Wenn zwei Schwarze Löcher verschmelzen, ist die Oberfläche des neuen Horizonts in der Regel größer als die Summe der Flächeninhalte der einzelnen kollidierenden Schwarzen Löcher.
Der Radius eines nichtrotierenden Lochs skaliert linear mit der Masse, die Oberfläche wächst quadratisch mit dem Radius. Bei rotierenden Löchern ist es komplexer. Rotation verkleinert den Radius des Ereignishorizonts.
Die Horizontoberfläche eines rotierenden Schwarzen Lochs beträgt


ist der Schwarzschild-Radius und

ist der Radius des Ereignishorizonts, der beim rotierenden Loch geringer ist als beim nichtrotierenden Loch.
Eine Ausnahme wäre, wenn zwei statische Löcher verschmelzen und durch den Verschmelzungsvorgang so viel Drehimpuls aufnehmen würden, dass das neue Loch maximalen Drehimpuls erhielte, was aber sehr unwahrscheinlich anmutet. Die Summe der Horizontoberflächen zwei gleich großer statischen Löcher wäre dann gleich der neuen Horizontoberfläche. Sind die statischen Löcher in dem Fall unterschiedlich groß, so wäre die neue Horizontoberfläche sogar kleiner als die Summe der Horizonte der statischen Löcher. Die Frage ist, ob es möglich ist, dass durch die Kollision Schwarzer Löcher enorm viel Drehimpuls erzeugt werden könnte.
Gruß
tensor
Es ist die Dynamik der Zusammenhänge, die die Struktur des Ganzen durchzieht.