an einem dritten Punkt ankommen; vorher noch die Phasendifferenz ermitteln, da der Lichtimpuls der Sonde kausal bedingt einige Nanosekunden hinterher hinken könnte, da erst kurz nach Empfang ausgesendet.
Das wäre nur ein rein formales Experiment, es ist nicht zu erwarten, dass da was neues an Erkentnissen herum kommt. Wurde so einfach noch nie durchgeführt.
deltaxp hat geschrieben:
8. Mai 2017, 13:50
Skeltek hat geschrieben:
6. Mai 2017, 10:43
Lichtermüdung würde den "spektralen Fingerabdruck" eines Schwarzstrahlers nicht verändern, sie wäre einfach nur nicht in der Lage die initiale Frequenzverteilung zu erklären..
elemktromagnetische Wechselwirkung ist i.a. frequenzabhängig. wie unser blauer tageshimmel und die roten sonnenuntergänge beispielsweise zeigen. damit würde sich sehr wohl ein ursprüngliches Spektrum (welcher gestallt auch immer) ändern vor und nach der ww. wenn jetzt zb blaue Anteile stärker ww als rote und aus den blauen photonen dann mehrer rote werden durch die ww, hats da der ww einen relativ höheren Anteil an roten photonen als an blauen wie vor eine ww. das ändert also nicht nur Mittelwert , sondern auch Verteilung.
Ja, schon. Aber wenn du eine Mischung hast mit z.B. den Frequenzen 300, 500 und 900, dann kommt bei einer halbierung der Frequenzen 150, 250 und 450 heraus. Das Frequenzverhältnis von 3:5:9 wird ja nicht zwangsläufig verändert bei der Rotverschiebung durch Expansion oder "Lichtermüdung".
Hat man eine bestimmte Kurven-Verteilung der Lichtintensitäten auf den verschiedenen Frequenzbereichen, dann bleibt zumindest die "Form" der Kurve dieselbe.
Gassner äußerte sich z.b. dahingehend, dass "Lichtermüdung" diese Funktionskurve ändern würde, was so jetzt aber nicht stimmt. Was gestimmt hätte wäre, dass ein statisches Universum mit Lichtermüdung eine Anfangsverteilung der Frequenzen nicht gut erklären kann.
Das ist wie ein Ei zu kochen:
Ein Ei zu kochen verändert seine Form nicht, das Problem ist das fehlende Huhn und nicht das Wasser!
deltaxp hat geschrieben:
8. Mai 2017, 13:58
und ich bin mir sicher, dass gassner den lieben Harald bereits auf die fehler hingewiesen hat.
Dem Harald hab ich auch schon Kleinigkeiten unter dem Video bemängelt ;)
Gassner finde ich gut weil er relativ offen ist, die Videos sind auch oft recht gut, aber bei dem einen hat er sich mehrfach ziemlich vergriffen, was wohl vermutlich am Zeitmangel liegt - sowas vorzubereiten ist oft recht zeitaufwändig.
Bei dem Video dürfte der Aufwand aber dachte ich nicht lohnen, vermutlich wurde hier eine "vereinfachte" Erklärung aus stilistischen Gründen bevorzugt.
Die plausibelste Erklaerung jedes hinreichend komplizierten Systems ist falsch

Unentscheidbarkeit für Dummies: Dieser Satz ist wahr
oder
Diese Menge hat zwei Elemente: A und B

Luckhurst
Rookie
Beiträge: 41
Registriert: 19. Feb 2017, 11:13

Re: Punkt- und Strichrechnungen

Beitrag von Luckhurst » 9. Mai 2017, 00:49

ralfkannenberg hat geschrieben:
9. Mai 2017, 00:18
Aufgrund vorgenannter Forschung liegt die Vermutung nahe, dass diese nicht für den hoch-kosmologischen Fall gültig ist.
Ach so? Soweit ich weiß ist die Last Scattering Surface ja das Entfernteste was wir überhaupt sehen können (d=45e9Lj), und die sieht doch ziemlich homogen und isotrop aus.
ralfkannenberg hat geschrieben:
9. Mai 2017, 00:30
Dann schauen Sie nochmal hier nach. Ist es erforderlich, auch den konkreten Absatz zitieren, oder schaffen Sie das selber ?
Da wird keine Forschung verlinkt, also zitier mal lieber, wenn du es schon nicht in eigenen Worten nacherzählen kannst.
ralfkannenberg hat geschrieben:
9. Mai 2017, 00:41
Stimmt: Sie sind ja der, der nicht weiss, wie Modulo-Rechnung funktioniert.
Wo steht dass ich das nicht weiß?

Herr5Senf
Rookie
Beiträge: 42
Registriert: 3. Mär 2017, 20:46

Re: Punkt- und Strichrechnungen

Beitrag von Herr5Senf » 9. Mai 2017, 01:17

Luckhurst hat geschrieben:
9. Mai 2017, 00:49
... Wo steht dass ich das nicht weiß?

Na ja, wer zwei unterschiedliche "r" nicht unterscheiden kann ;? ;i

Luckhurst
Rookie
Beiträge: 41
Registriert: 19. Feb 2017, 11:13

more of the same

Beitrag von Luckhurst » 9. Mai 2017, 02:16

ralfkannenberg hat geschrieben:
9. Mai 2017, 00:41
Stimmt: Sie sind ja der, der nicht weiss, wie Modulo-Rechnung funktioniert.
Luckhurst hat geschrieben:
9. Mai 2017, 00:49
Wo steht dass ich das nicht weiß?
Herr5Senf hat geschrieben:
9. Mai 2017, 01:17
Na ja, wer zwei unterschiedliche "r" nicht unterscheiden kann :lololol:
Wo steht dass ich das nicht kann?

Benutzeravatar
tomS
Administrator
Administrator
Beiträge: 8404
Registriert: 19. Nov 2007, 20:29
Wohnort: Nürnberg

Re: Punkt- und Strichrechnungen

Beitrag von tomS » 9. Mai 2017, 07:06

Luckhurst hat geschrieben:
9. Mai 2017, 00:49
Soweit ich weiß ist die Last Scattering Surface ja das Entfernteste was wir überhaupt sehen können (d=45e9Lj), und die sieht doch ziemlich homogen und isotrop aus.
Die CMB ist nicht perfekt isotrop: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Cosmic_ ... rumExt.svg
Gruß
Tom

Er muss sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.

Luckhurst
Rookie
Beiträge: 41
Registriert: 19. Feb 2017, 11:13

not an argument

Beitrag von Luckhurst » 9. Mai 2017, 07:36

Luckhurst ↑ hat geschrieben:Die sieht doch ziemlich homogen und isotrop aus.
tomS ↑ hat geschrieben:Die CMB ist nicht perfekt isotrop: en.wikipedia.org/wiki/Cosmic_microwave_background
Laut dem von dir verlinkten Artikel isotrop genug um das auch von mir verwendete ΛCDM-Modell zu favorisieren:
Wikipedia (CMB) ↑ hat geschrieben:The high degree of uniformity throughout the observable universe and its faint but measured anisotropy lend strong support for the Big Bang model in general and the ΛCDM ("Lambda Cold Dark Matter") model in particular. Moreover, the fluctuations are coherent on angular scales that are larger than the apparent cosmological horizon at recombination.
Was man übrigens schon an der y-Achse in dem von dir verlinkten Plot ablesen kann. Im dazugehörigen Artikel lesen wir weiters:
Wikipedia (ΛCDM) ↑ hat geschrieben:On a large-enough scale, the universe looks the same in all directions (isotropy) and from every location (homogeneity).
Ich sehe daher keinen Grund im hochkosmologischen Bereich irgendeine andere Formel zu verwenden als die umstrittene Faktorisierung.
ralfkannenberg ↑ hat geschrieben:Ich will die Voraussetzungen genannt bekommen, die Sie für Ihre Formel verwenden, damit alle vom selben sprechen.
Die Voraussetzung ist dass die für die Vermessung des Universums zuständigen Satelliten keinen Mist gemessen haben.

Benutzeravatar
ralfkannenberg
wohnt hier!
wohnt hier!
Beiträge: 433
Registriert: 13. Jan 2017, 10:00

Re: not an argument

Beitrag von ralfkannenberg » 9. Mai 2017, 10:36

Luckhurst hat geschrieben:
9. Mai 2017, 07:36
Laut dem von dir verlinkten Artikel isotrop genug um das auch von mir verwendete ΛCDM-Modell zu favorisieren:
Wikipedia (CMB) ↑ hat geschrieben:The high degree of uniformity throughout the observable universe and its faint but measured anisotropy lend strong support for the Big Bang model in general and the ΛCDM ("Lambda Cold Dark Matter") model in particular. Moreover, the fluctuations are coherent on angular scales that are larger than the apparent cosmological horizon at recombination.
Leider ist unschwer zu erkennen, dass Sie das Konzept der "Voraussetzung" nicht einmal ansatzweise verstanden haben oder dieses nutzen, um Ihre Leserschaft bewusst in die Irre zu führen.


Laut Ihrer hochgepriesenen Wikipedia sind das übrigens die vom ΛCDM-Modell verwendete Voraussetzungen:
Wikipedia (CMB) hat geschrieben:The model uses the FLRW metric, the Friedmann equations and the cosmological equations of state to describe the observable universe from right after the inflationary epoch to present and future.
Die Voraussetzung der Gültigkeit der Allgemeinen Relativitätstheorie ergibt sich übrigens über die Voraussetzung der Gültigkeit der Friedmann-Gleichungen.

Luckhurst hat geschrieben:
9. Mai 2017, 07:36
ralfkannenberg ↑ hat geschrieben:Ich will die Voraussetzungen genannt bekommen, die Sie für Ihre Formel verwenden, damit alle vom selben sprechen.
Die Voraussetzung ist dass die für die Vermessung des Universums zuständigen Satelliten keinen Mist gemessen haben.
Schwachsinn: so etwas wird über Fehlerrechnungen abgeschätzt !!


Fazit: bis heute weigern Sie sich konsequent, die Voraussetzungen für die von Ihnen genannten Formeln konkret zu benennen. Muss ich das tun oder schaffen Sie das doch noch selber ? - Ich bin es überdrüssig, Leuten wie Ihnen überhaupt eine Plattform zu bieten.

deltaxp
Senior-Master
Senior-Master
Beiträge: 909
Registriert: 23. Sep 2010, 17:02

Re: Geht's auch ohne Urknall? Lichtermüdung und statisches Universum - Stand 2015 | Josef M. Gaßner

Beitrag von deltaxp » 9. Mai 2017, 11:19

ralfkannenberg hat geschrieben:
8. Mai 2017, 15:01
Ja, das hat man ja alles beim damaligen Bicep2-Ergebnis auch schon gelesen. Kannst Du mir eine Publikation dazu nennen, dass man nichts in den Planck-Daten findet - es gehört nicht zu den Themen, die ich regelmässig mitverfolge.
z.b.
https://arxiv.org/abs/1502.02114

ich zitiere:
"These results imply that and natural inflation are now disfavoured compared to models predicting a smaller tensor-to-scalar ratio, such as Inflation"

Benutzeravatar
ralfkannenberg
wohnt hier!
wohnt hier!
Beiträge: 433
Registriert: 13. Jan 2017, 10:00

Re: Geht's auch ohne Urknall? Lichtermüdung und statisches Universum - Stand 2015 | Josef M. Gaßner

Beitrag von ralfkannenberg » 9. Mai 2017, 12:27

deltaxp hat geschrieben:
9. Mai 2017, 11:19
z.b.
https://arxiv.org/abs/1502.02114

ich zitiere:
"These results imply that and natural inflation are now disfavoured compared to models predicting a smaller tensor-to-scalar ratio, such as Inflation"
Hallo deltaxp,

das ist ja sehr interessant, vermutlich aber eher Thema eines eigenen und seriösen Threads. Ich denke, dass zum Verständnis dieser Arbeit auch diese Arbeit benötigt wird: Completing Natural Inflation (Jihn E. Kim, Hans Peter Nilles, Marco Peloso)


Besten Dank und freundliche Grüsse, Ralf

Benutzeravatar
tomS
Administrator
Administrator
Beiträge: 8404
Registriert: 19. Nov 2007, 20:29
Wohnort: Nürnberg

Re: not an argument

Beitrag von tomS » 9. Mai 2017, 12:55

Luckhurst hat geschrieben:
9. Mai 2017, 07:36
Luckhurst ↑ hat geschrieben:Die sieht doch ziemlich homogen und isotrop aus.
tomS ↑ hat geschrieben:Die CMB ist nicht perfekt isotrop: en.wikipedia.org/wiki/Cosmic_microwave_background
Laut dem von dir verlinkten Artikel isotrop genug um das auch von mir verwendete ΛCDM-Modell zu favorisieren:

...

Ich sehe daher keinen Grund im hochkosmologischen Bereich irgendeine andere Formel zu verwenden als die umstrittene Faktorisierung.
Du nicht, andere evtl. schon :-)

Es gibt durchaus Überlegungen, z.B. Voids etc. durch Swiss-Cheese o.ä. Modelle zu beschreiben; dann muss man die Faktorisierung zumindest auf verschiedene Bereiche erweitern.

Ich habe auch nie bestritten, dass die Faktorisierung in vielen Bereichen ausreichend ist; ich habe lediglich bestritten, dass sie allgemeingültig ist, und dass man daher keine allgemeine Interpretation daraus ableiten sollte.

Anyway - meiner Meinung nach können wir die Sache beenden; es ist alles gesagt, von beiden Seiten, und mehrfach.
Gruß
Tom

Er muss sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.

Benutzeravatar
ralfkannenberg
wohnt hier!
wohnt hier!
Beiträge: 433
Registriert: 13. Jan 2017, 10:00

Re: not an argument

Beitrag von ralfkannenberg » 9. Mai 2017, 13:07

tomS hat geschrieben:
9. Mai 2017, 12:55
Anyway - meiner Meinung nach können wir die Sache beenden; es ist alles gesagt, von beiden Seiten, und mehrfach.
Hallo Tom,

ich würde noch gerne mehr erfahren über die Inhalte, die deltaxp dankenswerterweise eingebracht hat.

Das könnte wenn das andere Thema durch ist auch sehr gerne hier an dieser Stelle geschehen.


Freundliche Grüsse, Ralf

Luckhurst
Rookie
Beiträge: 41
Registriert: 19. Feb 2017, 11:13

swiss cheese

Beitrag von Luckhurst » 9. Mai 2017, 23:23

tomS hat geschrieben:
9. Mai 2017, 12:55
Swiss-Cheese
Von der Wikipedia wurden sämtliche Einträge über das kosmologische Swiss-Cheese Modell wegen nicht vorhandener Relevanz wieder gelöscht, und wenn man danach googelt findet man auch nur eine handvoll nicht peer-reviewter PDFs wo entweder nur von einem "suppressed negligible effect" oder gar von "do not match the observations" die Rede ist, bzw. die Resultate als "not statistically significant" beurteilt werden. Ich bin mir nicht so sicher ob man von diesem Modell schon mal gehört haben muss.

Benutzeravatar
tomS
Administrator
Administrator
Beiträge: 8404
Registriert: 19. Nov 2007, 20:29
Wohnort: Nürnberg

Re: Geht's auch ohne Urknall? Lichtermüdung und statisches Universum - Stand 2015 | Josef M. Gaßner

Beitrag von tomS » 10. Mai 2017, 01:35

Wissenschaft besteht essentiell im Testen von Hypothesen. Um diese testen zu können, muss man sie jedoch erst einmal kennen und verstehen. Wenn du Hypothesen verwirfst, weil du sie nicht verstehst oder weil sie dir nicht passen, dann behinderst du den Fortschritt der Wissenschaft- insofern du als Wissenschaftler tätig bist. Das gilt immer wieder auch für Hypothesen, die sich im Nachhinein als falsch herausstellen.

Und nochmal: die CMB ist erwiesenermaßen anisotrop, d.h. du musst dich zwingend mit anisotropen Modellen befassen, um die Beobachtungsdaten und die Ursache der Anisotropien zu verstehen.

Und seit wann ist die Wikipedia ein Gradmesser für die Relevanz einer Theorie?

EDIT: nach kurzem Googeln finde ich Swiss-Cheese u.a. anisotrope Modelle sowohl in einem Buch als auch in einem Artikel von George Ellis.
Gruß
Tom

Er muss sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.

Benutzeravatar
Frank
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 2112
Registriert: 12. Dez 2005, 23:22
Wohnort: Odenwald

Re: Geht's auch ohne Urknall? Lichtermüdung und statisches Universum - Stand 2015 | Josef M. Gaßner

Beitrag von Frank » 10. Mai 2017, 10:08

Astronomie, Kosmologie und Physik ganz leicht verständlich......

Sollte man mal gelegentlich darüber nachdenken, bevor solche vertiefenden Diskussionen losgehen. :wink:
Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen der allgemeinen Belustigung.


Frank

„Wir haben uns daran gewöhnt, dass Vererbung durch Moleküle geschieht, aber dass das Bewusstsein aus Materie entstehen soll, ist noch immer ein ungewohnter Gedanke.“

Benutzeravatar
ralfkannenberg
wohnt hier!
wohnt hier!
Beiträge: 433
Registriert: 13. Jan 2017, 10:00

Re: Geht's auch ohne Urknall? Lichtermüdung und statisches Universum - Stand 2015 | Josef M. Gaßner

Beitrag von ralfkannenberg » 10. Mai 2017, 12:48

Frank hat geschrieben:
10. Mai 2017, 10:08
Astronomie, Kosmologie und Physik ganz leicht verständlich......

Sollte man mal gelegentlich darüber nachdenken, bevor solche vertiefenden Diskussionen losgehen. :wink:
Hallo Frank,

das Thema befindet sich im Kontext der Abstandsmessungen im Universum.

Da gibt es im Wesentlichen:
1. geometrische Methoden, z.B. Parallaxen - die reichten bis ~1990 etwa 16 Lichtjahre hinaus, heutzutage dank Präzisionssatelliten ~2000 Lichtjahre
2. Variable Sterne, bei denen man nutzt, dass man anhand der Lichtkurve auf die absolute Helligkeit schliessen kann: Cepheiden und Ia-Supernovae
3. Rotverschiebung, bei der man nutzt dass der Raum sich ausdehnt

Bemerkung: mit Cepheiden kommt man etwa 100 Millionen Lichtjahre weit, mit 1a-Supernovae 2 Milliarden Lichtjahre


Die aktuell (wieder) vorliegende Diskussion hat ihren Ursprung im astronews: Rotverschiebung im Zusammenhang der Hubble konstante zum bestimmen von Entfernungen

Sie betraf die Frage eines Schülers aus der 10.Klasse, der ein Referat über die Hubble-Konstante und wie man daraus Rotverschiebungen misst halten sollte.

Hier gibt es 4 Entfernungsbereiche und diese 4 Bereiche werden von Leuten wie Luckhurst und seinem "Original" permanent durcheinander geworfen, was zur Folge hat, dass mehr Verwirrung als Klarheit entsteht. Dabei wäre es einfach, sich einfach an diese 4 Bereiche zu halten:


Bereich 1: Eigenbewegung der Galaxien ist deutlich grösser als Rotverschiebung
Hier ist das Gesetz mit der Hubble-Konstante nicht anwendbar, solange man keine zusätzlichen Informationen hat. In diesem Bereich ist die Cepheiden-Methode anzuwenden. Zwar würde auch die Ia-Supernova-Methode funktionieren, doch ist es halt so, dass wenn man gerne den Abstand einer Galaxie bestimmen möchte, nicht zufällig gerade eine solche aufleuchtet.

Bereich 2: Eigenbewegung der Galaxien ist deutlich kleiner als Rotverschiebung und Phänomene der Dunklen Energie vernachlässigbar
Hier ist das Gesetz mit der Hubble-Konstante anwendbar. Dieser Bereich reicht bis zu einer Rotverschiebung von z=0.1 hinaus, das sind immerhin 1.5 Milliarden Lichtjahre, also deutlich weiter als die grossen bekannten Strukturen wie der "Grosse Attraktor" oder die "Grosse Mauer". Luckhurst hat diesen Bereich als "Nahbereich" bezeichnet.

Bereich 3: Eigenbewegung der Galaxien ist deutlich kleiner als Rotverschiebung, Phänomene der Dunklen Energie nicht vernachlässigbar
Hier wird aus der Hubble-Konstante aufgrund der Dunklen Energie ein zeitabhängiger Hubble-Parameter und die Formeln mutieren von einem einfachen Dreisatz, wie man ihn im Supermarkt beim Obstkauf anwendet, zu einem umständlichen Integral. Wir befinden uns nun im sogenannten kosmologischen Bereich; Luckhurst hat ihn als "Fernbereich" bezeichnet.

Bereich 4: hochkosmologischer Fall
Möglicherweise ist bei sehr grossen Entfernungen das kosmologische Prinzip nicht gültig; dann sind auch die herkömmlichen Formeln nicht gültig. Dann braucht man eine neue Menge an Voraussetzungen, aus denen man dann neue Formeln herleiten und diese mit den experimentellen Befunden auf Konsistenz überprüfen kann.


Natürlich kann man mit den umständlichen Formeln des "Bereiches 3" auch den "Bereich 2" korrekt rechnen, aber das übersteigt das Niveau eines Referates an der 10.Klasse einer Schule bei weitem und ist auch nicht nötig - hier ist der Dreisatz mit der Hubble-Konstante anstelle des zeitabhängigen Hubble-Parameters völlig ausreichend. Im astronews wurde das dann aber von "gewissen" Leuten ins Lächerliche gezogen und argumentiert, dass sie lieber die genaue Formel für den "allgemeinen Fall" verwenden. Und hierauf wurde von TomS eingewendet, dass diese Formeln möglicherweise nicht den allgemeinen Fall beinhalten, weil im allgemeinen Fall, den ich zur besseren Unterscheidung als den "hochkosmologischen Fall" bezeichne, das kosmologische Prinzip möglicherweise gar nicht erfüllt ist.


Fazit: wenn ich mich zu diesem Thema äussere, beziehe ich mich auf eine strikte Unterscheidung zwischen den Bereichen 2 und 3, und wenn Tom sich dazu äussert, bezieht er sich auf den Bereich 4.

Wenn Luckhurst oder sein "Original" sich zu diesem Thema äussert, so besteht er darauf, dass man auch den Bereich 2 mit der Formel vom Bereich 3 berechnet und verweigert dem Bereich 4 seine Anerkennung. Folglich ging es in den letzten Beiträgen um diese beiden Themen.


Freundliche Grüsse, Ralf

julianapostata
Rookie
Beiträge: 11
Registriert: 15. Jan 2017, 14:25

Re: Punkt- und Strichrechnungen

Beitrag von julianapostata » 26. Mai 2017, 11:17

Luckhurst hat geschrieben:
9. Mai 2017, 00:33
.
2*2+2/2-2=?

Wieviel Prozent der Zuschauer (im Studio) bei Günter Jauch (Wer wird Millionär) konnten diese Aufgabe lösen?

Ich konnte es kaum glauben.
http://www.matheplanet.com/
Bild
:beer:

Dares
übernimmt bald das Forum
übernimmt bald das Forum
Beiträge: 312
Registriert: 17. Feb 2016, 15:37

Re: Geht's auch ohne Urknall? Lichtermüdung und statisches Universum - Stand 2015 | Josef M. Gaßner

Beitrag von Dares » 26. Mai 2017, 19:43

julianapostata hat geschrieben:
26. Mai 2017, 11:17
Wieviel Prozent der Zuschauer (im Studio) bei Günter Jauch (Wer wird Millionär) konnten diese Aufgabe lösen?

Ich konnte es kaum glauben.
Hallo Julianaprostata,

ich weiss nicht was das mit dem Thema zu tun hat, aber ich finde die Rechenaufgabe interessant. Leider habe ich die Sendung mit Jauch nicht
gesehen und jetzt bist Du uns die Lösung schuldig. Was kommt bei der Rechenaufgabe denn nun raus?

Ich weiss es schon aber weisst du es?

Lustige Grüsse

Dares

Benutzeravatar
nvb
hält sich ran...
hält sich ran...
Beiträge: 81
Registriert: 23. Mai 2017, 01:35

Re: Geht's auch ohne Urknall? Lichtermüdung und statisches Universum - Stand 2015 | Josef M. Gaßner

Beitrag von nvb » 26. Mai 2017, 21:45

Hallo Dares

Das steht doch unter den 18% ;)

Die Frage ist doch, wie man dahin kommt - oder warum das so unglaublich für julian ist.
„Seit dem ich hier bin, versuchte ich 100 Möglichkeiten, mir die Schuhe zu binden. 99 davon waren gut um zu stolpern, aber nur eine gut um zu laufen.“
(Valentin Michael Smith – Fremder in einer Fremden Welt v. R.A.Heinlein)

EFa-Theorie

Dares
übernimmt bald das Forum
übernimmt bald das Forum
Beiträge: 312
Registriert: 17. Feb 2016, 15:37

Re: Geht's auch ohne Urknall? Lichtermüdung und statisches Universum - Stand 2015 | Josef M. Gaßner

Beitrag von Dares » 26. Mai 2017, 22:50

nvb hat geschrieben:
26. Mai 2017, 21:45
Das steht doch unter den 18% ;)
Hallo nvb,

ah, ok, gut, das hatte ich übersehen. Obwohl man die Matheaufgabe erst selber lösen sollte bevor man weiss das 18% richtig lagen.
nvb hat geschrieben:
26. Mai 2017, 21:45
Die Frage ist doch, wie man dahin kommt - oder warum das so unglaublich für julian ist.
Da ich kein Mathematiker bin erschliesst sich mir der tiefere Sinn in Deiner Frage nicht. Oder doch?

Dares

Benutzeravatar
nvb
hält sich ran...
hält sich ran...
Beiträge: 81
Registriert: 23. Mai 2017, 01:35

Re: Geht's auch ohne Urknall? Lichtermüdung und statisches Universum - Stand 2015 | Josef M. Gaßner

Beitrag von nvb » 26. Mai 2017, 23:06

Na komm schon. So schwer ist das doch nicht? :D

1. Schritt Punktrechnung von links nach rechts: 4+1-2
2. Schritt Strichrechnung von links nach rechts: 3

oder meinst du den zweiten Teil? Vllt. wundert sich Julian ja darüber, dass 66% falsch lagen - was implizieren könnte, das er dazugehörte.

Hier im Forum geisterte auch mal ein Disput darüber rum, ob 49/7*2 7/2 (falsch) oder 14 (richtig) ergibt - wahlweise mit anderen Zahlen. Vllt. ging es auch wenig darum.
„Seit dem ich hier bin, versuchte ich 100 Möglichkeiten, mir die Schuhe zu binden. 99 davon waren gut um zu stolpern, aber nur eine gut um zu laufen.“
(Valentin Michael Smith – Fremder in einer Fremden Welt v. R.A.Heinlein)

EFa-Theorie

Dares
übernimmt bald das Forum
übernimmt bald das Forum
Beiträge: 312
Registriert: 17. Feb 2016, 15:37

Re: Geht's auch ohne Urknall? Lichtermüdung und statisches Universum - Stand 2015 | Josef M. Gaßner

Beitrag von Dares » 26. Mai 2017, 23:20

nvb hat geschrieben:
26. Mai 2017, 23:06
Na komm schon. So schwer ist das doch nicht? :D

1. Schritt Punktrechnung von links nach rechts: 4+1-2
2. Schritt Strichrechnung von links nach rechts: 3

oder meinst du den zweiten Teil? Vllt. wundert sich Julian ja darüber, dass 66% falsch lagen - was implizieren könnte, das er dazugehörte.

Hier im Forum geisterte auch mal ein Disput darüber rum, ob 49/7*2 7/2 (falsch) oder 14 (richtig) ergibt - wahlweise mit anderen Zahlen. Vllt. ging es auch wenig darum.
Ähem, wen meinst du jetzt? Mich oder Julian? Du hast natürlich recht, denn Punktrechnung geht immer vor Strichrechnung und somit 3.

?Dares

Dares
übernimmt bald das Forum
übernimmt bald das Forum
Beiträge: 312
Registriert: 17. Feb 2016, 15:37

Re: Geht's auch ohne Urknall? Lichtermüdung und statisches Universum - Stand 2015 | Josef M. Gaßner

Beitrag von Dares » 26. Mai 2017, 23:26

nvb hat geschrieben:
26. Mai 2017, 23:06
Na komm schon. So schwer ist das doch nicht? :D




oder meinst du den zweiten Teil? Vllt. wundert sich Julian ja darüber, dass 66% falsch lagen - was implizieren könnte, das er dazugehörte.

Hier im Forum geisterte auch mal ein Disput darüber rum, ob 49/7*2 7/2 (falsch) oder 14 (richtig) ergibt - wahlweise mit anderen Zahlen. Vllt. ging es auch wenig darum.
Naja, gut, wenn es zwischen Euch eine persönliche Sache ist...............................

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast