Der Mond ist überraschend nass

Galaxien, Sterne, Planeten...
Beobachtungen und Physik der Himmelskörper (außer Schwarzen Löchern)
Antworten
Benutzeravatar
Frank
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 2554
Registriert: 12. Dez 2005, 23:22
Wohnort: Odenwald

Der Mond ist überraschend nass

Beitrag von Frank » 25. Jul 2017, 18:24

Im Inneren des Erdtrabanten gibt es deutlich mehr Wasserreserven als bislang angenommen. Das könnte zukünftige Mondmissionen erleichtern.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/welt ... 59549.html

Fachartikel

http://www.nature.com/ngeo/journal/vaop ... lback=true

Da muss Herr Lesch seinen Standardsatz über Mondgestein aber ändern.(Mondgestein ist Erdmantelgestein, nur ohne Wasser) :devil:
Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen der allgemeinen Belustigung.


Frank

„Wir haben uns daran gewöhnt, dass Vererbung durch Moleküle geschieht, aber dass das Bewusstsein aus Materie entstehen soll, ist noch immer ein ungewohnter Gedanke.“

Benutzeravatar
gravi
Site Admin
Beiträge: 6122
Registriert: 26. Nov 2005, 18:55
Wohnort: Münchhausen

Re: Der Mond ist überraschend nass

Beitrag von gravi » 25. Jul 2017, 18:59

Dass es dort Wasser gibt, ist eigentlich schon länger bekannt. Nur die Mengen wurden als extrem gering eingeschätzt - und ich vermute, das wird auch so bleiben. Darüber hinaus dürfte es für künftige Mondstationen auch sehr kostenintensiv sein, das vorhandene Wasser zu extrahieren. Wie auch immer, die Zukunft wird's zeigen!

Gruß
gravi
Unser Wissen ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen, ist ein Ozean.
Sir Isaac Newton

Herr5Senf
übernimmt bald das Forum
übernimmt bald das Forum
Beiträge: 181
Registriert: 3. Mär 2017, 20:46

Re: Der Mond ist überraschend nass

Beitrag von Herr5Senf » 25. Jul 2017, 19:27

gravi hat geschrieben:
25. Jul 2017, 18:59
... Nur die Mengen wurden als extrem gering eingeschätzt - und ich vermute, ...

Das Problem ist nicht die Menge, sondern die Theia-These eines trockenen Mondes, das hätte in diesem Szenario verdampfen müssen.
Schon Apollo 15 + 17 haben "100* zu nasses" Gestein zurückgebracht, man hat es als "Wasseranomalie" der Landeplätze interpretiert.
Die Auswertung der indischen Chandrayaan1-Daten aus 2008-09 hat für die Oberfläche 400 Teile Wasser auf 1 Million ergeben,
das sind 40* mehr als die "trockene" Hypothese. Im Mantel müßte sogar noch mehr sein, wo ist das hergekommen?

Werden die IR-Spektren von M3 (Mineralien vs. Wasser) richtig interpretiert? aber wir haben ja die Apolloproben auch.

Grüße Dip

PS: hier hat sich Gertrud sehr viel Mühe gegeben https://www.raumfahrer.net/forum/smf/in ... #msg399117

Herr5Senf
übernimmt bald das Forum
übernimmt bald das Forum
Beiträge: 181
Registriert: 3. Mär 2017, 20:46

Re: Der Mond ist überraschend nass

Beitrag von Herr5Senf » 5. Dez 2017, 00:55

Nach dem Theia-Impakt soll die Erde noch vielfach mit >1.500km-Brocken zusammengestoßen sein.
In this scenario, some isotopic anomalies observed in terrestrial rocks can be explained as products of collisions after Moon formation.
http://www.nature.com/articles/s41561-017-0022-3

Danke an "gravi" für dieses Forum - Dip

Benutzeravatar
Frank
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 2554
Registriert: 12. Dez 2005, 23:22
Wohnort: Odenwald

Re: Der Mond ist überraschend nass

Beitrag von Frank » 5. Dez 2017, 09:14

Herr5Senf hat geschrieben:
5. Dez 2017, 00:55
Nach dem Theia-Impakt soll die Erde noch vielfach mit >1.500km-Brocken zusammengestoßen sein.
In this scenario, some isotopic anomalies observed in terrestrial rocks can be explained as products of collisions after Moon formation.
http://www.nature.com/articles/s41561-017-0022-3

Danke an "gravi" für dieses Forum - Dip
Danke für den link, aber leider funktioniert er nicht.
(also zumindest bei mir nicht)
Trotzdem ist das natürlich hoch interessant, weil das würde der Erdververgangenheit wieder ganz neue Wege der Entwicklung geben.
Zumindest muss im Sonnensystem eine zeitlang wohl die Hölle los gewesen sein. Dazu würde ganz gut die Theorie passen, bei der der Jupiter nach innen gewandert ist und den Asteroidengürtel leergefegt bzw. Mit Sicherheit dann auch etliche Brocken in andere Richtungen verteilt hat.
Was hat das allerdings für Folgen für die Erde gehabt?

Edit:

Hier mal das Ganze auf deutsch.

https://www.weltderphysik.de/gebiet/pla ... -computer/
Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen der allgemeinen Belustigung.


Frank

„Wir haben uns daran gewöhnt, dass Vererbung durch Moleküle geschieht, aber dass das Bewusstsein aus Materie entstehen soll, ist noch immer ein ungewohnter Gedanke.“

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste