

Teilchenphysiker berechneten eine Lebensdauer von nur etwa 10-24 Sekunden für ein Mini-Loch von 3 TeV Masse (z.B. Chamblin et al. 2004). Diese Lebensdauer ist so kurz, dass die Mini-Löcher keine Gelegenheit haben, in erheblichem Maße Materie aus ihrer Umgebung aufzusammeln. Mit anderen Worten: Mini-Löcher können kaum akkretieren, ehe sie verschwinden.
Verwendet man die Eddington-Akkretionsrate aus den Grundlagen der Akkretionstheorie als Argument, so folgt, dass bei einer typischen Akkretionseffizienz von 10% ein Mini-Loch der Masse 1 TeV gerade einmal 10-36 Gramm pro Sekunde aus der Umgebung aufsammeln könnte. Nimmt man einmal an, dass das Mini-Loch konstant mit dieser Akkretionsrate akkretiert, so hätte es erst nach einigen Trillionen Jahren eine Masse aufgesammelt, die einem einzigen Elektron entspricht! Soviel Zeit hat das Mini-Loch aber nicht, weil es ständig durch die Emission von Hawking-Strahlung Energie und Masse verliert. Anders gesagt: Bei einer Lebensdauer von wenigen Sekundenbruchteilen vermag ein Mini-Loch im Teilchenformat kaum etwas aufzusammeln.
Erst ab gigantischen Energiedichten von 1010 GeV/fm-3 kann ein Schwarzes Loch durch Partonenabsorption, also 'Verschlucken' umgebender Teilchen, wachsen. Diese Energiedomäne liegt jedoch weit in der Zukunft der Beschleunigerphysik. Sollte die Planck-Masse noch höher liegen als bei 1 TeV, so wird die kritische Energiedichte für Akkretion noch höher.









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